Blühen oder welken Blumen?

„Wenn in der blühenden Blume die welkende schon du voraussiehst, sieh noch weiter voraus in der welkenden auch die erblühende.“

— Friedrich Rückert

In der letzten Woche ging es um das so genannte "Reframing", also um die Fähigkeit, die positiven Aspekte einer Sache zu sehen bzw. eine Situation so zu interpretieren, dass man sie nicht als nur negativ empfindet.

Dieses Reframing ist für mich der Schlüssel dessen, was allgemein als "positives Denken" bezeichnet. Leider wird das Konzept des positiven Denkens aus meiner Sicht oft aber falsch verstanden bzw. interpretiert. Kritiker werfen dem Ansatz des positiven Denkens immer wieder vor, dass man sich damit die Sachen nur schönredet: Rosa Brille auf und gut ist’s. Genau das beinhaltet das positive Denken meiner Ansicht nach eben nicht!

Positives Denken ist im Grunde nichts anderes als ein verinnerlichtes Reframing – das Interpretieren bestimmter Zusammenhänge in einem weiteren Kontext mit dem Fokus auf die positiven Aspekte. In diesem Sinne ist positives Denken also konstruktives Denken. Denken, das uns Kraft schenkt, statt dass es uns sie nimmt.

Und das Zitat dieser Woche ist für mich eine exzellente Anwendung genau dieses Prinzips: Blühen die Blumen nun oder welken sie? Die Antwort lautet natürlich: beides! Aber worauf achten wir mehr? Wir können die ganze Zeit daran denken, dass die schönen Blumen bald verwelkt sind. Aber wir können auch ihr Blühen genießen und uns darüber freuen, dass sie wieder neu erblühen werden. Genau hier zeigt sich, worauf wir den Fokus legen: auf das Welken oder auf das Blühen.

Achten Sie die kommenden Tage doch einfach mal ganz bewusst selbst auf Ihren eigenen, ganz persönlichen Fokus:

  • Sehen Sie eher den Streit mit Ihrem/r Partner/in oder die Chance darauf, dass Sie sich beide wieder ein Stück kennen und verstehen lernen können?
  • Empfinden Sie vor allem die Last der Aufgaben, die Sie zu erledigen haben oder fühlen Sie sich herausgefordert und wichtig?
  • Hören Sie vor allem auf die schlechten Nachrichten in den Medien oder denken Sie auch mal an all das, was nicht berichtet wird und vollkommen prima läuft?
  • Schimpfen Sie sich selbst wieder einmal wegen gemachter Fehler oder können Sie wahrnehmen, was Sie dafür alles richtig und gut gemacht haben?

Die Liste dieser Fragen ließe sich endlos weiterführen. Es beginnt mit ganz kleinen Dingen, wie der Blick aus dem Fenster und unsere Gedanken zum Wetter ("Boah, ist das wieder grau, da muss man ja schlechte Laune bekommen." oder "Heute mache ich es mir drinnen so richtig gemütlich.") und endet bei den großen Fragen des Lebens (wie z.B. der, ob wir an den Mangel glauben oder an die Fülle o.ä.).

Wichtig ist, denke ich, sich immer wieder klarzumachen, dass es zu jeder Antwort auf all diese Fragen immer auch mindestens eine andere Sicht gibt. Und es liegt bei uns selbst, welche für uns wahr sein soll.

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