Das ABC der kreativen Möglichkeiten

Kreativität ist eine echte Erfolgseigenschaft. Wer kreativ ist, findet in schwierigen Situationen viel schneller einen Ausweg. Kreative Menschen erschaffen wundervolle Dinge. Kreativität macht Spaß und steigert das Selbstbewusstsein.

Und wie wird man kreativ? Ganz einfach, indem man es ist.

Leicht gesagt? Vielleicht, aber die Umsetzung ist gar nicht so schwer. Wir haben hier ganz verschiedene Möglichkeiten kreativ zu werden für Sie zusammengestellt. Für jeden Buchstaben im Alphabet, finden Sie Tipps und Anregungen. Wenn auch nur eine kleine Auswahl aus der Welt der kreativen Möglichkeiten so ist ganz sicher für jede/n etwas dabei. Wir können die vielen Anregungen hier natürlich nicht erschöpfend darstellen. Sehen Sie sie vielmehr als Startpunkt, um einzusteigen und loszulegen.

A wie Andere zum Lachen bringen

Vielleicht eine der schönsten Arten, kreativ zu sein: andere zum Lachen zu bringen. Z.B. durch lustige Geschichten, die wir uns ausdenken oder durch Witze, die wir erfinden oder einfach nur erzählen, durch Faxen und Spielchen, durch Karikaturen oder Sprachspiele und vieles, vieles mehr. Bei Kindern fällt das den meisten Menschen leichter – aber auch Erwachsene lachen gern!

A wie Anders sein

Kreativ sein hat auch ein bisschen was damit zu tun, “anders” zu sein. Nicht zwingend “anders” im Sinn von “besonders” – gemeint ist vielmehr, andere Wege zu gehen. Also z.B. Dinge nicht so zu machen, wie man es immer tut bzw. wie die meisten es tun würden, sondern eben anders. Oder über etwas anders nachzudenken als gewohnt. Einen anderen Standpunkt einzunehmen. Was das bringt? In der Regel neue Erkenntnisse, neue Ideen und neue Ansätze – also Kreativität.

B wie Basteln

Basteln ist nur was für Kinder? Keineswegs! Vor allem deshalb, weil es richtig viel Spaß machen kann – und warum sollten nur Kinder Spaß haben? Schauen Sie am besten einmal im Internet in die diversen Bastelforen – da kann man wirklich staunen, was man alles für schöne Sachen basteln kann. Vor allem die Vielfalt der Materialien und Techniken ist beeindruckend. Und man muss wirklich nicht für alles eine Begabung mitbringen.

B wie Bauen

Kinder bauen sehr gerne – ob nun Höhlen, Sandburgen, Legohäuser oder was auch immer. Wann haben Sie das letzte Mal etwas gebaut? Überlegen Sie doch einmal, womit Sie gleich loslegen könnten: Ein Vogelhäuschen? Ein neues Regal? Ein Hochbeet für den Garten? Eine Sitzbank? Vieles sieht schwieriger aus, als es ist!

B wie Bücher lesen

Bücher zu lesen, heißt sich mit den Gedanken anderer zu befassen. Sei es nun, dass man sich Geschichten erzählen lässt und auf diese Weise in andere Länder oder Zeiten reist oder sei es, dass man mit Hilfe von Sachbüchern sein Wissen erweitert. Lesen bildet nicht nur, das Lesen fördert auch die Kreativität. Weil es uns Anknüpfungspunkte bietet, weil es uns anregt und weil es unseren Horizont erweitert.

Tipp: Lesen Sie ruhig auch Bücher zum Thema “Kreativität” – die Methoden, die darin vermittelt werden, können sehr hilfreich sein.

C wie Chaos

Es heißt, dass Kreativität eine gesunde Form von Chaos braucht. Tatsächlich kann zu viel Ordnung kreatives Schaffen einschränken oder erschweren.

Sorgen Sie also deshalb für kleine “chaotische Ecken” in Ihrem Leben, in denen sich eine kreative Unordnung entwickeln darf. Das kann z.B. ein Kreativplatz sein, der eben nicht so gut aufgeräumt ist. Oder Sie nutzen eine Kreativmethode, wie die freie Assoziation, bei der sie ein großes Blatt Papier nehmen und kreuz und quer (chaotisch!) alles aufschreiben, was Ihnen spontan zu einem Begriff einfällt. Oder Sie richten sich ein kreatives Chaos-Buch ein, in das Sie vollkommen unsortiert Ihre Ideen eintragen, Bildchen malen usw.

C wie Collagen erstellen

Collagen sind eine schöne Möglichkeit, etwas Kreatives zu erschaffen:

Gute Entscheidung = Gutes Leben

Eine gute Entscheidung ist eine Wahl, die du hinterher nicht bereuen musst. Mit Herz und Verstand. Systematisch. Alles Wichtige berücksichtigen. Deine Entscheidung in 7 Tagen.

  • Fotos aus Zeitschriften ausschneiden und neu zusammenstellen,
  • Blätter sammeln und mit eigenen Zeichnungen kombinieren,
  • verschiedene Papiersorten zusammenkleben,
  • Fotos mit anderen Bildern zusammenstellen
  • und… und… und…

C wie Comics

Die meisten Kinder lieben Comics. Mit dem Erwachsenenalter legen das viele ab. Wie schade! Comics sind eine feine Sache, die Kreativität anzukurbeln. Die bunten Bildchen und die Geschichten, die sie erzählen, machen Freude, schenken neue Ideen und können dazu anregen, auch selbst einmal in dieser Richtung aktiv zu werden.

C wie Computer

Mit dem Computer lassen sich unzählige kreative Sachen machen: Bildverarbeitungsprogramme bieten umfangreiche Möglichkeiten, Bilder zu malen, Graphiken zu erstellen, Fotos und Filme zu bearbeiten, Fraktale zu erstellen, 3-D-Graphiken zu entwickeln, Texte zu schreiben und dergleichen mehr.

Worauf haben Sie Lust?

D wie Denken

Denken kann eine ausgesprochen kreative Tätigkeit sein – sofern man darauf achtet, nicht in sich ewig wiederholende Denkspiralen zu geraten. Denken Sie immer möglichst in vielfältigste Richtungen. Drehen Sie Ihre Gedanken um und stellen Sie diese auf den Kopf. Lernen Sie Denkmethoden kennen und entwickeln Sie eigene.

Tipp: Denken Sie immer wieder auch schriftlich! Wenn Sie Ihre Gedanken notieren, kommen Sie sehr oft auf vollkommen andere Ansätze, als wenn Sie sich etwas nur durch den Kopf gehen lassen.

D wie Distanzieren

Manchmal erfordert Kreativität, einen Schritt zur Seite zu machen. Aus einer distanzierten Position heraus sieht man vieles nämlich ganz anders, als wenn man allzu nah davor steht oder ganz und gar in der Situation steckt.

Tipp: Üben Sie Distanz in “einfachen” Situationen, indem Sie im Alltag immer mal wieder gedanklich von außen auf das schauen, was gerade geschieht.

E wie Erfinden

Erfinden – das ist eine echte Königsdisziplin der Kreativität. Hier geht es nämlich nicht nur darum, sich in der Theorie etwas auszudenken, sondern auch darum, zu überlegen, wie sich die Sache konkret umsetzen lässt. Wichtig aber ist, nicht zu früh mit dem kritischen Blick der tatsächlichen Realisierbarkeit an die Sache heranzugehen, da man sich sonst leicht blockiert. Also: erst nach Herzenslust “spinnen” und dann erst an die praktische Umsetzung gehen.

E wie Erforschen

Werden Sie zum Forscher / zur Forscherin! Entdecken Sie immer wieder Neues. Lernen Sie dazu. Erobern Sie sich neue Wissensgebiete. Probieren Sie möglichst viel aus. Sammeln Sie Erfahrungen – und das so vielfältig wie möglich.

Alles, was Sie aufnehmen, alles was Sie lernen, kann von Ihrem Gehirn später für kreative Tätigkeiten genutzt werden.

F wie Fehler

Erlauben Sie sich Fehler! Wer immer darauf bedacht ist, nur nie etwas falsch zu machen, blockiert sich und seine Kreativität. Viele gute Ideen sind sogar aus ursprünglichen Fehlentwicklungen oder falschen Annahmen entstanden!

Also: laden Sie sich und andere ein, Fehler in Kauf zu nehmen, es lohnt sich.

F wie Filmen

Videokameras gibt es ja inzwischen in vielen Haushalten. Und zu allen möglichen Gelegenheiten werden dann die Lieben aufgenommen. Um wirkliche Filme zu machen, braucht man schon ein bisschen mehr Kreativität: Hier gilt es zunächst, sich eine Handlung zu überlegen (also eine Idee zu haben), um diese dann filmisch umzusetzen. Das ist eine feine Herausforderung!

Tipp: Am besten zeichnen Sie vorher die Dramaturgie kurz auf, dann fällt das Filmen leichter.

F wie Fotografieren

Mit dem Fotografieren ist es ein bisschen wie mit dem Filmen – Fotoapparate gibt es fast in jedem Haushalt und fast jeder fotografiert auch hin und wieder. Das Fotografieren kann man aber auch deutlich kreativer gestalten – z.B. indem man sich besondere Motive aussucht, Serien fotografiert oder die Bilder dann mit einem Fotoverarbeitungsprogramm künstlerisch überarbeitet.

Tipp: Ein Grundkurs in Sachen Fotografie kann sehr nützlich sein.

F wie für Freiraum sorgen

Kreativität braucht Freiraum. Wer sich und sein Leben bis in die letzte Ecke durchgeplant und ausgefüllt hat, dem wird meist das fehlen, was man “kreative Muße” nennt. Warum fallen einem oft im Urlaub so viele Dinge ein, die man gerne tun würde? Weil man dort mal wieder Luft und Raum für Neues hat.

Tipp: Sorgen Sie für “freie Stunden” in Ihrem Leben, also für Zeiten, in denen Sie nichts tun müssen (aber alles tun können).

G wie Gartengestaltung

Der Garten ist für viele Menschen vor allem mit “Rasenmähen” und “Gießen” verbunden. Aber man kann sich dort auch herrlich kreativ austoben. Ob Sie nun Blumen in künstlerischen Zusammensetzungen pflanzen oder Wege gestalten, ob Sie den ganzen Garten neu planen oder mit einem kleinen Beet beginnen – die Arbeit in der Natur regt den Geist an und tut dem Körper wohl.

G wie Gehirn-Jogging

Rätsel, Denksportaufgaben und ähnliche Hirnaktivitäten trainieren die grauen Zellen, was sich positiv auf unsere Kreativität auswirkt. Es gibt spezielle Bücher und Magazine, die Gehirn-Jogging-Aufgaben anbieten, aber Sie finden auch in vielen Zeitschriften oder auf Webseiten diverse Rätselangebote. Nutzen Sie diese für die kleine Hirnübung zwischendurch.

G wie Geschichten erfinden

Viele Eltern lesen ihren Kindern zum Einschlafen Geschichten vor. Wie wäre es, wenn Sie sich einfach selbst welche ausdenken? Und vielleicht auch Geschichten für andere Menschen, die Ihnen nahe stehen? Oder Sie entwickeln Geschichten, um etwas zu erklären oder anschaulich zu machen. Oder Sie beschreiben in Geschichtenform, was Sie erlebt oder erkannt haben.

Tipp: Wenn Sie Ihre Erkenntnisse in Geschichtenform aufbereiten und sammeln, erhalten Sie nach und nach ein wichtiges Dokument über Ihre eigenen Entwicklungsschritte.

H wie Handarbeiten

Handarbeiten sind ein Klassiker in Sachen Kreativität. Manch einem scheinen Stricken, Häkeln & Co vielleicht etwas altmodisch, aber tatsächlich kann man hier viele schöne Dinge selbst erschaffen. Lernen Sie ruhig verschiedene Handarbeitsmethoden kennen, denn jede von ihnen hat etwas ganz Eigenes und nur weil man die eine nicht mag, heißt es nicht, dass auch all die anderen nichts für einen sein müssen.

Tipp: Viele von Ihnen kann man auch prima beim Fernsehen machen :-)

H wie Handwerkeln

Handwerkeln ist meist noch eine Männerdomäne. Schade eigentlich, denn warum sollte nicht auch frau den Hammer schwingen und sich an Handwerksprojekte machen? Ein Blick in eine entsprechende Zeitschrift könnte Sie inspirieren, mal wieder was zu werkeln oder es eben neu zu erlernen – fürs Haus, den Garten, fürs Hobby, zum Verschenken oder Behalten.

I wie Ideen produzieren

Eine wundervolle Art, kreativ zu sein, ist Ideen zu produzieren. Zu allem Möglichen:

  • zu Problemstellungen,
  • offenen Fragen,
  • Geschäftsideen,
  • Ideen, was man alles unternehmen kann,
  • Ideen zu Büchern, die noch geschrieben werden müssen
  • usw. usw.

Tipp: Wichtig ist, in der Ideenfindungsphase noch nicht zu werten. Also bitte nicht so etwas denken wie “Das kann man ja gar nicht umsetzen”. Einfach nur sammeln und Freude daran haben, wie einem mit ein wenig Training immer mehr und mehr einfällt.

I wie Informationen sammeln

Informationen können eine wichtige Grundlage für kreatives Schaffen sein. Wer z.B. Problemlösungen entwickeln will oder Erfindungen machen will, muss meist schon allerhand wissen, um hier wirklich voranzukommen. Gut informierte Menschen tun sich auch leichter damit, Verknüpfungen zu erstellen und Zusammenhänge zu verstehen.

Tipp: Entwickeln Sie sich Ihr ganz persönliches Informationsverarbeitungssystem – angefangen von der Recherche bis hin zur Archivierung.

I wie Inspiriert werden

Inspirationen finden sich einfach überall – schauen Sie sich um! Ob es nun Begegnungen mit anderen sind, die uns zu einer Geschichte anregen, ob es die Farben in der Natur sind, die uns zum Malen bringen, ob es ein Musikstück ist, welches unsere Phantasie beflügelt oder ob es ein konkretes Problem ist, das unser Hirn zum Entwickeln von Lösungsansätzen motiviert.

Die Welt ist voller Inspirationen oder besser gesagt: die Welt ist Inspiration.

J wie Jonglieren

Das Jonglieren soll eine sehr gute Möglichkeit sein, effektiv unsere beiden Hirnhälften zu aktivieren und somit die Kreativität zu fördern. Probieren Sie es einfach mal aus – denn: es macht auch Spaß!

K wie Kochen

Dass Kochen etwas sehr Kreatives sein kann, haben die Medien schon seit einer ganzen Weile festgestellt. Nicht umsonst gibt es zahlreiche Kochsendungen und nicht umsonst verkaufen sich Rezeptbücher hervorragend. Lassen Sie sich also selbst einmal zur Kreation kulinarischer Köstlichkeiten inspirieren.

K wie Komponieren

Klar, zum Komponieren braucht man schon einiges musikalisches Grundwissen – aber falls Sie vielleicht schon eine schöne Melodie im Kopf haben oder es Ihnen reizvoll erscheint, einmal ein eigenes Lied zu erschaffen, lohnt es sich, sich dieses Wissen anzueignen. Vielleicht finden Sie auch jemanden, der Ihre kleine Melodie professionell in Noten fassen kann.

Und hier geht es weiter zum zweiten Teil des ABCs mit den Buchstaben L bis Z.

 

Hier folgt der zweite Teil unseres ABCs der kreativen Möglichkeiten.

L wie Leichtigkeit

Gehen Sie an das Thema Kreativität möglichst mit viel Leichtigkeit heran. Ernst und Schwere sind oft echte Killerfaktoren, wenn es um das kreative Sprühen von Ideen geht. Warum? Weil Kreativität einen gewissen Freiraum braucht. Freiraum im Denken und Tun.

L wie Lernen

Lernen Sie möglichst immer wieder viele neue Dinge kennen. Lernen hält das Gehirn jung und den Geist wach. Neu Gelerntes gibt uns Impulse dazu, die gewohnten Bahnen zu verlassen und mit allem, was wir lernen, erhalten wir auch neue Fähig- und Fertigkeiten.

Tipp: Lernen Sie Lerntechniken, damit Ihnen das Lernen leicht fällt und Sie Freude daran haben.

M wie Malen

Malen und Zeichnen – das sind klassische kreative Tätigkeiten. Leider glauben sehr viele Menschen, dass sie weder das eine noch das andere können. Zu schade!

Vergessen Sie einmal alle Botschaften, die Sie aus Ihrer Kindheit erhalten haben und malen Sie einfach drauflos. Viel wichtiger als das Ergebnis ist, dass Sie Freude dabei haben – Freude an Formen und Farben, Freude am kreativen Selbstausdruck.

M wie Musizieren

Ein Instrument spielen zu können, ist etwas Wundervolles. Musik ist eine der schönsten kreativen Ausdrucksmöglichkeiten. Wie wär’s – vielleicht möchten Sie noch eines erlernen? Oder verschüttete Kenntnisse wieder auffrischen?

Oder Sie laden Ihre Lieben zu einer kreativen Musikrunde ein, in der alles Mögliche als “Instrument” genutzt werden kann: Küchengeräte, Spielzeug, Möbel. Lassen Sie sich etwas einfallen :-)

M wie Mut

Seien Sie mutig! Trauen Sie sich etwas zu. Denken Sie auch über Sachen nach, über die Sie eigentlich “keine Ahnung” haben. Gehen Sie Projekte an, die Sie vielleicht nicht schaffen. Riskieren Sie es, Fehler zu machen oder kritisiert zu werden.

Gerade in der Kreativität geht es darum, sich etwas zuzutrauen und kreativen Mut zu beweisen.

N wie Neurobics

Unter “Neurobics” versteht man kleine Übungen, die darin bestehen, etwas anders zu machen als sonst. Also z.B. mal die Zähne mit der anderen Hand zu putzen, sich in einer ungewohnten Reihenfolge anzuziehen oder andere Wege als die gewohnten zur Arbeit zu gehen. Wann immer wir etwas anders als gewohnt machen, regen wir damit die Entstehung neuer Nervenbahnen in unserem Gehirn an. Zusätzlich bringt uns manche dieser Änderungen eine neue Sicht der Dinge und damit den einen oder anderen Aha-Effekt.

O wie Offenheit

Offenheit ist ein Schlüssel für kreatives Tun.

Gemeint ist damit ein offener Geist, der empfänglich für Anregungen, Ideen, Informationen und Inspirationen ist, wie auch immer diese sich zeigen.

O wie Optimismus

Eine optimistische Grundhaltung ist der Kreativität in vielen Bereichen sehr förderlich. Wenn Sie z.B. glauben, dass sich eine Situation zum Besseren wenden kann, werden Sie sich viel leichter an die Problemlösung machen als wenn Sie denken, alles hätte eh keinen Sinn. Auch in Bezug auf Ihre kreativen Leistungen können Sie ruhig optimistisch sein: glauben Sie daran, dass Ihnen etwas einfallen wird, glauben Sie an Ihre Fähigkeiten, glauben Sie an sich.

P wie Phantasiereisen

Reisen Sie in Ihrer Phantasie zu allen möglichen – und unmöglichen Orten: in fremde Länder, zu fernen Sternen oder auch in andere Zeiten! Das ist das schöne an unserer Vorstellungskraft: sie ist unendlich. Sie können geführte Phantasiereisen unternehmen (es gibt vielfältige Angebote auf CD) oder Sie denken sich einfach selbst etwas aus. Stellen Sie sich auf Ihren Reisen das, was Sie sehen und erleben, so intensiv und plastisch wie möglich vor – damit schulen Sie Ihr Vorstellungsvermögen.

P wie Probleme lösen

Probleme zu lösen, ist ein kreativer Akt! Er umfasst die Schritte:

  • Situationsanalyse,
  • Problembestimmung,
  • Ideenfindung
  • und Entwickeln von konkreten Lösungsvorschlägen.

Schauen Sie doch einfach einmal um, und nehmen Sie Probleme war – entweder von anderen Menschen oder auch solche, die unser Land gerade hat (Arbeitslosigkeit, Motivationslöcher, Bildungsschwund etc.) und entwickeln Sie dafür verschiedene Lösungsansätze. Das ist ein super Training – und wer weiß – vielleicht werden Sie mit einer solchen Lösung sogar berühmt ;-)

Q wie Quadratur des Kreises

Kreativität kann auch dann entstehen, wenn man sich das “Unmögliche” vornimmt. Also bestehende Grenzen oder Bedenken einfach ignoriert und voller Selbstbewusstsein daran glaubt, etwas Unmögliches möglich zu machen. Es muss nicht einmal klappen – entscheidend ist, sich nicht entmutigen zu lassen.

Q wie Querdenken

Es gibt Menschen, die grundsätzlich davon ausgehen, dass man alles auch ganz anders machen, sehen oder denken kann, als die meisten. Diese Menschen fallen oft durch ungewöhnliche Aktionen auf – und durch ihre Kreativität.

Trainieren Sie sich also ruhig selbst systematisch zum Querdenken, indem Sie Dinge in Frage stellen und Neues zu denken wagen.

R wie Reflektion

Kreatives Tun ist eine Sache – einmal zu überlegen, was man da tut und vor allem wie man es macht, ist eine andere. Immer mal wieder innezuhalten und zu reflektieren, was man tut und wie sinnvoll es ist, steigert die Effektivität des Handelns enorm. Hinzu kommt dass man auf diese Weise Ansatzpunkte findet, bei denen es z.B. Sinn macht, etwas Neues zu lernen oder sich helfen zu lassen.

Kreativitätstechniken sind sehr oft nichts anderes als das Ergebnis einer Reflektion: Man hat genau hingeschaut, wie etwas gemacht wurde und entwickelte daraus eine Methode. Auf diese Weise können Sie auch Ihre ganz eigenen Techniken erarbeiten.

S wie Schneidern

Lernen Sie Schneidern! Nähen Sie sich ihre eigenen Klamotten. Entwerfen Sie Kleider, Hosen und anderes. Schneidern ist eine vielfältig kreative Tätigkeit, bei der man vom Entwurf bis zur Herstellung alles selbst machen kann.

Tipp: Hierzu gibt es z.B. an den Volkshochschulen Einführungskurse.

S wie Schreiben

Das Schreiben kann eine zutiefst kreative Tätigkeit sein – und zwar dann, wenn Sie sich nicht selbst einengen, sondern alle Türen öffnen. Sprich: Zwingen Sie sich nicht dazu, z.B. “korrekt” zu schreiben oder “in einem guten Stil”. Engen Sie sich auch nicht thematisch ein, sondern lassen Sie alles aus sich herausfließen, was da an Worten und Sätzen kommt. Vielleicht werden es Gedichte, vielleicht Geschichten. Vielleicht nur Fragmente. Vielleicht schreiben Sie über sich, vielleicht über andere. Vielleicht über die Liebe und vielleicht auch nur “Blödsinn”. Was immer heraus will – nehmen Sie es an.

Tipp: Texte, die auf diese Weise entstehen, sind nur selten dazu geeignet, sie anderen Menschen zu zeigen. Kritik kann hier sehr hemmend wirken. Schreiben Sie also immer erst einmal nur für sich selbst.

S wie Singen

Das Singen wird vielen Menschen verleidet, weil sie z.B. schon als Kind gesagt bekommen, keine schöne Stimme zu haben oder es “nicht zu können”. Singen hat aber z.B. sehr viel mit (Atem)Technik zu tun – sprich: man kann es ein ganzes Stück weit lernen. Die eigene Stimme zu fördern und sich singend auszudrücken – allein oder im Chor-, ist eine sehr schöne Art, kreativ zu sein. Nur Mut!

S wie Spielen

Das Spiel ist in seiner Ursprungsform etwas höchst Kreatives. Beobachten Sie einmal Kinder, die jenseits von gekauftem Spielzeug gleichsam aus dem Nichts ganze Spielwelten erfinden. Ihre Phantasie ist grenzenlos und ihr Einfallsreichtum, die merkwürdigsten Dinge zum Spiel zu nutzen, ebenfalls.

Schauen Sie mal, ob Sie nicht in sich selbst wieder solche spielerischen Ansätze erwecken können.

T wie Tanzen

Tanzen – damit verbinden viele Menschen vor allem die Tanzschule und Familienfeste. Neben den Standardtänzen gibt es hier aber noch so viel mehr zu entdecken. Sehen Sie das Tanzen einmal als eine Möglichkeit, Gefühle und Stimmungen auszudrücken. Lassen Sie Ihren Körper die jeweilige Musik wiedergeben. Machen Sie Ihren Körper zu einem kreativen Ausdrucksmittel. Könnte gut sein, dass Sie dadurch ein ganz anderes Verhältnis zu ihm bekommen.

T wie Theater spielen

Das Theaterspiel ist eine wundervolle Möglichkeit, in verschiedene Rollen zu schlüpfen und kreativ zu wachsen. Dabei geht es gar nicht darum, wirklich auf einer Bühne zu stehen und vor Publikum zu spielen. Sie können auch ganz für sich allein Elemente des Theaterspiels nutzen oder Sie suchen sich ein paar andere, mit denen Sie sich gemeinsam zum Theaterspielen verabreden – einfach nur für sich.

T wie Träumen

Das nächtliche Träumen ist auch ein Ausdruck von Kreativität – hier ist aber das ganz bewusste und gezielte Träumen gemeint: Also, sich wundervolle Dinge auszumalen und Visionen zu “erspinnen”.

  • Wie könnte z.B. eine “ideale Welt” aussehen?
  • Wie ein “ideales Leben”?
  • Was müsste ein “ideales Land” ausmachen?
  • Und wie sollte die “ideale Schule” sein?
  • Usw.

U wie Unsinn machen

Machen Sie Unsinn. Reden Sie Quatsch. Schreiben Sie Blödsinn. Denken Sie Verrücktes. Unsinn kann nämlich ein exzellenter Nährboden für kreative Ideen sein. Viele Menschen verbieten sich Blödsinn jeder Art und schneiden sich damit von einer wichtigen kreativen Quelle ab.

Also: erlauben Sie sich, herumzualbern und schauen Sie, was daraus entsteht.

V wie Visualisieren

Lernen Sie die Methode der Visualisierung kennen. Gemeint ist damit die Fähigkeit, Bilder vor dem inneren Auge sehen zu lernen. Schließen Sie die Augen und denken Sie an eine Rose. Können Sie die Blume sehen? Ihre samtigen Blätter? Die Tautropfen auf dem tiefen Rot?

Visualisierung kann man systematisch trainieren, indem man mit einfachen Bildern beginnt und diese dann immer komplexer werden lässt. Diese Fähigkeit steigert das kreative Vorstellungsvermögen und lässt sich oft auch ganz praktisch in Phasen der Ideenfindung oder Problemlösung einsetzen.

W wie Wundern

Kinder haben die herrliche Fähigkeit, sich über alles Mögliche wundern zu können. Wundern heißt staunen. Wundern heißt wissen wollen, wie etwas funktioniert. Und Wundern heißt auch, Wunder wahrnehmen zu können.

Entdecken Sie diese Fähigkeit wieder neu für sich.

X wie x-fach

Machen Sie es sich zum Grundsatz, sich nie mit nur einer Idee, mit nur einem Bild, mit nur einem Ergebnis zufrieden zu geben, sondern spielen Sie – zumindest im Geiste – immer möglichst viele verschiedene Versionen durch.

Nicht nur auf die erstbeste Lösung zu kommen, sondern auch noch weitere zu suchen, fördert das kreative Denken enorm – und gleichzeitig werden Sie so manches Mal auch zu besseren Ansätzen kommen, als wenn Sie zu früh aufgehört hätten.

Y wie Do-it-Yourself

Selbstmachen – das ist ein Grundprinzip der Kreativität. Nicht darauf hoffen oder spekulieren, jemand würde die Sache übernehmen, sondern loslegen. Wie? Das mag manchmal noch offen sein, aber allein, indem man sich etwas zutraut, bekommt man schon viel Kraft.

Und wenn Sie wirklich nicht weiterwissen, können Sie immer noch jemanden um Hilfe bitten.

Z wie Zaubern

Stellen Sie sich einmal vor, Sie könnten zaubern: Was wäre dann alles möglich? Im Alltag sind wir oft viel zu sehr im vermeintlich Möglichen verhaftet. Allein die Gedanken dafür zu öffnen, dass vielleicht doch viel, viel mehr möglich ist, zeigt oft neue Lösungswege auf. Fragen Sie sich also ruhig öfter mal, was wäre, wenn Sie zaubern könnten und öffnen Sie so die Türen und Tore zu Ihrer Kreativität.

 

Literatur zum Thema

 

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Kommentare

  • Sehr,sehr schöner Artikel …..
    wunderbar, wenn solche Schätze erneut hervorgeholt werden,
    das Rad muß nicht neu erfunden werden,mal um die Ecke geblinzelt,dem Anstupser Neugier entlocken….,
    ja,so macht ihr es, liebes Zzl-Team …, schöne Ansteckungsrituale , tolle Veränderungsstrategien die man so pö a pö zu seinem Entschluß machen kann und WILL. LG Gitti

  • Annette Hexelschneider schreibt am 26. August 2012 Antworten

    Feine Inspirationen. Danke! Ind die Liste selbst ist ja schon ein Kreativitätstraining.

    A-Z-Listen zum Nachdenken oder 100er-Listen sind ein spielerisches Kreativätstraining, dass uns zeigt, wie viele Möglichkeiten wir in uns haben ;-)

    • Tanja schreibt am 26. August 2012

      Vielen Dank für den tollen Artikel! Gerade kehre ich von einer Reise zurück, die alles andere als entspannend war,mich dafür aber sehr aus meiner alltäglichen routine herausgelöst hat und mir ganz neue, ungewohnte Lösungsstrategien abverlangte. Ich habe gelernt, zu improvisieren und das es dabei nicht immer um Perfektion geht, sondern meistens viel eher darum, seine derzeitige Lage den eigenen Bedürfnissen nach zu gestalten. Manchmal trainiert der “ganz normale Wahnsinn” im Leben die Kreativität eben auch, wenn man sich nur auf die Lektionen einlässt, die einem so in den Weg geworfen werden. Zwar habe ich das Gefühl, jetzt erstmal Urlaub zu brauchen, aber ich bin sehr dankbar für all die vielen Erfahrungen, an denen ich sehr gewachsen bin! :)
      In diesem Sinne allen ZZLern einen erholsamen Sonntag und eine kreativ gelebte neue Woche!

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