Mentaltraining klappt nur, wenn du folgendes beachtest

Mentales Training funktioniert.

Die eigenen Erfolge in der eigenen Vorstellung vorwegnehmen, damit sie in der Realität dann wahrscheinlicher werden.

Ich stelle mir vor, wie ich meine Gehaltserhöhung bekomme. Ich stelle mir vor, wie sie „Ja“ sagt, wenn ich sie endlich frage. Ich stelle mir vor, wie ich als Erster durch die Ziellinie gehe.

Und durch diese Vorstellungen im Geiste erhöhe ich meine Erfolgswahrscheinlichkeit.

Richtig?

Leider nein.

Denn psychologische Studien deuten darauf hin, dass dieses Vorstellen, dass du dein Ziel erreichst, nicht helfen. Eher im Gegenteil. Weil diese Art des Mentaltrainings die eigene Motivation kleiner macht.

Motivation entsteht auch durch das Spannungsfeld zwischen dem Istzustand und dem Ziel. Wenn ich 10kg zu viel wiege (Ist), dann schmerzt mich der Blick in den Spiegel seelisch. Deswegen fange ich irgendwann an, etwas zu unternehmen, um das Soll (= schlank) zu erreichen.

Durch Zielvisualisierung suggeriere ich mir aber, alles ist schon gut. Dadurch mache ich die gefühlte Spannung zwischen dem doofen Ist und attraktiven Soll kleiner. Und das dämpft eben meine Motivation. Die brauche ich aber, um wirklich etwas zu unternehmen.

Dadurch ist die Zielvisualisierung eher ein Mittel zur Selbstberuhigung und damit kontraproduktiv, wenn ich mich ins Handeln bringen will.

Es gibt aber eine andere Art des Mentaltrainings, die laut wissenschaftlichen Studien besser funktioniert: das sogenannte Zwiedenken.

Dabei stellst du dir nur ganz kurz vor, wie du das eigene Ziel erreichst.

Du kannst deine Probleme lösen.

Aus eigener Kraft. Ohne Coach und Therapeut. Wie das geht, lernst du im Selbstcoaching-Programm.

Aber noch wichtiger: Du überlegst dir eher, an welchen Punkten du bei der Zielumsetzung Schwierigkeiten haben könntest und manchmal scheiterst. Und dann visualisierst du, wie du diese Hinderungsgründe überwindest.

Zum Beispiel: Tagsüber ist es kein Problem, mich an meinen Ernährungsplan zu halten. Aber abends vor dem Fernseher. Deswegen stelle ich mir vor, wie ich abends einen Heißhunger auf Chips bekomme, diesen Heißhunger wahrnehme, überwinde und mir stattdessen eine Möhre nehme.

So funktioniert das.

Hier noch einmal im Detail:

(1)

Überlege dir, was du erreichen willst. Formuliere dein Ziel möglichst konkret und detailreich, so dass du ein klares Bild vor Augen hast.

Zum Beispiel: Ich ernähre mich hauptsächlich mit Lebensmitteln, die viel Masse, aber wenig Kalorien haben (nur Lebensmittel von meiner Liste). Und ich esse nach 17 Uhr nichts mehr. So werde ich bald 75 Kilogramm wiegen.

(2)

Überlege dir bis zu 3 Verhaltensweisen, die du regelmäßig an den Tag legen müsstest, um deinem Ziel einen guten Schritt näher zu kommen.

Zum Beispiel:

Immer genug meiner „guten“ Lebensmittel einkaufen.

Und regelmäßig essen, so dass mein Blutzucker nicht absackt und ich Heißhunger bekomme.

(3)

Überlege dir zu den 3 Verhaltensweisen jeweils, was es dir schwieriger macht, diese Punkte umzusetzen. Also Punkte, an denen du möglicherweise schon öfters gescheitert bist. Nennen wir diese Punkte einmal Problempunkte.

Beispiel: keine Lust, nach der Arbeit noch einzukaufen. Deswegen habe ich keine erlaubten Sachen zu Hause. Dann versuche ich, gar nichts zu essen, und verliere den Kampf gegen mich und esse dann übermäßig viel.

(4)

Überlege dir im Geiste, wie du deine Schwierigkeit überwindest.

Stelle dir also bildlich vor, wie du in die Schwierigkeit gerätst und wie du die Schwierigkeit überwindest:

  • Was tust du dann idealerweise?
  • Was denkst du oder sagst du zu dir, um die Schwierigkeit zu überwinden?
  • Wie ist deine Körperhaltung und Mimik im besten Falle?

Zum Beispiel: Ich sitze im Bus auf dem Weg nach Hause und weiß, ich müsste hier eigentlich aussteigen, um noch einzukaufen. Aber es war ein harter Tag, ich bin müde und habe keine Lust. Dann richte ich mich innerlich auf. Ich mache meinen Rücken gerade. Ich balle meine Fäuste und sage mir dann: „Hey, du willst das doch durchziehen, oder? Weil es wichtig für deine Gesundheit ist. Du willst nicht krank werden, weil du zu viel wiegst. Du willst doch das gute Gefühl haben, wieder in deine Hosen zu passen, oder? Also steig jetzt aus und kaufe die Sachen ein, die gut für dich sind. Ich steige aus und kaufe die gesunden Sachen ein.”

Der Trick ist also, sich bildlich vorzustellen, wie man in Schwierigkeiten gerät und diese dann überwindet. Diese Art von mentalem Training funktioniert viel besser, als wenn man das Ziel visualisiert. Zwiedenken ist eine sehr hilfreiche Methode wenn es darum geht, langfristig an einem Ziel dranzubleiben.

Probiere es doch einmal aus und genieße es, dich selbst zu überwinden. Denn das ist ein sehr, sehr gutes Gefühl.

 

Wie viele Sterne bekommt der Beitrag von dir?
1 Stern2 Sterne3 Sterne4 Sterne5 Sterne (42)
Loading...
 

Teilen macht Freude und Freunde:

 

Wenn deinem Leben gerade etwas fehlt ...

Kostenlos mitmachen. Eine außergewöhnliche, unterhaltsame und inspirierende Email-Serie. Rund um die Liebe, den Lebenserfolg, Geld und die Kunst, sich selbst nicht im Weg zu stehen.