Der Miesepeter

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Wie immer lief der Miesepeter missgelaunt durch die Straßen.

Alles ärgerte ihn – das Wetter, das Grau der Häuser, die unfreundlichen Mienen der anderen.

Da kam zufällig ein Lächeln vorbeigeflattert und da es gerade nichts Besseres zu tun hatte, hüpfte es dem Miesepeter mitten ins Gesicht und machte es sich dort gemütlich.

Der hatte das aber in seiner ganzen Muffigkeit gar nicht gemerkt und ging mit schlechter Laune weiter.

Als ihm nun andere Leute entgegenkamen, wurde er herzlich gegrüßt und alle schienen sich zu freuen, ihn zu sehen. Das verwunderte den Miesepeter sehr und gegen seinen Willen fühlte er sich schon etwas besser.

Immer mehr Leute winkten ihm lächelnd zu. An einem Blumenstand reichte man ihm eine Sonnenblume und wünschte ihm einen guten Tag.

Irgendwie wirkten nun die Häuser auch viel weniger grau, eigentlich sah der Marktplatz doch sogar sehr hübsch aus. Und der Himmel schien auch schon viel blauer zu sein — und da, war das nicht sogar die Sonne?

Als der Miesepeter nach Hause kam und seine Jacke auszog, sah er sich selbst im Dielenspiegel lächeln.

Und das fühlte sich gut an, richtig gut.

Von Tania Konnerth aus ihrem Buch Aus der Schatzkiste des Lebens

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Kommentare

  • Mich erinnert dieser Text an eine Geschichte, die ich mal im Zuge einer meiner früheren (besuchten) Weiterbildungen gelesen hatte:

    Zwei Hunde (ist nicht der Titel, der genaue Titel ist mir – leider – entfallen. Aber vielleicht kennt ja einer aus der ZZL-Gemeinde diesen, bzw. hat diesen Text und kann diesen nachtragen)

    Der erste Hund betrit einen über und über mit Spiegeln versehenen Saal. Er sieht sein Spiegelbild mehrfach, kriegt es mit der Angst, be-ginnt zu knurren etc. (was Hunde nunmal so machen, wenn sie sich ernsthaft bedroht fühlen). Sein Spiegelbild erwidert ihn.

    Panisch verlässt er mit der Erkenntnis, dass es nur böse Hunde gibt, den Saal.

    Kurze Zeit später kommt ein anderer (positiver eingestellter) Hund in den besagten Saal. Er sieht sein Spiegelbild, freut sich über seine (fak-tisch nicht vorhandene) Gesellschaft und wedelt mit dem Schwanz.

    Es kommt also immer auf die Einstellung (innere Haltung) von einem an, mit der man seinem (persönlichen) Umfeld begegnet.

    Auch ich bemühe mich mit meinen Mitmenschen immer um ein mög-lichst vernünftiges Miteinander. Man muss sie nicht zwingend lieben.

    Aber ein gewisser Respekt, Kontakt auf “Augenhöhe” und ein freundli-cher Gruß im Vorbeigehen, bzw. ungezwunger Plausch vor der (Haus-Eingangs-)Tür, im Treppenhaus oder über Balkonbrüstung/ Zaun erfor-dert nun wirklich nicht die Welt!

    Ein anderer – ebenso treffender – Spruch lautet (so oder so ähnlich): Die kürzeste Distanz zwischen zwei Menschen ist ein Lächeln.

    Wenn mich jemand Vorbeigehendes grüßt (auch wenn es vielleicht ei-ne Verwechslung sein kann), erwidere ich den Gruß – auch wenn ich die fragliche Person faktisch gar nicht (näher) kenne.

    Ich finde es einfach unhöflich, ein freundliches Lächeln/ freundlichen Gruß nicht zu erwidern. Denn ein solches Lächeln/ solcher Gruß ver-mag den (All-)Tag eines Jeden zu erhellen.

    Meinem Lebensgefährten war es einmal völlig unverständlich, dass ich den Gruß eines uns passierenden Fremden erwidert habe, und hat mich prompt gefragt, ob ich diese Person (näher) kenne.

    Ich habe verneint und ihm den Grund meines Zurückgrüßen erklärt.

    Angesichts dessen dass wir alle nur zu Gast auf Erden sind, sollte sich so ein freundlicher Umgang ganz von selbst verstehen!

  • Stimmt wirklich. Sobald man laechelnd durch die Welt geht, laechelt fast jeder zurueck.

  • Dieses Gedicht fällt mir dazu ein: :-)

    Sonniges Lächeln

    Es war nur ein sonniges Lächeln,
    es war nur ein freundliches Wort,
    doch scheuchte es lastende Wolken,
    und schwere Gedanken fort.

    Es war nur ein warmes Grüßen,
    der tröstende Druck einer Hand,
    doch schien´s wie die leuchtende Brücke,
    die Himmel und Erde verband.

    Ein Lächeln kann Schmerzen lindern,
    ein Wort kann von Sorge befrei´n,
    ein Händedruck Sünde verhindern,
    und Liebe und Glauben erneur´n.

    Es kostet dich wenig zu geben,
    Wort, Lächeln und helfende Hand.
    Doch arm und kalt ist dein Leben,
    wenn keiner solch Trösten empfand.

    Monika Adele Elisabeth Hunnius
    (1858-1934 – lettisch-deutsche Schriftstellerin)

  • “Ein Tag ohne Lächeln ist ein verlorener Tag” von Charly Chaplin. Diesen Spruch habe ich am Spiegel im Bad kleben. Aber sowieso freue ich mich über viele Kleinigkeiten wie “wenn die Sonne scheint”, “im Garten etwas reif geworden ist wie jetzt die Zucchini”, einen Gruß von vielen Menschen, ein Anruf von netten Menschen usw. Nee, miesepetrig zu sein – wofür soll das gut sein. Also – auf ein Lächeln :-)

  • eine sehr schöne Geschichte, die ich seit Jahren praktiziere, weil ich gar nicht anders kann…smile…ich bin auch mal an das gegenteil gestoßen, in dem mein gegenüber meinte, ich solle mit dem lächelnden “gut mensch sein”, aufhören, es würde ihm sehr auf die nerven gehen. doch habe ich mich davon nicht beeinflussen lassen. auch wenn die menschen um mich herum es verlernt haben, ich habe es nicht verlernt. und tue viel dafür, es beizubehalten.

  • …kann dem nur zustimmen.Mache derzeit auch eine schwierige Krise durch.Aber ein bewusster und wertschätzender Umgang mit mir selbst, hilft mir die Sonne auch an grauen Tagen in mir scheinen zu lassen:0)

    Ich kann mich bewusst dafür entscheiden,braucht etwas Übung, geht aber mit jedem Mal leichter.

  • das ist eine wirklich schöne motivierende Geschichte!!
    Und gleich beginne ich lächelnd meinen letzten Urlaubstag.
    Vielen Dank!
    Ich wünsche Euch einen sonnigen Sonntag

  • Ein Lächeln wirkt Wunder. Es verzaubert die Menschen und die Welt um uns herum… :-)

    Mit einem Lächeln sieht die Welt gleich viel heller und freundlicher aus. Das Leben fühlt sich leichter und beschwingter an. Probleme lassen sich mit einem Lächeln viel schneller und leichter lösen… Und wenn aus einem Lächeln ein herzliches Lachen wird, umso besser! :-)

    Wenn doch nur die ganze Welt lächeln würde, auch wenn ihr nicht danach zumute ist! Oder sollte sie es gerade deswegen tun?! Es wäre auf jeden Fall einen Versuch wert! Ein Lächeln kostet nichts und bringt soooo viel Freude und Fröhlichkeit. Man lernt viel leichter nette Menschen kennen und der Weg zum Glücklich-SEIN ist kürzer als man denkt. ;-)

    Derzeit stecke ich auch in Situationen, in denen mir eher zum Weinen als zum Lachen ist. Trotzdem lasse ich mir meine gute Laune, meine Fröhlichkeit und meine Freude dadurch nicht vermiesen! Sind die Tränen geweint, kehrt das Lächeln zurück. ;-)

    Die Miesepeter haben ihr Ziel verfehlt! ;-) :-) Wieder ein Grund mehr zum Lächeln! ;-)

    Nur Mut! Es ist leichter als man denkt! ;-)

    Schönen Sonntag! :-)

    PS: Keine Wolkendecke ist so dicht, dass sie die Sonne völlig verdunkeln kann! ;-)

 

Ralf Senftleben

Hallo! Schön, dass du da bist!

Ich bin Ralf und das hier ist meine Seite, Zeit zu leben. Seit 1998 schreibe und forsche ich darüber, wie wir unser Leben selbstbestimmt, kraftvoll und bewusst leben können. Wie wir herausfinden, was wir für unsere Zufriedenheit brauchen, und wie wir erreichen, was wir uns wünschen.

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