Fehler sind etwas Wunderbares

Es ist von großem Vorteil, die Fehler, aus denen man lernen kann, recht früh zu machen.

Sir Winston Churchill

Der Titel dieses Beitrags wird vielleicht den einen oder den anderen verwundern. Normalerweise sehen wir Fehler ja als etwas, das es unbedingt zu vermeiden gilt. Aber glauben Sie mir: Fehler sind in der Tat etwas Wunderbares. Die meisten erfolgreichen Menschen wissen das.

Erfolgreiche Menschen – also Leute, die das vom Leben bekommen, was sie sich wünschen – sind so erfolgreich, weil sie gute Entscheidungen treffen.

Sie treffen Entscheidungen, die sie dahin bringen, wohin sie wollen. Je besser unsere Entscheidungen sind, desto mehr bekommen wir also von dem, was wir in unserem Leben gerne hätten. Und genau hier kommen diese wunderbaren Fehler ins Spiel.

Gute Entscheidungen sind doch normalerweise das Ergebnis von viel Erfahrung. Und wie bekommt man Erfahrung? In dem man handelt und Dinge ausprobiert. Und dabei macht man natürlich auch Fehler.

Aber: je mehr Fehler Sie machen, desto mehr Erfahrungen gewinnen Sie. Wenn Sie also in Zukunft bessere Entscheidungen treffen wollen, dann machen Sie einfach mehr Fehler :-) Soviel zur Theorie. In der Praxis haben die meisten von uns ja leider oft Angst davor, einen Fehler zu machen.

Das kommt wahrscheinlich durch unsere Erziehung. Für Fehler bekamen wir nämlich in der Schule schlechte Noten und zuhause wurden wir dafür geschimpft. Auch in den meisten Unternehmen werden Fehler rigoros bestraft. Man könnte sich ja auch darüber freuen, dass ein Mitarbeiter an Erfahrung gewonnen hat und somit wertvoller für das Unternehmen geworden ist. Aber das ist eine andere Geschichte…

In unserer Gesellschaft werden Fehler also bestraft und nicht gefördert. So kommt es natürlich, dass die meisten sich große Mühe geben, keine Fehler zu machen. Und was ist das beste Rezept, wenn wir keine Fehler machen wollen? Am einfachsten ist es, wenn wir die Bälle tief halten, möglichst wenig tun, keine Entscheidungen treffen, alles genau abwägen und möglichst wenig ausprobieren. Wer nicht handelt, macht auch keine Fehler. Und hier ist genau der Unterschied zwischen erfolgreichen Menschen und denen, die im Leben nicht das bekommen, was sie sich wünschen.

Erfolgreiche Menschen trauen sich, trotzdem Fehler zu machen, Dinge auszuprobieren und dazuzulernen. Und zwar überall und nicht nur dort, wo es gesellschaftlich erlaubt und geduldet ist. Das setzt natürlich ein gewisses Vertrauen in sich selbst und die Welt voraus. Hier geht es um das Vertrauen, dass man aus jedem Fehler wirklich etwas lernen kann. Das Vertrauen, dass man jeden Fehler irgendwie wieder ausbügeln wird, auch wenn eine Handlung zuerst vielleicht negative Konsequenzen nach sich ziehen könnte.

Erfolgreiche Menschen sehen die Welt oft als Experimentierfeld oder als Labor, als einen Raum, wo man Dinge ausprobieren kann, um zu lernen, was funktioniert und was nicht.

Irrwege müssen begangen werden, um sich als Irrwege zu erweisen.

Paul Watzlawick

Ich möchte Sie mit diesem Beitrag dazu ermuntern, Ihr eigenes Verhältnis zu Fehlern, zum Ausprobieren und Experimentieren einmal zu überdenken.

  • Erlauben Sie sich Fehler zu machen?
  • Erlauben Sie sich, zu lernen und zu experimentieren?
  • Haben Sie Vertrauen zu sich selbst und zum Leben?

Diese Fragen könnten der erste Schritt sein, zu einer neuen Art und Weise kultiviert Fehler zu machen. Um zu lernen. Um zu wachsen. Und um erfolgreicher, glücklicher und zufriedener zu werden. Und bald werden auch Sie sehen, dass Fehler etwas wahrlich Wundervolles sind.

Wie viele Sterne bekommt der Beitrag von dir?
1 Stern2 Sterne3 Sterne4 Sterne5 Sterne (28)
Loading...
 

Teilen macht Freude und Freunde:

 

Das eigene Leben besser machen

Endlich, endlich, endlich diese eine Sache bewältigen

Das Selbstcoaching-Programm zeigt dir, wie du deine Probleme aus eigener Kraft löst. Damit du diese Sache hinter dir lassen kannst.

Verbessere deine Lebensfreude durch Wissenschaft

15 einfach umzusetzende Tricks und Vorgehensweisen, mit denen du deine Lebensfreude in kleinen Schritt verbessern kannst.

Finde deine Klarheit, deinen Fixstern, deinen Kompass.

Mit diesem Selbstlernkurs findest du mehr über dich heraus, als du vorher für möglich gehalten hast. Auf eine gute Art. Finde deinen Kompass

Kommentare

  • Danke für diesen tollen Beitrag. Ich selber war meist nicht sehr “fehlerfreundlich”, zumeist mir selber gegenüber, habe mich wegen begangener Fehler oft ziemlich hart abgeurteilt. Ich bin zwar schon sehr viel milder mit mir (und anderen) geworden, aber manchmal ertappe ich mich wieder dabei, dass ich mich innerlich schelte und “fertig mache”. Ich helfe mir dann dabei, wieder freundlicher zu mir zu sein, indem ich mir vorstelle, wie ich mit jemand anders (oder mir selber als kleinem Kind) reden würde. Jemand anders würde ich eher ermutigen und ihm gut zureden. Warum sollte ich das nicht für mich selber auch tun? Das hilft mir.
    Den Satz mit den Irrtümern, die begangen werden müssen, um sich als solche zu erweisen, find ich genial und werde ihn mir gleich an meinen Schreibtisch, an meinen Badezimmerspiegel und in mein Portemonnaie kleben :-)
    Ich bin überhaupt sehr froh, schon vor längerer Zeit Eure Seite und Euren Newsletter gefunden zu haben. Es gibt mir immer wieder einige kleine (oder größere) Impulse für den Alltag und um über den Tellerrand hinauszublicken. Danke für Eure tolle Arbeit!!!!

  • Am Anfang des Jahres dachte ich: Ich habe geschäftlich einen großen Fehler gemacht, der mich Kopf und Kragen kosten könnte. Ich habe mich durch diesen Konflikt-Prozess, der aufgrund meines “Fehlers” entstanden ist durch gearbeitet. Jetzt am Ende des Jahres stehe ich vor einer neuen Entscheidung und durch die Erfahrung, diesen “Fehler” weis ich heute genau was ich will, was ich nicht will, was ich kann und nicht kann, wen ich suche, und wen nicht und was ich alles beachten muss um dieses Mal Erfolg zu haben. Alles in allem war mein Fehler eine gute Vorbereitung für mein Heute. Das wichtigste für mich war: Den Fehler akzeptieren, auch wenn es um viel geht, sich selbst verzeihen, trotzdem neues zu risieren, wachsamer zu sein und offen zu bleiben, meinen eigenen Anteil zu sehen und zu verstehen, damit sich der Fehler nicht wiederholt.
    DANKE für eure Arbeit bei ZEIT zu leben. Es ist immer wieder schön bei euch reinzuschauen.
    Liebe Grüße
    Petra

  • Richtig und Falsch, das sind zwei Seiten einer Medaille.
    Wie gesagt EINER Medaille, d. h. sie gehören ZUSAMMEN.
    Es gibt das eine nicht ohne das andere. Fehler zu machen gehört zum Menschsein einfach dazu. Ich finde die Benotung in der Schule oder auch anderswo unmenschlich. Weil es nie, niemals eine gerechte Berurteilung einer Leistung (oder eines Menschen) gibt. Weil jedes Werturteil subjetiv ist. Was für den einen ein Fehler ist, mag für den anderen ein Segen sein. Die Frage ist doch:
    Wie betrachte ich eine Situation, die scheinbar fehlerhaft ist? Mit den Augen der Liebe? Oder mit den Augen des Wettbewerbs und Konkurrenzgeistes?
    Wenn wir alles mit Augen der Liebe betrachten, dann erübrigt sich der strenge Blick auf unsere “Fehler”. Wir nehmen sie dann zur Kenntnis, aber mit Achtung und Respekt. So bewahren wir uns unsere Würde und auch die der anderen!
    Liebe Grüße
    Birgit

  • Lieber Ralf,
    Veränderung kommt nur, wenn wir mit der momentanen Situation unzufrieden sind. Das ist eine wichtige Erkenntnis, wenn wir lernen und weiterkommen wollen. Die zweite wichtige Erkenntnis ist, dass nichts sich von selbst verändert. Alles, was sich ändert ist auf jemanden zurückzuführen, der mit einem Zustand unzufrieden war, sich ein Herz gefasst hat und etwas verändert hat. Mit Buber gesprochen: “der archimedische Punkt, von wo aus ich an meinem Orte die Welt bewegen kann, ist die Wandlung meiner selbst”[1] Wenn ich Veränderung herbeiwünsche, muss ich nach Kräften bemüht sein, sie herbeizuführen und kann mich nicht in einen Wartezustand versetzen und abwarten, bis die Situation sich von selbst ändert, Erweckung kommt, die Konjunktur aufschwingt usw. Die Kraft zur Veränderung kommt wiederum aus Unzufriedenheit, diese ist der Motor aller Entwicklung. Wer mit allem zufrieden ist, wird nichts ändern und keine Spuren hinterlassen.
    Unzufriedenheit wird oft als etwas allzu Negatives angesehen, was sie zweifellos auch ist, wenn sie nicht durch Dankbarkeit ausbalanciert wird, denn dann schlägt sich sich oft nur in meckern nieder. Sieht man aber Unzufriedenheit als Motor der Veränderung (lies: Verbesserung), dann wird es auf einmal wünschenswert unzufrieden zu werden.

    Unzufriedenheit kommt daher – und kann so hergestellt werden – dass die Denk- und Lebensweise, die wir haben auf einmal nicht mehr schlüssig ist. Es fällt etwas auf, etwas wird uns blitzartig kar und wir fühlen uns nicht mehr “wohl in unserer Haut”. Das Singleleben, das man eine zeitlang genossen hat wird unangenehm. Die Theologie, die man seit Jahren vertreten hat, bekommt Risse, scheint im Lichte einer neuen Erkenntnis Gottes keinen Sinn mehr zu ergeben. Es kommt zu einem Widerspruch in Leben und Denken. Der Mechanismus ist immer derselbe: etwas alltägliches, was man als Gegebenheit bisher hingenommen und nie hinterfragt hat, wird unannehmbar. Diese Unannehmbarkeit macht sich zuerst in Unzufriedenheit bemerkbar.
    Man kann mit dieser Unzufriedenheit verschieden umgehen:
    1) man kann den Widerspruch als “Zufall”, “Messfehler”, “höhere Gewalt” deklarieren und sich so darum herumdrücken, ihn “erklären” zu müssen: Zufälle müssen nicht erklärt werden, weil sie die Lebens- und Denkordnung nicht gefährden.
    2) man kann sich den Widersprüchen durch Realitätsflucht entziehen.
    3) man kann die Widersprüche “erklären” (=harmonisieren). Das ist es, was ich als lernen bezeichne. Ich gehe davon aus, dass man nicht mit dauerhaft mit Widersprüchen leben kann. Jedes System, egal ob theologisch, oder einfach nur unser Denken, ist auf Harmonie ausgerichtet. Man will, dass die “Dinge stimmen” und kann mit logischen Brüchen nicht auskommen. Alle wichtigen menschlichen Fragen sind letztlich Fragen der Art: “wie kann es sein dass, …. wenn….?”. “Wenn du mich liebst, wie kannst du vergessen haben, mich von Bahnhof abzuholen?”. “Wenn es einen allmächtigen Gott gibt, wieso gibt es dann das Leid in der Welt?” – Zwei Dinge passen (augenscheinlich) nicht zueinander und wir erklären (=harmonisieren) den Widerspruch und haben auf dem Weg etwas Neues gelernt.
    Als Newton die Gravitation “entdeckte” war das unscheinbare auslösende Moment ein herunterfallender Apfel (zumindest will es so die Legende). Es war der zigmilliardenste Apfel, der vom Stamm gefallen war, aber der erste, der dazu anregte, sich Gedanken darüber zu machen, warum er fällt. Die meisten Menschen machen sich darüber keine Gedanken; fallende Äpfel sind Teil ihres Alltags über den sie sich keine Gedanken machen. Das es Newton auf einmal unwahrscheinlich erschien, dass so etwas passiert regte ihn dazu an sich so lange Gedanken zu machen bis er das Prinzip dahinter erklären konnte. Er war unzufrieden mit der landläufigen Erklärung “ist halt so”.
    Ich trete seit je für mehr konstruktive Unzufriedenheit mit dem eigenen Leben ein. Die Uhr geht nicht mehr wenn die Unruh kaputt ist – Entwicklung gibt es nicht wenn Unzufriedenheit fehlt. Also lasst uns dankbar sein für das, was wir haben, aber lasst uns auch die Unzufriedenheit zulassen, die uns vorantreibt!

  • Fehler machen dürfen? Auch mal Fehler machen können, ohne dann jahrelang (oder auch ein Leben lang) mit den Konsequenzen leben zu müssen? Und wer bestimmt überhaupt, was ein Fehler ist und was keiner? In meinem Job erdreiste ich mich immer wieder, meinen Schülern zu sagen, was ein Fehler sei, und was keiner. Bin ich so verbohrt, ihnen alles so bei zubringen, wie ich es für richtig halte? Ein Fehler kann doch nur dann einer sein, wenn mich die Folgen meines “Fehlers” nicht zum gewünschten Ziel bringen. Also kann doch auch nur ich entscheiden, was ein Fehler war und was nicht; oder???
    Fehler sind nichts anderes als eine Strategie, die nicht das gewünschte Ergebniss erreicht. Also: eine andere Strategie!!!

  • Wie aus heiterem Himmel traf mich dieser Satz:
    “Selbst wenn ich jetzt den größten Fehler meines Lebens mache, es ist aus zwischen uns beiden”.
    Diesen Satz hat mir ein ehem. Freund vor einiger Zeit gesagt, als er eine andere Frau kennenlernte.
    Durch das Ende dieser Beziehung war ich sehr traurig und wie ich später erfahren habe, mein ehem. Freund auch, weil es nicht mit dieser Frau geklappt hat.
    Es stellt sich mir die Frage, wer hat aus diesem “Fehler” gelernt?

  • Aus Fehlern kann man nur lernen. Jeder Tag ist ein Kampf, das man keinen fehler macht. Wir alle sollten immer daran denken das wir unvollkommen sind. “Erfolg ist das Ergebnis richtiger Entscheidungen. Richtige Entscheidungen sind das Ergebnis von Erfahrung.Erfahrung ist das Ergebnis falscher Entscheidungen.”
    Ich wünsche allen eine schöne Vorweihnachtszeit und Erfolg jeden Tag zu meistern

  • im NLP… gibt es keine Fehler, es gibt nur “Feedback” …
    die Kunst ist das Feedback zu verstehen und zu nutzen :-)
    das heißt, es beim nächsten mal anders zu machen, besser zu machen und sich neben Plan A evtl. auch Gedanken über Plan B, C, D … zu machen…
    Einen schönen Tag und viele Feedbacks :-)

  • Hoch interesnnt das ganze Thema.
    Wenn wir als wahre Menschen uns und alle anderen akzeptieren so wie wir sind und nicht an aunseren Gedanken und Handlungen “herum mäkeln”,dann wird alles besser werden.Dann gibt es bald eine zufriedene Menschheit ohne Bewertung.
    Denn jeder gibt doch sein BESTES! Oder?
    Oder machen Sie,oder Sie, absichtlich etwas anders als gewünscht? Ich glaube nicht.
    Und so sollten wir nicht von Fehlern ,sondern von indiwiduellen Erfahrungen sprechen die ein jeder machen muss, um zu lernen und zu reifen. Egal in welchen Situationen des Lebens.
    Nur wir alle als Mitmenschen waren in der Akzpetanz unseres Gegenübers noch MANGELHAFT. (ich eingeschlossen)
    manches Mal.
    Alles liebe Ihnen allen.
    Claus.

  • … das zwingt doch zu der Konsequenz, den anderen ihre Fehler viel häufiger zu verzeihen. (Auch sich selbst!) Diejenigen vielen Fehler, die jemand nicht aus bösem Willen (oder nur Nachlässigkeit), sondern aus den vielen Unfähigkeiten begangen hat. Er/sie wusste es/konnte es nicht besser/anders…

    P.

  • Ich bin Lehrerin an einer Grundschule.
    In unserer Schule hängt im Lehrerzimmer als kleine tägliche Erinnerung für alle ein Spruch von Hedda Nübel: “Fehler sind Fenster auf den Lernprozess”.
    Damit ist wohl schon ausgedrückt, welche Art von Lernkultur an unserer Schule herrscht oder angestrebt wird.
    Einen interessanten Aufsatz zum Thema habe ich hier gefunden:
    http://home.arcor.de/tutorium.berlin/fhenr.htm

    Ich wünsche allen einen schönen Tag mit den richtigen Fehlern!

    P.S.: Es war kein Fehler, meine Freistunde für dieses Posting zu “opfern”;-).

  • Guten Morgen Zusammen,

    dazu fällt mir spontan eine kleine Geschichte ein, die ich mal über den IBM – Chef gelesen habe (…es kann aber auch der von Apple gewesen sein?):

    “Ein frisch angestellter Topp-Manager hat bei in der Firma einen Fehler gemacht, der IBM einen Millionenverlust gebracht hat. Danach wurde er zum Chef gerufen und war sich sicher, dass er unverzüglich rausgeschmissen wird. Als er beim Chef war, wollte er wissen, wie man den Fehler wieder gut machen kann? Nach einigen Lösungsvorschlägen schickte der Chef ihn wieder an die Arbeit.

    Jetzt war der Manager verwirrt und fragte, warum er denn jetzt nicht entlassen sei? Darauf antwortete der Chef. “Jetzt habe ich über eine Million Dollar in Ihre Ausbildung investiert und dann soll ich Sie entlassen?”
    Der Mangaer machte sich darauf wieder an die Arbeit wie noch nie zuvor…”

    Solche Geschichten wünscht man sich auch im alltäglichen Leben, ohne dass man für jeden kleinen Fehler vom Mitarbeiter, Chef oder Kunden gleich zur Sau gemacht wird.

    In diesem Sinnen wünsche ich (k)eine fehlerfreie Woche

    LG
    Peter

  • Eine Fehlerkultur wie wir sie in unserem Unternehmen haben schliesst eine Beurteilung nie aus. Sowohl Kinder (Noten) wie auch Erwachsene brauchen Wertschätzung – diese ist ohne Beurteilung der Leistung (vergleichbare) nicht möglich. Eine Fehlerkultur baucht Vertrauen, Risiko eingehne zu können, aber auch die Verantwortung aus Fehlern zu lernen und sie Öffentlich zu machen. In diesem Sinne – Lob dem Fehler – aber auch Lob der Disziplin.

  • Hallo zusammen ..

    Ich versuche vom Begriff des Fehlers abzukommen. Wenn jemand fragt, was wir mit unserer Intelligenz anfangen können, sage ich immer .. wir können zwischen Möglichkeiten wählen, also Entscheidungen treffen. Das heisst, das Leben besteht schlussendlich aus Entscheidungen. Die Vorgaben sind nicht immer ganz klar und zum vornherein durchschaubar. Ich finde je länger je mehr, wir sollten Mut haben zu entscheiden. Dann werden wir vom Opfer zum Täter .. Täter könnte man auch durch das Wort – Schöpfer – ersetzten. Ich wünsche allen viel Glück ..

  • Hallo!

    Entscheidungen müssen überlegt und nicht gewonnen werden!

    Liebi Grüess Rolf

  • Fehler zu machen ist natürlich, aber nicht gern gesehen.
    Weder bei de, bei dem sie gemacht werden, noch VON dem, DER sie macht. Dass sie unvermeidbar sind, erkennt man erst, wenn man etwas älter ist. Und damit wächst auch die Erkenntnis, dass man an den Fehlern wachsen kann.
    Jetzt kann ich zum Beispiel Fehler besser zugeben, als damals. Und ich wachse mittlerweile an beidem. Am Sich-Weiter-Entwickeln DURCH die Fehler und am Zugeben-können und Dazu-Stehen. Ich denke, es ist auch ein bisschen altersabhängig…
    Lieben Gruss
    Romana

  • Danke für die vielen Beiträge. Der Fehler und seine große Resonanz.

    Fehler –> Bewertung

    Bewertung –> Leid

    Wille –> Richtung

    Bewertung schafft fast immer Leid, auch dann wenn es anders gesehen wird.

    Wille schafft Richtung. Richtung in die das Tun, also der TÄTER gehen kann. Ohne Tun gibt es keinen TÄTER sondern einen Unterlasser.

    So habe auch ich lange mein Leben unterlassen um kein TÄTER zu sein. Damit war die Fehlerquote auch geringer –> Oh wie schön (?).

    Die Welt ist das was wir won ihr halten, sie ist in unseren Kopf, in unseren Bauch, in unseren Herzen, oder sonst irgendwo in unseren Bewusstsein.
    Die Welt ist die Geschichte die wir uns selber erzälen.
    Was das mit dem Fehler zu tun hat?
    Die Geschichte will erfüllt werden (!). Wenn sie anders erfüllt wird, kann man das als Fehler erleben, und dann danach von Irrtum sprechen. So hat man in seiner Welt Fehler und Irrtum erschaffen.

    Uns gegeben ist der Wille, mächt’ge Macht so nutzen wir sie.

    Das Leben die Summe der umgesetzten Entscheidungen.

    Harmonie ist’s deretwegen wir hier leben uns’re Zeit.

    Wolfgang

  • Als Trainerin für Erwachsene mache ich immer wieder die Erfahrung, dass sich kaum jemand traut, Fragen zu stellen oder zuzugeben, dass etwas unklar ist. Das sind genau die Leute, die in der Schule und am Arbeitsplatz Angst vor Fehlern hatten, weil sie dort immer negative Konsequenzen nach sich zogen(Nachsitzen, Strafaufgabe, Gespräch mit dem Chef…). Auch heute ist das Schulsystem leider nicht besser – wer traut sich schon, in Englisch etwas zu sagen, das nicht absolut perfekt klingt? Das ist lernpädagogisch das Schlechteste, was man machen kann. Wer Angst vor Fehlern hat, macht oft noch mehr und wird völlig blockiert.

  • Ich finde Fehler zu machen ist zwar nicht sehr toll, aber wenn man daraus seine Schlusse ziehen kann und in Zukunft
    diese Fehler wieder vermeidet, ist das schon der erste richtige Ansatz. Auch ich mache Fehler, stehe natürlich dazu und versuche daraus zu lernen. Wir werden mit jeden begangenen Fehler stärker.

  • …..Fehler machen macht kein Spaß, zum Fehler machen gehört Mut, Fehler machen kann peinlich sein, manche Fehler können nie verziehen werden, Fehler bringen uns Erfahrungen und diese sind nicht immer positiv, es ist nicht leicht einen Fehler zuzugeben vor sich selbst und dann schon gar nicht vor anderen und manchmal ist es gar nicht so leicht überhaupt zu wissen was ein Fehler ist und wo der Fehler ist, wenn wir nun aber wirklich mal einen gefunden haben begrüßen wir ihn nicht sondern sind wütend, das ist auch wichtig so.
    Ich finde wenn Kinder mit einer schlechten Note nach Hause kommen, sollte man ihnen was gutes gönnen, wenn sie den Mut hatten ihre Schwäche zu zeigen, denn Fehler machen ist nicht angenehm, egal wie alt man ist.
    Gruß Anna

  • Es gibt Fehler und Fehler.Wie schon oben gesagt.
    Doch ein Leben ohne Fehler ist ein Leben ohne Erfahrung, ohne Aktion, ohne Emotion.
    Daher lebe und erlaube Dir dabei auch Fehler zu begehen, schlimmer ist es nicht gewagtes oder nicht gemachtes zu bereuen.
    Nur der wagt kann herausfinden wie es sein könnte…

  • Ich bin gegen die Abschaffung von Noten, denn Rückmeldung und Leistungsorientierung gehören in unsere Welt. Es müßten aber von den Lehrern eben auch Risikobereitschaft, Phantasie, Gemeinsinn und Aktivitätsgrad bewertet werden. Ich hatte Lehrer, die gaben sich noch die Mühe meinen Lösungsweg (z.B. in Physik) zu bewerten und nicht nur das Ergebnis.

  • Vor einigen Jahren habe ich einmal in einem Unternehmen gearbeitet, dessen Geschäftsleitung sich im Rahmen der Findung der CI als Unternehmensslogan folgenden Satz ausgedacht und dann auch festgeschrieben hat:
    “Von Anfang an das Richtige tun”
    Da habe ich mich immer gefragt, woher diese Herren schon zu Anfang wissen, was sich später als richtig erweisen wird? Tatsächlich ist es heute doch sehr oft so, daß, ganz egal, welche Entscheiduung getroffen wird, sie hinterher auf jeden Fall schön geredet wird. Spätere Einsicht in falsche Entscheidungen ist sehr selten, doch damit entfällt auch der Lerneffekt. Eins unserer wesentlichen Probleme, denn die “deutsche Lernkurve” ist derzeit alles andere als steil.

  • Es gibt keine Fehler in dieser Welt. Es gibt keine Fehler in den Lebewesen in dieser Welt. Es gibt keine Fehler die der Mensch machen kann.
    JEDER handelt so wie er es zum besten Glauben machen kann und für ihn das beste ist.
    Der Mensch hat irgendwann einmal angefangen zu beurteilen was Falsch und was Richtig ist.
    Dabei gibt es KEIN richtig oder falsch.
    Alles ist Sache der Definition.
    Wir sind nicht hier um zu Ver(U)rteilen was Falsch und was Richtig ist.
    Wenn jeder mehr Eigenverantwortung übernehmen würde müssten wir auch nicht mehr über richtig oder falsch diskutieren.

  • Finde Ihren Beitrag ausgesprochen erfrischend. Leider ist “Fehler machen”, bzw. die Angst davor, ein sehr sensibles Thema, da es dabei immer auf die individuellen Erfahrungen des Einzelnen ankommt. Da im schulischen Kontext meist nur das “Nichtkönnen” beurteilt wird, lege ich in meiner Tätigkeit als ReLeMaKo®-Lerntrainerin das Augenmerk in erster Linie auf das Können und die Stärken meiner Klient/innen. Diese Art zu denken führt zu größerer Erfolgskompetenz, stärkt das Selbstvertrauen und plötzlich schafft man Dinge, die man sich, vor lauter Angst Fehler zu machen, niemals zugetraut hätte.
    Ich freue mich schon auf den nächsten Newsletter!
    Liebe Grüße aus Österreich, Ricky

  • Für mich ist der Begriff ” Fehler ” eine sehr individuelle, abstrakte Definition.
    Der Begriff “Fehler” hat meiner Meinung nach in der Eigenbeurteilung der Handlung einer Person keine Relevanz.
    Der Begriff ” Fehler ” bedeutet, dass etwas fehlt, etwas nicht da ist, etwas wo uns die Referenz fehlt. Unsere Aufgabe sollte es sein, uns ständig zu vervollkommnen.
    Als Referenz dienen uns auch die gesammelten Erfahrungen auf der Erfahrungsebene Erde.
    Leben heißt aber, sich ständig im Bereich von Möglichkeiten zu bewegen. Eine Beurteilung schon vorwegzunehmen, heißt sich in den Möglichkeiten zu beschränken.

  • Eine offene “Fehlerkultur” ist gewiß hilfreich – wir alle machen Fehler auf allen Ebenen und wenn wir daraus lernen ist das gut.
    Jedoch lassen sich auch viele Fehler durch Aufmerksamkeit und Einschalten des (Vor-)Denkens vermeiden: Versuch und Irrtum ist nur ein Weg zu lernen, eine praktikable Theorie zu erdenken z. B. eine weitere. Auch können wir aus Fehlern anderer lernen – nicht alle Fehler müssen wir selbst begehen.
    Treffender als “Fehlerkultur” finde ich daher “Lernkultur”.

  • Ein Fehler ist etwas, was die Vollkommenheit nicht erreicht hat. Ein Fehler nachzuweisen ist eine Bewertung – es fehlt etwas, um gut, richtig oder passend zu sein, es ist der vorgegebenen Norm nicht entsprechend.
    Der Fehler: …das was fehlt, um eine gute Ehefrau zu sein.
    Der Fehler: …das was fehlt, um als Tochter akzeptiert zu werden.
    Beim Fehler fehlt mir oder dem anderen etwas z.B. im zwischenmenschlichen Bereich. Einenen Fehler anzusprechen,
    bedeutet einen Tadel anzusprechen. Da ist ein Fehler in deinem Verhalten, in deiner Herstellung – etwas was nicht akzeptiert wird oder nicht werden kann. Einen Fehler gemacht zu haben, bedeutet meist auch ein “Nein”.

  • Leider färbt die Angst vor Fehlern, die ja in bestimmten Bereichen des Lebens angebracht oder sogar zwingend notwendig ist, in sehr viele weitere Lebensbereiche ab.

    Vielleicht ist es hilfreich, sich mal zu überlegen, in welchen Lebensbereichen man den ein oder anderen Fehler wegstecken könnte bzw. irgendwie ausgebügelt bekäme.

    Ich könnte mir vorstellen, dass man dadurch automatisch in Bereichen risikofreudiger wird, in denen man es sich erlauben kann.

    Danke für die tollen Denkanstöße!!!

  • Das ist ja wirklich klasse. Man bekommt die Einstellung ich muss unbedingt Fehler machen um daraus zu lernen. Ich find es auch schade, dass ich des öfteren keine Fehler machen will, weil diese in Gedanken katastrophale Folgen für mich haben könnten, aber ihr habt recht. Wenn ich darüber nachdenke, ist es wunderbar Fehler zu machen. In vielen Fällen ist es besser den Job des Fehlerjägers zu übernehmen. Wir müssen alle verdammt nochmal akzeptieren, dass wir Menschen einfach Fehler sind. Es ist einfach unmöglich.

    Lieber Grüße

    Max

  • Was für eine Freude zu sehen, dass es Menschen gibt, die sich mit der Angst des Kleinmachens beschäftigen. Alles was ich gelesen habe ist, dass jede/r seinen Teil dazu beiträgt das ganze auf seine eigene Art zum Positiven zu verändern.

    Also – seht weiter auf die Fehler, die da kommen!!!!

    Ich wünsche Euch allen einen schönen Sonntag. :-)))))

  • Es gibt so´ne und solche Fehler. Wenn ich mir Winterreifen draufziehen lasse, dann möchte ich keine Fehler! Das Leben von Menschen hängt schließlich dran. Fehler, die immer wieder gemacht werden, aus Nachlässigkeit, Desinteresse oder Überforderung sind auch solche überflüssigen Fehler. Und dann gibt es diese Fehler, weil man Neues anpackt und unerfahren ist – da lässt sich viel daraus lernen. Mir passieren sie oft; meine Frau ist aber z.B. wesentlicher achtsamer in der Welt als ich,die macht bestimmte Fehler erst gar nicht, die mir immer wieder unterlaufen. Andererseits traue ich mich an Sachen heran, die andere nicht versuchen würden. Weites Feld!

  • Schwache Menschen erkennen in anderen Menschen zuerst die Schwächen, die Fehler.
    Starke Menschen erkennen in anderen Menschen zuerst deren Stärken und profitieren davon. Das ist das Gesetz der Resonanz.

    Sollen Fehler erlaubt sein? Ja und Nein.
    Das muss genau definiert werden.
    Verbessern wir das Design eines Produktes, kann der eine oder andere “Fehler” hilfreich sein. Er führt uns zum besseren Weg. Aber auch da gilt: Fehler sind nur in einem gewissen Rahmen erlaubt. Sonst könnte das Design eventuell so verändert werden, dass das Produkt stirbt.

    In anderen Bereichen muss eine Null-Fehler-Toleranz herrschen.
    Alles andere wäre eine Katastrophe!
    Oder steigen Sie in eine Flugzeug und sehen am Gate ein Schild: Unsere Piloten dürfen auch mal einen Fehler machen?
    Gehen Sie in eine Klinik, bei der Ärzte auch mal Fehler machen dürfen?

    Man muss also genau definieren: Fehler wo und mit welchen Leitplanken.
    Manfred Stähle

  • am Mittwoch fragte im kurs mal wieder ein Tai Chi – Schüler, als ich zu ihm kam um eine Position zu wiederhoel:
    “hab ich was falsch gemacht ?”
    “nein, Du hast es nur anders gemacht..”

    alles liebe
    norbert

  • “Auf der Suche nach dem Richtigen ist das oft das Falsche” ist ein original van Dyck ;)

    alles alles Liebe

    yvonne

  • In der “gewaltfreien Kommunikation” spricht man nicht von Fehlern sondern sagt, “man hat sich falsch entschieden”.

  • Leider werden Menschen die Fehler machen von den Mitmenschen erniedrigt und dadurch geschwächt und kommen deswegen vom fehlermachen nicht mehr weg.

  • Ernst Ferstl ( österr. Lehrer, Dichter & Aphoristiker, geb. 1955) sagte: Unter dem Druck, ja keine Fehler zu machen, verflüchtigt sich jede Lebendigkeit. Wie recht er hat. Lebensfreude hat unbedingt damit zu tun, Fehler machen zu dürfen. Durch Fehler wird man klug, darum ist einer nicht genug. ( Wilhelm Busch)
    Warum sehen wir an anderen Fehler? Um es mit Alexandre Dumas ( Frz. Schriftsteller & Bühnenautor, 1802-1870) zu sagen: Wir tadeln Fehler, von welchen wir keinen Nutzen ziehen. Es ist der pure Egoismus, auch um von eigenen Fehlern abzulenken. Fehler machen in unserem gesellschaftlchen Verständnis ja immer nur die anderen. Schade um diese geringe Einsicht und das sterben der Toleranz gegenüber den Menschen die um uns sind.

  • Wie schön wäre es demnach, wenn wir endlich den Mut hätten die Noten in der Schule abzuschaffen…damit alle Schüler sich endlich wieder trauen zu zeigen, was sie können, inclusive aller Fehler…

  • Schon mein Vater sagte:

    Wer viel arbeitet, macht viele Fehler; wer wenig arbeitet macht wenig Fehler; wer gar nicht arbeitet macht keine Fehler und wird befördert! ;-)

    Liebe Grüße an alle und ein schönes, erholsames Wochenende

Deine Anmerkung zu diesem Beitrag?

Hausregeln: Wir lieben Kommentare :-) Auch kritische Anmerkungen. Solange sie respektvoll, fair, höflich und konstruktiv sind. • Und bitte, bitte, bitte kein Marketing in irgendwelcher Form (auch nicht für kostenlose Angebote) • Und bitte unter dem eigenen Namen schreiben (nicht als "Versicherungsvergleich" oder "Wasserbetten"). • Die Fotos neben den Kommentaren funktionieren übrigens über Gravatar. Ihre Email-Adresse wird nicht veröffentlicht.