Hölle auf Erden

„Widerstand ist die Hölle.“

— Stephen Levine

Dieser Satz stammt aus Stephen Levines Buch Hör auf deinen Kummer. Es geht in diesem Buch darum, dass wir lernen müssen, uns unserem Schmerz und unserer Trauer zu stellen, da sie uns sonst von innen auffrisst.

Mich hat dieser Satz tief getroffen, da er etwas auf den Punkt bringt, was ich selbst schon unzählige Male erlebt und auch immer wieder in Worte zu fassen versucht habe. Es geht um das innere Ja zu dem was ist. Um das Annehmen dessen, was sich uns als Aufgabe, Herausforderung oder einfach nur als Ist-Zustand stellt.

Sowohl von mir als auch von den meisten anderen Menschen kenne ich das Phänomen des Widerstands. Wir hadern mit einer Situation, sagen also innerlich nein.

  • Ob das nun das schlechte Wetter ist, das unsere Gartenparty platzen lässt,
  • ob das der Kollege ist, über den wir uns immer wieder ärgern,
  • ob das die Gewohnheiten unseres Lebenspartners sind, die uns schier in den Wahnsinn treiben,
  • ob es die Veränderungen an unseren Eltern sind, die langsam alt und wunderlich werden
  • oder ob es der Verlust einer geliebten Person ist, die uns verlassen hat…

– all das sind Beispiele für Situationen, bei denen die meisten Menschen in den Widerstand gehen. Sie kämpfen gegen den Ist-Zustand und damit gegen die Wirklichkeit und wer das tut, verliert. Denn die Wirklichkeit ist immer stärker.

  • Nur wer den Regen als Fakt annimmt, kann seine Party umorganisieren.
  • Nur wer lernt, zu akzeptieren, dass der Kollege so ist, wie er ist, wird Wege finden, mit ihm klarzukommen bzw. auf eine erwachsene Art Grenzen zu setzen.
  • Nur wer seinen Lebenspartner mit seinen Gewohnheiten annimmt, wird eine Möglichkeit finden, diese anzunehmen oder auch die Entscheidung treffen können, dass der Preis für ein Zusammenleben zu groß ist.
  • Nur wer akzeptieren kann, dass die Eltern sich auf genau diese Weise verändern, wie sie es tun, hat eine Chance, dennoch eine liebevolle Beziehung zu ihnen zu pflegen.
  • Und nur wer lernt, einen Verlust anzunehmen, wird über ihn hinwegkommen.

Wir denken so oft, dass die Situation selbst das Schlimme ("die Hölle") sind, aber es sind viel weniger die Situationen als unsere Reaktion auf sie. Schlimm ist, gegen die Wirklichkeit zu kämpfen, denn das ist ein aussichtsloser Kampf. Der Schlüssel, also die Erlösung liegt im Ja.

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Kommentare

  • Glück,bzw glücklich sein?!
    Wir alle auf dieser Welt erleben gute und schlechte Zeiten.
    Die schönen zeiten in unserem leben,behalten wir mit einem lächeln im gesicht.Die schlechten zeiten versuchen wir im Gehirn zu löschen.Mann versucht sie zu löschen,jedoch sie erinnern einem immer wieder im alltag. Man wird sie nur los wenn man mit ihnen abgeschlossen hat,jedoch ist liegt das daran….hoffnung….eine person wieder zu gewinnen. Von mir aus gesehen kann man ein verlust einer liebe nur dann loslassen wenn man sich richtig ausgesprochen hat. sonst bestehen immer noch hoffnungen,das für eine liebe sehr schlimm ist. Eine geliebte Person zu verlieren ist sehr schmerzhaft…jedoch soll man nach vorne schauen denn man lernt auch neue personen kennen und lieben. Auch wenn es schwer fällt. Mir ist es so ergangen,denke an meinen ex-freund,an die schöne zeit,bin unendlich traurig. Jedoch muss ich der realität ins auge sehen,weine ich wegen ihm oder sehne ich mich nach einer (neuen)liebe ,so wie ich sie mit ihm gehabt habe?? ich sehne mich nach liebe,anerkannung,geborgenheit wie jeder mensch auf dieser erde.Immer mehr enttäüschungen. Jedoch versuche ich nach vorne zu schauen,denn wenn nicht verfällt man im selbstmitleid und man unternimmt dinge die man gar nicht will und zum schluss noch mehr probleme hat.

  • naja das thema is schon ne weile her aber interessiert mich auch sehr.
    ich denke, dass wir ALLES sind. wir alles sind täter und opfer, sind gut und böse…
    nur wehrt sich unser verstand gegen ein täter oder ein böse…
    da er aber die bewertende instanz ist, stellt er sich damit quasi selber ein bein und bewertet sich selber. damit kann mans ganz lassen und alles ist wie es eben ist.
    und auch glaube ich, dass die welt unser spiegel ist, immer!
    aber die instanz die meint hier was schreiben zu müssen ist wieder einmal der verstand. ICH würde hier wohl garnichts schreiben :)
    fakt ist, widerstand vergössert immer die sache, die gedanken usw. warum? na weil wir energie reinbringen.
    so, in diesem sinne :)
    allen alles liebe, manja :)

  • Hallo Ihr Alle
    Ich binn 44 Jahre. Habe 16 Jahre eine Familie mit drei Kindern aufgebaut, jetzt wird die Familie getrennt. Ich habe bisher in 30 Jahren Job mich verwirklicht und stehe auch hier vor dem Aus. Es ging familiär und beruflich einfach nicht weiter. Da bin ich auf die Seite gestoßen und habe mich sofort für ein Selbst Coaching entschieden. Ich neugierig auf mein Neues Leben und weiß das damit der Start ausgelöst wird.

  • @wally,
    interessantes Video, insbesondere die Ausführungen von Porf. Singer. Er vertritt ähnlich wie Gerhard Rot (Aus Sicht des Gehirns, Frankfurt 2003), dass der freie Wille des Menschen eine Illusion ist. Das bedeutet in der Tat, das es keine Verantwortung gibt und erst Recht keine Schuld.
    Ich glaube, da ist etwas dran, aber ich bin kein Verfechter eines überzogenen Determinismus. Roth hat in einem kürzlich gegebenen Interviev (Spiegel Wissen, Mein Ich, S. 23) seine frühere Einstellung revidiert. Zitat: Wir waren naiv, als wir dachten, der kantische Bergriff der vernünftigen Autonomie, der selbstbestimmten Vernunft, sei der allgemeine Begriff von Willensfreiheit. Das es viele andere Begriffe von Willensfreiheit gibt, haben wir damals nicht gesehen. Zitat Ende.
    Vielleicht hat es das Genie Goethe schon gesehen als er den Faust geschrieben hat:
    Ein guter Mensch in seinem dunklen Drange ist sich des rechten Weges wohl bewusst.

    Für mich gibt es den freien Willen schon, und auch Schuld, aber nicht in dem Umfang wie in Stammtischreden angenommen wird. So ist es beispielsweise bei Triebtätern und ihren begangenen Tagen äußerst defiziel hier von Schuld zu sprechen. Und auch bei anderen ähnlich gelagerten sehr triebmotivierten Taten.
    Da ist dann Wiederstand, um mal auf das Ursprungsthema zurückzukommen möglicherweise wirklich die Hölle, ähnlich wie bei stark drogenabhängigen Menschen.

    Insofern ist Schuld natürlich auch kein Gefühl, weder psychologisch gesehen noch sonst wie. Dabei handelt es sich eher um Schuldgefühle, die aber mit Schuld nicht unbedingt etwas zu tun haben müssen.

    Ähnlich die Aussage, dass das Leben jedem zu jedem Zeitpunkt das Richtige gibt. Das wäre ebenfalls purer Determinismus und würde unterstellen Evoloution hätte ein Ziel oder einen Sinn. Der ist aber nicht ableitbar erkennbar oder verifizierbar. Es mag durchaus so sein, dass jeder seinem leben einen Sinn geben kann. Das ist dann aber etwas höchtst persönliches und gilt nicht generell.
    Vielleicht ist es jetzt klarer geworden, warum ich auch auf keinen Fall der Auffassung bin, das jeder dafür verantwortlich ist, was auf der Welt geschieht. Dafür müsste man für alles eine Kompetenz haben. Und selbst wenn wir die hätten, sagt ja Singer in dem Video, könnten wir dem gar nicht gerecht werden.

  • Da stimme ich euch beiden (letzten) zu.
    Und vieles hat auch mit Bewußtsein und auch mit der eigenen Wahrnehmung zu tun.

    Für Hubert und Sunni,
    ein SEHR interessantes Video in 4 Teilen, die sich anzusehen lohnen. Über unsere menschliche Wahrnehmung.

    http://www.youtube.com/watch?v=Wl224WyYLgY

    Alles Liebe
    Wally

  • Kristina, das sehe ich ähnlich …und wir tragen – jeder Einzelne trägt – die Verantwortung dafür, wie es in der Welt zugeht. Wir geben nur gern die Verantwortung ab und halten uns an der Frage nach der Schuld auf. Das hilft nur leider meist nicht weiter.
    Den großen Zusammenhang für einzelne Ereignisse zu verstehen, ist nicht das Leichteste für uns Menschen.

  • Alles passiert immer und überall, alles ist da immer und überall, nur wir sehen die Dinge oft nicht, weil wir sie nicht sehen wollen – unsere inneren Programme sorgen dafür. Wenn ich mir nicht bewusst mache, wofür ich die Verantwortung trage, dann geschehen weiter Dinge, dir mich verletzen und weh tun und ich mache alle anderen und mein Leben dafür verantwortlich. Jeder Mensch hat das Recht so zu leben, aber ich für meinen Teil habe mich dagegen entschieden. Ich möchte so nicht leben, ich möchte meinen inneren Frieden erleben, und das kann ich nur, wenn ich selbst Verantwortung für mein Leben übernehme und im Hier und Jetzt lebe. Ich hoffe, das hilft dir ein wenig, Hubert1, bei deinen Fragen…

    Noch was zum Leben allgemein: das Leben kann alles sein, aber es ist nicht beliebig. Es gibt jedem genau zu dem richtigen Zeitpunkt genau das, was er braucht – das ist so sicher, wie das Amen in der Kirche.
    Diese großen Weltprobleme – Diktauren, Hunger der Welt etc.- existieren in diesem großen Ausmaß, weil wir darüber diskutieren, sie als negativ beurteilen. Dadurch zeugen wir dem mehr Energie, als sie verdienen, und dadurch wächst es immer mehr. Wir wären besser bedient, wenn wir diese Probleme einfach nur urteilsfrei wahr nehmen würden, dann könnten sie sich transformiern…Jeder kann dazu beitragen, indem er bei sich anfängt, denn viele kleine Teile ergeben ein großes Ganzes…

  • Schuld ist doch ein Gefühl, jedenfalls psychologisch gesehen.

    Schuldgefühle lassen aus meiner Sicht Widerstände in mir entstehen (Abwehrhaltung, Rechtfertigung usw.)….., die sich dann wie die Hölle anfühlen können.

    Für mich gilt Schuldzuweisungen nicht persönlich zu nehmen. Mir sagen zu können, das mein Gegenüber ein Problem hat und nicht ich. Ausser ich will es zu MEINEM Problem machen….

    Petra

  • Ich denke schon, dass es Schuld gibt. Das Leben hätte sonst eine wie ich finde unerträgliche Beliebigkeit. Alle Diskussionen über Konzentrationslager der Nazis, über Knechtung in Diktaturen und selbst über den Hunger in der Welt wären sonst absurd.
    Und hier sehe ich auch einen Zusammenhang mit dem Begriff Schuld.

    Wenn es so sein sollte, das wir für alles was (uns) geschieht die Verantwortung haben und für nicht die Schuld tragen, was nützt so eine Erkenntnis?
    Wie sehen die Konsequenzen aus. Wozu muss ich wissen, dass ich für bestimmte Dinge die Verantwortung habe, was passiert, wenn ich es nicht weiß?

  • Den letzten Beitrag von Ines find ich genau zutreffend!
    Ich möchte auch Wally zustimmen, denn auch ich glaube, das wir alle selbst für das verantwortlich sind, was uns passiert. Ich denke viele setzen Verantwortung = Schuld, aber Schuld hat niemand. Wer hat dieses Wort erfunden? Ich für meinen Teil, habe es aus meinem Wortschatz gestrichen. Ich kann mit der Bedeutung dieses Wortes überhaupt nichts mehr anfangen…

    Das universelle Gesetz Aktion=Reaktion wirkt immer und überall. Meist ist man sich der Aktion nicht bewusst, die dann eine bestimmte Reaktion in Form von Unfälle, Krankheiten etc. hervorruft. Aber Fakt ist, dass es eine Aktion dafür gab. Ein bewussteres Leben im Jetzt und Hier (präsent sein im Augenblick) hilft dabei Aktionen zu sehen. Unser Leben will uns damit was sagen, nur erkennen wir es oft nicht. Aber aus eigener Erfahrung weiß ich, dass das Leben ganz genau für uns sorgt. Wir bekommen genau zu dem richtigen Zeitpunkt das, was wir brauchen – im Kleinen wie im Großen!

    Viele Grüße
    Kristina

  • Ich fand einmal geschrieben: wir sind für alles, was wir und wie wir es erleben, verantwortlich. Doch wir haben keine Schuld daran – ebensowenig wie andere.
    Mir hilft das, nach und nach immer mehr zu verstehen…

  • Hallo Wally,
    ich finde auch, dass man nicht alles selbst zu verantworten hat, was einem an Schlimmen passiert. Oder glaubst Du, dass man Krankheit und Tod eines Angehörigen, Unfälle, die man nicht selbst verursacht hat, Tschernobyl, Holocoust, Erdbeben, Naturkatastrophen u.s.w. durch Glauben verhindern kann? Das Annehmen dieser Tatsachen ist eine andere Sache, aber zu glauben, dafür selbst Verantwortung übernehmen zu müssen kann Menschen in schwere psychische Krankheiten drängen.
    Es kann sein, dass Du für Dein Leben mit dieser Methode gute Erfahrungen bei der Bewältigung von Traumatas gemacht hast.
    (Übernimmst wirklich Du die Verantwortung oder gibst Du sie dann an jemanden anderen weiter, indem Du den anderen beschuldigtst? Ich möchte Dir nicht zu nahe treten, ich kenne nur jemanden, der eine ähnliche Meinung wie Du vertritt und dessen eigene Verantwortlichkeit in Schuldzuweisungen für andere Menschen besteht.)
    Ich übernehme Verantwortung, für dass, was ich wirklich zu verantworten habe und ich bin traurig oder wütend, wenn mir Dinge passieren, denen ich ausgeliefert bin. Dann beginnt die Arbeit an dem Thema. Ich versuche Lösungen zu finden, wie ich die Situation verändern kann. Dabei bin ich ziemlich hartnäckig. Wenn mir das nicht gelingt, und nur dann, finde ich mich mit der Situation ab und richte mich darauf ein. Ich persönlich empfinde das als natürlichen Prozess. Ich muß nichts beschönigen oder verbiegen. Ich muß mir nichts einreden und ich kann zu mir und meinen Gefühlen stehen. Und, was für mich sehr wichtig ist, ich weiß, dass ich alles mir Mögliche getan habe.

    Liebe Grüße, Sunnie.

  • Hubert, die “universellen Gesetze” funktionieren immer, egal ob du sie für abenteuerlich hälst oder sie anzweifelst, das spielt keine Rolle.

    “Einfach machen” ist gut. Im Gegenteil würd ich meinen, gerade wenn du weißt, dass du für alles selbstverantwortlich bist, machst du es damit ja nicht unbedingt leichter. Leichter ist wohl eher das Gegenteil: die Verantwortungen abzuschieben!

    Mit dem “einfach am A… vorbeigehen” machst DU es dir leicht, soo leicht ist es nicht immer. Es geht nunmal nicht immer, besonders wenns einen innerlich betrifft oder bewegt.
    Das wäre eher Verdrängen. Der Spiegel, den einen vorgehalten wird, sollte man sich schon anschauen und dann daraus ggf. seine Lektion lernen (je nachdem).
    Nur man sollte mit dem, was man ja eigentlich selbst zu verwantworten hat, nicht ankämpfen – sondern erstmal annehmen.

  • na ja, gerade der letzte Beitrag von Wally, wir seinen letztlich für alles selbst verantwortlich egal ob Glück, Krankheiten und sogar Unfälle halte ich doch für etwas abenteuerlich. Wir sind natürlich nicht für alles selbst verantwortlich. Da macht es sich die Schreiberein doch etwas einfach.
    Man muß aber auch nicht gegen alles Widerstand aufbringen,das ist schon richtig. Vielleicht hilf auch die Einstellung, dass einem manchmal, man möge mir den Ausdruck verzeihen, besser geht, wenn einem die Dinge einfach am Arsch vorbei gehen.
    Manche Dinge tangieren einen doch nur, weil andere meinen, sie sollten einen tangieren.
    Öfter mal die Frage stellen: War da was?
    Nein, da war nichts!

  • Ich denke, die Lösung liegt ganz woanders:

    Wir sind für ALLES selbstverantwortlich. Im Grunde habe wir die Geschehnisse immer nur selbst verursacht, was es auch sei, egal ob Glück, Krankheiten und sogar Unfälle! Dafür sind nur wir selbst verantwortlich – meißt unbewußt.

    Wenn wir das also ablehnen, was mit “uns geschieht” bzw. wie die Realität momentan ist – obwohl selbst verursacht – somit lehnen wir uns selbst ab!!

    Und das ergibt logischerweise im Endeffekt immer negative Energie. Wir tun also uns selbst damit einen Gefallen, wenn wir ALLES, so wie es ist (so wie wir es bewußt oder meißt unbewußt SELBST verursacht haben) annehmen.

    Also was Steven und Tania hierzu schreiben kann ich voll bejahen. Kämpfen gegen den Ist-Zustand bringt sowieso nichts, im Gegenteil.

    Wir haben es, ob unbewußt oder bewußt, selbst verursacht mit unseren Gedanken, und dieser jetztige Ist-Zustand ist jetzt die materialisierte Realität geworden.
    Die jetzige Realität ist unser Spiegel der damaligen Gedanken. Die Ernte sozusagen.

    Im Übrigen:
    da/seit ich weiß, dass ich alles nur selbst verursacht habe, egal ob positiv oder negativ, kann ich auch leichter alles akzeptieren, so wie es ist.

  • Ich denke, es geht der Reihe nach. Erst muss ich ja sagen, damit ich überhaupt einen reality check über die Situation habe. Dann muss ich mich fragen, ob ich damit leben kann oder nicht, und wenn nicht, dann sage ich nein dazu und versuche, etwas daran zu ändern. Probleme entstehen, wenn jemand nein sagt in einer Form, dass er etwas nicht wahrhaben will, z.B. eine Krankheit, oder den Liebhaber der Ehefrau oder den Schuldenberg auf dem Konto, das nein ist dann eher so eine Art Blende über der Realität und das geht meist irgendwann schief. Ist aber trotzdem verständlich, denn manche Sachen sind einfach schmerzlich, vor allem, wenn man nicht weiss, wie man damit umgehen soll.

  • Hallo Boring,

    ich sehe in diesem letzten Satz nichts esoterisches – vielmehr ein liebevoller Rat, der alles auf einen Punkt bringt!
    Schmerzen sind Energieblockaden und Leben ist Energie. Wenn also was schmerzt, dann blockieren wir den Kreislauf des Lebens. In der Annahme dessen, was ist, lassen wir die Energie wieder fließen – und der Schmerz lässt nach.

    Ich sehe es auch nicht so, wie zuvor beschrieben, dass, derjenige, der jede Situation annimmt, sich nicht weiterentwicklt. Vielmehr ist es doch so, wenn ich eine Situation annehmen kann, dann ergibt sich für mich in der Situation Lösungswege, die ich zuvor nicht gesehen habe, weil meine Energie blockiert war mit dem “Nichtakzeptieren”. Wenn ich was annehme, stelle ich mich der Situation/Problem und dann erkenne ich plötzlich Möglichkeiten/Wunden etc. Für mich liegt der Schlüssel der Weiterentwicklung in der Annahme…

  • Hallo guten Morgen an alle,

    das mit dem Annehmen einer Situation ist irgendwie relativ.
    Hier finde ich das alte Gebet sehr treffend:
    “Herr gib mir die Einsicht zu akzeptieren, was ich nicht ändern kann,
    gib mir die Kraft zu ändern, was ich ändern kann und
    gib mir die Weisheit, das Eine vom Anderen zu unterscheiden.”

    Leider müssen wir uns diese Weisheit eben erst erarbeiten und erst, wenn dieser Prozess abgeschlossen ist, können wir erkennen, was nicht zu ändern ist und erst dann ist es möglich eine Situation zu akzeptieren.

    Das scheint mir die Krux an dem ganzen Problem zu sein. Wer wirklich ja sagt, zu allen Situationen, die auf den ersten Blick nicht veränderbar scheinen, der kann auch keine Weiterentwicklung erleben. Viele Dinge in unserem Leben gibt es nur, weil Menschen scheinbar nicht veränderbare Situationen nicht akzeptieren wollten. Mit allen Vor- und Nachteilen. Genau das ist es doch, was den Menschen ausmacht. Das hat natürlich auch seinen Preis.

    Sonnige Grüße,
    Sunnie.

  • > Der Schlüssel, also die Erlösung liegt im Ja.

    Haben Sie es wirklich nötig so ins Esoterische abzurutschen?

    Ich stimme Ihrem Beitrag voll zu, die zwei Sätze davor sind wunderbar richtig und stimmig und meiner Meinung nach wichtig.. und dann würgen Sie Ihren Beitrag mit so einem Satz ab, der alles davor in den Hintergrund rückt. Schade, verlorenes Potential und meiner Meinung nach auch verlorene “Kundschaft”.

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