Eine Frage, eine Antwort … Glück VOR Sicherheit

Möchten Sie nicht auch manchmal in die Köpfe der Menschen schauen,

  • die etwas Besonderes in ihrem Leben erreicht haben,
  • oder die etwas Besonderes können,
  • oder die das Leben führen, dass Sie auch führen wollen,
  • oder die das Leben in ganzen Zügen nach ihren Vorstellungen leben?

Was machen diese Menschen anders? Wie unterscheidet sich ihr Denken von unserem? Was können sie, das die anderen nicht können? Oder wo setzen sie andere Prioritäten?

Wenn Sie die Antworten auf diese Fragen interessieren, werden Sie sich bestimmt über unsere neue Beitrags-Reihe freuen.

In dieser Reihe stellen wir Menschen, die wir schätzen, genau EINE tiefgehende Frage und bekommen dann eine tiefgehende Antwort, die wir dann hier mit Ihnen teilen.

Den Anfang machen wir mit dem Trainer und Therapeuten Roland Kopp-Wichmann. Wir haben ihn gefragt:

Wenn Sie einmal auf Ihr Leben zurückblicken:
Welches Ereignis bzw. welche Situation hatte nachhaltig den positivsten Einfluss auf Ihr Leben?

und die folgende Antwort bekommen:

Ich war 26 Jahre alt und nach etlichen beruflichen Windungen (Bankkaufmann, EDV-Operator, Werbetexter) im Außendienst eines Finanzdienstleisters gelandet. Wenig Arbeit, genügend Geld. Ich war also ganz zufrieden.

Eines Tages ging ich spazieren und musste plötzlich daran denken, was ich wohl in zwanzig Jahren machen würde. Bei dem Finanzdienstleister hatte man mir schon die nächsten Karriereschritte vorgeschlagen: Leute einstellen, diese trainieren und mir so eine kleine Mannschaft aufbauen.

Ich traute mir das zu, dachte aber gleichzeitig: „Ich kann doch nicht den Rest meines Lebens Versicherungen verkaufen.“ Aber was dann?

Da tauchte eine Idee auf, die ich schon längst begraben hatte: Ich wollte schon immer Psychologie studieren. Doch damals mit der mittleren Reife hatte das nicht geklappt und ich begann mit der Banklehre. Aber der Wunsch war immer noch da.

Da entschloss ich mich an einem sonnigen Dienstag im März, mein Abitur nachzuholen. Auf einem Tageskolleg in Nürnberg.

Wege aus der Einsamkeit

Oder wie man es schafft, echte Freunde zu gewinnen und dadurch ehrliche Nähe und Miteinander zu spüren: Dein Projekt: Wege aus der Einsamkeit.

Zweieinhalb mühevolle Jahre lagen vor mir. Vorher ziemlich locker gelebt. Jetzt von Bafög abhängig und richtig wieder Schule. Mit Pausenklingel, Klassenbucheintrag und Hausaufgaben. Musste nochmal Cäsars Gallischen Krieg übersetzen und mich mit der Infinitesimalrechnung rumschlagen.

Eltern und Freunde hielten mich damals für verrückt: „Wie kannst Du Deine sichere Existenz nur für eine Idee aufgeben?“ Im Nachhinein betrachtet war es tatsächlich ziemlich mutig von mir. Zumal ich ja wirklich nicht wusste, ob die Richtungsänderung wirklich tragen würde.

Hilfreich war sicher, dass ich nicht sonderlich sicherheitsorientiert denke, sondern mehr die Einstellung habe, dass sich das Richtige schon finden wird. Und wenn nicht, dann mache ich eben etwas anderes. Aber ich wusste auch, dass mein Interesse für Psychologie keine Eintagsfliege war, sondern schon ein sehr tiefgehendes Motiv.

In manchen Situationen, wenn die Lateinarbeit mal wieder sehr schwierig war und ich nicht wusste, ob es wirklich mit dem Abitur klappen würde, stellte ich mir vor, wie ich am Ende meines Lebens auf diese Entscheidung mit dem Studienwunsch schauen würde. Und da war mir immer sofort klar, dass ich es bitter bereuen würde, es nicht zumindest versucht zu haben.

Das hat mir immer wieder die Kraft zum Durchhalten gegeben. Die brauchte ich im Übrigen. Denn nachdem ich das Abitur glücklich in der Tasche hatte, waren die Hindernisse nicht vorbei: Weil mein Notenschnitt nicht für den Numerus clausus reichte, musste ich ein Jahr warten. Das verbrachte ich dann als Arbeiter in einem Kibbuz in Israel.

Geholfen hat mir damals – wie auch heute – der Satz: „Wer etwas will, findet Wege. Wer etwas nicht will, findet Gründe.”

Roland Kopp-WichmanntRoland Kopp-Wichmann arbeitet seit über dreißig Jahren als Trainer und Coach mit Menschen.
In den letzten Jahren hat er zudem das Schreiben entdeckt.
Daraus sind mittlerweile ein Persönlichkeits-Blog
und die zwei Bücher “Frauen wollen erwachsene Männer” und
“Ich kann auch anders: Psychofallen im Beruf erkennen” entstanden.

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