Ist Selbstkritik manchmal nützlich?

Heute ist mir philosophisch, deswegen gibt es ein Zitat von Nietzsche:

Wirf das Missvergnügen über dein Wesen ab! Verzeihe dir dein eigenes Ich!

– Friedrich Wilhelm Nietzsche

Sich selbst annehmen, so wie man ist. Sagen können: Hey, ich bin, wie ich bin und das ist es was ich bin. Nicht ständig an sich selbst rumnörgeln, nur weil man nicht irgendeinem Ideal aus dem Medien entspricht. Sich nicht mit anderen vergleichen, sondern lieber die eigene Einmaligkeit feiern. Mit sich selbst zufrieden oder noch besser: Mit sich selbst im Reinen sein. Das hört sich doch gut an, finde ich.

Viele Menschen haben allerdings die Sorge, dass ihnen eine ihrer wichtigsten Antriebskräfte verloren geht, wenn sie sich nicht ständig selbst kritisieren, in Frage stellen und vergleichen. Und Selbstkritik kann tatsächlich eine große Motivationsquelle sein und einem eine Menge Drive geben.

Das dauerhafte Rumkritteln an sich selbst hat aber einen hässlichen Preis. Man kann nie zufrieden sein mit sich und seinen Erfolgen. Selbst wenn wir etwas geleistet haben, machen wir uns sofort wieder auf die Suche nach den Kleinigkeiten, die noch nicht stimmen. Man kommt nie an, kann nie innehalten und genießen. (Dann gibt es natürlich noch die unter uns, die sich ständig selbst kritisieren, auf die das aber nicht antreibend, sondern eher blockierend wirkt, aber diese Menschen lassen wir mal hier außen vor).

Meine große Frage ist: Verliert man als notorischer Selbstkritiker wirklich seine Motivation, wenn man lernt sich selbst anzunehmen? Wird man dann zum schluffigen Couchpotato? Oder setzt man durch Selbstakzeptanz eher Kräfte frei, die einem noch mehr Drive geben?

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