Kennen Sie Ihre Triebfeder?

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Warum tun wir, was wir tun?
Das für sich selbst herauszufinden,
ist der Anfang der Freiheit.

Warum tue ich, was ich tue? Was treibt mich? Was bringt mich dazu, mich so zu verhalten, wie ich mich normalerweise verhalte? Das sind ziemlich spannende Fragen, oder? Wenn wir eine Antwort darauf gefunden haben, sind wir einen großen Schritt weiter. Dann kennen wir uns selbst wirklich.

Bevor wir nicht verstanden haben, was die Hauptriebfeder (Hauptmotivation) unseres Tuns ist, können wir nicht wirklich frei entscheiden und oft tun wir wegen unserer automatischen Muster absurde und unvernünftige Dinge (z.B. um anderen etwas zu beweisen, weil wir Recht haben müssen, umes anderen zu zeigen oder um nicht klein bei zu geben).

Je besser Sie verstehen, was Sie treibt und warum Sie tun, was Sie tun, desto eher können Sie Ihre Handlungen bewusst hinterfragen und gute und vernünftige Entscheidungen treffen.

Wie ist das bei Ihnen? Was treibt Sie? Hier habe ich einmal einige typischen Triebfedern aufgeführt:

<- trifft nicht zu | trifft zu ->

Dass Richtige tun müssen – Ich muss handeln, um meine Moral- und Wertvorstellungen durchzusetzen.

<- trifft nicht zu | trifft zu -> Etwas erschaffen – Mich treibt der Wunsch, etwas Neues zu erschaffen.
<- trifft nicht zu | trifft zu -> Besser dastehen wollen – Ich tue einiges dafür, um besser als andere dazustehen.
<- trifft nicht zu | trifft zu -> Anderen helfen können – Ich tue Dinge, um anderen zu helfen (Zusatzfrage: Tue ich das mit oder ohne Erwartungen, also bedingungslos?)
<- trifft nicht zu | trifft zu -> Wut über Missstände, Ungerechtigkeiten – Ich muss dann etwas tun, um Missstände und Ungerechtigkeiten zu verhindern oder zu beseitigen.
<- trifft nicht zu | trifft zu -> Angst oder Sicherheitsbestreben – Ich treffe meine Entscheidungen, aus Angst oder um mich abzusichern.
<- trifft nicht zu | trifft zu -> Abenteuerlust und Neugier – Ich treffe meine Entscheidungen, um etwas zu erleben oder um meine Neugier zu befriedigen.
<- trifft nicht zu | trifft zu -> Angst vor Bestrafung und Repressalien – Ich tue oder lasse Dinge, aus Angst bestraft zu werden oder einen Nachteil zu haben.
<- trifft nicht zu | trifft zu ->

Wunsch nach Anerkennung – Ich handele, damit andere mich respektieren, anerkennen, gut von mir denken und mich loben.

<- trifft nicht zu | trifft zu -> Macht und Gestaltungsspielraum – Mich treibt der Wunsch, etwas zu bewegen und die Möglichkeit zu haben, zu sagen wo es lang geht und meine Ideen umzusetzen.
<- trifft nicht zu | trifft zu -> Wunsch nach Abgrenzung – Ich tue viel, um anders zu sein, als die anderen.
<- trifft nicht zu | trifft zu -> Recht haben wollen – Ich tue viel, um andere davon zu überzeugen, dass ich Recht habe bzw. im Recht bin.
<- trifft nicht zu | trifft zu -> Lust, Spaß, Freude an einer Sache – Ich tue die Dinge, die ich tue, impulsiv und nur aus Spaß an der Sache selbst.
<- trifft nicht zu | trifft zu -> Dazugehören wollen – Ich tue viel dafür, um dazuzugehören und um Teil eines Größeren zu sein und zu bleiben.
<- trifft nicht zu | trifft zu -> Bequemlichkeit – Ich tue und lasse Dinge, um meine Bequemlichkeit zu erhalten und um unangenehme Situationen zu vermeiden.

Die Liste ist natürlich nicht vollständig, aber vielleicht ist ja die ein oder die andere Ihrer Triebkräfte hier aufgeführt.

Ich hoffe, Sie finden heraus, was Sie treibt, denn damit beginnt die wahre Freiheit.

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Kommentare

  • “Je besser Sie verstehen, was Sie treibt und warum Sie tun, was Sie tun, desto eher können Sie Ihre Handlungen bewusst hinterfragen und gute und vernünftige Entscheidungen treffen.”
    Mit ist nicht ganz klar, wie man allein vom Wissen darüber, was einen normalerweise treibt, automatisch gute und vernünftige Entscheidungen treffen kann. Was ist denn die Triebfeder für gute und vernünftige Entscheidungen, wenn all die obigen Triebfedern schlecht sind? Es fühlt sich so an, als wären all die obigen Beweggründe falsch. Was ist denn die richtige Motivation, um Entscheidungen zu treffen? Rätsel.

  • Kirsten meint bestimmt:
    b)hinter JEDEM U N A N G E N E H M E N Gefühl steckt ein
    nicht geprüfter, unwahrer Gedanke. :-)

  • Ein liebes “Hallo” an alle. Puuh…,eine echt ehrliche Seite mit offenen und ehrlichen Zuschriften! Ich fühle Respekt vor jeder/jedem Einzelnen. – Klar erscheint die Tabelle eindimensional,doch es ist doch meine Wahl, wie ich sie lese.Bequemlichkeit (Andrea + Franz)ist doch nicht nur negativ zu sehen:Es ist auch die Fähigkeit Schwierigkeiten (so ich sie als solche für mich beurteile) aus dem Wege zu gehen.Lege ich meinen Focus auf diesen positiven Aspekt, dann kann ich aus dieser Stärke doch durchaus eine Vorwärtsentwicklung für mich ableiten.Und am Punkt 1(Moralvorstellungen)kann ich doch prüfen a) welches sind diese? und b)Muß ich oder will ich sie als Maxime meines Handelns ansehen.Auch das ist doch durchaus eine Stärke, wenn ich mich an meine selbst gewählten und selbstverpflichtenden Grundsätze halte.Ich schätze solche Menschen, Freunde!-Letztendlich ist mein persönliches Lebensgefühl immer (und m.E. einzig) von einer/meiner persönlichen Entscheidung abhängig:Etwas tun oder etwas zu lassen – und diese Entscheidung ist (idealerweise – das ist bei mir selbst keineswegs immer der Fall)vollkommen unabhängig von all dem was um mich herum geschieht.Mit lieben Grüssen Johannes

  • Ich (41, lange und immer noch krank) bin jetzt auf dem richtigen Weg. Ich habe endlich die Antworten auf meine Fragen gefunden.

    Dank Vorträgen (Live und CDs) von Robert Betz und durch
    “The work” von Byron Katie.

    Alles ist a)verwurzelt aus unserer Kindheit und
    b)hinter JEDEM Gefühl steckt ein
    nicht geprüfter, unwahrer Gedanke.

    Kann ich allen nur wärmstens ans Herz legen.

  • Was tue ich nun, wenn ich weiß, was mich antreibt?
    Was ist die Moral aus der Geschichte?
    Ich tue vieles um Anerkennung zu bekommen – ich weiß, dass mich das nicht immer glücklich macht. und jetzt?

  • Hauptmotivation…?
    Als ich im Gespräch mit der Freundin, die mich am besten kennt, das Problem meiner Faulheit ansprach, hat sie mir genau das FEHLEN der Motivation als mein HauptPROBLEM vor Augen geführt. Was ‘ne verdammte Zwickmühle ist! :-(
    Denn – wenn ich mich wenigstens aufraffe – über Wege aus der Lähmung nachzudenken, fällt mir keiner ein, der mich motiviert…
    Ein entscheidendes Problem scheint mir – neben der sicher stark dazu beitragenden Arbeitslosigkeit – dass ich meine Zeit großteils alleine verbringe. Was wiederum meinen Partner ein Stück weit einengt, weil ich mich zu sehr auf ihn konzentriere, wenn er da ist. Aber wie findet mensch Freunde?
    Ups, nachdem ich jetzt schon so viel schrieb, bin ich froh, dass Du offensichtlich die Motivation hattest, das zu lesen! :-)
    Lieber Gruß,
    Andrea

  • Meine Künstlerin-Seite ist am liebsten spontan und handelt ohne “zu denken”, kriiert aus dem Moment heraus, dann fühlt sie sich frei. Sie hat aber Platzverbot am Schreibtisch, da sitzt meine Jungfrau Seite. Ist ganz korrekt und pingelig und liebt Tabellen und Ordnung über alles. Manchmal kriegen sich Chaos und Ordnung in die Wolle. Dann habe ich mein Salat.

  • mich treibt es nicht an, sondern es zieht mich all das, was mir WERT voll ist an :)
    alles Liebe
    yvonne

  • So allgemein kann ich das nicht beantworten: Da oben gibt es viele Antworten, die für mich zutreffen.

    Es kommt zumindest ebensosehr auf die Umstände an:
    Mal will ich meine Moral- und Wertvorstellungen durchsetzen (Franz, was ist daran so schlimm?),
    mal machen mich Dinge wütend, dass ich dann handle,
    oft will ich jemand helfen, zuweilen bedingungslos, oft erwarte ich zumindest ein Dankeschön!,
    gerade in letzter Zeit mache ich viel einfach weil es mir Spaß macht …
    und bequem bin ich auch oft.

    Von daher hilft mir diese Fragestellung nur wenig. Ich müsste die Liste ja ausdrucken und jedes Mal durchgehn ;-) und dann käm ich nicht mehr zum Handeln.
    Naja, dann käme zumindest die Bequemlichkeit zu ihrem Recht. Aber immer sollte das auch nicht sein.

  • Hallo,
    Ich beschäftige mich schon einiger Zeit mit der Frage was mich eigentlich antreibt und halte sie auch für die Kernfrage. Ich muss aber sagen dass ich die Fragen dieses Katalogs sehr eindimensional finde. Wenn ich eine dieser Fragen wirklich mit „trifft zu“ oder „trifft nicht zu“ beantworten könnte, würde ich mir nicht die Frage nach dem was mich antreibt stellen und wäre auch nicht auf diese Seite gestoßen, die ich ansonsten doch sehr anregend finde.
    Gruß Michel

  • Hallo Franz,

    Viele Tipps kann ich dir leider nicht geben, aber was ich an bequemen Leute erkennen konnte ist, dass sie sehr ruhig und gemütlich sind. Und das finde ich als eine gute Eigenschaft. Sie machen keine Hektik sondern alles mit Ruhe und Gelassenheit und das ist doch gut, find ich.

    Tja und unangenehme Situationen kennt und hat jeder. Ich bin auch ständig am lernen damit umzugehn.Ich kann aber dazu sagen je öfter ich mich schwierigen Situationen bewusst Stelle umsobesser kann ich damit umgehn. Das geht leider nicht von heute auf morgen aber wie gesagt je öfter ich es probiere je bessr geht es.

    Hast du dich schon mal gefragt ob du vielleicht Angst hast vor unangenehmen Situationen. Was passiert mit dir wenn du in eine soche Situation kommst mit dir?

    Ich hoffe ich konnt dich ein bisschen aufmuntern.Es ist nicht einfach an sich zu arbeiten aber es geht, mit kleinen Schritten.

    LG Kiki02

  • Was soll da auch toll dran sein, wenn man bequem ist und unangenehme Situationen vermeidet ???

  • Hallo zusammen,

    das was Franz da sagt kenn ich auch gut von meinem Freund. Er hast das auch, aber er weiss nicht wieso und warum das so ist. Was kann man dagegen tun??

    Sonnige Grüße
    Lea

  • Bei mir trifft zu 100 Prozent der erste und der letzte Punkt der Liste zu. Das kotzt mich aber ziemlich an. Ich lehne mich ab dafür. Was nun?

 

Ralf Senftleben

Hallo! Schön, dass du da bist!

Ich bin Ralf und das hier ist meine Seite, Zeit zu leben. Seit 1998 schreibe und forsche ich darüber, wie wir unser Leben selbstbestimmt, kraftvoll und bewusst leben können. Wie wir herausfinden, was wir für unsere Zufriedenheit brauchen, und wie wir erreichen, was wir uns wünschen.

Aktuell lesen über 125.000 Menschen meinen wöchentlichen Newsletter, und rund 150.000 Menschen haben an meinen Selbstlernkursen und Online-Coachings teilgenommen.

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