Befreiung aus der Seifenblase (mit Poster)

Ein Erlebnis bringt uns aus dem Tritt. Das kann eine Kleinigkeit sein, wie z. B., dass ein Handwerker uns versetzt, oder auch etwas Existenzielles, wie eine schlimme Krankheit, der Verlust des Arbeitsplatzes oder dass wir von unserem Partner verlassen werden.

Wenn uns etwas passiert, das nicht zu dem passt, was wir uns wünschen oder erwarten, reagieren wir ärgerlich, gefrustet, traurig oder mit irgendwelchen anderen belastenden Gefühlen. Das kennen, glaube ich, die meisten von uns.

Warum ist das so? Und was können wir dagegen tun, dass uns unabänderliche Erlebnisse mehr oder weniger aus der Bahn werfen?

Warum ist das so?

Die Psychologie und auch meine Erfahrungen und die vieler anderer bestätigen Folgendes: Meine Gefühle entstehen durch meine Gedanken. Wenn ich etwas negativ bewerte, fühle ich mich nicht so gut, wie wenn ich etwas positiv bewerte.

Ein Beispiel:

Ein Regentag enttäuscht mich, wenn er mir meinen Fahrradausflug versaut, auf den ich mich vielleicht schon länger gefreut habe.

Über einen Regentag kann ich mich hingegen freuen, wenn ich denke, dass mein Garten nun endlich mal wieder das dringend benötigte Wasser bekommt.

Die Realität ist in jedem Fall die gleiche: ein Regentag.

Wie ich diese Wirklichkeit bewerte, entscheidet darüber, ob ich mich freue oder enttäuscht bin.

Und so ist es ja in ganz vielen Situationen. Man erlebt etwas, das einem nicht passt oder sogar das ganze Leben auf den Kopf stellt, und fühlt sich gestresst, überfordert oder irgendwie anders nicht gut.

Was kann ich dagegen tun? 

In meinem Regentagbeispiel: Ich hole mein Fahrrad aus dem Keller und baue mich vor dem Haus auf. Mit aller Vehemenz brülle ich gen Himmel: „Du blöder Regen, hör sofort auf, ich hab mich so auf meinen Ausflug gefreut und ich will nicht, dass Du mir das jetzt kaputt machst.“

Sicher nicht, oder? Wenn das helfen würde, stünden sicher viel mehr Menschen bei Regen vor ihren Häusern und würden lautstark protestieren.

Wer bin ich? Was kann ich? Was will ich?

Das herauszufinden ist schwer. Aber machbar. Und wenn du es herausgefunden hast, wirst du den Unterschied merken. Jeden Tag.

Finde Dinge über dich heraus, die du nicht geahnt hast: Mit dem Selbstlernprogramm: Finde deinen Kompass.

Meiner Erfahrung nach kann ich am leichtesten mit so einem durchkreuzten Plan umgehen, wenn ich die Realität annehme, wie sie ist, und z. B. sage: „Okay, es regnet. Ich hab mich auf den Ausflug gefreut und bin enttäuscht. Aber an der Realität kann ich nichts ändern.“ Ich kann mir überlegen, was ich nun mache. Zum Beispiel mit Regensachen losfahren. Oder mir etwas anderes Schönes vornehmen. Aber gedanklich gegen die Wirklichkeit anzukämpfen, bringt mich überhaupt nicht weiter.

In so alltäglichen Situationen ist es ja noch relativ einfach, mit der Enttäuschung fertigzuwerden. Bei anderen Gelegenheiten fällt das viel schwerer:

  • Wenn man nicht in den lang ersehnten Urlaub fahren kann, weil ein Beinbruch einem einen Strich durch die Rechnung macht.
  • Wenn der Partner einen verlässt, weil er von nun an mit jemand anderem zusammenleben möchte.
  • Wenn sich herausstellt, dass sich hinter den Bauchschmerzen ein inoperabler Tumor verbirgt.

In solchen Situationen kann sich wohl kaum einer hinstellen und sagen: „Ist halt so. Dann mache ich eben etwas anderes.“

Es erscheint dann unmöglich, nicht gegen die Realität anzugehen. Wie soll man so eine Wirklichkeit auch annehmen?

Ich denke, es versteht jeder, dass man solche und ähnliche Nachrichten erst einmal verdauen muss, bevor man irgendwie weitermachen kann. Dazu kann auch gehören, dass man belastende Gefühle erst einmal zulässt und wahrnimmt. Und sicher ist es dann völlig natürlich zu denken: Warum ich? Oder: Ich will das nicht. Und auch, dass man sich immer wieder in Gedanken gegen das wehrt, was leider furchtbare Realität ist.

Und obwohl ich das sehr gut kenne und auch bei vielen, vielen Menschen beobachte, habe ich die Erfahrung gemacht, dass es mir nicht unbedingt besser geht, wenn ich mit meinen Gedanken gegen die Wirklichkeit ankämpfe. Es ist dann so, als würde ich in einer riesigen Seifenblase voller Gedanken sitzen und versuchen, die Realität von mir fernzuhalten. Dadurch geht es mir kein bisschen besser. Denn die Realität ist und bleibt Realität.

Die Wirklichkeit annehmen – belastende Gedanken loslassen

Viele Menschen und auch ich haben auch eine andere Erfahrung gemacht. Es hilft in belastenden oder sogar ausweglosen Situationen, sich bewusst zu machen, dass der Kampf gegen die Wirklichkeit einen nicht weiterbringt. Und wenn es einem dann noch gelingt, die Seifenblase mit den vielen Gedanken zum Platzen zu bringen und die Realität an sich heranzulassen, geht es einem schneller wieder besser. Denn man wird dann auch leichter wieder handlungsfähig und kann sich den Dingen widmen, die sich wirklich ändern lassen.

Wir haben ein Poster zu einem Zitat von Byron Katie entworfen, das diesen Gedanken wunderbar darstellt. Wenn Sie Lust haben, drucken Sie es sich doch aus und hängen Sie es dorthin, wo Sie es möglichst mehrfach täglich sehen. Dadurch können Sie sich immer wieder in Erinnerung rufen, dass die Gedankenblase um uns herum nicht die Wirklichkeit ist. Und es einem nicht hilft, mit seinem Denken gegen die Realität anzukämpfen. So kann Ihnen unser Poster helfen, sich ein klein wenig von Ihren belastenden Gedanken zu lösen und sich wieder entspannter und freudvoller zu fühlen.

Über Byron Katie, von der das Zitat auf dem Poster stammt, habe ich an anderer Stelle schon mal geschrieben. Sie hat eine Technik entwickelt, die mir wirklich geholfen hat, auch in sehr schwierigen Situationen die Wirklichkeit anzunehmen. Und mich nicht mehr so traurig und verzweifelt, enttäuscht oder wütend zu fühlen.

Weil diese Methode so großartig funktioniert, arbeiten wir zur Zeit sehr konkret an einem Trainingsprojekt dazu. Wenn Sie Lust haben und vielleicht bei diesem Projekt mit dabei sein möchten, tragen Sie sich doch einfach ganz unverbindlich hier in unseren Verteiler ein. Dann informieren wir Sie über alles Neue, was zu unserem neuen Projekt gibt.

Poster hier herunterladen

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