Beruflicher Erfolg geht womöglich anders, als du denkst

erfolgreich
Ein Coaching ist dir zu teuer? Dann sei clever und hilf dir selbst!

Kommt ein Mann zur Karriereberatung und fragt:

„Was muss ich tun, um beruflich erfolgreich zu sein?“

Berater: „Arbeiten Sie so unglaublich viel, dass es Ihre Gesundheit zerstört und Sie keinerlei Privatleben mehr haben.“

Mann: „Ähm, wäre ich da nicht … unglücklich?“

Berater: „Womöglich. Aber Sie haben mich ja auch nicht gefragt, wie Sie glücklich werden.“

Ein Zyniker, dieser Berater. Aber er trifft unseren Zeitgeist ganz gut auf den Punkt.

Und er spricht vor allem eine Wahrheit aus, die viele auf ihrer Jagd nach beruflichem Erfolg lieber ausblenden:

Was Erfolg bringt, muss nicht unbedingt glücklich machen.

Ich brauche einen neuen Job!

Aber welchen? Was kann ich? Was will ich? Welcher Job passt wirklich zu mir? Wo finde ich die guten Jobs? Fragen über Fragen. Antworten findest du hier: Projekt: Traumjob.

Erfolgreich nur durch maximalen Einsatz?

Leider ist das, was der Berater da beschreibt, für viele Menschen ja die Realität: Überstunden, permanenter Leistungsdruck, kaum Privatleben.

Nicht umsonst ist das Thema Work-Life-Balance in den letzten Jahren so durch die Decke gegangen.

Und nicht umsonst haben wir eine wachsende Burnout-Problematik.

Da stellt sich die berechtigte Frage: Geht beruflicher Erfolg wirklich nur über maximalen Einsatz und vollständige Selbstaufgabe?

Die überraschende Entdeckung des Shawn Anchor

Genau zu dieser Frage bin ich vor kurzem auf eine ziemlich überraschende Antwort gestoßen …

Der Forscher Shawn Anchor hat an der Harvard-Universität Glücksforschung betrieben und zu dem Thema auch einen Bestseller geschrieben: „The Happiness Advantage“.

Mit seiner Forschung hat er einen wirklich interessanten Zusammenhang entdeckt.

Er hat sich nämlich ganz gezielt die „Top-Performer“, also die beruflich besonders erfolgreichen Menschen aus unterschiedlichen Feldern angeguckt.

Und er hat dabei festgestellt: Die besonders erfolgreichen Menschen sind auch überdurchschnittlich glücklich.

Erstmal nicht weiter überraschend, denkst du dir jetzt vielleicht.

Aber Shawn Anchor wäre ja kein toller Forscher, wenn er nicht noch tiefer gebohrt hätte.

Also hat er sich hier die berühmte Henne-Ei-Frage gestellt: Was war bei diesen Top-Performern wohl zuerst da? Das Glücklichsein? Oder der Erfolg?

Was ist also die Ursache und was die Wirkung?

  • Sind die Top-Performer nur so glücklich (Wirkung), weil sie auch so erfolgreich sind (Ursache)?
  • Oder sind die Top-Performer womöglich so erfolgreich (Wirkung), weil sie überdurchschnittlich glücklich sind (Ursache)?

Ein Zusammenhang, der alles auf den Kopf stellt

Das spannende Ergebnis seiner Studien lautet:

Die Top-Performer sind so erfolgreich, weil sie so glücklich sind.

Sie sind besonders positive Menschen mit einer optimistischen Lebenseinstellung. Und ihre positive Lebenseinstellung hat scheinbar auch etwas mit ihrem Erfolg zu tun.

Unzufrieden im Job?

Projekt Traumjob
Morgens aufstehen und sich auf die Arbeit freuen. Die Kollegen als Freunde betrachten. Und den Sinn in den eigenen Aufgaben entdecken. Ja, das gibt es wirklich! Den einen Job, der wirklich zu dir passt. Zu deiner Persönlichkeit, zu deinen Stärken und deinen Vorlieben -> Hier gehts lang

Beweisen konnte Shawn Anchor das, indem er Versuche mit „Normalos“ unternommen hat.

Er hat seine Testpersonen gezielt in eine positive Stimmung versetzt.

Und in so einer positiven Grundstimmung konnten in den Testgruppen:

  • Verkäufer 37 % mehr verkaufen
  • Ärzte zu 19 % schneller richtige Diagnosen stellen
  • Studenten wesentlich besser in Tests abschneiden
  • Produktivitätswerte um 31 % gesteigert werden

Alle Testpersonen konnten ihre Leistungsfähigkeit massiv steigern, sei es bei Prüfungsergebnissen oder im Beruf.

Wie kann das sein?

Den Zusammenhang, der dahintersteckt, erklärt Shawn Anchor so:

Wenn du glücklich und in einer positiven Grundstimmung bist, dann steigert das die Leistungsfähigkeit deines Gehirns.

Und durch die gesteigerte Leistungsfähigkeit deines Gehirns kommt es schlussendlich auch zu besonderen Erfolgen.

Im Moment zäumen wir das Pferd von hinten auf

Beruflicher Erfolg ist uns wichtig. Aber warum?

Weil wir denken, dass uns der Erfolg im Beruf glücklicher machen wird.

Normalerweise denken wir ja so:

  • „Wenn ich erst meinen Abschluss habe, dann bin ich glücklich.“
  • „Wenn ich die Beförderung endlich bekommen habe, dann bin ich glücklich.“
  • „Wenn ich erstmal 10 Kilo abgenommen habe, dann bin ich glücklich.“

Aber die Forschung zeigt: Du wirst nur für kurze Zeit ein kleines bisschen glücklicher.

Tatsächlich ist es so, dass dein Gehirn nach jedem Erfolg die Messlatte gleich wieder höherhängt.

Du hast die Verkaufsziele erreicht?

Dann werden die Ziele jetzt höhergesteckt.

Du hast die Beförderung bekommen?

Wenige Wochen später planst du schon den nächsten Karriereschritt.

Dein Glücklichsein wird immer an bestimmte Erfolge geknüpft und somit immer wieder in die Zukunft hinausgeschoben.

Was die Forschung von Shawn Anchor uns jetzt zeigt: Das ist genau der falsche Weg.

So zäumst du das Pferd von hinten auf.

Du musst die Formel umdrehen:

Nicht: Erfolg bringt dir Glück.

Sondern: Glücklichsein bringt dir Erfolg.

Was das ganz konkret für dich bedeutet

Wenn du glücklich bist, wirst du auch erfolgreicher.

Das konkret in dein Leben übersetzt bedeutet:

Ich brauche einen neuen Job!

Aber welchen? Was kann ich? Was will ich? Welcher Job passt wirklich zu mir? Wo finde ich die guten Jobs? Fragen über Fragen. Antworten findest du hier: Projekt: Traumjob.

An allererster Stelle musst du dafür sorgen, dass du glücklich bist. Dass du mit einer positiven Grundeinstellung durchs Leben gehst.

Wenn du das geschafft hast, dann bist du viel leistungsfähiger.

Und dadurch wirst du dann auch erfolgreicher im Beruf, im Studium, in allen möglichen Bereichen.

Also: erst das Glücklichsein, dann der Erfolg.

Poster: Erst das Glücklichsein

Erst das Glücklichsein, dann der Erfolg. Eine interessante Erkenntnis, oder?
Hier hast du ein kleines Poster, dass dich im Alltag daran erinnert, deine Prioritäten in der richtigen Reihenfolge zu setzen.

„Poster:

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Wie stehst du dazu?

Mich interessiert, was du dazu denkst:

  • Wie denkst du über die Idee: „Erst das Glücklichsein, dann der Erfolg“?
  • Hast du da selbst vielleicht auch schon mal einen Zusammenhang feststellen können?
  • Glaubst du, dass dieser Ansatz in die Berufswelt übertragbar ist?

Schreib mir deinen Kommentar.

Falls dich das Thema interessiert …

Hier kannst du Shawn Anchor in einem sehr unterhaltsamen Vortrag sehen (deutsche Untertitel vorhanden):

Und hier bekommst du ein paar konkrete Ideen, was du tun kannst, um dich selbst in einen positiven Zustand zu versetzen:

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Kommentare

  • Das Problem liegt vermutlich daran, dass die meisten Menschen ein Job machen. Und glaubt man aktuellen Forschungsergebnissen sind in Deutschland 3/4 und mehr damit sehr unzufrieden.
    Einen Beruf im ursprünglichen Sinne von Berufung ausübende Menschen folgen
    1. ihrem Herzen, sind deshalb
    2. glücklicher und
    3. (Wirkung) fast automatisch erfolgreich.
    Dies kann, muss sich aber nicht zwingend in sehr hohem Einkommen spiegeln … auf jeden Fall aber in Zufriedenheit.

  • Das sehe ich genauso.

    Das tägliche Glück spiegelt sich ja in allen Facetten des Lebens deutlicher, ich meine, wenn ich glücklich bin, fällt mir vieles einfacher, ich sehe die Herausforderungen im Alltag mehr als Chancen als Bürde.
    Und meine Arbeit macht mich so glücklich, das ich manchmal vergesse, das es Arbeit ist! Ich bin dankbar das ich als junger Mensch schon gespürt habe, was mich glücklich macht!
    Danke für diesen und viele weitere Ermutigungen im Alltag!

  • Alles fängt wie Sie sagen mit dem Morgen an. Ich gehe immer in meine Abteilung mit einem freudigen “Guten Morgen”, so dass meine Kollegen schon oft gefragt haben welche Drogen ich nehme. Diese Grundhaltung versuche ich dann den Tag über durch zu halten und sooft wie möglich einen Witz zu machen. Damit ist auch ein 10 Stunden Tag zu meistern.

    • Mathias Rudolph

      Guten Morgen Jürgen :-)

      Das ist eine schöne Einstellung! Und mit Humor geht wirklich vieles leichter.

      Viele Grüße

      Mathias

  • Entgegen allen positiven Kommentaren sehe ich den Artikel eher als einen Effekt des “Survivor Paradoxons” an: man nimmt die wenigen Fälle aus einer Gruppe, für die eine Sache, also z.B. die berufliche oder persönliche Entwicklung positiv ausgegangen ist, und fragt diese (nachträglich) nach ihren Erfolgsstrategien oder nach ihren Gefühlen auf dem Weg zum Erfolg. Logischerweise erhält man dann auch nur Erfolgsgeschichten. Dabei ignoriert man sträflich die Leute, die auch glücklich/zufrieden waren bis sie Stelle/Partner/Familie ohne eigenes Zutun (ja, es gibt Unglücksfälle und Schicksalsschläge) verloren. Und versetzt auch noch eine Probandengruppe in “glückliche Stimmung”, was erstens – danke an die Vorrednerin – etwas anderes ist als Lebenszufriedenheit und auch auf Dauer im realen Leben kaum möglich. Und dann rennt man raus und verkündet allen, sie müssten doch “einfach nur glücklich sein” der Erfolg stelle sich dann schon ein. Eine subtile, perfide Spielart der Angewohnheit, Opfer zu voll Verantwortlichen ihrer Misere zu machen. Ich wundere mich sehr bzw. es fällt mir oft auf, dass so etwas auf deiner Seite unwidersprochen bleibt, lieber Ralf. Ein Fall von Filterblase?

    • Mathias Rudolph

      Hallo Chobee,

      das spannende an der Forschung von Shawn Anchor ist ja, dass er die Menschen nicht nach ihren Erfolgsgeschichten befragt hat. Sondern durchleuchtet hat, inwiefern sie anders sind als der Rest der Studienteilnehmer.

      Das heißt eine Filterblase im Sinne des Survival Paradoxons ist an der Stelle ausgeschlossen worden.

      Viele Grüße

      Mathias

    • Manuela

      Wenn das “Schicksal” zu-geschlagen hat und man tief in und an der Misere Leid-et kann der Rat-Schlag “sei glücklich und alles wird gut” schon mal als Hohn empfunden werden. Ich hoffe, dass Du jemand findest der Deinen Schmerz sieht und auch würdigt (und falls nicht tue es selbst mit allem Mitgefühl). Diese”Trauer”-Arbeit ist sehr wichtig!
      Dann aber, liebe/r Chobee liegt darin ein Angebot vom Leben/Schicksal: Perspektive wechseln, Einstellung ändern!
      Du könntest z. B. die Fragen nach “wer hat Schuld” oder Verantwortung tauschen gegen:
      “Was will das Leben mir in/durch diese Umstände mitteilen? Was ist mein Lernfeld? Wo könnte ich meinen Horizont erweitern und wachsen? Usw.
      Einfach? Nö! Aber das wäre dann meiner Meinung nach die positive Grundstimmung, von der im Artikel die Rede ist und die nachgewiesen erfolgreicher macht.
      Und gewiss bist Du an Wachstum interessiert sonst wärst Du nicht bei Zeitzuleben.

  • Vielen Dank für diesen Beitrag, dem ich absolut zustimme! Ich frage mich aber, wo diese “Rückwärtsdenkweise” eigentlich herkommt. Kann es sein, dass uns durch Gesellschaft suggeriert wird, erst glücklich sein zu dürfen, wenn wir erfolgreich sind? Erst anerkannt zu sein, wenn wir etwas beigetragen haben? Ich glaube, dass viel Mut dazugehört, sich selbst als glücklich darzustellen, obwohl man noch nicht so viel Erfolg hatte. Denn in diesem Falle hat man demütig zu sein. Das lernen wir schon in der Schule: Eine 6 zählt nichts; anerkannt ist, wer eine befriedigende Leistung erzielt, besonders anerkannt ist, wer sehr gut ist und leider wird dabei allzuoft die Person (das Kind) mit der Rolle (der Schüler) gleichgesetzt. So geraten wir schon sehr früh in diesen Strudel, der lt. obigem Beitrag nur abwärts führen kann: Glück kommt erst mit dem Erfolg, die hedonistische Adaption tut ihr übriges, dies zu verstärken. Wenn wir mutig genug sind, Menschen wertzuschätzen, obwohl sie (noch) nichts geleistet haben, entwickeln wir vielleicht eine glücklichere und leistungsfähigere Gesellschaft… In diesem Sinne: Vielen Dank für die erleuchtenden Worte von oben! Beginnen wir!

    • Mathias Rudolph

      Hallo Anne,

      ja das stimmt. Es hat bestimmt eine Menge mit Konditionierung zu tun. Und sicher auch mit der Einstellung: “erst die Arbeit, dann das Vergnügen”.

      Spannend wird es, wenn man jetzt wirklich mal anfängt es andersrum anzugehen: Also erst darauf zu achten, dass es einem gut geht. Und dann mal schauen, was dann dabei für Leistungen rauskommen.

      Wir dürfen gespannt sein, ob sich so eine Denke durchsetzen kann ;-)

      Viele Grüße

      Mathias

  • Toller Artikel! Ich denke jedoch, dass unser Gehirn zu jeder Zeit sehr leistungsfähig ist, unabhängig davon, ob wir glücklich oder unglücklich sind. Was uns im unglücklichen Zustand dann weniger erfolgreich sein lässt ist die Tatsache, dass das Gehirn stark mit dem vermeintlichen Unglück zugange ist und seine Ressourcen, die es eigentlich für den Erfolg bräuchte, belegt sind. In beiden Fällen leistet das Gehirn also viel und nur im glücklichen Zustand wohl meist auch effizient.

    • Mathias Rudolph

      Hallo Franziska,

      da hast du vollkommen recht. Das Gehirn leistet immer Arbeit, nur nicht immer in unserem Sinne ;-)

      Viele Grüße

      Mathias

  • Ich sehe es ganz ähnlich, glaube aber auch, dass es sich um einen integrierten und iterativen Prozess handelt. Ich verstehe mich als sehr erfolgreich, in dem was ich tue und kann mich vor Aufträgen nicht retten. Doch ich habe beides, die Arbeit am Erfolg und an meiner eigenen Zufriedenheit über die vielen Jahre immer mit viel Energie und Aufwand parallel betrieben. Für mich bedingt sich beides und ich schöpfe Kraft aus den beruflichen Erfolgen, um auch privat glücklicher zu sein und bin beruflich erfolgreich, weil ich privat hartnäckig am “Zufriedensein” dranbleibe. Weder Zufriedenheit noch Erfolg stellen sich nach meiner Erfahrung von allein ein, beides kostet Kraft und ist leider Arbeit, wenn auch sehr spannende Entwicklungsarbeit und Lernen. Aus meiner Sicht ist Erfolg das Ergebnis von Leidenschaft, Hartnäckigkeit, Resilienz und guter Vorbereitung. Für mich stellt sich eher andauernd die Frage “wieviel ist genug?” (bezogen auf alles) und wie kann ich müheloser die Balance wahren, um mit dem Erreichten ohne Zukunftssorgen erfüllt zu sein?

    • Mathias Rudolph

      Hallo Susan,

      danke für deinen Beitrag. Das ist ein interessanter Gedankenanstoß über den es sich lohnt mal nachzudenken.

      Viele Grüße

      Mathias

  • Toller Beitrag!
    Genau das unterstütze ich und habe es mir zum Beruf gemacht, dieses Thema in die Welt zu tragen. Denn, wenn ich weiß was mich glücklich macht, dann bin ich motiviert mein Bestes zu geben!
    Ja, daraus können ganz andere Lebensmodelle entstehen, die dann aber erfolgreich sind!
    Ich hab den Text gern gelesen. Danke!

    • Mathias Rudolph

      Hallo,

      freut mich, dass dir der Beitrag so gut gefallen hat :-)

      Viele Grüße

      Mathias

  • Genau das ist es. So lebe ich, aber eher unbewusst, eher intuitiv und fahre sehr gut dabei.
    Meine Freunde sagen ich hätte das Glück gepachtet. Das ist natürlich nicht so. Glück kommt nicht von außen, es ist in uns drin. Und ja Glück ist anziehend.
    Mir fällt vieles zu. Ich lächle vieles weg.
    Auch im Berufs- und Geschäftsleben geht das Emotionale oft über das Rationale.
    Ich arbeite viel und gern. Ich bin sehr froh, wenn ich Probleme klären und anderen helfen kann, auch ein wenig glücklicher machen kann.
    Mein Mann ist ganz anderes. Verbissen, nur auf Gewinn bedacht. Er ist beruflich auch sehr erfolgreich gewesen. Aber nicht glücklich dabei und immer krank. Ich versuche ihn für das Glücklichsein zu motivieren. Er hat es längst nicht mehr nötig so verbissen zu sein.
    Es gestaltet sich schwierig. Eine Krankheit folgt der nächsten. Nichts ernsthaftes. Es scheint so, als wenn er immer etwas braucht um nicht glücklich sein zu müssen.
    Vor Jahren habe ich ein interessantes Buch gelesen über das sogenannte Glücksgen.

    • Mathias Rudolph

      Hallo Sabine,

      ich habe auch die Erfahrung gemacht, dass viel Lächeln viel bringt :-)

      Und am Ende des Tages ist es eine philosophische Frage bzw. eine Frage der Einstellung: Will man den Erfolg möglichst schnell und spaßfrei? Oder soll der Weg zum Ziel auch schön sein?

      Das kann eben nur jeder für sich selbst beantworten.

      Ist ein bisschen so, wie in dieser Geschichte hier: https://www.zeitzuleben.de/der-einheimische-und-der-tourist/

      Viele Grüße

      Mathias

  • Hallo,
    netter Artikel, dem ich schon zustimme, der jedoch nur an der Oberfläche kratzt. Er liest sich ein bisschen, wie ein Werbeartikel für den „Hebel zum Glücklichsein“.
    Doch dieses „Hebel“ gibt es nicht zu kaufen, man kann ihn nicht einfach umlegen und schwups ist man glücklich und erfolgreich. Ich denke, wir sollten auch mit dem wunderbaren Wort „ Glück“ nicht so inflationär umgehen. Es ist so ein schönes, momentabhängiges Gefühl, es fällt nicht vom Himmel und dann ist man für immer glücklich. Für mich geht es um Zufriedenheit im Leben, daran kann ich selbst arbeiten. Ich finde Zufriedenheit auch ein besseres Wort für ein ganzes Leben, darin können gerne viele sehr glückliche Momente drin vorkommen, aber es setzt mich nicht so unter Druck immer glücklich sein zu müssen.
    Ich war in meinen letzten 20 Arbeitsjahren sehr erfolgreich und das auch weil ich zufrieden mit dem war, was ich gemacht haben und einen sehr positiven Blick darauf hatte. Als ich merkte, dass mich das aber nicht mehr ausfüllt und mir der Sinn meiner Arbeit abhanden kam, bin ich ausgestiegen. Jetzt im Moment bin ich ziemlich erfolgreich im „ nur Leben“ und das ist mein bisheriger, größter Erfolg.

    • Mathias Rudolph

      Hallo Sylke,

      das ist toll! Ich wünsche dir viel gutes Gelingen auf deinem weiteren Weg.

      Viele Grüße

      Mathias

  • Glücklich=erfolgreicher. Passt. Ich habe festgestellt: achtsamer=glücklicher=motivierter=erfolgreicher. Seitdem ich achtsamer durchs Leben gehe, fühle ich mich wesentlich wohler, glücklicher. Darum bin ich gleichzeitig motivierter und packe die Dinge anders an. Der Erfolg ist dadurch sichtbar. Natürlich motiviert Erfolg auch und macht auch glücklich. Aber wenn ich krampfhaft und überdurchschnittlich hart für etwas arbeiten muss, um Erfolg dadurch zu haben, ist das Glücksgefühl nicht dauerhaft. Dazu kostet dieser Erfolg zu viel Kraft und das motiviert irgendwann nicht mehr. Macht man zwanghaft weiter, wird es irgendwann eher zu einem Burnout führen, als zu Glück. Ergo: wenn ich mich wohl fühle, kann ich viel mehr schaffen und mich vom guten Gefühl motivieren und inspirieren lassen. Glücklich=erfolgreicher.

    • Mathias Rudolph

      Hallo Nicole,

      das ist wirklich ein toller Ansatz! Achtsamkeit ist wirklich eine “Wunderwaffe” in vielerlei Hinsicht. Aber ist beileibe auch nicht immer leicht. Ich freue mich für dich, dass du deinen Weg da so gefunden hast.

      Alles Gute weiterhin

      Mathias

 

Ralf Senftleben

Hallo! Schön, dass du da bist!

Ich bin Ralf und das hier ist meine Seite, Zeit zu leben. Seit 1998 schreibe und forsche ich darüber, wie wir unser Leben selbstbestimmt, kraftvoll und bewusst leben können. Wie wir herausfinden, was wir für unsere Zufriedenheit brauchen, und wie wir erreichen, was wir uns wünschen.

Aktuell lesen über 125.000 Menschen meinen wöchentlichen Newsletter, und rund 150.000 Menschen haben an meinen Selbstlernkursen und Online-Coachings teilgenommen.

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