Der beste Tee

Die 11 wirkungsvollsten Selbstcoaching-Methoden: Das Selbstcoaching-Programm

Es war eine Gruppe älterer Herren in Japan. Die Männer trafen sich regelmäßig, um untereinander Neuigkeiten auszutauschen und vor allem um gemeinsam eine gute Tasse Tee zu trinken.

Sie hatten alle große Freude daran, besonders teure Teesorten ausfindig zu machen und neue Mischungen zu kreieren, die ihrem Gaumen schmeichelten.

Als das älteste Mitglied der Gruppe an der Reihe war, die anderen zu bewirten, servierte er den Tee mit der ausgesuchtesten Zeremonie und verteilte die Teeblätter aus einem goldenen Gefäß. Alle Männer waren voll des Lobes und wollten wissen, wie er diese hervorragende Mischung zusammengestellt hatte.

Der alte Mann lächelte und sagte: “Meine Herren, den Tee, den Sie so köstlich finden, trinken die Bauern auf meiner Farm. Die besten Dinge im Leben sind oft weder teuer noch schwer zu finden.”

(aus: Anthony de Mello:  Wer bringt das Pferd zum Fliegen?,
leicht geändert)

 

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Kommentare

  • Es kommt m.E. nicht darauf an, WAS serviert wird, sondern WIE. Was nützt die -manchmal scheinbare- beste Qualität. wenn die einzige Qualität darin besteht, sich damit besonders hervortun zu und andere übertrumpfen zu wollen? Zelebrierte Zeremonien, Rituale MIT oder FÜR andere/n teilt doch mit: ich bin es mir und Ihr seid es WERT, daß ich mir Zeit nehme um etwas zuzubereiten in einer zB ruhig-schönen Umgebung mit mir kostbar gewordenen Kleinodien – darin liegt m.E ein unendlich liebevoller, achtsam großer (Heil-) Wert, der in unserer “höher-schneller-erster-bester-Welt” weitestgehend verloren gegangen ist und leider – wie so vieles – nicht mehr vermittelt wird. Die Welt ist vollgestopft mit allem Möglichen – und doch sie ist LEER geworden; leer und oberflächlich.
    Herzlichen Dank für Eure Einladung zum Tee – ich komme gerne wieder!

  • Genauso sehe ich das auch: Gelungenes Marketing

    = teure Verpackung
    = Ritual der Verkostung
    = “Bauchkitzeln” (aufwerten) der Zielgruppe
    = Image des Anbietenden
    usw. usf.

    => Suggestion, Manipulation

  • Die Geschichte kann auch anders interpretiert werden:
    Aus der Geschichte geht nicht hervor, wie gut der Tee wirklich war. Es könnte sein, dass es ein ganz gewöhnlich schmeckender Tee war und sich die Männer von der Zeremonie und den goldenen Gefäß haben irre leiten lassen. Das Auge und das “Drumrum” isst und trinkt mit. :-)

  • Genauso sehe ich das auch,ich bin ganz bei Dir Heide-Rose wir entziehen uns schon fast ein Jahr dem Konsumzwang,und es ist unglaublich wie befreiend es ist wirklich nur das zu kaufen was nötig ist.
    Und unsere Mülltonne ist fast leer.Mein Pfefferminztee steht im Topf und ich lächle jedesmal wenn ich mir Blätter abzupfe,und daran denke das andere Menschen Ihren ollen Teebeutel jetzt ins Teeglas hängen.

    • Heide-Rose .Decurtins

      Liebe Monika – danke !!
      Ich habe mir angewöhnt bei jedem EInkauf – sei es was es will – mich selbst zu fragen: brauch ich das, will ich das wirklich – ist das nötig ?
      Und seitdem geht es mir wie Dir – mein Abfall ist total geschrumpft!
      Also – weiter so !!!

  • Und fürs Marketing wird viel Zeit und Geld investiert – damit die Konsumenten auf die tollen Marketingstrategien reinfallen, und wir fallen trotzdem darauf rein. Eigentlich wäre alles so einfach ! Vielleicht erinnern wir uns wieder in aller Achtsamkeit, dass wir gar nicht so viel benötigen, wie man uns vermeint – aufdrängen zu müssen !

    • Rainer Riesner

      dazu fällt mir immer die Definition von Lebensstandard ein, die ich mal irgendwo aufgeschnappt habe: Lebensstandard ist:

      Dinge zu kaufen, die man sich eigentlich nicht leisten kann, die man
      auch nicht braucht, um Leute zu ärgern, die man nicht leiden kann!

  • Sehr schöner Artikel und immer wieder angenehm daran erinnert zu werden: Geld ist nicht alles! (auch wenn es in der heutigen Gesellschaft oft propagiert wird und viele Leute auch danach leben).

  • Danke für diesen schönen Beitrag. Das Gute liegt oft näher als man denkt

    In diesem Sinne wünsche ich ein Stück Urlaub in Eurer Tasse Tee.

 

Ralf Senftleben

Hallo! Schön, dass du da bist!

Ich bin Ralf und das hier ist meine Seite, Zeit zu leben. Seit 1998 schreibe und forsche ich darüber, wie wir unser Leben selbstbestimmt, kraftvoll und bewusst leben können. Wie wir herausfinden, was wir für unsere Zufriedenheit brauchen, und wie wir erreichen, was wir uns wünschen.

Aktuell lesen über 125.000 Menschen meinen wöchentlichen Newsletter, und rund 150.000 Menschen haben an meinen Selbstlernkursen und Online-Coachings teilgenommen.

Mehr über uns und unsere Philosophie gibt es hier