Ich bin ich … auch wenn du mich doof findest

Kennst du schon unser Selbstcoaching-Programm?
Hilfreich, wenn du deine Probleme aus eigener Kraft lösen möchtest.

Manchmal gibt es Situationen, in denen jemand anderes einem zeigt, dass er oder sie das, was man macht, ganz schön blöd findet. Da hört man sich z. B. so etwas an wie:

„Das Kleid willst du jetzt aber nicht ernsthaft auf der Straße tragen, oder?“

„Was? Du willst deinen Job kündigen? Wie bescheuert kann man eigentlich sein!“

„Du hast mit ihm Schluss gemacht? Glaubst du etwa, dass du einen Besseren findest?“

Solche herablassenden oder abfälligen Äußerungen können ganz unterschiedliche Gefühle in einem hervorrufen. Manch einen lässt es kalt. Ein anderer fühlt sich verletzt und der Nächste wird vielleicht wütend. Stört einen so eine Äußerung nicht weiter, hat man kein Problem. Aber wenn es einen trifft, was andere sagen, dann fühlt sich das nicht gut an.

Wie geht es Ihnen, wenn jemand herablassend auf Sie reagiert? Trifft Sie vielleicht eine abfällige Äußerung bei einer bestimmten Person besonders stark?

Und wie kann man mit so einer Situation umgehen? Sich möglichst schnell wieder aus dem unangenehmen Gefühl befreien?

Ich habe hier eine Strategie für Sie, mit der Sie abfälligen Bemerkungen so begegnen können, dass sie Ihnen weniger weh tun.

Du kannst deine Probleme lösen.

Aus eigener Kraft. Ohne Coach und Therapeut. Wie das geht, lernst du im Selbstcoaching-Programm.

Wenn uns andere mit Herablassung begegnen, geht es um zwei Reaktionen.

  • Wie reagiere ich der anderen Person gegenüber?
  • Wie gehe ich mit mir selbst um?

Auf den anderen reagieren

Das Verhalten der anderen Person gegenüber ist natürlich sehr stark von der Beziehung abhängig, die man miteinander hat. Und davon, welche Erfahrungen man miteinander teilt.

Manchmal sind dann solche Situationen gar nicht so schlimm. Vielleicht ist Ihre Freundin einfach etwas forsch und Sie sind es schon gewohnt, dass sie ein bisschen ungestüm und manchmal auch unsensibel ist. Da helfen dann schon ein paar klare Worte, wie

  • „Ist ja okay, wenn du nicht meiner Meinung bist, aber es tut mir weh, wenn du meinen Wunsch so runtermachst.“
  • „Für mich ist das eine sehr wichtige Sache. Was du sagst, trifft mich. Sei doch bitte nicht so abfällig.“
  • „Was du sagst, macht mich echt wütend. Du kennst doch gar nicht die Hintergründe.“

Wenn die andere Person mit so einer Rückmeldung gut umgehen kann, ist sie vielleicht interessiert daran, die genaueren Hintergründe zu erfahren. Wieso man die Entscheidung so und nicht anders gefällt hat. Oder weshalb dieser Wunsch einem so viel bedeutet. Bekommt man das Gefühl, dass der andere einem zuhört und versucht zu verstehen, tut die Verletzung oftmals gar nicht mehr so weh. Vielleicht entschuldigt sich der andere sogar für seine unbedachte Äußerung.

Und manche Menschen sind einfach grundsätzlich so, dass sie gerne immer erstmal alles kritisieren und in Frage stellen, was man tut.

Bei solchen Menschen kann es durchaus sinnvoll sein, die abfällige Reaktion einfach zu ignorieren. Sein dickes Fell, so gut es irgend geht, überzuziehen und das Thema zu wechseln. Wie das genau gehen kann, wäre sicher ein interessantes Thema für einen neuen Beitrag ;-)

Viel wichtiger aber als die Reaktion auf den anderen ist, wie wir innerlich mit so einer herablassenden Bemerkung umgehen können.

Was hilft mir bei einer abfälligen Bemerkung?

Wenn man sich verletzt, kleingemacht oder wütend fühlt, geht es in erster Linie darum, wie man sich selbst gegenüber verhält.

Wie gehe ich mit mir um, wenn ich mit herablassenden Reaktionen konfrontiert werde?

1. Nehmen Sie das Gefühl wahr

Als Erstes ist es wichtig, dass Sie Ihre Gefühle wahrnehmen, indem Sie sie z. B. benennen oder beschreiben. Denn das alleine kann Ihnen schon helfen, den Gefühlen ein wenig die Macht zu nehmen.

Oftmals belasten uns Gefühle stärker, wenn wir versuchen, sie nicht wahrzunehmen, sie wegdrücken und gar nicht wahrhaben wollen. So entsteht dann ein grummeliges Drücken im Magen oder eine unangenehme Anspannung, die man manchmal gar nicht mehr genau zuordnen kann.

Versuchen Sie also am besten zu beschreiben, wie Sie sich fühlen. Sind Sie wütend? Oder verletzt? Traurig? Oder eine Mischung aus mehreren Gefühlen?

2. Geben Sie sich selbst Verständnis und Mitgefühl

Gleichgültig welches unangenehme Gefühl Sie bei sich wahrnehmen: Haben Sie Verständnis dafür.

Verurteilen Sie sich also nicht dafür, dass Sie sich durch Ihr Gegenüber angegriffen und vielleicht auch ein bisschen schwach fühlen.

Sie haben sicher sehr gute Gründe dafür, dass Sie diese Äußerung so verletzt hat oder dermaßen wütend macht. Vielleicht ist Ihnen die Meinung des anderen besonders wichtig und da tut es weh, heruntergeputzt zu werden. Oder Sie sind selbst unsicher und hatten sich Unterstützung erhofft. Bleibt diese aus oder verkehrt sich sogar ins Gegenteil, kann das sehr verletzend sein.

Es ist völlig in Ordnung, dass Sie sich fühlen, wie Sie sich jetzt gerade fühlen. Seien Sie gerade in dieser Situation freundlich mit sich selbst und haben Sie Verständnis sich selbst gegenüber. Wenn Sie freundlich mit sich selbst umgehen, sorgen Sie für sich. Sie helfen sich selbst, dass Sie sich wieder besser fühlen können.

Kurz nachgefragt: Steht bei dir gerade eine Entscheidung an? Dann mach es dir nicht so schwer und lass dir von unserer Entscheidungs-Werkstatt helfen.

3. Versuchen Sie, die Reaktion des anderen nachzuvollziehen 

Vielleicht klingt es für Sie ein wenig merkwürdig, weil es ja eigentlich jetzt um Sie selbst gehen sollte. Aber es kann Ihnen enorm helfen, wenn Sie versuchen, sich auch in den anderen hineinzuversetzen. Sie nehmen dann sozusagen eine andere Perspektive ein und können auch die Motive des anderen besser einschätzen. Dadurch eröffnen Sie sich die Chance, die Äußerungen des anderen weniger persönlich zu nehmen. Sie gewinnen Abstand zu dem anderen und sehen seine Herablassung als das, was es ist: das Problem des anderen.

Wenn es für den anderen z. B. völlig undenkbar wäre, seinen Job zu kündigen oder in einem ausgefallenen Kleid auf die Straße zu gehen, dann machen Sie sich selbst bewusst, dass es bei der Empörung des anderen wirklich nicht um Sie selbst geht. Der andere hat vielleicht ein Problem mit dem, was Sie tun, z. B. Ihrem beruflichen Leben eine völlig neue Wendung zu geben. Vielleicht hat er ein besonders hohes Sicherheitsbedürfnis und würde nie einen (vermeintlich) sicheren Job kündigen. Und vielleicht ist sie einfach nur neidisch darauf, dass Sie sich trauen, in diesem sexy Kleid loszuziehen – und befürchtet, neben Ihnen als graues Mäuschen unterzugehen. Es geht bei der Empörung anderer ganz häufig nicht um uns, sondern um denjenigen selbst.

Fragen Sie sich daher: Was hat die andere Person bewogen, diese Äußerung zu machen? Und nutzen Sie die Gelegenheit, sich von dem anderen zu distanzieren.

4. Ist da vielleicht was dran?

Manchmal hat unsere Verletztheit aber auch sehr viel mit uns zu tun.

Wenn uns etwas sehr verletzt oder aufwühlt, liegt das manchmal daran, dass der andere einen wunden Punkt getroffen hat.

Vielleicht ist an seiner Äußerung etwas Wahres dran. Womöglich hat man selbst auch schon Zweifel an seinem Verhalten gehabt. Oder weiß ganz tief in sich drin, dass es nicht die schlaueste Entscheidung war.

Dann ist jetzt der Zeitpunkt, sich zu fragen, was an der Äußerung des anderen vielleicht Wahres dran sein könnte.

Das ist nicht nur nützlich, wenn man noch etwas ändern kann. Das Kleid z. B. noch wechseln kann oder mit dem Partner noch einen zweiten Versuch starten möchte. Sondern auch dann noch, wenn das Kind quasi schon in den Brunnen gefallen ist. Denn auch dann ist es besser für einen selbst, sich einen Fehler einzugestehen, als die ganze Zeit weiter den Deckel auf seinen Zweifeln zu halten. Sich z. B. immer wieder zu sagen, wie richtig es doch war, den Job zu kündigen, obwohl man ganz tief in sich drin weiß, dass eine andere Entscheidung eventuell besser gewesen wäre, kostet unwahrscheinlich viel Kraft. Gesteht man sich hingegen ein, dass die Entscheidung anders vielleicht sinnvoller gewesen wäre, so nimmt man sich selbst ein wenig Druck und hat dadurch auch mehr Kraft und Energie. Und die kann man dann viel besser nützen, um aus der Situation das Beste zu machen.

5. Ich bin ich

Falls Sie mit der Äußerung des anderen überhaupt nichts anfangen können und sie einfach nur unpassend, abfällig und verletzend war, dann stehen Sie zu sich. Vor allem vor sich selbst. Sprechen Sie sich ruhig auch mal innerlich ein bisschen Mut zu: „Der andere kann seine Meinung haben. Ich behalte meine. Und da stehe ich hinter. Es ist okay, unterschiedlicher Meinung zu sein.“

Oder: „Über mich so abfällig zu urteilen, ist kein guter Stil. Der andere ist unfair und fies. Ich stehe zu mir.“

Ja, das fällt nicht immer leicht. Deshalb probieren Sie doch mal das: Stellen Sie sich vor, dass der andere das Gleiche zu einer anderen Person, z. B. einer guten Freundin, gesagt hätte. Würden Sie sich dann nicht auch auf die Seite der guten Freundin stellen?

Oftmals erkennen wir auf diese Weise viel klarer, dass es sich wirklich um eine fiese und gemeine Äußerung gehandelt hat. Und dann fällt es einem leichter, zu sich selbst zu stehen.

Immer wieder muss ich daran denken …

Manchmal gibt es auch verletzende Äußerungen, die einem auch nach langer Zeit nicht aus dem Kopf gehen. An denen man sich bei der Erinnerung immer und immer wieder verletzt. Auch die Wirkung solcher Erlebnisse kann im Nachhinein noch gemildert werden.

Suchen Sie sich dazu einen ruhigen Ort und einen Moment, in dem Sie nicht gestört werden können. Setzen Sie sich ganz ruhig auf einen Stuhl oder legen Sie sich vielleicht auch lang aufs Bett oder Sofa. Und erinnern Sie sich dann an diese verletzende Situation. Wo waren Sie? Wer war dabei? Was haben Sie gesagt oder getan? Wie hat der andere reagiert? Was hat er oder sie genau gesagt? Wie hat das Gesicht der anderen Person ausgesehen? Stirnrunzeln, Mundwinkel herabgezogen?

Achtung: Das kann noch einmal genauso weh tun wie damals. Aber jetzt wissen Sie, was Sie tun können, dass es Sie nicht so sehr schmerzt. Gehen Sie nun vor wie in der Beschreibung weiter oben.

  • Nehmen Sie das Gefühl wahr.
  • Geben Sie sich selbst Verständnis und Mitgefühl
  • Versuchen Sie, die Reaktion des anderen nachzuvollziehen. Welche Gründe hatte er oder sie für seine Äußerungen?
  • Fragen Sie sich: Verletzt mich das so, weil der andere einen wunden Punkt getroffen hat?
  • Wenn ja, dann überdenken Sie Ihr Verhalten. Akzeptieren Sie, dass Sie sich womöglich nicht optimal verhalten haben. Sagen Sie sich, dass die Sache aber so passiert ist und dass Sie im Nachhinein nichts mehr daran ändern können.
  • Wenn Sie sich nicht mit der Äußerung des anderen identifizieren können, sagen Sie sich: Der andere kann seine Meinung haben. Ich behalte meine. Und da stehe ich hinter. Es ist okay, unterschiedlicher Meinung zu sein.
  • Spüren Sie, wie sich Ihre Gefühle verändern. Die Verletzung vielleicht weniger schmerzt, Sie weniger wütend sind.
  • Falls Sie keine Veränderung spüren, wiederholen Sie die paar Schritte einige Male. Vielleicht auch an anderen Tagen. Denn gerade bei älteren Verletzungen kann es mehrere Versuche brauchen, bis sich etwas verändert.

Herablassung tut weh. Und wenn jemand einem abfällig begegnet, schmerzt das. Das lässt sich auch mit dieser Strategie leider nicht vermeiden. Sie ist kein Schutzpanzer, der einem Schmerzen vom Leib hält. Aber diese Strategie kann ein Hilfsmittel sein, mit dem Sie die Spitzen, die Sie getroffen haben, wieder entfernen können, Verletzungen heilen können und so selbst dafür sorgen, dass es Ihnen wieder besser geht.

Wenn an dem Verhalten der anderen können wir in den allermeisten Fällen nichts ändern. Aber sehr wohl daran, wie wir mit uns selbst umgehen. Sorgen Sie also für sich. Gerade dann, wenn andere Ihnen weh tun.

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Kommentare

  • Danke für diesen Beitrag, weil er mich ein Stück weitergebracht hat.
    Wenn andere an mir herum kritisieren oder mich beschimpfen, ist das nicht mein Problem. Vielmehr haben sie selbst ein Problem. Nämlich mit meinem Verhalten oder meinen Entscheidungen. Soweit der Artikel.
    Meine Erkenntnis ist nun folgende: Eigentlich ist die Kritik anderer positiv. Denn sie bedeutet, dass dem anderen etwas an mir liegt, dass es ihm nicht egal ist, was ich mache oder unterlasse.

  • Wieder ein sehr interessanter Beitrag, den ich gerne ähnlich auch in unserer Selbsthilfegruppe einmal aufnehmen werde. =)

    Wenn ich darüber so nachdenke, dann sind wir selbst nicht immer gleich drauf und an dem einen Tag trifft uns eine abwertende Bemerkung sehr tief, während es uns an einem anderen Tag gar nichts ausmacht. Es kommt also immer auch auf meine Grundstimmung an.

    Wichtig finde ich dabei jedoch immer, dass man mit sich selbst klar kommt und man sich davon nicht hinunter ziehen lässt. Genauso wichtig kann es auch sein, den Anderen wirklich auf seine Art anzusprechen und diesem eigene Grenzen aufzuzeigen. Gute Kommunikation ist in allen zwischenmenschlichen Beziehungen wichtig und kann auch Missverständnisse einfach und schnell aus der Welt schaffen. Etwas nur in sich hinein zu fressen wäre auf jeden Fall die absolut schlechteste Reaktion.

    liebe Grüße
    Alexandra

  • Ein gesundes Selbstbewusstsein schafft eine starke Ausgangsbasis für den eigenen Lebenweg. Aber, man muss sich dabei auch selbst genau beobachten. Denn … “die Grenzen zwischen Selbstbewusstsein und Überheblichkeit sind fließend.”

  • Liebe Tina, vielen Dank für Deine Info, ich hatte zu Anfang eine Therapie. Es wurde mir gesagt, die Blackbox geschlossen zu halten, eine andere Therapeutin sagte mir auch in der Therapie es soll nicht so tief gegraben werden.Vorher Odysee der Psychatrie ( 2x, habe mich aber nach 6 Tagen selber entlassen, weil ich zum ersten mal auf mein Herz gehört habe. Ich habe mich dann selbst auf dem Weg gemacht, denn in jedem von uns steckt der eigene Therapeut, ich habe auf mein Herz gehört und habe diverse Ausbildungen gemacht.Habe mich oft auf die Schnauze :) gelegt, bin aber wieder aufgestanden.Da ich ein gläubiger Mensch bin , habe ich das gemacht was geschrieben steht folge mir nach8Jesus). Jesus sagte auch :Ich bin der Weg der zur Wahrheit und zum Vater führt. Das habe ich gemacht und geschafft. Der Anfang des Weges war Vergebung, der Auslöser war nämlich das mein erster Mann sich getrennt hat. Ein Mann der das Muster meines Vaters in sich trug. Meine Vision ist es Menschen zu begleiten, vor allen Dingen Christen, denn gerade dort geschehen schreckliche Dinge. Ich komme aus einem liberalen Elternhaus und bin sehr dankbar dafür. Ich lasse mich jetzt von meinem himmlischen Vater führen und merke wenn ich die Hürden nehme wie ich wachse.:). Mein Mann braucht keine Therapie, ich kann ihm aber nicht die Wahrheit sagen, noch nicht . Meine Füße stehen auf festem Boden der Achtsamkeit. Also nicht böse sein, ich weiß was für mich und meinem Mann gut ist.:) Ich danke Dir aber, denn Dein Kommentar war für mich auch eine Hürde, vielen Dank.

  • Vielen Dank für diesen Beitrag, da er gerade in meiner jetzigen Situation passt. Vor ein paar Tagen ist mir etwas ins volle Bewusstsein gedrungen, was ich zwar geahnt habe, aber nicht wahrhaben wollte. Ich wurde von meinem Vater missbraucht, was mir momentan sehr weh tut. Jetzt setzen sich für mich viele Puzzelteile zusammen, z.B wieso es für mich so wichtig war, auf dem Sterbebett meines Vaters das “Vater unser” zu beten. Meine Mutter ist 2 Jahre später gestorben am selben Tag. Ich habe das Gefühl sie wollen mir helfen meine Vision zu erreichen. Sie wollen etwas wieder gut machen. Vom Gefühl was ich jetzt habe ist kein Hass, keine Liebe sondern es ist einfach neutral, ich bin einfach.Mein Mann weiß von der ganzen Sache noch nichts, ich habe ihn zu einer Therapeutin geschickt wo er mich hin haben wollte. Habe den Spieß umgedreht.Sie soll ihm die Wahrheit sagen, ich kann es nicht da die Wunde einfach zu frisch ist.Er wird auch geschockt sein und sie kann es besser auffangen. ICh fühle mich wie ein Kind, was jetzt im Zimmer ist , alleine, niemand soll reinkommen und sehen was ich mache. Ich male und bastel an meine Vision, die Welt ein bischen besser zu machen. Ihr vom Team ward mir immer eine große Hilfe, da immer Themen kamen die für mich dran waren. Vielen Dank.

    • Tina

      Hallo Socke,

      falls du das liest: eine Therapie hilft.
      Habe mich leider 20Jahre dagegen gewehrt.
      Vieles was du liest kann heilsam wirken, bzw deine Heilung aktivieren.
      Wenn du das dann in einer Beziehung mit einem Menschen erfahren darfst, läuft die Heilung nicht nur durch deinen Kopf wie bei all dem ‘einkanaligen’ Lesbaren, sondern durch deine Gefühle, in Begleitung mit jemanden der dafür ausgebildet ist, wunderbar befreiend.
      Natürlich auch schmerzhaft – weshalb viele mit schmerzhaftem Gepäck, wie du, wie ich, den Weg zum Therapeuten scheuen.
      Ich wünsche mir für dich, dass du dir dieses Geschenk machst.
      Dass dein Mann zur Therapie gehen soll ist nur der halbe Weg und dient erstmal seiner Heilung.

      Alles Liebe

  • Es ist wie bei jedem Ärgernis: es gehören immer zwei dazu:
    einer der ärgert – und einer der sich ärgern lässt.
    Es bedarf nur eines starken Selbstwertgefühls. Daran kann man arbeiten.

    • Ina

      Mag für fast jede Situation gelten- aber eben nur fast.

  • Ich habe eine Frage: Was, wen man als schon hochsensibler Mensch nicht nur mit den Meinungen von Bekasnntschaften u ‘fremderen’ Menschen umgehen muss, sondern von engsten Freunden, die man ins Vertrauen gezogen hat an Wunden Punkten absichtlich verletzt wird ohne selbst Schuld daran zu haben? Wie soll das möglich sein ein Fell dagegen aufzubauen? Vielen Dank, freue mich für Tipps u Meinungen;) lg Petra

    • Ina

      Genau das ist die Frage….in von Dir besagter Situation ist der gesamte Beitrag einfach wertlos, weil nicht anwendbar.

    • Milian

      Gerade da finde ich den Artikel anwendbar! Es ist ja nicht immer negativ gemeint, wenn jemand gegen einen schießt. Sagt man zb. “Ich überlege meinen Job zu kündigen” und der andere antwortet mit Missfallen oder sogar Fiesheit, KANN es bedeuten, dass sich das Gegenüber Sorgen um mich macht oder um die Freundschaft, denn dann würde ja alles anders. Es KANN aber auch Missgunst sein, weil das Gegenüber selbst einen solchen Schritt nicht wagt, einen “klein halten” will etc. Variationen sind ja bekanntlich zahlreich. ABER, dann sollte man sich Fragen, ob es sich dabei um Freunde handelt, wenn sie einem aus böswilligkeit weh tun.

      Abgesehen davon finde ich die “Ausrede” “Ich bin ein hochsensibler Mensch, du darfst nicht so mit mir reden!” sehr schlecht, ein Mensch der sensibel seine Umgebung wahr nimmt, darf nicht anderen die Schuld am Unwohlsein geben. Man muss seine Zeit eben entsprechend gestalten, damit man nicht “zu viel” von irgendwas hat. Und, wenn das zu viel ein Mensch ist, der einem einfach zu negativ ist oder was auch immer, sollte man wie oben geraten sich Gedanken machen in welche Richtung die Negativität geht und dann Kommunizieren, darüber reden ist das a und o.

      Und wenn man eben nicht auf einen Nenner kommt, muss man sich manchmal auch von Menschen trennen. Der Lebensweg ist ein langer, viele Wege zweigen ab und laufen hinzu. Einfach bewusst wahrnehmen, akzeptieren, dass es so ist und vor allem: Leben.

  • Ich finde den Beitrag gut, frage mich aber, inwieweit sich diese Tipps in der Praxis wirklich anwenden lassen. Die Beispiele sind “Bilderbuchsituationen”, die im realen Leben so gar nicht eintreten. Oft geschehen Angriffe ja nicht direkt verbal, sondern eher subtil, unterschwellig. Vor allem Frauen sind meiner Meinung nach Meister in geringschätzender Körpersprache. Man hat dabei weder die Chance, sich gegen die Geringschätzung zu wehren, noch, das unhöfliche Verhalten des Gegenübers zu kritisieren (Der- oder diejenige würde sich ja jederzeit damit herausreden, dass man da etwas falsch verstanden hätte). Wie reagiert man also, wenn beispielsweise zwei Mütter von Klassenkameraden meines Kindes sich auf dem Spielplatz einfach wegdrehen, statt zu grüßen? Wenn die Chefin einen beim Jourfixe jedes Mal missbillingend mustert? Passiert das ein-, zweimal, zieht man natürlich sein dickes Fell an und verbucht es als Missverständnis. Was aber, wenn sich solche Ereignisse häufen? Wie geht man damit als sensibler und rücksichtsvoller Mensch um? Vor allem, wenn diese Verletzungen eben nicht von nahe stehenden Personen erfolgen, bei denen man das verletzende Verhalten direkt thematisieren kann?

    • ulli

      Mich können eigentlich nur Menschen verletzen die mir nahe stehen, und die ich sehr achte.
      Vielleicht ein guter Selbstschutz. Zu anderen Menschen bin ich höflich und unverbindlich. Wenn sie wegschauen, dann grüße ich eben auch nicht, wenn sie dann aber nicht wegschauen können (weil sie mir entgegenkommen) dann grüße ich freundlich, als wäre nichts gewesen. So eskaliert nichts, und mit der Zeit gewöhnen sie sich an einen, und man wird akzeptiert.
      Eine gewisse Gleichgültigkeit ist dabei von Vorteil, man darf etwas nicht verbissen wollen, dann klappt das auch irgendwann. Einfach freundlich sein, ohne sich zu verstellen.
      Wenn sie die Gründe suchen, warum sie jemand nicht mag, ist das sicher der falsche Weg. Sie wollen sich ja selbst treu bleiben, das ist ja auch der einzige Weg zur Zufriedenheit.
      Man kann sie nicht mögen, weil sie zu wenig verdienen, oder weil sie zu viel verdienen, weil sie sich zu lässig kleiden, oder weil sie zu schick angezogen sind. Wo wollen Sie da anfangen? Außerdem wird es ihnen niemand sagen, und wenn Sie aufgrund von Vermutungen etwas ändern, dann könnte es genau das Falsche sein, was sie Verändern. Im Beruf würde ich es mit Kommunikation versuchen, insbesondere der Chefin gegenüber.

    • Dora

      Liebe Katja,
      ich finde du hast den “Nagel auf den Kopf getroffen”. Gerade im Berufsleben ist es unheimlich schwierig, dieser subtilen, aber auch manchmal direkten Kritik zu begegnen, wenn man eben nicht im Besitz des sogenannten “dicken Felles ” ist. Da wird einem schnell Konfliktunfaehigkeit vorgehalten, wenn man beispielsweise versucht, verletzende Worte zu ignorieren, weil man merkt, dass eine Disskusion in diesem Moment nicht fruchten wuerde.
      Auch ich wuerde gern wissen, wie man mit diesen Situationen umgehen kann oder wie ich mir so ein “dickes Fell” zulegen kann.

    • Marina

      Es macht keinen Sinn, zuviel Energie und Gedanken in das Verhalten von Menschen zu stecken, die selbst unerwachsen und unsensibel reagieren.
      Erst recht nicht, wenn sie mir nicht so nahe stehen.
      Je empfindsamer man selbst darauf re – agiert, umso gestärkter fühlen sich “Angreifer”. Es verleiht ein Gefühl von Macht!
      Hören Sie auf zu reagieren, agieren sie: mit Ignoranz, Desinteresse.
      Spiegeln sie deren Verhalten, drehen sie sich auch weg, lassen Sie sie links liegen. Bieten Sie keinen Angriffspunkt.
      Sie müssen nicht von Jedermann/frau gemocht werden!
      Auch wenn es Eltern von befreundeten Kindern sind.
      Ich verhalte mich auch in meiner Herkunfts- Familie so. Da gibt es einige “Grobiane”. Ich antworte oft mit provokanter Gegenfrage:…und Deine Meinung ist sicher die einzig Wahre, schade dass die Welt nichts von Deiner Großartigkeit nichts weiß!
      Ich siebe meinen Vertrauenskreis konsequent aus,..mir selbst zuliebe!

  • Liebe Mitarbeiter
    Ich habe Ihren Artikel mit grosser Begeisterung gelesen und finde, dass er viel Wertvolles enthält. Woran ich ein wenig zu knabbern habe: Es ist schwierig, diese guten Tipps auf Kinder umzusetzen. Als Heilpädagogin an einer öffentlichen Schweizer Schule erlebe ich, wie oft “Ausraster” von Kindern und Jugendlichen passieren, weil sie sich gekrängt fühlen. Das Schlimmste aber ist, dass manche Kinder ALLES auf sich beziehen, jeden Blick, jede Äusserung usw. und IMMER ALLES gleich als Angriff werten (auch wenn das gar nicht der Fall ist). Auch Eltern neigen bisweilen dazu, in “Kampfposition” zu gehen, auch wenn sie nur einseitig oder zu wenig über die Zusammenhänge wissen. Da find ich Ihren Ansatz: “Ist da vielleicht was dran…? schon gut. Noch wichtiger erscheinen mir zwei Überlegungen: “Ist das jetzt ein Angriff auf mich oder interpretiere ich das nur so?”, und: “Es wird nur meine Handlung, Frisur, Kleidung… kritisiert, aber ich als Mensch bleibe weiterhin wertgeschätzt.” Was auch spannend ist: Sollte man solche ewigen Kritisierer nicht mal mit einem Schmunzeln aus der Fassung bringen: “Na, heute/diese Woche schon mal gelobt?”
    Ich brachte meine ständig murrende Mutter auch mal zum (positiven!) Schweigen mit meinem (!) Satz (den ich aber gerne freigebe): “Ich liebe Deinen Charme, der halt nur in Sandpapier ‘Körnung extra grob’ verpackt ist…!” ;-)

    Ganz liebe Grüsse vom Zürichsee

    Brigitte

  • Lieber Ralf,
    dieses Thema ist ein stets aktuelles.Es hat etwas damit zu tun, dass mein Gegenueber nicht die Grundlagen einer guten Kommunikation gelernt hat.Er nutzt jede Gelegenheit, um sein Selbst auf Kosten anderer zu erhoehen.Er ist halt eine miiese Laus.Das sollte man erkennen und …. drueber stehen! Schoenen Sonntag all meinen Kommunikationspartnern

    • ulli

      Erkennen und drüber stehen, wird da nicht viel helfen, da sich niemand ändert, wenn man ihn gewähren läst. Ich bin hochsensibel und könnte solche Personen nicht lange ertragen. Es gibt zum Thema Kommunikation viele gute Beiträge und Bücher. Vielleicht gelingt es Ihnen mit ein wenig sanften Druck, Ihren Gegenüber für das Thema Kommunikation zu öffnen. Meiner Meinung nach, hat Kommunikation einen sehr hohen Stellenwert. Ich könnte mir vorstellen, dass sich ständige ungeschickte Äußerungen auch negativ auf das Selbstbewusstsein des Gegenübers auswirken.

    • Bernard

      Meine Güte, außer dem Satz “Wie bescheuert kann man eigentlich sein!“ sind die 3 Beispiele im Artikel doch alles Bemerkungen, die einen kalt lassen können.

      Das “Er nutzt jede Gelegenheit, um sein Selbst auf Kosten anderer zu erhoehen” ist doch reine Spekulation und etwas, was sich im Kopf des Gekränkten auf Grund eines zu geringen Selbstwertgefühls abspielt. In der Regel dürfte das nicht das Motiv sein.

      Wie wäre es denn mit der Annahme, dass der Betreffende das Kleind einfach wirklich unmöglich findet und gerade den Mimosen-Modus vergessen hat ?

 

Ralf Senftleben

Hallo! Schön, dass du da bist!

Ich bin Ralf und das hier ist meine Seite, Zeit zu leben. Seit 1998 schreibe und forsche ich darüber, wie wir unser Leben selbstbestimmt, kraftvoll und bewusst leben können. Wie wir herausfinden, was wir für unsere Zufriedenheit brauchen, und wie wir erreichen, was wir uns wünschen.

Aktuell lesen über 125.000 Menschen meinen wöchentlichen Newsletter, und rund 150.000 Menschen haben an meinen Selbstlernkursen und Online-Coachings teilgenommen.

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