“Ich bin viele”: der innere Dialog

Vielleicht ist es Ihnen auch schon einmal aufgefallen: Wir sprechen innerlich ständig mit uns selbst. Manchmal mahnt uns eine innere Stimme zu mehr Disziplin, macht uns Vorwürfe, kritisiert uns oder erinnert uns an wichtige Sachen o.ä.

Dieses Phänomen, welches in der Regel eher unbewusst abläuft, können wir sehr gut dafür nutzen, uns besser kennen zu lernen. Wie, das erfahren Sie hier.

Es gibt psychologische Persönlichkeitsmodelle, die das Phänomen der inneren Stimmen nicht nur aufgreifen, sondern noch einen Schritt weitergehen:

Ihnen zu Folge setzt sich unsere Persönlichkeit aus verschiedenen Persönlichkeitsanteilen zusammen. Mehr noch: es entwickeln sich regelrecht eigenständige Persönlichkeiten in uns. Und die Stimmen in uns können somit diesen verschiedenen Personen zugeordnet werden. Eines dieser Modelle ist “Voice Dialogue”. Mehr Infos dazu finden Sie in dem Artikel Voice Dialogue – die innere Ordnung den unser Gastautor Artho Wittemann verfasst hat.

In diesem Artikel hier geht es uns nun weniger um das tiefenpsychologische Modell, als viel mehr um Überlegungen, wie man das Ganze ganz praktisch für sich im Alltag nutzen kann.

Etwas weniger psychologisch

Wenn die Sache mit den “inneren Personen” für Sie nach dem Krankheitsbild der “multiplen Persönlichkeiten” oder ähnlichem klingt, seien Sie beruhigt: es geht hier um ganz “normale” Phänomene, die Sie wahrscheinlich auch bereits von sich selbst kennen. Das wird manchmal sogar durch unsere Sprache sichtbar:

  • “Da hat mich der Kritiker in mir mal wieder richtig fertig gemacht.” oder
  • “Da lebte das Kind in ihm auf.” oder
  • “Da war ich ganz Mutter.”
  • “Heute war ich ein richtiger Draufgänger.”
  • usw.

Finden Sie sich da wieder?

Sich selbst kennen lernen, heißt die Personen in uns kennen lernen

Selbsterkenntnis auf der Grundlage dieses Modells heißt, sich einmal auf die Suche nach den Persönlichkeiten zu machen, die in uns leben und diese nacheinander besser kennen zu lernen.

Sie können sich das mit den inneren Personen ruhig ganz bildlich vorstellen. Wer sich auf die Vorstellung einlässt, dass in uns ganz verschiedene Persönlichkeiten zu Hause sind, hat oft sehr schnell eine konkrete Vorstellung von einigen dieser Personen.

Da können z.B. strenge Personen in uns sein, wie ein Perfektionist oder ein Antreiber, die dafür sorgen, dass wir leistungsfähig sind. Dann gibt es auch ganz “weiche” Anteile, wie z.B. eine fürsorgliche Person, die immer darauf achtet, dass es allen gut geht.

Die Art der Personen und deren Zusammenstellung in uns ist für jeden von uns ganz verschieden und es ist faszinierend und sehr erhellend, die Personen in uns selbst entdecken. Je mehr Teilpersönlichkeiten Sie in sich finden, desto komplexer wird Ihre innere Personenlandschaft. Und das ist wirklich eine faszinierende Forschungsreise.

Wege aus der Einsamkeit

Oder wie man es schafft, echte Freunde zu gewinnen und dadurch ehrliche Nähe und Miteinander zu spüren: Dein Projekt: Wege aus der Einsamkeit.

Übung: Erste Personen identifizieren

Schauen Sie doch gleich einmal, welche Persönlichkeiten Ihnen als Teil von Ihnen spontan einfallen. Hier einige Tipps, mit denen Sie ihnen auf die Spur kommen.

  • Spüren Sie einmal der Vorstellung von den verschiedenen Persönlichkeiten in Ihnen nach. Haben Sie da vielleicht ad hoc ein oder sogar mehrere Bilder vor Augen? Wenn ja, dann beschreiben Sie diese Bilder: Was sind das für Personen? Wie sehen sie aus? Wofür stehen sie und wofür sorgen sie in Ihnen?
  • Wenn Sie spüren, dass irgendetwas in Ihnen ist, von dem Sie aber nicht genau wissen, was es ist, schreiben Sie am besten einfach einmal für fünf Minuten ganz frei und unzensiert auf, was Ihnen zu der Frage „Was ist gerade in mir?” in den Kopf kommt. Gehen Sie dann Ihre Aufzeichnungen durch und fragen Sie sich behutsam bei jedem Wort oder jeder Äußerung “Wer in mir könnte das gesagt bzw. gefühlt haben?”
  • Achten Sie auch ganz bewusst auf Stimmen und Sätze, die Ihnen regelmäßig in den Kopf kommen. Wer könnte das jeweils sagen?
  • Haben Sie vielleicht eine kritische Stimme in Ihnen? Wie sieht die passende Person dazu aus? Ist es ein Mann oder eine Frau? Jung oder alt? Ist es vielleicht ein Phantasiewesen oder ähnelt sie einer realen Person?

Beispiele für innere Personen

Manche der Persönlichkeiten in uns sind sehr offensichtlich und wir können sie mit ein wenig Bewusstsein leicht ausmachen. Andere sind scheu oder wir möchten sie gar nicht als Teil von uns wahrhaben, so dass wir sie verdrängen.

Hier finden Sie einige Beispiele von inneren Personen, die Ihnen Mut machen sollen, Ihre eigenen Teile kennen zu lernen:

  • Ein inneres Kind oder auch mehrere – Das sind meist sehr verletzliche Teile in uns, die dem ähneln, wie wir als Kind waren (bei mehreren in verschiedenen Altersstufen). Unsere inneren Kinder sind liebebedürftig und suchen Schutz, können aber auch sehr lustig und kreativ sein.
  • Einen inneren Kritiker bzw. Richter – Eine Person, die das, was wir tun, kritisch betrachtet und die uns oft über die Gebühr kritisiert.
  • Eine/n Träumer/in – Eine Person, die phantasievoll ist und Spaß daran hat, sich alles Mögliche und Unmögliche auszudenken. Vielleicht auch die Person in Ihnen, die Ihren Lebenstraum wie einen Schatz hütet.
  • Einen Boss oder Aufpasser – Eine Person, die allen sagt, wo es lang geht.
  • Eine Kämpferin oder einen Ritter – Eine Person, die dafür sorgt, dass Ihnen keiner zu nahe kommt und Sie verletzen kann.
  • Einen Spaßmacher oder Hofnarren – Ein Alleinunterhalter und Witzeerzähler, der nie wirklich ernst sein kann.
  • Eine Kauffrau oder Buchhalter – Eine Person, die z.B. sehr genau nachrechnet, wer Ihnen was schuldet und wem Sie etwas schuldet. Sie will dafür sorgen, dass Sie nur nicht zu kurz kommen.
  • Einen Angsthasen – Eine sehr furchtsame Person, für die einfach alles gefährlich erscheint.
  • Eine/n Kontrolleur/in – Jemand der nie die Zügel aus der Hand gibt.

Diese kleine Aufzählung ist weder vollständig noch ausführlich in der Beschreibung. Sie soll Ihnen nur eine Idee davon geben, wer da alles vielleicht in Ihnen “wohnen” könnte. Deutlich wird aber schon bei den kurzen Beschreibungen, dass uns alle diese Personen auf ihre ganz besondere Weise beeinflussen können.

Eigene Teilpersönlichkeiten entdecken

Um möglichst viele Ihre Teilpersönlichkeiten zu entdecken, können Sie sich zu folgenden Punkten Notizen machen und diese dann auswerten:

  • Typische Sätze, die ich sage – wer in mir könnte das sein?
  • Vorlieben und Interessen, die ich habe – welcher Teil in mir hat sie?
  • Abneigungen von mir – wer könnte sich da bemerkbar machen?
  • Ziele, die ich erreichen will – welche Personen könnten hinter diesen Zielen stehen?
  • Eigenarten, die ich zeige – welchen Personen könnte ich diese zuordnen?
  • Innere Konflikte – zwischen wem entstehen sie?
  • Usw.

Die Motivation unserer Teilpersönlichkeiten kennen lernen

Ein sehr wichtiger Aspekt ist, dass wir verstehen, dass die Teile in uns aus gutem Grund da sind. Ohne an dieser Stelle zu tief einsteigen zu wollen, kann man es vereinfacht gesagt so formulieren:

Irgendwann in unserer Geschichte entwickelten wir jede einzelne dieser Personen, die da in uns aktiv sind, weil es zu dem jeweiligen Zeitpunkt hilfreich oder nötig war.

Wer z.B. in einer Umgebung aufwuchs, in der er sich sehr oft körperlich durchsetzen musste, um nicht verprügelt zu werden, könnte z.B. einen inneren Kämpfer entwickeln, der den Mut hat, sich gegen die Angreifer zu stellen. Ein anderer hingegen wird in dieser Situation vielleicht einen Spaßmacher entwickeln, der die Angreifer mit Witzen und coolen Sprüchen beeindruckt.

Jede Person hat ein Geschenk für uns – aber in der Regel auch eine Beschränkung

Je klarer Sie erkennen, was die eigentliche Absicht der Personen in Ihnen ist, desto besser können Sie das Geschenk und auch die Beschränkung sehen.

Ein Kritiker in uns, der uns davor schützen will, dass andere über uns lachen oder uns kritisieren, hemmt auf der anderen Seite vielleicht unsere Kreativität. Der innere Aufpasser, der dafür sorgt, dass uns niemand etwas tut, kann uns einsam machen.

Jede Person in uns nutzt uns. Aber sie kann uns eben auch beschränken. Bei wem ein Kaufmann sehr ausgeprägt ist, bei dem werden zwischenmenschliche Beziehungen vor allem unter dem “Kosten-Nutzen-Aspekt” betrachtet, was für romantische Gefühle oder tiefe Hingabe wenig Spielraum lässt. Oder wer einen sehr aktiven Spaßmacher in sich hat, kann in Gesellschaft leicht nur noch oberflächlich sein und zugunsten der Show auf jede Tiefe verzichten.

Um diese einseitig-negativen Einflüsse unserer inneren Personen zu verändern, können wir beginnen, mit ihnen zu sprechen. Und dazu finden Sie im Folgenden praktische Tipps.

Während wir Ihnen im ersten Teil dieses Artikels einmal die Idee der verschiedenen Teile in uns etwas näher bringen wollten, geht es hier nun darum, wie wir ganz praktisch innere Dialoge führen können.

Führen Sie bewusste Dialoge – auf dem Papier

Wenn man von der Existenz verschiedenen Persönlichkeiten oder Persönlichkeitsanteile in uns ausgeht, warum sollte es dann nicht möglich sein, mit diesen in einen Dialog zu treten?

Das ist viel weniger schizophren, als es sich zunächst anhört. Sie führen ja sowieso bereits Dialoge mit Ihren inneren Personen – oder vielmehr diese mit Ihnen – allerdings meist unbewusst. Dadurch dass Sie nun von sich aus – und das möglichst schriftlich – einen Dialog mit einer oder mehrerer Ihrer inneren Personen führen, beginnen Sie damit, das, was sonst unbewusst abläuft, klarer zu sehen. Das wiederum ermöglichst Ihnen diesen auch aktiv zu gestalten.

Wenn z.B. Ihr innerer Kritiker normalerweise ständig an Ihnen herumnörgelt und Sie demotiviert, dann kann das leicht dazu führen, dass Sie sich kaum etwas zutrauen, ohne eigentlich genau zu wissen warum. Mit der Methode des schriftlichen Dialogs können Sie solche unbewussten Prozesse für sich sichtbar machen und sind ihnen damit viel weniger ausgeliefert.

Idealerweise treten Sie den Teilpersönlichkeiten in Ihnen mit Respekt gegenüber und würdigen sie. Sie sind immerhin ein Teil von Ihnen. So schwer sie es Ihnen vielleicht auch manchmal machen, so sinnlos ist es aber auch, gegen sie zu kämpfen, denn Sie kämpfen dann gegen sich selbst. Viel effektiver ist es, sich seine inneren Teilpersönlichkeiten tatsächlich wie eigenständige Personen vorzustellen und mit Ihnen aktiv zu sprechen.

Beispiel

Julian hat in sich einen starken inneren Kritiker ausgemacht, der ihn oft davon abhält, sich ans Malen zu machen. Er träumt davon, einmal eine eigene Ausstellung zu haben, aber immer wieder funkt ihm sein innerer Kritiker dazwischen, in dem er Botschaften wie “Lass es, das wird sowieso nichts” oder “Wer will das schon sehen?” sendet, so dass er kaum ein Bild fertig bekommt.

Julian beginnt deshalb einen schriftlichen Dialog mit seinem inneren Kritiker:

J: Lieber Kritiker, warum möchtest du verhindern, dass ich Bilder male?

K: Weil das eine blöde Idee ist.

J: Warum?

K: Weil du nicht gut genug bist.

J: Wie kannst du das wissen?

K: Weil ich dafür sorge. Ich lass das nicht zu.

J: Warum nicht?

K: Du sollst dich nicht lächerlich machen. Ich will nicht, dass man dich auslacht.

Dieser Dialog kann noch eine ganze Weile so weitergehen und sehr viel Interessantes offenbaren. Julian begreift z.B. plötzlich, dass der Kritiker nicht deshalb so kritisch ist, weil er Julian etwas Böses will – im Gegenteil: Er will ihn davor schützen ausgelacht zu werden. Und das kann Julian als Geschenk annehmen. Gleichzeitig kann er aber in einem solchen Dialog seinem Kritiker auch klar machen, wie sehr er unter ihm leidet und dass er sich wünscht, der Kritiker würde weniger hart mit ihm umspringen und ihn auch einfach mal etwas Ausprobieren lassen.

Der Dialog könnte also z.B. so weitergehen:

J: Ich glaube nicht, dass mich alle auslachen werden.

K: Es reicht, wenn einer lacht.

J: Was wäre daran so schlimm?

K: Es tut weh.

J: Und davor möchtest du mich schützen?

K: …

J: Ich danke dir dafür. Aber ich denke auch, dass ich es aushalten kann.

So kann Julian seinem inneren Kritiker verständlich machen, dass er heute nicht mehr so verletzlich ist, wie er es z.B. als Kind war. Und er kann sich Strategien überlegen, wie er mit seiner (denn die Stimme des inneren Kritikers ist ja ein Teil von ihm) Angst vor dem Ausgelachtwerden umgehen kann.

Ziel: Verstehen und Aussöhnung

Dieser sehr versöhnliche Umgang mit den inneren Personen in uns – also mit uns selbst – tut uns sehr gut und hilft uns dabei, innere Konflikte zu lösen und uns selbst anzunehmen.

Gleichzeitig können Sie auf diese Weise den Persönlichkeiten in Ihnen auch ihre Grenzen klar machen. So übernehmen diese immer weniger das Kommando, ohne dass Sie es merken, sondern Sie können mit der Zeit immer öfter Einfluss nehmen und frei entscheiden, ob Sie der jeweiligen Person in Ihnen das Ruder überlassen oder lieber gegensteuern würden.

Wichtig ist der versöhnliche Ansatz

Wichtig bei dieser Beschäftigung mit sich selbst ist, dass Sie nie so vorgehen, dass Sie eine Person in sich “abschaffen” oder „weghaben” wollen. Alle Personen in Ihnen machen Sie aus und sind ein fester Bestandteil in Ihnen. Sie sind wichtig für Sie und haben auf ihre Weise viel Gutes getan. Lernen Sie diese Personen zunächst einfach nur kennen und verstehen Sie, was sie in Ihnen bezwecken.

Sprechen Sie also schriftlich mit ihnen:

  • Sagen Sie dem Kritiker vielleicht, dass er sich keine Sorgen machen muss, da Sie inzwischen auch gut mit Kritik von außen umgehen können, weil Sie in sich selbst ruhen.
  • Zeigen Sie Ihrem Kämpfer, wie wichtig es ist, dass auch mal eine Person von außen Kontakt mit Ihren verletzlichen Teilen bekommen kann, da sonst so etwas wie “Liebe” gar nicht möglich ist.
  • Bitten Sie Ihre Personen, Ihr inneres Kind auch mal nach vorn kommen zu lassen, damit es an der Welt teilnehmen kann.
  • U.ä.

Probieren Sie es hier gleich einmal selbst aus.

Übung: Einen inneren Dialog führen

Führen Sie nun einmal selbst einen Dialog mit einer Ihrer inneren Personen.

Wählen Sie eine Stimme, die sehr präsent für Sie ist – also vielleicht jemand, der sich ständig Sorgen macht oder eine, die an allem etwas zu mäkeln hat. Sie können natürlich auch eine positive Stimme wählen, wie z.B. jemanden, der in Ihnen immer einen coolen Spruch auf Lager hat oder eine Stimme, die für alle und jeden Verständnis zeigt.

Nähern Sie sich der Stimme, mit der Sie einen inneren Dialog führen wollen, offen und neugierig. Sie sollten mit dem Wunsch in den Dialog gehen, diesen Teil in sich kennen zu lernen und möglichst nicht bereits mit einem fertigen Bild.

Auch sollten Sie sich mit Vorwürfen zurückhalten, so sehr Sie diese Stimme vielleicht auch nerven mag. Es geht nicht darum, den Teil abzuschaffen oder endlich “in den Griff zu bekommen”. Es geht einzig und allein darum, dass Sie diesen Teil besser verstehen und dass dieser Teil Sie besser versteht. Lassen Sie sich von der Wirkung dieses Ansatzes überraschen.

Schriftlichkeit ist wichtig

Extra-Tipp

Probieren Sie ruhig auch einmal aus Ihre beiden Hände für diesen schriftlichen Dialog zu nutzen – also schreiben Sie alles, was Sie fragen und sagen mit ihrer “normalen” Hand und lassen Sie die Stimme mit Ihrer nicht-dominanten Hand antworten. Das kann den Prozess sehr positiv unterstützen.

Einen solchen inneren Dialog führen Sie am besten schriftlich. Man kann ihn zwar auch in Gedanken führen, aber da ist die Gefahr recht groß, dass man sich darin verfängt und am Ende wenig Klarheit gewinnt. Wenn Sie hingegen auf dem Papier mit einer inneren Stimme sprechen,

  • reduziert das einmal das Tempo (wir schreiben langsamer als wir denken),
  • es sorgt für etwas mehr Abstand
  • und Sie haben am Ende die Möglichkeit, den Dialog noch einmal anzuschauen und nachzuvollziehen.

Literatur

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Kommentare

  • Das alles sind Persönlichkeitsanteile des selben Ich-Bewusstseins. Eine cleverere Methode ist es, nicht mit diesen Anteilen zu arbeiten, sondern diese bewusst zu beobachten und sich als das Beobachtende Wesen im Hintergrund zu erkennen. So löst sich die Identifikation mit der Figur auf und der Geist wird langsam, oder auch schlagartig frei.

  • Ich arbeite gern gestalttherapeutisch mit den inneren Stimmen. Dabei finde ich es ganz spannend für die Klienten, wenn sie der Person ein Geschlecht zuordnen sollen – DER innere Kontrolleur fühlt sich ggfls. ganz anders an als DIE Kontrolleurin, in der Frau kann auch ein unentdeckter wilder kleiner Junge stecken bzw. im Mann ein zartes kleines Mädchen; DIE Versorgerin hat andere Eigenschaften als DER Versorger.
    Manchmal sind beide Aspekte vorhanden, oft nur einer – und das gibt gelegentlich Aufschluss darüber, welche Bezugsperson diese Stimmen ursprünglich geprägt hat. Schaut man sich dann deren Lebensgeschichte näher an, z.B. die der Großmutter, kann man oft verstehen, warum man nach Mustern handelt und noch Werte mit sich herumträgt, die im eigenen Leben gar keinen Sinn mehr machen, für die prägende Person aber überlebenswichtig waren (z.B. Verdrängen in der Kriegszeit).

    Und dann kann man sie liebevoll dahin zurückgeben, wo sie herstammen, z.B. in einer Art innerlichem Film der Großmutter sagen: “Für Dich war das wichtig und sinnvoll, und Du wolltest mich damit schützen, dass Du mir das mitgegeben hast. Danke dafür, und ich gebe Dir dieses Geschenk jetzt zurück, denn ich lebe in einer anderen Zeit, mein Leben ist von Deinem verschieden und braucht andere Qualitäten”.
    Das kann man natürlich auch schriftlich machen, aber in der Imagination sieht man meist den Prozess der dankbaren Rückgabe deutlicher und kann auch von diesen (ehemals) leibhaftigen Personen den Abschied leichter gestalten.

    Solche Arbeiten und ihr Erfolg zeigen deutlich den Wert einer gut recherchierten Ahnenforschung, denn so manches Mal resultieren unsere Verhaltensmuster aus Erfahrungen, die unsere Vorfahren unter ganz bestimmten Umständen gemacht haben, die aber für uns keineswegs gelten müssen. Und so manche Krankheit oder Reaktionsschwäche wird gar nicht über die Gene vererbt, sondern über Muster weitergegeben, die sich unerkannt durch die Generationen ziehen und epigenetisch unseren Stoffwechsel beeinflussen.
    Da immer mehr ältere Menschen dement werden, sollte man die Suche nach noch verfügbaren Informationen nicht zu lange aufschieben, sonst ist manches unwiederbringlich verloren, was Verwandte und Bekannte noch beitragen könnten.

    Eine schöne Woche wünscht
    Marietta

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