Heitere Gelassenheit…

Ein Coaching ist dir zu teuer? Dann sei clever und hilf dir selbst!

Immer wieder bin ich auf den Begriff "heitere Gelassenheit" gestoßen.

Früher verband ich damit eine etwas dümmliche Oberflächlichkeit, schließlich schien ein Blick auf die Welt klar zu machen, dass wir recht wenig Grund a) für Heiterkeit und b) für Gelassenheit haben und die Kombination aus beiden erschien mir wie pure Ignoranz.

Heute sehe ich das anders. Heute sehne ich mich genau nach einer solchen heiteren Gelassenheit und versuche, sie mir zu erarbeiten.

"Heitere Gelassenheit" ist für mich inzwischen ein Ausdruck von Reife und Lebensweisheit. In ihm steckt die Erkenntnis, dass kaum etwas so heiß gegessen wird wie gekocht. Es steckt in diesen Begriff die Zuversicht, die ich brauche, um immer wieder meinen Fokus bewusst auf all das Schöne und Lohnenswerte im Leben zu richten, um daraus Kraft und Energie zu schöpfen.

Und ich denke darüber nach, wie sich diese heitere Gelassenheit ganz praktisch im Alltag üben lässt. Dabei bin ich auf folgende drei Punkte gekommen:

  1. Atmen
  2. Abstand
  3. Humor

Das bewusste Atmen lässt mich Automatismen durchbrechen und bringt mich ins Hier und Jetzt. Einige tiefe Atemzüge bis in den Bauch erden mich und reduzieren Hektik und Panik.

Abstand zu gewinnen, ist wichtig, um alles in Relation zu sehen. Nur so kann ich das, was mich gerade aufregt und bewegt in der richtigen Perspektive sehen: Wie wichtig ist es wirklich? Wie viel Energie lohnt sich zu investieren?

Und Humor! Lachen zu können (oder wenigsten lächeln), ist ein Geschenk. Es nimmt dem Leben den Ernst, den wir oft in ihm sehen. Mit einer guten Portion Humor lebt es sich leichter, so viel leichter. Ja, vielleicht bald so leicht, dass uns das Kunststück der heiteren Gelassenheit gelingt!

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Kommentare

  • Durch mein tägliches Meditieren und die Yoga-Arbeit gelingt es mir immer besser “alles so anzunehmen wie es ist”, obwohl dies ja nicht so einfach ist. Ich werde ruhiger und gelassener und das Leben bekommt einen ganz anderen Sinn für mich.

  • Ja ja, die Gelassenheit … passt ja wunderbar zu meinem Kommentar von letzter Woche … sie ist nicht mit Gold zu bezahlen und ich wünsche sie jedem einzelnen Menschen, dann gäbe es ein paar Probleme weniger und vielen ginge es besser.
    Lieben Gruß …

  • Hallo,
    das ist genau der richtige Beitrag + Kommentare für mich heute. Sie haben genau meine Gedanken vom Samstag bestätigt. Habe einen Spaziergang in der Stille eines Waldes gemacht, um einen wirren Knoten von Pflichten, Wünschen, Bedürfnissen, die mich besonders unruhig machten zu entwirren. Ich ertappe mich immer wieder, dass ich dann mehrere Dinge zugleich tun möchte, was ja nicht geht!
    Ich habe schon oft die Erfahrung gemacht, dass im Gehen sich vieles löst. Zunächst konzentrierte ich mich auf Atmung und versuchte dadurch mehr im Hier und jetzt zu sein und lies mal alle “Nöte” hinten.
    Gegen Ende meines Spazierganges war auf einmal eine Antwort da: Heitere Gelassenheit ergibt sich, wenn ich im Hier und Jetzt mit meinen Gedanken und Gefühlen verweile und dann hinhöre, hinspüre was jetzt angebracht ist und danach handle und schön eine Sache nach der anderen.
    Daher Danke vielmals für die verschiedenen Beiträge. Ich bleibe dran.
    Bis dann
    Cecilia

  • Warum mein Leben mich gerade in diesen Stau auf der Autobahn geschickt hat kann ich nicht wissen, aber vielleicht macht mein freundliches Gesicht es den anderen leichter mit mir im Stau auszuharren. vielleicht sitzen in einer Bahn später ein paar Menschen denen mein zufriedenes Gesicht einfach etwas gibt, das sie für den Tag brauchen.
    Wenn man mit offenen Augen durch die Welt geht, sieht man oft die Hängenden Gesichter und Mundwinkel in denen sich die Lebenssituation der Manschen wiederspiegelt. Da ist so viel Negatives unterwegs.
    Da kann ein erhellendes Lächeln viel bewirken.
    Bei dem Thaema “gelassene Heiterkeit” fiel mir auch sofort der Dalai Lama ein. Der Typ ist eben jenes in Person, aus Fleisch und Blut. Aber das nur am Rande.
    Bis neulich
    euer
    Leibwaechter

  • Guten Morgen,
    um Veränderungen/Ziele im Leben zu erreichen, starten die meisten Menschen damit, VERHALTEN zu verändern, sprich, wenn sie abnehmen wollen, ändern sie ihre Essgewohnheiten, wenn sie besser vor Publikum reden wollen, einen Rhetorikkurs, wenn sie aufräumen wollen, einen Ordnungscoach.
    Das kann auch funktionieren.
    Viel effektiver ist es allerdings eine Änderung auf der HALTUNGS-Ebene hinzukriegen, denn die hat direkten Einfluss auf unser VERHALTEN.
    Gelassenheit ist eine Haltungssache. Sie bedarf der Übung und kommt nun nicht mal über Nacht. Wer aber will schon heute noch üben?? Sie bedarf des Nachdenkens, Reflektierens, sprich der Beantworung all der Fragen, die Tanja ja schon gestellt hat. und m.E. IST sie auch ein Produkt von Alter, Erfahrung, Reife: ich kenne jedenfalls keinen jungen Menschen, die über die Art von heiterer Gelassenheit verfügt, die ich anstrebe.
    Und: dieses Wörtchen IMMER höre/lese ich bei vielen raus. Darauf reagiere ich, Coach, mittlerweile allergisch. Ziel ist m.E., angemessen und flexibel auf Situationen reagieren zu können. Dazu gehört auch, die Dinge mal nicht gelassen hinzunehmen, sondern seiner Wut, seinem Frust zu vertrauen und die Dinge nicht zu lassen, sondern mit ‘Entrüstung’ oder wie ich das nennen soll, anzugehen.
    Einen schönen Wochenstart.
    Maria Ast

  • Ich kann es auch nur jedem empfehlen, heitere Gelassenheit zu übern und umzusetzen. Ich erinnere mich auch, das ich früher wie eine doofe wütend war und an der Bushaltestelle oder U-Bahn stand und mich ärgerte, wenn ich den Bus oder Bahn verpasst habe. Siet jahren sehe ich das ganz locker. Ich kann es eh nicht ändern und wir wissen ja “alles hat seinen Sinn und Zweck”. Wer weiss wozu das ein oder andere gut ist? Wir treffen vielleicht Menschen, die wir mit einem Bus früher nicht gesehen hätten oder sehen etwas in der Natur, was uns sonst leider nicht zu Gesicht gekommen wäre. ALSO bleibt an der heiteren Gelassenheit dran ;-)

    schönen Sonntag Claudia

  • Ich kann es auch nur jedem empfehlen, heitere Gelassenheit zu übern und umzusetzen. Ich erinnere mich auch, das ich früher wie eine doofe wütend war und an der Bushaltestelle oder U-Bahn stand und mich ärgerte, wenn ich den Bus oder Bahn verpasst habe. Siet jahren sehe ich das ganz locker. Ich kann es eh nicht ändern und wir wissen ja “alles hat seinen Sinn und Zweck”. Wer weiss wozu das ein oder andere gut ist? Wir treffen vielleicht Menschen, die wir mit einem Bus früher nicht gesehen hätten oder sehen etwas in der Natur, was uns sonst leider nicht zu Gesicht gekommen wäre. ALSO bleibt an der heiteren Gelassenheit dran ;-)

    schönen Sonntag Claudia

  • Heitere Gelassenheit fällt mir oft sehr schwer. Klar kann ich viele Dinge hinnehmen und auch Sachen, die mich ärgern. Aber wo ist dann die Grenze des lächelnd Tolerierbaren? Wenn z.B. wieder ein Autofahrer bei mir in der 20er-Zone neben spielenden Kindern und voll besetzten Straßencafes mit 60 durchrauscht, oder wenn man Mitmenschen begegnet, für die Rücksichtnahme und Respekt – sei’s im Straßenverkehr oder in der Arbeit – Fremdwörter zu sein scheinen, dann fällt es mir schwer, dies mit lächelnder Gelassenheit zu nehmen. Nein, diesen Menschen würde ich manchmal gern – sorry – ein reinhauen und wenn sie fragen warum, dann gleich noch mal. Wobei ich erwähnen möchte, dass ich nie nie jemanden geschlagen habe – aber der Wunsch macht sich manchmal schon bemerkbar… Dennoch – anderen Problemen, die man nicht so einfach ändern kann, werde ich mal versuchen, mit mehr Gelassenheit und Humor zu begegnen…

  • Hallo,

    ich kann mich den Worten von Juergen nur anschliessen.
    Wir wissen nicht immer wo das Gute in unserem Leben liegt, und warum jetzt diese oder jene Situation kommt.
    Und das versuche ich mir auch immer wieder zu sagen.

    Dennoch faellt es mir bis heute schwer, den noetigen Abstand von einer Situation zu halten, um gelassen darauf zu reagieren.
    Vielleicht passiert dies aber auch insbesonders emotional offenen Menschen?

    herzliche Gruesse, der Frieden sei mit euch
    Britta

  • Wir sollten ganz generell dem Leben öfter seinen Lauf lassen und das annehmen, was sich im Moment nicht ändern lässt. Vielleicht hat es ja sein Gutes.

    Hast Du verschlafen, dann sei einfach damit einverstanden, denn Du weißt nicht, warum Dein Tag einen anderen Rhythmus haben soll.

    Wenn Dir die Bahn oder der Bus vor der Nase wegfährt, sitzt eventuell im nächsten Bus jemand, der Dein Lächeln und Deine Nähe braucht.

    Was wissen wir schon?

    Liebe Grüße,
    Jürgen

 

Ralf Senftleben

Hallo! Schön, dass du da bist!

Ich bin Ralf und das hier ist meine Seite, Zeit zu leben. Seit 1998 schreibe und forsche ich darüber, wie wir unser Leben selbstbestimmt, kraftvoll und bewusst leben können. Wie wir herausfinden, was wir für unsere Zufriedenheit brauchen, und wie wir erreichen, was wir uns wünschen.

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