Kreative Pausen – So bleiben Sie leistungsfähig

  Von: Gastautor •  2 Kommentare

Von Christine Öttl

Wer wünscht sich das nicht: mit so viel neuer Motivation, so energiegeladen und vital an die täglichen Aufgaben und Herausforderungen heranzugehen wie nach einem gelungenen Urlaub. Oder nach einem zutiefst erholsamen und regenerativen Schlaf. Viele meinen, das könne nur ein frommer Wunschtraum bleiben und wer erfolgreich sein wolle, müsse praktisch ohne Unterlass “funktionieren”. Doch es wird immer klarer, dass sich Kreativität und Effizienz nicht erzwingen und durch eiserne Disziplin ersetzen lassen. Pausen sind sinnvolle Investitionen. Und es gibt sehr viele Gelegenheiten dazu.

“Mehr desselben” funktioniert nicht

Dieses Prinzip ist nicht nur als Marketingstrategie gescheitert, sondern auch als Lebensmaxime. “Ich habe immer hart gearbeitet und bin deshalb erfolgreich gewesen. Also arbeite ich weiter hart.” Die Folgen solcher Selbstausbeutung lassen sich nicht mehr übersehen: ausgepowerte und überforderte Führungskräfte, Menschen aus den unterschiedlichsten Berufen mit Burnout-Syndrom, Demotivation und Erschöpfung, stressbedingte Krankheiten bis hin zur sogenannten Managerkrankheit usw.

Besser: Das Prinzip “Abwechslung”

Das Prinzip “Mehr desselben” sollte durch Abwechslung ersetzt werden: Wechsel zwischen unterschiedlichen Tätigkeiten und ein Aufeinanderfolgen von aktiven und regenerativen Phasen. Wer sich selbst diese Freiräume nimmt, kann das eigene Wohlbefinden, Kreativität und Belastbarkeit enorm steigern. Die Rede ist hier keinesfalls von einem wochenlangen Urlaub, sondern von den vielen kleinen und größeren Gelegenheiten, die sich ständig bieten und die man nur beim Schopf ergreifen muss .

6 Tipps für ein kreatives Pausenmanagement

© bei Christine Öttl, objektiv. Management & Lebensqualität www.selbstmarketing.de

Und wie sieht das nun praktisch aus, wenn man sich mehr Pausen gönnen will? Hier finden Sie sechs Tipps , wie Sie zusätzliche Erholung bekommen können.

Erzwungene Pausen für sich nutzen

Wer im Stau steht, in der U-Bahn festsitzt oder sonstwo durch die äußeren Umstände am Vorankommen gehindert wird, hat mehrere Möglichkeiten: sich über die erzwungene Pause zu ärgern und so den eigenen Stresspegel in die Höhe zu treiben, die Arbeitsunterlagen hervorzukramen und schnell schnell zu arbeiten, um nur ja keine Sekunde zu versäumen. Oder die Zeit zu nutzen, um in Ruhe über bestimmte Dinge nachzudenken, sich auf sich selbst zu konzentrieren, innerlich ausgeglichen zu werden und so Kraft zu schöpfen.

Regelmäßige Erholungspausen einschieben

Wer kennt das nicht: man arbeitet und arbeitet, und ab einem bestimmten Zeitpunkt ist man total genervt, aggressiv und unleidlich. Es geht nichts mehr voran, Denk- und Kombinationsvermögen scheinen nicht mehr vorhanden zu sein, von Kreativität, Problemlösungen und Ideenreichtum ganz zu schweigen. Es dauert seine Zeit, um sich von diesen unangenehmen Phasen, die der Körper ab einer bestimmten Belastungsintensität einfach erzwingt, wieder zu erholen. Außerdem macht man in solchen Stimmungstiefs sehr leicht Fehler, lässt sich leichter zu undurchdachten Entscheidungen und aggressiven Äußerungen hinreißen. Lassen Sie es nicht so weit kommen und schieben Sie regelmäßige Pausen ein, um sich zu erholen, neue Energien zu sammeln und so die negativen und oft langfristigen Folgen der Überlastung zu vermeiden.

Ausreichend schlafen

Schlaf ist eine physiologische Notwendigkeit, um Erlebnisse und Gelerntes zu verarbeiten und sich zu regenerieren. Wer die Schlafphase als lästiges Übel und Zeitverschwendung betrachtet und auf ein absolutes Minimum reduziert, tut sich selbst keinen Gefallen. Schlafmangel senkt Konzentrationsfähigkeit, Belastbarkeit und die Fähigkeit klar und logisch zu denken deutlich. Als Folge davon sinken Aktivität und Effizienz. Wenn jemand dem Übel dann durch besseres Zeitmanagement und noch weniger Schlaf beizukommen versucht, ist der Teufelskreis perfekt.

Immer mal tief durchatmen

Dass die Atmung in direktem Zusammenhang mit unserem Wohlbefinden, unseren Stimmungen und dem Denkvermögen steht, weiß und merkt jeder. Je stärker wir unter Druck stehen, um so flacher und weniger intensiv atmen wir. Als Folge davon werden Körper und Gehirn, das sehr viel Sauerstoff für Konzentration und Denkvorgänge benötigt, mit weniger Sauerstoff versorgt und Leistung und Produktivität sinken. Eine Pause von einigen Minuten einzulegen und tief und konzentriert durchzuatmen, möglichst am offenen Fenster oder am besten draußen an der frischen Luft, ist sehr erholsam und bringt Energien zurück.

Routinearbeiten, um den Kopf freizubekommen

Hausarbeiten wie Putzen oder Geschirrspülen werden oft als lästige Übel angesehen, die man zusätzlich zum vielen Stress am Arbeitsplatz auch noch erledigen muss. Wer sich mit solchen Gedanken und als Folge davon adrenalingeladen an die ungeliebte Arbeit macht, um sie so schnell wie möglich hinter sich zu bringen, erhöht seinen Stresspegel noch mehr. Man kann diese Art von Aufgaben auch als willkommene Tätigkeiten betrachten, da sie keine großen Anforderungen stellen und so den Kopf freimachen für Gedanken und Überlegungen, zu denen man im Trubel des Alltags nicht kommt. Probieren Sie es aus und Sie werden staunen, wie kreativ man in solchen Situationen werden kann. Und wie gut man sich fühlt, wenn man Routinearbeiten nicht als reine Zeitverschwendung betrachtet!

Arbeitsunterbrechungen nutzen, um sich zu regenerieren

Wie viele Leute haben es sich zur Gewohnheit gemacht, die Pausen während einer Sitzung am eigenen Schreibtisch zu verbringen, hektisch Emails zu lesen oder ein paar Telefonate zu erledigen. Die Folge davon ist, dass weder die Besprechung noch die Arbeiten zwischendurch mit voller Aufmerksamkeit und Energie erledigt werden können. Diese Art von Stressbelastung ist selbstgemacht und lässt sich vermeiden. Nutzen Sie die Pausen, um sich zu erholen, um für die bevorstehenden Anstrengungen gewappnet zu sein und Ihre Ressourcen gewinnbringend einsetzen zu können. Kreativität und die Fähigkeit, nach immer neuen Lösungen zu suchen und sie auch zu finden, sind wesentliche Voraussetzungen für den beruflichen Erfolg. Wer sich nur auspowert ohne sich regelmäßig zu regenerieren, riskiert auf Dauer, diese Fähigkeiten in sich zu verschütten und setzt so die eigene Karriere auf’s Spiel.

Literatur zum Thema:

© bei Christine Öttl, objektiv. Management & Lebensqualität www.selbstmarketing.de

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