Aus der Gehirnforschung: Dein persönliches Placebo

Gehirnforschung: Trauer

Ein Sturz auf dem Spielplatz. Das Kind ist zu schnell von der Schaukel gesprungen, hingefallen und hat sich am Knie weh getan. Mutter, Opa oder Erzieherin pusten auf das Knie. Schnell ist alles wieder gut. Und weiter geht’s im Sandkasten.

Vielleicht geht es dir selbst manchmal ganz ähnlich. Nicht, dass jemand auf deine Verletzung pustet, aber dass du fix ein Pflaster auf eine Wunde klebst. Und schon ist es nur halb so schlimm.

Weder das Pusten auf ein Kinderknie noch ein Pflaster können wirklich etwas gegen den Schmerz tun. Dennoch haben die meisten von uns schon einmal diese Erfahrung gemacht, dass wir etwas tun, das eigentlich gar keine schmerzstillende Wirkung haben kann. Und dennoch lässt der Schmerz nach.

In der Wissenschaft kennt man diesen Zusammenhang ebenfalls. Dieses Phänomen wird dort Placebo-Effekt genannt. Bestimmt hast du davon schon mal gehört. So genannte Placebos werden z. B. in der medizinischen Forschung verwendet. Das können Tabletten, Infusionen oder auch Cremes sein. Die Placebos enthalten zwar keinen Wirkstoff. Erstaunlicherweise wirken sie oftmals aber dennoch.

Das Creme-Experiment

Die Wissenschaftler Ulrike Bingel und Christian Büchel vom Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf haben mit ihrem Team diesen Effekt in einem sehr anschaulichen Experiment untersucht. Dazu haben sie den Versuchsteilnehmern beide Arme mit ein und derselben Creme eingerieben. Einer Creme, die rein pflegende Wirkung hatte. Den Versuchsteilnehmern wurde jedoch gesagt, dass der eine Arm mit einer schmerzstillenden Creme eingerieben worden sei und der andere Arm mit einer reinen Pflegecreme. Danach setzten die Wissenschaftler die Arme der Versuchsteilnehmer einem Schmerzreiz aus. Obwohl es sich um die gleiche rein pflegende Creme handelte, nahmen die Versuchsteilnehmer den Schmerz auf der Seite, wo sie die schmerzstillende Creme vermuteten, weniger stark wahr. Die rein pflegende Creme wirkte somit schmerzlindernd, wenn der Versuchsteilnehmer vermutete, dass sie eine schmerzstillende Wirkung hätte. Obwohl sie in Wirklichkeit keinen schmerzstillenden Wirkstoff enthielt.

Ins Gehirn geschaut

Die Wissenschaftler interessierte natürlich, was genau hinter diesem Effekt steckte. Daher untersuchten sie parallel im Kernspintomographen, was im Gehirn der Versuchsteilnehmer genau vor sich ging.

Erstaunlicherweise konnte man tatsächlich eine Veränderung erkennen. Empfanden die Versuchsteilnehmer weniger Schmerzen, gelangte der Schmerz gar nicht bis in das Gehirn. Der Schmerz war den Versuchsteilnehmern also gar nicht bewusst geworden.

Im Kernspintomographen ließ sich sehen, dass drei Gehirnregionen besonders aktiv waren, als es um das Schmerzempfinden ging. Und zwar das „rostrale anteriore Cingulum“, die „Amygdalae“ und das „ periaquäducuale Grau“.

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Wenn es dir wie den meisten geht, werden dir diese Begriffe so gut wie gar nichts sagen. Die Bezeichnungen sind für uns hier ja auch gar nicht so wichtig. Interessant ist aber, dass diese drei Hirnregionen an der Schmerzverarbeitung beteiligt sind. Man weiß schon länger, dass in diesen Regionen körpereigene Endorphine ausgeschüttet werden. Und genau diese Endorphine sorgen dann dafür, dass man weniger Schmerz empfindet.

Bei den Versuchspersonen, die auf dem einen Arm deutlich weniger starke Schmerzen verspürten, waren diese drei Hirnregionen besonders aktiv. Deswegen vermutet man, dass die schmerzstillenden Endorphine ausgeschüttet werden, wenn die Versuchspersonen glaubten, dass die Creme schmerzstillende Wirkung hat.

Dieses Experiment zeigt, dass unsere eigenen Erwartungen mit dafür verantwortlich sind, wie stark jemand Schmerzen empfindet. Auch andere Studien haben dies immer wieder gezeigt.

Placebo ohne Heilsversprechen

Ganz wichtig bei allen Studien zum Placebo-Effekt ist, dass es dabei nicht um das Heilen von Krankheiten gehen kann. Sondern nur darum, Symptome zu lindern.

Krass gesagt: Nur weil ich glaube und erwarte, dass mein gebrochenes Bein innerhalb ein paar Stunden wieder zusammenwächst, wird das nicht passieren. Jedenfalls nicht, wenn ich nicht in der Welt von Harry Potter meine Knochen durch Madam Pomfrey wieder zusammenwachsen lasse ;-)

Aber: Wenn ich glaube und erwarte, dass mein Bein weniger weh tut, wenn ich eine Tablette schlucke, dann kann der Schmerz durchaus deutlich nachlassen. Und zwar auch, wenn die Tablette in Wirklichkeit vielleicht gar nicht so stark war. Und dazu brauche ich weder Hexe noch Zauberer.

Oder: Trinkt man einen Schlaf- und Beruhigungstee aus der Drogerie oder Apotheke und glaubt ganz fest daran, dass einem dieser Tee hilft, leichter und tiefer zu schlafen, so ist die Wahrscheinlichkeit recht hoch, dass dieser Tee genau diese Wirkung haben wird.

An diesem Beispiel sieht man übrigens auch, dass es beim Placebo-Effekt nicht nur um die Wirkung eines an sich wirkstofffreien Mittels geht. Sondern der Effekt greift durchaus auch bei Medikamenten oder Hausmitteln, die ganz reale Wirkstoffe enthalten. Durch eine stärkere Erwartung an die Wirkung können diese allerdings noch wirkungsvoller werden. Eine einfache Kopfschmerztablette kann durch eine hohe Erwartung, dass sie hilft, stärker wirken, als sie aufgrund des Wirkstoffs eigentlich wirken würde. Erwartungen können also die reale Wirkung eines Mittels verstärken. Und auch das fällt dann unter den Placebo-Effekt.

Erwartungen und Erfahrungen

Der zweite wichtige Faktor bei Placebos neben unseren Erwartungen sind unsere Erfahrungen. Wie das genau funktioniert, hat wahrscheinlich jeder schon in seinem Alltag erlebt. Unsere Erwartungen bilden sich auf dem Hintergrund unserer Erfahrungen. Haben wir gute Erfahrungen mit einem Menschen, einem Erlebnis oder einem Gegenstand gemacht, dann erwarten wir in aller Regel, dass sich diese positive Erfahrung wiederholt.

Beobachten lässt sich das, wenn man sich gegenseitig seine liebsten Hausmittel-Rezepte für Erkältungen, Rückenschmerzen oder Husten empfiehlt. Solche Gespräche kennst du bestimmt auch. Der eine schwört auf Kartoffelwickel und der Nächste nimmt immer ein bestimmtes Präparat aus der Apotheke. Und bei jedem wird das Mittel, an das er hohe Erwartungen knüpft, höchstwahrscheinlich auch am besten wirken.

Wie können wir diese Erkenntnisse nun in unserem Alltag nutzen? 

Vielleicht geht es dir ähnlich wie mir. Ich erinnere mich jedenfalls an einige Mittel und Möglichkeiten, die mir besonders gut helfen, körperliche Beschwerden loszuwerden. Oder mich insgesamt wohler zu fühlen. Und dabei spielen meine Erfahrungen natürlich eine große Rolle. Denn: Wenn ich einen positiven Effekt erlebt habe, erwarte ich auch wieder eine positive Wirkung.

Vielleicht fallen dir auch einige „Hausmittel“ ein, die dir immer besonders gut helfen.

  • die entspannende Wirkung einer Wärmflasche
  • Kamillentee trinken
  • bei einer Erkältung zu inhalieren

Natürlich wirken diese Mittel für sich genommen auch. Selbst, wenn man keine besonders hohe Erwartung an sie hat. Wenn man jedoch häufig die Erfahrung gemacht hat, dass eine Wärmflasche „Wunder“ wirkt. Dann ist die Chance, dass dieser Effekt verstärkt wird, recht hoch.

Das gilt nicht nur für körperliche Symptome, sondern auch für Stimmungen, Unwohlsein oder Unausgeglichenheit. Wenn wir z. B. die feste Erwartung haben, dass uns bestimmte Dinge helfen können, z. B. schlechte Laune durch einen lustigen Film zu vertreiben, dann wirkt dieser Film noch einmal stärker und zuverlässiger.

Finde deine persönlichen Placebo-Effekte

Daher lohnt es sich, den eigenen positiven Erfahrungsschatz anzuzapfen und sich auf die Suche nach den ganz eigenen persönlichen „Placebo-Effekten“ zu machen. Damit meine ich weniger bestimmte Tinkturen, Salben oder Tabletten. Es geht mir jetzt mehr um etwas ungewöhnlichere „Hausmittel“. Nämlich all das, was uns helfen kann, uns wohler zu fühlen, sich zu entspannen oder aus einem Tief herauszufinden.

Zum Beispiel:

(Müde, kraftlos, unzufrieden? --> 15 abwechslungsreiche Methoden, mit denen du neue Energie und Lebenslust tanken kannst.)
  • einen lustigen Film schauen
  • etwas besonders Leckeres essen
  • einen Spaziergang machen
  • eine Freundin anrufen
  • einen Abend früh zu Bett gehen
  • Schwimmen gehen
  • einen Kaffee in einem hübschen Café trinken
  • sich etwas Schönes kaufen
  • sich eine neue Frisur machen lassen
  • zur Kosmetikerin gehen
  • einen Wellness-Tag einlegen
  • Holz hacken
  • Unkraut jäten
  • das Auto waschen

Überleg dir doch gleich einmal ein paar hilfreiche „Placebo-Effekte“, die bei dir persönlich gut wirken. Also etwas, von dem du weißt, dass es funktioniert. Und von dem du dann auch erwartest, dass sich dieses positive Erlebnis wiederholt. Das können Verhaltensweisen, irgendwelche Aktionen oder Handlungen sein, mit denen du dich bei deiner nächsten Verspannung, dem Druck im Kopf oder einem leichten Unwohlsein helfen kannst, dich wieder besser zu fühlen.

Frag dich z. B.:

  • Was hilft mir bei schlechter Laune?
  • Was tut mir bei Verspannungen gut?
  • Was kann ich machen, um meine Erschöpfung loszuwerden?
  • Wie finde ich aus innerer Unruhe wieder heraus zur Ruhe?
  • Was kann ich gegen mein Magengrummeln tun?
  • Wodurch gewinne ich mehr Ausgeglichenheit?
  • Was hilft mir, mich besser zu motivieren?

Sich selbst ein Rezept ausstellen

Und dann stell dir doch selbst ein Rezept aus.

Du kannst dir Placebos für alle möglichen Situationen überlegen. Und dir z. B. ein Rezept für verschiedene Symptome ausstellen.

Bei schlechter Laune: Einen lustigen Film gucken

Bei Verspannungen: Ein Bad nehmen

Bei Erschöpfung: Ganz früh ins Bett gehen

Bei Partnerschaftsproblemen: Einmal die Woche einen Abend ganz bewusst zu zweit etwas Schönes unternehmen

Bei innerer Unruhe: Eine Stunde Tagebuch schreiben

Manche Medikamente soll man ja auch regelmäßig nehmen. So kannst du auch deine persönlichen Placebo-Effekte regelmäßig einsetzen. Ein monatlicher Wellness-Tag zum Beispiel kann sich durchaus positiv auf das Gesamtbefinden auswirken. Und der tägliche Spaziergang in der Mittagspause kann ausgleichende Wirkung auf ein angestrengtes Gehirn haben.

Bei Rezepten ist es natürlich so, dass du die Verordnung auch zwingend einhalten solltest. Sorg also dafür, dass dein ganz persönliches Placebo auch wirklich zum Einsatz kommt. Erinner dich daran oder bitte andere, dich bei deiner persönlichen Medikation zu unterstützen. Denn so kannst du dir den Placebo-Effekt ganz persönlich zunutze machen, um dein Wohlbefinden mit ganz einfachen Mitteln zu steigern.

DFG-Forschergruppe: http://www.placeboforschung.de

Ein interessanter Artikel: http://www1.wdr.de/fernsehen/wissen/quarks/indexquarks100.html

Placebo-Effekt, sichtbar gemacht: http://www.gesundheitsforschung-bmbf.de/de/1274.php

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Kommentare

  • Kind hat sich den Finger eingeklemmt und schreit vor Schmerz. Du sagst: “Ui, da fliegt ein Düsenjäger!” Das Kind reagiert und fragt: “Wo?” Von dem Augenblick an ist der Schmerz ausgeschaltet. Die Tränen kullern zwar noch weiter, es schluchzt noch ein paarmal, aber der Schmerz ist weg.
    So in etwa habe ich es selbst erlebt.
    Infolgedessen verstehe ich auch gut, wie E.COUÉ einfach und erfolgreich durch AUTOSUGGESTION in Minutenschnelle den Schmerz wegwegwegwegwegwegweg…..suggerieren ließ.
    Wir können ja nur EINEN Gedanken auf einbmal denken.
    Wenn wir das wegwwegwegwweg……. so schnell wiederholen, dass es zu unserer einzigen WIRKlichkeit wird, ist der Schmerz weg.
    Das ist natürlich auch auf andere Probleme übertragbar. Jeder kann es ausprobieren. Guten Erfolg!
    Franz Josef Neffe

  • …wäre doch eine Idee für ein Formblatt zum Selbstausdruck: Selbstausgestelltes Rezept gegen… Verordnung von Dingen die mir einfach nur guttun. ;-)

  • Jeder Mensch strebt nach Erfolg und Erfüllung im Leben, was auch immer der Einzelne sich darunter vorstellt. Ich selbst gehe sogar so weit, dass ich das Recht UND die Pflicht habe, mein Leben so zu entwickeln, dass ich meiner persönlichen Lebensvision immer näher komme, dass ich meine einzigartige Lebensbiographie noch sinnvoller und nachhaltiger als jetzt gestalte. Je nach Erfahrung weiß aber auch jeder so eingestellte Mensch, dass Misserfolge und Missstimmungen, Leid und Laster, Unbequemes und Unbehagen zum Leben dazugehören. Rückblickend weiß auch jeder, der diesen Weg zu mehr Wohlbefinden UND Wohlstand, zu mehr Freude, Frieden und Freiheit eingeschlagen hat, dass er trotz der äußeren und vor allem inneren Hindernisse seinen Weg zu seinem großen Ziel bis heute gegangen ist. Und jeder wie ich weiß auch, dass rückblickend 95 Prozent seiner Sorgen und Ängste nicht eingetreten sind. Mit kleinen Glücksmomenten, die ich mir selbst täglich schaffen kann, mit kleinen, oben angesprochenen “Placebo-Rezepten” stärke ich mich in meiner beschriebenen Geisteshaltung. Wenn ich überhaupt SUCHT erkenne, dann ist es diese Sehn-Sucht, diesem in meinem Herzen entdeckten Schatz noch näher zu kommen, noch stärker, greifbarer und erlebbarer zu spüren, ein ewiger, jedoch erfüllender und genussreicher Weg. Jeder Mensch ist Schöpfer seiner Lebenswirklichkeit, er kann sich entscheiden (ich sage “muss”), zu grübeln, zu analysieren, zu bemängeln, oder kann sich dafür entscheiden, trotz Schmerz, Schlechtem, Schwierigkeiten, trotz allem jeden Tag bewusst und beharrlich seinen Weg zu Erfüllung und Freude zu gehen.

  • Im Ansatz ist dieser Artikel sicherlich gut und richtig. Wir alle wollen uns wohlfühlen, und die aufgelisteten Placebos sind auch nahezu alle empfehlenswert.
    Allerdings kann man sich wohl selbst ausrechnen, was dabei herauskommt, wenn ich mir bei “schlechter Laune” jedesmal etwas “Schönes kaufe”. Oder bei “Unwohlsein” etwas “besonders Leckeres esse”. Jedes Placebo kann unter Umständen zu einer Manie oder gar einer Sucht ausarten, die am Ende vielleicht mehr schadet als nützt. Man denke nur an die Zigarette zur Beruhigung, den kleinen Absacker vor dem Schlafengehen, oder den schnellen Griff zur Tablettenschachtel, weil’s irgendwo zwickt. Sind eine schleichende Kaufsucht oder Frustessen denn soviel besser?
    Natürlich ist es richtig, dass man sich von Zeit zu Zeit etwas Gutes tut, um schlechter Stimmung entgegenzuwirken. Ich persönlich bevorzuge jedoch die Methode, herauszufinden, warum es mir gerade nicht gut geht. Und vor allem stelle ich mir ganz realistisch die Frage, warum es mir jetzt plötzlich besser gehen sollte, wenn ich mir etwas Schönes kaufe, weil ich einen schlechten Tag hinter mir habe. Und was passieren würde, wenn ich mir jetzt nichts kaufen könnte, weil ich entweder kein Geld übrig habe, oder die Läden schon zu haben.
    Oder ich stelle mir die Frage, warum ich jetzt etwas essen sollte – obwohl ich erst vor einer Stunde gefrühstückt habe – nur weil ich gerade etwas nervös bin.
    Freilich gibt es in solchen Situationen auch harmlose Placebos, die helfen können – der Spaziergang wäre da ein gutes Beispiel. Doch was tue ich, wenn ich gerade nicht spazierengehen kann, weil ich mit Gipsbein das Bett hüten muss, oder draußen ein Jahrhundertunwetter tobt?
    Was ich damit sagen will, ist, dass man auch lernen sollte, bestimmte negative Situationen auszuhalten, ohne sofort zur Belohnung greifen zu müssen. Genauso wie jedes Kind irgendwann einmal zu groß fürs “Pusten” ist und den Schmerz aushält, genauso sollten wir lernen, abzuschätzen, wann uns etwas wirklich guttut, oder wann wir uns womöglich in eine Suchtfalle begeben.

    LG,

    Chiyo ^_^

    • Christine

      Die “Placebo-Hilfe” gefällt mir grundsätzlich, die Art der Placebos sehe ich ebenso wie du etwas kritisch. Deshalb gefällt mir dein Kommentar. Ich stimme dir auch zu, dass jeder das “Aushalten” lernen sollte, die Akzeptanz dafür, dass unser Leben IMMER Höhen und Tiefen bereithält. Es gibt nicht für alles einen Trost und ein Wundpflaster. Das Aushalten heißt ja eben nicht, dass ich mich im Kummer vergrabe. Wenn ich einfach akzeptiere, dass das Leben aus Höhen und Tiefen besteht, dann muss ich den Mut nicht verlieren: “Auf Regen folgt Sonnenschein”, “Wo Schatten ist, ist auch Licht”, “Geht eine Tür zu, geht eine neue auf”. Dennoch: Die Zeit heilt nicht alle Wunden und nichts ist für die Ewigkeit … das ist eine schwere Lektion des Lebens. Sie zu lernen und zu akzeptieren ist allemal hilfreicher als sich beispielsweise den Schrank mit immer neuen “Trostpflaster-Klamotten” zu füllen. Die können sicher auch mal sein, sind aber nicht die wirkliche Lösung. Ich bin für Placebos, für die Tröster im Alltags, solange es gute Placeobs ohne Suchtcharakter sind. Nsch meiner Erfahrung kommen dafür in erster Linie die nicht-materiellen Placebos infrage, die, die meinem Kopf helfen, die Welt wieder sonniger zu sehen.,

    • Christine

      Die “Placebo-Hilfe” gefällt mir grundsätzlich, die Art der Placebos sehe ich ebenso wie du etwas kritisch. Deshalb gefällt mir dein Kommentar. Ich stimme dir auch zu, dass jeder das “Aushalten” lernen sollte, die Akzeptanz dafür, dass unser Leben IMMER Höhen und Tiefen bereithält. Es gibt nicht für alles einen Trost und ein Wundpflaster. Das Aushalten heißt ja eben nicht, dass ich mich im Kummer vergrabe. Wenn ich einfach akzeptiere, dass das Leben aus Höhen und Tiefen besteht, dann muss ich den Mut nicht verlieren: “Auf Regen folgt Sonnenschein”, “Wo Schatten ist, ist auch Licht”, “Geht eine Tür zu, geht eine neue auf”. Dennoch: Die Zeit heilt nicht alle Wunden und nichts ist für die Ewigkeit … das ist eine schwere Lektion des Lebens. Sie zu lernen und zu akzeptieren ist allemal hilfreicher als sich beispielsweise den Schrank mit immer neuen “Trostpflaster-Klamotten” zu füllen. Die können sicher auch mal sein, sind aber nicht die wirkliche Lösung. Ich bin für Placebos, für die Tröster im Alltags, solange es gute Placeobs ohne Suchtcharakter sind. Nach meiner Erfahrung kommen dafür in erster Linie die nicht-materiellen Placebos infrage, die, die meinem Kopf helfen, die Welt wieder sonniger zu sehen.,

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