Ich will ja loslassen (Ina Rudolph)

Warum du unbedingt wissen solltest, wer du bist und wie du tickst: → Hier klicken

„Ich will ja loslassen, doch woran halte ich mich dann fest?“ – von Ina Rudolph – München: Arkana Verlag, 2013 – 256 S. – ISBN: 978-3-442-34128-3 – 17,99 €

Sobald wir morgens unsere Augen öffnen, fängt unser Gehirn an zu arbeiten. Wir denken – täglich bis zu 80.000 Gedanken. Nicht selten sind unsere Gedanken dabei sorgenvoll und stressig, beispielsweise so oder ähnlich:

  • Welch ein Stress mir heute bevorsteht, ich schaffe das bestimmt nicht!
  • Hoffentlich denkt er daran, die Kinder pünktlich abzuholen.
  • Was mache ich, wenn bei der Auto-Inspektion eine teure Reparatur fällig wird …?

In den allermeisten Fällen werden unsere Sorgen nicht zur Realität. Unsere Gedanken entsprechen also nicht der Wahrheit, auch wenn wir das denken. Doch trotzdem machen wir uns jeden Tag wieder solch stressige Gedanken, obwohl wir es eigentlich besser wissen müssten.

In diesem Buch geht es darum, wie man es schafft, solche stressigen und belastenden Gedanken loszulassen und den Kopf frei zu bekommen, um wirklich im Hier und Jetzt zu sein. Um das zu erreichen, nutzt die Coachin und Autorin Ina Rudolph die inzwischen ziemlich populäre Methode „The Work“.

„The Work“ ist ein Prozess der Selbstüberprüfung, der zum Ziel hat, stressige Gedanken und Glaubenssätze zu finden und dann zu überprüfen. Ursprünglich wurde die Methode von der Amerikanerin Byron Katie entwickelt und sie beruht auf vier Fragen und einer Umkehrung des Ausgangsgedankens. Die Grundidee hinter „The Work“ lässt sich gut in folgender Aussage zusammenfassen: „Nichts ist von sich aus gut oder böse. Unser Denken macht es erst dazu.“

Einige von Ihnen haben vielleicht schon ihre eigenen Erfahrungen mit „The Work“ gemacht. Ina Rudolph liefert dazu jedoch nun ein Praxisbuch, das wirklich lesenswert ist, weil es „The Work“ sehr klar und allgemeinverständlich erklärt. Wenn Sie mit „The Work“ noch keinerlei Erfahrungen haben, bietet „Ich will ja loslassen, doch woran halte ich mich dann fest?“ einen wirklich guten Einstieg.

In den ersten Kapiteln ihres Buches erklärt Ina Rudolph auf sehr eingängige Weise die Methode und wozu sie dient. In den darauf folgenden Kapiteln stellt sie in unterschiedlichen Beispielen dar, wie sie „The Work“ bei sich selbst für verschiedene Lebensbereiche und Themen angewendet hat. Solche Themen sind z. B.:

  • Ängste
  • Partnerschaft
  • Stress bei der Arbeit
  • Freunde
  • finanzielle Vorsorge

In jedem Beispiel geht sie die Methode anhand der vier Schritte durch. Ihre Gedankengänge dazu sind sehr offen und detailliert wiedergegeben und die jeweiligen Beispiele dadurch sehr gut nachzuvollziehen. So bieten ihre eigenen Erfahrungen ein schönes Anschauungsmaterial und damit eine gute Hilfe für diejenigen, die verstehen wollen, wie Loslassen mit „The Work“ funktioniert.

Auch die Einwände gegen diese Methode greift Ina Rudolph in ihrem Buch auf. Ein typischer Einwand ist z. B.: Wenn ich den Stress loslasse und dadurch immer in Frieden bin, führt das nicht auf Dauer zu einem langweiligen Leben? Auf solche Einwände findet Ina Rudolph schlüssige Antworten, was für ihre Erfahrung mit „The Work“ spricht.

Das Buch ist insgesamt sehr gut leserlich, auch wenn es aufgrund fehlender Bilder oder Grafiken für manch einen Leser im ersten Moment wie eine Bleiwüste wirken mag. Nur beim Inhaltsverzeichnis hat mich ein wenig gestört, dass es leider nicht so viel Auskunft über den Inhalt der Kapitel gibt und den Leser so doch sehr auf die Folter spannt, was natürlich auch so gewollt sein kann.

Alles in allem ist das ein gelungenes und hilfreiches Buch zum Thema „Loslassen“ und „The Work“ in der Praxis. Es eignet sich sehr gut für einen Einstieg in das Thema. Aber auch für Menschen, die „The Work“ schon kennen, kann das Buch aufgrund der vielen detaillierten Beispiele noch mal neue Einblicke ermöglichen.

Bewertung: PunktPunktPunktPunktPunkt

 „Ich will ja loslassen, doch woran halte ich mich dann fest?” jetzt bestellen bei:

Auch interessant?

Wie viele Sterne bekommt der Beitrag von dir?
1 Stern2 Sterne3 Sterne4 Sterne5 Sterne (41)
Loading...
 

Teilen macht Freude und Freunde:

 

Deine Anmerkung zu diesem Beitrag?

Kommentare

  • oft denke ich zuviel – dann lenke ich mich mit Gedanken ab …?

    Es sind die Probleme welche Du siehst, welche Du hast
    und Deine Gedanken kämpfen dagegen an
    Aus einem Gedanken werden Hundert sie vermählen sich und Tausend neue und doch alte werden geboren
    Deine Gedanken rotieren, der Schalter zum abschalten versunken. nicht auffindbar mehr und nichts ändert sich am Leben anscheinend – innerlich zermürbt, aufgewühlt nicht mehr fähig zu schlafen

    Warum nur ist es so, warum bei mir, denkt man – und hat schon wieder gedacht
    Gibt keine Zufälle alles irgendwie vorbestimmt denke ich manchmal oft
    doch Zeichen werden gesetzt – erkennen muß man sie selbst

    Bei Dir ein Zeichen siehst Du es nicht ?
    “ Stop “ das Zeichen …
    Stop – die Gedanken des aussichtslosen Kampfes . sagt es
    Sehe die Dinge akzeptiere sie und nehme sie an und der erste wichtige Schritt ist getan – das Ende des Kampfes – der tausend Gedanken …

    Du hast einen Radiergummi, wenn nicht besorg Dir einen
    Dann nimm einen der wasser und tränenfesten Stifte, geh zu dem Blatt auf welchem “ Probleme “ steht und Radiergummi – weg damit, dann Stift und schreibe “ Herausforderung “

    Das Selbe und doch nicht das Selbe wirst Du merken – weil Du nun nach Lösungen suchen kannst und Du wirst welche finden weil Du nun weißt, jedes Ding hat mindestens zwei Seiten
    Manche stehen vor einem defekten Aufzug und warten – manche gehen zur Treppe hinter dem Aufzug
    Gehst Du …?

    und Ina Rudolph ?
    “ Ich will ja loslassen doch woran halte ich mich dann fest ? “
    ftagt sie –
    hängt sie am Leben – wäre es wohl nicht so sinnvoll …hm ,,,

  • Ich habe versucht das Buch von Byron Katie zu lesen und ich muss sagen, dass es nicht so verständlich gewesen ist.
    Ich bin dann sehr dankbar, wenn es Menschen gibt, die sich mit dieser Methode auseinandergesetzt haben und sich die Mühe gemacht haben die Methode “mundgerecht” und verständlicher zu verabreichen.
    Durch die leichtere Handhabe kann dadurch mehreren Menschen der Zugang zu dieser Methode erleichtert werden.
    Und das finde ich prima!

  • Eine mehr, die sich an bYRON kATIE hängt. Von BK gibt es Bücher, die genügend auf die Praxis von the work eingehen. Davon abgesehen hat sich eine riesige Industrie um BK gebildet. BK selbst lehnt z.b. Eintrittsgelder für Ihre Auftritte (in Europa) ect ab. Ihre Seminare, die sie in Deutschlad gibt beruhen auf Spendenbasis. Aber eine Klette von Geschäftemachern hat sich vor/seit Jahren dazwischengeschaltet, vornehmlich ehemalige Sanjassins. Sorry, aber ich glaube nicht, dass dieses Buch jemand braucht. Lest BK selbst – the work aus erster Hand!

 

Ralf Senftleben

Hallo! Schön, dass du da bist!

Ich bin Ralf und das hier ist meine Seite, Zeit zu leben. Seit 1998 schreibe und forsche ich darüber, wie wir unser Leben selbstbestimmt, kraftvoll und bewusst leben können. Wie wir herausfinden, was wir für unsere Zufriedenheit brauchen, und wie wir erreichen, was wir uns wünschen.

Aktuell lesen über 125.000 Menschen meinen wöchentlichen Newsletter, und rund 150.000 Menschen haben an meinen Selbstlernkursen und Online-Coachings teilgenommen.

Mehr über uns und unsere Philosophie gibt es hier