… macht sehr unattraktiv

Vor einiger Zeit habe ich darüber geschrieben, dass ich ein Kontrollfreak bin.

Und dass es wichtig ist, alles Menschenmögliche für deine Wünsche und Ziele zu tun.

Aber auch, dass es wichtig ist, irgendwann loszulassen.

Dazu hat mir Monika geschrieben:

„Ich schreibe dir, weil dein heutiger Beitrag mein allergrößtes Problem beinhaltet: das Loslassen zum richtigen Zeitpunkt. Gibt es dazu evtl. nähere Studien oder Erfahrungsberichte, woran ich diesen Zeitpunkt erkennen kann?“

Das ist eine richtig gute Frage.

Auf die ich ehrlich gesagt auch keine Antwort habe.

Das ist eher eines der ungelösten Grundprobleme des Lebens.

Die einen von uns neigen dazu, zu wenig für ihre Ziele und Träume zu tun.

Die anderen tun eher zu viel.

Was grundsätzlich schon besser ist. Aber auch nicht unproblematisch.

Denn entweder macht dich das verbissen und unentspannt.

Es vielleicht endlich angehen. Es ist vielleicht Zeit. Das Richtige zu tun. In kleinen Schritten ist es am einfachsten. Ernährung. Gewicht. Gesundheit. Produktivität. Bewegung. Beweglichkeit. Was es auch ist: Du kannst die Sache in die Hand nehmen und es in unserem Training in kleinen Schritten schmerzfrei angehen. Dein Erfolgserlebnis. (Start: Montag 25.9 – letzte Anmeldemöglichkeit: Mittwoch 27.9.)

Und manchmal ist es sogar richtig schädlich.

Zum Beispiel beim Kennenlernen des anderen Geschlechts.

Wer es hier zu dolle will, der hat verloren.

Du wirkst dann bedürftig.

Und das ist sehr, sehr unattraktiv. Und du ziehst damit garantiert die Falschen an.

Hier ist „zu viel machen“ kontraproduktiv.

Aber das nur nebenbei.

Wie gesagt, ich habe keine direkte Lösung für die Frage:

„Wann ist es Zeit zum Loslassen?“

Aber ich habe vielleicht eine Sichtweise, mit der du einfacher damit umgehen kannst.

Ich weiß gar nicht mehr, wo ich diese Sichtweise herhabe.

Aber ich habe sie – ich glaube – so mit 30 gelernt.

Es ist ein Grundansatz für das Verfolgen von Zielen und Träumen.

Eine Grundeinstellung, die ich auf meine Vorhaben und Wünsche bis heute anwende.

Das Ganze geht so:

Wenn ich wirklich etwas will, sage ich mir:
„Ich würde das schon sehr, sehr stark bevorzugen, wenn ich das bekommen oder erreichen würde.

Das wäre meine liebste Lösung. Auf jeden Fall.

Und ich tue auch etwas dafür. Ich tue sogar viel dafür.

Und wenn das nicht klappt, werde ich bestimmt enttäuscht sein.

Aber wenn es nicht klappt, wird etwas anderes kommen. Ich kann auch glücklich werden, wenn das nichts wird.“

Das ist so eine Yin-Yang-Geschichte.

Das Wollen und das Nicht-Wollen in einen Topf tun. Einmal kräftig umrühren.

Und schon kommt eine ganz praktische Lebenseinstellung dabei heraus.

Für mich funktioniert es.

Vielleicht für dich auch.

Ich wünsche dir jedenfalls, dass du immer genau den richtigen Krafteinsatz findest.

Nicht zu viel. Und nicht zu wenig.

Ralf

 

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Kommentare

  • Verbissenheit finde ich sehr unangenehm. Vermutlich, weil ich teilweise auch verbissen bin. Frau Kontrolletti sozusagen. In den vergangene Jahren habe ich gelernt, dass ich auch entspannter durchs Leben gehen kann. Nö, es muss nicht alles perfekt sein und jeder darf seine eigenen Fehler machen. Seitdem gestaltet sich mein Leben sehr viel angenehmer.

  • LOSLASSEN ist auch mein Thema. Auf einer Karte, die ich mir vor ein paar Jahren gekauft habe, ist das folgende Zitat: “Loslassen ist eigentlich ganz einfach. Und doch ist loslassen so schwer. “Diese Erfahrung habe ich auch gemacht; mache sie immer noch. Vor einer Weile habe ich mich allerdings auf die Suche nach der Ursache gemacht, warum mir das Loslassen so schwer fällt (es hat ja schließlich nicht jeder ein Problem damit). Und ich bin fündig geworden. Ich kann mir nun bewusst sagen, dass die aktuelle Situation nichts mit dieser “Ursachen-Situation” zu tun hat und mich runter holen. Ja, es fällt mir seither leichter, aber ich bin immer noch kein Profi. In bestimmten Situationen bin ich allerdings über meine veränderte Reaktion erstaunt und danach dankbar, dass ich mich in dieser Beziehung verändern durfte.

  • Der für mich beste Zeitpunkt, etwas loszulassen ist der, nachdem ich mir das Problem von allen Seiten genau angesehen und meine Erkenntnisse / Schlüsse daraus gezogen habe. Den Zeitpunkt des Loslassens kann also nur ich selbst bestimmen. Somit kann es keine Faustregel zum Loslassen geben.

  • Loslassen: Ja Dirk hat mit seinem Ansatz schon Recht, doch – ich weiss, es ist nicht so einfach. Ich gab im Juni ein Tagesseminar: Thema Loslassen. War überrascht, dass ich nur eine Person meiner Gruppe dabei hatte, die anderen Teilnehmer neu. Ich hatte den ganzen Tag das Gefühl, dass ich einen solchen Tag wirklich noch nie erlebt habe. Es kam keine Dynamik auf, keine Freude, kein Lachen und keine Leichtigkeit, wie ich dies im Grunde genommen immer erlebe. Bei der Schlussrunde fragte ich die Teilnehmer, wie ihnen dieser Tag gefallen, oder welche Erkenntnisse sie gewonnen haben. Köpfe gesenkt – keine Antwort. Dann kam ein zögerndes Handzeichen von einer älteren Dame. Sie meinte: sie sei schon an so vielen Seminaren und Kursen gewesen und dachte, nachdem ich dies an einem speziellen Ort angeboten habe, dass sie dort die Erleuchtung fände um wirklich loslassen zu können; doch sie sei jetzt enttäuscht, dass sie von mir nichts Neues höre. Als ich in die Runde sah, sah ich von jedem Teilnehmer totale Zustimmung und zögernde Stimmen, warum auch ich keine Lösung ihrer Probleme hätte. Einzig der Teilnehmer aus meiner Gruppe lächelte und meinte: der Zauberstab loszulassen liegt nicht in den Händen des Kursleitern, sondern in den Händen jedes Einzelnen. Loslassen ist nicht wie Licht aus – oder anknipsen. Und wenn ihr nie beginnt loszulassen und Dinge zu verändern nützen keine Kurse.
    Loslassen ist auch ein Akzeptieren und verstehen, dass unser Leben Höhen und Tiefen hat und je schneller wir uns in den Fluss des Lebens begeben, können wir loslassen. Festhalten – ist verharren, starr sein – doch loslassen, sich dem Fluss des Lebens ergeben und neugierig sein – dies ist LEBEN. Viel Erfolg lieber Dirk.

  • hallo
    freue mich jeden sonnntag auf eueren newsletter!
    heut nur eine kurze bemerkung zu dem satz am anfang:
    Zum Beispiel beim Kennenlernen des anderen Geschlechts
    also da gibt es 10 prozent bei denen es das gleiche geschlecht ist-:)
    und auch bei homosellen menschen wie mich ist das loslassen auch ein
    thema, herzlich willkommen grüsse an alle die lieben und loslassen

  • Guter Artikel! Das Loslassen-Wollen/-Sollen kündigt sich, finde ich, meistens schon vorher an mit kleinen, oft unscheinbaren Gedanken, Wünschen. Die aufzugreifen und weiter zu verfolgen (und nicht zu warten, bis sie sich zu einer großen Sehnsucht oder Krise auswachsen) ist, glaube ich, sehr wichtig. Ich bin überzeugt, dass unser System “Mensch” ganz gut weiß, was ihm gut tut und schon rechtzeitig auf dieses hinweist.

  • Loslassen: vielleicht sollten wir jeden Tag üben irgendetwas loszulassen denn irgendwann müssen wir unseren Körper loslassen……..
    Mir fällt es sehr schwer leider.

  • Ich habe eine ähnliche Einstellung. Ich sage mir wenn etwas nicht klappt, “es ist etwas besseres für mich unterwegs”. Oder “die Zeit ist noch nicht reif dafür” und mit einem leicht veränderten Weg klappt es dann doch.
    Erst gestern wollte ich mir eine Jacke kaufen in einem bestimmten Geschäft alle Jacken passten nicht oder sagten mir nicht zu. Ich gab den Gedanken auf die Jacke zu kaufen ging und ins nächste Geschäft schaute mich nur um und zwischen Blusen hing eine Jacke genau in meiner Größe noch besser als in meiner Vorstellung.
    Gruß Birgit

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