Das eigene Leben leben. Was heißt das eigentlich?

“Dasein ist köstlich, man muss nur den Mut haben, sein eigenes Leben zu führen.”

— Peter Rosegger

Sein eigenes Leben führen – diesen Rat kann man in unzähligen Selbsthilferatgebern und auch hier bei uns lesen. Hört sich eigentlich ganz einfach und nachvollziehbar an – klar, das eigene Leben leben, was sonst?

Aber was heißt denn eigentlich “sein eigenes Leben leben”? Wann lebt man denn sein eigenes Leben und wann tut man es nicht?

Ich habe da mal ein bisschen drüber nachgedacht. Für mich gehört zu der Aussage “Ich lebe mein eigenes Leben” Folgendes:

  • Ich möchte tun, was mir wichtig und richtig erscheint und nicht nur die Erwartungen oder Hoffnungen anderer erfüllen.
  • Ich will Entscheidungen aus mir heraus treffen können und will sie nicht auf andere Menschen oder die Umstände hin ausrichten müssen.
  • Ich will jeden Tag in den Spiegel schauen können und “ja” zu dem sagen können, wie ich lebe.
  • Ich möchte tun, was mich erfüllt, was mir sinnvoll erscheint und was mich glücklich macht.
  • Ich möchte meine Talente nutzen und fördern können.
  • Ich möchte etwas erreichen – Ziele, Erfolge, Vorhaben.
  • Ich möchte mich weiterentwickeln können.
  • Ich will auch meine Grenzen und meinen Horizont erweitern und immer wieder Neues dazu lernen.
  • Ich will meine Zeit intensiv nutzen und nicht nur absitzen, ich will nicht ständig auf später warten, sondern ich will heute leben.
  • Ich will nichts bereuen müssen.
  • Ich möchte ein Leben führen, von dem ich hinterher sagen kann: Ja, das war wirklich mein Leben.

Und du?

Was antwortest du auf die Frage, was es für dich bedeutet, dein eigenes Leben zu leben?

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Die Abkürzung? Ist das realistisch? Schmerzfreie Veränderung (fast) ohne Willenskraft und Selbstdisziplin Gewicht. Gesundheit. Produktivität. Bewegung. Beweglichkeit. Was es auch ist: Mit unserer neuen Methode lernst du, wie es geht Dein Erfolgserlebnis. (100% Geld-Zurück-Garantie. Start: Montag 25.9 – letzte Anmeldemöglichkeit: Mittwoch 27.9.)

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Kommentare

  • Hallo zusammen, ich erkannte vor kurzem in Therapie, dass ich mich wie ein Chamäleon meinen Lebensphasen angepasst habe. Ich glaube, damit ich nicht zerbreche und niemanden verliere. Der Verlust in Form einer Trennung kam trotzdem vor vier Jahren. Mittlerweile lebe ich wieder glücklich in einer Beziehung. Ich möchte mich nicht wieder mit mimikry anpassen müssen. Jetzt kann man oberflächlich von aussen gucken und sagen: Tust du trotzdem wieder. Ja unbewusst wahrscheinlich. Bewusst mache ich mir meine Entscheidungen und mein Leben bleibt es auch immernoch.Versteht jemand, was ich sagen möchte? Ich treffe meine Entscheidungen ganz bewusst für mich, trotzdem sieht es so aus, als würde ich mich beeinflussen lassen, was aber nicht stimmt.
    An alle die Job oder Beziehung hinschmeißen möchten: Bevor ihr daran kaputtgeht, tut es. Euer Partner kann an der Krise wachsen und ihr auch. Aber denkt daran: Ihr nehmt Euch (und eure Muster) immer mit. Es erfordert Zeit sich zu verändern und Muster zu erkennen und noch länger sie zu durchbrechen. Ich wünsche Euch viel Klarheit, Kraft und Bewußtsein!

  • Man könnte es auch noch etwas treffender formulieren: Jedermanns Liebling – jedermanns Depp!

    Wir sind oftmals so erpicht, es allen unserer Leute (Familie/ Freunde) recht machen zu wollen. Doch das funktioniert halt nicht immer!

    Genauso lehrreich ist die Geschichte um Vater, Sohn und Esel: Erst reitet der Sohn auf dem Esel. Der erste Passant moniert das. Als nächstes sitzt der Vater auf. Das Tier wird (angesichts des Gewichts vom Vater) bedauert.

    Dann reiten beide auf dem Esel, was prompt das Schimpfen von “Tierquälerei” nach sich zieht. Schlussendlich läuft es darauf hinaus, dass Vater und Sohn dem E- sel die Beine zusammenbinden und an einem ausreichend dicken Ast heimtragen.

    …so weit kann ‘s kommen, wenn man es allen Recht machen will.

    Allerdings muss man für sich immer überprüfen, wann es wirklich angesagt ist, sich anderen zu “beugen” (z. B. bestimmte Anlässe/ Berufe, bestimmte Arbeitskleidung erfordern.

    Damit meine ich nicht nur den allseits bekannten “Blaumann”, sondern auch Anzü-ge, wie sie von Repräsentanten eines Berufsstands – wie Banker, Versicherungs-kaufleute etc.) und wann man sein Outfit selbst befinden kann (“Hauptsache sau-ber” – man sollte sich ungeniert unters Volk mischen können).

    In allererster Linie sollte man sich in seiner Haut selbst wohlfühlen und sich nicht von “aussen” diktieren lassen, ob/ wann die nächste Haarwäsche/ der nächste Friseur-Termin “angesagt” wäre!

  • ich liebe dieses leben. eine berg und talfahrt. immerwieder spiegle ich mich in anderen menschen, das hilft mir, mich selbst zu finden. oft scheint alles im einklang zu sein, die ganze welt wird für mich zum ruhepol, zu einem großen, breiten fluss, der gemütlich alles mit sich trägt. wunderschönes leben.

  • Dann will ich selbstlos sein, ohne Nachteil für mich.

  • Ja, es ist richtig und ist eine ständige Wiederholung:
    Zu Beginn einer neuen Beziehung reißt man/frau sich die “Beine aus”, um den anderen für sich zu gewinnen.
    Und das ist genau das Problem: Wenn man(n) über einige Monate hinweg sehr viel gefühlsmäßig investiert, sogar Frau und Kind verlässt – dann kommen Zweifel/Ängste auf die einem sagen: “Was passiert dann? Nach weiteren vielen Monaten, Jahren?” Letztlich – und das bekommt man ja von Außenstehenden dann zu hören – passiert womöglich das Gleiche wieder…wie in der bisherigen Partnerschaft/Ehe!
    Nämlich dann, wenn der “Alltag” einkehrt (und der kehrt ein…) und viele “rosaroten Dinge” nicht mehr so rosarot sind…Dass klingt jetzt vielleicht sehr negativ. Aber diese (verstandesmäßigen) Überlegungen sollte man sich doch machen, wenn man eine solch schwerwiegende Entscheidung zu fällen hat: Verlassen/Trennung von Frau und Kind und Neubeginn mit einer neuen Partnerin (die einen liebt und zunindest bis jetzt alles für einen tun würde…) – zum Preis, eine Ehe/Familie aufzukündigen?
    Reicht da der Gedanke an “Selbstbestimmung”, an “Liebe” aus?
    Und welche Liebe? Die heftige, intensive (auch sexuell motivierte) Liebe für einen neuen Partner (alles noch aufregend, “frisch”), die jedoch sicherlich auch abnehmen wird? Und dann? Wieder Neubeginn?

    Hat noch jemand eine Idee?
    Bei solchen Gedanken kann man leicht in eine schwere Krise stürzen…

    Grüße,
    Ingolf

  • Das eigene Leben zu führen heißt sicherlich nicht ohne Rücksicht auf die Umwelt zu nehmen. Natürlich besteht in einer Partnerschaft immer die Situation, dass sie alle Beteiligten aufeinander einstellen und abstimmen sollten. Es ist doch eigenartig, zu Beginn einer neuen Beziehung reißen sich alle Beteiligten die sprichwörtlichen Beine aus, um den anderen zu beeindrucken und für sich zu gewinnen. Da werden Konpromisse geschlossen, da wird sich richtig Mühe gegeben.
    Wenn der Alltag dann einkehrt, glauben viele, dass es von allein so weitergeht und dass nichts mehr investiert werden muss. Im Gegenteil, dann wird manchmal sogar versucht Machtpositionen aufzubauen.
    Dann entsteht oftmals ein Anspruchsdenken, das niemand, ohne Teile von sich selbst aufzugeben, erfüllen kann.
    All das, was vorher in den Aufbau der Beziehung “investiert” wurde, scheint vergessen und vor allen Dingen nicht mehr wertvoll zu sein.
    So geht es nicht. Liebe / Beziehung muss von beiden Seiten ein Leben lang gepflegt werden.
    Wenn es einer Seite egal wird, was aus der Beziehung wird, wenn nicht mehr darum “gekämpft” wird, dann ist es meist auch schon vorbei.
    Aber diese Krise wirkt sich dann auf alle anderen Lebensbereiche ebenfalls aus und mit der Selbstbestimmung ist es dann auch nicht mehr so toll.
    Dabei ist es ein großen Glück, wenn man morgens aufstehen kann und sich auf den Tag freut, weil er ein weiterer Glückstag sein wird. Ein Tag, an dem man sich auf das konzentrieren kann, was einen wirklich befriedigt und was einem Freude macht. Ein Tag, an dem fast nur das gemacht wird, was einen weiter zu den eigenen Zielen bringt.
    Auch das hat natürlich seinen Preis. Der Preis ist häufig erst einmal der Mut, aus gewohnten Bahnen auszusteigen und seine berühmte Komfortzone zu verlassen.
    Für mich beginnen viele Sätze über meine Möglichkeiten mit: “Ich bin dankbar, denn ich kann (oder darf) heute…”
    Ich habe noch nie jemanden angetroffen, der wirklich dankbar und gleichzeitig unglücklich ist.

  • Ich muss dem Kommentar von Margit beipflichten – aus eigener Erfahrung seit einigen Monaten: Wenn man in einer langjährigen Beziehung steckt, dort vielleicht seit geraumer Zeit nicht mehr glücklich war, dazu dann noch andere, krisenartige Symptome hinzukommen (Beruf etc.) – und in dieser Situation dann einen Menschen trifft, von dem man glaubt, ein (neues) Leben beginnen zu können – dann scheinen die Weichen gestellt zu sein. Aber es “scheint” manchmal auch nur, denn nun tritt die Arbeit an/mit sich auf den Plan, denn: Kann/darf man in einer Krisensituation, deren Ursachen (noch) nicht aufgearbeitet sind, alles “hinschmeißen”, seinem “Gefühl” zum neuen Partner nachgeben (dass teilweise überlagert wird von den Gefühlen zur alten Beziehung) – und alle damit einhergehenden Konsequenzen (Trennung/Scheidung, Verlassen der Familie etc.) ignorieren? Muss nicht – wenn noch ein Funken Hoffnung besteht – auf ein “eigenes Leben” unter neuen Vorzeichen (neuer Partner, Familie, Bekanntenkreis etc.) verzichtet werden? Kann man immer nur auf seine Selbstbestimmung/Freiheit pochen – auf Kosten anderer (Frau, Kind, Familie)?
    Ich denke: Nein. Und da kommt das schwierige Wort “Verantwortung” ins Spiel.

    Sollten die persönlichen Verhältnisse allerdings derart negativ sein, dass es nicht mehr auszuhalten ist, dann ist eine Entscheidung gegen die bestehenden Verhältnisse natürlich anders zu bewerten…

    Ebenfalls schönen Abend…

  • Das eigene Leben leben – klingt sehr gut – meine langjährige Ehe ist dadurch beendet worden. Ich verstehe es, denn auch ich habe immer versucht für mich den richtigen Weg zu finden. Wir leben aber nicht alleine auf einer Insel, sind Teil eines sozialen Umfeldes – ob privat oder im Beruf. Und da braucht es schon ein genaueres Hinsehen. Es gibt viele Möglichkeiten den eigenen Weg zu gehen und zu suchen, aber nicht aufgebaut auf dem Unglück anderer. Es gibt mehrere Wege … natürlich bin ich ein bisschen voreingenommen – aber es kann nicht jeder tun wie er will ohne Rücksicht und Wertschätzung gegenüber seinen engsten Angehörigen.
    Schönen Abend noch …

  • Das ist ein sehr schönes Thema,was mich auch schon länger zum Nachdenken anregt.Ich habe mich auch seit einigen Wochen,endlich dazu Entschieden,mein so Einzigartiges Leben das Gott mir geschenkt hat zu LEBEN,ohne mich von anderen unter Druck setzten zu lassen,was ich wohl zu tun hätte.Ich habe auch immer Fremdbestimmt gelebt,hatte keinen Mut Selbstbestimmt zu Leben,aber nun bin ich Glücklich das ich es nun tue,ich denke auch nicht das es mit EGOISMUS zu tun hat,eine gesunden Egoismus,das es mir erstmal gut geht,bevor ich an die anderen denke,oder auch bei meiner Meinung bleibe,keine Marionette mehr zu sein,mir geht es seitdem viel besser,ich fühle mich viel leichter und spüre schon ein Stück FREIHEIT für mich….wünsche allen hier eine friedvolle Adventszeit….

  • Ich freue mich so sehr durch die vielen Kommentare zu lesen, was uns zur persönlichen Veränderung bewegt. Ich erlaube mir, der individuellen Betrachtung den gesellschaftsrelevanten Wert hinzufügen: Freiheit. Jeder Mensch darf/sollte mehrmals über den Wert Freiheit nachdenken. Was Freiheit (die uns unsere Vorfahren teils mit ihrem Leben erkämpft haben) für ihn bedeutet. Nicht nur Freiheit von etwas. Sondern auch: Freiheit ZU etwas. Die Freiheit, etwas zu tun, zu verändern, zu bewegen. Die Schwester der Freiheit ist die Verantwortung, denn die Freiheit zu etwas darf niemals die Freiheit anderer einschränken. Insofern unterschreibe ich vorbehaltlos oben genannte Ansprüche an sich selbst. Ich nenne es HALTUNG. Und füge noch einen Anspruch hinzu, den der Verfasser auch für sich durchaus beanspruchen kann, denn er lebt es bereits). Ich möchte (nachhaltige) Spuren hinterlassen, die für meine Mitmenschen zur gelebten Freiheit führen. Und für all diejenigen, die gerade dabei sind, ihre Freiheit (wieder)zu finden: Man kann das Wasser im Glas bestens analysieren und weiß dennoch nichts über sein Verhalten im Fluß. Den Fluß des Lebens. Go for it!

  • ich bin im moment in einer phase des lebens, in der ich spüre, daß dieses leben nicht so, wie ich das immer dachte, zu mir gehört, sondern mein herz mich eigentlich in eine ganz andere richtung zieht.

    folge ich meinem herzen, dann gebe ich alles auf (mit hoher wahrscheinlichkeit auch meine beziehung), was ich habe. tue ich es aber nicht, so werde ich auch zu den leuten gehören, die irgendwann mal sagen: ach, hätt ich doch! dann wird’s wahrscheinlich zu spät sein.

    es gibt einen song von einem österreichischen liedermacher, tom hayden, der heißt “wann, wenn ned jetzt”. schöner titel.

    in der schwebephase, in der ich mich momentan befinde, helfen mir zurückgezogenheit und stille. die finde ich in der natur.

    klar ist aber, daß ich meinen weg gehen werde und mein leben leben. denn nur wer mit sich und seinem leben zufrieden und glücklich ist, kann auch andere zufriedenstellen und glücklich machen!

    • Marina schreibt am 29. Februar 2016

      das steht auf meinem zweiten Ehering (vom Gleichen Ehemann) drauf: wann wenn nicht jetzt, damit wir uns daran erinnern was JETZT zu tun ist.

  • heilsames thema-um mich ganz zu spüren,wirklich zu wissen ,was ich will und brauche,ist mir die stille wichtig geworden.meine freiheit zu leben erlebe ich gerade dadurch,dass ich mich fühle und die gefühle mit meiner wahrnehmung,meiner beobachtung verbinde.wie von selbst entfällt die angst,egoistisch,fremdbestimmt,nicht gut genug oder isoliert zu sein.

    meine bedürftigkeit enthüllt mir das bedürfnis der anderen und ich kann entscheiden,was mir schadet und was ich mir erlauben kann,ohne die angst etwas bereuen zu müssen.denn mein gefühl stimmt immer-wenn ich ihm kompromisslos folge,dannführe ich ein selbstbestimmtes leben-was mich schmerzhafte veränderungen mutig eingehen lässt und auch viel zartheit bereithält im umgang mit menschen und der natur.

    bisschen viel geschrieben-eine gesegnete adventszeit euch allen-danke

  • Volker,

    ich weiß nicht, ob das zu Egoismus verführt.

    Ich für mich möchte auch mit der Umwelt im Reinen sein und dazu gehört, in Maßen (!) Rücksicht zu nehmen und die anderen zu akzeptieren.

    Und so bin ich auch dann da für andere, wenn ich MEIN Leben lebe. Aber ich bin es auf eine Weise da, die zu mir passt, die auch mir Kraft und Freude schenkt.

    Gruß!
    Heide

  • Man sollte die Aussagen auch mal von einer anderen Seite beleuchten.

    Wenn jeder nur noch sein eigenes Leben, seine eigene Selbstverwirklichung im Auge hat, kann eine Gesellschaft nicht funktionieren. Zum Leben gehören auch Kompromisse.

    Natürlich ist damit nicht gemeint nur für andere zu Leben und sich selbst nur in den Dienst anderer Menschen zu stellen.
    Aber wenn man sich unsere westlich Gesellschaft, die ja das Individuum als besonders wichtig ansieht, kritisch beäugt, müssen wir feststellen, dass Länder in denen das Individuum nichts zählt immer stärker werden und wohl irgendwann die Welt dominieren werden (z.B. China).

    Unabhängig davon ist die Gefahr, dass man sich zu einem Egoisten entwickelt ziemlich groß. Unsere Gesellschaft wird doch immer kälter und Solidarität immer weniger.

    Einige Punkte kann ich allerdings voll verstehen. Nur weil familiäre Traditionen es verlangen einen bestimmten Beruf zu erlernen, dies ebenso zu tun, obwohl man damit nicht Glücklich wird, abzulehnen und einen eigenen Weg zu gehen halte ich für sehr sinnvoll.

    Ich denke der richtige Weg ist, seine Bedürfnisse, Wünsche etc. soweit wie möglich zu verwirklichen, dabei aber auf den Partner, die Partnerin Rücksicht zu nehmen und auch deren/dessen Bedürfnisse zu akzeptieren.

    Im übertragenen Sinne sollte dies auch für unser gesellschaftliches Leben gelten.

    Schöne Grüße
    Volker

  • Auf meinem Grabstein soll nicht stehen:
    “Er hat gewollt, sein ganzes Leben lang …”
    daher:
    * Ich tue, was mir wichtig und richtig erscheint und erfülle nicht nur die Erwartungen oder Hoffnungen anderer.
    * Ich treffe Entscheidungen aus mir heraus und richte sie nicht nur auf andere Menschen oder Umstände hin aus.
    * Ich kann jeden Tag in den Spiegel schauen und “ja” zu dem sagen können, wie ich lebe.
    * Ich tue, was mich erfüllt, was mir sinnvoll erscheint und was mich glücklich macht.
    * Ich nutze und fördere meine Talente.
    * Ich erreiche meine – Ziele, Erfolge, Vorhaben.
    * Ich entwickele mich weiter.
    * Ich erweitere meine Grenzen und meinen Horizont erweitern und lerne immer wieder Neues dazu.
    * Ich nutze meine Zeit intensiv und warte nicht ständig auf später, sondern ich lebe heute und jetzt.
    * Ich bereue nichts.
    * Ich führe ein Leben, von dem ich hinterher sagen kann: Ja, das war wirklich mein Leben.

    Ja – ich bin zufrieden mit mir!

  • Ja, wenn die Lebenssituation krank macht. Das kenne ich. Wenn auch nicht von mir, aber ich kenne es und hoffe es, dass der Weg daraus gefunden wird. Ich lege meine ganze Hoffnung da rein…

    Neofene

  • Auch ich bin zur Zeit nicht richtig bei mir. Ich sehe es auch als Herausforderung…vielleicht ist das Leben so wie ich es die letzte Zeit gelebt habe nicht das richtige für mich.
    Jetzt heißt es Konsequenzen ziehen und ändern….das schwierigste in so einer Lebensphase.

    Habe ich aber schon einmal geschafft…dann dürfte es diesmal nicht soooo schwer werden. Das Wichtigste ist eben für mich, dass ich TÄGLICH auf MICH achte.
    Ist ja doch leichter die anderen zu bewerten…

    LG Petra

  • Ja, genau so möchte ich mein Leben leben und bin gerade dabei es mir so einzurichten. Auch ich bin von Kindheit an immer fremdbestimmt “gelebt worden”. Die Angst vor Veränderung, so zu sein wie man wirklich ist, dem “selber” leben, war größer. Es war Angst nicht mehr geliebt zu werden, Angst den Anforderungen nicht zu genügen, Angst nicht akzeptiert zu werden. Das hat letztendlich dazu geführt, dass ich aus dieser Angst heraus alles getan habe um den anderen zu helfen, ihr Leben zu leben ohne an meine Bedürfnisse zu denken. Hauptsache allen anderen geht es gut, dann werde ich geliebt, akzeptiert, verdiene genug Geld.
    Mein Leben hat mich geradezu gezwungen eine Veränderung vorzunehmen, es hat mir nämlich knallhart gezeigt, das es meine Aufgabe ist mein Leben wie in den oben genannten Punkten zu leben. Ich bin nur immer wieder vom Weg abgekommen, habe meine Lebensaufgabe zwar erkannt, aber unter den “sicheren Bedingungen” nicht die Möglichkeit gehabt es so umzusetzen. Dabei war ich mir sicher, dass es mit einer selbstständigen Tätigkeit in meinem Beruf (ambulante Hauskrankenpflege) absolut kein Problem ist seine Ideale zu verwirklichen und seine Lebensaufgabe umzusetzen. Leider hatte ich die Rechnung ohne meine Geschäftspartnerin gemacht, die das absolut nicht mit tragen wollte, für sie gibt es keine Veränderung, alles soll beim Alten bleiben, so wie es immer war. Mein Leben hat mir eine schwere Krankheit geschenkt, an der ich erkennen konnte, dass es die Lebenssituation ist die krank macht. Eine Rückkehr in die alte Arbeitssituation unter den alten Bedingungen hätte mich irgendwann völlig zerstört. Mir blieb letztendlich nur der Mut zur Veränderung. Gesundheitlich geht es mir wieder sehr gut. Die wirtschaftliche Situation ist allerdings noch sehr angespannt. Das Neue muss erst wachsen und das braucht Zeit.
    Trotzdem bin ich sehr froh, dass mich mein Leben zu dieser Veränderung gezwungen hat. Es ist spannend und aufregend, manchmal ist doch die Angst vor der Zukunft da aber die meiste Zeit überwiegt das Vertrauen an das Leben selbst.
    Das Leben ist ein ständiger Prozess, ständig Veränderung. Mancher Fremdbestimmung kann man nicht aus dem Weg gehen, die muss man einfach akzeptieren, aber ich lasse mir von niemanden mehr Angst machen.

    Liebe Grüße Constanze

  • Ich persönlich war früher sehr fremdbestimmt durch die Familie und die Gesellschaft. Mein Standartsatz lautete: “Eigentlich wollte ich das nicht, aber …”. Es hat mich sehr viel Kraft gekostet dies zu verändern – mich zu verändern. Denn auch wenn ich die Situation und mein Verhalten erkennen konnte, so konnte ich dies nicht gleich ändern.Ich muste erst die notwendige innere Stärke aufbauen und mir viel Wissen aneignen. Dies war ein Prozess von ca. 7 Jahren. Heute kann ich sagen – ich lebe mein Leben und nehme mein Leben so an wie es ist. Einige “fremdbestimmte” Entscheidungen kann ich nicht mehr rückgängig machen – diese kann ich nur noch akzeptieren und als wichtige Lernerfahrungen annehmen.

    Einen schönen Tag für alle, Angelika.

  • Jeder Punkt absolut richtig! Bei mir ist es so, daß ich keine Dinge tue, die nicht zu mir gehören. Ich spüre allerdings, daß es Dinge geben könnte, die zu mir gehören, die ich noch nicht tue. Aber das ist schon mal eine gute Ausgangsbasis.

    Liebe Gruesse an alle, Fumante

  • Ja, für mich geht es bei der Aussage primär darum, dass man authentisch ist und bleibt. Das man sein wahres ICH auslebt und nicht unterdrückt, weil die anderen es erwarten. Dass ich z.B. keine Anwältin werde, wenn ich es nicht möchte, obwohl die Familientradition damit nicht fortgesetzt wird. Dass ich nicht heirate und Kinder bekomme, wenn ich es selbst nicht für richtig halte. Obwohl es meine Eltern wünschen würden. Dass ich immer Persönlichkeit zeige. Dass ich am Ende sagen kann: Non, je ne regrette rien. DAS ist mein eigenes Leben und ich bereue nichts. Leider gibt es viele, die unter Zwängen ihr Leben nicht leben – aber das muss jeder für sich wissen und entscheiden…Grüße, Neofene

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