Die Nadel

Der Alte im Dorf von Kathi lief eines Tages suchend auf dem Dorfplatz auf und ab.

Bald schon kamen die Bewohner und wollten suchen helfen.

Einer fragte den Alten: “Was hast du denn verloren?”

“Meine Nadel.” erwiderte der Alte.

Und alle suchten nun ganz aufmerksam nach der Nadel.

Nach einiger Zeit stellte ihm einer die Frage: “Kannst du uns sagen, wo genau du die Nadel verloren hast?”

“Ja, in meinem Zimmer.”

Da hörten alle auf zu suchen und schauten fragend zu dem Alten.

Er schaute sie alle sehr ernst an und sprach langsam und bedächtig: “Ich wollte euch nur ein Bild geben – Ihr sucht im Außen, was Ihr im Inneren verloren habt. Da werdet Ihr es nie finden.”

Lena Lieblich

 

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Kommentare

  • ja, ich finde diese Geschichte auch sinnvoll und psyhologisch.ich denke, jeder nach dem Lesen dieser Geschichte an seinem Leben gedacht hat.
    Vielen Dank.
    Liebe Grüße
    Svetlana

  • Ja, diese Geschichte finde ich ganz toll. Ich bin ebenfalls der Meinung, dass wir alles in uns haben und trotzdem immer im Außen suchen. Durch meine Tätigkeit im Yoga und Zen gelingt es mir mehr und mehr tiefer in mein Inneres zu kommen und mehr und mehr zu mir selbst zu finden.

    Liebe Gedanken

    Ute M. Mertes

  • Ich habe die Kommentar aufmerksam gelesen – und liebe Babs, liebe Andres – genau das ist es.

    Nach einer schwierigen Lebenssituation wollte ich es wissen und befasste mich mit mir und mit Meditation, ohne zu wissen, auf was ich mich da einliess. Heute bin ich Meditationslehrerin und gebe mein Wissen an andere weiter. Auch ich wusste nicht, dass es wichtig ist einfach nur still zu werden, einfach nur da zu sitzen, die Gedanken die kommen und gehen zu beobachten, nicht daran hängen zu bleiben – loszulassen – und “nach oben” um Hilfe zu bitten. Je mehr ich in die Stille (nach innen) gehe, desto mehr “höre” ich.
    Ist es nicht so, dass wir einfach gewohnt sind automatisch unser Leben zu führen, nicht bewusst ? Je bewusster wir werden, desto stiller werden wir. Wir lernen zu beobachten, zu sehen, zu fühlen und zu hören. Alles, was wir wissen müssen, liegt in unserem Inneren verborgen – wir müssen nur stille werden und hören. Danke für diese wunderschöne Geschichte.

  • woow, das ist sehr gut!!! Danke

  • Juriens jean-Marie schreibt am 15. September 2012 Antworten

    Ich finde die Geschichte erstens einmal sehr sinnvoll und auch wunderschön.
    Sie trifft es mitten ins Schwarze. Danke JMJ

  • Eine schöne Geschichte! Jetzt müsst ihr nur noch so nett sein und einen Tipp dazu geben, wie man was in seinem Inneren findet. Das klingt so einfach … ich persönlich tue mir aber schwer damit. Auch bei Konzentration auf mich selbst (ohne Ablenkung wie Fernseher, Rauchen, Putzen ;-) und vielen Versuchen unterschiedliche Meditationen auszuprobieren, bleibt es sehr still in meinem Innern, abgesehen von einem Magenknurren oder dem Pulsieren meines Blutes. Wo soll ich genau hinhören? Eher in Richtung Bauch oder auf mein Herz oder auf eins der Chakren? Die Frage ist ob der Tonlage durchaus ernst gemeint … wer hat Tipps?
    Grüße Miriam

    • Babs schreibt am 16. September 2012

      Hallo Miri,
      in mir steht die Frage Beruf. Seit über 30 Jahren. Erst hat mich mein Vater zum falschen Studium “verdonnert” – dann hat mich das Leben von “meinem” Weg abgebracht. – Sooft habe ich Gott nach dem richtigen Weg gefragt, wenn mir klar war, daß ich mal wieder schief liege mit meinen innersten Gedanken und Wünschen. Buchstäblich vom hl. Petrus “meine Schlüssel” erfleht, als ich auf der Stelle trabte.”Das Leben”, – oder doch Gott ? – hat mir deutliche Antworten gegeben, die ich oft nicht wahrhaben wollte – obwohl / weil sie punktgenau ins Schwarze getroffen haben.

      Pardon, wenn das jetzt zu religiös war.Ich gebe zu, daß ich auch durchaus meditiert und gebetet habe – Gott ist ja wohl in unserm Herzen.

      ->

      Überleg’ Dir doch einfach, was DEIN innerstes Ziel ist. – Wenn Dir nix wirklich WICHTIGES einfällt: Stell Dir einen Zauberstab vor, mit dem Du in Dir, in Deiner Umwelt oder in der Welt den berühmten EINEN WUNSCH frei hast etwas zu ändern. Was ist Dir am Wichtigsten ?

      Dein Innerstes wird Dir antworten.

      Das ist DEIN Ziel.
      Verlier’ es nicht aus den Augen.
      Dann wird auch Dein Ziel Dich nicht aus den Augen verlieren.
      (Mahatma Ghandi)

      Leb’ auf dieses Ziel hin – irgendwann legt Dir das Leben das Werkzeug bereit, es zu erreichen.

      Vielleicht führt Dein Weg Dich auf Umwegen, durch Sackgassen – dann brauchst Du sie einfach.

      Babs

    • Andrea Piro schreibt am 16. September 2012

      Hallo Miri,
      von heute auf morgen geht das eh nicht, das ist ein langer Weg.

      Weisst Du man bekommt so vieles von aussen eingeredet was man sich wünschen sollte damit man glücklich ist.
      Dazwischen das rauszufinden was man selber will ist sehr schwer.

      Vielleicht stellst Du Dir erstmal die Frage:
      Wenn Du jetzt alleine wärst ohne familäre oder sonstige Verpflichtungen und 10, 20 oder 30 oder noch mehr Millionen im Lotto gewonnen hättest, was würdest Du dann tun?

      Das hat mir sehr geholfen.
      Zuerst wollte ich alles mögliche kaufen, aber dann dachte ich, macht Dich der Besitz wirklich glücklich?

      Dann dachte ich, packst Dir zwei Kreditkarten und Dein Laptop ein und verschwindest auf einer Weltreise und überall wo es Dir gefällt bleibst Du unbegrenzt. Und wo es Dir besonders gut gefällt kaufst Du Dir ein Grundstück und bleibst dort.
      Aber was ist mit meinen Freunden, meiner Familie?
      Oder wie langweilig ist das ohne meinen Job?

      Irgendwann kam mir dann die Erleuchtung das es nur noch Kleinigkeiten sind die ich mir kaufen würde aber dass ich ansonsten ein Leben führe wie ich es mir gewünscht habe. Und vor allem konnte ich das jetzt viel mehr wertschätzen und sehe erstmals wir “reich” ich eigentlich bin.

      Stell Dir die Frage: Macht mich das glücklich?

      Liebe Grüße

      Andrea Piro

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