Im Käfig der Angst …

Tun, was gut und richtig für dich ist. Richtig umsetzungsstark werden. Stolz auf dich sein. → Dein Erfolgserlebnis

Mut ist nicht die Abwesenheit von Angst, sondern die Erkenntnis, dass etwas anderes wichtiger ist als die Angst.

— unbekannt

Erlauben Sie mir eine Frage: Wo würden Sie in ein oder zwei Jahren stehen:

  • Wenn Sie keine Angst davor hätten, jemanden zu enttäuschen?
  • Wenn Sie keine Angst davor hätten, blöd dazustehen?
  • Wenn Sie keine Angst davor hätten, von anderen kritisiert zu werden?
  • Wenn Sie keine Angst davor hätten, dass etwas zu unangenehm, unbequem oder stressig wird?
  • Wenn Sie keine Angst davor hätten, zu versagen?
  • Und wenn Sie keine Angst vor Konflikten hätten?

Wenn es Ihnen wie den meisten Menschen geht, dann würde Ihr Leben wahrscheinlich deutlich anders aussehen als heute. Denn genau solche Ängste hindern uns daran, etwas an unserer Situation zu ändern, wenn wir unzufrieden sind.

Die Angst, dass wir uns zu sehr anstrengen müssten. Die Angst vor der Unsicherheit. Die Angst davor, es nicht zu schaffen. Die Angst ausgelacht zu werden. Die Angst vor Auseinandersetzungen. Die Angst jemanden zu enttäuschen. Und und und …

Manche haben sogar Angst vor der eigenen Kraft oder vor dem Erfolg.

Viele Menschen sind von ihren Ängsten umzingelt oder sie haben sich in einer bequemen Burg verschanzt, geschützt davor, sich mit ihren Ängsten auseinander setzen zu müssen. Sie sind sicher, aber eben auch bewegungsunfähig und oft abgeschnitten vom Rest des Lebens.

Ja,… wie wäre es wohl, wenn wir diese ganzen Ängste nicht mehr hätten? Die Frage ist natürlich illusorisch, denn wir können ja nicht einfach mit dem Finger schnipsen und plötzlich sind die Ängste verschwunden, oder?

Deswegen bleibt uns nur ein Weg: Wollen wir mehr Lebendigkeit und Erfüllung, müssen uns unseren Ängsten stellen, uns mit ihnen auseinandersetzen und manchmal auch über unseren Schatten springen und Mut beweisen.

Denn Mut ist eben nicht die Abwesenheit von Angst. Mut bedeutet, trotz der Angst zu handeln, Risiken einzugehen, sich aus der sicheren Burg herauszubewegen.

Die Frage, wo Sie ohne Ängste stehen würden, ist illusorisch. Aber wie steht es mit der Frage:

Wo würde ich in ein oder zwei Jahren stehen, wenn ich mutiger sein und meine Ängste öfter überwinden würde? Wenn ich das Zittern, das flaue Gefühl im Bauch, die feuchten Hände und das bummernde Herz einfach mal aushalte und trotzdem handeln würde. Was wäre dann?

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Das eigene Leben besser machen

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Kommentare

  • Natürlich sind Ängste nicht nur schlecht, aber wenn sie dein Leben beherschen immer wieder wird dass zur Qual. Ich war eigentlich immer sensibler,zerbrechlicher als andere. Ich bin 21 und denke immer auf jeden angewiesen zu sein weil ich es alleine nicht hinkriegen würde. Ich habe davor Angst mir zu vertrauen. Manchmal denke ich die Welt da drausen ist zu gross fuer mich zu Unberechenbar. Und es macht mir Angst.. ich glaub ohne ängste wuerd ich mich endlich erfuellt fuehlen frei,nicht machtlos und klein. Was mir auserdem aufgefallen ist dass manche wenn man ueber depression spricht sowas nicht ernst nehmen und sagen hey du hast alles noch vor dir du bist jung und mit der Zeit wird es besser
    Dachte ich auch aber es sind 5 Jahre vergangen und ich fuehle mich wie gelaehmt von der angst die ich vordem leben hab

  • Wie Wahr,wer durch die Hölle will,darf den Teufel nicht führchten !

  • Wenn ich keine Angst mehr hätte vor Konflikten, dann würde ich mich endlich wieder spüren, -schreien,die Lust am Leben herausschreien, die Lust, die ich solange in mir mit meiner Angst festgehalten habe. Ich würde Entscheidungen treffen ohne Angst, wäre unabhängig von der Meinung anderer Menschen, wäre FREI. Ich könnte dadurch viel besser mich und die anderen Menschen wahrnehmen, mein Kopf und mein Herz könnten “Ja” sagen. Ja zur echten und ehrlichen Beziehung.

  • Der Artikel ist gut, wie viele Beiträge dieser Art aus meiner Sicht aber zu einseitig.

    Als ich mich vor ca. 10 Jahren noch fest in der Umklammerung meiner Ängste befand, hätten mir diese Gedanken nicht viel geholfen.

    Was mir geholfen hat, mein Leben selbst in die Hand zu nehmen und mich nach und nach immer neuen Herausforderungen zu stellen, war der Wunsch nach Lebendigkeit. Ich wollte endlich aktiv leben und nicht nur alles passiv hinnehmen. Ich wollte nicht länger Beobachter meines eigenen Lebens sein.

    Außerdem hatte sich im meinem Umfeld einiges verändert; ich find an, zu spüren, dass unser Leben endlich ist. Das ich das Aufgeschobene nicht nachholen kann. Wenn man in den Zwanzigern steckt, meint man ja immer noch, dass man genug Zeit hätte. Aber das ist gemeiner Selbstbetrug.

    Beide Veränderungen, des langsame Überdrüssigkwerden der Selbstbeschränkungen durch die Angst und die Erkenntnis der totalen Selbstverantwortung und der Endlichkeit (wenn ich nicht meine Träume verwirkliche, passiert nie etwas), haben einen Prozess in mir ausgelöst. Der innere Bezug zu meiner Angst fing an, sich zu ändern. Ich war meine Angst am Ende leid.

    Letztendlich hat mir die tiefe, emotionale Erkenntnis geholfen, dass – und hier stimme ich Ralf zu – etwas anderes wichtiger ist als die Angst.

    Aber da musste ich erstmal hinkommen.

  • Was die Leute alles für Romane schreiben.

  • “Die Frage ist natürlich illusorisch, denn wir können ja nicht einfach mit dem Finger schnipsen und plötzlich sind die Ängste verschwunden, oder?”

    Oder doch? :)

    Ich kann jedem empfehlen sich mal EFT (Emotional Freedom Techniques) anzusehen. Das ist so etwas wie Akkupunktur für die Emotionen, nur ohne Nadeln. Und man kann es recht einfach bei sich selbst anwenden. Ich denke mir hat es geholfen. Und erst gestern habe ich mit einer gesprochen, die damit auch gute Erfolge hatte.
    Im Internet findet man beeindruckende Beispiele von Leuten, die damit in der Tat Ängste oft innerhalb von Minuten einfach weg bekommen haben. Fast wie mit dem Finger schnippen. :)

    Website des Begründers dieser Methode: http://www.emofree.com/ (u. a. mit kostenlosem Download einer 87-seitigen Anleitung als PDF)

    Viele Grüße
    Martin

  • Hallo zusammen,

    auch ich stelle mir die Frage wo ich stehe rückwärts. Vor 4 Jahren habe ich mich trotz negativem Gefühl und Angst was kommt für einen neuen Job entschieden. In diesen 4 Jahren musste ich leider sehr viel Leid erleben und wurde ziemlich arg gemobbt von meinem Chef. Das Perfide daran war, dass er mir den Weg nach vorne versperrte wo er konnte. Nun habe ich 8 Wochen Psychotherapeutische Klinik und viele Therapiestunden hinter mir und es seit Dezember letzten Jahres endlich geschafft da rauszukommen. Aber immer noch werde ich beim Arbeitgeber Schlecht dargestellt von meinem Exchef. Meine Angst, etwas falsch zu machen, macht mich einfach handlungsunfähig und schier verrückt.
    Trotzdem versuche ich nun wieder, das Leben positiv wahrzunehmen, versuche mein Selbstwertgefühl nicht von anderen abhängig zu machen. Gott liebt mich wie ich bin und das reicht mir eigentlich zum glücklichsein (ich hoffe, dass dieses Wissen sich auch mal als Gefühl einstellt). Ich darf Fehler machen, muss nicht perfekt sein. Ich denke es ist besser, zu handeln und auch mal Fehler zu machen die dann auch sehr schmerzlich sein können als sich in der eigenen Burg zu verkriechen.
    Auf weitere 24 Stunden “MUT”, danke.

  • Interessant ist auch, sich diese Frage mal rückblickend zu stellen:

    Wo stehe ich heute, weil ich meine Ängste vor zwei Jahren zurückstellte und mich traute zu tun, wovor ich (irre) Angst hatte?

    Was geschah?
    Trat ein, was ich befürchtete?
    Bereue ich es?

    Für mich selbst kann ich nur sagen, die Erfahrungen bereicherten und beglückten mich. Ich fühlte mich unglaublich lebendig und lernte viele Menschen kennen. Mein Unternehmen scheiterte, weil mir Kenntnisse böswillig vorenthalten wurden und weil Neid im Spiel war. Ich habe einen Berg Schulden behalten. Als die Zwangsversteigerung unabwendbar war, war mein Erhaltundgswillen und Kampfgeist (irre) riesig und das Gefühl vor ohnmächtig Zusehen müssen, wie alles weggenommen wird, was man hart erarbeitet hat machte mich schier verrückt vor Tatendrang. Die Erkenntnis, nicht das tun zu können, weil man es nicht mehr tun darf, machte mich zornig und ich suchte nach Möglichkeiten, das wieder zu tun, nur jetzt mit den Erfahrungen, die zum Scheitern führten und ohne Kapital, sondern mit den Schulden und den Konsequenzen im Hintergrund. Gelernt habe ich, mich von meiner eigenen Begeisterung nicht zur Übereifrigkeit verleiten zu lassen und auf meinen Bauch zu hören, misstrauischer gegen Berater und Kreditgeber zu sein. Aber am Tiefstpunkt ich habe neue Freunde und Unterstützung gefunden, die ich sonst nicht kennengelernt hätte. Und ich habe keine Angst vor Verlusten mehr, denn ich kann nix mehr verlieren außer meinem Leben, meiner Gesundheit, meinen Lieben. Und diese Verlust sind unumgänglich und auch duch Angst nicht zu verhindern.

    Nein, ich bereue es nicht. Es war eine spannende Zeit.

    In zwei Jahren werde ich die wieder saniert sein und mein neues Unternéhmen an einem anderen Standort aufgebaut haben.
    Ich werde einen Teil meiner Schulden abgetragen haben und von weniger als dem Pfändungsfreibetrag leben, weil ich keine Privatinsolvenz anmelde. Und ich begann vom ersten Tag nach der “Katastrophe” neues Kapital aufzubauen. Im ersten Monat 10 Cent pro Tag, im zweiten verdoppelte ich das usw. Manchmal ist es sehr hart und bedeutet täglich Einfallsreichtum, um das Tagesziel zu erreichen. Leicht wäre, die Ziele runter zu ändern und irgendwann ist das notwendig – aber jetzt, heute, noch nicht. Heute schaffe ich das.
    Die Pleite, das Scheitern, die Ohnmacht hat Kräfte und Mut in mir freigesetzt, die ich vorher nicht kannte. Und sie hat die Ängste vertrieben.

  • Sicher sind diese Ansätze wichtig, richtig und beachtenswert.
    Jedoch habe ich auch oft gute Gründe für Angstgefühle, weil sie mich beschützen sollen vor Handlungen und Wegen, die mir nicht gut tun würden.
    Die größte Schwierigkeit bei dieser Geschichte liegt für mich darin, diese Ängste zu unterscheiden:

    Hält mich die Angst von einer interessanten Erfahrung ab oder bewahrt sie mich vor einem Schritt in mein Unglück?

    Franziska

  • Wo werde ich in ein bis zwei Jahren stehen?
    Das wenn ich wüßte. Ich kann nur sagen, was ich jetzt weiß: Ich habe die Türen für die Idee geöffnet – auszusteigen, um zeit und Raum frei zu bekommen, all die Dinge tun zu können, die ich noch erfahren und erleben möchte. Ich habe meinen Arbeitsplatz mit Herbst 2010 gekündigt, zu diesem Zeitpunkt läuft auch meine Wohnung aus und meine Kinder sind aus dem Haus.
    Es ist an der Zeit an mich zu denken. Die Sicherheiten aufzugeben und mich auf die Abenteuer einzulassen, die mir begegnen werden.

    Das faszinierende ist, dass ich, seit ich diese Veränderung laut ausgesprochen habe, ich in Ruhe abnehmen kann (es braucht nix mehr in mich hineingefressen werden), es begegnen mir ganz spannende Dinge, ich treffe Leute wieder oder lerne welche kennen, die ebenfalls auf dem Weg sind oder eine Info für meine Weiterreise haben.
    Zwischendrin holt mich die Angst (ich habe keinen Goldesel in der Hinterhand, der einen Ausstieg abfedern könnte falls etwas schief geht). Aber die Lust ist stärker!!!
    Wenn ich mehr weiß, erzähle ich weiter!

    Susanne

  • Danke für den wundervollen Artikel, trifft im Moment den Kern.

    Ich habe gerade Angst davor zu Scheitern, vor Kritik, jemanden zu enttäuschen,… dabei habe ich gerade eine sehr mutige und aufbauende Reise hinter mir. Nun bin ich wieder zu Hause, es ist der Alltag den ich gerade nicht annehmen kann. Ich habe mich so Souverän gefühlt auf meiner Reise, keine Situation, auch noch so fremd hat mir Angst gemacht. Ich konnte damit sehr gut umgehen. Ich finde es sehr eigenartig, dass ich gerade jetzt Angst bekomme. Wieso?

    “Angst ist Unwissenheit”, habe ich mal gehört.

    Das kreative Potenzial, das in der Angst steckt, ist enorm. All die Einbildungen, Phantasien, Hirngespinste sind kreative Gebilde, die uns etwas vorgaukeln, wie ein Unterhaltungsprogramm. Entertainment im Kopf. Diese Kraft zu nutzen ist eine echte Aufgabe.

    Ich wünsche euch allen MUT und Kraft für all die Dinge die ihr euch in eurem Leben wünscht!

  • Danke an Tania und Ralf für eure wundervollen Newsletter!

    Ich lese sie immer wieder gerne (Schade daß es den nächsten erst wieder im März gibt! Aber euch schönen Urlaub, sodenn ihr den welchen macht!). Diesmal habt ihr auch wieder ein Knackpunkt-Thema aufgegriffen und für mich gut auf den Punkt gebracht. Das gibt mir guten Stoff zum Nachdenken, ebenso wie all die vielen Kommentare.
    Überall ist etwas interessantes dran. Ich stelle mir gerade vor, wie ich in zwei Jahren in einem Raum voller angeregt miteinander redender Menschen sitze. Ich lehne mich super zufrieden zurück und genieße den Moment. Genau das was hier durch den Artikel geschieht, genau wie wir miteinander kommunizieren und worüber, findet direkt um mich herum statt. Weil ich den Mut hatte, es zu initiieren, Menschen zusammen zu bringen. Jetzt gibt es diese Gruppe von Menschen, genau wie wir hier. Nur daß in meiner Vision die Dinge nicht mehr virtuell stattfinden, sondern von Angesicht zu Angesicht.
    Das ist für mich eine wundervolle Vorstellung. Ich initiiere, daß sich Menschen auf diese Weise begegnen.
    Es sind wohl wirklich die Ziele, die wir uns stecken, die uns Mut und Kraft geben.
    Ich wünsche euch allen Ziele, die euer Herz höher schlagen lassen, die klar sind und euch tragen!
    Herzliche Grüße von Anne

  • Anwort: In meinem zerstörten Leben!
    Ich lebe mein Leben gerne. Ich bin sicher, daß ich ohne meine Ängste scheitern würde, auch wenn ich mich häufiger über sie hinwegsetze. Ich stehe kurz vor meinem 50. Geburtstag und sehe keine Notwendigkeit mehr zu beweisen, was für ein toller Kerl ich bin. Aber wenn ich nicht immer wieder nachfragen würde, was mir wichtige Leute denken und fühlen und keine Angst hätte sie zu verletzen, würde ich bald alleine sein. Auch in anderen Bereichen meines Lebens habe ich Ängste, aber mein Glaube an Jesus stützt mich. Ich kann Angst nur als ein positives Gefühl sehen, selbst wenn sie grundlos ist, aber sie hilft mir dabei zu leben.
    Liebe Grüße an alle

  • Im Sommer 1994 habe ich in einer Pension in der Schweiz Urlaub gemacht. Ich war in einer Lebenskrise und litt sehr darunter, dass ich trotz vielfältiger Bemühungen (Bücher, Therapien, Ausprobieren) eine grundlegende Angst vor Menschen und deren möglicher Kritik nur wenig abgebaut hatte. In der dortigen Hausbibliothek stieß ich auf ein kleines Buch mit Lebensgeschichten von Menschen, deren Leben sich durch ihren christlichen Glauben stark verändert hatte. Ich war sehr skeptisch. Dann entdeckte ich das Buch “Angriff der Liebe”, in dem von “Angsträumen” in uns die Rede war. Sehr zörgerlich griff ich in meiner Not einen Gebetsvorschlag aus dem Buch auf, und bat Jesus Christus: Jesus, wenn es Dich gibt, dann fülle den inneren Raum der Angst mit Deiner Liebe”… 15 Jahre sind seit dem vergangen. Ich habe vieles seelsorgerlich-therapeutisch noch mal bearbeitet, vieles im Leben – auch bei Angst – ausprobiert und zunehmend konnte ich den Angstkreislauf zu einem Mutkreislauf machen. Ich war in einem Käfig und ich wollte immer raus. Als ich Jesus bat, in diesn Käfig hinein zu kommen, führte er mich Schritt für Schritt in die Freiheit. Heute begleite ich seelsorgerlich Menschen mit Ängsten, Glaubensproblemen etc. Mit 51 kann ich heute wirklich sagen, dass ich gerne lebe und die Herausforderungen recht gut bewältige. Interessant ist, dass ich früher manchmal in Situationen aktiv und mutig war, wo ich heute noch mal warte und schneller handeln kann, wo ich früher manchmal wie gelähmt war. Ich glaube, wichtig ist, dass ich niemanden, nicht mal mir selbst, noch etwas beweisen muss – wie selbstbewußt ich doch bin oder ähnliches – ich kann mir auch verzeihen, wenn ich nicht gehandelt habe, obwohl ich wußte, dass es richtig wäre. Es gibt ja soviele neue Situationen zum Üben….1. Johannes Kap 4, Vers 18: Die wahre Liebe treibt die Furcht aus (Luther). Wo die Liebe/Gott sich ausbreiten darf, muss die Furcht weichen.. Ich durfte und darf es erleben.

    Herzlichst Inge

  • Ich habe von meinem Großvater gelernt: Tue Recht und scheue niemand!

    Danach lebe ich schon gut 50 Jahre, und es hat mich stark gemacht. Klar, es wurde mir nicht leicht gemacht, aber ich habe mich nie unterkriegen lassen! Einmal mehr aufstehen als hinfallen, sich nicht verbiegen lassen!

    Und wie sieht es heute aus? Angst ist wieder das absolute Manipulationsinstrument, mehr denn je! Doch wer bisher der Angst erlegen war, der wird es gerade jetzt auch bleiben…!

    Ich habe für mich entschieden, dass ich neben meinem Leben nur meine Selbstachtung verlieren kann, und die ist ein wesentlicher Teil meines Lebens!

  • Ein sehr interessantes Thema und sehr interessante Berichte.
    Von den eigenen Ängsten zu sprechen, ist gar nicht so einfach,
    weil man Angst davor hat, ausgelacht zu werden. Ich habe Freundinnen, die sehr selbstsicher wirken und die ich dafür bewundere. Doch dann stellte sich heraus, dass auch sie
    Ängste haben. Die Offenheit meiner Freundinnen (zwei Lehrerinnen, eine Sozialpädagogin) hat mich mutig gemacht.
    Ich stehe zu meinen Ängsten (telefonieren ist so eine Angst).
    Und seit dem ich meine Ängste nicht verdränge, sondern als etwas “Normales” betrachte, kann ich viel besser damit umgehen.

    Liebe Grüße
    Heike

  • Hallo,
    ein wirklich gutes Thema mit dem ich mich seit ca. 4 Jahren herumschlage. Was mich wirklich stört ist, dass ich nicht so recht ausmachen kann woher diese Ängste kommen. Warum sind sie auf einmal da obwohl man sie vorher nicht hatte? Und wie wird man sie wieder los? Warum entwickelt man eine Angst vor der Angst?
    Ängste entstehen ja z.B. durch falsche Denkmuster und Fehleinschätzungen von Situationen.
    Aber warum merkt man es als denkender Mensch nicht, dass man anfängt sich unnötig Sorgen zu machen? Warum merkt man nicht, dass man anfängt die Welt um einen herum immer mehr zu verkomplizieren und sich damit das Leben schwer macht?
    Oder anders gefragt, warum merkt man es so spät?

    Ich weiß, dass die Frage wie und woher es gekommen ist nicht zwingend zur Lösung meiner Ängste beiträgt, weil ich damit zu sehr in der Vergangenheit verweile und nicht nach vorne schaue. Aber ich suche nach für mich logischen Gründen warum ich jetzt vor etwas Angst habe vor dem ich früher keine Angst habe. Möglicherweise ist das aber auch nicht so der rechte Weg, da ich mich dadurch zu sehr mit den Ängsten an sich beschäftige……

    Im Käfig der Angst….

  • … manchmal sind die Angste die uns ausbremsen unbewusst…
    ist nicht von mir!!! weiss nicht wie das da reinkommt :))

  • Angst vor ist Lust auf!

    Es lohnt sich die Schatten der Angst zu durchdringen… wissend, dass dahinter das Licht und die VERANTWORTUNG fuer das eigene Leben und Handeln steht. Allen Menschen recht getan ist eine Kunst die Niemand kann, sagt schon das Sprichwort. Und wenn man an die Wahlen denkt, dann genuegt schon ein kleines bisschen mehr als die Haelfte um zu gewinnen… :)) ist das nicht toll.

    Der Weg der Angst hoert sowieso nie auf, denn Aengste gibt es in allen Formen, Farben,Groessen, Geschmaechern, Geraeuschen etc.
    Es ist wie das Salz in der Suppe…

  • … manchmal sind die Ängste, die uns ausbremsen, unbewusst – wir würden gerne, aber “irgendetwas” blockiert uns. Mir persönlich hat “The Journey” von Brandon Bays sehr dabei geholfen, mir bewusst zu machen, was mich tief innerlich hindert. Immer wieder war ich erstaunt, was da an Ängsten tief in meinem Zellgedächtnis gespeichert war. Ohne diese sehr teifgreifende Arbeit hätte ich trotz allem Mut und aller Bereitschaft in bestimmten Lebensbereichen meine hemmenden Muster nicht überwinden können. Aber auch für diese Art der Arbeit an sich selbst ist natürlich erstmal das Überwinden von Ängsten notwendig ;-)

  • Wo wäre ich in zwei Jahren ohne meine Ängste:

    Da hätte ich die Liebe meine Lebens längst wieder….

    Alles Liebe, Isis!

  • Hallo an alle,

    vielen Dank für den wundervollen Artikel und die vielen lesenswerten Kommentare.
    Zum Glück hatte ich ein Elternhaus, das mich durch die Erziehung mit viel Mut und Selbstvertrauen ausgestattet hat.
    Dennoch werde ich auch viel stärker durch “Leid vermeiden”, als durch “Lust gewinnen” gesteuert.
    Aber vor allen Dingen, bin ich unendlich dankbar dafür, was ich bisher erreicht habe und dafür, dass ich mich weiteren wertvollen Aufgaben stellen darf / kann.
    Solange ich dankbar bin, habe ich keine Angst.

    Dankbarkeit vertreibt sowohl schlechte Laune, wie auch Mutlosigkeit.
    Wir leben doch in Deutschland in einem Land, wo wir trotz sogen. Finanzkrise unendliche Möglichkeiten haben. Jeder kann Erfolge erzielen, ohne wirklich viel aufs Spiel zu setzen.
    Jürgen Gräbel

  • ….. ganau das habe ich “gewagt” und GEWONNEN!
    Meine Familie hat mir nicht mehr zugehört, immer noch eins draufgegeben nach dem Motto: “Du schaffst das schon!”
    Wenn das Faß aber voll ist, läuft es über!
    Das kann jeder normale Mensch sicher nachvollziehen.
    Es stand mein runder Geburtstag in der Mitte des Lebens an und ich habe ganz einfach und sehr bewußt für mich entschieden, dass es so nicht weitergeht und es Zeit für eine Kehrtwende in meinem Leben ist.
    Ich wollte mein Leben wieder selbst leben und nicht gelebt werden.
    Ich habe mich einen Tag vor meinem Geburtstag ins Auto gesetzt und an einem für alle unbekannten Ort meinen Geburtstag “gefeiert” – ganz alleine!
    Handy aus! So habe ich mich und ALLE gezwungen, einfach mal NACHZUDENKEN!
    Es hat Wunder gewirkt – alles ist gut und meine Meinung hat wieder GEWICHT!
    Dazu brauchte es nur 1 Woche Zeit und natürlich MUT!

  • Ich habe das immer so gemacht. Da wo die Angst ist , ist der Weg. Oder – “wenn du dich weiterentwickeln willst, dann musst du die Komfortzone verlassen.”
    Und doch sind da Zwänge – etwa kranke Kinder für die ich da sein muss und möchte, denn ich liebe sie- oder die Ausbildung der Kinder.
    Nicht so einfach.
    Trotzdem: Es fängt im Kleinen an. Nein sagen z.B. – gut auf sich acht geben. Sich mit sich wohlfühlen und nicht den Trends entsprechen, sondern allein sich selbst und seinen inneren Zielen.
    In zwei Jahren,da möchte ich noch freier sein, noch klarer und einfacher leben und endlich endlich meine Seemeilen gemacht haben oder machen und meinen Skipperinnenschein für Segelschiffe.

    das ist es doch…

    ich arbeite dran

  • ….dann wäre ich der glücklichste Mensch auf der ganzen Welt !

  • Da gibt es für mich inzwischen nur eine einzige Methode, die wirklich etwas bewirkt und das Übel an der Wurzel packt.
    Die Radikale Vergebung von Colin Tipping (www.tipping-methode.de). Ich habe lange Jahre versucht, mit meinen Ängsten klarzukommen, aber erst mit der Tipping-Methode ist mein Leben viel leichter geworden und ich erkenne den Sinn hinter den sich an der Oberfläche abspielenden Dramen und Geschichten – und damit können sie sich auflösen.

  • Claudia,

    dein Eintrag hat mich an das Zitat erinnert, das ich zwar nur noch sinngemäß wiedergeben kann, das mir aber viel hilft:
    Zu viel leidet, wer eher leidet als nötig ist.

    Das hilft mir oft (natürlich nicht immer), meine Voraus-Ängste in Schach zu halten.

    Auch dir einen MUTigen Sonntag und eine MUTige Woche!
    Und allen Mitleserinnen und Mitlesern natürlich auch!

  • oh ja auch mich sprach dieser Artikel sehr an, aber auch der Komentar MUT. Ich habe leider Höhen, Brücken und Bahnhofsängste und denke es mir mit Machen Und Tun mal einfacher zu machen.
    Ich denke auch oft an den Satz “überquere die Brücke erst, wenn du dort angekommen bist” und das hat mir schon das ein oder andere Mal geholfen. Zu sehr denke ich nämlich schon Stunden oder Tage davor nach, ob ich es schaffe. Schrecklich!!!

    Allen einen Mutigen Sonntag ;-)

  • Liebe Tanja, lieber Ralf und liebe Leser,
    Angst und Blockaden sind ein großes Thema. Nicht, dass ich nichts ausprobieren würde, nein, ich bin sehr mutig (manchmal zu mutig) und nehme auch negative Konsequenzen in Kauf. Ich weiß also, dass mir eine Entscheidung und die Umsetzung in die Tat auch mit Angst möglich ist doch was mich inzwischen ärgert und zur Verzweiflung bringt, ist, dass ich bei “bestimmten” Menschen mit bestimmten Eigenschaften oft regelrecht handlungsunfähig bin vor lauter Angst. Ich suche noch immer nach einer Erklärung und Lösung und will mich nicht von meiner Angst aufhalten lassen. Herzliche Grüße

  • Hallo,
    ja, wo wäre ich ohne meine Ängste? Irgendwo, wo ich irgendwie frei wäre. Ist komisch zu beschreiben, da ich mich eigentlich nur mit Angst kenne. Freiheit, dass beschreibt es für mich am besten. Frei sein. Dinge tun, die Spaß machen. Kreativ sein. Ohne Angst zu versagen, alles immer richtig machen zu müssen, die Eltern nicht zu verletzen, die PArtnerin nicht zu verletzen, die Kinder nicht zu enttäuchen. Frei sein. Danke für den tollen Text!

  • ich bin über meinen eigenen schatten gesprungen.
    ich habe erkannt —wie in dem zitat beschrieben— hinter der angst gibt es dinge die viel wichtiger sind.
    ich habe gelernt,dass ich auch aus steinen die im wege liegen etwas gutes bauen kann.
    durch den mut den ich aufgebracht habe,hat sich mein leben geändert und ich habe mich ganz neu kenngelernt.
    das ist ein sehr spannender weg und ich bin ihn noch nicht bis zum ende gegangen.
    ich bin stolz auf mich.
    ich bin stolz den mut aufgebracht zu haben und zu erkennen,dass die dinge hinter der angst viel zu wichtig sind,als das ich auf sie verzichten kann.

  • Da kann ich mich nur anschließen. Vielen Dank für diesen tollen Artikel. Die Worte regen wirklich zum Nachdenken an! Zu dem Thema fällt mir auch eines meiner Lieblingszitate ein:
    “Wenn du über deinen Schatten springst, landest du im Licht und in der Wärme der Sonne.” (Peter Feichtinger)

  • “Wo würden ich in ein oder zwei Jahren stehen, wenn ich mutiger sein und meine Ängste öfter überwinden würde?”

    Diesen Gedanken hatte ich schon oft. Dabei bin ich was meine Taten anbetrifft ein sehr mutiger Mensch. Aber was tun gegen die Angst vor dem Leben? Das ist sicher wie ein Käfig und er hat viel mit Versagensängsten zu tun.Wenn ich diese Angst überwinden könnte, würde ich endlich lebendig sein. Das wäre das Beste was mir passieren könnte.

  • hallo tanja, hallo ralf,

    toller artikel, der spricht mir aus der seele!

    vielen dank dafür,
    zebra

  • “Wo würden ich in ein oder zwei Jahren stehen, wenn ich mutiger sein und meine Ängste öfter überwinden würde?”

    Ich wäre frei, das zu tun, was ich möchte.
    Ohne vorher überlegen zu müssen, warum ich etwas tue oder lasse. Ich würde nicht mehr das Gefühl haben, ich müßte Rechenschaft darüber ablegen, was ich tue.
    Wenn ich darüber nachdenke, merke ich, daß meine (unbewußten) Ängste mich so sehr im Griff haben, daß ich sie gar nicht mehr wahrnehme.

  • Hallo liebes Team von ZZL,

    vielen Dank für den tollen Artikel, ich lese seit einiger Zeit hier mit und habe schon sehr viel Positives für mein Leben herausgezogen!
    Der heutige Artikel spricht mir aus der Seele, ich habe seit 2007 sehr viel in meinem Leben verändert, Trennung, Umzug, Aufgeben von Dingen, die mal sehr wichtig waren, mich aber dauerhaft ausgebremst haben. Habe sehr oft das klopfende Herz, den Gedanken “das kannst du doch nicht machen…” und die Angst vor allen Neuen gehabt. Aber im Grunde stimmt es wirklich, wenn man nicht durch das alles durch geht, gibt es auch keine positive Veränderung!
    Im Moment läuft alles sehr gut bei mir, habe einen wunderbaren neuen Partner, plane mit ihm ein gemeinsames Leben, entwickle mich ständig weiter und würde alles, falls ich noch mal vor der Entscheidung stünde, wieder ganz genauso machen! Ich habe aus allem unglaublich viel gelernt und ohne die damaligen Ängste und Zweifel wäre ich nicht da, wo ich heute bin!
    Nochmals herzlichen Dank an Ralf und Tania für die hervorragende Arbeit für ZZL und uns alle!
    Viele Grüße und einen schönen Tag!
    Barbara

 

Ralf Senftleben

Hallo! Schön, dass du da bist!

Ich bin Ralf und das hier ist meine Seite, Zeit zu leben. Seit 1998 schreibe und forsche ich darüber, wie wir unser Leben selbstbestimmt, kraftvoll und bewusst leben können. Wie wir herausfinden, was wir für unsere Zufriedenheit brauchen, und wie wir erreichen, was wir uns wünschen.

Aktuell lesen über 125.000 Menschen meinen wöchentlichen Newsletter, und rund 150.000 Menschen haben an meinen Selbstlernkursen und Online-Coachings teilgenommen.

Mehr über uns und unsere Philosophie gibt es hier