Wie du Freundschaften erhältst und neue Freunde gewinnst

Freundschaft

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Freunde sind wirklich was Tolles.
Für mich sind sie wie eine zweite Familie.

Es gibt immer was zu lachen … Und die geteilten Sorgen wiegen – wie das Sprichwort schon sagt – nur noch halb so schwer.

Ich habe das Glück, dass ich noch viele Freunde aus Schulzeiten habe.
Was unter anderem daran liegt, dass ich relativ sesshaft geblieben bin.

Sobald du aber ein- oder zweimal umgezogen bist, in eine neue Stadt oder gleich in eine vollkommen andere Region, da wird es schon sehr viel schwieriger, Freundschaften aufrechtzuerhalten.

Freunde halten dich gesund

Dabei sind Freunde nicht nur aus den „offensichtlichen“ Gründen wichtig für dich.

Die Forschung zeigt immer mehr spannende Gründe auf, weshalb Freunde dein Leben in vielerlei Hinsicht besser machen:

  1. Freunde verringern deinen Stress und steigern dein Wohlbefinden.
  2. Freunde steigern dein Selbstwertgefühl.
  3. Freunde stärken deine psychologische Widerstandsfähigkeit.
  4. Freunde stärken auch dein Immunsystem und halten dich gesund.

Das sind doch wirklich gute Gründe, dich gut um deine Freundschaften zu kümmern.

Aber es ist ja nicht so, dass wir nicht wüssten, dass Freunde gut und wichtig für uns sind.

Meistens sind es ja eher bestimmte Umstände, die uns das mit den Freundschaften ein wenig erschweren.

Was Freundschaften schwierig macht

Viele von uns sind Bedingungen ausgesetzt, die den Erhalt von Freundschaften nicht unbedingt leichter machen:

  1. Ein Job, der dich zeitlich voll in Anspruch nimmt
  2. Ein vollgepackter Alltag, der dir deine ganze Energie aufsaugt und es dir schwer macht, mit Freunden Kontakt zu halten
  3. Ein örtlicher Wechsel, der es dir schwer macht, engen Kontakt zu alten Freunden aufrechtzuerhalten und auch neue Freunde zu gewinnen

Solche Lebensumstände machen eine Freundschaft natürlich nicht unbedingt leichter.

Denn je weniger persönliche Zeit du mit deinen Freunden hast, desto schwieriger ist es natürlich auch, die Freundschaft zu erhalten.

Tipps für gute Freundschaften

Als jemand, der vielleicht genau in dieser Situation ist, hast du dich womöglich auch schon mal gefragt: „Was kann ich denn jetzt tun, um Freundschaften zu erhalten?
Oder im besten Fall sogar neue Freunde zu gewinnen?“

Die Tipps rund ums Thema Freundschaft, die man in dem wohl bekanntesten Buch zum Thema Freundschaft findet, sind ja teilweise ziemlich kurios … Dale Carnegie rät:

„Hör möglichst viel zu und lass den anderen über sich selbst erzählen.“
„Gib dem anderen das Gefühl, toll zu sein.“
„Sag möglichst oft den Namen deines Gegenübers.“

Für mich klingt das nicht nach einem guten Rezept, um Freunde zu gewinnen …
Sondern eher nach einem Rezept, um sich selbst zu verbiegen.

Aber das ist im Grunde genau das Gegenteil von Freundschaft.

Ein Wesensmerkmal von Freundschaft ist ja, dass du dich da gerade nicht verstellen musst.
Dass du nicht etwas Bestimmtes sein musst, um akzeptiert zu werden.

Alles andere wäre ja auch ziemlich anstrengend. Und auf Dauer irgendwie auch keine reizvolle Freundschaft.

Wenn du dich selbst verbiegst, dann gewinnst du nämlich keine Freunde, die dich so mögen, wie du wirklich bist.

Und wie heißt es doch so schön:

„Ein Freund ist jemand, der dich mag, obwohl er dich kennt.“

Was wären denn stattdessen gute Tipps, um Freunde zu erhalten und neue Freunde zu gewinnen?

Ein super Leitmotiv für Freundschaften

Als ich so über das Thema Freundschaft nachgedacht habe, bin ich über einen Ausspruch gestolpert, der es für mich perfekt auf einen kurzen Nenner bringt:

(Ein Coaching ist dir zu teuer? Dann sei clever und coach dich selbst!)

„Der einzige Weg, Freunde zu gewinnen, ist, selbst einer zu sein.“

Das hat Ralph Waldo Emerson gesagt.

Und dieser Ausspruch hat nicht nur Gültigkeit, wenn du neue Freunde gewinnen willst. Er passt auch hervorragend, wenn du deine bestehenden Freundschaften erhalten möchtest.

An dieser Stelle kannst du ja mal kurz innehalten. Und dich selbst fragen:

  • Was heißt es, ein guter Freund zu sein?
  • Was macht für mich selbst einen guten Freund aus?

Wenn du deine Antworten auf diese Fragen kennst, dann weißt du auch, was du selbst geben solltest. Und was du selbst tun kannst, damit andere Menschen dich auch als Freund wahrnehmen.

Praktische Tipps, damit Freundschaften gedeihen

Selbst ein Freund sein – das ist eine super Faustformel, die dir das mit der Freundschaft in vielerlei Hinsicht einfacher macht. Ohne, dass du groß darüber nachdenken musst, ob du jetzt „genug zugehört“ hast und oft genug „den Namen der anderen Person genannt“ hast …

Aber es gibt trotzdem auch ein paar ganz konkrete Dinge, die du beachten kannst.

Verhaltensweisen, die das Entstehen von Freundschaften begünstigen.

1. Verurteile nicht

Ja, wir sind alle sehr schnell darin, uns Urteile über andere zu bilden:
Wie oberflächlich, wie uninteressant, wie neurotisch andere Menschen doch sind …

Aber wie fühlst du dich, wenn du den Eindruck hast, dass dein Gegenüber dich verurteilt?
Dass diese Person dich in eine bestimmte Schublade gesteckt hat?

Fühlst du dich dabei wohl? Möchtest du mit dieser Person befreundet sein?

Wahrscheinlich eher nicht.

Es ist ganz normal, dass wir bestimmte Schubladen in unserem Kopf haben. Das können wir gar nicht verhindern.

Es ist auch vollkommen o. k., Sympathien zu haben oder jemanden einfach nicht zu mögen. Mit solchen Menschen wollen wir dann auch gar nicht befreundet sein, also kein Problem.

Aber wenn du dich als der Oberkritiker vor dem Herrn aufspielst und in jedem Menschen erstmal nur die Fehler suchst, dann wird es für dich ziemlich schwer, Freunde zu finden.

Denn niemand wird gern verurteilt. Du selbst nicht. Und andere genauso wenig.

Deshalb übe dich in Verständnis.
Statt zu urteilen, versuche lieber herauszufinden, warum der Mensch so ist.

Damit zeigst du Respekt und ein ehrliches Interesse gegenüber der anderen Person.

Und wenn dein Gegenüber das spürt, dann hast du schon die größte Hürde überwunden.

2. Sei beständig

Der größte Faktor für den Erhalt und den Aufbau neuer Freundschaften ist der Faktor Zeit.

Denn das ist das Hauptunterscheidungsmerkmal, wo sich Bekanntschaften von Freundschaften unterscheiden:

  • wie lange du jemanden schon kennst und
  • wie viel Zeit du mit dieser Person schon verbracht hast.

Den Kontakt zu halten ist also eine Grundvoraussetzung, damit eine Freundschaft gedeihen kann.

Wenn es ein „Geheimnis“ rund ums Thema Freundschaft gäbe, dann würde ich behaupten, es lautet: „Such regelmäßig den Kontakt.“

Das wären schon 80 % des gesamten Zaubertricks.

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Das erfordert auch gar nicht viel Zeit. Gerade mit den ganzen modernen Kommunikationsmöglichkeiten.

Ein kurzes „Hallo, wie geht’s dir? Was macht das Leben?“ reicht oft schon vollkommen aus.

Jeder freut sich darüber. So wie du dich auch darüber freuen würdest.

Wenn du bisher schlecht darin warst, Kontakt zu halten, dann mach es dir einfach zur Gewohnheit, einer Person ganz kurz zu schreiben, sobald du mal an sie denkst.

Jeder freut sich darüber, wenn man sich für ihn interessiert. Und für eine ganz kurze Nachricht hast du immer Zeit.

3. Nimm die Dinge nicht persönlich

Auch dieser Punkt ist sehr wichtig für das Funktionieren von Freundschaften.

Vielleicht schreibst du eine Nachricht und bekommst eine Woche lang keine Antwort. Oder dir wird kurzfristig eine Verabredung abgesagt.

Oft fühlen wir uns davon vor den Kopf gestoßen.
Was ja auch eine ganz normale Reaktion ist.

Auf der anderen Seite ist es aber so, dass die meisten Menschen es gar nicht böse meinen.

Der Alltag lässt uns häufig einfach nur sehr wenig Zeit. Wenn du Kinder hast, weißt du ja, wie das ist … Du bist froh, wenn du mal ein bisschen Zeit für dich selbst hast. Manchmal hast du da einfach nicht mehr die Energie, dich auch noch um andere zu bemühen.

Nimm solches Verhalten von anderen nicht gleich persönlich.
Denn es hat nichts mit dir zu tun.

Bei vielen Menschen fallen in ihrem vollen Alltag eben auch viele andere wichtige Dinge hinten runter: Sie wollten mehr Zeit mit dem Partner verbringen, regelmäßig Sport treiben, sich um den Garten kümmern …

Für das alles bleibt auch nie genug Zeit. Deswegen ist das aber nicht weniger wichtig.

Und genauso ist es mit den Freundschaften.

Unterstell deinen Freunden daher niemals böse Absicht.
Denn es ist nicht gegen dich persönlich gerichtet.
Und deshalb solltest du es auch nicht auf die Goldwaage legen.

Jeder von uns tickt einfach ein bisschen anders. Deshalb lass dich nicht entmutigen, wenn mal etwas nicht ganz nach deinen Erwartungen läuft.
Sondern bleib weiter dran.

In den allermeisten Fällen lohnt es sich.

4. Lass deine Freunde teilhaben

Selbst ein Freund zu sein bedeutet natürlich, zuhören zu können. Ganz klar.

Aber es hat auch etwas damit zu tun, dass du andere Menschen an deinem Leben teilhaben lässt. Und auch Dinge von dir und deinem Leben preisgibst.

Eine solche Offenheit ist am Anfang vielleicht etwas unangenehm.
Aber niemand möchte mit einer Person befreundet sein, die einen nicht richtig kennt.

Je offener du also selbst bist, desto leichter machst du es anderen Menschen dich einzuschätzen und dich als einen Freund in Betracht zu ziehen.

Natürlich machst du dich damit verletzlich.
Aber nur so lernst du auch die Leute kennen, die zu dir passen.
Und die dich am Ende so mögen, wie du bist.

5. Sei unternehmungslustig

Zuvor habe ich ja geschrieben, dass den Kontakt zu suchen schon 80 % des gesamten „Zaubertricks“ sind.

Für mich sind die anderen 20 % gemeinsame Erlebnisse.

Denn diese schweißen erst so richtig zusammen.

Deshalb kannst du mit manchen Menschen schon nach kurzer Zeit dicke befreundet sein, während es bei anderen Jahre dauert. Einfach, weil gemeinsame Erlebnisse das gegenseitiges Anfreunden stark beschleunigen.

Egal was ihr gemeinsam unternehmt, alles ist in dieser Hinsicht besser, als sich nur auf einen Klönschnack zu treffen (außer der ist selbst auch sehr erlebnisreich).

Regelmäßige gemeinsame Erlebnisse vertiefen die Freundschaft.

Und oft ist es ja so, dass es auch immer einen braucht, der sich darum kümmert. Der organisiert und andere mitreißt.

Wenn du diese Rolle ab und zu mal annimmst, kannst du dir sicher sein, dass deine Freundschaften dadurch wachsen werden.

Wie du dir Freunde erhältst und neue gewinnst

Wenn du also Freundschaften aufbauen und pflegen willst, dann:

  1. verurteile andere möglichst nicht, sondern …
  2. sei beständig und investiere Zeit in deine Freundschaften
  3. sei verständnisvoll und nimm die Dinge nicht persönlich
  4. lasse deine Freunde an deinem Leben teilhaben
  5. sorg für gemeinsame Unternehmungen und Erlebnisse mit deinen Freunden

Behalte bei all dem das als Leitmotiv für gute Freundschaften im Hinterkopf. Dann wird es dir auch im vollen Alltag viel leichter fallen, den Kontakt zu deinen Freunden zu halten und auch neue Freunde zu gewinnen:

Der einzige Weg, Freunde zu gewinnen, ist, selbst einer zu sein.

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Kommentare

  • Für mich gilt: “Ein Freund ist jemand, der mich mag, weil er mich kennt. Weil er meine Einzigartigkeit schätzt.” Oder denken so viele Menschen schlecht von sich?
    Ich glaube, Freundschaft ist nur möglich, wenn man sich kennt. Im Artikel steht ja auch was von Offenheit.
    Meines Wissen nach reicht es nicht, Freund zu sein. Denn man muss sich selbst Freund sein. Das ist viel schwieriger. Für mich ist es recht einfach nett zu anderen Menschen zu sein. Jedoch bin ich zu mir oft sehr hart. Das erschwert Freundschaften!

  • Danke für den Artikel!
    Ich möchte eine Anmerkung machen…du schreibst von der Wichtigkeit gemeinsamer Erlebnisse, die nicht nur Klönschnack sein sollen. Ich – als Frau :) – kann dazu nur sagen, dass ein gutes Frauengespräch der schönste Rahmen für wirkliche (herzensnahe) Begegnung ist, die weit über ein gemeinsames Erleben/Erlebnis hinausgehen kann. Natürlich ist es nett, mit meinen Freundinnen was zu unternehmen, aber um nichts in der Welt wollte ich das gute Gespräch missen, wo es um Gott und die Welt, das Leben, das Eingemachte…geht .
    Vielleicht ist das frauenspezifisch…mein Liebster würde nämlich gewiss einem Tag auf der Rennstrecke mit den anderen Jungs, definitiv den Vorrang vor einem Gespräch geben *hehe*…..! Vielleicht würde es ihn sogar gruseln bei dem Gedanken an ein intensives Zweiergespräch, wo es ums Eingemachte gehen soll :)….Ist sicher nicht generell zu sagen, ich kenne ein paar männliche Exemplare, die das Gespräch, wie oben benannt, schätzen, aber tatsächlich sind es eher wenige in meinem Bekanntenkreis.

 

Ralf Senftleben

Hallo! Schön, dass du da bist!

Ich bin Ralf und das hier ist meine Seite, Zeit zu leben. Seit 1998 schreibe und forsche ich darüber, wie wir unser Leben selbstbestimmt, kraftvoll und bewusst leben können. Wie wir herausfinden, was wir für unsere Zufriedenheit brauchen, und wie wir erreichen, was wir uns wünschen.

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