Mathias meditiert – Geschafft! Aber noch nicht am Ende

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Vor einigen Wochen habe ich einen Selbstversuch gestartet: Ich wollte 4 Wochen lang jeden Morgen für 15 Minuten meditieren, um herauszufinden, ob das konkrete Effekte auf meinen persönlichen Alltag hat. Denn wenn man den vielen Forschungen glauben mag, hat Meditation ja sehr viele positive Effekte auf unser Leben.

In meinem letzten Beitrag habe ich ja schon ein wenig von meinen konkreten Erfahrungen berichtet. Heute will ich mal ein kleines Fazit ziehen, welche Erkenntnisse ich in diesen 4 Wochen des Selbstexperiments über Meditation gewonnen habe.

Was habe ich für mich gelernt?

Meditieren ist gar nicht so leicht. In vielen Fällen habe ich es gerade mal für 1 – 2 Minuten geschafft, mich wirklich auf den Atem zu fokussieren. Das war zwischenzeitlich wirklich ganz schön frustrierend, weil man das Gefühl hatte, man kommt auch nach Wochen nicht wirklich voran. Wenn es mehrere Tage hintereinander nicht gut klappen wollte, war das ein echter Härtetest und hat mich zwischenzeitlich stark an dem Unterfangen zweifeln lassen. Und ich kann sehr gut verstehen, wenn Leute, denen es da ähnlich ergeht, dann auch aufgeben. Aber aufgeben war für mich ja keine Option, denn ich muss ja diesen Erfahrungsbericht schreiben ;-) Hätte ich es allerdings nur für mich im stillen Kämmerlein gemacht, dann hätte es gut passieren können, dass ich frustriert aufgebe.

Außerdem hatte ich ja das große Glück von Ihren Erfahrungen zu profitieren. Viele von Ihnen hatten mir zu meinen vorherigen Beiträgen schon Kommentare geschrieben und mich ,vorgewarnt‘. „Erwarte nichts“ oder „Akzeptiere es so, wie es ist“. Jetzt weiß ich, was damit gemeint ist. Einen großen Dank ganz ausdrücklich an dieser Stelle nochmal an alle, die mir Kommentare geschrieben haben, mit mir ihre Tipps geteilt und mich ermuntert haben! Dank dieser Erfahrungsberichte bin ich dann ein wenig nachsichtiger mit mir selbst geworden und habe meinen Anspruch ein wenig zurück geschraubt. Denn ich wusste, dass diese Momente in denen es stagniert scheinbar ganz normal sind und dazu gehören.

Verzerrte Wahrnehmung 

Manchmal ging es dann aber auch wieder ganz leicht. Und in den letzten Tagen meines Selbstversuchs ist mir dann eine wichtige Sache klar geworden: Meine Wahrnehmung über meine Mediationserfahrungen ist ein wenig verzerrt. Denn mir fielen ja immer wieder die Momente auf, in denen meine Gedanken laut zu plappern anfingen und ich entsprechend nicht auf den Atem fokussiert war.

In diesen ,Momenten des Lärms‘ musste ich mich innerlich wieder zur Besinnung rufen. Und das war das, was hinterher natürlich auch gedanklich bei mir haften blieb … Die Momente des Lärms.

Die Phasen, in denen es gut lief, wo ich so richtig tiefenentspannt war, die fielen mir oft gar nicht so bewusst auf. Denn solche Momente waren still. Und Stille ist ja einfach vom Prinzip her viel weniger aufsehenerregend. Dementsprechend waren diese Momente in meiner Wahrnehmung auch viel ,verschwommener‘ und sind mir manchmal gar nicht so richtig aufgefallen. Seitdem achte ich mehr auf die Phasen in denen ich mich nicht zur Besinnung rufen muss. Und das sind viel mehr, als ich vorher immer dachte.

Achtsamkeit mit den eigenen Gefühlen

An manchen Tagen war ich innerlich so richtig aufgewühlt. Selbst eine vergleichbar ,schlichte Aktivität‘, wie mich hinzusetzten und mich für ein paar Momente auf meinen Atem zu konzentrieren, wollte mir an solchen Tagen nicht einmal ansatzweise gelingen. Mein Kopf war vollkommen durcheinander und sprang wild von einem Gedanken zum nächsten. So bewusst wahrzunehmen, welchen Effekt belastende Gefühle auf mein Innenleben haben, das war für mich schon eine sehr interessante Erfahrung. Jetzt wundert mich auch nicht mehr, warum einem an Tagen, an denen man schlecht drauf ist, einfach nichts gelingen will. Es ist gut, wenn man das mal ganz bewusst bemerkt. Denn dann kann man an so einem Tag auch mal gezielt die Erwartungen an sich selbst runterschrauben.

Man kann nur gewinnen

Die ersten 2 Wochen meines Selbstexperiments habe ich immer versucht in meinem ,Schema‘ zu bleiben und wirklich den Fokus nur auf die Atmung zu legen und die Gedanken zu benennen. An manchen Tagen hing ich aber auch sehr lange an einem Gedanken fest. Und in den letzten Tagen habe ich dem dann einfach mal ein wenig Raum gegönnt. Es ist okay mal an bestimmten Gedanken „hängenzubleiben“ und etwas länger darüber nachzudenken. Eigentlich ist das zwar nicht das Ziel der Meditation, aber an manchen Tagen machte so ein Abzweig einfach Spaß. Danach hatte ich dann nämlich oft das Gefühl, ich habe den Gedanken ,bearbeitet‘ und er gibt mir dann etwas mehr Ruhe. Das heißt auch wenn die Meditation im engeren Sinne nicht so verlief wie sie sollte, gebracht hat sie mir auf jeden Fall immer was.

Meine Tipps: Was hilft?

Hier ein paar ganz konkrete Tipps, die bei der Meditation sehr gut helfen können:

Ruhe und Zeit:

Die äußeren Rahmenbedingungen sind für mich sehr wichtig. Insbesondere Ruhe und genug Zeit. Das fiel mir besonders auf, als die Rahmenbedingungen mal nicht so stimmten und es laut war oder ich Zeitdruck hatte. Wenn ich kurz nach der Meditation schon aus dem Haus musste, saß mir die Zeit doch manchmal etwas im Nacken. Als ich anfing dann noch vor der morgendlich Dusche zu meditiert und damit nach der Meditation noch viel mehr Zeitpuffer hatte, lief es auch gleich viel besser.

Ein Anfangsritual:

Ein „Anfangsritual“ zum Reinkommen in die Meditation ist sehr hilfreich. Mein Anfangsritual war es, meine Atemzüge runterzuzählen von 10 bis 1.

Gedanken benennen:

Seine Gedanken wahrzunehmen und gezielt zu benennen ist wirklich sehr hilfreich. Oft fällt es dann leichter den Gedanken ziehen zu lassen und sich wieder auf den Atem zu konzentrieren.

Konzentration auf die körperliche Empfindung:

Mir fiel es sehr viel leichter für etwas länger am Atem dran zu bleiben, als ich anfing mich zu fragen, wo genau im Körper ich den Atem am meisten spüre. Wenn man sich dann auf diese körperliche Empfindung fokussiert, driftet man nicht so schnell gedanklich ab.

Eine Gruppe:

Sich mit einer Gruppe regelmäßig auszutauschen könnte ich mir als sehr hilfreich vorstellen. Denn es gibt am Anfang wirklich auch einige Tiefphasen zu überstehen und wenn man alleine ist und sich gar nicht austauschen kann, überkommen einen doch eher mal Zweifel und man gibt es wieder auf. Allerdings muss das natürlich zeitlich passen, was nicht immer so einfach ist.

Welche Effekte hatte die Meditation auf mich?

Zu meditieren war für mich sehr angenehm. Auch wenn ich es gar nicht so richtig konkret an etwas festmachen kann. Denn ich hatte nach einer Meditation nie besonders überschwängliche oder intensive Gefühle. Die einzigen greifbaren Effekte, die ich während der 4 Wochen Meditation an mir bemerkt habe, waren, dass meine Konzentration und Wahrnehmung hinterher oft sehr viel besser waren. Ich fühlte mich oft klarer nach dem Meditieren und hatte das Gefühl ,aufgeräumter‘ in den Tag zu starten. Manchmal sprudelten während der Meditation auch unendlich viele Ideen aus meinem Kopf.

Eine weitere positive Erfahrung war es, auch mal mit Schmerzen zu meditieren. Einen Tag war ich nach dem Aufstehen sehr verspannt und hatte Kopfschmerzen. Auch wenn dieser durchgängige Schmerz bei der Meditation ziemlich gestört hat, ging es mir hinterher tatsächlich etwas besser und die Verspannung war geringer.

Auch wenn ich bei mir leider nicht mehr konkrete Effekte benennen kann, so kann ich mir doch gut vorstellen, dass viele der positiven Effekte der Meditation kleinschrittig eintreten. Dass man eine Veränderung also nicht bewusst und in wenigen Tagen im Alltag bemerkt, sondern erst über einen längeren Zeitraum.

Mein Fazit

Obwohl ich früher aufstehen musste und ich einige Hürden zu überwinden hatte, war es für mich eine schöne Erfahrung. Denn egal ob eine Meditation gut oder schlecht lief, ich hatte hinterher immer das Gefühl, dass diese 15 Minuten mir auf jeden Fall etwas gebracht haben. Nicht selten war ich sogar ein wenig enttäuscht, wenn der Wecker plötzlich klingelte und mir schoss oft der Gedanke „Schon vorbei…?“ durch den Kopf.

Am meisten Spaß hatte ich tatsächlich in den letzten Tagen, als ich weniger darüber nachgedacht habe, ob die Meditation jetzt gut oder schlecht lief, sondern wo ich es einfach nur getan habe und mich dabei auch mal habe treiben lassen. Ich mache auf jeden Fall weiter :-)

Falls Sie in den letzten Wochen mitgemacht haben: Wie ist es bei Ihnen gelaufen? Haben Sie ähnliche Erfahrungen gemacht oder vielleicht ganz andere? Wenn Sie Lust haben teilen Sie mit uns, wie es Ihnen mit der Meditation so ergangen ist.

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Kommentare

  • Das Nichtgelingen die Konzentration beim Atem zu lassen, stand mir als Perfektionistin immer im Weg. Ich werde es erneut versuchen und geduldiger mit mir sein können. Danke Euch für die vielen Tipps.

  • Hallo Mathias,
    auch von mir einen herzlichen Glückwunsch, dass du die 4 Wochen deines Meditation-Selbstversuches durchgehalten hast. Du hast mich mit deinem Beispiel MOTIVIERT es selbst auch mit Meditation zu probieren. Ich habe mir im Internet eine CD besorgt. “Erfahre die Stille – Gut Schlafen – Entspannung für die Nacht” Darauf befinden sich 3 geführte Meditationen. Ich nutze diese seit ein paar Tagen sowohl vor dem Einschlafen, als auch nach dem Aufwachen. Diese 10 – 15 Minuten genieße ich seither sehr. Ich werde diese Meditationen auf jeden Fall weiterführen. Es ist schön, den eigenen Körper in den Zustand der Schwere und Wärme gleiten zu lassen ohne dabei einzuschlafen. Ich erlebe dabei sowohl Momente der absoluten Ruhe, bemerke aber auch die Momente, in denen meine Gedanken die ruhigen Anleitungen des Sprechers übertönen. Aber ich empfinde das nicht als lästig. Durch deine Erfahrungen und die Kommentare der anderen Zeit-zu-Leben Teilnehmer, akzeptiere ich diese Gedanken. Ich bewerte sie nicht, sondern versuche einfach mich wieder auf die Stimme des Sprechers bzw. die Empfindungen meines Körpers zu konzentrieren. Wenn ich dann aufgefordert werde, meinen Körper wieder normal wahrzunehmen, spüre ich, wie ich automatisch tiefer atme und dann den Moment des Reckens und Streckens genieße. Danach schlafe ich sehr gut bzw. ich starte mit einem ausgeruhten, guten Gefühl in den Tag. Ich wünsche Dir, Deinem Team und allen Meditations-Laien und auch den Erfahrenen eine gute Woche.

  • Lieber Matthias,
    ich meditiere seit sechs Jahren und davon habe ich fünfeinhalb ohne Anleitung verbracht. Mir geht es gut dabei. In einer Gruppe zu meditieren ist aber doch etwas anderes. Ich empfinde es als viel intensiever. Meine Gruppe trifft sich alle zwei Wochen. Die restlichen Tage meditiere ich alleine, morgens um 5 Uhr. Das ist jetzt in dieser Jahreszeit für mich besonders schön, wenn man das Fenster öffnen kann und den neuen unbelasteten Tag hereinlassen kann, alles erwacht, die Luft noch rein ist und die Vögel ihr Konzert geben.
    An deinem Beitrag ist mir aufgefallen, dass du zu Beginn erwähnst, dass man dir geraten hat nichts zu erwarten und alles so zu nehmen wie es ist. Das ist nicht immer einfach und geht mit der Zeit besser. Jede Sitzung ist so wie sie ist und ist eben so. Oft geht es im meinem Kopf zu wie bei der rush hour und dann soll es so sein und ich akzeptiere es verschwende auch hinterher keinen Gedanken daran. Die Sitzung ist vorbei und wie sie war, war eben gerade passend für mich – heute, in der Situation und Stimmung in der ich gerade bin.
    Gegen Ende deines Beitrages erwähnst du dann dass es eben nicht immer gut läuft – das tut es nicht, es ist wie es ist. Lass es sein wie es ist. Du wirst merken, das sich was in deinem Leben ändert. Du wirst überrascht sein, aber lasse dich überraschen und denke nicht ständig darüber nach, was die Meditation bringt. Versuche nichts hinzubekommen, das geht nicht. Du musst dich beschenken lassen und du musst dafür nichts leisten nur hinsitzen in Ruhe und Stille. Du wirst beschenkt und darfst das Geschenk genießen. Und du bekommst genau das geschenkt, was du gerade brauchst und nicht was dein Kopf sagt bzw. zu glauben meint, was du brauchst.

  • Lieber Mathias;
    ich beglückwünsche Dich zu so langer kontinuierlicher Meditationszeit!
    Und danke auch für Deine offenen Schilderungen, was dabei mit Dir passiert – in der Regel ja nichts besonderes… Aber genau das zu lesen, war für mich nochmal wichtig. Weil es mir hilft, die Erwartungen wegzulassen, wenn ich mir das Bänkchen unter den Hintern schiebe.
    Ich habe in der Vergangenheit schon oft meditiert, aber mein Problem ist, nicht kontinuierlich dabei zu bleiben. Ich mache es dann ein paarmal und bin hingerissen von der Ruhe, die es mir verschafft. Mein Selbstboykott-Programm ist aber leider stärker, wenn es um regelmäßige Fortführung geht.
    Der wichtigste Effekt Deiner Schilderung: Ich werde jetzt sofort in mein Zimmer gehen und ES tun! Ich habe heute meinen ersten rauchfreien Tag und in der Vergangenheit war eines der wenigen Dinge, die mir geholfen haben, Meditation.
    Und ich bedanke mich für die Erinnerung daran, dass es etwas gibt, das größer ist als ich; heißt: ich muss nicht alles allein schaffen – Gott ist nicht mein Begriff und Jesus… Na ja…
    Armin

    • Heike

      Hallo Armin,

      ich drücke dir ganz fest die Daumen, dass du es schaffst, weiter rauchfrei zu bleiben. Ich habe heute meinen 7. rauchfreien Tag. Es ist schwer, aber ich will es schaffen.
      Nachdem ich deinen Beitrag gelesen habe, bin ich erstmal meditieren gegangen. Auch ich meditiere immer mal wieder, habe es bisher aber auch nicht kontinuierlich geschafft. Nun habe ich es mir fest vorgenommen, vielleicht hilft es auch dabei, rauch frei zu bleiben.

      Heike

  • Lieber Matthias!
    Schön, wie du von deinen Schwierigkeiten und Erfolgen berichtest, nur den Atem zu beobachten. Es gibt eine viel wirksamere und einfachere Art des Meditierens, die ganz bestimmt mehr Erfolg bringt. BETEN! Geh in die Stille und sprich mit Gott, sei zwischendurch ruhig und höre auf seine Antwort. Die hört man auch nicht gleich, das muss man auch üben. Aber dieses in die Leere denken bereitet Stress ohne Wirkung. Mit geschlossenen oder offenen Augen Jesus alles zu erzählen, was freut, Energie zu holen am Morgen, ihm den Tag zu übergeben, seine Sorgen und ungelösten Probleme vortragen, ihm zu danken, dass es mir so gut geht,….. das geht ohne Angst zu haben, dass man es nicht schafft und hilft immer. Gott ist nichts unmöglich, glaube nur! Auch wenn deine Gedanken beim Morgengebet abschweifen, du wirst einen ausgeglichenen Tag erleben und Schwierigkeiten in Ruhe lösen. Vertrauen und sich darauf einlassen, das sind die Grundlagen.
    Seit ich mit Gott durchs Leben gehe, ist das Leben bunter, fröhlicher, einfach leichter!
    Magda

  • Hallo Mathias
    Deine Erfahrung zu lesen motiviert mich auch zu meditieren. Aber wie schaffst du es, am Morgen früher aufzustehen (das wäre zwar nicht das Problem), aber vor dem Duschen zu meditieren ohne gleich wieder einzuschlafen?
    Sonntagsgruss auch der Schweiz, Jeanne-Rose

    • Mathias Rudolph

      Hallo Jeanne-Rose,

      also zum einen bin ich ein Morgenmensch, d.h. wenn ich aufgestanden bin, bin ich auch einigermaßen wach… :-)
      Und ich mache das nicht sofort als erstes nach dem Aufstehen, sondern koche mir vielleicht noch kurz einen Tee oder dergleichen. Irgendwas, damit der Kreislauf kurz in Schwung kommt.

      Zuerst hatte ich auch Bedenken, dass ich womöglich wieder direkt einschlafe oder zu müde bin. Aber die Meditation klappte sogar noch besser!

      Herzliche Grüße

      Mathias

  • Meditation wird oft im ideologischen Rahmen praktiziert oder mit Erwartungen erfüllt. Menschen sind dann mehr damit beschäftigt, sich zu kontrollieren als zu meditieren. Eine Beschreibung von Meditation könnte jedoch auch lauten: bei sich selbst sein und akzeptieren, ohne Bewertung wahrnehmen, was innerlich passiert. Dies kann einen Effekt haben, der auch als Entladungseffekt beschrieben werden könnte. In Deinem Bericht kommt dieser Effekt zum Ausdruck. Durch die Möglichkeit, auch den Gedanken Raum zu geben, sind die dahinter verborgenen Probleme, Sorgen, Themen zu ihrem Recht gekommen. Sie können dann für den Rest des Tages (oder sogar des Lebens) Ruhe geben und dadurch wird der Tagesablauf klarer, Lösungen stellen sich ein, Gelassenheit stellt sich ein. Mit einer klaren Vorstellung über den Ablauf der Meditation in diese zu gehen, kann nicht funktionieren, weil niemand vorher wissen kann, welche Themen und daraus resultierenden Gedanken das eigene Unterbewußtsein heute für wichtig hält und in einer Situation der Ruhe präsentieren wird. Diese Gedanken abzuwehren – ich meditiere jetzt, da haben Gedanken keinen Raum – heißt, einen Teil von sich selbst abzuwehren und damit angespannt zu sein. Die ACEM-Meditation, welche in Norwegen von Psychologie-Studenten entwickelt wurde, ist vollkommen frei von Ideologie und basiert auf einem Meditationslaut, der kontinuierlich innerlich wiederholt wird und eine Lautfolge darstellt, die im sonstigen Leben möglichst keine Bedeutung hat. Die Methode akzeptiert das innerliche Geschehen, auch das Abdriften in Gedanken und gibt klare Ideen, wie damit umgegangen werden kann. Ich kann Matthias Erfahrungen nur bestätigen. Bei der längerfristigen Arbeit mit ACEM entwickelt sich für viele Menschen eine tiefe Einsicht in die eigene Persönlichkeit. Herzlichen Glückwunsch zum Durchhalten, Matthias.
    Viele Grüße, Karina

  • Vielen Dank für dieses “Experiment”! Es hat mich dazu motiviert, mich auch (endlich) intensiver mit Meditation zu beschäftigen. Dass regelmäßig darüber berichtet wurde, war für mich eine gute Erinnerung dran zu bleiben.
    Für Einsteiger ist auch ein Kurs, in dem man verschiedene Meditationsformen kennenlernen kann, sehr zu empfehlen.

  • Lieber Mathias,
    ich kenne Deine Erfahrungen während Deines Experimentes sehr gut, da ich selbst täglich meditiere. Allerdings habe ich nicht den Allein-Weg gewählt, sondern einen MBSR-Kurs belegt, wo ich alle Fertigkeiten des Meditierens in einer Gruppe erlernt habe. Das hat mir sehr geholfen! Könnte ev. auch ein Tipp für Menschen sein, die erst mal einen Schupps brauchen.
    Ich finde, Meditation sehr hilfreich, um den Kontakt zu sich selbst nicht zu verlieren. Herzliche Grüße aus der Lebensmitte – Susanne Kucklei

  • Dranzubleiben ist wirklich schwer.
    Ich habe früher schon viel probiert. Jetzt benutze ich die App “Achtsamkeit”, bei der ich mich entscheiden kann: geführt, nur still selbst mit Fokussierungstönen oder kombiniert aus beidem. Das kombinierte, 7 Minuten Einführung mit 3×3 Minuten Gong hilft mir sehr gut wieder zurückzufinden.

  • Hi Mathias,

    auch ich ziehe den Hut, dass du es durchgehalten hast. Sich ganz allein die Meditation nahe zu bringe ist sehr schwierig. Ich habe mich auf dem Weg etwas verloren bzw. bin irgendwann einfach nicht mehr weitergekommen.
    Ich habe vor zwei Wochen was bzw. jemand tolles entdeckt. In England nennen Sie ihn den Jamie Oliver der Meditation. Er war 10 Jahre buddhistische Mönch und hat jetzt ein Unternehmen, welches Mediation in die breite Gesellschafft bringt – ohne Firlefanz, ohne Religion. Ich habe es ausprobiert – es ist grandios. Er heißt Andy Puddecombi und sein Unternehmen getsomeheadspace.com.
    Wer gerne TED-Talks schaut dem sei sein Auftritt dort sehr empfohlen.
    Seit ich mit seiner Hilfe bzw. der App meditiere (nicht ausschließlich) nehme ich die Welt viel besser war, lebe mehr im Jetzt und bin voller Energie.

    • Marietta

      Das ist ein toller Tipp! Mir hilft auch Deepak Chopra. Es gibt regelmäßig 21-Tages-Mediationen (per E-Mail und kostenlos). Die nächste beginnt am 12.4. und heißt: Find your flow. Viel Spaß!

  • Einfach nur chapeau! Ich selber habe es bisher nicht geschafft, mal an einer solch “tiefen” Geschichte dranzubleiben.

 

Ralf Senftleben

Hallo! Schön, dass du da bist!

Ich bin Ralf und das hier ist meine Seite, Zeit zu leben. Seit 1998 schreibe und forsche ich darüber, wie wir unser Leben selbstbestimmt, kraftvoll und bewusst leben können. Wie wir herausfinden, was wir für unsere Zufriedenheit brauchen, und wie wir erreichen, was wir uns wünschen.

Aktuell lesen über 125.000 Menschen meinen wöchentlichen Newsletter, und rund 150.000 Menschen haben an meinen Selbstlernkursen und Online-Coachings teilgenommen.

Mehr über uns und unsere Philosophie gibt es hier