Augen auf – die Welt ist schön!

Schoenheit
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„Wie viel Schönheit empfängt das Herz durch die Augen.“
– Leonardo da Vinci

Gestern war ich das erste Mal in der Lüneburger Heide. Und ich muss sagen, es war einfach traumhaft. Die Sonne schien und überall blühte die Heide lila. Ich ging auf den Wilseder Berg und schaute hinunter. Heide, so weit das Auge reicht. Ein weiter Blick rundherum. Sonne im Gesicht. Ich merkte, wie sich mein Körper entspannte, und ich genoss die Schönheit der Natur. Auf dem Rückweg sah ich ein Reh durch die Heide hoppeln. Und nach einem kurzen Regenschauer entdeckte ich einen riesigen Regenbogen. Ich fragte mich, wie lange ich schon keinen Regenbogen gesehen hatte. Gefühlt ist es eine Ewigkeit her.

Und ich freute mich wie ein kleines Kind, dass ich diese schönen Dinge sehen darf. Es ist doch erstaunlich, wie die Natur so tolle Sachen erschaffen kann, dachte ich. Das Gesehene berührte mich, es berührte mein Herz. Ich war glücklich und zufrieden und grinste :-)

Ich glaube, Leonardo da Vinci meint genau das mit seinem Zitat. Das, was wir mit unseren Augen sehen, kann unser Herz erreichen.

Sofern wir es zulassen, dass es das tut. Denn häufig frisst der Alltag einfach alle schönen Momente auf. Weil sie darin untergehen. Weil sie erst gar nicht wahrgenommen werden vor lauter Machen und Tun. Weil wir gedanklich schon bei der nächsten Sache sind und nicht im Hier und Jetzt.

Doch wir können uns für die schönen Dinge im Leben auch wieder öffnen. Das geht dadurch, dass wir uns ganz bewusst entscheiden, die schönen Dinge wirklich in unser Leben zu lassen. Wenn wir uns also Zeit nehmen, um die Schönheiten des Lebens zu sehen. Wenn wir vielleicht am Tag kurz mal innehalten und reflektieren: „Wann ist mir heute über Tag etwas Schönes begegnet?“ Dann kann unser Herz die Schönheiten des Lebens annehmen.

Wie sich Schönheit allerdings definiert, das entscheidet jeder Mensch für sich selbst. Es liegt also im Auge des Betrachters.

Für mich mag das die Natur sein, für jemand anderen die glänzende Oberfläche des neuen Autos. Für den Nächsten das Lächeln des Partners oder das spielende Kind. Vielleicht ist es der Katalog, den man designt hat, oder gar die Freude, die man selbst auf das Gesicht des Gegenübers gezaubert hat. Es kann das Foto sein, das man geschossen hat, oder das Bild, das gemalt wurde. Der Stoff, den man gerade zum Nähen gekauft hat, oder der Anblick des neuen Grills im Garten.

Alles kann schön sein, wenn man sich von dem, was man sieht, begeistern und berühren lässt.

Und wenn ich etwas nicht schön finde, was jemand anderem gefällt, dann ist das auch in Ordnung. Denn jedem Menschen sind eben andere Dinge im Leben wichtig und jeder Mensch definiert andere Dinge als schön.

Leonardo da Vinci war insbesondere begeistert von Menschen und er hat seine Interpretationen des Gesehenen malerisch wiedergegeben. Klar, als Maler bezog er sich bei dem Zitat deswegen vor allen Dingen auf das, was wir mit unseren Augen sehen können. Für mich persönlich – und wahrscheinlich für alle achtsamkeitsliebenden Menschen ;-) – gilt das aber auch für alle anderen Sinne. Auch über die Haut, unseren Tastsinn, unseren Geschmack, unsere Nase und unsere Ohren kann unser Herz Schönheit erfahren.

Dazu müssen wir die Welt nur wahrnehmen – eben mit allen Sinnen –, dann sieht unser Herz diese Schönheiten.

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Über Barbara Pötter

Barbara Pötter ist Sozialpädagogin, Coach für psychosoziale Beratung und Schreiberin.

Nachdem sie knapp 3 Jahre bei Zeitzuleben als Redakteurin und Kursleiterin mitgewirkt hat, hat sie in Konstanz am Bodensee ihr eigenes Unternehmen aufgebaut.

Unter www.stadtlandfreund.de bietet sie nun Veranstaltungen für Menschen an, die neue Leute kennenlernen möchten und gleichzeitig die Stadt und das Umland besser erkunden wollen. Damit greift sie ein Thema auf, das sie auch hier bei Zeitzuleben aus persönlichen Erfahrungen heraus sehr beschäftigt hat und das viele Menschen in ihrem Leben immer wieder berührt.

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Kommentare

  • Es gibt noch einen anderen – ebenso treffenden – Spruch: “Die Schön-heit liegt im Auge des Betrachters.”

    Leider gibt es mehr als reichlich vergrämte Zeitgenossen, die für die Schönheit um sich herum keinen Blick/ keine Zeit “einräumen” und einzig auf ihre (eigenen) Belange fixiert (konzentriert) sind.

    Doch diese wissen nicht (ahnen nicht), was ihnen (durch ihre chroni-sche Ignoranz) entgeht.

    Manche haben auch zu viel gesehen, dass sie der kleinsten Verände-rung keine Beachtung mehr schenken (z. B. ein Handel für Bastelbe-darf ist pleite gegangen, nun bewirtschaftet eine Gastronomie das brach-liegende Gebäude).

    Sie erachten es (für sich) als “normal”: Ein Laden schließt, ein anderer übernimmt die fraglichen Räume.

    Doch um WAS für eine Gastronomie handelt es sich dabei: Sushi-Bar, Creperie…?

    Was haben diese für ein Angebot: Gibt es einen günstigen Mittags-tisch/ Sonderangebote (z. B. halbe Stunde vor Ladenschluss gibt es die Gerichte zum halben Preis), Catering etc.

    Wie sind die Räumlichkeiten? Sind sie behindertengerecht: Ja oder Nein? Gibt es die Möglichkeit, dort eine Feier auszurichten (z. B. einen extra Saal)?

    Oder – ebenfalls ähnlich geartet : Das Wichtige bleibt fürs Auge un-sichtbar. Man sieht nur mit dem Herzen gut (Saint-Exupery: Der kleine Prinz). …so oder so ähnlich heisst es darin!

    Auch das ist sehr aussagekräftig, erinnert es (uns) doch daran, dass wir unserem Umfeld (links, rechts, vor, hinter uns) eine gewisse Grund-Aufmerksamkeit schenken sollten (müss{t}en). Ansonsten könnte uns das eine oder andere Schöne/ Interessante/ Spannende unbemerkt an uns vorübergehen.

    …und das wäre wirklich ausgesprochen schade!

  • Ja, wenn ich draußen in der Natur bin, dann geht es mir am Besten, dann weiß ich immer wieder ganz klar, dass ich nicht viel brauche um glücklich zu sein. Und wenn ich diesen klaren stahlblauen Himmel sehe, dann ist alles in bester Ordnung.
    Ich freue mich aber auch wieder auf den Herbst und Winter (..was viele Mitmenschen gar nicht verstehen). Ja, ich mag es, wenn sich die Blätter knallbunt verfärben, das warme Licht an September und Oktobertagen, genauso mag ich die aufsteigenden Nebel an trüben Herbsttagen, das erinnert mich an Herbstausflüge als Kind mit Kartoffelfeuer, die es leider immer weniger gibt; dieser Geruch von offenem Feuer,…einfach herrlich!
    Und ich mag es, wenn der Regen an trüben Tagen auf mein Dachfenster trommelt und wenn die Herbststürme um die Häuser pfeifen und die stillen Tage einläuten und irgendwann (hoffentlich) der Schnee leise einen weißen Teppich über die Landschaft deckt.
    Ich liebe diese Jahreszeiten und ihre Veränderungen und dauerhafte Sonne und Meer würden mich spätestens nach 2Jahren diese Veränderung vermissen lassen.
    Einen sonnigen Herbstsonntag Euch Allen

    • Greencat

      …du sprichst mir aus der Seele!

  • Vielen Dank, liebe Barbara,

    gerne werde ich daran erinnert, denn wie oft vergesse ich, kleine Pausen im Alltag zu nutzen, um mich mit Schönheiten zu beschenken.

    Vor einigen Jahren saß ich 13 Jahre lang im elektrischen Rollstuhl, wohnte in einer Hochhaussiedlung und die Depressionen schienen mich zu erdrücken. Bis, ja bis ich mich selbst an der Hand nahm – es waren die ersten wärmeren Tage eines Jahres – und in eine nahe gelegene Kleingartensiedlung rollte, UM MIR das erste blühende Veilchen, den ersten blühenden Krokus oder das erste blühende Schneeglöckchen zu suchen. ……. Seid sicher, ich fand immer eines :)

    Liebe Grüße
    Patricia

    • Marina

      Liebe Patricia, wie kommt man aus einer solchen Talsohle und v.a. aus einem Rollstuhl wieder heraus. Das würde mich wirklich brennend interessieren!!

    • Patricia Bennett

      Liebe Marina,

      heute kann ich wirklich nur so viel dazu sagen: OFFEN BLEIBEN für die WUNDER, die immer wieder mal geschehen. :) …. und davor das Beste aus jedem einzelnen Tag machen, so gut es geht. Jeden Tag so annehmen, wie er IST. …

      Liebe Grüße
      Patricia

  • Grüß Gott,
    komme gerade von einer Kurzreise ins Frankenland (Feuchtwangen, Rothenburg, Dinkelsbühl) und sehe die Welt wieder mit anderen Augen. Die Beschaulichkeit dort, die wunderbaren Impressionen der Altstädte, die schmackhaften, teils biologischen Gerichte in den nicht überfüllten Restaurants, es war so schön! Mein Mann und ich schwelgen noch in den Erfahrungen und Erlebnissen dieser Auszeit und werden uns alles im Herzen bewahren, damit der sog. Alltag uns nicht wieder zu schnell zudeckt mit seinen leider oft desolaten Meldungen.
    Eine gute Zeit wünscht
    Charlotte

  • Guten Morgen an alle,

    eine Erkrankung nach der Mitte meines Lebens hat mich dazu gezwungen, mein Leben zu entschleunigen und achtsamer (mit mir) zu sein.

    Ich bin sehr dankbar, dass ich nach Schmerz und großem Leid lernen durfte, wie leicht und wertvoll mein Leben sein kann, wenn ich die kleinen, schönen Dinge sehe. Mein Herz wird dann ganz weit. Das ist ein gutes Gefühl.

    Am intensivsten empfinde ich die kleinen Wunder in der Natur.

    Doch heute morgen erfreue ich mich an meinem gestern nach langer Zeit wieder einmal selbst gebackenen, guten Brot.

    Ich wünsche allen einen angenehmen Sonntag.

    Herzliche Grüße

    Annemarie

    • Patricia Bennett

      Liebe Annemarie,

      ja – manchmal sind “schwere” Erfahrungen diejenigen, die uns am weitesten bringen.

      Ich wünsche Dir viele schöne Tage! Und ich bin ziemlich sicher, dass Du deiner Hefe ZEIT gegeben hast, so ein tolles Brot werden zu können. Denn erst, wenn sie in RUHE gehen lassen wird, kann sie ihre volle Kraft entfalten. Nicht wahr?

      Herzliche Grüße
      Patricia

  • Ich habe sei Ende Mai einen kleinen Hund und der will jeden Tag raus. So entdecke ich schönsten Ecken bei mir in der Gegend und es ist immer wieder schön. Auch wenn es regnet kann das sehr schön sein. Man muss es nur bewusst sehen und genießen können.

  • Wenn ich mit meinem Enkelsohn, 2, spazieren gehe, dann bin ich achtsam. Er sieht Dinge, die sind erstaunlich, – und alles wird kommentiert. Da freut sich mein Herz und meine Seele.

  • Das wäre meinTraum:
    Achtsam durch’s Leben gehen.
    Alles Schöne wahrnehmen – überhaupt alles wahrnehmen.
    Aber ich glaube, das können nur Frauen?
    Was würde wohl passieren, wenn alle achtsam durch die Welt gingen?
    Ich wünsche Euch einen schönen (achtsamen) Sonntag.
    Viele Grüße
    Jeremy

    • Vera

      Warum, lieber Jeremy, glaubst Du, das dass nur Frauen können?

      Ich kenne viele Männer, die alle auf ihre ganz persönliche Weise achtsam sind und geniessen.

      Finde heraus, was für Dich schön ist.

    • Patricia Bennett

      Lieber Jeremy,

      atmest Du? Ja sicher, wirst Du sagen. Fühle hin, wie dein Atem aus und ein geht, wie er deine Nase kitzelt, wie deine Brust sich hebt und senkt. Welch ein Wunder! Genieße es, denn damit beginnt Achtsamkeit und Du wirst immer wieder nach Gelegenheiten Ausschau halten, die kleinen Wunder des Lebens zu finden. Viel Freude dabei :)

      Liebe Grüße
      Patricia

 

Ralf Senftleben

Hallo! Schön, dass du da bist!

Ich bin Ralf und das hier ist meine Seite, Zeit zu leben. Seit 1998 schreibe und forsche ich darüber, wie wir unser Leben selbstbestimmt, kraftvoll und bewusst leben können. Wie wir herausfinden, was wir für unsere Zufriedenheit brauchen, und wie wir erreichen, was wir uns wünschen.

Aktuell lesen über 125.000 Menschen meinen wöchentlichen Newsletter, und rund 150.000 Menschen haben an meinen Selbstlernkursen und Online-Coachings teilgenommen.

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