Du bist ein bisschen wie ein Fernseher

Fernseher

Wenn ein technisches Gerät ausgeliefert wird, gibt es ja einen Werkszustand.

Das sind die Voreinstellungen, die ein Gerät am Anfang hat.

Beim Handy ist zum Beispiel ein bestimmter Klingelton voreingestellt.

Oder bei einem Fernseher ist voreingestellt, wie farbig oder wie scharf das Bild angezeigt wird.

Das Interessante an diesen Voreinstellungen ist, dass die meisten Menschen nie etwas daran ändern.

Meistens, weil sie keinen Bock haben, sich mit den Einstellungen zu beschäftigen.

Oder weil sie die Bedienungsanleitung nicht lesen wollen.

Oder weil es ihnen auch egal ist, welcher Klingelton eingestellt ist.

Mit dem Leben ist es übrigens genauso.

Auch hier gibt es bestimmte Voreinstellungen, die ab Werk von unseren Eltern und der Gesellschaft programmiert werden.

Damit meine ich all die Dinge, die uns normal und richtig erscheinen, weil halt alle sie so machen.

  • Du wohnst in einer Wohnung oder in einem Haus.
  • Du machst eine Ausbildung oder studierst etwas, dann suchst du dir einen Job und verdienst Geld.
  • Du kaufst Dinge und hortest diese zu Hause.
  • Du brauchst dringend eine Hausrat- und Haftpflichtversicherung.
  • Du fährst in den Urlaub.

All diese Dinge tust du, weil alle anderen sie auch machen. Weil man das bei uns so macht. Weil das die Voreinstellung ist.

  • Du könntest ja auch in einem Wohnwagen wohnen. Oder in einem Zelt auf einem Grundstück.
  • Du könntest dich auch nach der Schule selbstständig machen, statt eine Ausbildung zu absolvieren.
  • Du könntest sagen: „Ich kaufe nichts, ich tausche nur Dinge gegen andere Dinge, die ich habe. Oder gegen meine Arbeitskraft. Oder ich frage Menschen, ob sie mir Dinge schenken.“
  • Du könntest auch einfach nie in den Urlaub fahren, sondern stattdessen nur deine Umgebung noch besser erkunden.

Bestimmt hast du spontan ganz viele Einwände gegen meine Ideen. Einwände, warum das nicht geht.

Und diese Einwände hast du nicht, weil meine Vorschläge zwingend schlechter wären. Sondern nur, weil du es anders gewohnt bist. Weil deine Voreinstellungen anders sind.

Ein Nomade aus der Wüste würde es absurd finden, in einem Haus zu wohnen. Weil er es halt auch anders gewohnt ist.

Grundsätzlich ist es ja auch nicht schlimm, Voreinstellungen im Kopf zu haben. Dinge, die man halt so macht.

Das Problem damit ist, dass du dich damit in deinen Möglichkeiten einschränkst.

Weil du ganz viele unnormale Möglichkeiten von vorneherein ausklammerst.

Möglichkeiten, die vielleicht viel besser zu dir passen würden. Möglichkeiten, die dich vielleicht viel glücklicher machen würden.

Aber wir Menschen sind lieber normal als glücklich.

Ich wünsch dir einen offenen Geist, der Dinge denken kann, die anders sind.

Ralf

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Kommentare

  • Nur wer die “Werkseinstellungen” mal ändert erlebt was noch alles möglich ist.

    Mit Grüßen von meiner neuen Familie in Tansania
    (Meine Werkseinstellung gibt es schon lange nicht mehr)

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