Keine Ausreden mehr, sondern endlich ehrlich mit mir selbst sein

Dieser Beitrag ist kein Zuckerschlecken.

Denn es geht hier um die Geschichten, die wir uns selbst erzählen, um unser Pech, unser Scheitern oder unsere bequeme, unzufriedene Sicherheit zu erklären.

Nun ist es wichtig, diese Geschichten als solche zu erkennen. Weil wir genau diese Geschichten loslassen müssen, bevor wir einen Schritt im Leben und in unserer Entwicklung weiterkommen.

Und das kann schmerzhaft sein.

Aber du bist noch da?

Du liest noch weiter. Gratulation.

Du willst ehrlich mit dir selbst sein und das hat Respekt verdient.

Bist du bereit für die wilde Fahrt?

Nun möchte ich dich jetzt bitten, den Schutzhelm aufzusetzen und die Sicherheitshandschuhe überzustülpen.

Los geht es …

Wenn wir Menschen nicht das haben, was wir uns wünschen, dann legen wir uns dafür Gründe und Erklärungen zurecht.

Meistens stimmen die Gründe sogar mehr oder weniger. Aber meistens lassen wir in unseren Erklärungen auch wichtige Teile des Gesamtbilds weg. Unsere Erklärungen vereinfachen die Welt oft. Und so lassen sie uns keinen Ausweg aus unserer Situation, obwohl es vielleicht durchaus Auswege gäbe.

Warum erfinden wir Ausreden

Unsere Erklärungen, Gründe oder Ausreden für unser Scheitern dienen vor allem Folgendem:

Wege aus der Einsamkeit

Oder wie man es schafft, echte Freunde zu gewinnen und dadurch ehrliche Nähe und Miteinander zu spüren: Dein Projekt: Wege aus der Einsamkeit.

  • der Selbstentlastung
  • dem Schutz unseres Selbstwertes
  • der Stressvermeidung
  • der Bequemlichkeit

Wir haben einen Grund gefunden, warum es nicht geht, und wir können endlich mit dem Thema abschließen.

Wir brauchen uns nicht mehr darum zu kümmern. Wir können uns zurücklehnen und es uns in unserer Unzufriedenheit bequem machen.

Und bevor ich hier als fürchterlicher Klugscheißer rüberkomme: Was ich hier beschreibe, gilt für mich genauso wie für viele andere Menschen.

Ich erfinde genauso Ausreden, um mich besser zu fühlen. Das ist ein typisch menschlicher Mechanismus.

Ehrlichkeit mit sich selbst ist notwendig

Aber ganz oft, wenn ich eine Ausrede bei mir als solche erkannt habe, wenn ich sie hinterfragt habe, wenn ich sie kaputt gemacht habe, habe ich dann einen substanziellen Schritt nach vorne gemacht.

Deswegen:

„Um einen Schritt voranzukommen, müssen wir uns oft von unseren Ausreden verabschieden.“

Die Klassiker der Ausreden

Was sind nun die typischen, gängigen Ausreden, die wir anderen und uns selbst präsentieren, damit wir uns selbst ertragen können?

Hier eine bunte Mischung:

  • Ich habe einfach keine Zeit.
  • Ich kann das einfach nicht.
  • Ich bin halt einfach nicht so schlau.
  • Ich habe einfach keine Disziplin.
  • Ich habe einfach keine Chance.
  • Das sind halt meine Gene.
  • Ich bin schließlich krank.
  • Dazu bin ich zu ängstlich.
  • Ich kann den anderen doch nicht verletzen.
  • Dafür bin ich zu alt oder zu jung.
  • Ich bin halt ein Pechvogel.
  • Ich habe halt eine schlechte Kindheit gehabt.
  • Wenn ich das mache, dann hassen sie mich.
  • Ich weiß einfach nicht, wie ich es anstellen soll.
  • Ich kann halt einfach nicht darauf verzichten.
  • Das kann ich ihnen nicht antun.
  • Ich kann das einfach nicht durchhalten.
  • Ich habe ja nicht angefangen.
  • Das lohnt sich doch auch nicht mehr.
  • Das läuft mir ja nicht weg.
  • Ich kann das nicht, das tut mir zu sehr weh.
  • Am Ende kommt doch eh wieder das Gleiche dabei heraus.
  • Es ist gerade nicht der richtige Zeitpunkt.
  • Dazu ist es doch viel zu spät.
  • Dazu gehts mir nicht gut genug./Ich fühl mich nicht.
  • X ist schuld und …
  • Dazu habe ich nicht genug Geld.

Diese Liste habe ich gemeinsam mit meinen Kollegen zusammengestellt. Wir haben uns dazu gefragt, was unsere typischen Ausreden sind und die unserer Freunde und Bekannten. Die Liste ist also lebensnah, aber nicht vollständig.

Und nun einmal im Detail, was ein ehrlicher und direkter Coach dir zur Ausrede deiner Wahl sagen würde.

„Ich habe einfach keine Zeit“

Manchmal bedeutet „Ich habe keine Zeit“ auch:

„Ich habe eigentlich keine Lust.“

Oder: „Ich weiß, ich müsste das mal tun, aber ein Teil von mir will das nicht.“

Oder es bedeutet: „Es ist mir nicht wichtig genug.“

Oder auch: „Ich habe noch nicht lange genug über Möglichkeiten nachgedacht, wie ich andere Dinge in meinem Leben streichen könnte, die mich davon abhalten, das zu tun.“

Keine Zeit ist, glaube ich, die häufigste und bequemste Ausrede.

„Ich kann das einfach nicht“

Da wären meine Fragen:

  • „Hast du es denn versucht?“
  • „Hast du es lange und ernsthaft genug versucht?“
  • „Hast du dir die Zeit und den Raum gegeben, das zu trainieren und hier besser zu werden?“
  • „Hast du andere gefragt, ob sie dir helfen können?“

„Ich kann das nicht“ heißt oft eher: „Ich will das nicht“ oder „Es ist mir zu anstrengend“ oder „Es ist mir nicht wichtig genug“.

„Ich bin halt einfach nicht so schlau“

Wenn du es dir lange genug erzählst, glaubst du das auch irgendwann.

Aber um im Leben voranzukommen, ist Intelligenz komplett überbewertet.

Viel wichtiger sind Zielstrebigkeit, Durchhaltevermögen, Begeisterungsfähigkeit, die Fähigkeit zuzuhören oder dass du andere begeistern und mitnehmen kannst.

„Ich habe einfach keine eiserne Disziplin“ oder „Ich kann das einfach nicht durchhalten“

Willkommen im Club. So geht es 90 % der Menschen. Und trotzdem schaffen es viele auch ohne Disziplin, sich ein gutes Leben zu schaffen.

Disziplin ist nützlich und hilfreich.

Aber es gibt so viele Mittel, dich auch ohne eiserne Disziplin selbst dazu zu bringen, das Richtige zu tun.

Indem du lernst, was dich motiviert. Indem du dich selbst in Zugzwang bringst. Indem du dich mit motivierten und disziplinierten Menschen umgibst.

Dazu kommt, dass du deine Disziplin und Willenskraft auch stärken kannst.

„Ich habe einfach keine Chance“

Auch eine schöne selbsterfüllende Prophezeiung. Und natürlich gibt es Menschen, die besser ins Leben starten als andere. Menschen mit einer besseren Ausgangssituation und mit mehr Möglichkeiten.

Aber es gibt immer wieder Menschen, die trotz schlechter Startbedingungen Herausragendes leisten.

Oft sind die mit den schlechtesten Startbedingungen die, die die größten Wunder vollbringen.

Chancen gibt es überall.

Aber um diese zu finden, musst du es wollen, du musst die Augen aufmachen und du musst aufhören zu erzählen, dass du keine Chance hast.

„Das sind halt meine Gene“

Natürlich gibt es genetische Dispositionen. Und es gab im Zeichen schlechter Startbedingungen schon immer Menschen, die diese als Entschuldigung genommen haben. Und es gab immer die, die es als Anreiz verstanden haben und die im Angesicht der Herausforderung über sich hinausgewachsen sind.

Du bekommst Karten ausgeteilt, gute Karten oder schlechte Karten. Aber es zählt mehr, wie du diese Karten ausspielst.

„Ich bin schließlich krank“ oder „Dazu gehts mir nicht gut genug“

Wenn wir körperlich krank sind und unsere Vitalität nicht auf der Höhe ist, wird das Leben schwerer. Keine Frage.

Aber will ich mein Leben von einer Krankheit diktieren lassen?

Oder bin ich nicht mehr als meine Krankheit?

Krank sein ist Mist. Auf jeden Fall. Aber es ist keine Entschuldigung für alles.

Es gibt genug Menschen, die ihr Leben trotz Krankheit meistern und glücklich sind oder die trotz Krankheit Großartiges leisten.

Ich sage nicht, dass eine Krankheit einen nicht total emotional und körperlich ausbremsen kann. Natürlich gibt es das.

Aber viele Menschen nutzen ihre Krankheit als Ausrede, um notwendige Dinge nicht tun zu müssen oder um sich anderen gegenüber wie ein Idiot zu verhalten.

Ich will mir nicht anmaßen, dass ich entscheiden kann, wann und bei wem das so ist.

Ich sage nur: Es passiert und es lohnt sich hier hinzugucken, ob die Krankheit nicht nur eine Ausrede ist, um etwas nicht tun zu müssen.

So wie Kinder, die Bauchschmerzen haben, weil am nächsten Tag eine Klassenarbeit ansteht.

„Dazu bin ich zu ängstlich“

Vielleicht.

Vielleicht ist dir die Sache aber auch nicht wichtig genug.

Wenn sie dir wichtig genug wäre, würdest du den Mut aufbringen.

Oder du würdest gezielt an deiner Angst arbeiten. Denn es gibt so viele Möglichkeiten, mit der eigenen Angst umzugehen.

„Ich kann den anderen doch nicht verletzen“ oder „Wenn ich das mache, dann hassen sie mich“ oder „Das kann ich ihnen nicht antun“

Das ist ehrenhaft, dass du niemandem Leid zufügen willst.

Und niemand sollte egoistisch über Leichen gehen, nur damit er Spaß hat.

Aber wenn dir eine Sache wirklich wichtig ist und wenn du leidest oder wenn du dein Leben gerade verschwendest, dann darfst du deinen Traum nicht dem Wohlbefinden anderer Menschen unterordnen.

Denn wer sagt, dass deren Schmerz mehr zählt als dein Schmerz?

Du sollst niemanden leichtfertig verletzen. Das ist doch klar.

Aber die meisten Menschen sind große Jungs und Mädels. Die kommen auch mit einer Enttäuschung klar.

„Dafür bin ich zu alt oder zu jung“

Es wäre gelogen, wenn ich sagen würde, dass unser Alter keine Rolle spielt.

Und es gibt gesellschaftliche Normen und Strömungen, die unser Alter stark einbeziehen. Mit 20 wirst du die Stelle als Vorstandsvorsitzender nicht bekommen. Und ab 40 hast du in Deutschland heute teilweise Probleme, bestimmte Jobs zu bekommen.

Aber das bedeutet nicht grundsätzlich, dass du zu alt oder zu jung bist und das die Sache damit zu Ende ist.

Das bedeutet vielmehr, dass du halt kreativer und flexibler sein musst. Dass du dich als Mensch entwickeln und wachsen musst.

Frage dich, was du willst und wie du das auf andere Art bekommen kannst, auf eine Art, bei der dein Alter keine Rolle spielt.

Du bist nicht zu alt oder zu jung. Du bist nur zu unkreativ, zu ängstlich, zu bequem im Denken oder du hast noch nicht genug andere Menschen gefragt.

„Am Ende kommt doch eh wieder das Gleiche dabei heraus“ oder „Ich bin halt ein Pechvogel“

Na, ich glaube nicht an Pechvögel.

Höchstens an Menschen, die aus ihrem Muster nicht ausbrechen können. Also Menschen, die immer wieder den gleichen Mist versuchen und immer wieder daran scheitern. Also Menschen, die nicht dazulernen.

Ansonsten sagt man so schön, dass Glück aus Zufall und guter Vorbereitung besteht.

Insofern bedeutet Pechvogel vielleicht eher nicht lernfähig und/oder bereitet sich nicht gut genug vor.

„Ich habe halt eine schlechte Kindheit gehabt“

Ich habe überlegt, ob ich diese Ausrede weglasse. Weil ich weiß, dass ich mir damit wieder eine Menge Unmut und Ärger von betroffenen (Opfern) und den helfenden Berufen (Rettern) einhandele.

Aber auch ich hatte eine miese Kindheit. Und ich kenne auch viele Menschen, die es echt nicht einfach hatten und die heute dankbar dafür sind, weil sie daran gewachsen sind.

Nach meiner Überzeugung ist ganz oft nicht die schlechte Kindheit das Problem, sondern die erlernte Hilflosigkeit und die Opferhaltung, die daraus entstanden ist.

Aber das sind Dinge, die du meistens in den Griff bekommen kannst, wenn du dein Erwachsensein akzeptierst und Verantwortung für dich selbst übernimmst.

Natürlich können in der Kindheit so schlimme Traumata entstehen, dass ich psychisch nie wieder auf die Füße komme. Das will ich nicht verneinen.

Aber nach meiner Erfahrung benutzen erstaunlich viele Menschen ihre schlechte Kindheit, um einfach keine Verantwortung für ihr Leben übernehmen zu müssen.

„Ich weiß einfach nicht, wie ich es anstellen soll“

Dann ist es vielleicht Zeit, es herauszufinden.

In Zeiten des Internets liegen die Antworten nur einen Bildschirm entfernt.

Recherchiere auf Webseiten.

Kauf dir ein Buch dazu.

Finde Experten oder Beratungsstellen.

Schau bei youtube, wie man es macht.

Finde jemand, der es schon gemacht hat, und versuche, ein Interview zu vereinbaren, oder bitte um Hilfe.

„Ich kann halt einfach nicht darauf verzichten“

Aber wenn es dir wichtig genug ist, kannst du es lernen.

Ja, eine Sucht ist mies. Da haben sich Dinge in unserem Gehirn verselbständigt und schalten die Vernunft aus und wir mutieren zu einem Zombie.

Das gilt in Abstufungen für Heroin genauso wie für Bestätigung, Harmonie oder Schokolade.

Aber wenn es mir wirklich wichtig ist, kann ich damit umgehen lernen.

Ein hammerharter Weg.

Die Frage ist halt: Habe ich genug gute Gründe, um die Sache wirklich durchzuziehen?

„Ich habe ja nicht angefangen“

Ach komm, wie alt bist du?

Werd erwachsen und zeig ein bisschen Selbstrespekt.

„Das lohnt sich doch auch nicht mehr“ oder „Dazu ist es doch viel zu spät“

Diese Ausrede bringt uns zu der Frage, wozu wir auf der Welt sind.

Um zu warten, bis es endlich vorbei ist?

Um uns fortzupflanzen?

Um zu lernen, zu wachsen und uns zu verwirklichen?

Um eine gute Zeit zu haben?

Denn du deine Zeit hier nur absitzen willst oder dich bereits fortgepflanzt hast, dann lohnt es sich wahrscheinlich wirklich nicht mehr.

Aber ansonsten sage ich nur:

„Carpe diem.“

Nutze den Tag.

Lebe jeden zweiten Tag so, als sollte er der beste Tag deines Lebens werden. Am anderen musst du dich davon ausruhen.

„Es ist gerade nicht der richtige Zeitpunkt“ oder „Das läuft mir ja nicht weg“

Doch. Wahrscheinlich läuft es dir weg.

Träume und Ziele und Wünsche haben die Tendenz, uns durch die Finger zu gleiten.

Ist das wirklich schon wieder 10 Jahre her?

Wenn es dir wirklich wichtig ist, dann tu es jetzt. Wenn nicht, ist dir etwas anderes wichtiger. Und vielleicht wird es dir nie wichtig genug sein.

„Ich kann das nicht, das tut mir zu sehr weh“

Dann ist es dir entweder nicht wichtig genug oder du hast nie gelernt, dass ein bisschen Schmerz zum Leben dazugehört.

Wenn einem etwas wirklich wichtig ist, dann erleidet man auch Schmerz dafür.

Das nennt man dann Leiden-Schaft.

„X ist schuld und …“

Ich weiß ja nicht, wer X ist und was er getan hat.

Ich bin mir sicher, dass es nichts Nettes war und dass es sehr weh getan hat.

X ist vielleicht ein komplettes A… oder vielleicht auch nur ein armes Würstchen, der auch seine Entschuldigungen und Ausreden zelebriert, so wie die meisten von uns.

Aber so oder so: Irgendwann ist es Zeit, einen Haken zu machen und sich wieder dem Leben zuzuwenden und nach vorne zu schauen.

Es ist nicht gut, das eigene Leben von der Vergangenheit diktieren zu lassen.

Du bist erwachsen, es ist dein Leben und du hast nur dieses eine.

Also mach was draus.

Schau nach vorne. Überleg dir, was du willst. Tu etwas dafür.

Lebe dein Leben und lass die Vergangenheit ruhen.

Und wenn X immer noch in deinem Leben ist, dann finde die passende Ausrede, warum du nichts unternimmst, und durchbrich diese Ausrede. Dann könnte es sein, dass dein Leben besser wird.

„Mir wird es erst dann besser gehen, wenn X endlich …“

Du gute Güte.

Ich mache mein ganzes Lebensglück davon abhängig, was X tut.

Wenn du ein Sklave bist, bist du deinem Herrn komplett ausgeliefert. Hässliches Leben.

Wenn du ein Kind bist, hängst du auch sehr vom Wohlwollen deiner Eltern ab.

Wenn du ein Erwachsener bist, entscheidest du selbst. Du bist über 18. Du entscheidest, was du tust, wo du hingehst, wo du lebst.

Du hast dein Glück selbst in der Hand. Und wenn du dich so abhängig von X machst, setzt du dich selbst wieder in die Position eines Sklaven oder eines Kindes.

Das kann nicht dein Interesse sein, oder?

Lass los. Entscheide selbst. Du bestimmst über dein Leben, dein Handeln und auch darüber, in welche Situationen du dich bringst. Und darüber bestimmst du auch, wie du dich fühlst.

Überwinde dich und ändere dich, damit sich dein Leben ändert.

„Dazu habe ich nicht genug Geld“

O. k., das stimmt wahrscheinlich.

Ich weiß nicht, wozu dir Geld fehlt, aber das Leben ist teuer. Viele Dinge kosten etwas.

Aber viele gute Dinge sind auch kostenlos. Freundschaft. Ein Spaziergang im Wald. Einem Straßenmusikanten zuhören. Manche Ausstellungen und Konzerte.

Aber wozu dir auch das Geld fehlt, in den meisten Fällen willst du dir dafür etwas kaufen, um ein bestimmtes Bedürfnis zu befriedigen.

Vielleicht Genuss erleben, respektiert werden oder Abwechslung erleben.

Und das, was du kaufen willst, ist wahrscheinlich nicht die einzige Art, dieses Bedürfnis zu befriedigen.

Wir sind in unserer Konsumgesellschaft nur so oft so fürchterlich fixiert auf bestimmte Dinge und glauben, nur diese Sache würde uns glücklich machen und unser Problem lösen.

Was uns hilft, wenn wir nicht genug Geld haben, ist, hier flexibler und offener zu werden.

Wenn mir das Geld für eine Waschmaschine fehlt, kann ich meine Nachbarin fragen, ob ich ihre benutzen darf. Und ihr als Gegenleistung dafür anbieten, ihre Wäsche mit zu waschen.

Oder wenn mir das Geld für einen teuren Rotwein fehlt, dann tut es vielleicht auch eine Flasche für 3,90 €. Oder ich muss halt länger sparen und erhöhe die Vorfreude.

Oft fehlt uns das Geld, aber um zu bekommen, was wir brauchen, sind wir zu bequem, zu unflexibel oder wir wollen unsere Komfortzone nicht verlassen.

Oder auch ganz oft: Ich will mehr Geld, aber ich will mich nicht ändern, um mehr Geld zu verdienen.

Und am Ende das Gegenteil der Ausreden

So, das war es mit den Ausreden.

Den Ausreden, mit denen wir die Realität vor uns selbst oder vor anderen verschleiern.

Was Menschen, die eine Ausrede erfinden, eigentlich sagen wollen, ist:

  • Es ist mir zu anstrengend oder zu schmerzhaft.
  • Ich will mich nicht überwinden.
  • Die anderen sollen sich ändern, aber ich nicht.
  • Der Zustand ist noch nicht schmerzhaft genug, dass ich etwas unternehmen will.
  • Andere Sachen sind mir wichtiger.
  • Ich bin innerlich zwiegespalten.
  • Ich will nehmen, aber nicht geben.
  • Ich bin verwirrt und orientierungslos.
  • Jemand anderes soll sich darum kümmern.

Eben die typischen Dinge, an den wir Menschen scheitern und die uns ausbremsen.

Aber das alles sind auch Dinge, bei denen man etwas machen kann.

Was man dann „Persönlichkeitsentwicklung“ nennt.

Und die Veränderung beginnt oft damit, dass wir ehrlich mit uns selbst sind.

Dazu wünsche ich dir Mut, Ehrlichkeit und Kraft.

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Kommentare

  • Toller Artikel und schon oder erst der zweite den ich von euch lese!
    Macht Mut und klärt vor allem die ein oder andere festgesetzte Ausrede auf.
    Finde eure Artikel echt cool, weiter so !
    Liebe Grüße
    Isabell

  • Nutze jeden zweiten Tag so, als sollte er der beste Tag deines Lebens werden. Am anderen Tag musst du diech ausruhen – das ist der BESTE SPRUCH, der mir seit langem vor die Augen gekommen ist. Wenn man so sein Leben gestaltet, überfordert
    man sich nicht. Genau davor hatte ich immer Angst, mich zu überfordern, keine Freizeit mehr zu haben, durch den Stress krank zu werden.
    Ja, und mit den Ausreden hast Du wirklich Recht, es ist nur eine Umformulierung, eine Notlüge, um nicht ganz so schlecht vor den anderen und vor sich selbst da zu stehen. Das Ganze ist wiederum ein Mangel an Selbstliebe, denn mit mehr Selbstliebe, sind Ausreden nicht notwendig, denn dann ist man wahrhaftig.

    Danke für diesen wunderbaren Beitrag.

    Schöne Grüße aus dem sächsischen Vogtland

    Sonja

  • 5 Sterne für deine/eure Mühe, viel Zustimmung von meiner Seite aus.

    ABER, Bzgl. Pechvogel-Abschnitt: Ich habe es selbst erlebt, trotz Fleiß nur wenig Erfolg damit gehabt zu haben (es waren einige Jahre). Denn der Erfolg misst sich ja oft in der Reaktion meiner Umwelt (z.B. wenn ich etwas verkaufen will).
    Wann weiß ich, wann ich tatsächlich aufgeben “darf” oder doch noch weitermachen soll? Solange ich noch ein Fünkchen Motivation habe?
    Oder doch das “Fach” wechseln, mit der Hoffnung, in dieser Sache mehr Talent und mehr Erfolg zu haben? Das frage ich mich wirklich…

  • Danke für diesen tollen Beitrag! Ich bin seit einiger Zeit dabei, dass ich sebst für mich nur noch in die Ehrlichkeit gehe, und wenn ich spüre, ich stoße an Widerstände, setze ich mich hin und erforsche die wahren Gründe und Glaubensmuster dahinter. Eine Frage,an die ich immer wieder stoße, ist, wie ich andere Menschen dazu motivere oder sie anregen kann, aus ihren Ausreden und ihrer unzufriedenstellenden Bequemlichkiet herauszutreten. Habt ihr Erfahrungen oder Tipps dazu? Liebe Grüße und vielen Dank!

  • Erkenne dich selbst! Das wäre der 1.Schritt zur Veränderung. Danke für die vielen aufgeführten Facetten einer Haltung, die uns blockiert.
    Das Leben beginnt da, wo die Komfortzone aufhört ;)
    Start up! Ein gutes Jahr 2017!

  • … auch ich gehöre seit langer Zeit als eine stille Leserin zum Kreis der Intetssierten bei zeitzuleben. Der Beitrag ist echt toll und wahr. Ja – man fühlt sich ertappt und auch bestätigt. Vielen Dank für die Impulse. Mich begleitet seit langem der Spruch von Dante Aligheri:
    “Der Weg zum Ziel beginnt an dem Tag, an dem Du die Verantwortung für Dein Tun übernimmst”. Oft steht man sich selbst im Weg.

  • Herrlich. Jeden Hinweis zu den Ausreden an die Wand pinnen, draufgucken, über sich selbst schmunzeln, loslaufen und einfach machen. Danke.

  • Liebes Team von Zeit zu Leben,
    schon lange lese ich Eure Tipps und Ratschläge und je nachdem wie ich mich fühle und “so drauf bin”, finde ich sie toll oder auch mal nicht so interessant. Der letzte Beitrag “Keine Ausreden mehr….” hat mich aber sehr angesprochen! Endlich mal viele Möglichkeiten in einem Beitrag! Das muss für Euch auch viel Arbeit gewesen sein! Vielen Dank dafür, ich glaube, den werde ich nicht so schnell beiseite legen und ihn mir immer wieder durchlesen und auch beherzigen. Liebe Grüße, macht weiter so!

  • Mit diesem Thema beschäftige ich mich hauptsächlich dank Pema Chödrön, brillianter Dharma-Lehrerin aus dem Buddhismus schon länger. Nun freue ich mich sehr, dieses Thema auch hier mit anderen knackicken Formulierungen behandelt zu sehen.
    Bin kein großer Fan von Coaching-Links, nur, eins will ich Dir hier unbedingt mitteilen, lieber Ralf: diesen Beitrag ganz besonders, Euren Newsletter u. Euren Beiträgen finde ich meistens HOCH interessant und inspirierend. Schön, dass es Euch gibt! Macht weiter so!

  • Lieber Ralf, ich liebe deine Beiträge.
    Du schreibst sie mit so einer Klarheit und auf den Punkt gebracht.
    Ich schätze deine Sichtweise, die liebevolle Art die Themen anzusprechen, darüber zu schreiben, es bereichert mich in vielem.
    Jahrelang bin ich eine treue Leserin und heute schreibe ich erstmalig eine Anmerkung.
    Dieser Beitrag, ist soooo genial und WERTVOLL für mich, ich bin begeistert.
    Mit dieser “Ausreden Checkliste” hast du mir ein tolles Werkzeug gegeben, wenn ich ehrlich zu mir sein will, darüber nachdenken will, und Lösungen zur Veränderung finden will. DANKE
    Ich DANKE dir auch, aus ganzem Herzen, für die damit verbundene Megaarbeit so viele Ausreden aufzulisten und zu beantworten, stell ich mir mühevoll vor, du hast damit soviel abgedeckt, dass kaum was offen bleibt.
    Sonnige Grüße aus Wien von Brigitte

  • Hallo Ralf…
    ich lese hier schon lange…mal mehr oder weniger intensiv und damit bin ich auf einem für mich sehr guten Weg. Dieser Beitrag ist wirklich sehr gut und ich erkenne mich in jeder deiner Aufzählungen irgendwie wieder.
    Was ich sagen will ist: ich habe immer eine Wahl! Auch wenn es manchmal echt anstrengend ist. Über die Stelle: lebe jeden zweiten Tag so…und am anderen ruhe dich aus…musste ich richtig lachen. Ertappt!

  • Lieber Ralf,
    schon seit Jahren bekomme ich eure Inspirationen ins Postfach und ich bin immer wieder begeistert.
    Zu dem Thema zu alt für etwas zu sein, zu wenig Geld zu haben, kann ich nur sagen, dass ich mit 45 nochmal eine komplett neue Berufsausbildung gemacht habe. Ich habe im Anschluss sofort eine Stelle bekommen und bin jetzt mit 56 am planen, eine Zusatzausbildung als Entspannungspädagogin oder zur systemischen Beraterin zu machen. Die Frage ist nicht ob sondern wann. Während dieser Zeit, habe ich mich aus einer unerfüllten Beziehung gelöst, bin umgezogen und hab seitdem das Gefühl auf dem für mich richtigen Weg zu sein. Ich schaffe es nicht immer ehrlich zu mir zu sein, aber es gelingt mir immer besser.
    Danke für die Impulse.
    Silvia

  • Vielen Dank Ralph, das war so richtig auf den Punkt gebracht. Ich danke Dir und Deinem Team für die guten Denkanstösse und wünsche allen einen schönen Sonntag.

    Viele Grüsse
    Carine

  • Dickes Dankeschön für diesen tollen Beitrag, ich liebe Deine Klarheit! Ich kann mich ziemlich gut austricksen und irgendwie damit auch verstecken, innehalten und dahinter zu schauen ist nicht immer angenehm, dennoch irgendwie bringt es mich in kleinen Schritten wieder näher zu mir selber und das fühlt sich gut an. Danke für die Erinnerung und den klaren Schubs raus aus der komfortzone, eigentlich ist es nicht so kompliziert wie mir mein kopf gerne mal vorgaukelt ;-)
    Lieben gruß
    Silke

  • Lieber Ralf, ich bin wirklich immer wieder begeistert, wie Du die Dinge auf den Punkt bringst. Die meisten Deiner Artikel und Beiträge sind sehr hilfreich für mich, öffnen mir wieder die Augen, für etwas was ich aus dem Blick verloren habe, inspirieren mich und regen mich zum Nachdenken an bzw., rücken meine Gedanken oft wieder in die, für mich, richtige Richtung, aus dem dann auch wieder positive Gedanken und positive Gefühle entstehen. Auch die täglichen, kurzen Beiträge, sind häufig so passend zu meiner aktuellen, persönlichen Situation. Es tut sehr gut, dann einen inspirierenden Impuls zu lesen. Dafür vielen Dank! Du gibst auch immer wieder den Hinweis, Tagebuch zu schreiben. Dieses mache ich bereits seit vielen Jahren und ich kann dazu nur sagen, es hilft wirklich und tut sehr gut. Ich freue mich weiterhin auf viele, gute und wertvolle Beiträge! DANKE!!!!!! :-)

  • Mich hat es wirklich nochmal wachgerüttelt. Danke für diesen
    ehrlichen , sehr wertvollen Beitrag, den Ihr uns da schenkt.
    Ich spüre mein Herzklopfen (und Du)? Weg mit den Ausreden
    und Mut zum Leben. Es ist dieser Augenblick.
    danke angelika

  • Vielen vielen Dank für diesen Beitrag.
    Ich bin gerade dabei, aus der Opferrolle auszusteigen und sehe erste Fortschritte. Wünsche mir für mich selber, dass ich es schaffe, an meinem Thema dranzubleiben und mich immer wieder aufzuraffen und zu motivieren. Altes loslassen, damit Platz für Neues wird. Verwende an dieser Stelle mal einen Spruch aus der Werbung: “… weil ich es mir wert bin.”

  • Lieber Ralf,
    herzlichen Dank für diesen wertvollen Beitrag. Leider werden ihn nur solche Menschen lesen welche aus ihrer Opferrolle bzw. aus ihrer Komfortzone herausgeschlüpft sind. Es ist sehr bequem zusagen, ich bin krank ich kann dieses oder jenes nicht. Aber es ist ein ungleiches Hochgefühl wenn ich sage ich kann mich trotz gewesener Krebserkrankung und Arthrose meilenweit bewegen! Dieses geht aber nur, wenn ich an meine Grenzen gehe, also auslote was kann ich noch. Auch kann ich mich besinnen, was machte mir als Kind Freude und einfach Neues ausprobieren und neugierig sein.

    • Ulrich schreibt am 15. Januar 2017

      Liebe Helen,
      danke für Deinen tollen Kommentar. Er macht Mut und kann auch andere weiterbringen.
      Ich wünsche dir noch ein langes und glückliches Leben und viel Mut immer wieder deine Grenzen zu überschreiten.

  • Im Sinne der Selbstreflexion lohnt es sich immer sich diese Fragen zu stellen, denn die ehrlichen Antworten darauf sind es, die richtungsweisend zum naechsten richtigen Schritt fuehren. Danke fuer diesen leidenschaftlichen Artikel.

  • Ein wunderbarer Artikel, vielen Dank dafür……. Ja, es ist nicht immer einfach ehrlich zu sich selbst zu sein und es klappt auch nicht immer 100%…..wenn man sich jedoch einmal auf den Weg gemacht hat, wird es immer besser

  • Sehr schön, dass es noch Menschen gibt, die anderen Menschen Gutes tun!
    Das liebevolle Wort ist die Medizin!
    Vergelts Gott und herzlichen Dank für die wertvollen Tipps!
    Liebe Grüsse aus der Schweiz
    Elisabeth Honegger

  • Einer der besten Beiträge Eurer Seite. Der Mut zur Ehrlichkeit lohnt sich!

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