Der Raum der Möglichkeiten

Ich habe wieder und wieder erlebt, dass Menschen über sich hinauswachsen können und Dinge tun und erreichen, die sie selbst nicht für möglich gehalten haben.

Wir alle tragen diese Fähigkeit in uns. Und je mehr wir uns darüber bewusst werden, desto mehr Spaß macht unser Leben.

Schau bitte mal auf das folgende Modell:

In der Mitte steht ein Mensch. Du oder ich zum Beispiel.

Der gelbe Kreis beschreibt all das, was wir selbst für möglich und realistisch halten.

Nehmen wir zum Beispiel das Thema „Geld verdienen“: Wir alle haben eine bestimmte Summe im Kopf, die wir als Einkommen für uns als realistisch annehmen. Sagen wir mal, ich halte 3000 € im Monat Einkommen für möglich. Alles darüber hinaus ist für mich für Spinnerei, ist schlicht nicht realistisch … lieber auf dem Boden bleiben. Der gelbe Kreis ist unser subjektives und persönliches Empfinden, was für uns möglich ist.

Der grüne Kreis dagegen ist das, was für uns tatsächlich möglich ist. Denn das, was wir für möglich halten, und das, was wirklich möglich ist, ist ja nicht dasselbe. Vielleicht gibt es da draußen auf dem Arbeitsmarkt Berufsbilder, die ich mit meiner Ausbildung sehr gut abdecken könnte, die mir noch mehr Spaß machen würde, als mein augenblicklicher Job und in denen man sogar 6.000 € verdient. Aber weil ich von diesen Möglichkeiten nichts weiß und das auch gar nicht für realistisch halte, versuche ich es erst gar nicht, mich in diese Richtung zu bewegen.

Das ist der grüne Kreis: das, was für uns tatsächlich alles möglich ist, obwohl ich mir darüber nicht bewusst bin oder obwohl ich nicht daran glaube, dass ich das erreichen kann.

Andere Beispiele dafür:

  • Ich würde gerne in Amerika leben, aber glaube nicht daran, dass ich da einen Job bekommen würde (obwohl vielleicht in den USA mein Berufsbild händeringend gesucht wird und die Unternehmen mir sofort eine Greencard besorgen würden).
  • Ich würde gerne eine Zusatz-Ausbildung machen, glaube aber, dass ich das finanziell nicht stemmen kann (obwohl es Stipendien gibt, von denen ich nichts weiß).
  • Ich finde eine Frau oder einen Mann sehr nett und sympathisch, halte es aber nicht für möglich, dass der oder diejenige mich auch nett finden könnte (obwohl es demjenigen exakt ganz genauso geht).

Das Muster ist: Wir wünschen uns etwas und gehen die Sache aber nicht an, weil wir es nicht für realistisch halten, obwohl es durchaus realistisch ist.

Jetzt wird es spannend: Es gibt ja diese die Fälle, wo wir uns überwinden, wo wir über unsere selbstgesteckten Grenzen hinauswachsen und Dinge tun, die wir nicht für möglich gehalten hätten. Das kann passieren, wenn uns jemand an die Hand nimmt und vorsichtig aus dem gelben in den grünen Kreis führt. Oder es gibt auch Situationen, da heißt es: Überwinde deine Grenzen oder gehe unter. Und auch dann verlassen wir den Bereich dessen, was wir für möglich halten.

Wege aus der Einsamkeit

Oder wie man es schafft, echte Freunde zu gewinnen und dadurch ehrliche Nähe und Miteinander zu spüren: Dein Projekt: Wege aus der Einsamkeit.

Und dann passiert etwas Phantastisches: Dadurch, dass wir unsere eigentlich unmöglichen Möglichkeiten nutzen (die im grünen Bereich), wächst der Raum unserer Möglichkeiten und wir gewinnen mehr Gestaltungsspielraum. Es wächst nicht nur der gelbe Bereich, denn jetzt wissen wir ja, das mehr möglich ist, als wir ursprünglich dachten. Auch der grüne Bereich wird größer.

Unsere Möglichkeiten wachsen also, je mehr wir sie nutzen. Plötzlich werden Dinge möglich, die vorher nicht möglich gewesen wären. Aber das setzt voraus, das wir uns tatsächlich bewegen.

Ausgehend von diesem Modell habe ich ein paar Fragen, die man sich öfter stellen könnte:

  • Was halte ich für möglich? (mein gelber Kreis)
  • In welchem Bereich würde ich mir mein Leben anders wünschen, aber ich halte es nicht für realistisch, etwas zu ändern? (gelber Kreis)
  • Was von dem, was ich mir nicht zutraue, ist vielleicht näher als ich denke? (grüner Kreis)

Was einem hilft, die Grenze vom gelben zum grünen Kreis zu überwinden, sind wohlwollende und aufbauende Freunde, die einem Mut machen, die eigenen Grenzen zu überwinden.

Und was eher schädlich ist, sind Menschen, die einem immer nur erzählen, man solle doch auf dem Teppich bleiben und das wäre doch nicht realistisch.

Ob etwas für einen möglich ist oder nicht, das weiß man immer erst, nachdem man es ausprobiert hat. Und zwar nicht nur einmal ausprobiert, sondern mindestens 10 mal.

Ich möchte dich jedenfalls dazu ermutigen, öfter mit kleinen Schritten in den grünen Bereich vorzudringen und Dinge zu versuchen, die du eigentlich nicht für möglich gehalten hast. Nur so kannst du herausfinden, was wirklich geht.

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