Mutig wie ein Kind

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Wissen Sie was?

Ich bin so ein richtiger Schisser.

Ich hab das in letzter Zeit so ein paar Mal wieder aufgezeigt bekommen:

Da war mein sechsjähriges Patenkind Maike zu Besuch und wir waren im Serengeti-Park. Ich weiß nicht, ob Sie den kennen. Da kann man mit dem Auto durch den Park fahren und überall laufen Giraffen, Tiger, Affen, Kamele usw. rum. Das ist für Kinder natürlich super – und ich fands früher auch ganz toll, als die Giraffen mit ihrem langen Hals durchs Autofenster gelugt haben und man sie streicheln konnte.

Dieses Mal hab ich immer schnell die Fensterscheiben hochgefahren, als ein Tier in die Nähe kam, und so richtig Angst bekommen … Und selbst bei den Ponys und Ziegen, bei denen man aussteigen kann, bin ich immer schön unauffällig ausgewichen und hab gut aufgepasst, dass mir kein Tier zu nahe kommt.

Und dann grenzt da ja noch der Freizeitpark an.

Ich musste mir von Maike vormachen lassen, dass die Teppichrutsche nur so gefährlich aussieht und ich gar keine Angst haben muss, da mit runterzufahren.

Und nachdem ich schon bei diversen Karussells und der kleinen Kinder-Achterbahn abgewunken habe, war ich nach ein paar Überredungskünsten endlich bereit, zumindest mit ihr ins Riesenrad zu gehen.

Und wissen Sie was? Schön war’s! Nicht nur, weil ich Maike nicht enttäuschen musste … es war einfach schön, das mitzuerleben.

Tatsächlich ist mir das bei mir schon öfter aufgefallen. Dass ich mich viele Dinge einfach nicht mehr traue. Es gab gar keine schlechte Erinnerung, die daran schuld sein könnte – aber irgendetwas blockiert mich und sagt: Nein, den Dreimeter-Turm im Schwimmbad springst du nicht runter. Die Rutsche ist zu hoch und zu schnell. Und auf die Leiter kann doch wohl auch jemand anderes klettern, um den Federball aus der Dachrinne zu holen.

Dabei war das als Kind nicht so. Wie schön war es doch, total angstfrei und neugierig alles auf einen zukommen zu lassen. Da habe ich alles mitgemacht – ich bin als kleines Kind für 5 Mark sogar mal vom 5-Meter-Sprungbrett im Schwimmbad gesprungen. Heute würde ich mich das selbst für 100 € nicht trauen.

Ein bisschen erinnert mich das an meine Mutter. Für alles, was spannend und ein bisschen nervenaufreibend war, konnte ich nur auf meinen Vater zurückgreifen.

Ich glaube, meine Eltern unterscheiden sich da aber eigentlich nur in einem kleinen Punkt: Meine Mutter hat immer diese Art von Herausforderung vermieden. Und mein Vater musste dann ja quasi einspringen und mit uns alles mitmachen – selbst wenn er vielleicht auch manches Mal ein mulmiges Gefühl hatte.

Meine Mutter hat sich immer den Stresspegel und die unangenehmen Seiten des aufregenden Adrenalinausstoßes gespart. Mein Papa musste dann einspringen und es auf sich nehmen – und wurde dafür natürlich auch mit den Glücksgefühlen belohnt, die so ein Adrenalinausstoß mit sich bringt.

Und ist so quasi im Training geblieben – denn ich glaube, dass Mut sich auf diese Weise wirklich trainieren lässt. Indem man immer mal wieder ein ganz kleines bisschen seine Angst besiegt.

Als meine Mama nicht zur Hochzeit von ihrem jüngsten Bruder fliegen konnte, weil sie sich irgendwann nicht mehr getraut hat, in ein Flugzeug zu steigen, sind ihr ein bisschen die Augen aufgegangen. Da war eine Grenze erreicht und sie saß als Einzige zu Hause und konnte nicht mitfeiern. Seit dieser schlimmen Erfahrung kennen die Urlaubsziele keine Grenzen mehr und sie wird immer mutiger – letztens ist sie mit meinem Vater sogar Heißluftballon gefahren (und ich bin vor Angst in Tränen ausgebrochen, als sie endlich oben waren ;-))

Wovor haben Sie Angst? Wann haben Sie sich das letzte Mal beim „Vermeiden“ ertappt? Und welche ganz konkreten positiven Auswirkungen hätte es für Sie, wenn Sie mal über Ihren Schatten springen könnten?

Mir hat der Besuch von meinem Patenkind Maike schon ein bisschen die Augen geöffnet. Ich will mich nicht einschränken lassen von unbegründeten Ängsten. Ich will ein bisschen mehr mutig wie ein Kind sein. Lieber neugierig und offen, statt immer auf das Risiko blicken. Und ich will auch irgendwann mal mit meinen eigenen Kindern in eine Achterbahn steigen oder in den Kletterpark gehen können – und mit diesem kleinen Ziel im Hinterkopf habe ich mir jetzt vorgenommen, immer mal etwas Neues und Aufregendes auszuprobieren.

Machen Sie mit?

Dann tragen Sie doch einfach unter diesem Beitrag mal mit der Kommentar-Funktion Ihr Commitment ein: Was werden Sie ganz konkret machen, um (wieder) ein bisschen mutiger zu werden?

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Kommentare

  • Bin ganz naiv für 2 monate in die ferien ohne das mich jemand aufgeklärt hätte das ich mit meine. 3 kredit/ debitkarten nirgendwohin komme. Dann ist auch noch eine anschlussflug einfach ausgefallen ohne warnung und ich bin an einem andern ort als ich sein sollte. Ich musste kämpfen hab geweint getobt war am ende meiner kräfte aber ich werde all dies überleben. Und mit mehr kraft als vorher wieder aufstehen

  • Danke für eure Rückmeldungen zum Beitrag – aber auch für die Commitments. Sagt doch mal Bescheid, falls ihr euer Vorhaben umgesetzt habt, ja?

    Übrigens: Ich hasse Korken. Eine zeitlang habe ich den Raum verlassen, wenn jemand eine Flasche Sekt aufgemacht hat … mittlerweile bleibe ich im Raum – zumindest wenn ich den “Korkenzieher” kenne ;-) Und gestern – taddaaa – hab ich mich mal selbst rangetraut und eine Flasche Sekt geöffnet. Schön war´s nicht … aber es hat funktioniert und mir ist kein Korken um die Ohren geflogen :-)

  • Angst? Nimm Dein Leben nie zu ernst- kommst eh nicht lebend raus. Am Lebensende bereuen wir sicher nicht die Dinge, die wir getan haben, sondern eher die Dinge, die wir (vielleicht auch aus Angst) nicht getan haben.
    Angst ist zumeist unbegründet- das spürt man jedoch erst, wenn man sie überwindet.
    LEBEN will gelebt werden und nicht einfach ängstlich abgesessen.
    Kannst Du Deine Angst überwinden? Oder doch eher nicht? Egal wie Du entscheidest, Du wirst in jedem Fall Recht haben.

  • Ich war auf dem Kinderspielplatz,
    habe geschaukelt und bin am höchsten Punkt abgesprungen.

    Nach mehr als 30 Jahre “nicht schaukeln” musste ich mich schon überwinden und habe mich hinterher “lebendiger” gefühlt =)

    Zudem habe ich darauf verzichtet ein Kind “zur Tarnung” ;) mitzunehmen…

    Vielen Dank für die tolle Anregung und meinen Respekt
    für die offene Kommunikation zu den eigenen Ängsten!

  • Ich würde gerne mal wieder auf einer Wiese liegen und die Wolken beobachten, ohne mir Gedanken um die ganzen Krabbeltierchen zu machen. Oder meinem ehemals besten Kumpel mal sagen, dass er oft unfreundlich und oft verletzend ist.

  • Ein spannendes Thema. Auch ich erlebe das im Alltag sehr oft. Dinge, über die man sich früher keine Gedanken gemacht hat, werden jetzt “zerdacht”. Erst neulich war ich mit Jugendlichen im Kletterpark. Die Jungs sind neugierig und ohne Scheu auf die Hindernisse zu, wir “Alten” standen vor jedem Hindernis und mussten erstmal Mut sammeln. Mein Leitsatz ist dann immer: einfach los, wird schon schief gehen. Was soll schon passieren.

  • Ich werde neue Identitäten ausprobieren um zu sehen wie die Leute dann auf mich reagieren und habe vor Fremde anzusprechen.

  • Mutproben könnten eventuell aber auch ablenken das einzig wichtige zu tun. Ich bin weder Feuerwehrmann noch Polizist, deshalb stellen sich mir bestimmte Herausforderungen nicht.
    Ich finde es mutig, wenn ich in der Lage bin, meine wirklichen Träume zu verwirklichen. Dazu brauche ich nicht nur Mut, sondern einen klugen Plan, Glück und gewisse Mittel. Einfach mutig sein, reicht da nicht. Erwachsene sind vielleicht auch nicht mehr so mutig, weil sie den Verstand haben, Gefahren einzuschätzen. Auch intelligente Menschen sind vorsichtiger. Ich erinnere mich als Kind bei meinem Ausflug im Löwenpark, das ein Erwachsener sagte, der Tiger kann doch die Glasscheibe nicht überwinden. Inzwischen verstehe ich eine Menge von Raubtieren, und würde niemals mit einem PKW durchs Raubtiergehege fahren.
    Mit zunehmendem Alter läst der Mut und die Flexibilität in der Regel nach. Menschen aus behüteten Familien sind oft Mutiger, weil sie niemals für Ihre Fehler die Konsequenzen tragen mussten. Papas Geld oder Anwalt haben das schon wieder ausgebügelt. Wer früh Verantwortung trägt und nur wenig Mittel hat, ist vielleicht vorsichtiger.
    Wie dem auch sei, Mut hatte früher einen anderen Stellenwert. Die Eigenschaft Mut wurde mit eisernen Kreuzen belohnt, Mut wurde missbraucht um Menschen zu morden. Bei Wetten das hat jemand sein Leben ruiniert um Mut zu beweisen. Der menschliche Körper ist empfindlich, und wer dafür den Preis einer Behinderung in Kauf nimmt, der ist in meinen Augen nicht mutig sondern dumm. Das ist jetzt meine persönliche Ansicht. Ich finde nur dass ein Leben im Rollstuhl ein zu hoher Preis ist.
    Wir haben im Leben auch nur ein geringes Zeitfenster um unser Leben zu gestalten. Außerdem sorgen politische Verhältnisse und Arbeitsmarktregeln dafür, dass wir eben nicht alles so einfach gestalten können wie wir wollen. Allerdings lassen sich gewisse Lebenshilfebücher besser absetzen, wenn an behauptet jeder könnte alles erreichen. Dieses führt nur zu Frust und Enttäuschung.
    Also eine realistische Einschätzung des Risikos und ein guter Plan sind Erfolgsversprechender als die „jeder kann alles erreichen“ Legende. Man muss niemanden etwas beweisen, sondern sollte das tun was für einen gut ist.
    Die vielen sportverletzten Rambos und die unzähligen gescheiterten Selbstständigen zeigen mir, dass Mut nicht immer der beste Ratgeber ist.

  • Trotz meiner Höhenangst mache ich immer wieder bei Sachen mit die für mich eine große Überwindung bedeuten (z.B. Hochseilgarten, was anscheinend sehr beliebt ist).
    Aber dennoch gibt es einige Dinge, die mir als Kind nichts ausgemacht haben (mit dem Rad oder den Skates vollgas den Hang hinab) die ich heute aus Angst vor Verletzungen nicht mehr tue. Über mögliche Konsequenzen denkt man als Kind nicht nach. Ich schließe daraus, dass man ebenfalls als Erwachsener sich nicht so viele Sorgen machen darf, was alles schief gehen könnte.
    “Wer nicht wagt, der nicht gewinnt.” In diesem Fall Erfahrungen.
    Das war auch für mich die Motivation ziemlich weit über meinen Schatten zu springen und für 2 Monate nach Asien zu gehen um dort unentgeltlich in einer Schule und einem Waisenhaus zu arbeiten. Es war eine Überwindung, ja. Aber ich habe diese Zeit geliebt und werde noch meinen Urenkeln davon erzählen.

  • Mein Fahrrad nachts in den Keller bringen, trotz der großen Spinnen.

  • Hallo Chiyo, hallo onestepbehind,
    ich kann das unterschreiben was ihr da sagt.
    Ich hatte lange Zeit Angst vor solchen Dingen, wie Loopingbahn, Hochseilgarten… Ich mache das heute alles ohne Angst, aber in letzter Zeit auch ohne Spass. Vor zwei Wochen habe ich etwas gemacht, was ich mir vor einiger Zeit mal gewünscht habe: Segelfliegen. Ich bin ohne Angst eingestiegen, hochgezogen worden und wir schwebten geräuscharm oben herum. Ja, es war toll. Aber ob es meine Seele streichelt – etwas was ich sehr vermisse – nein, hat es nicht. Alle haben gefragt wie es war und ich habe gesagt, dass es supertoll, genial, schööön war…also alles, was man so erwartet. Aber gefühlt habe ich nichts.
    Viel wichtiger im Moment ist für mich wer ich selbst bin, was ich kann und wofür ich hier auf der Welt bin. Das herauszufinden erfordert sehr viel Mut. Es macht auch Angst, weil ich mich mit meiner Vergangenheit sehr beschäftige und mit meiner Zukunft. Außerdem möchte ich die Gegenwart nicht aus dem Blick verlieren, denn ich lebe ja jetzt.
    Ich finde, dass man sich seinen Ängsten ab und zu mal stellen sollte oder etwas ausprobieren sollte. Was das ist, ist jedem selbst überlassen. Und wenn die Mama merkt, dass sie auf ein schönes Familienfest verzichten muss und daraufhin ausprobiert, ob sie sich nicht doch traut. Wenn sie dann Selbstbewußtsein bekommt und noch mehr ausprobieren will, weil sie selbst selbstbewußter wird und nicht, weil andere es erwarten oder es für normal halten, dann ist das doch gut. Es sollte immer aus einem inneren Antrieb kommen und nicht von außen.
    Liebe Grüße
    Christina

  • Liebe/r Chiyo,

    mag sein, dass für dich und auch für mich vom auf Bäume klettern nicht die Welt abhängt. Für die einen ist es die normalste Aktivität der Welt. Andere kostet es jedoch sehr viel Überwindung, sich auf solche Dinge einzulassen – eine situationsabhängige Größe, wie du selbst schreibst.

    Mutig sein heißt nicht nur, die physischen Grenzen zu überschreiten oder gegen seine eigenen Interessen zu handeln. Mut kann auch emotionaler Natur sein. Mut ist zum Beispiel:

    – einen Beitrag kommentieren
    – mit einem Eis in der Hand bei Sonnenschein durch den Regen laufen
    – auf die eigene Intuition hören und den Verstand mal Verstand sein lassen
    – eigene Wünsche und Ziele verfolgen
    – seine Meinung vertreten, sich durchsetzen
    – sich von materiellen Gütern trennen, die schon lange nicht mehr genutzt werden oder unnütz geworden sind
    – sich von Menschen trennen, die einem nicht gut tun und neue kennenlernen
    – den Job oder die Perspektive wechseln
    – hinaus in die Welt gehen und neue Orte kennenlernen
    – das bisherige Leben reflektieren, davon lernen und (ver)ändern

    Diese Liste lässt sich, situationsbedingt, beliebig fortsetzen.
    Wie schon von anderen hier angesprochen, bedeutet Mut haben, seine eigenen physischen oder geistigen Grenzen zu überwinden und daraus Kraft zu gewinnen. Ob durch Adrenalin beim Bungee-Jumping oder Leben retten oder die Erinnerung an ein kleines oder größeres Ereignis, welches nicht alltäglich / gewöhnlich ist. Ein gewisses Risiko ist immer dabei, wenn wir mutig sind – dieses Risiko jedoch manchmal auszublenden, ist mutig. Im Training bleiben, wie Judith es in ihrem Artikel beschrieben hat. Die Gedanken an die Ereignisse – dieses “etwas geschafft haben” – sind es, die uns mutig für das Leben machen, etwas wagen und Angst überwinden lassen, uns innere Stärke verleihen, Selbstvertrauen und die Kraft geben, offen für Neues zu sein und neugierig bleiben lassen – wie ein kleines Kind, das die Welt jeden Tag angstlos neu entdeckt…

  • Ich glaube, ich muss jetzt mal für alle “Nicht-Mutigen” sprechen, die beim Lesen dieses Artikels auch ein wenig unleidlich zusammengezuckt sind.
    Zunächst einmal – wir sind nicht feige! Wir schätzen nur potentielle Gefahren anders ein. Vielleicht weil wir unsere eigenen Fähigkeiten realistischer beurteilen. Weil bei uns der Kopf vor dem Bauchgefühl kommt. Weil wir überhaupt so fühlen, dass wir bestimmten Erlebnissen einfach nichts Positives abgewinnen können. Dass wir auf viele Reize, die andere als prickelnden Nervenkitzel empfinden, mit Stress reagieren.
    Das alles kann zum Beispiel auf hochsensible Menschen zutreffen. Aber auch auf solche mit räumlichen Wahrnehmungsschwierigkeiten. Oder solche, denen es grundsätzlich an Vertrauen mangelt. Und auch solche, deren Interessen einfach völlig anders gelagert sind, und für die alles, was gemein hin als abenteuerlich gilt, gänzlich belanglos ist. Das ist jetzt nur eine Auswahl an Gründen, die ich aufgrund eigener Erfahrungen benennen kann. Sicherlich gibt es noch viel mehr.
    Mutig sein, bedeutet für mich nicht, sich zu verstellen und an Dingen Spaß zu haben, die man eigentlich furchtbar findet. Dass man sich nicht überwindet, nur um anderen etwas zu beweisen, oder als “normal” zu gelten.
    Mut ist genau wie Intelligenz eine situationsabhängige Größe. Zum Beispiel wenn es eine real existierende Gefahr zu überwinden gilt, um anderen zu helfen – etwa bei einem Brand. Oder wenn man sich angstmachenden Situationen um seiner selbst Willen stellt, sofern sie der persönlichen Weiterentwicklung dienen – wenn man, wie im Text, seine Flugangst überwindet.
    Achterbahnfahren oder auf Bäume klettern hat für mich hingegen nichts mit Mut zu tun. Entweder man tut es, oder man tut es nicht. Aber davon hängt nicht die Welt ab. Jeder muss selbst wissen, welche “Abenteuer” für ihn eine Bereicherung darstellen, und welche nicht. Man ist auf keinen Fall ein schlechterer oder gar langweiligerer Mensch, nur weil man nicht als abenteuerlustig gilt.

    LG und einen schönen Sonntag wünscht
    Chiyo ^_^

  • Hallo Ihr Lieben,

    puhhh…mich springt das Thema Mut momentan ja geradezu von allen Seiten an :)

    Ich werde mich was ganz Großes trauen: mir einen passenden Job suchen. D.h. nicht mehr unter meinen Möglichkeiten bleiben, mit wenig Gehalt, mich unterfordert und letztendlich frustriert fühlen, was mein Selbstwertgefühl natürlich nicht gerade fördert.

    Mutig will ich auch sein mit dem Erlernen/Ausprobieren eines Musikinstruments: alles = dafür organisiert..jetzt nur noch Hingehen :)

    Zuletzt: mutig sein in meiner Beziehung: mich weiter auf Ihn einlassen..mal sehen was passiert. Aber auch ich selbst sein und bleiben.

    Eure Samsara

    • ulli

      Hallo Samara,

      ich habe vor ca. einem Jahr die Entscheidung getroffen ein Musikinstrument zu lernen.
      Das mutige daran war wohl, das ich mir ein qualitativ hochwertiges ( dennoch bezahlbares ) E-Piano angeschafft habe. Ich habe mir die Musiktheorie durch das Internet angeeignet.
      Es gibt sehr viel Material und es ist kostenlos.

      Klaus Kauka erklärt Dir auf Youtube die Musiktheorie, damit hast Du eine gute Grundlage
      https://www.youtube.com/user/klauskauker/videos?flow=grid&view=1
      Mit dem Freewareprogramm „Anvil 2012“ kannst Du ein ganzes Orchester zusammenstellen,
      Finale 2012 ist ein Notensatzprogramm ( gibt es auch als Freewareversion und ist völlig ausreichend ).
      Mit Synthesia kannst Du Dir Midi Dateien abspielen lassen. Midi-Dateien kannst Du auch mit Finale 2012 öffnen, und dann hast Du gleich die Noten.
      Auf Youtube gibt es zu sehr vielen Liedern ein Tutorial.

      Mit anderen Worten, Du kannst Dein Hobby voll nach oben hin ausreizen. Du kannst Dich wunderbar entspannen und das Hobby ist wintertauglich.

      Ich habe nach ca. einem Jahr schon sehr gute Ergebnisse erzielen können. Wichtig war mir das hochwertige Instrument, da ich nur damit Erfolge erzielen konnte, und die Motivation erhalten blieb. Das Gerücht, für den Anfang reicht ein Klimperkasten ist meiner Meinung nach ziemlich dumm. Denn dann verliert man wirklich schnell die Lust, da klimpern einen anspruchsvollen Menschen nicht ausfüllt. Ich hatte keine Musikschule besucht, da mich mittelmäßige Lehrer nerven. Ich bin ein Typ der gleich loslegen will, und nicht erst Tonleitern
      auswendig lernen muss ( das ist völliger Blödsinn). Viele Musiklehrer wollen nur möglichst viele Stunden geben um Kohle zu machen. Und sie frustrieren nur unnötig die Schüler.

      Viel Spaß mit dem neuen Hobby wünscht

      Ulli

  • ja, mutig sein is gar net soooo einfach.
    :-) zum glück hat mich meine neugier in all den jahren nicht verlassen. die hat mir geholfen, meine höhenangst zu überwinden und auf leitern, gerüste, türme und fluggeräte zu steigen! nur eines hatte ich da witzigerweise immer als ‘hilfe’ oder wohl eher ablenkung mit dabei: meine kamera! damit musste ich mich so stark auf ein hoffentlich gelungenes bild konzentrieren, so dass mir keine zeit blieb, an meine angst zu denken. ich hab mich wohl damit selbst ausgetrickst, aber mein wunsch ein besseres ergebnis zu bekommen und dafür neue wege zu gehen, war zum glück stärker!
    allen einen mutigen und strahlenden sonntag, damit auch dieser tag neues ans licht bringt ;-)

  • Nicole drückt es mit- es war ein anstrengender Tag- schon aus. Herausforderungen und aus der Konforzone gehen, bedeutet für mich auch Investition. Welcher Art auch immer. Da brauchen Entscheidungen schon die positiven Erfahrungen der Vergangenheit.
    Ich glaube je mehr davon da sind, um so eher traut man sich das Neue zu. Wichtig, eigene Erfahrungen geben diese Kraft. Nicht dem Einfluss anderer unterliegen bzw. überbewerten, sondern in Eigenverantwortung handeln. Selbstbestimmt durch das Leben gehen und Chancen erkennen und nutzen, also möglichst neugierig und aktiv bleiben. Das ist meine Ausrichtung.
    Euch einen schönen Sonntag.
    Monika

  • Kürzlich habe ich ähnlich entschieden und möchte mehr fun in mein Leben holen. So war ich vor 2 Wochen in einem Seilpark (bin nicht schwindelfrei), musste mich ständig überwinden – war ein anstrengender Tag – aber sowas von genial und Energie steigernd!

  • Um mutiger zu werden, werde ich bei der Apfelernte mal wieder auf eine Leiter klettern.

 

Ralf Senftleben

Hallo! Schön, dass du da bist!

Ich bin Ralf und das hier ist meine Seite, Zeit zu leben. Seit 1998 schreibe und forsche ich darüber, wie wir unser Leben selbstbestimmt, kraftvoll und bewusst leben können. Wie wir herausfinden, was wir für unsere Zufriedenheit brauchen, und wie wir erreichen, was wir uns wünschen.

Aktuell lesen über 125.000 Menschen meinen wöchentlichen Newsletter, und rund 150.000 Menschen haben an meinen Selbstlernkursen und Online-Coachings teilgenommen.

Mehr über uns und unsere Philosophie gibt es hier