Einsamkeit überwinden- Alleinsein genießen

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Allein zu sein gilt für viele Menschen als Makel. Wer in Gesellschaft ist, Familie und Freunde hat, wirkt beliebt, aber wer einsam ist, schämt sich oft dieses Gefühls. Aber: Es gibt einen Unterschied zwischen Einsamkeit und bewusstem Alleinsein.

Während Einsamkeit regelrecht krank machen kann, können wir das bewusste Alleinsein dazu nutzen, uns selbst näher zu kommen und uns Auszeiten vom Stress nehmen. Mit diesem Artikel möchten wir Ihnen Tipps dafür geben, wie Sie Einsamkeit überwinden und das Alleinsein genießen können.

Alleinsein und Einsamkeit – die zwei Seiten einer Medaille?

Alleinsein und Einsamkeit sind zwei Begriffe, die sehr oft in einem Atemzug verwendet werden und die für viele ein und dasselbe aussagen. Tatsächlich aber handelt es sich hier um zwei ganz verschiedene Dinge. Wo genau liegt der Unterschied? Wann sind wir allein und wann einsam?

Alleinsein ist zunächst eine neutrale Situationsbeschreibung. Wenn wir allein sind, ist das ein Zustand, der sich dadurch auszeichnet, dass da kein anderer Mensch bei uns ist – und das kann für uns positiv oder negativ sein. Alleinsein kann etwas sein, das wir bewusst wählen, um zu uns zu finden und Abstand von anderen zu gewinnen.

Einsamkeit ist vor allem ein Gefühl, mit dem wir die Situation, in der wir sind (nämlich allein zu sein) negativ bewerten. Einsam können wir uns im Alleinsein fühlen, aber auch, wenn wir unter Menschen sind. Einsamkeit ist ein tiefer Schmerz darüber, dass wir uns niemanden nahe fühlen und mit keinem teilen können, was in uns ist.

So verstehen wir diese beiden Begriffe zumindest für diesen Artikel.

Tipps für das Alleinsein und gegen die Einsamkeit

Im Folgenden finden Sie nun praktische Tipps, mit denen Sie Ihre Einsamkeit überwinden und das zeitweilige Alleinsein genießen und für sich nutzen können.

Wer sich einsam fühlt, leidet darunter oft sehr. Wir fühlen uns dann verlassen und der Einsamkeit ausgeliefert und vielleicht auch hilflos, gelähmt, wie ein Opfer.

Und so sitzen dann gerade einsame Menschen allein zu Hause, womöglich noch in der stillen Hoffnung, jemand würde kommen, um sie aus ihrer Einsamkeit zu retten. Ein Teufelskreis der krank machen kann.

Das Wichtigste: Einsamkeit ist keine Schande

Das Allerwichtigste beim Thema Einsamkeit ist, dass Sie sich unbedingt klar machen sollten, dass Einsamkeit kein Makel ist und nichts, wofür Sie sich schämen müssen. Sehr viele Menschen fühlen sich einsam – insofern sind Sie ironischerweise sogar in guter Gesellschaft. Einsamkeit ist aber auch kein Schicksal, das Sie hinnehmen müssen. Einsamkeit ist etwas, das Sie ändern können.

“Einsamkeit ist eine Gefängniszelle, die sich nur von innen öffnen lässt.”

Alfredo La Mont

Selbsterkenntnis: Warum fühlen Sie sich einsam?

Zu Beginn ist es ratsam, einmal herauszufinden, warum man sich eigentlich einsam fühlt. Nicht jeder der allein ist, fühlt sich auch einsam. Einsamkeit liegt in uns selbst begründet. Überlegen Sie einmal, ob einer der folgenden Gründe auch bei Ihnen zutrifft:

  • eine gewisse Unfähigkeit, etwas mit sich selbst anzufangen,
  • Angst vor den Gedanken und Gefühlen, die in einem selbst hochkommen, wenn man allein ist (z.B. schlimme
  • Erinnerungen, Schuldgefühle etc.),
  • zu hohe Erwartungen an andere, z.B. dass andere Menschen dafür verantwortlich sind, Sie glücklich zu machen
  • das Gefühl, wertlos zu sein und nicht gemocht zu werden,
  • Scham- und Schuldgefühle,
  • Angst vor anderen Menschen, vor allem vor Verletzungen,
  • anderes, nämlich: …

Diese kleine Übung soll nicht dazu dienen, dass Sie sich selbst kritisieren, sondern ermöglicht es Ihnen zu erkennen, wo Sie von Ihrer Einstellung her an Ihrer Einsamkeit ansetzen können.

Ihre Einsamkeit können nur Sie selbst beenden

Sie sind der Mensch, der etwas gegen Ihre Einsamkeit tun kann. Sie können zunächst lernen, Ihr Alleinsein anzunehmen und für sich zu nutzen. Tipps dafür haben wir Ihnen bereits gegeben. Darüber hinaus können Sie einiges dazu tun, nicht länger allein zu sein, wenn Sie damit unzufrieden sind. Tipps dafür haben wir hier im folgenden für Sie zusammengestellt.

Unternehmen Sie etwas

Werden Sie aktiv, indem Sie unter Menschen gehen. Überlegen Sie sich, wo Sie andere treffen können, die ähnliche Interessen wie Sie haben und gehen Sie dort hin. Hier einige Ideen, wo Sie Menschen treffen können:

  • Volkshochschulkurse,
  • Sportkurse,
  • Lesungen,
  • Vorträge,
  • Wanderungen,
  • Ausstellungen,
  • Gesprächsgruppen und -kreise,
  • Selbsthilfegruppen,
  • Vereine,
  • u.v.m.

Sie können sich natürlich auch dann einsam fühlen, wenn Sie unter Menschen sind. Aber wenn Sie nicht unter Menschen gehen, werden Sie in jedem Fall einsam bleiben. Wenn Sie unter Menschen gehen, bestehen immer wieder neue Möglichkeiten andere Menschen kennenzulernen. Also – raus aus Ihrer Wohnung.

Engagieren Sie sich

Eine gute Möglichkeit Einsamkeit zu überwinden ist sich zu engagieren. Sie können sich eine ehrenamtliche Tätigkeit suchen, in der Sie zusammen mit anderen Menschen etwas Gutes tun – sei es für Notleidende, für die Umwelt, für Tiere oder was auch immer. Eine ehrenamtliche Tätigkeit bringt Sie in Kontakt mit anderen Menschen und gibt Ihnen darüber hinaus das Gefühl, etwas Sinnvolles zu tun. Das tut einfach gut.

Wofür möchten Sie sich engagieren?

Ich brauche einen neuen Job!

Aber welchen? Was kann ich? Was will ich? Welcher Job passt wirklich zu mir? Wo finde ich die guten Jobs? Fragen über Fragen. Antworten findest du hier: Projekt: Traumjob.

Wie Sie Freunde finden können

Viele Menschen, die sich einsam fühlen, sehnen sich nach einem Freund oder einer Freundin. Aber wie und wo kann man so jemanden finden? Hier haben wir einige Tipps für Sie:

  • Nicht zu sehr wollen – Zunächst ist es wichtig, dass Sie nicht gleich jede neue Bekanntschaft mit einer zu großen Erwartungshaltung überfordern. Eine Freundschaft kann sich nur aus sich heraus entwickeln und nicht erzwungen werden. Also geben Sie sich Zeit.
  • Alte Freunde wiederentdecken – Was ist aus Ihren alten Freundschaften und Bekanntschaften geworden? Gibt es vielleicht jemanden, mit dem es schön wäre, sich wieder einmal zu treffen? Nicht immer lassen sich alte Freundschaften wieder aufwärmen, aber es kann für beide Seiten ein schönes Erlebnis werden, sich einmal wiederzusehen.
  • Freundschaftsanzeigen – Sie können wie auch bei einer Partnersuche einfach eine Anzeige schalten, dass Sie jemanden suchen, mit dem Sie z.B. die Stadt, Kulturszene, Natur o.ä. entdecken möchten. Sie werden staunen, wie viele Menschen ebenfalls nach Gesellschaft suchen.
  • Eine eigene Gesprächsgruppe gründen Warum suchen Sie sich nicht drei oder vier andere Menschen, die ebenfalls Gesellschaft suchen und gründen einen Gesprächskreis. Wenn Sie sich regelmäßig treffen und z.B. über bestimmte Themen diskutieren, lernen Sie sich schnell kennen. Hieraus können schöne Freundschaften entstehen.

Vielleicht kann Ihnen auch unser Projekt: Wege aus der Einsamkeit weiterhelfen. Darin zeigen wir Ihnen, wie Sie Schritt für Schritt aus der Einsamkeit herausfinden und es schaffen, echte Freunde zu gewinnen.

Das Kapitel Partnersuche

Exkurs: Der Tod des Lebenspartners

Wer seinen durch Tod Lebenspartner verliert, fällt sehr oft in ein tiefes Einsamkeitsloch. Selbst nach einer langen Trauerphase erlauben sich viele nicht den Gedanken an einen neuen Partner. Denken Sie aber daran: Ihr Lebenspartner oder Ihre Partnerin hätte nicht gewollt, dass Sie für den Rest Ihres Lebens einsam bleiben.

Sie leben weiter und weiterzuleben, heißt auch für sich zu sorgen. Wenn Sie Liebe in sich haben und sie an jemanden weitergeben möchten, ist das mehr als in Ordnung. Der Tod Ihres Partners verpflichtet nicht auch Sie dazu, innerlich zu sterben. Sie vergessen den Menschen, den Sie geliebt haben ja nicht. Und sie betrügen ihn oder sie auch nicht. Geben Sie sich und einer neuen Liebe die Chance.

Einsamkeit entsteht oft auch nach der Trennung vom Lebenspartner. An dieser Stelle wollen wir das Thema Partnersuche nur kurz anreißen – es ist eigentlich einen eigenen Artikel wert.

Einen neuen Partner können Sie auf ganz unterschiedliche Weise finden:

  • Kontaktanzeigen – Auch wenn viele diesen Weg noch scheuen, so sind Kontaktanzeigen eine sehr gute Möglichkeit, jemanden kennenzulernen. Erwarten Sie nicht, sofort den Traumpartner zu finden, sondern lassen Sie sich spielerisch auf das Abenteuer “Blind-Date” & Co ein.
  • Verkuppelt werden – Lachen Sie nicht, denn Ihre Freunde wissen oft recht gut, wer zu Ihnen passen könnte. Auf diese Weise haben schon viele Paare zusammengefunden.
  • Singleveranstaltungen besuchen – In allen größeren Städten gibt es Singlebars oder Single-Partys. Auch hier geht es nicht in erster Linie darum, sofort mit DEM Richtigen nach Hause zu gehen, sondern viel mehr unter Leute zu kommen, ein bisschen zu flirten und Möglichkeiten zu schaffen, andere kennenzulernen.
  • Gleichgesinnte suchen – Suchen Sie vor allem auch dort nach potentiellen Partner, wo Sie selbst gerne hingehen. Wenn Sie sich z.B. für Kunst interessieren, ist es eine gute Idee, sich in Museen, im Kunstgeschichtskurs oder bei einem Vortrag über die Malerei des 19. Jahrhunderts umzuschauen. Hier finden Sie Gleichgesinnte.
  • Offen durchs Leben gehen – Öffnen Sie sich für die Möglichkeiten, jemanden zu finden, indem Sie aufrecht gehen und nicht den Boden mit Ihrem Blick absuchen. Ein freundlicher Blick und ein fröhliches Lächeln kann andere bezaubern. Und wenn Sie jemanden zum Flirten finden, dann nutzen Sie die Chance und verkriechen sich nicht in der nächsten Ecke. Der Traumpartner oder die Traumfrau kann überall sein.

Und  hier erfahren Sie, wie Sie bewusstes Alleinsein genießen können.

Alleinsein kann etwas wirklich Wohltuendes und Heilsames haben. Einmal nur für sich selbst zu sein, können wir ohne Beeinflussung von außen richtig zur Ruhe kommen. Aber die meisten Menschen, die nicht allein, sondern in einer Partnerschaft und / oder mit Kindern leben, haben sehr selten einmal Zeit ganz für sich – ungestört und eben allein.

Vielleicht tun Sie sich einmal ganz bewusst etwas Gutes, indem Sie sich Zeit für sich reservieren und diese ganz ohne die Gesellschaft anderer verbringen.

Chancen und Nutzen des Alleinseins

Tipp

Achten Sie einmal ganz bewusst darauf, was Sie tun, wenn Sie allein sind. Oft machen wir dann Dinge, die wir uns im Beisammensein mit anderen verbieten. Vielleicht können Sie etwas davon ja auch in Ihrem Alltag ausleben?

Alleinsein ermöglicht:

  • sich einfach so zu verhalten und benehmen, wie man mag, ohne Rücksicht zu nehmen oder Angst zu haben, was jemand anderes denken könnte,
  • uns unserer Gedanken und unseres inneren Dialoges
  • bewusst zu werden,
  • in Ruhe über uns, unser Leben und unsere Ziele nachdenken, ohne Einflüsse von außen,
  • zu entspannen und meditieren,
  • einen eigenen Rhythmus finden und dem nachgeben,
  • u.ä.

Was Sie tun können, wenn Sie Zeit für sich haben

Hier einige Tipps für Dinge, die Sie tun können, wenn Sie einmal ganz für sich sind:

  • Tagebuch führen oder einen Brief an sich selbst schreiben,
  • malen, Collagen erstellen oder aus Ton ganz nach
  • Lust und Laune Figuren modellieren,
  • mit einem Blick zurück, einmal ein Resümee der Vergangenheit ziehen,
  • darüber nachdenken, welche Vorhaben und Ziele Sie sich für die Zukunft vornehmen möchten,
  • sich selbst mit Wohlfühlmaßnahmen verwöhnen und es sich einfach nur gut gehen lassen,
  • gar nichts tun, sondern einfach nur Körper und Seele baumeln lassen.

Auch mal etwas allein bewältigen

Im Alleinsein können wir auch die Erfahrung machen, dass wir in der Lage sind, viele Dinge allein zu bewältigen. Wo wir vielleicht sonst die Hilfe unseres Lebenspartners oder unserer Partnerin in Anspruch nehmen, packen wir nun selbst an. Auch größere Erlebnisse oder Projekte können wir einfach einmal allein bewältigen, denn das stärkt unser Selbstbewusstsein enorm. Jugendliche, die für eine gewisse Zeit allein ins Ausland gehen, erleben in dieser Zeit oft einen großen Entwicklungssprung.

Überlegen Sie doch einmal: Welches Projekt könnten Sie allein bewältigen?

Angst vor dem Alleinsein?

Viele Menschen haben Angst vor dem Alleinsein. Wenn es Ihnen auch so geht, dann ist es vielleicht sehr hilfreich, dass Sie sich einmal bewusst mit Ihrer Angst beschäftigen.

Fragen Sie sich z.B.:

  • Wovor genau habe ich Angst?
  • Vor Gefühlen?
  • Vor schlechten Stimmungen?
  • Davor, dass ich immer allein bleiben werde?
  • Sind es Erinnerungen an vergangene Ereignisse, die wieder in mir aufkommen?

Üben Sie dann vielleicht das Alleinsein zunächst in kleinen Schritten – mal ein Spaziergang allein oder mal einen Abend nur für sich.

Alleinsein als Selbsterfahrung und spirituelles Erlebnis

Siehe auch

Schauen Sie einmal in unsere Buchbesprechung zu  Vision Quest. Eine Vision Quest oder zu deutsch “Visionssuche” ist ein besonderes Erlebnis für Menschen, die einmal ganz allein sein wollen

Der Gedanke des “Retreats”, also des bewussten Rückzugs aus dem Alltag ist uralt. Immer und überall haben Menschen sich aus der “normalen” Welt zurückgezogen. Oft waren es Heilige oder Weise, die über den Sinn des Lebens oder andere Fragen nachdenken wollten.

Aber Sie müssen natürlich kein Heiliger sein, um die heilsame Ruhe des bewussten Alleinseins zu genießen, sondern können einfach von ihnen lernen.

Alleinsein im Alltag organisieren

Es tut jedem von uns gut, auch im Alltag mal kleinere Rückzugsmöglichkeiten zu haben, sei es um einmal Abstand zu gewinnen oder einfach nur tief durchzuatmen. Ein Schild an der Tür “Bitte nicht stören” kann schon ein erster Schritt sein, mal ganz für sich zu sein.

Und warum nicht einmal allein verreisen? Es muss ja nicht gleich eine Weltreise sein. Fahren Sie vielleicht einfach einmal übers Wochenende in eine kleine Pension und lassen Sie sich ganz von Ihren Bedürfnissen und Einfällen treiben. Nehmen Sie sich ein paar gute Bücher mit und vielleicht etwas zu schreiben und zu malen.

Es gibt auch die Möglichkeit, für eine gewisse Zeit in der geschützten Atmosphäre eines Klosters zur Ruhe zu kommen. Erkundigen Sie sich dazu einfach mal bei den Fremdenverkehrsbüros der entsprechenden Regionen.

Literatur zum Thema:

Zum Thema Alleinsein:

Zum Thema Einsamkeit:

Eine inspirierende Geschichte:

Und ein tolles Kinderbuch zum Thema:

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Kommentare

  • Danke für die intereßanten Gedanken. Schon mein ganzes Leben lang war ich immer wieder gerne allein. Ich finde dann den für mich schönsten ‘Draht’ zu mir. Und während eines Tagebucheintrags fiel mir folgende Wortkonstruktion auf: all-ein. Im all-ein sein mit allem verbunden?! Wunderschön,nicht?

  • Ein sehr schöner und für mich treffender Artikel. Danke dafür!

  • Und ist es nicht so, dass wir immer gern den Zustand hätten, den wir grad nicht haben können? Ist zuviel los, wären wir gern allein. Sind wir allein – zuviel allein – wünschen wir uns Gesellschaft. Einsam sind wir dann, wenn wir keine Kontrolle über den Zustand haben, was wir in der Stille mit uns anfangen sollen, oder wann wir wieder in sozialen Kontakt gehen können. Deshalb finde ich die Tipps und Ideen sehr hilfreich, damit umzugehen.

    Einsam kann man aber auch mit einem Partner oder in einer Gruppe sein – und das liegt nicht am/an den anderen, sondern immer in einem selbst.

    Einsamkeit kann uns Wunden zeigen, die z.B. eine Erfahrung des Ungeliebtfühlens hinterlassen haben kann. Kontrolliert die Einsamkeit zu nutzen ist auch eine Technik für Initationsriten, um einen Lernprozess anzustoßen.

    Deshalb finde ich es wichtig, sich bewusst zu werden, wann man sich einsam fühlt (wie gesagt, es kann auch in der Gruppe sein) und seine “Aha-Erlebnisse” sammelt, was man alles “erfindet”, um das nicht zu spüren… und dann sich mit dem, was dahinter liegt, zu befassen.

  • Tips für Alleinsein mochte mir gerne Downladen bitte um Erlaubnis.

    • Judith Wischhof

      Hallo Wlado,

      zum Download haben wir diesen Beitrag nicht. Aber du darfst dir gerne alles bei uns ausdrucken und für dich nutzen :-) Liebe Grüße, Judith

  • Interessant, besonders die Gedanken zur Einsamkeit. Es stimmt, es ist eine Be-Wertung eines eigentlich neutralen Zustandes und man kann sich auch immer mal überlegen, ob man einen Zustand immer wirklich bewerten muss. Statt ein Urteil zu fällen, kann man auch erst einmal versuchen, die Situation wahrzunehmen, wenn man allein ist. Was sehe, rieche, höhre ich? Wie wirkt die Stille auf mich? Was passiert mit meinem Atem, meinem Herzschlag etc. Auch Gefühle registrieren, ohne gleich zu bewerten, ist nicht immer einfach, aber lohnend. Das kann schon oft helfen zu erkennen, dass die Stille unser Freund sein kann. Wenn man natürlich Panikattacken in solchen Momenten bekommt, dann sollte man lieber professionelle Hilfe aufsuchen.

    Was mir noch einfällt: “Einsamkeit” ist nicht immer negativ belegt. In der Romantik z.B.: Waldeinsamkeit von Tieck

    Waldeinsamkeit
    Wie liegst du weit!
    O dich gereut
    Einst mit der Zeit. –
    Ach einzge Freud
    Waldeinsamkeit!

    Waldeinsamkeit
    Mich wieder freut,
    Mir geschieht kein Leid,
    Hier wohnt kein Neid,
    Von neuem mich freut
    Waldeinsamkeit.

    • Margit Annette

      Weil nett, zutreffend und positiv, gefällt mir der Beitrag aus der Romantik Waldeinsamkeit. Berührt Erinnerungen, Bewusstsein in Kindertagen, genau in dieser Umgebung sich unbeschwert verstärkt, zur Balance mit sich verhilft. ( Baumkletterer )

 

Ralf Senftleben

Hallo! Schön, dass du da bist!

Ich bin Ralf und das hier ist meine Seite, Zeit zu leben. Seit 1998 schreibe und forsche ich darüber, wie wir unser Leben selbstbestimmt, kraftvoll und bewusst leben können. Wie wir herausfinden, was wir für unsere Zufriedenheit brauchen, und wie wir erreichen, was wir uns wünschen.

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