Kommunikationstipps für den Umgang mit Kindern

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Hilfreich für alle, die ihre Probleme aus eigener Kraft lösen möchten.

Kindererziehung ist ein heikles Thema. Kaum etwas ist schwieriger und vor allem – kaum einer will sich da hereinreden lassen. Gleichzeitig aber fühlen sich viele Eltern auch hilflos und suchen nach Informationen.

Lernen Sie systematisch dazu

Siehe auch

Das Geheimnis glücklicher Kinder von Steve Biddulph

Niemand kommt als perfektes Elternteil auf die Welt und keiner von uns weiß von Natur aus, wie Kinder zu erziehen sind. Meist übernehmen wir Erziehungsmethoden aus unserem eigenen Umkreis – Eltern, Großeltern, Freunde o.ä. Warum also nicht systematisch dazulernen, indem man entsprechende Literatur liest oder Kurse besucht. Schämen brauchen Sie sich dafür nicht!

Fünf Kommunikationstipps für den Umgang mit Kindern

Wir haben hier einmal einige Kommunikationstipps für den Umgang mit Kindern zusammengestellt, die Sie ohne großen Aufwand einfach einmal ausprobieren können. Damit lösen Sie zwar keine ernsten und schwierigen Erziehungsprobleme, aber Sie bekommen einige hilfreiche Ansätze für die Kommunikation mit den Kleinen. Und hier kann ja ein bisschen Vorbeugung schon viel ausrichten.

 

Du kannst deine Probleme lösen.

Aus eigener Kraft. Ohne Coach und Therapeut. Wie das geht, lernst du im Selbstcoaching-Programm.

Wie oft reden Sie über Ihre Kinder, die vielleicht im Nachbarzimmer sitzen oder einige Meter von Ihnen entfernt im Sandkasten spielen?

Kinder haben ein sehr gutes Gehör

Kinder haben ein viel besseres Gehör, als Sie vielleicht denken. Viele Erwachsene unterschätzen, was Kinder alles mitbekommen. Da wird über die Kinder geredet, als wären sie gar nicht vorhanden. Aber wenn Kinder da sind, und sei es nur im Nachbarraum oder im Flur, hören sie auch zu. Und so erfassen sie auch die Botschaften, die sie gar nicht hören sollten.

Botschaften können prägen

Wenn Ihr Kind in Hörweite ist, nimmt es Botschaften auf, die Sie durch Ihre Worte über das Kind aussenden. Wenn Sie dann z.B. zu Ihrer Freundin sagen “Naja, Stefan ist nicht gerade besonders pfiffig.” oder “Ganz im Vertrauen, aber ich glaube, man kann Mareike nicht trauen.” dann verletzt das Ihre Kinder nicht nur, sondern kann sie auch prägen. Diese Prägung kann wahrscheinlich auch schon bei sehr kleinen Kindern stattfinden, von denen Sie vielleicht glauben, dass sie noch nichts verstehen. Sie können es aber nicht wissen.

Reden Sie weniger über als mit Ihren Kindern

Am besten reden Sie weniger mit anderen über Ihr Kind als vielmehr zusammen mit dem Kind. Lassen Sie das Kind selbst über sich erzählen. Und wenn Sie unbedingt über ein Kind reden wollen, senden Sie positive Botschaften aus.

 

Von vielen Menschen wird die Macht der Sprache unterschätzt. Wir können uns selbst und auch andere durch den Gebrauch unserer Sprache programmieren und vor allem auch unsere Kinder.

Negative Programmierung

Ein Beispiel: Ihr Kind turnt auf einem Klettergerüst. Wenn Sie nun rufen: “Fall da bloß nicht runter. Dann tust du dir doll weh.” oder “Was du da machst, ist wirklich gefährlich – pass auf, du fällst gleich runter.” lenken Sie die Aufmerksamkeit Ihres Kindes genau auf das, was Sie eigentlich vermeiden wollen: auf das Herunterfallen und auf die negativen Folgen. Sie verunsichern damit das Kind, dass als Botschaft im Kopf hat “…herunterfallen …wehtun …gefährlich…”

In Zukunft einfach positiv

Sie können aber auch ganz anders reagieren. Rufen Sie doch einfach “Halt dich gut fest!” oder “Ich finde es toll, wie vorsichtig du bist und wie sicher du kletterst.” Damit richten Sie die Aufmerksamkeit auf den wünschenswerten Zielzustand und außerdem stärken Sie das Selbstbewusstsein des Kindes durch Ihre Anerkennung.

 

Jeder ist mal wütend – genug Gründe gibt es immer. Auch Ihr Kind kann Sie hin und wieder zu Wahnsinn treiben. Nur Sie sollten versuchen, mit Ihrem Ärger so umzugehen, dass es dem Kind nicht dauerhaft schadet. Eine gute Richtlinie ist der Tipp : Verwenden Sie statt “Du-Botschaften” lieber “Ich-Botschaften”.

Wie Du-Botschaften wirken

Nehmen wir an, Sie sind wirklich verärgert und sagen zu Ihrem Kind:  “Du machst mich noch verrückt!” oder “Du Nichtsnutz, immer stehst du mir im Weg herum” oder “Du bist ein wirklich ungezogenes Kind!” Solche Sätze wirken wie Hammerschläge auf die Psyche Ihres Kindes. Es mag ja sein, dass Sie inhaltlich Recht haben, aber mit solchen Sätzen programmieren Sie Ihr Kind regelrecht genau auf das Verhalten, was Sie eigentlich verhindern wollen.

Sprechen Sie über sich

Sie sollen Ihren Ärger auch nicht einfach herunterschlucken. Zeigen Sie ruhig, wenn Sie wütend sind, damit können Kinder durchaus umgehen. Aber reden Sie dabei über sich. Sagen Sie z.B.: “Ich ärgere mich jetzt wirklich darüber, dass du hier herumstehst.” oder  “Ich weiß auch nicht was los ist, aber es macht mich wütend, wenn du das tust.”

Du kannst deine Probleme lösen.

Aus eigener Kraft. Ohne Coach und Therapeut. Wie das geht, lernst du im Selbstcoaching-Programm.

Mit solchen Ich-Botschaften signalisieren Sie Ihrem Kind Achtung und Respekt. Sie machen deutlich, dass Sie beide an der Situation beteiligt sind und schieben nicht einfach nur die Schuld zu Ihrem Kind. Natürlich kann Ihr Kind der Grund dafür sein, dass Sie sich ärgern. Vielleicht aber haben Sie heute schon eine Menge anderer Dinge geärgert und Ihr Kind ist einfach der berühmte letzte Tropfen, der das Fass zum Überlaufen bringt. Indem Sie in Ich-Botschaften schimpfen, fühlt sich das Kind nicht in seiner Person abgelehnt, sondern kann lernen, dass es sein Verhalten ist, dass Sie verärgert. Und das macht es Ihrem Kind viel leichter, sich zu verändern.

 

Sehr oft hören Kinder Vergleiche wie “Du bist genauso dickköpfig wie dein Onkel.” oder “Kannst du nicht auch so ordentlich sein wie deine Schwester?” oder “Deine Freundin Susanne hat eine Eins in Deutsch, warum bist du so viel schlechter?”

Vergleiche schaden der Persönlichkeits- entwicklung

Geben Sie Ihrem Kind die Chance, eine eigene Persönlichkeit zu entwickeln. Akzeptieren Sie Ihr Kind als ein eigenständiger Mensch, der anders ist als andere.

Vergleiche mit anderen können für ein Kind sehr schmerzlich sein, weil es sich dann in seinem Sein nicht angenommen fühlt. Es bekommt den Eindruck, “nicht in Ordnung” zu sein, wie es ist und dadurch kann es für ein Kind sehr schwierig werden, ein gesundes Selbstwertgefühl aufzubauen.

Akzeptieren Sie Ihr Kind

Ihr Kind so zu akzeptieren wie es ist, heißt nicht automatisch auch alles gutzuheißen. Aber es bedeutet, zu respektieren, dass Ihr Kind eine eigene Persönlichkeit hat. Ihr Kind ist nicht der Onkel, nicht die Schwester und nicht die Freundin. Statt über andere sollten Sie immer mit dem Kind über die Sache reden, von der Sie meinen, dass sie anders laufen soll und gemeinsam überlegen, wie Sie die Sache angehen können. Und bestimmte Verhaltensweisen oder Persönlichkeitsanteile Ihres Kindes werden Sie auch einfach hinnehmen müssen. Tun Sie es, ohne ihm das Gefühl zu vermitteln, dass es besser wäre, wenn es wie wer auch immer sein würde.

 

Dieser Tipp ist vielleicht der allerwichtigste Tipp für die Kommunikation mit Ihren Kindern und dabei sogar der Einfachste: Sprechen Sie immer wieder Ihre Zuneigung und Liebe zu Ihrem Kind aus – deutlich und immer wieder.

… auch wenn Sie wütend sind

Sie wissen, dass Sie Ihr Kind lieben, auch wenn Sie wütend sind oder schimpfen. Kinder wissen das leider nicht immer. Wenn Sie etwas falsch machen oder spüren, dass die Eltern verärgert sind, zweifeln viele Kinder gleich auf der ganzen Ebene an der Liebe der Eltern. Deshalb sollten Sie Ihrem Kind niemals – auch wenn Sie noch so wütend oder hilflos sind – so etwas  sagen wie: “Wenn du damit nicht aufhörst, haben wir dich nicht mehr lieb” Ihr Kind glaubt Ihnen solche Sätze wirklich. Und selbst wenn Sie es nicht so ausdrücklich sagen, kann es sein, dass das Kind nach einem Streit oder Konflikt glaubt, Sie würden es nicht mehr liebhaben.

… und auch wenn es Ihnen noch so überflüssig erscheint

Vielleicht denken Sie “Ach was, mein Kind weiß, dass wir es lieben. Das brauche ich doch nicht ständig zu sagen.” Seien Sie sich da nicht zu sicher. Ihr Kind wird es Ihnen nicht unbedingt sagen, wenn es glaubt, dass Sie es nicht (mehr) lieben. Wenn Ihr Kind es aber tut, kann das ernste Schäden im Selbstwertgefühl und Wohlbefinden Ihres Kindes auslösen. Sagen Sie es deshalb Ihrem Kind lieber einmal mehr, als einmal zu wenig.

Zeigen Sie Ihre Gefühle und reden Sie gemeinsam darüber

Wenn Sie sich ärgern, können Sie das zeigen. Tun Sie das aber nie auf eine Art, bei der Ihr Kind den Eindruck bekommt, nicht mehr geliebt zu werden. Sie können nach einem Streit oder einem Konflikt auch ganz offen mit Ihrem Kind reden, indem Sie ihm sagen, dass Sie etwas nicht in Ordnung finden und dass es eine Sache unbedingt unterlassen muss , dass Sie es aber dennoch lieben. Ihr Kind braucht diese Bestätigung vor allem dann, wenn Sie ernste Konflikte austragen. Versuchen Sie, niemals Zweifel an Ihrer Liebe zu Ihrem Kind entstehen zu lassen.

Literatur zum Thema:

Speziell zum Thema Wut:

 

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Ralf Senftleben

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Ich bin Ralf und das hier ist meine Seite, Zeit zu leben. Seit 1998 schreibe und forsche ich darüber, wie wir unser Leben selbstbestimmt, kraftvoll und bewusst leben können. Wie wir herausfinden, was wir für unsere Zufriedenheit brauchen, und wie wir erreichen, was wir uns wünschen.

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