Bullerbü-Momente

Bullerbue
Kennst du schon unser Selbstcoaching-Programm?
Hilfreich, wenn du deine Probleme aus eigener Kraft lösen möchtest.

Auf einem Bauernhof leben, mit einem Hof-Café und einer Ferienwohnung dabei. Ein paar Kühe, Hühner, ein Hund.

Oder: Richtig gut kochen können.

Oder: Einmal nach Santiago wandern. Zu sich selbst kommen. Bei sich ankommen.

Oder: Mit anderen zusammen Kanu fahren.

Oder: In den Ferien auf Mallorca vor einer Finca sitzen und Bilder malen. Die eindrucksvolle Landschaft einfangen.

Einfach genau das tun, was man im Herzen so gerne möchte.

Hast du vielleicht auch den einen oder anderen Traum, den du gerne einmal in die Tat umsetzen möchtest? Bei dem du denkst: Das macht mich glücklich? Das wärs?

Vielleicht hast du auch schon den einen oder anderen Tagtraum ausprobiert. Und dabei ein neues Hobby, ein interessantes Reiseziel oder vielleicht sogar einen neuen Beruf entdeckt.

(Zufriedener werden. Optimistisch in die Zukunft schauen. Mehr Lebendigkeit ins Leben bringen. → Der Lebensfreude-Kurs.)

Womöglich hast du aber auch schon die Erfahrung gemacht, dass die Realität der Phantasie manches Mal nicht standhält. Dass das, was du ausprobiert hast, dir gar keine Freude macht. Oder jedenfalls nicht annähernd so viel, wie du dir vorgestellt hattest.

Realitäts-Check

Mir ging das schon öfter so. Da habe ich mir etwas ganz toll vorgestellt und in der Realität war es dann gar nicht so schön. Oder schlimmer noch, es hat mich sogar gelangweilt oder genervt.

Ich denke da an meine Versuche auf dem Surfbrett. An Nachmittage, an denen ich versucht habe, aufwändige Rezepte aus wunderschönen Kochbüchern nachzukochen. An mein Praktikum in der Backstube einer Bäckerei. Oder den Versuch, Ulysses von James Joyce zu lesen.

Früher war ich oft enttäuscht, wenn sich meine Hoffnungen und Erwartungen nicht erfüllt haben. Ich war auch enttäuscht von mir selbst. „Ich Dussel hab mir mal wieder nur was eingebildet.“ So oder ähnlich hab ich manches Mal gedacht.

Oftmals hatte ich den Eindruck, etwas falsch gemacht zu haben. Ich dachte, ich sollte wissen, was ich in Wirklichkeit mag und toll finde. Alleine aus meiner Vorstellung heraus.

So funktioniert das Leben aber leider nicht. Unsere Vorstellung kann uns nur sehr begrenzt sagen, was wir mögen und was nicht. Was unser Leben reicher macht und was nicht. Womit wir uns wohl fühlen und was uns doch eher Unbehagen bereitet.

Ob ich etwas mag oder nicht mag, merke ich erst, wenn ich es ausprobiere. 

Seitdem ich das erkannt habe, gehe ich mit meinen Tagträumen entspannter um. Wenn ich mir wieder mal etwas in meiner Phantasie besonders toll vorstelle, frage ich mich:

Wie kannst du das jetzt möglichst einfach ausprobieren? Ohne viel Aufwand und ohne womöglich dein ganzes Leben über den Haufen werfen zu müssen?

Ich überlege mir, wie ich einen Tagtraum ganz klein herunterbrechen kann. Vielleicht kann ich im Urlaub versuchsweise so leben, wie ich es mir erträume. Oder ich teste in einer kleinen, in sich abgeschlossenen Aktion, ob das, was ich mir erträume, wirklich etwas für mich ist. So lässt sich eine Pilgerreise gut mit einem intensiven Wandertag in aller Stille und mit einer nach innen gewandten Haltung simulieren. Ein Hobby kann man in Schnupperkursen ausprobieren. Oder man fragt jemanden, ob man mal bei einer Sache mitmachen kann. Und Berufe lassen sich gut durch Praktika testen.

So habe ich ausprobiert, wie es ist,

  • aufwändige Rezepte zu kochen => Mag ich nicht.
  • bei meinen Eltern im Garten mitzuhelfen => Mag ich, wenn es nicht zu viel wird.
  • an einem Schnuppertanzabend Swingtanzen zu lernen => Mag ich nicht.
  • Strandurlaub zu machen => Mag ich sehr.

Die Erkenntnis, dass ich es ausprobieren muss, um sagen zu können, ob ich es mag oder nicht, hat mein Leben entspannt. Sie hat mir den Druck genommen, im Vorwege sagen zu müssen: Das finde ich gut, das mag ich oder das gefällt mir. Und das Ausprobieren bewahrt mich davor, falsche Entscheidungen zu treffen, die ich lieber nicht getroffen hätte.

Außerdem macht diese Erkenntnis mein Leben viel lebendiger. Weil ich mittlerweile immer häufiger Dinge ausprobiere, bei denen ich denke: Das könnte mir gefallen. Stell ich mir toll vor. Ich guck mal, ob das wirklich so schön ist.

Die Erlaubnis zu träumen

Vor kurzem habe ich aber noch ein Aha-Erlebnis in Verbindung mit meinen Tagträumen gehabt. Es war nämlich in der Vergangenheit so, dass ich Tagträume, die der Realität nicht standhalten, ganz schnell versucht habe, wieder wegzudrücken.

Ich habe mir z. B. gesagt: „Ist doch Quatsch. Das magst du in echt gar nicht. Hör auf damit, dir im Urlaub immer wieder vorzustellen, wie es wäre, in einer Sennhütte zu leben.“ Oder: „Du magst Swing tanzen nicht. Also brauchst du dir auch nicht immer wieder vorzustellen, wie es wäre, zu Glenn Miller zu tanzen.“

Und auf einmal waren da die Fragen: „Wieso willst du dir das eigentlich wegnehmen? Wieso willst du dir diesen kleinen Ausflug in das Reich der Phantasie denn verbieten?“

Bist du gerade nicht so gut drauf und hast ein echtes Stimmungstief?

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DAS ist nämlich Quatsch. Wenn dir diese Vorstellung, auf einer Sennhütte zu leben, gefällt, dann lass deiner Phantasie doch freien Lauf. Auch das sind schöne Erfahrungen. Auch das ist ein Glücksgefühl oder ein Gefühl des Wohlbefindens. Und das allein ist doch schon wertvoll für dich. Und in deinen Tagträumen kannst du so viel tanzen, wie du willst. Wenn du dich dabei gut fühlst, ist das doch in Ordnung.

Daher habe ich beschlossen: Ich darf meine Tagträume behalten und sie schön finden. Ich darf mich ihnen hingeben. Auch wenn ich herausgefunden habe, dass ich diesen Tagtraum in der Realität nicht leben möchte.

Wenn ich also wieder mal durch kleine schnuckelige Ortschaften fahre, kann ich mir weiterhin vorstellen, wie es wäre, hier zu leben. Auf einem Hof mit Hof-Café, Tieren und Feriengästen. Ich weiß, dass ich so nicht leben möchte, aber die Vorstellung gefällt mir. Dieser Tagtraum macht mich glücklich. Er entführt mich in eine andere Welt. Ähnlich wie es ein toller Roman oder ein schöner Film vermögen. Nur, dass mir in diesem Fall meine Phantasie reicht, um eine schöne Vorstellung zu erzeugen. Eine Vorstellung, in die ich mich hineinträume. Die mich glücklich macht und mir hilft, mich wohl zu fühlen. Ohne dass sie Realität werden muss.

Mittlerweile habe ich einen Namen für meine kleinen phantastischen Ausflüge gefunden. Ich nenne diese Tagträume: mein Bullerbü. Nach einem Kinderbuch von Astrid Lindgren über ein kleines Dorf in Schweden. Und, wenn ich mal wieder so einer Phantasie Raum gebe, bin ich in meinem Bullerbü. Und das genieße ich.

Der Tagtraum als Impulsgeber

Das Leben ist selten risikolos. So auch nicht, wenn es um „mein Bullerbü“ geht. Sich seinen Phantasien hinzugeben birgt auch immer die Gefahr, die Realität aus dem Blick zu verlieren. Deswegen ist es mir besonders wichtig, darauf zu achten, auch in meinem ganz realen Leben viele Bullerbü-Momente zu haben. Tätigkeiten oder Erlebnisse zu kultivieren, die zu besonders schönen, bereichernden oder einfach nur entspannenden Erfahrungen führen. Augenblicke, bei denen ich mich im Einklang mit mir und der Welt befinde.

Meine Phantasie darf nicht zur Flucht werden. Darauf achte ich. Ja, meine Tagträume sind ein Teil von mir. Ich darf mich ihnen hingeben. Aber sie rufen mich auch immer wieder dazu auf, Neues auszuprobieren. Und dabei vielleicht zu entdecken, welche Vorstellung der Realität standhält. Wo ich vielleicht etwas ausprobiere, das mein ganz reales Leben schöner und reicher macht.

Wie ist das bei dir?

Welche Bullerbü-Momente kennst du?

Welche Träume möchtest du gerne ausprobieren?

Was ist in deinem Leben so schön, wie man es sich gar nicht vorstellen kann?

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Kommentare

  • Mein Tagtraum ist ein Gesundheitshotel, das ich führe. Ausprobieren würde ich das nur, wenn ich unendlich viel Geld zur Verfügung hätte. Aber das Thema Gesundheit durch Psyche reizt mich schon. Vielleicht probiere ich irgendwann mal irgendetwas in der Richtung aus. Mal sehen, was die Zukunft bringt…

  • Danke für den tollen Beitrag! Ich wohne in Wien mit meiner Familie in einem Wohnprojekt in dem unsere gemeinsamen Träume und Visionen nun leb und wohnbar wurden! Natürlich braucht ein reales Projekt im Gegensatz zum Tagtraum auch ein hohes Maß an Tun. Das Schöne und Erfüllende wie im Tagtraum kann hier im Miteinander gefunden werden: wir leben und wohnen nicht nur gemeinsam.

  • Ich wüsste gerne, wo Annemarie, die hier am 31. Mai 2015 einen Kommentar schrieb, nun lebt und wie es ihr geht?
    Herzliche Grüße

  • Moin !!

    @alle, die sich für ein Wohnprojekt im Ostsee-Schlei-Bereich interessieren:

    Leider ist es dem Zeit-zu-leben-Team nicht möglich, Adressen auszu-
    tauschen -weil sie diese nicht kennen- und einen Link einzustellen,
    geht auch nicht.

    Aber wenn Ihr mal nach “Gemeinschaftliches Wohnen im 3. und 4. Lebensalter” googelt, dann sollte es mit einem Kontakt klappen.

    Liebe Grüße
    Karin

  • Liebe Frau Alps,
    danke für Ihren schönen Artikel. Wie wahr, vieles muss man erst “live” ausprobieren, um es beurteilen zu können. Und dennoch sollte man sich immer wieder ein Herz fassen, und es einfach mal ausprobieren.
    @ die Artikelschreiber Wohnprojekte: Toll finde ich es, wenn sich Leute finden und gemeinsam wohnen und es klappt.
    Bisher dachte ich immer, das ist nichts für mich, die machen zuviel Lärm. Doch dann las ich letzte Woche das Thema Selbstverwirklung und die selbst gewählte Monchu-Familie.
    Vielleicht sollte ich einfach Leute suchen, die zwar gerne eine nette Nachbarschaft/Wohngemeinschaft haben wollen (so wie früher mit Samstags Abends 2 Eier zum Kuchenbacken ausleihen, als die Geschäfte samstags um 14 Uhr schlossen und gegenseitiger Hilfe), die aber trotzdem gerne Ruhe haben und die nicht die Musik aufdrehen oder morgens um 7 Uhr schon lautstark streiten.

    @Saskia: ich weiß nicht, in welchem Bundesland Sie arbeiten. In einigen z.B. Hessen gibt es Bildungsurlaub; d.h. 1Woche pro Jahr bekommen Sie zusätzlich vom Arbeitgeber Ihren Lohn weiterbezahlt, wenn Sie an einem Kurs teilnehmen, der “förderungswürdig” ist. Und diese Woche kann sogar ins nächste Jahr übertragen werden. Der Arbeitgeber hat keinen Einfluss darauf, was Sie machen wollen / dürfen, höchstens auf den Zeitpunkt.
    Ich selbst habe im September 2002 2Wochen Italienisch in Italien gelernt von Mo-Fr von 9-15 Uhr und nachmittags war ich im Meer schwimmen. Das war super. Einfach bei Sprachschulen nachfragen, die bieten das bestimmt auch für Spanisch in Spanien an.
    Das war damals mein Sommerurlaub und ich war sogar anschließend 1,5 Tage auf Elba, war 2x Schwimmen im Meer, sah eine Strandhochzeit und war Abends im klassischen Konzert.
    PS: die Kosten für An-u.Abreise, Unterkunft, Sprachkurs u. Verpflegung muss man natürlich selbst tragen :-) , doch die Sprache rund um die Uhr “um sich zu haben” ist unbezahlbar, und so ein Intensivkurs brachte mich schnell weiter, hinterher kann man immer noch einen Volkshochschulkurs machen oder mit Kassetten/CD-Roms lernen.

  • Ich bin mir nicht ganz sicher, was ich von diesem Beitrag halten soll. Ich habe mich häufig meinen Tagträumereien hingegeben und dabei häufig die Realität komplett vergessen. Ich bin dann in der Realität auch nicht mehr gut zurecht gekommen, habe mich immer mehr in meine Phantasie-Welt geflüchtet.
    Jetzt arbeite ich in der stationären Jugendhilfe. Dort habe ich u.a. auch mit Jugendlichen zu tun, die wahnsinnig viel Energie für ihre Phantasien aufbringen. Oft Job-Fantasien. Z.B. informiert sich einer ganz intensiv darüber, wie er Arzt werden kann. Er hat aber seinen theorieentlastenden Hauptschulabschluss in der Sonderschule nicht geschafft. Klar steht hinter diesem Wunsch auch ein Bedürfnis, wie beispielsweise Anerkennung, was er sich durch den Arztberuf dann womöglich erhofft. Aber ich weis oft nicht so recht, wie ich konkret damit umgehen soll, wenn Jugendliche dann wieder sehr viel Zeit mit phantasieren verbringen. Oft gerät dann die reale und oft einzig mögliche Ausbildung in Schieflage.

    • Petra B.

      Hallo Gerda,
      ich glaube, in diesem Umfeld ist es wichtig zu unterscheiden, warum so intensiv taggeträumt wird.
      Will der junge Mann Arzt werden, nur um seinen Status aufzupolieren oder will er wirklich anderen helfen?
      Dieser Unterschied sollte ihm klargemacht werden, oder?
      Wenn er wirklich heilen möchte, hat er die innere Motivation (eine Vision) Schwierigkeiten zu meistern und sollte unterstützt werden, auch wenn andere lachen.
      Will er jedoch mit dem Arztsein “angeben”, ist die Mühe eher vergebens, da Schwierigkeiten statt als Herausforderung als große Barrikaden wahrgenommen werden.

      Der Unterschied besteht also darin: ist der Tagtraum eine Vision – dann Unterstützung notwendig. Ist der Tagtraum “nur” ein Weg-Beamen aus einer schwer erträglichen Realität, klappt es eher nicht. Das hat etwas damit zu tun, ob jemand die Verantwortung für die Realisierung seiner Tagträume übernimmt oder diese Verantwortung lieber anderen zuschiebt.

      Liebe Grüße
      Petra

  • Hallo auch an die Artikelschreiberin,

    er hat mich auch nachdenklich gemacht,denn ich hatte immer so viele Tagträume, die mir auch immer wieder Anstoß und Orientierung gaben. Als mir dann meine persönliche schmerzliche Realität damals bewußt wurde, konnte ich nicht mehr tagträumen, das ist bis heute so, aber ich finde keine Erklärung dafür. Nach einem tiefgreifenden Erlebnis, das mich fast mein Leben gekostet hätte, habe ich auch nachts keine Träume mehr, die mir Hinweise geben könnten, nur noch krudes Zeug. Kennt das jemand auch und kann mir dazu etwas sagen? Es gibt ein gutes Buch von Heiko Ernst über die Macht und Wichtigkeit von Tagträumen und Imaginationen, sehr interessant, darin sagt er auch, dass Träume sich von Jugend bis zum Alter wandeln, aber wenn keine mehr kommen, die bildhaft sind und Frieden stiften? Darüber schreibt er nichts. Doch das Buch kann ich auf jeden Fall empfehlen, sehr lesenswert.

    Viele liebe Grüße
    Katharina

  • Hallo, ein sehr interessanter Artikel. Ich habe in der Vergangenheit, als ich in einer kleinen Wohnung mit einem kleinen, engen Flur gewohnt habe, immer den Tagtraum von einem Haus mit einem großen Flur, von dem eine Treppe ins Obergeschoss geht und der so groß ist, dass ein Bauerschrank rein passt, geträumt. Aber es war klar, dass es halt nur ein Traum sein konnte. Es wäre schön wenn, aber ist halt nicht. Dachte ich! Bis ich das erste Mal bei meinem jetzigen Mann in sein Haus kam. Da war mein Flur! Genauso, wie in meinen Träumen!! Ich konnte es überhaupt nicht fassen. Und jetzt – jetzt ist mein Traum wahr geworden

    • Katharina

      Hallo Christiane,

      das ist natürlich der Hammer, wenn man zu einem größeren Flur auch noch einen netten Mann bekommt… . Du Glückspilzin!
      Viele Grüße,
      Katharina

  • Ich bin interessiert an der Wohngemeinschaft an der Ostsee. Ich finde Tagträume auch gut. Es sind Oasen und geben Schub zur Veränderung.
    Ute

  • Der Beitrag und ALLE Kommentare haben mich berührt, mir ein Lächeln ins Gesicht gezaubert und einen Motivationsschub gegeben.
    Danke dafür !

    Einige erzählten von gemeinschaftlichem Wohnen im Alter.
    Auch wir sind seit geraumer Zeit dabei, die Weichen dafür zu stellen, und möchten unsere Gruppe noch um 2-4 Mitmachende erweitern.

    Wer also gerne im Ostsee-/Schlei-Bereich, im schönsten aller Bundesländer (Schleswig-Holstein) leben möchte: herzlich willkommen.

    Liebe Bullerbü-Grüße
    Karin

    • Ute

      Ich bin sehr an einer Wohngemeinschaft an der Ostsee interessiert.
      Ich finde es toll zu träumen und das gibt auch mir Schub zur Veränderung.

      Ute

    • Katharina

      Hallo Karin,

      ich hätte auch gerne mehr Informationen über dieses Projekt, ich habe die Gegend da oben während einer Kur entdeckt. Schickst Du mir eine Mail mit mehr Infos, wie die Altersgruppe ist, ob es schon ein Haus gibt etc. . Das Team von Zzl darf Dir gerne meine Emailadresse geben. Ich würde mich sehr über eine Antwort von Dir freuen.

      Liebe Grüße
      Katharina

  • Manchmal werden die Tagträume auch in die Realität umgesetzt. Schon immer habe ich gern im Grünen gelebt und in den letzten Jahren wurde der Wunsch größer und größer. Mein Mann und ich sind berufstätig und wollten nicht ein zeitaufwändiges Haus in der Pampa kaufen. Erst wenn wir in Rente gehen, haben wir immer gesagt. Ob wir dann noch Lust und Laune und vor allen Dingen auch die Kraft dafür hätten? Dann wurde ich auch noch krank und die Entscheidung fällten wir ganz schnell. Jetzt oder nie!

    Wir haben ein sehr schönes Grundstück erworben, dort unser Traumhaus drauf gesetzt. Mittlerweile leben dort viele Tiere. Der Garten wurde gerade neu angelegt. Das war die beste Entscheidung unseres Lebens. Mein Mann arbeitet seit letztem Monat – so wie ich – nur noch von Montag – Donnerstagmittag. In dieser Zeit leben wir in unserer bisherigen Stadtwohnung. Die andere Wochenhälfte leben wir im Haus und genießen es unendlich.

    Warum sich in Tagträume verlieren, wenn es gelingt, diese in die Tat umzusetzen? Das Leben kann jeden Tag beendet sein und ich will zufrieden meine Augen schließen, wenn es mal soweit ist.

  • Guten Morgen zusammen,

    ich bin mir nicht ganz sicher, ob mir der Beitrag von Frau Alps oder die Kommentare von Annemarie und Manu besser gefallen hat bzw. haben.
    Ich nenne die Tagträume immer meine kleine Freiheit. Realist genug, nicht alles umsetzen zu können aber auch Schwärmer genug, mich ganz tief hinein versetzen zu können. Die meisten Menschen führen ein Leben, dass nicht zu 100% ihren Vorstellungen entspricht und haben gleichzeitig nicht das Vermögen (im übertragenen Sinne, aber auch das Geld und den Mut sowie nur die Verantwortung für sich selbst), einfach so das alte Leben abzuwerfen und dort anzufangen, wo sie sich hinträumen. So schlimm das klingt, aber oft muss eine Krankheit oder ein anderes “Unglück” den notwendigen Impuls geben um auszubrechen. Auch ich sitze mit Anfang 50 wieder in der Selbstfindungsphase, nachdem mir die Chemotherapie geholfen hat, meine Krankheit zu besiegen oder wenigstens in Schach zu halten.
    Zeit für Tagträume hatte ich in den letzten 9 Monaten mehr als genug. Will ich so weiterleben wie bisher, so weitermachen? Nein, ich werde mindestens einen Tagtraum Realität werden lassen.
    Von daher: Annemarie, verlieren Sie nicht den Mut und Manu, ich finde klasse, was sie da gemacht haben. Danke für den tollen Beitrag, Frau Alps.

  • …ein guter und bereichender Artikel an diesem außen und innen trüben Sonntag morgen… ich war immer schon ein Fan von Bullerbü, habe die Bücher gerne meinem Sohn vorgelesen und er fand sie auch immer toll…und es ist absolut passend als Bild welches Nicole Alps gewählt hat…ein Bild, was ich direkt vor Augen habe, verbunden mit einer großen Sehnsucht. Dieser Sehnsucht kann man folgen, in dem man sie sich genau anschaut – wie Hr. Attinger gut beschrieb. Die praktische Umsetzung ist auch spannend, wie Annemarie und Manu erzählten…@ Annemarie – hoffentlich findest du bald ein schönes neues zuhause! @Manu – so funktioniert “Gemeinschaft” und das kann auch zu Bullerbü gehören…schön, dass du auf diesem Weg weiter deine “neues Leben” lebst und direkt Hilfe anbietest…auch das ist BULLERBÜ…den eigenen Träumen folgen – Supergedanke für heute – kam genau zur richtigen Zeit und Bullerbü ist ein tolles Bild dafür!!! Danke

  • Hallo Frau Alps, hallo Annemarie,
    mir gefällt dieser Beitrag und ich finde den Titel so passend. Bullerbü als Ort unserer Sehsüchte. Astrid Lindgren wusste auch davon. Ich bin bald 56 und hatte bereits mit 20 die Idee, mit anderen Menschen und deren Familien gemeinschaftlich zu leben. Das Leben ging darüber hinweg und ich landete in meiner Kleinfamilie. Jetzt in 2 Monaten wird sich dieser Traum verwirklichen: Nachdem ich nun 4 Jahre ohne meinen Mann und meine Töchter alleine gelebt habe, ist mir ein Geschenk des Himmels in den Schoß geplumpst. Über einen Zeitungsartikel bin ich Mitbewohnerin von einer 10-köpfigen Wohngemeinschaft geworden, in der aber jede/r seine eigenen Wohnung haben wird. Ein riesiger Garten, Hunde, Katzen und Meerschweinchen machen das Paradies komplett. Sicher wird es auch Reibereien geben, aber die zu meistern erscheint mir heute schon als willkommene Herausforderung. Der Zeitungsartikel und damit diese Wohnform hat mich erreichen können, weil ich mein Leben lang offen geblieben bin für diese Idee – jetzt als Lebensform im Alter.
    @ Annemarie: Wenn dir das Nürnberger Land gefällt – es sind noch 2 Wohnungen frei.
    Liebe Grüße
    Manu

    • Regina P.

      Liebe Manu,

      Nürnberger Land, Nürnberg, genau die Gegend, wohin ich schon so lange meine Fühler ausgestreckt habe, bezahlbaren Wohnraum suche.
      Der Hinweis ist zwar an Annemarie gerichtet, doch auch ich würde mich über mehr Informationen freuen. Bin 63 Jahre und seit 01.05. diesen Jahres ‘frische Rentnerin’.
      Und ja, dieser Beitrag von Nicole Alps, sowie die Kommentare dazu – eine wirkliche Bereicherung und für mich eine Art ‘Gongschlag’, danke.

      Allen einen schönen Tagtraum – Sonntag
      Regina P.

    • Annemarie

      Hallo Manu,

      danke für das Angebot bzw. den Hinweis.

      Ich habe mein Herz – aus dem Rheinland stammend – an den Norden verloren. Deshalb möchte ich hier oben gerne bleiben.

      Gutes Ankommen und viel Freude in Deinem Paradies wünsche ich Dir.

      Viele Grüße

      Annemaire

  • Jawohl, ein klasse Beitrag. Träume geben Kraft. Sie auch nur im kleinen Umzusetzen kann letztendlich jeweils ein weiteres Puzzlestück zum großen ganzen Bild sein.
    Wünsche noch ein schönen Sonntag zu haben

    Regina

  • Danke für den tollen Beitrag und ersten Kommentar – wie aus meinem Leben geholt!!
    Ich habe lange sehr “realistisch” gelebt und mir Träume, die unrealistisch wirkten verboten.
    Inzwischen bin ich Lebensberaterin und Coach und weiss um die mentale Kraft der Gedanken und damit auch von Träumen. Als Körper- und Tanztherapeutin bevorzufe ich es inzwischen, die meisten Dinge, die meine Gedanken und Träume füllen zu testen und zu fühlen. Erst dann kann ich jeder Faser meines Seins wissen: Das will ich oder eben auch nicht! So haben sich viele Träaume verwirklicht und manche auch verflüchtigt. Also Für mich heisst die Essenz: Lebe (teste) deinen Traum und er kann Wirklichkeit werden! :-)

    • Annemarie

      Guten Morgen Birgit,

      auch Ihnen ein großes Danke!

      Ich bin so froh, gerade jetzt derlei zu lesen.

      … nicht gesucht und im richtigen Moment das gefunden,
      was mir derzeit weiterhilft. :-)

      Herzliche Grüße

      Annemarie

    • Nele

      Der ganze Beitrag trifft es haargenau.
      Auch ich habe mir ziemlich lange Träume, die nicht real waren regelrecht verboten. Eine gute Freundin, hat mich dann auf ein Zitat von Anais Nin hingewiesen:
      „Und es kam der Tag, da das Risiko, in der Knospe zu verharren, schmerzlicher wurde als das Risiko, zu blühen.“
      Danke dafür. :-)

  • Boah…..Volltreffer….:-)

    Ein schönes Wochenende und Danke!

    Sabine

  • Danke, dieser Beitrag und die Antwort von Herrn Attinger bereichern mich! Sie geben mir gerade jetzt eine Orientierung für mein bisher unbestimmtes Suchen!

  • Unsere Tagträume sind ein für mich persönlich, aber auch in meiner Arbeit als Coach/Psychotherapeut, ein zentrales Thema für ein erfülltes Leben. Ich frage mich und meine KlientInnen jeweils: „Was ist das Schönste für Sie in diesem Traum, was erfüllt Sie, was macht Sie glücklich?“ Dadurch erfahren wir, was dieser Mensch für tiefe Bedürfnisse, welche Sehnsüchte, welche Lust er hat. Er/sie antwortet vielleicht: „Dass ich so unabhängig, so selbstständig, selbstbestimmt sein kann, alles genau nach meinen Vorstellungen gestalten kann“ (z.B. mit dem Gasthaus in der Toskana). Um das geht es also diesem Menschen zutiefst (nicht unbedingt nur um die äussere Umsetzung des Traumes) = und dann folgt meine Frage: „Wo fühlen Sie sich denn im aktuellen Leben abhängig, zu angepasst, zu stark fremd-angst-bestimmt?“ Und dann kann das was die Traumvorstellung eigentlich erreichen will, sofort, in der Gegenwart umgesetzt werden, und mehr Zufriedenheit, Erfüllung, Glücklichsein kann auch ohne äussere, materielle Umsetzung des Traumes ins Leben geholt werden. Dann ist das Ziel, das was im aktuellen Leben fehlt oder zu kurz kommt oder ein grundsätzliches starkes lebenslanges Bedürfnis ist, und sich in einer Traumvorstellung manifestiert, erreicht. Wenn dann der äussere, materielle Traum in der Toskana auch noch umgesetzt wird, wunderbar, aber vielleicht verliert er sich auch, weil ja das tiefere Bedürfnis bereits ins Leben geholt wurde. Das was sich hinter Traumvorstellungen verbirgt, das was seelisch, emotional durch sie erfüllt würde, sind in meiner Sicht und Arbeit Wegweiser zu unseren tiefsten echten Bedürfnissen.

    • Annemarie

      Guten Morgen Frau Alps,
      guten Morgen Herr Attinger,

      herzlichen Dank für Ihre Beiträge.

      Als ich die ersten Zeilen von “Bullerbü-Momente” las, konnte ich es kaum glauben, so viel Hilfestellung zu meinem derzeitigen Lebensthema zu finden.

      Ich lebe seit 2 1/2 Jahren meinen Traum: zur Miete in einer kleinen Wohnung, die ich liebevoll “meine Puppenstube” nenne, in einem über 70 Jahre alten Haus aus roten Klinkern mit Satteldach. Hinterm Haus gibt es Wäscheleinen und Teppichstangen. Die Menschen, die in dieser Siedlung leben, sind mir vom ersten Tag an offen und freundlich begegnet. Ich hatte sofort das Gefühl: endlich bin ich angekommen. Hier will ich bleiben!

      Dieses Paradies – für mich ist es ein Paradies – soll nun dem Erdboden gleich gemacht werden, um Neubauten Platz zu machen.
      Ich war wütend, verzweifelt und tieftraurig. Selten habe ich so viele Tränen vergossen.

      Als ich letztendlich akzeptieren konnte, das ich nichts, aber auch gar nichts an dem geplanten Vorhaben ändern kann, konnte ich darüber nachdenken, welch’ ungelebte Träume ich noch habe.

      Sofort war da: Wohnen und Arbeiten in einer Gemeinschaft auf einem Bauernhof, gerne auch als Ersatzoma!

      Ich bin 68 Jahre und lebe seit 12 Jahren glücklich und zufrieden alleine.
      Doch diese gute Zeit geht nun abrupt zuende. Mir nun einfach eine andere Wohnung zu suchen, kann ich mir nicht vorstellen.

      Deshalb habe ich mich in fortgeschrittenem Alter getraut, meinen Traum unter Menschen, denen ich vertraue, zu erzählen. Niemand fand meinen Wunsch seltsam, was mich überraschte.

      Inzwischen habe ich bereits meine Fühler ausgestreckt und Kontakte geknüpft.

      Um auf den Beitrag “Bullerbü-Momente” zurückzukommen:
      derzeit mache ich den Realitätscheck und finde das Leben spannend.

      Ich wünsche einen angenehmen Sonntag
      und sende

      herzliche Grüße

      Annemarie

    • Jooke

      …..”Die Kinder von Kopperbü” ….könnte unser Tagtraum lauten, einer Schar junggebliebener Sechziger, die mehr, als nur einen Tagtraum verwirklichen.
      Wohnen und Leben in Gemeinschaft und den großen Lebensabschnitt mit Elan und Freude gestalten, Geist, Körper und Seele aktiv und gesund halten.
      Selbstbestimmt und jeder für sich wohnen, dennoch unter einem Dach miteinander leben, einander helfen, Notwendiges teilen, persönliche Ressourcen einbringen, Einsamkeit verhindern, Partnerschaft gewinnen….all das, wozu man liebe Mitmenschen braucht oder was man lieben Freunden gibt.
      In diesem Sinne etwas Neues zu beginnen dort, wo der Himmel weit ist, und die Meere nahe sind: irgendwo zwischen Flensburger Förde, der Schlei bis zur Kieler Förde.
      Und zwar bald…

 

Ralf Senftleben

Hallo! Schön, dass du da bist!

Ich bin Ralf und das hier ist meine Seite, Zeit zu leben. Seit 1998 schreibe und forsche ich darüber, wie wir unser Leben selbstbestimmt, kraftvoll und bewusst leben können. Wie wir herausfinden, was wir für unsere Zufriedenheit brauchen, und wie wir erreichen, was wir uns wünschen.

Aktuell lesen über 125.000 Menschen meinen wöchentlichen Newsletter, und rund 150.000 Menschen haben an meinen Selbstlernkursen und Online-Coachings teilgenommen.

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