Gefühle – Warum wir ihnen nicht ausgeliefert sind …

Gefuehle
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Eigenverantwortung zu übernehmen ist sehr wichtig, wenn wir unser Leben selbst bestimmen wollen. Und Verantwortung für unsere Gefühle zu übernehmen, ist in diesem Zusammenhang von ganz besonderer Bedeutung.

Dazu ein grundsätzlicher Gedanke: Viele Leute denken, dass andere Menschen oder die Umstände dafür verantwortlich sind, wie man sich fühlt. Ich wage aber zu behaupten: das stimmt nicht. Vielmehr sehe ich es so: Niemand anderes als wir selbst machen unsere Gefühle.

Was bedeutet das für dich?

Beispiel: Wenn ein Kollege schlecht über dich redet und du erfährst es, dann fühlst du dich vielleicht ärgerlich, traurig oder frustriert. Aber wenn du jetzt denkst, dass dein Kollege dafür verantwortlich ist, dass du dich schlecht fühlst, dann liegst du meiner Ansicht nach falsch. Dein Büronachbar macht nicht deine Gefühle, sondern das bist du selbst.

Und es ist nicht einmal die Tatsache, dass jemand hässlich über dich geredet hat, weswegen du dich schlecht fühlst! Stell dir vor, du hättest es nie erfahren…, dann hättest du dich auch nie darüber aufgeregt. Das zeigt doch deutlich, dass deine Gefühle wirklich nur von dir selbst abhängen und davon, wie du auf Impulse von außen reagierst.

Noch einmal zusammengefasst

Es sind nicht die Impulse, die unsere Gefühle machen, sondern unsere Gefühle entstehen dadurch, wie wir auf diese Impulse reagieren. Das ist ein entscheidender Unterschied.

Warum ist das so wichtig? Weil wir die Impulse von außen schlecht kontrollieren können. Aber unsere Reaktion darauf können wir ändern und trainieren, z. B. mit Methoden der rational-emotiven Verhaltenstherapie, mit Auto-Suggestionen, mit Methoden wie “The Work” oder Affirmationen.

Mal ehrlich …, du müsstest dich theoretisch nicht schlecht fühlen, wenn jemand hässlich über dich redet. Es gibt Menschen, die bleiben bei so etwas vollkommen ruhig, denen ist das ganz egal. Auch du könntest das üben und trainieren, solange bis auch dir das vollkommen egal ist. Und ob du das tust oder nicht, ist deine Entscheidung.

Ja, ich bin überzeugt davon: wir sind es wirklich selbst … Unsere Gefühle liegen in unserer Verantwortung. Und ich glaube, dass es wesentlich einfacher ist, ein selbstbestimmtes Leben zu führen, wenn wir diesen Gedanken verinnerlicht haben. Nur wenn wir anfangen für unsere Gefühle Verantwortung zu übernehmen, können wir uns gegen die kleinen und großen Manipulationen von außen schützen.

Oder, was denkst du?

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Kommentare

  • Hallo Ralf,

    vielen Dank, dass Sie mit diesem und vielen anderen Artikeln so intensiv Werbung für Selbstverantwortung machen.

    Uns als Macher unserer Gefühle zu verstehen empfinde ich als heilsame Provokation, die im besten Fall zum Nachdenken darüber verführt, wie wir unser inneres Geschehen und die daraus folgenden Handlungen gestalten können. Allerdings glaube ich, dass wir uns mehr als Mitgestalter und Moderatoren, denn als voll verantwortliche, effektive Kontrolleure und Macher unserer Innenwelt verstehen und entwickeln sollten.

    Ich glaube, wir sind vor allem gefordert, den intensiven “Dialog” mit unseren Emotionen zu pflegen – immer auf der Spur, des heilsamen und produktiven Weges, auf dem wir selbst glücklicher werden und unsere Beziehungen immer inspirierender und reicher.

    Herzliche Grüße
    Martin

  • Danke für den Tipp. Nachdem ich den Artikel gelesen habe, musste ich mich selbst erst mal fragen, wie ich denn auch die schlechte Meinung anderer Menschen, ob sie mich jetzt betreffen oder nicht, reagiere. Und da habe ich gemerkt, dass ich mich davon sehr einnehmen lasse, war mir aber eigentlich gar nicht möchte.
    Ich werde in Zukunft mal darauf achten mich mehr davon zu distanzieren.

  • Ich übe mich seit einiger Zeit darin, meine Gefühle neugierig zu betrachten und mich zu fragen, warum kommt gerade dieses Gefühl in dieser Situation und was will es mir sagen – meistens sehr interessant und erkenntnisreich für mich und lenkt mich i.d.R. von dem auslösenden Impuls weitgehend ab.
    Zudem bleibe ich in der Situation bei mir und ähnlich wie ein Kind erkunde ich neugierig, was da gerade bei und mit mir geschieht.
    Es gelingt mir immer öfter ;-) auch wenn ich ein Mann bin.

  • ich finde eure beiträge alle klasse.
    es hat mich bewegt auch ein paar zeilen zu schreiben.

    mich beschäftigt das thema gefühle auch schon eine sehr lange zeit und ich muß sagen, es echt nicht einfach damit umzugehen.
    anfangs hab ich auch die sprüche gehört”wir sind selbst verantwortlich für unsere gefühle”.
    also hab ich mir gedacht, einfach abschalten. wir sind ja verantwortlich, deshalb kann ich auch was dagegen tun. was ich leider nicht gleich gemertkt habe ist, ich hab meine gefühle abeschaltet. daraus folgte leider, dass ich dachte, wenn ich die schlechten gefühle abschalte, nur noch gute gefühle habe. dem war leider nicht so.
    ich habe gelernt, dass man auch schlechte gefühle zulassen muß, damit man auch gute gefühle zulassen kann.
    nei mir war es nämlich so, dass die guten gefühle genauso abgenommen haben wie die schlechten.
    fazit: schlechte gefühle sollte man zulassen. sie sollten uns aber nicht beherrschen. dh. erkennen deine schlechten gefühle und lasse sie zu, aber lass sie nicht deinen alltag beherrschen.

    natürlich fühle ich mich schlecht, wenn schlecht über mich geredet wird, aber soll ich so tun, als wäre es nie passiert?(nach dem motto ich hätte es nie erfahren)…NEIN!

    wir haben immer eine wahl!
    entweder es ist mir wirklich egal, was über mich gesagt wird, oder es ist mir nicht egal, aber dann muß ich auch was dagegen tun.(z.b. denjenigen zur rede stelle, oder wenn er/sie recht hat, etwas an mir ändern)

  • Es hängt auch von meiner eigenen Verfassung ab, ob ich mich von meinen (negativen) Gefühlen unterkriegen lasse oder nicht. Permanent alles distanziert und positiv zu sehen, würde bedeuten, sich innerlich von den Dingen zu verabschieden. Ja, Menschen haben nun mal Gefühle. Es kostet viel Kraft, sich immer wieder aufzurappeln; und es ist ein ewiges Auf-Und-Ab. Ich kenne das nur zu gut!
    LG

  • sicher ist es möglich selbst die eigenen Gefühle zu beeinflussen – in einem gewissen Grad. Der absolute Anspruch “seine Gefühle selbst zu machen” ist jedoch nicht erfüllbar. Irgendwo ist jeder seinem emotionalen System ausgeliefert: den eigenen Erfahrungen und Erinnerungen, den Prägungen und der genetischen Disposition. Wir reagieren aufgrund unserer Vorlieben und Abneigungen, die unser Bewusstsein steuern, bevor wir “Gefühle” wahrnehmen und rational bearbeiten können – wollen – und tatsächlich dann auch tun …

    • Sebastian

      ‘Irgendwo ist jeder seinem emotionalen System ausgeliefert. ‘

      Richtig. Trotzdem entspringen die Gefühle deinem selbst und werden nicht von außen impliziert…

  • hallo ihr alle!

    vielen dank für eure offenheit mit dem thema gefühle umzugehen. ich hänge gerade so in meiner trauer rum die sich immer wieder zeigt.

    der punkt eigenliebe zu lernen , die
    sehnsuchtshinterfragung, und im jetzt die gefühle anzunehmen sind wohl die hauptaufgaben.

    vieles ist jetzt wieder klarer durch eure kommentare. besonderer dank an thomas.

    gute zeit und viel gelassenheit
    claudia

  • Hallo,

    ich bin mit deinen Gedanken über die Gefühle sehr stimmig.
    Wie wäre es denn, den Maßstab des meistgelesenen Buches der Welt an zulegen?

    Die Bibel.

    Was Gott über uns da zu sagen hat hält allen Selbst-Vorwürfen,Verwirrungen und jedem Gefühls-Chaos stand.
    Ich habs erlebt!
    Denn ER liebt uns, weil Er uns geschaffen hat und uns so animmt wie wir sind- vorbehaltlos !!!

    eine liebevolle Woche wünsche ich !

    • Sebastian

      Genau so. Ich persönlich bekomme das auch ohne Gott hin. Aber jeder auf seinem Weg.

  • Hallo,
    Ich denke schon, Sie haben recht. Jede(r) macht seine Gefühle selbst und ist nur selbst dafür verantwortlich: wähle, willst du Opfer sein oder Täter? Meist sind wir, ohne gefragt worden zu sein, beides.
    Aus meiner Sicht wird es wirklich kompliziert erst da, wo alte eingefahrene Konditionierungen greifen und automatisiertes Verhalten eine Neuorientierung unendlich schwierig werden läßt: gerade meinst Du, auf einem guten Weg zu sein – wupp holt Dich Dein altes kontraproduktives Verhalten wieder ein und das gewonnene Terrain ist wieder dahin – Sysiphus-Arbeit aber an sich selbst und daher lohnend.
    Drücken Sie mir bitte die Daumen, das ich nicht aufgebe.
    Loba

  • @ Andrea

    Danke für deine Antwort, du hast mir die Augen geöffnet. Ich glaube dass es mir deshalb oft so schlecht geht weil ich mich nicht entscheiden kann zwischen “will ich meinen Ex zurück gewinnen” oder “will ich versuchen über ihn hinweg zu kommen”. Dieses Fehlverhalten hab ich bisher noch gar nicht bemerkt, aber ich bin mir ziemlich sicher dass es der Grund für mein aufgewühltes Gefühlsleben.
    Ich werde jetzt wohl eine Entscheidung treffen müssen…

  • Das entscheidende ist doch was der einzelne aus dieser Erkenntnis macht. Um nicht “Fremdgesteuert zu sein” müssen wir uns doch erst einmal selbst erkannt haben und dann auch die 7 Ebenen der Veränderung in die Praxis umsetzen. Denn was nützt es dies zu wissen aber nicht danach zu handeln. Alle die diese Seite besuchen und lesen haben ja schon eine andere Sichtweise. Aber mal im Ernst wie viele Menschen haben sich denn wirklich erkannt und leben sich ? Ich behaupte mal es ist prozentual auf die Bevölkerung in Deutschland ein deutlich einstelliger Prozentsatz, oder noch weniger. Also wer hat den Mut sich wirklich zu leben und am Abend eines Tages oder unseres Lebens zufrieden in den Spiegel zu schauen und den Menschen den er sieht zu mögen und wirklich zufrieden mit sich zu sein ? Am Anfang steht doch die Frage habe ich den Mut diese Veränderungen zu leben und gleichzeitig die Gabe meiner Umwelt dies zu zeigen. Für die “Meckerfreunde” oder den Kollegen von nebenan meine 7 Fragen fürs Leben, die in den letzten Jahren nur sehr, sehr wenige beantworten konnten . 1. Wer bin ich ? 2. Was mag ich ? 3. Was tut mir gut ? 4. Wofür bin ich dankbar ? 5. Was soll ich loslassen 6. Wie kann ich anderen Menschen helfen ? 7. Was soll ich machen ?

    An dieser Stelle ein großes Lob an dies Führungsriege, weiter machen und den Menschen zeigen, dass es sich lohnt anders zu sein und über sich nachzudenken.Ich freue mich immer auf die Mail, bekomme sie aber leider erst am Sonntag.

    Warum dieses Lob ? Weil wir alle, auch der meckernde Kollege von nebenan, der ja einer der Ausgangspunkte dieser Diskussion war viel zu wenig ehrlich gelobt werden.

    Herzlichst Andreas R.

  • Ich übe seit ein paar Tagen meine negativen Gefühle wie Angst, Wut, Ärger, Traurigkeit u.s.w. anzunehmen.

    Jedesmal wenn ich so ein Gefühl z.B. Wut spüre, setze ich mich hin und sage mit meiner inneren Stimme – Alles was jetzt da ist darf auch da sein, ja meine Wut du darfst jetzt da sein, du bist doch schon so lange da, ich will dich spüren.

    Danach geht es mir oft besser, und ich merke wie ich so manche Situationen schon etwas gelassener sehen kann. Ich werde dies auf jeden Fall so weiter praktizieren, es fühlt sich für mich total gut an, es kann nur besser werden:-))

    Unsere negativen Gefühle sind in unserer Kindheit entstanden, als Erwachsener wollen wir sie immer weg haben, wir lenken uns ab, sei es durch Sport, Essen, Telefonieren, Lesen, Fernsehen u.s.w.

    Aber Gefühle wollen gefühlt werden, und sie kommen solange immer wieder bis wir dies endlich tun, dann können sie auch gehen.

  • Ist es nicht auch so, dass wir auf die Qualität unserer Gefühle, durch Gedanken, Einstellungen und Bewertungen von den Dingen, schon im Vorfeld Einfluss nehmen können.

  • Eben Julia,
    Verhaltensänderungen sind, wenn sie grundlegende Überzeugungen, Haltungen und Einstellungen eines Menschen betreffen, durch Einsicht und beste Absicht, durch Erkenntnis und Willen kaum herbeizuführen. Unsere unbewussten Motive und Ermotionen, unsere Träume und Hoffnungen unsere Sehnsüchte und Ängste steuern uns weit mehr als alles Bewusstsein und rationale Planungen es zu tun vermögen. Es nützt eben überhaupt nicht etwas zu wollen, da nachhaltige Veränderung “emotional” gestützt sein muss..

  • Mag ja sein, dass sie recht haben.
    Aber ich bin gerade in der Situation, dass mein Freund sich in eine andere verliebt hat und nicht weiß, wie er sich entscheiden soll. Neues Glück mit Abenteuer oder an der alten etwas angerosteten Liebe zu arbeiten. Die Frage ist ja auch, ob er die Gefühle, die er mal für mich hatte, irgendwo wiederentdeckt…
    Und ganz ehrlich, in dieser Situation fällt es mir verdammt schwer, meine Gefühle selbst zu bestimmen… So kalt bin ich nicht. Ich liebe ihn!

    • Sebastian

      Gewaltfreie Kommunikation für alle.

      Das Gefühl ist ein Hinweis auf ein dahinterstehendes (bei ‘negativen’ Gefühlen ein unerfülltes) Bedürfnis. Jedes Urteil, jede Kritik ist der tragisch verkürzte Ausdruck eines unerfüllten Bedürfnisses.
      Die Frage, die ich mir stelle während ich ein Gefühl fühle : welches Bedürfnis ist denn da gerade im Mangel. Und welche Strategie wende ich an, um diesen Mangel auszugleichen. Und die ganz spannende frage: bin ich in der Lage, eine andere Strategie zu wählen.

      Ich hatte gestern Ärger mit der Frau, mit der ich verheiratet bin. Wir waren bei Freunden, sie wollte gehen, ich noch nicht. Sie ist letztendlich wütend alleine nach Hause gegangen. Sie hatte ein Bedürfnis nach Zugehörigkeit und Verbundenheit. Die Strategie war, dem durch einen gemeinsamen Weg nach Hause Ausdruck zu verleihen. Und ich selbstgefälliger Sack habe das durchkreuzt… Sie war wütend und ich daran ‘schuld’.
      Schuld woran?

      Anekdoten Dieser Art sind für mich immer ein Beispiel dafür, dass Gefühle durch Situationen getriggert werden, aber individuell Gestalt annehmen. Ich hätte beispielsweise im umgekehrten Fall bei gleicher Situation eher mit Traurigkeit reagiert.
      Gleichzeitig sind sie auch immer eine ‘Glocke der Achtsamkeit’ auch liebevoll mit den Gefühlen der Mitmenschen umzugehen, so man denn um sie weiß.

    • Sebastian

      Pardon, das sollte eigentlich ein eigener Beitrag werden und keine Antwort auf Julia.

  • Lieber Ralf,

    auch ich halte es für sehr wichtig, dass wir uns bewusst werden, dass Gefühle immer in uns selbst entstehen und wir dafür verantwortlich sind, welche Gefühle wir haben. Was ich allerdings nicht glaube, ist dass allein diese Tatsache unser Leben wirklich einfacher macht. Nein, es reicht meiner Meinung nach nicht einmal aus, um ein selbstbestimmtes, glückliches und zufriedenes Leben zu führen.

    Manchmal habe ich sogar den Eindruck, dass diese für mich ein wenig dogmatische Aussage: “Du bist verantwortlich für Deine Gefühle” viele Menschen dazu führt, dass sie sich mit Schuldgefühlen beladen. Die Folge davon ist, dass sie beginnen, ihre Gefühle nicht mehr offen zu zeigen.

    Dazu ein Beispiel. Jemand sagt mir: “Ich trage meine Gefühle nicht nach außen!” Zunächst bin ich geschockt und wütend darüber (weil ich es überhaupt nicht verstehe, dass jemand so “kalt” sein kann), dann habe ich MICH bedauert (weil ich nicht weiß, wie ich auf solch einen Impuls reagieren soll, ohne den anderen nicht zu verletzen), dann habe ich IHN bedauert (weil ich mir wieder bewusst gemacht habe, jeder ist für seine Gefühle verantwortlich und ich verletze ihn ja nicht, er verletzt sich ja im Prinzip selbst ;-)

    Aber zufrieden und glücklich fühle ich mich damit auch nicht! Insbesondere dann nicht, wenn mir die Menschen, die es betrifft, am Herzen liegen.

    Es ist für mich also nicht immer etwas Positives, wenn jemand sagt: Ich weiß, dass ich für meine Gefühle selbst die Veranwortung trage. Ich habe meine Gefühle im Griff!

  • Im Grunde ist das ja ein alter Hut, was da geschrieben ist. Unzählige Bücher gibt es ebenfalls schon zu diesem Thema. Es ist nur erstaunlich, dass es immer wieder gebraucht wird. Kurse, Bücher und dergleichen sind zwar nützlich, aber liefern nur Hinweise.
    Die eigentliche Hilfe erhält man m. M. einfach nur durch Lebenserfahrung. Ich habe ziemlich lange gebraucht, um mich weder be- noch verurteilen zu lassen und dies selbst bei anderen auch nicht zu tun. Bücher habe ich reichlich darüber gelesen. Aber die Theorie ist immer etwas ganz anderes als die Praxis.
    Erst als ich mir klar machte, dass immer geredet wird, aber ich länger darüber nachdachte als derjenige, der über mich geredet hat, wurde es mir langsam egal.
    Andere habe schon damals nicht für meine Gefühle verantwortlich gemacht, sondern mich immer gefragt, warum ich so gekränkt bzw. wütend bin.
    Später, als ich das alles hinter mir hatte, fragte ich mich allerdings auch, wieso das alles an mir so vorbei geht. Ich kam schließlich auf die Lösung: mein Selbstwertgefühl war im Laufe der Jahre viel zu stark geworden, als das mich das alberne Gerede irgendwelcher Leute wirklich berühren konnte.

  • Der Artikel passt hervorragend zu einem Buch, das ich vor einiger Zeit gelesen habe: “Die Entscheidung liegt bei Dir” von R.K. Sprenger – der Mann ist zwar sehr drastisch, aber im Endeffekt hat er Recht.
    Man muss sich nur ab und an wieder dran erinnern…

    Daher DANKE für den Hinweis!

  • Wer sich unbedingt mies fühlen möchte, der bekommt das auch hin ;-).

    Ich gehe lieber einen anderen Weg. Versuche im Rahmen der Möglichkeiten die Ausprägung der Gefühle zu beeinflussen. Das Hat mit Kontrolle nichts zu tun. Und es geht insbesondere auch nicht darum “große” Gefühle (Liebe, Trauer, …) in etwas grundsätzlich anderes zu verwandeln.

    Danke für den Anregenden Beitrag!
    Gruß, Matthias

  • Hallo Ralf,
    vielen Dank für den interessanten Beirag. Ich stimme völlig mit Ihnen überein, dass Gefühle der eigenen Verantwortung unterliegen und durch “richtige” geistige Einstellungen und Gedanken beeinflußt werden können. Ich selbst versuche seit ein paar Jahren meinen Geist neu auszurichten. Ich glaube, dass “positives Denken” alleine dazu allerdings nicht ausreicht, deshalb bin ich ständig auf der Suche, nach geeigneten Methoden, dieses Training durchzuführen. Neu ist für mich der Begriff rational-emotionale Verhaltenstherapie. Klingt sehr interessant. Mal sehen, ob ich dazu konkretere Informatioen finde.
    Ober vielleicht können auch Sie mir dazu noch ein paar Tipps (Bücher, Internetseiten, usw..) geben.
    Herzliche Grüße
    Ludwig

  • Vielen Dank für diesen wertvollen Impuls, der gerade sehr gut zu meiner Situation passt!
    Jemand, der mir nahe steht, hat mir kürzlich völlig haltlose Vorwürfe gemacht, und die natürliche Reaktion wäre die, sich schlecht und schuldig zu fühlen. Das ist auch genau das, was diese Persion gerne erreichen möchte. Aber ich möchte mich dafür entscheiden, das Problem bei dem zu lassen, der es hat, nämlich bei der anderen Person, und meine Gefühle selbst zu bestimmen. Ist nicht einfach, aber man kann das trainieren. Und ich denke, dass ich hier auf einem guten Weg bin.

 

Ralf Senftleben

Hallo! Schön, dass du da bist!

Ich bin Ralf und das hier ist meine Seite, Zeit zu leben. Seit 1998 schreibe und forsche ich darüber, wie wir unser Leben selbstbestimmt, kraftvoll und bewusst leben können. Wie wir herausfinden, was wir für unsere Zufriedenheit brauchen, und wie wir erreichen, was wir uns wünschen.

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