Lerntipps für Sie

Lernen ist gar nicht so schwer, wenn man weiß wie. Wir haben hier 7 Tipps für Sie zusammengestellt, mit denen Lernen richtig Spaß machen kann.

Tipps für Ihre Lernumgebung
Die Umgebung, in der Sie lernen und arbeiten spielt eine wichtige Rolle für Ihren Lernerfolg. Deswegen ist es wichtig, Ihre Lernumgebung nach Ihren Bedürfnissen zu gestalten.

Lernstoff aufbereiten
Ein Zwischenschritt beim Lernen ist, den Lernstoff aufzubereiten, um ihm später einfacher und effizienter verinnerlichen zu können.

Vokabeln lernen
Viele graust es davor Vokabeln zu lernen, dabei kann das alles andere als stupide und langweilig sein. Es gibt aber verschiedenste Möglichkeiten, um beim beim Lernen von Vokabeln viel Spaß zu haben.

Sich Dinge merken
Vielen Fällt es schwer, sich verschiedene, oft wenig zusammenhängende Dinge, einzuprägen. Mit Memotechniken können Sie es sich wesentlich einfacher machen, sich Dinge zu merken.

Lernen mit Körpereinsatz
Viele Menschen vernachlässigen, welch wichtige Rolle unser Körper beim Lernen spielt. Wenn Sie Ihren ganzen Körper beim Lernen mit einbeziehen, können Sie viel bessere Lernerfolge erzielen.

Die Umgebung, in der wir lernen, sollte unseren Lernbedürfnissen angepasst werden. Dabei gilt es vor allem auf folgende Elemente zu achten:

Wer lernt braucht frische Luft

Damit Sie sich konzentrieren können, brauchen Sie Sauerstoff. Sorgen Sie dafür, dass Sie immer ausreichend frische Luft beim Lernen haben. Idealerweise lernen Sie bei geöffnetem Fenster. Ist dies nicht möglich, sollten Sie wenigstens einmal in der Stunde die Fenster öffnen, um neuen Sauerstoff in das Zimmer zu lassen.

Wichtig ist gutes Licht

Versuchen Sie möglichst bei Tageslicht zu lernen. Sonnen- und Tageslicht aktiviert unseren Körper auf eine natürliche Art uns Weise. Künstliches Licht ist weniger geeignet. Wenn es sich aber nicht vermeiden lässt , achten Sie darauf, eine gute Lampe zu wählen, deren Licht hell genug, aber nicht zu grell ist.

Wer bin ich? Was kann ich? Was will ich?

Das herauszufinden ist schwer. Aber machbar. Und wenn du es herausgefunden hast, wirst du den Unterschied merken. Jeden Tag.

Finde Dinge über dich heraus, die du nicht geahnt hast: Mit dem Selbstlernprogramm: Finde deinen Kompass.

Sorgen Sie dafür, dass Sie ungestört sind

Sorgen Sie dafür, dass Sie für die Zeit des Lernen möglichst ungestört sind. Unterbrechungen von außen erschweren das Lernen und bringen Sie heraus. Schalten Sie also z.B. den Anrufbeantworter an oder das Telefon ab. Sagen Sie Mitbewohnern, dass Sie ungestört sein möchten und machen Sie ein großes Schild an Ihre Tür. Sorgen Sie freundlich aber bestimmt dafür, dass andere Ihrer Bitte nachkommen, Sie nicht zu stören. Falls Sie Zuhause keine Ruhe finden, könnten Sie sich auch überlegen, z.B. in einer Bibliothek zu lernen oder einen anderen ruhigen Ort aufzusuchen.

Haben Sie alle Ihre Materialien in Griffweite

Versuchen Sie an Ihrem Lernort immer alle Materialien, die Sie brauchen, griffbereit zu haben. Wenn Sie während des Lernens immer wieder  suchen müssen, um ein bestimmtes Buch oder wichtige Arbeitsbögen zu finden, kommen Sie schnell aus dem Lernprozess heraus. Überlegen Sie sich also vorher, was genau Sie bearbeiten wollen und legen Sie sich dafür alles Notwendige zurecht.

Klarheit am Arbeitsplatz

Ein gut geordneter und übersichtlicher Arbeitsplatz ist sehr wichtig für das Lernen. Im dem “kreativen Chaos”, das auf vielen Schreibtischen herrscht, kann so manche Unterlage hoffnungslos verschwinden und die Fülle an Material kann uns schnell uns überfordern. Versuchen Sie deshalb, Ordnung an Ihrem Lernplatz zu halten. Sortieren Sie Ihre Unterlagen nach Themen und Aufgaben, so dass Sie einen Überblick über das Material bekommen, was Sie bearbeiten wollen. Legen Sie alles, was gerade nicht wichtig ist am besten woanders hin, so dass Ihr Blick nicht ständig darauf fällt und Sie sich vielleicht überfordert fühlen.

Die richtige Musik unterstützt das Lernen

Geeignete Musik kann das Lernen wesentlich unterstützen. Für das Lernen besonders hilfreich ist Musik, die 56 bis 64 Schläge pro Minute aufweist, da dies in etwa dem Herzschlag eines Menschen im entspannten Zustand entspricht.  Musikstücke, die sich zum Lernen eignen, weil sie eine entspannende Wirkung haben, sind vor allem langsamere klassische Stücke, z.B. von Bach, Vivaldi oder Mozart.

Gerüche

Der Geruchssinn wird häufig vernachlässigt. Dabei kann ein wohltuender Geruch durchaus unsere Lerneffizienz beeinflussen. Nutzen Sie deshalb Ätherische Öle. Sie können solche Duftöle z.B. gut einsetzen, um neue Energie zu finden oder um sich besser zu konzentrieren. Gehen Sie dazu in ein Fachgeschäft (z.B. ein Reformhaus oder andere Gesundheitsläden) und lassen Sie sich dort beraten. Wählen Sie Düfte aus, die Ihnen gut tun.

Bevor wir lernen, ist es sinnvoll den Lernstoff in Form von eigenen Notizen, Graphiken usw. aufzubereiten. Die Art und Weise wie wir unseren Lernstoff aufbereiten ist entscheidend dafür, wie leicht wir den Lernstoff verstehen und behalten. Idealerweise verinnerlichen wir den größten Teil bereits durch die Aufbereitung. Hier einige Tipps dazu:

Texte bearbeiten

Machen Sie auf jeden Fall während des Lesens Notizen. Wenn es sich um Ihr eigenes Buch handelt, können Sie das gleich direkt im Buch machen: Streichen Sie wichtige Passagen an, unterstreichen Sie Schlüsselsätze, schreiben Sie ein Fragezeichen an unverständliche oder zweifelhafte Aussagen. Notieren Sie sich weitere Fragen zum Text oder eigene Gedanken und weiterführende Ideen. Benutzen Sie ein Buch aus der Bibliothek, sollten Sie ein Blatt Papier danebenliegen haben, auf dem Sie sich die jeweilige Seite aufschreiben und dazu Ihre Notizen machen. Das hilft Ihnen auch, falls Sie später etwas zitieren wollen, dann müssen Sie nicht suchen.

Mind Maps

Siehe auch

Mind Mapping

Verwenden Sie Mind Maps, um Ihren Lernstoff aufzubereiten. Sie lernen dabei bereits spielerisch eine ganze Menge des Stoffes und können später auch die Mind Maps selbst zum Lernen und Abfragen verwenden. Beginnen Sie Ihr Mind Map ruhig bevor Sie einen Text lesen, indem Sie alles Wissen, was Sie zu diesem Thema haben, bereits vorher aufschreiben.

Fragen

Fragen zu stellen, ist eine sehr effektive Methode, um Lernstoff aufzubereiten. Spielen Sie Ihren eigenen Prüfer – stellen Sie sich selbst alle möglichen Fragen zu dem jeweiligen Thema, die Ihnen einfallen und beantworten Sie diese Fragen systematisch.

Lernen Sie mit Spaß und Humor

Menschen lernen am besten, wenn viel Gefühl im Spiel ist. Je lustiger Sie Ihren Lernstoff aufbereiten, desto leichter wird es Ihnen fallen, sich später zu erinnern. Verbinden Sie nackte Daten und Fakten mit lustigen Gedanken. Bauen Sie witzige Eselsbrücken. Lassen Sie absurde Ideen zu. Wenn Sie in einer Gruppe oder mit einem Lernpartner lernen, teilen Sie sich Ihre Ideen und Einfälle mit und lachen Sie so oft es geht. Lachen entspannt. Hier zwei Ideen, wie Sie einmal auf eine andere Art mit Spaß lernen können:

Lernposter – Arbeiten Sie sich zu Ihrem Thema ein Lernposter aus. Auf diesem Lernposter können Sie alle Daten und Fakten in Stichpunkten aufschreiben. Dazu schneiden Sie passende Bilder aus Zeitschriften aus, malen etwas, suchen Cartoons, die passen, verwenden verschiedene Farben oder was immer Ihnen einfällt. Ein Lernposter kann genauso gestaltet sein, wie Collagen, die Sie vielleicht als Kind gebastelt haben. Vielleicht denken Sie, dass Sie dazu keine Zeit haben – Sie nutzen aber auf diese Art die Zeit, um lustvoll zu lernen. Und das bringt in der Regel sehr viel mehr, als stundenlang am Schreibtisch zu sitzen.

Lernstoff singen und spielen – Sie können sich auch die Passagen oder Informationen, die Sie lernen müssen selbst wie in einem Theater vorspielen. Beginnen Sie z.B. in Ihrem Zimmer die Daten zu singen. Oder tragen Sie sich Daten und Fakten selbst vor. Spielen Sie vor einem imaginären Publikum und erklären Sie diesem Publikum, was Sie gerade gelernt haben.

Vokabeln lernen ist für viele keine angenehme Vorstellung. Wir sehen lange Wortlisten vor uns, die wir nun in unseren Kopf hämmern sollen. Allerdings kann Vokabeln lernen auch ganz anders sein:

Zettel auf alle Gegenstände kleben

Kleben Sie auf alle Gegenstände in Ihrer Wohnung einen kleinen Zettel mit dem Wort aus der Sprache, die Sie lernen wollen. Wenn immer Ihr Blick auf einen Zettel fällt, sprechen Sie das Wort laut aus. So lernen Sie ganz nebenbei eine ganze Menge Vokabeln.

Bildwörterbücher nutzen

Bildwörterbücher sind sehr gut geeignet, um Vokabeln zu lernen. Es gibt Sie in vielen Sprachen zu kaufen – Sie können aber auch ein deutsches Bildwörterbuch nehmen und dort zu den deutschen Worten jeweils die Übersetzungen hineinschreiben.

Rätsel lösen

Eine spielerische Art, Vokabeln zu lernen, besteht darin, Rätsel zu lösen. Zu Beginn kann das ein bisschen frustrierend sein, weil man einfach sehr viel im Wörterbuch nachgucken muss . Für Fortgeschrittene ist dies aber eine nette Art, das Vokabelwissen zu vertiefen. Gut geeignet sind vor allem Suchrätsel, in denen aus einer großen Anzahl von wild durcheinander gemischten Buchstaben Wörter gefunden werden müssen. Der Vorteil: Sie können diese Rätsel auch schaffen, wenn Sie die Wörter selbst nicht verstehen – für das Vokabeln-lernen macht es allerdings nur Sinn, wenn Sie die unbekannten Wörter auch nachschlagen. Das geht natürlich nur, wenn Sie nicht bestimmte Vokabeln lernen wollen oder müssen.

Collagen machen

Nehmen wir an, Sie wollen Vokabeln zu einem bestimmten Bereich, wie z.B. Einkaufen gehen lernen. Sie können sich dann eine Lerncollage erstellen. Schneiden Sie aus Zeitschriften passende Bilder aus und schreiben Sie sich die Vokabeln daneben. Skizzieren Sie vielleicht einige Verkaufszenen und schreiben Sie die entsprechenden Sätze in der anderen Sprache in Sprechblasen dazu. Je mehr Spaß Sie beim Erstellen solcher Lerncollagen entwickeln, desto leichter wird Ihnen das Lernen der Vokabeln fallen.

Radio hören und Filme anschauen

Wenn Sie die entsprechende Sprache schon ein bisschen beherrschen und nun Ihren aktiven Wortschatz erweitern wollen, sollten Sie die Sprache so oft wie möglich hören. Suchen Sie sich Radiosendungen, hören Sie sich Hörspiele auf der Sprache an und gehen Sie in Originalfilme. Dies ist bei Englisch recht einfach, wird aber schwieriger, wenn die Sprache ausgefallener ist. In Großstädten gibt es verschiedenste Kultureinrichtungen fremder Länder, die Sie vielleicht nutzen können. Große Bibliotheken sind oft auch eine gute Anlaufstelle – dort gibt es neben vielen Sprachkursen inzwischen häufig auch Hörspiele und Videos – vielleicht ist Ihre Sprache dabei?

Spezielle Vokabelkassetten

Es gibt im Buchhandel zu vielen Sprachen sogenannte “Wortschatztrainer”. Auf solchen Kassetten werden Ihnen einzelne Wörter oder Sätze erst in Ihrer Sprache und dann in der fremden Sprache vorgelesen. Dazwischen gibt es Pausen, so dass Sie die Worte nachsprechen können. Diese Kassetten können Sie überall hören, auch nebenbei. Sie brauchen nicht immer mit Ihrer vollen Aufmerksamkeit zuzuhören, da Ihr Unterbewusstsein auch so viele der Informationen aufnehmen wird.

Hier finden Sie eine Sammlung von Tipps , mit denen Sie sich in Zukunft  Zahlen, Begriffe und auch Namen besser merken können.

Ein Wort vorweg: Das Prinzip der Visualisierung

Die folgenden Tipps basieren zu einem großen Teil auf einem Grundprinzip: Sie nutzen die Fähigkeit Ihres Gehirns zur bildlichen Vorstellungskraft (Visualisieren), um sich Informationen besser zu merken.

Siehe auch

Im Artikel über NLP finden Sie noch weitere Übungen zum Visualisieren.

Sie können sich vor Ihrem geistigen Auge Bilder und ganze Geschichten vorstellen – das ist ein bisschen wie Kino im Kopf. Vielleicht fällt Ihnen das zu Beginn nicht so leicht. Durch Übung können Sie diese Fähigkeit stark verbessern.

Übung

Stellen Sie sich jetzt einmal vor Ihrem inneren Auge einen Würfel vor. So einen Spielwürfel für das Mensch-Ärger-Dich-Nicht-Spiel. Können Sie ihn sehen? Welche Farbe hat er? Gefällt Ihnen die Farbe? Vielleicht ändern Sie einfach die Farbe des Würfels? Lassen Sie nun diesen Würfel um seine eigene Achse rotieren. Können Sie sehen, wie er sich dreht? Lassen Sie ihn nun größer werden. Immer größer. Und noch größer. Und nun kleiner, noch kleiner, ganz winzig, bis er verschwindet.

Nach dieser kleinen Übung sollten Sie eine Vorstellung davon bekommen haben, worum es bei den nächsten Tipps geht, wenn dort von Visualisieren gesprochen wird.

So können Sie sich Zahlen merken

Vielen Menschen fällt es schwer, sich Zahlen, wie z.B. Jahresdaten oder Telefonnummern zu merken. Hier gibt es einen Trick, der sehr wirkungsvoll angewandt ist: Nehmen Sie die Ziffern 0-9 und überlegen Sie sich einen passenden Gegenstand oder ein Symbol dazu, der möglichst von der Gestalt her viel Ähnlichkeit mit der Ziffer hat. Wichtig: Sie müssen diese Zahl mit dem jeweiligen Gegenstand assoziieren können. Wählen Sie also Gegenstände aus, die für Sie die jeweilige Zahl symbolisieren. Wir haben hier einige Vorschläge für Sie:

Ein EiEin Ei für die Zahl 0
Eine KerzeEine Kerze für die Zahl 1
Ein SchwanEin Schwan für die Zahl 2
Eine BrezelEine Brezel für die Zahl 3
Ein SchiffEin Schiff für die Zahl 4
schwangere FrauEine schwangere Frau für die Zahl 5
Ein Elefant Der Rüssel eines Elefanten für die Zahl 6
Eine SenseEine Sense für die Zahl 7
Eine SanduhrEine Sanduhr für die 8
Neun KegelNeun Kegel (Alle Neune!)  für die Zahl 9

Entscheiden Sie sich für ein Symbol pro Ziffer und visualisieren Sie dieses Symbol zusammen mit der Zahl. Am besten malen Sie sich das einmal auf. So verinnerlichen Sie die Zahl und das Symbol noch effektiver. In Zukunft wird das Symbol für Sie für diese Zahl stehen.

Wenn immer Sie sich eine längere Zahl merken wollen, denken Sie sich eine Geschichte aus, in denen Ihre Zahlen-Symbole vorkommen. Eine Geschichte lässt sich einfacher merken als eine Zahlenfolge. Stellen Sie sich Ihre Geschichte vor Ihrem inneren Auge vor – möglichst lebendig und intensiv. Wenn Sie später an diese Zahlenfolge denken wollen, rekapitulieren Sie schnell die Geschichte und dann haben die Zahlenfolge parat.

Beispiel

Nehmen wir an, sie wollen sich unbedingt die Telefonnummer 395 30 74 merken. Dann stellen Sie sich z.B. folgende Geschichte vor: Sie stehen auf der Straße und essen eine frische leckere Brezel (3). Da kommt ein kleines Strichmännchen (9) vorbei und will etwas abhaben. Dann kommt auch noch eine schwangere Frau (5) und starrt auf Ihre Brezel (3). Sie bieten den beiden ein gekochtes Ei (0) an, das Sie dabei hatten. Als die beiden sie aber mehr und mehr bedrängen, nehmen Sie Ihre Sense (7) und drohen Ihnen. Als die beiden aber aggressiv werden, springen Sie in Ihr Segelboot (4) und fahren davon.

Beachten Sie bitte eines: Die Geschichte, die Sie sich ausdenken, braucht nicht realistisch zu sein. Im Gegenteil: je verrückter und phantastischer Ihre Geschichte ist, desto leichter wird es Ihnen fallen, sich später an sie zu erinnern – also nur Mut: Denken Sie sich die unglaublichsten Geschichten aus!

So lernen Sie Begriffe oder Geschehnisse

Besonders für Prüfungen müssen wir oft bestimmte Begriffe (z.B. Fachwörter, Obergruppen,  Fachbezeichnungen) oder Geschehnisse (z.B. historische Ereignisse) auswendig lernen. Sie können solche Fakten einfacher behalten, wenn Sie auch hier mit der Visualisierung arbeiten.

Begriffe oder Bezeichnungen lernen – Um eine Reihe von Begriffen zu lernen, können Sie z.B. ein Zimmer Ihrer Wohnung oder Ihres Büros visualisieren und dort diese Begriffe an bestimmte Gegenstände hängen. Nehmen wir an, Sie wollen chemische Stoffe lernen. Dann stellen Sie sich z.B. vor, wie Ihr Sessel in Aluminium eingewickelt wird, auf dem Fernseher brodelt gelber Schwefel und Ihr Lieblingsbild an der Wand strahlt in fahlem Phosphor-Licht. Dies sind natürlich nur Beispiele. Sie können so verschiedenste Begriffe im geistigen Bild des Zimmers abspeichern. Sie müssen nur die neuen Begriffe an etwas Vertrautes koppeln und dies vor Ihrem geistigen Auge so visualisieren, dass Sie es quasi richtig sehen können. Sie brauchen dann in der Prüfungssituation geistig nur kurz in das Zimmer zu gehen und sehen dort all die Begriffe, die Sie gelernt haben, bildlich vor sich.

Ereignisse lernen – Um Jahreszahlen zu lernen, gehen Sie wie folgt vor: Stellen Sie sich z.B. die zu lernende Vertragsunterzeichnung vor zweihundert Jahren bildlich vor. Machen Sie sich ein Bild von den beteiligten Personen dort. Stellen Sie die Szene vor Ihrem geistigen Auge nach, wie ein Regisseur einen Film darüber produzieren würde. Bauen Sie alle Daten und Fakten ein, die Sie lernen wollen. Lassen Sie z.B. die Personen die Jahreszahlen, Namen und Ereignisse selbst sagen. Stellen Sie sich Bilder an der Wand vor, auf denen die wichtigen Daten niedergeschrieben sind.  Schauen Sie der Hauptfigur über die Schulter, wie sie in ihrem Tagebuch alles Wichtige aufschreibt. Sie können dann in der Klausur oder Prüfung diesen Film vor Ihrem inneren Auge ablaufen lassen und werden sich an alle wichtigen Details erinnern.

So können Sie sich besser an Namen von Personen erinnern

Viele von uns haben Schwierigkeiten, sich Namen von Personen zu merken. Dabei gibt es dafür einige einfache Tricks:

  • Begrüßen Sie eine Person, die Ihnen gerade vorgestellt wurde mit dem Namen – wiederholen Sie laut den Namen, den Sie gerade gehört haben. Tun Sie dies auch am Telefon.
  • Fragen Sie ggf. nach, wie der Name korrekt ausgesprochen wird. Oft haben wir einen Namen gar nicht richtig verstanden.
  • Dann können wir ihn uns natürlich auch nicht merken.
  • Wiederholen Sie den Namen, wenn Sie ihn korrekt verstanden haben, im Geiste noch mehrmals.
  • Versuchen Sie den Namen der Person mit einem besonderen Merkmal zu verbinden. Das kann z.B. ein Hut sein, ein Schlips, eine Handtasche oder auch ein Hund, der in dieser Situation gerade vorbeikam. Schauen Sie die Person aufmerksam an und nehmen Sie ihn oder sie und auch die Umstände wahr.
  • Wiederholen Sie dabei im Geiste den Namen. Speichern Sie mit diesen Namen innerlich auch das Bild der Situation ab.
  • Assoziieren Sie etwas mit dem Namen – egal wie verrückt es auch immer sein mag – je ausgefallener desto besser.
  • Sehen Sie Ihre Assoziation bildlich vor sich zusammen mit der Person.

Beispiele:

Herr Rosenbarth – Dieser Herr hat einen langen wallenden Bart aus roten Rosen.

Frau Mantowitsch – Diese Dame hat zu Hause einen Manta, der Staub wischt.

Lernen verbinden wir meist nur mit unserem Kopf und vergessen dabei, dass auch unser Körper beachtet werden will, um den Lernprozess optimal zu unterstützen. Wenn wir unsere körperlichen Bedürfnisse beim Lernen ständig unterdrücken, kann das unsere Leistungsfähigkeit negativ beeinflussen – z.B. in Form von Verspannungen, Müdigkeit, Konzentrationsschwäche u.ä. Es gibt aber eine Reihe von hilfreichen Tipps , wie Sie dafür sorgen können,  sich nicht selbst körperlich zu blockieren.

Wer lernen will, braucht Sauerstoff

Unser Gehirn braucht Sauerstoff zum Lernen. Nur mit ausreichend Sauerstoff können wir uns dauerhaft konzentrieren. Nun überlegen Sie einmal, wie das z.B. früher in der Schule war oder wie es jetzt vielleicht auch bei Ihnen ist, wenn Sie gerade etwas lernen müssen: Oft sitzen wir stundenlang in ein und demselben Raum, ohne auch nur einmal das Fenster zu öffnen. Die Luft ist verbraucht und wir wundern uns, warum unsere Lernenergie nachlässt .

Ab sofort wissen Sie es besser: Lüften Sie gerade wenn Sie lernen besonders oft. Das Beste ist, bei offenem Fenster zu lernen (zumindest in den wärmeren Monaten). Machen Sie in regelmäßigen Abständen eine kurze Pause und gehen Sie einige Schritte draußen spazieren oder setzen Sie sich einen Moment auf den Balkon. Tanken Sie so oft wie möglich Sauerstoff.

Atmen Sie öfter mal tief durch

Wie kommt der Sauerstoff in den Körper? Richtig! Durch das Atmen. Wenn wir hochkonzentriert sind, vergessen wir manchmal regelrecht zu atmen. Unsere Atmung geht dann ganz flach und fast jeder Muskel in unserem Körper ist angespannt. Um gut lernen zu können, müssen Sie einerseits Sauerstoff aufnehmen und andererseits sich auch wieder entspannen. Atmen Sie deshalb immer wieder tief durch. Dreimal hintereinander tief ein- und ausatmen. Das tut gut,  erfrischt und macht locker.

Machen Sie regelmäßig Bewegungspausen

Siehe auch

Braingym

Ebenso wichtig wie das Atmen sind auch Bewegungspausen. Wenn wir geistig arbeiten,  vergessen wir manchmal, dass wir ja immer noch einen Körper haben. So sitzen wir oft stundenlang auf einem Stuhl hinterm Schreibtisch und bewegen uns überhaupt nicht. Damit aber verkrampfen wir uns und die überschüssige Bewegungsenergie in uns kann nicht abgebaut werden. Sie sollten wenigsten in jeder Stunde einmal fünf bis zehn Minuten eine Bewegungspause machen. Am besten gehen Sie dazu an die frische Luft und laufen ein bisschen auf der Stelle, hüpfen oder springen. Haben Sie Spaß dabei und mobilisieren Sie körperliche Energien. Dehnen Sie  verspannte Muskeln und strecken Sie sich ausgiebig. Räkeln Sie sich und gähnen Sie herzhaft. So beginnt Ihr Kreislauf wieder zu arbeiten, Sie werden sich frischer und wacher fühlen und können sich besser konzentrieren.

Unterstützen Sie Ihre Leistungsfähigkeit durch ein ausgewogene und gesunde Ernährung

Beim Lernen sollten wir nicht die Bedeutung unserer Ernährung für unsere Leistungsfähigkeit vergessen. Viele von uns lernen stundenlang und essen in dieser Zeit vielleicht ein paar Kartoffelchips oder ein Brötchen. Die Zeit scheint uns zu wertvoll, um Sie mit Kochen oder Essen zu verbringen. Oft stehen wir ja auch unter Zeitdruck und da soll das Essen schnell gehen. Das rächt sich aber oft.

Versorgung mit Nährstoffen – Wenn Ihr Körper nicht die nötigen Nährstoffe erhält, kann er nicht mehr so viel leisten. Ihr Gehirn gehört zu Ihrem Körper und ist deshalb auf eine gesunde und ausgeglichene Nahrung angewiesen. Essen Sie deshalb besonders in Hochleistungsphasen ausgewogen und regelmäßig. Belasten Sie Ihren Organismus nicht mit schweren und kalorienreichen Mahlzeiten, sondern bereiten Sie sich einige leichte und gesunde Snacks zu, die Sie immer auch zwischendurch zu sich nehmen können. Das kann z.B. frisches Obst, eine Vollkornschnitte mit Quark oder auch ein frischer Salat sein. Wenn Sie das Bedürfnis nach Schokolade habe, ist das ganz normal. Der Körper will in Stresszeiten oft Kohlehydrate. Gönnen Sie sich ruhig ein Stück. Aber essen Sie besser nicht gleich die ganze Tafel.

Ausreichend trinken – Genauso wichtig wie das Essen, ist das Trinken. Trinken Sie ausreichend. Am besten Mineralwasser, Fruchttees, Grünen Tee oder Fruchtsäfte. Verzichten Sie möglichst auf Kaffee, da dieser zwar wachmacht, aber gleichzeitig belastet. Matetee ist eine gute Alternative dazu.

Beschäftigen Sie sich mal mit der Kinesiologie

Siehe auch

Das Buch  Kinesiologie.

Mit kinesiologischen Übungen können Sie Ihre Konzentration und Leistungsfähigkeit positiv beeinflussen. Die Kinesiologie geht davon aus, dass Körper, Geist und Seele eine Einheit bilden. Aus diesem Grund können bestimmte Bewegungen unser Wohlbefinden und unsere Denkleistungen positiv beeinflussen. Eine einfache kinesiologische Übung ist das Heben der jeweils gegenüberliegenden Gliedmaßen: heben Sie gleichzeitig das linke Bein und Ihren rechten Arm an, senken Sie sie wieder und heben Sie dafür das rechte Bein und den linken Arm an. Durch diese Überkreuzbewegung aktivieren Sie gleichzeitig Ihre beiden Gehirnhälften, was das Lernen positiv unterstützt.

Lernen Sie mit dem Körper

Da sich unser Körper und unser Denken gegenseitig beeinflussen, können Sie das auch effektiv zum Lernen einsetzen: Versuchen Sie mit Ihrem Körper zu lernen. Stehen Sie z.B. auf und gehen Sie durch den Raum. Tragen Sie Ihren Lernstoff imaginären Zuhörern vor. Tanzen Sie, während Sie sich laut Fakten einprägen. Machen Sie eine bestimmte Fuß- oder Armbewegung immer, wenn Sie sich eine Information laut sagen, die bisher einfach nicht in Ihren Kopf wollte. Später kann es Ihnen helfen, genau diese Bewegung zu wiederholen, wenn Sie sich an die Information erinnern wollen.

Gehen Sie durch Ihre Wohnung und benennen Sie alle Gegenstände in der zu erlernende Sprache und berühren Sie sie dabei. Erstellen Sie riesige Lernposter, auf denen Sie in wirklich großen Buchstaben und Skizzen das schreiben und malen, was Sie sich merken wollen. Joggen Sie durch den Wald und rezitieren Sie Ihren Lernstoff dabei. Wenn Sie in dieser Art Ihren Körper beim Lernen einsetzen, kann sich der Lernstoff auf eine weitere Art festsetzen. Sie prägen ihn sich so besser ein. Ihr Körper ist eine Lernmaschine.

Literatur zum Thema:

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