Dem Ärger die Macht nehmen

The Work
Du kannst deine Probleme lösen. Aus eigener Kraft. Ohne Coach und Therapeut.
Wie das geht, lernst du im Selbstcoaching-Programm.

Unsere Gedanken haben einen sehr starken Einfluss auf unsere Gefühle.

Ein Segeltörn im Mittelmeer zu machen ist für den einen beispielsweise der perfekte Urlaub. Ein Anderer kann den gleichen Segeltörn aber total furchtbar finden, weil er Angst vor Wasser hat und nicht gerne Boot fährt. Unsere eigene Bewertung bestimmt also darüber, wie wir in dieser Situation fühlen. Wenn man also eine Situation bewertet, hat das direkte Konsequenzen auf unsere Gefühlswelt.

Man kann aber lernen, mit belastenden Gefühlen besser umzugehen. Es gibt dafür eine sehr hilfreiche Methode, die relativ einfach zu erlernen ist. Diese Methode heißt „The Work“ und wurde von der Amerikanerin Byron Katie entwickelt. Genaueres zu The Work haben wir hier bereits geschrieben. Und heute wollen wir Ihnen in Form eines Interviews mal zeigen, wie das ganz konkret funktioniert. In dem Interview geht es um eine Situation, die bei mir selbst immer wieder ein Gefühl des Ärgers auslöst. Nicole führt mich als Interviewerin durch den Prozess hindurch. Das Interview haben wir übrigens schriftlich in einem Chat geführt.

Falls Sie schon ein wenig Erfahrung mit The Work haben sollten, fällt Ihnen vielleicht auf, dass der Ablauf im Interview etwas kürzer ist. Das ist so gewollt, denn zum einen möchten wir hier nur einen kleinen Eindruck vermitteln, wie so ein The Work – Interview aussehen könnte, und zum anderen reichen manchmal auch schon ein paar wenige Fragen aus, um etwas zu verändern, wie Sie gleich lesen werden.

————

Nicole: Okay Mathias, bitte entscheide Dich zuerst einmal für eine Situation, die Dich frustet oder irgendwie belastet.

Mathias: Ja, da weiß ich etwas: Ständig werden unsere Parkplätze von unterschiedlichen Fremdparkern zugeparkt.

Okay, welchen Gedanken hast Du in der Situation?

Wieder so ein rücksichtsloser Fremdparker …

Okay. Wenn Du siehst, dass jemand auf unseren Parkplätzen parkt, denkst du: “Wieder so ein rücksichtsloser Fremdparker”.

Ja, das nervt total! Die sollen sich einen ordentlichen Parkplatz suchen!

Okay, dann gucken wir uns den Satz mal an: „Wieder so ein rücksichtsloser Fremdparker …“.
Ist das wirklich wahr, was in diesem Satz steht?

Hmm, ja, das ist schon wahr. Unsere Parkplatzschilder sind ja gut zu lesen, also kann man nicht davon ausgehen, dass derjenige sie nicht gesehen hat und es aus Versehen” macht. Und nur weil da gerade ein Parkplatz frei ist, heißt das ja nicht, dass man den dann einfach zuparken darf.

Der Satz ist also wahr?

Ja.

Okay, dann gucken wir uns die nächste Frage an.
Wie reagierst Du, wenn Du denkst: „Wieder so ein rücksichtsloser Fremdparker“?

(Finde deinen Kompass - Wie du herausfindest, wo es für dich langgehen soll im Leben …)

Ich ärgere mich darüber, dass Leute so rücksichtslos sind. Und ich fühle mich angegriffen, weil ich denke, dass derjenige respektlos ist. Am liebsten würde ich demjenigen dann mal einen „netten“ Zettel ans Auto machen …

Klingt nicht so, als würde sich das gut anfühlen.

Das stimmt.

Okay, Du ärgerst Dich, fühlst diDch angegriffen und möchtest dem Fremdparker einen Zettel ans Auto machen. Schauen wir uns die nächste Frage an …

Ja.

Gibt es einen Grund, diesen Gedanken „Wieder so ein rücksichtsloser Fremdparker” loszulassen?

Hmm, ja schon. Mit meinem Gedanken ändere ich ja nichts an der Situation, dass jemand da einfach so parkt. Und selbst wenn ich jemandem mal einen solchen Zettel ans Auto machen sollte, wird das vermutlich auch in Zukunft nichts daran ändern, dass Andere dort fremdparken. Also eigentlich ändert mein Ärger nichts.

Und das könnte ein Grund sein, diesen Gedanken loszulassen, ja?

Ja, ich denke schon, weil ich an der Situation eh nichts ändern kann. Dann kann ich ja auch gleich gelassener sein und mir den Ärger ersparen.

Ja, aber bitte versuch jetzt nicht, den Gedanken loszulassen. Es reicht völlig, sich die Frage nur zu beantworten und zu erkennen, dass es einen Grund gibt, den Gedanken loszulassen. Okay?

Ja, okay. Also mein Grund den Gedanken loszulassen, würde einfach lauten: Mein Gedanke ändert eh nichts. Der Ärger ist also eigentlich überflüssig.

Die nächste Frage geht in die gleiche Richtung, fragt nur von der anderen Seite aus. Gibt es einen Grund, der Dich nicht irgendwie stresst, an dem Gedanken Wieder so ein rücksichtsloser Fremdparker” festzuhalten? Gibt es also einen Grund der keinen Stress verursacht, den Gedanken weiterhin zu denken?

Nein. Wenn ich das denke bin ich eigentlich immer gestresst. Der Gedanke dahinter, dass ich diese Rücksichtslosigkeit doof finde, stresst mich immer. Es gibt also keinen Grund, der nicht stresst.

Oder ich formuliere es noch mal so: Mein Hauptpunkt, daran festzuhalten, ist ja Eigentlich sollte ich diese Rücksichtslosigkeit nicht einfach so durchgehen lassen”. Aber wenn ich darüber nachdenke, was das alles für Konsequenzen hätte, wenn ich wirklich aktiv dagegen vorgehen würde, dann sehe ich nur Stress.

Also, sowohl der Gedanke an sich bedeutet Stress als auch die möglichen Konsequenzen für Dein Verhalten? Das klingt nach Stress auf der ganzen Linie.

Ja, das kann man wohl so sagen. Mein einziger Grund, warum ich denke Wieder so ein rücksichtsloser Fremdparker”, ist ja, dass ich das nicht gutheiße und denke, man sollte das nicht einfach so durchgehen lassen. Das heißt, der einzige wichtige Grund dafür, diesen Gedanken festzuhalten, verursacht bei mir eine Menge Stress.

Das ist eine wichtige Erkenntnis. Es gibt also keinen stressfreien Grund, an dem Gedanken festzuhalten. Dann gehen wir weiter zur nächsten Frage, okay?

Ja.

Wer wärst Du ohne den Gedanken? Stell Dir vor, wie Du im Büro sitzt und nach unten auf die Parkplätze schaust. Und dort steht so ein Fremdparker. Und Du würdest den Gedanken: „Wieder so ein rücksichtsloser Fremdparker” nicht denken …

Ich wäre viel gelassener ohne diesen Gedanken. Und ich würde mich sicherlich auch weniger spießig” fühlen. Auf der anderen Seite wäre ich aber auch jemand, der das mit sich machen lässt.

Du wärest also einerseits gelassener und gefühlt weniger spießig. Aber Du würdest auch denken, Du wärst jemand, der das mit sich machen lässt.

Genau.

Dieses „gelassener“ klingt, als würdest Du Dich ganz gut damit fühlen, richtig?

Ja, es wäre eigentlich ganz angenehm, wenn man so eine kleine Sache nicht gleich als Angriff verstehen würde.

Und dieses andere: Du wärst jemand, der das mit sich machen lässt, klingt so, als wäre es etwas unangenehm, sehe ich das richtig?

Ja, weil ich dann jemand wäre, der nicht für seine Rechte und seine Grenzen einsteht.

Hmm, könnte das dann vielleicht ein Thema für einen neuen Durchgang sein?

Ja, vielleicht.

Das ist toll, weil Du so immer mehr Frust loswerden kannst. Aber jetzt sind wir mit den ersten drei Schritten zu diesem Gedanken schon durch. Jetzt kommt erstmal nur noch ein Fazit. Das ist wichtig, weil Du dann auch beim nächsten Fremdparker gleich präsenter hast, was Du hier gedacht hast.

Okay, das klingt logisch.

Wenn du jetzt auf die Fragen zurück schaust, die Du Dir vorhin selbst beantwortet hast… Was war Dir am wichtigsten, was möchtest Du für ein Fazit kurz festhalten, um es später schnell wieder erinnern zu können?

Also, ich fühle mich offenbar angegriffen, wenn Leute rücksichtslos sind. Aber mein Gedanke Wieder so ein rücksichtsloser Fremdparker” ändert nichts an der Situation und wird auch in Zukunft daran nichts ändern, dass Leute hier fremdparken. Weil der Gedanke also nichts ändert, ist er eigentlich überflüssig. Es gibt keinen stressfreien Grund, daran festzuhalten.
Ich wäre gelassener und würde mich nicht so spießig fühlen, wenn ich den Gedanken nicht mehr denken würde. Ich würde es aber irgendwie als etwas feige empfinden, gar nicht zu reagieren.

Diese Gefühle sind gute Ansatzpunkte für noch einen weiteren Durchgang mit dieser Methode.
Okay, danke Mathias für das Interview.

Gerne doch ;-)

————

In diesem Interview sind wir zusammen die ersten drei Schritte dieser Methode durchgegangen. Und ich muss sagen, ich habe einige wichtige Erkenntnisse über mein Denken in dieser Situation gewonnen. Vielleicht konnten Sie ja rauslesen, wie sehr mich diese Situation manchmal ärgert … Aber: Mein Ärger bringt mir eigentlich nichts. Eine weitere wichtige Erkenntnis für mich: Wenn ich jetzt anfangen würde, jedem Fremdparker einen Zettel ans Auto zu machen, würde das vermutlich auch nichts an der Situation ändern.

Durch die Arbeit mit dieser Methode hat sich mein Denken über die Parkplatzsituation inzwischen schon ein bisschen verändert. Wenn ich meine Gedanken noch ein paar mal mehr mit diesen drei Schritten bearbeite, kann ich meine ärgerlichen Gedanken zu dieser Situation sogar noch weiter verringern. Und das Schöne daran ist: Wirklich großen Aufwand kostet mich das nicht. Wichtig ist, dass ich diese drei Schritte auch wirklich regelmäßig auf meinen Ärger anwende. Und ich mache das in vielen Situationen schon systematisch, weil ich gemerkt habe, dass mir die Methode hilft.

————

Noch ein kleiner Nachtrag von unserer Seite zu einzelnen Kommentaren:

Ja richtig, man kann natürlich einiges tun, damit der Parkplatz nicht mehr so zugeparkt wird (wobei das ja auch immer unterschiedliche Fremdparker sind). Bei dieser Methode geht es aber vor allem darum mit seinen Gefühlen besser zurecht zu kommen und sich selbst emotional ein wenig runterzufahren, damit man wieder handlungsfähig ist. In diesem Falle: Nicht wutentbrannt einen Streit mit Nachbarn vom Zaun zu brechen, sondern sich so beruhigen, dass ein konstruktives Gespräch möglich ist. ;-)

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Kommentare

  • Ich finde die Methode nicht schlecht, man ändert sein Denken und ärgert sich dann nicht mehr über die Fremdparker. Jetzt muss man nur noch den Kunden, die sich darüber ärgern, dass sie keinen keinen Parkplatz finden, weil die von Fremdparkern zugeparkt sind, die gleiche Methode beibringen, dann sind alle zufrieden :-)

  • The work scheint mir etwas zu sein, was man tatsächlich systematisch erlernen sollte; für “mal eben so drüberlesen und draufhaben” erscheint es mir auf den ersten Blick zu kompliziert. Die Idee mit dem Kurs finde ich daher sehr sinnvoll.

  • Ich finde das Beispiel sehr gelungen. Denn genau an Situationen, in denen man sich hilflos den Grenzüberschreitungen anderer ausgesetzt fühlt, kann man am besten verdeutlichen, wie sehr solche Methoden helfen können. Dazu hätte hier nun allerdings der zweite Teil gefehlt, in dem die Klienten genau das bearbeitet.

    Das Ergebnis ist nämlich oft, dass man
    1. ganz anders mit solchen Überschreitungen umgehen kann: Man kann anderen die Grenzen in aller Ruhe und Sachlichkeit zeigen und ist damit deutlich erfolgreicher.
    2. Andere fühlen sich durch das neue Selbstbewusstsein gar nicht mehr zu Grenzüberschreitungen eingeladen. D.h., solche Situationen werden deutlich weniger häufig vorkommen.
    3. Durch neu gewonnene Ruhe finden sich ganz andere, interessante, vorher nicht gesehene Lösungen, mit denen man z.B. die Parkplätze besser reservieren kann.

    Viele Grüße und Danke für das “The Work”-Beispiel!

  • Das ist ja lustig! Das Problem mit den Falschparkern hatte ich auch mal (in meiner Auffahrt). Und es hat mich geärgert!

    Also habe ich ein paar mal einen Zettel ans Auto gemacht, auf dem ich in FREUNDLICH darauf hingewiesen habe, dass falsch geparkt wird und ich das nächste Mal abschleppen bzw. umsetzen werden lasse, und weiterhin noch einen schönen Tag gewünscht. Nicht nur, dass ich mich damit besser gefühlt habe, in kürzester Zeit hatte sich auch das Problem erledigt. Womit ich übrigens gar nicht gerechnet hatte. Insofern kann ich mich in dem Beispiel nicht finden.

    Wenn ich mich ärgere, dann überlege ich, ob ich was tun kann, oder es hinnehmen will. Dann habe ich mich entschieden und gut ist.

    Z.B. in der Schlange stehen, wer sagt mir denn, dass ich in der Schlange stehen muss? Ich muss nicht! Wenn ich etwas kaufen will und wenn das jetzt und hier sein muss, dass stehe ich dafür eben an. Ich kann dann das Beste aus der Situation machen, z.B. währenddessen eine Zeitung lesen. Wenn ich gar nicht unbedingt einkaufen muss/will, kann ich aus der Situation gehen und kaufe an einem anderen Tag ein.

    Ansonsten denke ich, wer sehr streng mit sich selbst ist, ist es auch mit anderen. Das wäre mein Ansatz, statt meine Gefühle “wegzureden”.

    Und ich denke, dass Ärger auch einfach mal so richtig HB-Männchen-mäßig raus darf. Kann zwar peinlich werden, aber tut auch mal gut.

    Grüße

  • Es ist sehr schwierig, für diese Technik passende Beispiele zu finden und es ist auch sehr situationsabhängig. Das Beispiel von Cornelia, bzw aus Katie Byrons Buch kann auch anders laufen, wenn die Bedienung nach der Aussage “das habe ich nicht bestellt” sofort in die Defensive geht und anbietet, den Fehler schnellstmöglich auszugleichen. Der Knackpunkt ist meiner Meinung nach, in der ersten Stufe völlig wertfrei, objektiv und emotionslos in die Situation reinzugehen und sehen, wie sie sich entwickelt.
    Wie war dsa im letzten Beitrag mit der Gedankeseifenblase?
    Die Wirklichkeit annehmen – belastende Gedanken loslassen.

  • Ich denke die Gratwanderung dabei ist tatsächlich einerseits Grenzen setzen zu müssen und andrerseits auch eine gewisse Gelassenheit zu bewahren und Dinge vielleicht einfach nicht zu verbissen zu sehen. Aber dazu gehört auch die Entscheidung so autark zu sein, dass man in der Gesellschaft bei Gelassenheit als dumm, naiv und wenig durchsetzungsfähig gelten kann. Oft also einfach unterschätzt wird, wenn man nicht ebenso den von Birgit erwähnten Punkt 2 (Ohne Aggression überlegen/entscheiden/handeln, so dass zukünftige Momente besser sein werden) berücksichtigt.
    Aber ich persönlich finde es auch besonders schwierig zu handeln, wenn nicht ein gewisser “Leidensdruck” = z.B. Ärger vorhanden ist. Da ist mein “innerer Schweinehund” oft zu bequem. Allen alles Gute und eine Welt in der einfach jeder sich bemüht die Grenzen des anderen nicht zu überschreiten…dann bleibt vielleicht auch der persönliche Ärger in Maßen :-)

  • Einfaches Beispiel aber hoch interessanter Beitrag und auch tolle Kommentare. Danke dafür.
    Rosemarie
    Genau, wie Byron Katie es meint…wenn wir loslassen unsere Gefühle (die aus der Vergangenheit kommen) können wir für die volle Gegenwart present sein, wo unser (einziger) Punkt der Möglichkeit, Handelsfähigkeit liegt..
    dann geht es oft gut weiter..Lösungen, Möglichkeiten machen sich auf..
    so ungefähr müsste es gehen, aber das Loslassen oh ja wir sind ja so süchtig, negativ zu sein..Rose

  • Dummes Beispiel, hinter dem die dumme Einstellung steht, man sei ein Spießer, wenn man anderen Unrecht durchgehen lässt.

  • der beitrag ist wie immer interessant. die kommentare geben noch richtig futter dazu. eine grenzauslotung des themas. es gibt nie nur eine wahrheit und das hat alles platz hier. sehr schön.

  • Hallo
    was mir aufgefallen ist, ist die Tatsaache, daß hinter der Akzeptanz dessen, was da ist, die Liebe steht.
    Aus Liebe etwas zu verstehen und dulden – weil wir alle Fehler machen und Schwächen haben und in Streß geratten – ist großartig, und wir fühlen uns sau wohl.

    Wir wollen eigentlich lieber Liebe empfinden als Ärger, oder?

    Wenn wir uns aber ärgern, dann geschieht es unbewußt und hat zur Folge, daß wir ein unangenehmes Gefühl fühlen, welches uns die die Kraft raubt. Manchmal werden wir sogar dadurch krank.

    Wir wollen uns also nicht ärgern. Wir ärgern uns nicht, wenn wir den Satz überprüfen und feststellen, daß er gar nicht wirklich wahr ist.
    Und wir ärgern uns nicht, wenn wir uns und die anderen mit ihren Schwächen und Fehlern lieben und verstehen.

  • Mich persönlich würde nicht die Rücksichtslosigkeit stressen, sondern die Tatsache bzw. der Gedanke, mir einen anderen Parkplatz suchen zu müssen, ich weiter zu laufen und ggfs. zu schleppen hätte, mehr Zeit bräuchte und im schlimmsten Fall regnet es auch noch. So, ich wüsste jetzt nicht, wie mir “The Work” zu mehr Gelassenheit verhelfen könnte. Aber ansonsten wie immer ein sehr interessanter Beitrag.

  • Also ich finde das Loslassen hat ja auch immer so seine ganz eigene Energie. Denn lässt man los – in diesem Fall seinen Ärger und richtet seine Aufmerksamkeit auf andere Dinge, dann erlebt man häufig, dass sich die Dinge irgendwie von selbst erledigen indem es einem z.B. tatsächlich egal ist, ob da jemand parkt oder nicht oder ob sogar der Falschparker sich überhaupt nicht mehr blicken lässt. Das Loslassen ist also nochmals so eine ganz eigene Energie mit der sich Umstände tatsächlich ändern lassen.

    Da fällt mir der passende Spruch ein: “Alles worauf ich meine Aufmerksamkeit richte wird grösser” – im Guten wie im Schlechten trifft glaube ich auf diese Situation und viele andere Ärgerthemen sehr gut zu.

    Doch dieses “sich wehren sonst ändert sich ja nichts” hat auch was für sich – die Frage ist nur, auf welche Art und Weise sich man wehrt, oder? Also “wehre” ich mich so wie im Fall von Matthias indem ich meine Einstellung ändere und dies hat dann Folgen für die Umwelt und ganz besonders natürlich für einen selbst. Es ist also in diesem Fall das “etwas sanftere Wehren” eben mit Mitteln, die für den anderen nicht sichtbar sind jedoch grosse Auswirkungen haben können.

    So kann man es vielleicht auch betrachten.

    Viele Grüsse, Eveline

  • Sehr interessanter Beitrag. Ich bin auch immer froh, wenn ich mich mehr so fühlen und verhalten kann, wie ich es eigentlich gern möchte. Das The Work-Interview scheint ein guter Weg zu sein.

    Interessant auch die Kommentare, in denen weiter zum Kampf aufgerufen wird. Auch diese Seite kenne ich in mir. Nur habe ich mir mit Kampf schon oft selbst geschadet. Es ist ja deutlich geworden: Das alles bringt mir nur noch mehr Stress und Ärger. Ich stärke also das, was ich eigentlich nicht will. Die eine oder andere Situation mag das rechtfertigen, aber bei weitem nicht jedes Ärgernis ist das wert! Zumal der Ärger ja oft eh völlig unverhältnismässig hoch ist. Ich kann mich selbst extra nochmal ans Fenster gehen sehen, nur um den Ärger wieder aufflammen zu lassen, anstatt mich auf meine Arbeit zu konzentrieren.

    Dazu noch eine Anregung aus der Individualpsychologie (nach Alfred Adler): Wenn ich wissen will, was ich wirklich will, muss ich schauen, was ich tue (und was dann passiert). Dazu gehören auch die Gefühle, die ich produziere.
    Ich habe meine Gefühle, weil ich sie (unbewusst) haben WILL. Es gibt also immer einen Gewinn, selbst wenn ich mir mit meinem Gefühl (Ärger, Stress) gleichzeitig schade.
    Was könnte das in der Fremdparkersituation sein?
    Ich fühle mich also angegriffen und vielleicht auch etwas unterlegen, weil meine Rechte eingeschränkt werden, ohne dass ich etwas dagegen zu tun weiß. Wir Menschen wollen uns nicht unterlegen fühlen, das haben wir meist in der Kindheit genug gehabt und wollen das unbedingt vermeiden. Eine häufige Lösung ist: Ich gehe in die Überlegenheit. Ich könnte z.B. dem anderen den Reifen zerstechen (oder ihm zumindest einen Zettel ans Auto tun, der ihn ärgert oder verschreckt). Oder ich kann auch einfach in die moralische Überlegenheit gehen, denn der andere ist ja rücksichtslos und im Unrecht, ich dagegen bin im Recht und somit wenigstens moralisch besser (bzw. überlegen).
    Diese Lösung, in die (moralische) Überlegenheit zu gehen, ist natürlich eine Scheinlösung, denn die Wippe bleibt in Bewegung und ich werde mich bald auch wieder unten finden. Dann geht der Kampf um Überlegenheit von vorn los.
    Anders ist es, wenn ich Gleichwertigkeit mit anderen anstrebe. Und das geht mit Sicherheit besser (bzw. nur!), wenn ich bewusst das Ruder in die Hand nehme und meine Gedanken und Gefühle steuern lerne. Und wenn ich lerne, meinen eigenen Wert nicht mehr vom Verhalten anderer abhängig zu machen.
    Also danke für das anregende Interview!

    • Sylvia

      Hallo Cornelia,

      mit großem Interesse lese ich die Kommentare.

      Der Gedanke mit dem “eigenen Wert”, den man viel zu oft von dem Verhalten anderer abhängig macht, ist es wert eingerahmt zu werden. Es gibt so viele Poesie-Sprüche, die wenig hilfreich sind, aber leider wird der “Selbstwert” doch meistens in so heiklen oder heftigen Situationen völlig missachtet.

      Während mich das Parkplatzthema weniger tangiert, transferiere ich Deinen Hinweis in meine private Sphäre und stelle fest, dass ich nun einen “AHA”-Effekt gefunden habe, mich in kritischen Situationen nicht mehr provozieren zu lassen.

      Genau so ist es auch in jeder anderen Szene möglich, aggressive Reaktionen – einfach auszuschalten.

      Ich nehme ab sofort das Ruder in die Hand, um so die eigenen Gedanken und Gefühle zu steuern,das ist sehr bildhaft aber hilfreich. Dankeschön!

  • Meines Erachtens ist Ärger immer ein Indiz für Grenzüberschreitung. Es ärgert mich, dass jemand meine Grenzen rücksichtslos überschreitet. Wichtig ist, nicht beim Ärger stehen zu bleiben, sondern proaktiv zu werden. Nicht mit Ärger zu reagieren, aber aktiv zu überlegen, wie ich meine Grenzen schützen kann und diese kommunizieren. Dadurch erlebe ich weniger anhaltenden Ärger, weil ich das Gefühl von Kontrolle über mein Leben nicht verliere sondern erhalten kann. In diesem Falle würde ich die Polizei anrufen, welche den Falschparkern einfach eine Busse austeilt. Das ist mir selbst auch schon passiert und ist sehr heilsam.

    • Birgit

      Ich habe in meinem Leben schon große Fortschritte mit „The Work“ von Byron Katie erreicht und ärgere mich nur noch wenig. Selbstverständlich ziehe ich aber Grenzen und schaue, dass mein zukünftiges Erleben eher so sein wird, wie ich es mir wünsche. Das ist kein Widerspruch!

      Daher ist es mir wichtig, eine Sache klar zu stellen: Byron Katie ist nicht grundsätzlich dagegen, sich zu wehren! Im Gegenteil, sie zieht klare und oft sogar recht harte Grenzen und empfiehlt dies auch ihren Klienten. Das zeigen etliche Beispiele in ihren Büchern, Videos und Interviews.

      In Byron Katie’s „The Work“ sollten wir zwei Dinge klar auseinanderhalten:

      1.
      Den jetzigen Moment annehmen wie er ist, dass z. B. jetzt, in diesem Moment, gerade ein Auto auf Mathias’ Parkplatz steht. Gegen das anzukämpfen, was *jetzt* ist, nützt ja nichts. Es ist ja jetzt gerade so.

      2.
      Dafür zu sorgen, dass *zukünftige* Momente eher so sein werden, wie Mathias sich das wünscht.

      Dadurch dass Mathias im *jetzigen* Moment keine Aggression hat (Punkt 1), kann er klarer denken, um eine gute Lösung für die *Zukunft* zu finden (Punkt 2).

      Der Gedanke, mit dem hier in Punkt 1 bei Byron Katie typischerweise gearbeitet wird, lautet:
      „Das Auto soll nicht auf meinem Parkplatz stehen!“
      Und es kommt eventuell durch Fragen und Umkehrungen heraus, doch, im Moment soll es da stehen! Warum? Weil es das tut. Weil der jetzige Moment eben so ist, wie er ist. (Und in einer halben Stunde hat es vielleicht schon der Abschleppdienst abgeschleppt, falls Mathias sich ohne Aggression für diese Lösung entscheidet — aber das gehört zu Punkt 2 und ist absolut unabhängig von Punkt 1!)

      Ein Beispiel aus Byron Katies Buch „Loving What Is“ beschreibt die Situation, dass Katie in einem Restaurant auf ihr Essen wartet. Das Essen kommt, doch es ist ein anderes als das, welches sie bestellt hat. Sie nimmt die Situation 100% so an wie sie ist (sie hat ein Essen bekommen, welches sie nicht bestellt hat, also Punkt 1). Sie ärgert sich überhaupt nicht. Daher kann sie freundlich zum Kellner sagen (Punkt 2): „Das habe ich nicht bestellt. Ist es Ihnen möglich, mir in den nächsten 10 Minuten das zu bringen, was ich bestellt habe? Wenn ja, bleibe ich. Wenn nein, muss ich jetzt gehen und mir ein anderes Restaurant suchen.“

      Also:
      Punkt 1: den jetzigen Moment so annehmen, wie er ist. Das ist energiesparend und viel angenehmer. Und es ermöglicht mehr Besonnenheit und Energie für Punkt 2.
      Punkt 2: Ohne Aggression überlegen/entscheiden/handeln, so dass zukünftige Momente besser sein werden.

  • Mich stresst das Beispiel nicht, weil ich nicht mal ein Auto habe :-).
    Einen Falschparker abschleppen lassen, wird also ziemlich teuer. Aber damit drohen ist eventuell doch auch schon genug? Zum Biespiel ein huebscher Zettel oder eine bunte Karte mit: Pass auf, ich koentte dich abschleppen lassen, wenn du hier parkst

  • “What did you choose
    as your actual Now?”

    Am einfachsten ist es, meine aktuellen Gefühle zu (je)der Situation SEIN zu lassen, indem ich sie in “Besitz” nehme. Damit ist der Parkplatz zwar (noch) nicht frei, aber mein Ärger – den ich ausschließlich aus mir selbst heraus produziere – ist sofort weg. Damit ist der Weg frei, ein neues Jetzt zu wählen (z.B. daß der Parkplatz immer frei ist, wenn ich komme).

    Schönes Thema, vielen Dank dafür. Grüße & Segen *INGO* :-)

  • Die praktische Lösung ist nicht das, worauf es hinausläuft beim Autor. Es ist das gedankliche Loslassen. Das ist seine Lösung.

  • Sehr interessant, sowohl das gewählte Beispiel, als auch die Kommentare.

    Der Ansatz des “gelassener Denkens” ist mit Sicherheit sehr hilfreich. Und entspricht auch meiner Überzeugung.

    Aber um bei diesem Beispiel zu bleiben: Was ist das Fazit? Ganz praktisch?

    Irgendwie beschleicht mich das Gefühl, das die Geschichte in der Hälfte endet.

    Erst kürzlich gab es hier einen Beitrag zu lesen über persönliche Grenzen, und wie schützenswert diese sind. (Thema Selbstwert)

    Also wäre meine Frage an den Autor: Wie sieht die praktische Lösung seiner Situation aus? Was ist das Fazit?

    Wäre sehr erfreut, dazu etwas lesen zu können.

  • Ich denke, dass hier einfach ein blödes Beispiel genommen wurde.
    Wenn man dieses Interview mit der Ausgangslage
    “Schon wieder eine rote Ampel” oder “Immer stehe ich an der längsten Schlange beim Einkaufen” gemacht hätte, wäre es sinnvoller gewesen.
    Ich würde keinem Menschen erzählen, er soll mal gelassen zu gucken, wie sein privater Parkplatz zugeparkt wird.
    Der findet sich dann wieder im nächsten Kurs “Wie lerne ich, auch mal “nein” zu sagen”.

  • Mathias, du machst eine tolle Arbeit. Authentisch, stilvoll und klar. Durchgaengig informativ ohne Schnickschnack. Danke!

  • Mir fällt es schwer, diese gedanklichen Übungen als eine Lösung zu betrachten. Es ändert sich ja nichts, und ich würde nicht einsehen, etwas zu bezahlen, was ein anderer benutzt. Nicht auf Dauer.

    So ist das auch auf Anderes übertragbar: Wenn langfristig Grenzen übertreten werden, dann wünsche ich mir nicht, dass mich das nicht mehr stört. Sondern dass ich eine kreative Lösung für ein Gespräch mit dem Störer o.ä. finde.

    Übrigens habe ich mir sagen lassen, dass heutzutage so viel “gekifft” wird – weil einen dann nichts mehr stört. Eine ehemalige Heroinabhängige sagte mir dasselbe.

    Nur mal so, als Denkanstoß.

    Kann “es stört mich nicht mehr” eine Idee sein, die einen immer weiterbringt?

    Ich finde es wesentlich besser und entspannender, auch Selbstbewußtsein gebender, mich adäquat für seine eigenen Belange einsetzen zu können.

  • diesmal bin ich mit dem artikel keineswegs einverstanden; er kommt rüber, als sollte man sich mit ungerechtigkeiten abfinden, gelassen darüber hinwegsehen.

    in dem beschriebenen fall ärgert mich die rücksichtslosigkeit ganz allgemein, für mich geht es um gerechtigkeit,verantwortlichikeit,ehrlichkeit und dass es wieder mehr erziehung zu rücksichtnahme und achtsamkeit geben sollte.

    es gibt, wie in oetingers angegebenem gebet dinge, die ich wirklich nciht ändern kann, aber auch die aufforderung, mut zu beweisen, wenn es andem ist.

    so ärgerten mich früher schüler im bus, die gar nciht daran dachten, mir platz mit meinen gehhilfen zu machen, auch wenn es nur ein belegter sitz mit dem rucksack war. inzwischen bin ich selbstbewusster und spreche die jugendlichen an.

    es gilt immer, prioritäten zu setzen; es gibt natürlich menschen, wie herr hörstmann schildert, die auf einen parkplatz, kann auch anderes sein, pochen, wozu sie kein recht haben, es geht immer um verhältnismäßigkeit, auch machtstreben. und da sollte erziehung wieder mehr ansetzen, nicht auf ellenbogenmentalität mit haken.

    mögen wir alle lernen, mehr auf den nächsten zu achten, seine bedürfnisse wahrzunehmen.

    allen einen erholsamen, aufbauenden sonntag.

  • Meine lebenslane Erfahrung zum Umgang mit solchen Situationen ist, die Sache mit Humor anzugehen.

    Egal um welches Thema es sich handelt, mit einem (ehrlichen) Lächeln kann man alles sagen und jede Kritik anbringen.
    Oft eignet sich ein Lachen noch besser, der Andere verliert nicht sein Gesicht sondern erkennt das eigene Fehlverhalten oder die eigentlich lächerliche Situation und kann in das Lachen einstimmen, weil ich ihn nicht zur Verteidigung zwinge.

    Es hilft nicht immer aber sehr oft.

    In diesem speziellen Fall ist es ja auch so, dass der Falschparker vermutlich doch weiss, dass er im Unrecht ist, und es möglicherweise anerkennt, dass er “wohlwollend” darauf hingewiesen wird.

    Vorschlag: die Parkplatzkennzeichnung ändern oder ergänzen.
    Ein smiley hinzufügen oder gross das Wort “Bitte” (auch wenn es eigentlich mein Recht ist). “BITTE sucht Euch einen anderen Parkplatz” oder “Bevor Sie hier parken, versetzen Sie sich bitte in meine Lage”.

    In dieser Zeit sind die Menschen oft dankbar für ein freundliches Wort oder für eine kleine großzügige Geste.
    Sie lenken eher ein oder denken “stimmt ja eigentlich”.

    So stehe ich trotzdem für meine Überzeugungen ein und mir selbst geht es auch wesentlich besser dabei….

  • Über Parkplätze oder falschparken kann ich nicht mitreden, da ich leider keinen Führerschein besitze. Aber ich finde, man sollte ruhig einmal “mit der Faust auf den Tisch hauen”, wenn einem etwas nicht passt. Auch, wenn diese Handlung den anderen verärgert oder missstimmt. Auch Erfahrung weiss ich, dass man sich damit keine Freunde macht. Wer immer nur “leise” vor sich herschimpft, der wird nie erreichen, dass sich irgendetwas in seinem Umfeld ändert. Aber dass ist doch das, was zählt, oder?

    • Marion

      Zu diesem Thema fällt mir gerade ein Spruch ein,
      keine Ahnung, von wem er stammt:

      Gib mir die Gelassenheit,
      Dinge hinzunehmen, die ich nicht ändern kann.
      Den Mut,
      Dinge zu ändern, die ich ändern kann
      und die Weisheit,
      das Eine vom Anderen zu unterscheiden.

      Wenn dieses Unterscheiden doch nur so einfach wäre … :)

  • Stell Dir nur einmal vor, der Fremdparker kann kein Deutsch lesen, was dann?

    Im übrigen ist mir das mit dem Parken in zwei Versionen noch in Erinnerung. Die Parkplatze waren aber immer ohne Kennzeichnung, das muss ich vorausschicken. 1. Fall: großer Firmenplarkplatz, ich hatte und habe immer noch die Angwohnheit mich nicht immer wieder auf denselben Parkplatz zu setzen. Parker auf diesem Parkplatz haben mich aber nie angesprochen, wenn ich auf deren Gewohnheits-Parkplatz stand. 2. Fall: Parkplatz meines neuen Arbeitgebers. Ich stand am zweiten oder dritten Tag auf dem nicht gekennzeichneten Gewohnheitsparkplatz eines Management-Angehörigen. Der stellte seinen Wagen quer vor meinen, so daß ich bei einer dringenden Fahrt nicht herauskonnte. Ich ging zum Pförtner und fragte, wem der Wagen gehörte. “Ja, Herr Soundso” Ich hoch in seinem Zimmer und fing – ohne Kenntnis davon zu haben, daß er ein “höheres Tier” war – mit ihm an zu schimpfen. “Ich bitte sie, Herr Soundso, ihren Wagen sofort wegzusetzen, ich muss zu einer dringenden Fahrt raus können”. Hat er gemacht und nichts gesagt. Später einmal – so nach 2 Jahren – hörte ich von einem Kollegen, daß HERR Soundso mal über mich äußerte “Der Hörstmann, das ist einer, mit dem man am besten über alles reden kann”. Kompliment aus seinem Mund und wir haben uns in diesen Jahren sowieso gut verstanden. Tolle Reaktion, oder?

  • Es gibt sicherlich Dinge, die man nicht ändern kann und wo Gelassenheit weiterhilft. Wenn aber jemand ganz offensichtlich meine Rechte mit Füßen tritt, bin ich dafür eine Grenze zu ziehen. Zumal dann, wenn es immer wieder zu solchen Grenzüberschreitungen kommt.
    Man kann also – wie oben geschrieben – einen Abschleppdienst rufen. Man kann den Parkplatz evtl. mit einer Vorrichtung vor Fremdparkern sichern. Man kann das Nummernschild notieren und mal schauen, ob es immer derselbe Typ ist. Und falls dies der Fall ist einfach mal einen netten Brief an ihn schreiben und ihn bitten dies in Zukunft zu unterlassen, wenn er nicht eine strafbewehrte Unterlassungsverfügung gegen sich erwirkt bekommen möchte.
    Man kann natürlich auch das Recht an dem Parkplatz einfach aufgeben, ihn zum Allgemeingebrauch freigeben und weiter dafür zahlen, dass andere dort parken…

    • Heide Decurtins

      WER IST “MAN” ???????
      WIe wäre es, diese Bezeichnung in “ICH” zu wandeln. MAN – wer ist das ? Ich lese immer in Beiträgen “man” – dies ist eine Bezeichnung, die nicht klar definiert und für mich nicht die eigene Meinung darstellt. Wenn ich “ICH” sage, übernehme ich Verantwortung für meine Aussage – mit “MAN” – ist es für mich “nichtssagend”.

  • Schau aus dem Fenster. Du denkst nicht mehr “was für ein rücksichtsloser Fremdparker”, weil du ja THE WORK betreibst. Ruf den Abschleppdienst an. Der Fremdparker bemerkt dann seinen Irrtum, hier parken zu können, weil da sowieso niemand etwas dagegen hat. Er sagt es vielleicht auch anderen weiter: “He, da würde ich nicht parken, die schleppen tatsächlich ab!” Und nach einiger Zeit hast du deinen eigenen Parkplatz dann wirklich für dich…

    • Bertram Schaier

      Vorsicht! Abschleppdienst zahlt der Auftraggeber, nicht der Falschparker!Die Kosten einzuklagen kostet Zeit, bringt noch mehr Ärger und die Aussicht auf Erfolg ist gering. Uns so kommen noch Gerichts- und evtl. Anwaltskosten dazu.

    • Cassi

      Das sind in der Regel die Damen mittleren Alters, die immer am Fenster hängen und ihre Lebensaufgabe darin sehen, andere Menschen zu disziplinieren. Wer hat das nötig?

 

Ralf Senftleben

Hallo! Schön, dass du da bist!

Ich bin Ralf und das hier ist meine Seite, Zeit zu leben. Seit 1998 schreibe und forsche ich darüber, wie wir unser Leben selbstbestimmt, kraftvoll und bewusst leben können. Wie wir herausfinden, was wir für unsere Zufriedenheit brauchen, und wie wir erreichen, was wir uns wünschen.

Aktuell lesen über 125.000 Menschen meinen wöchentlichen Newsletter, und rund 150.000 Menschen haben an meinen Selbstlernkursen und Online-Coachings teilgenommen.

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