Das schielende Huhn

Es war einmal ein Huhn, das stark schielte.

Dieses schielende Huhn sah deshalb die ganze Welt etwas schief und glaubte, sie sei tatsächlich schief.

So sah es z.B. auch seine Mithühner und den Hahn schief. Es lief immer etwas schräg und stieß ziemlich oft gegen die Wände.

An einem windigen Tag ging das schielende Huhn mit seinen Mithühnern am Turm von Pisa vorbei.

“Schaut euch das an”, sagten die Hühner, “der Wind hat diesen Turm schiefgeblasen.”

Auch das schielende Huhn betrachtete den Turm und fand ihn aber völlig gerade. Es sagte nichts, dachte aber bei sich, dass die anderen Hühner womöglich schielten.

(Von L. Malerba: Die nachdenklichen Hühner,
leicht verändert)

 

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Kommentare

  • Es erinnert mich an den “Sprung in der Schüssel”, was mir mal ein ge-schätzter Arbeitskollege gemailt hat:

    Inhaltlich geht es in der irgendwo in Asien spielenden Geschichte um eine Frau, die an ihrem Querbalken (so wie einst der Hamburger Was-serträger “Hummel”) zwei Schüsseln mit Wasser gefüllt vom Fluss in ihr Haus trägt.

    Haken dabei: Eine Schüssel ist beschädigt, hat einen Sprung und verliert das halbe “Transport-Gut”.

    Während die heile Schüssel auf ihre volle Leistung stolz ist und damit gegenüber der kaputten Mit-Schüssel triumphiert, nagt dieser Makel an ihrem (der beschädigten Schüssel) Selbstbewusstsein.

    Als sie (die kaputte Schüssel) ihrem Unmut darüber Luft macht, tröstet die alte Frau sie:

    Angesichts ihres (abwertenden) Makel hat sie auf ihre (der kaputten Schüssel) Seite Blumensamen gesät, die sie auf diese Weise wässert und somit dazu beiträgt, dass der Tisch (“d’rinnen”) immer mit einem schönen Blumenstrauß geschmückt ist.

    Also: Selbst wenn man von “aussen” noch so abgewertet (“herunterge-macht”) wird, soll man sich immer auf seine (positive) Fähigkeiten besinnen und sich auf diese verstärkt konzentrieren.

    Die Leute, die einem chronisch Erbsen auf die Treppe streuen, um ei-nen im Vorankommen zu behindern, sterben – erfahrungsgemäß- ums Verrecken nicht aus!

    Nur: Andere zu behindern ist das eine. Sich (von anderen) behindern zu lassen ist das andere!

    Eine kaputte Brücke kann man nicht passieren!

    Also: Einfach eine Alternativ-Route suchen. Manchmal kann sich diese sogar als eine viel bessere (als die Ursprungs-Route) Wahl erweisen, da man sein gestecktes Ziel vielleicht noch besser realisieren kann als auf dem zuvor geplanten Weg!

  • Die Welt ist genau so, wie man sie sieht!

  • Hallo Freunde!
    “der Wind hat diesen Turm schiefgeblasen.”
    Ist das Verb “schiefgeblasen” richtig ?
    Oder
    ” hat…. schief geblasen”
    Danke im Voraus!

  • Naja, die anderen Hühner hatten mit ihrer Interpretation ja auch nicht recht, als sie meinten, der Wind habe den Turm schiefgeblasen. Niemand hatte recht. Was wäre aus einer Diskussion von zwei falschen Weltsichten geworden? Die Wahrheit wäre jedenfalls nicht zutage getreten…

  • es kommt eben immer auf die perspektive an und ist meist hilfreich die dinge oder probleme von verschiedenen seiten zu betrachten.

  • Wer meistens nun wirklich schielt, ist doch auch wieder subjektiv – nur häufig treten schielende Hühner in Gruppen auf, damit sie sich in ihrem Weltbild gegenseitig immer wieder bestärkt können, daß mit ihren Augen doch alles alles i. O. ist.

  • Wir sehen nur einen ganz geringen Teil der Wirklichkeit, und ohnehin nur das, was wir sehen wollen. Alles andere schaltet unser Gehirn aus.
    Da hilft nur Achtsamkeit und denken und vorstellen neuer Möglichkeiten.

  • Einfach wundervoll. Warum fallen mir solche Geschichten nicht ein?

    • Kolibri schreibt am 9. März 2014

      Hallo Maria,
      versuche es mal mit einer anderen Frage: Wie schaffe ich es , solch schöne Geschichten zu schreiben? Dann sucht Deine Gehirn nach Wegen und Dir werden Geschichten einfallen, ganz wunderbare.
      Ich freue mich, von Dir eine solche Geschichte zu hören.
      Wenn Du fragst:”Warum kann ich das nicht”, wird Deinem Gehirn immer nur signalisiert. “Ich kann das ja nicht!”Und Deine unendlich viele Zellen antworten:” Chefin kann das nicht, (will sie nicht sich bemühen?) warum sollen wir uns da bemühen?
      Mit liebevollen Gedanken für Dich,
      Kolibri

  • Seit einem Jahr lerne ich Deutsch. Den Text habe ich ganz gut verstanden.
    Darf ich euch eine Frage stellen?
    ” Dieses schielendes Huhn sah …” Ist das richtig? Oder
    “Dieses schielende … ”
    Danke im Voraus!

    • Babs schreibt am 9. März 2014

      Du hast natürlich recht: “dieses schielende Huhn” sah …

    • Barbara Hopf schreibt am 9. März 2014

      In dem Text ist ein Schreibfehler. Es muss “dieses schielende Huhn ” heissen.

  • Geht es uns nicht manchmal auch so? Aber auch das ist o.k.

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