Kreativitätstechnik: Brainstorming

Das Brainstorming gehört zu den Basis- Kreativitätstechniken. Ziel dieser Methode ist es, so viele Ideen wie möglich zu entwickeln. Sie können das Brainstorming alleine oder auch in einer Gruppe durchführen. Es ist leicht zu erlernen – Sie müssen nur einige grundlegende Regeln beachten.

Brainstorming ist kein gemeinsames Diskutieren

Viele Menschen verwechseln das gemeinsame Nachdenken und Diskutieren über ein Problem manchmal mit dem Brainstorming. Tatsächlich aber handelt es sich beim Brainstorming um etwas ganz anderes. Der Kernidee des Brainstormings ist keineswegs, systematisch zu diskutieren. Es geht vielmehr darum, vollkommen ohne jedes Urteil und ohne jede Bewertung möglichst viele – auch verrückte – Ideen zu entwickeln. Die Bewertung und Diskussion der Ideen und der Umsetzung erfolgt erst in einem späteren Schritt.

Wie funktioniert ein Brainstorming?

Tipp

Nutzen Sie beim Brainstorming den ganzen Raum eines Blatt Papiers. Legen Sie es quer vor sich und dann schreiben Sie kreuz und quer überall auf das Papier. Nur wenn Sie Ihre gewohnten Denkbahnen verlassen, können Sie wirklich kreativ sein. Also bitte für das Brainstorming keine linearen Aufzeichnungen von oben nach unten, sondern das Blatt vollkommen frei nutzen.

Wenn Sie das Brainstorming alleine durchführen wollen, gehen Sie wie folgt vor:

  1. Schreiben Sie die Fragestellung, zu der Sie neue Ideen entwickeln wollen, genau und präzise auf.
  2. Nehmen Sie sich ein großes weißes Blatt Papier. Stellen Sie einen Wecker oder eine Zeitschaltuhr auf zehn Minuten. Wenn Sie glauben, dass Sie mehr Zeit brauchen, können Sie im Anschluss an die zehn Minuten einfach verlängern.
  3. Wenn die Zeit läuft, fangen Sie an, alle Ideen auf das Papier zu schreiben, die Ihnen im Zusammenhang mit Ihrer Fragestellung in den Sinn kommen. Das tun Sie so lange, bis der Wecker klingelt. Zensieren Sie an dieser Stelle keinesfalls. "Spinnen" Sie herum, lassen Sie alles zu, was Ihnen in den Kopf kommt. Lassen Sie sich dabei auch von dem inspirieren, was Sie bereits geschrieben haben.
  4. Erst nach dem Klingeln des Weckers oder wenn Ihnen keine weiteren Ideen mehr kommen, bewerten Sie Ihre Ideen dahingehend, ob Sie realistisch und umsetzbar sind.

Beachten Sie bitte immer die folgenden Regeln

Beim Brainstorming gibt es einige Regeln, die Sie beachten sollten:

Quantität vor Qualität – Schreiben Sie alle Ideen auf, die Sie haben. Schreiben Sie auch verrückte, lustige oder unrealistische Ideen auf. Tun Sie so, als wäre alles möglich. Ignorieren Sie Sachzwänge, Machbarkeit, Zeit und Budget. Schreiben Sie auch all das auf, was Ihnen in den Kopf kommt und möglicherweise überhaupt nichts mit dem Thema oder der Fragestellung zu tun hat. Sie können nicht wissen, ob Sie durch eine solche Notiz nicht vielleicht auf eine gute Idee kommen.

Keine Zensur – Bewerten Sie Ihre Ideen in der Phase des Schreibens auf keinen Fall. Die Bewertung erfolgt erst nach dem eigentlichen Brainstorming.  Kreativität braucht Spielraum. Nur wenn Sie sich nicht selbst durch rationale Gründe oder Bedenken einschränken, werden Sie ganz aus Ihrer Kreativität schöpfen können.  Benutzen Sie lustige oder unrealistische Ideen als Ausgangspunkt für weitere Gedankengänge. Den besten Ideen liegen gewöhnlich lustige oder unrealistische Ideen zugrunde. Verrückte Ideen helfen uns, unsere gewohnten Denkbahnen zu verlassen und wirklich Neues zu entwickeln.

Durchhalten – Sie sollten in jedem Fall die zehn Minuten ganz ausschöpfen. Hören Sie nicht einfach auf, wenn nach dem ersten Schreibfluss keine Idee mehr kommt. Wenn Ihnen nichts mehr einfällt, kritzeln Sie einfach auf dem Papier herum. Malen Sie Striche und Kringel auf das Papier. Oder schreiben Sie wahllos Buchstaben auf. Bleiben Sie auf jedem Fall im Fluss. Sie können sich auch die schon aufgeschriebenen Ideen durchlesen und sich davon inspirieren lassen.

 

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Das Brainstorming wird sehr häufig in Gruppen durchgeführt.  Die Regeln sind dieselben wie auch beim individuellen Brainstorming: Quantität vor Qualität, keine Zensur und im Fluss bleiben. 

Sie brauchen einen Moderator

Beim Gruppenbrainstorming brauchen Sie einen sogenannten Moderator.  Der Moderator leitet das Brainstorming und ist dafür verantwortlich, dass alle sich an die Regeln des Brainstormings halten. In der Hauptsache muss der Moderator darauf achten, dass kein Gruppenmitglied die Ideen anderer Teilnehmer bewertet oder kritisiert. Kritik ist in dieser Phase absolut tabu. Jeder Teilnehmer sollte andere Wortmeldungen als Grundlage für weitere Ideen nehmen und kontinuierlich weiterentwickeln. 

Ideen aufschreiben im Gruppenbrainstorming

Ein Gruppenbrainstorming wird meist durch Zurufe durchgeführt. Alle Ideen werden dann vom Moderator auf eine Tafel  oder auf ein Flipchart geschrieben. Es ist auch möglich, in einer Gruppe ein schriftliches Brainstorming durchzuführen. Dann bekommen alle Teilnehmer Zettel oder Kärtchen in der Größe einer Postkarte und schreiben Ihre Ideen stichpunktartig auf (pro Karte eine Idee). Der Moderator sammelt die Kärtchen laufend ein und pint Sie für alle sichtbar an eine Pinwand. Die Teilnehmer können so immer auch die Ideen der anderen sehen und diese weiterentwickeln.

Brainstorming in einer Gruppe produziert mehr Ideen

Beim Brainstorming in einer Gruppe werden gewöhnlich noch mehr Ideen produziert, als wenn Sie allein brainstormen. Das liegt einerseits daran, dass verschiedene Personen meist mehr Ideen haben als nur einer allein und andererseits ergeben sich deutlich mehr Ideen aus dem Zusammenspiel verschiedener Blickwinkel und Erfahrungen beim Brainstorming. Voraussetzung ist dabei aber, dass sich alle an die Regeln halten, und dass Ideen nicht sofort bewertet, sondern als Ausgangspunkt für neue Ideen benutzt werden.

Literatur zum Thema:

 

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