Mit diesem spannenden Ansatz kannst du Entscheidungen treffen, die noch besser zu dir passen

Artikel zum Anhören:

Stell dir mal vor, du würdest mit einer Etikettiermaschine durch dein Leben laufen und würdest allen Dingen ein Preisschild anheften. Also auch Freunden, Freizeitaktivitäten oder deinem Partner. Eine ziemlich erschreckende Vorstellung, oder?

Ich bin vor kurzem auf einen ziemlich provokanten Gedanken gestoßen, den ich heute gerne mit dir teilen würde. Dieser Gedanke ist im folgenden Zitat versteckt:

„There is no such thing as a free lunch.“

Sinngemäß auf Deutsch: „Eine kostenlose Mahlzeit, so etwas gibt es nicht.“

Oder ganz frei übersetzt: „Es gibt nichts umsonst, alles hat einen Preis.“

Dieser Satz wird in den Wirtschaftswissenschaften gern genutzt, um zu verdeutlichen, dass es nichts wirklich umsonst gibt. Sondern, dass in der Realität alles einen Preis hat. Selbst eine „kostenlose Mahlzeit“, die z. B. an Bedürftige verteilt wird. Diese „kostet“ u. a. die Nahrungsmittel und die Arbeitszeit derer, die sie zubereiten und verteilen.

Ich muss zugeben, dieser Gedanke hat mir zuerst ein wenig missfallen. Muss man diese ökonomische Denke immer auf alles anwenden, sogar auf Suppenküchen?

Doch je länger ich so über diese Aussage nachdachte, desto mehr konnte ich ihr abgewinnen. Nicht, weil ich sie mag. Sondern weil sie für mich eine unangenehme Wahrheit ausspricht.

Die grundlegende Feststellung: Für alles, ja wirklich alles im Leben, zahlen wir einen Preis.

Einen Preis zahlt man immer

Ganz bewusst fällt uns das erst auf, wenn wir z. B. eine schwierige Entscheidung treffen müssen. Oder wenn wir uns ein schweres Ziel setzen. In solchen Situationen werden wir ganz deutlich mit der Frage konfrontiert: Bin ich wirklich bereit, den Preis für dieses Ziel oder diese Entscheidung zu zahlen?

Doch nicht nur wenn ich mir Ziele setze oder bewusste Entscheidungen treffe, zahle ich einen Preis.

Schreib dich glücklich…

Es gibt eine bestimmte Art, ein Tagebuch zu schreiben. Eine Art, die dich wirklich voran bringt. Ein Tagebuch, das dich heilen kann. Pure Selbsterkenntnis. Und jede Menge Spaß: Projekt: Tagebuch.

Wir zahlen diesen Preis auch bei den alltäglichen Entscheidungen, über die wir nicht lange nachdenken. Bei den Entscheidungen, die für uns eindeutig sind. Dort zahlen wir den damit verbundenen Preis eben, ohne groß darüber nachzudenken und ohne zu murren.

Und auch in Lebenssituationen, in denen wir uns eingerichtet haben, zahlen wir immer noch einen Preis dafür, dass wir unser Leben so führen. Oftmals sehen wir ihn einfach nur nicht mehr oder blenden ihn aus.

Zum Beispiel wenn ich einen sicheren Job habe, der mir aber überhaupt keinen Spaß macht. „Na ja, das ist doch okay, Arbeit muss nicht Spaß machen“, könnte man denken. Aber es gibt auch hier einen Preis, den wir dafür zahlen: Langeweile, Unzufriedenheit, Verschwendung meiner Lebenszeit usw.

Wir zahlen also ständig einen Preis. Zu jeder Zeit. Und ja, sogar für die guten Dinge im Leben.

Ein interessanter Gedanke, aus dem ich zwei Erkenntnisse für mich gezogen habe:

1. Das Tal gehört wirklich immer dazu 

Die erste wertvolle Erkenntnis, die man daraus ziehen kann: Ja, das Leben ist tatsächlich kein Ponyhof. Zumindest nicht immer. Denn auch auf dem Ponyhof muss man irgendwann mal den Mist wegmachen. Das heißt, alles im Leben hat also auch mal seine negativen Seiten und kostet eben seinen Preis.

Sogar wenn ich mir bewusst aussuchen könnte, Multimillionär zu sein, wäre das der Fall:

  • Vielleicht würden mich ständig Menschen um Geld bitten und ich müsste nein sagen.
  • Vielleicht wüsste ich nie mehr, wer mich wirklich liebt und wer nur mein Geld will.
  • Vielleicht wäre es irgendwann einfach nur noch langweilig, alles tun oder haben zu können.

Ja, so hat alles eben auch seine Kehrseiten, seinen „Preis“.

Und sich das bewusst zu machen, das entspannt total.

Es entspannt mich, weil ich dadurch weiß: Es ist vollkommen o. k., dass es jetzt gerade auch mal schwer ist. Dass ich mal die Negativseite erlebe und durchs Tal muss. Denn nichts wird immer nur schön und gut sein. Alles wird auch mal eine mühsame und schwere Seite haben. Eben auch all die guten Dinge.

Oft sehen wir das nicht, wenn wir uns auf dem eingeschlagenen Weg gerade in einem Tal befinden. Dann richten wir unseren Fokus gern mal komplett auf die negativen Seiten. Habe ich einen Fehler gemacht? Ist das noch der richtige Weg? Ist es wirklich das, was ich will …?

Doch auf allen anderen Wegen wären wir früher oder später auch mal in ein Tal geraten. Auch hier hätten wir irgendwann den Preis für diesen Weg zahlen müssen.

Wenn man sich das bewusst macht, dann fällt es viel leichter, mit solchen Hürden im Leben umzugehen. Denn ich weiß: Ja, ich werde auch Tage haben, an denen ich das, was ich eigentlich mag, verfluche. Das ist aber vollkommen normal. Weil auch das, was ich eigentlich mag, eben seinen Preis hat.

Also zum Beispiel die Pferdehaufen auf dem Ponyhof wegzuschaufeln ;-)

2. Welchen Preis wähle ich?

Eine weitere wichtige Erkenntnis für mich: Wenn ich mir bewusst mache, dass wirklich alles seinen Preis hat, dann kann ich das gut nutzen, um Entscheidungen zu treffen, die besser zu mir passen.

Wenn ich nämlich konsequent hinschaue und mir die Fragen stelle:

  • Welchen Preis muss ich hierfür eigentlich zahlen?
  • Welchen Preis bin ich bereit zu zahlen?
  • Welchen bin ich nicht bereit zu zahlen?
  • Und warum?

Sich das bewusst zu machen, kann uns in vielerlei Hinsicht die Augen öffnen. Denn zu wissen, was ich nicht will, welchen Preis ich nicht bereit bin zu zahlen, das sagt eine Menge darüber aus, welchen Weg ich besser einschlagen sollte.

Ein klassisches Beispiel, das vielen Menschen vielleicht einmal im Leben begegnet: Willst du gern beruflich aufsteigen oder lieber eine gute Work-Life Balance für dich erhalten? Bist du dann auch bereit, den Preis zu zahlen und mehr zu arbeiten und deine Freizeit zu opfern? Oder bist du eher bereit dafür, mit weniger Geld auszukommen und auf beruflichen Aufstieg zu verzichten?

Eine schwierige Frage, bei der wir den einen Preis gegen den anderen abwägen müssen. Und von solchen schwierigen Fragen gibt es eine Menge im Leben:

  • Zeitmangel oder Geldmangel?
  • Unsicherheit oder Langeweile?
  • Vortäuschung oder Scham?
  • Rackerei oder Perspektivlosigkeit?

Deine persönlichen Antworten darauf können dir einen ganz entscheidenden Hinweis darauf geben, welcher Weg für dich persönlich besser ist. Besonders wenn du dir dabei immer wieder bewusst machst: Einen Preis werde ich so oder so zahlen müssen. Also kann ich auch einfach den Preis aussuchen, den ich eher bereit bin zu zahlen.

Viele Menschen merken auch erst im Tun, dass sie gar nicht bereit sind, den erforderlichen Preis zu zahlen. Stell dir also öfter mal die Fragen: Wie lautet eigentlich der Preis hierfür? Und welchen Preis zahle ich lieber?

Und das ist die zweite wertvolle Erkenntnis für mich: Wenn ich genau hinschaue, welchen Preis ich bereit bin zu zahlen und welchen nicht, dann kann ich Entscheidungen treffen, die noch besser zu mir passen. Und hinter diesen Entscheidungen dann auch viel besser stehen.

Eine unbequeme Wahrheit

Eine kostenlose Mahlzeit gibt es nicht. Eine Feststellung, die bei mir erst ein wenig Unbehagen verursacht hat.

Aber wenn ich es so durchdenke, sind es eben oft genau solche unbequemen Wahrheiten, die den eigenen Horizont am meisten erweitern. Für mich war das ein Gedankenanstoß, der mir ganz interessante Erkenntnisse geliefert hat.

Alles im Leben hat seinen Preis. Vielleicht sollten wir öfter danach schauen. Und bewusster entscheiden, welchen Preis wir bereit sind zu zahlen und welchen nicht.

Oder was denkst du?

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Kommentare

  • Klasse Artikel, der zwar irgendwie “hart” ist, aber verdeutlicht wie wichtig Reflexionen und Entscheidungen sind. Denn: Keine Entscheidung ist auch eine Entscheidung! ;)

  • “Jede Ursache hat eine Wirkung – und jede Wirkung eine Ursache.” Das Gesetz der Kausalität, ein Ur-, Natur- u. Schöpfungsgesetz. Je bewusster ich nach diesen Gesetzen lebe desto klarer, sicherer und oftmals einfacher wird mein Leben. Ja, wir zahlen immer den Preis für die Dinge die wir tun – genauso wie für die, die wir nicht tun. Dies aber im absolut positiven Sinne: für bewusste Entscheidung “zahle” ich sehr gerne und weiß den Wert dessen, was ich erhalte vollkommen zu schätzen.

  • Nun ist es ja oft so, dass wir vorher nicht wirklich wissen wie hoch der Preis ist und welchen Preis wir zu zahlen bereit sind.
    Aber es geht doch eigentlich darum, dass wir eine Entscheidung treffen müssen, oder etwas abgemildert: die Auswahl treffen dürfen.
    Oder etwas härter vom Personaler ausgedrückt: Einen Tod müssen wir schon sterben.
    Es geht nicht alles gleichzeitig und Menschen sind nicht von Natur aus entscheidungsfreudig. Das ist die zu überwindende Klippe: Wenn ich mich nicht entscheiden kann, keine Risikoabwägung treffen kann, verharre ich im Nirvana der ungenutzten Möglichkeiten.
    So gesehen verhalte ich mich etwas mutiger und vertreibe den Stillstand durch das Motto der Bremer Stadtmusikannten: “Etwas besseres als den Tod findest du überall.”

    • Ulli schreibt am 12. Mai 2015

      Zitat:“Oder etwas härter vom Personaler ausgedrückt: Einen Tod müssen wir schon sterben.“

      Na klar, ich sterbe gerne für den Personaler. Diese Menschen sind ja besonders an der spirituellen Weiterentwicklung der Mitarbeiter interessiert. Diese Typen sind die ersten, die einem zum Abdecker bringen, wenn man nur noch 105 % seiner Leistungsreserven der Firma zur Verfügung stellt.

  • Ja, ich kann Mathias und den meisten Kommentaren nur zustimmen.

    Und wenn ich mich frage: “Was ist es mir wert, was bin ich bereit dafür zu geben oder worauf bin ich dafür bereit zu verzichten?”, dann ist mir auch klar, dass ich da eine Wahl treffe und nicht Opfer von Umständen bin.

    Ein unterstützendes Buch dazu ist von Reinhard Sprenger: “Die Entscheidung liegt bei Dir”. Hier wird auf das Thema Preis oder Wert, Wahlfreiheit, Entscheidung und Konsequenzen sehr lesbar, verständlich und vertiefend eingegangen. Manche meiner Patienten sagen, dieses Buch habe ihr Leben grundlegend verändert, in Richtung Freiheit, Verantwortung und Zufriedenheit.

    Herzlichst, Marietta

  • Dem kann ich nur zustimmen. Ein toller Artikel für die Praxis.

  • Hallo ihr Lieben,
    ein selbstbestimmtes, eigenverantwortliches Leben ist kein Kinderspiel. Auch die Freiheit hat ihren Preis, nämlich die, dass wir die Konsequenzen unseres Handelns selbst tragen müssen. Es ist echt hart erwachsen zu sein aber es ist auch cool, oder etwa nicht?
    Also Mathias, toller Beitrag und an alle Kommentatoren, schöne und bedenkenswerte Kommentare.
    Schöne Woche
    Silvia

    • Ulli schreibt am 10. Mai 2015

      Zitat: “Freiheit heißt doch ich trage die Konsequenzen meiner Entscheidungen und nicht ich kann Alles haben oder alles tun. “

      Ich würde das einmal als Freiheit für Erwachsene bezeichnen. Was man alles haben und tun kann hängt ja auch von den eigenen Möglichkeiten ab. Gesundheit, Energie, Talente, Wissen und leider auch der Status. Letzteres können wir nicht beeinflussen.
      Wir haben nicht alle gute Karten vom lieben Gott bekommen. Vielleicht ist Freiheit die Fähigkeit auch mit schlechten Karten gut zu spielen.

      Zynischer Teil : Wenn Du aber mehr über Freiheit wissen möchtest, wende Dich an unseren Bundespräsidenten. Der ist Spezialist für Freiheit.

      Danke für die Erinnerung im Hier und Jetzt zu leben. Das vergesse ich leider immer wieder. Vielleicht sollte ich jetzt doch endlich mal meine ( schon öfters verschobene ) Italienreise nachholen.
      Ich betrachte Deine Erinnerung einmal als Wink des Schicksals.

  • Lieber Mathias,
    herzlichen Dank für Deinen wirklich besonders erhellenden Beitrag!
    Dieser bildet für mich die Brücke zu einem anderen Satz, den ich vor kurzem gehört habe, und der mir seitdem zu schaffen macht: “Wenn man bereit ist, die Konsequenzen zu tragen, ist man frei.” Das ist zwar richtig, aber eben auch sehr rigoros, vor allem, wenn man/frau nicht bereit ist, die Konsequenzen zu tragen. Dagegen erscheint mir die Abwägung mit dem Preis geradezu milde und auch hilfreicher, um ein erfülltes Leben zu führen. Liebe Grüße
    Sabine

  • Ein schöner Beitrag!

    Auch wenn der Begriff ‘Preis’ als bewusste Provokation fungiert, stimme ich eher mit Ulli und dem Begriff des ‘Werts’ überein.
    Ich halte es für wichtig, den Wert und die Wertigkeit, die wir den Dingen (und/oder Menschen) in unserem Leben zuschreiben, immer wieder einmal kritisch zu hinterfragen und gegebenenfalls nachzujustieren.

    Und auch Carlotta kann ich nur beipflichten:
    Was möchte/kann/will ich investieren und eventuell auch opfern, um etwas Bestimmtes zu erreichen? Wie viel Mühe und Aufwand ist es mir wert?

    Eine weitere zentrale Frage ist die Frage danach, ob es sich um die eigene Vorstellung oder um von außen an uns herangetragene Vorstellungen und Erwartungen handelt, die wir (unkritisch übernehmen und) zu realisieren versuchen.

    Es ist nicht nur in den Schwellenmomenten des Lebens von Bedeutung, die Vorstellungen und unser Verhältnis zu ihnen auf den Prüfstand zu stellen, sondern im Grunde genommen stellt sich die Frage gerade in den kleinen (auf den ersten Blick unscheinbaren) Gegebenheiten jeden Tag aufs Neue.

    Romy

  • …oder was denken Sie?…

    Lieber Mathias, ich denke, du hast es auf den Punkt gebracht! Und ich denke: danke für diesen Gedankenanstoß! Und ich denke, wie schön, dass du nicht bei deinem Unbehagen (beim ersten Hören des Satzes) stehen geblieben bist, sondern weiter gedacht hast und damit für mich und andere – eine erweiterte Betrachtungsweise eröffnet hast bzw. – eine, die ‘man irgendwie klar hat’ sich aber meistenteils doch nicht bewusst macht – noch mal ganz deutlich rausgearbeitet und ganz praktisch nutzbar gemacht hast!! Und ich denke, wie sehr ich es doch immer genieße, diesen Newsletter zu lesen und dass ich finde, dass das ZzL Team, echt aus ein paar tollen und bemerkenswerten, sehr netten, herzlichen und authentischen Menschen besteht. Und ich denke: danke! danke! danke! dafür!

    Einen schönen Sonntag euch/uns allen!
    Herzlich,
    Kirstin

  • Man kann es ja auch positiver Formulieren. Alles hat seinen Wert. Wir haben viele Möglichkeiten aber auch nur begrenzte Zeit, Energie, und Talente. Und wir haben ein Wertesystem ( Gewissen etc. ), das uns „einschränkt“. Deshalb müssen wir Entscheidungen treffen.
    Es ist aber komischerweise so, das die Menschen, die sehr berechnend sind, auch sehr unangenehm sind. Denn da alles einen Preis hat, berechnen sie auch alles. Dann wird ein guter Freund der seinen Job verloren hat, schnell uncool.
    Deshalb plädiere ich dafür, das unser Herz entscheidet was wertvoll ist, und nicht unser Verstand. Und was für uns wertvoll ist, erfahren wir nur durch Selbsterkenntnis. Das ist ein langer Weg aber er lohnt sich. Es gibt sehr viele Menschen die können sich diese Frage nicht beantworten, da ihnen immer gesagt wurde ( Lehrer, Chefs, Politiker, Werbung ) wie sie zu leben haben.
    Aus den zunehmenden Wahlmöglichkeiten ( auch Freiheit genannt ), ergibt sich aber auch eine große Unzufriedenheit. Man kann sich nur für einige Wege entscheiden, und komischerweise Stellen wir uns dann immer vor, das der andere Weg vielleicht besser gewesen wäre. Das liegt nun einmal daran das wir unsern Weg jetzt kennen einschließlich der Höhen und Tiefen. Wenn wir einen neuen Weg wählen denken wir nur an die Höhen, deshalb ist er ja so interessant.
    Jetzt noch etwas zynisches. Unser System ist so „freundlich“ das es uns das „Problem“ selbst zu entscheiden immer mehr abnimmt. Durch Mangel an sinnvollen Arbeitsplätzen und durch ständige Kürzungen der Einkommen, haben viele Menschen das Luxusproblem
    der Entscheidung gar nicht mehr.

    • Silvia schreibt am 10. Mai 2015

      Hallo Ulli,
      auch die Herzensentscheidungen haben ihren Preis. Freiheit heißt doch ich trage die Konsequenzen meiner Entscheidungen und nicht ich kann Alles haben oder alles tun. Wichtig ist, dass wir selbst den Preis für uns bezahlen und nicht ein Anderer, wie im Beispiel Billigklamotten oder Tiere essen von Andreas oben.
      Vielleicht sollten wir lernen im Hier und Jetzt zu bleiben und weniger in der Vergangenheit oder Zukunft sein. Das Leben findet jetzt statt, in dieser Sekunde.
      Also, herzliche Grüße und einen schönen Sonntag noch
      Silvia

  • Man kann das Thema auch umdrehen und fragen: Wenn ich das oder jenes Ziel erreichen möchte, was bin ich bereit dafür zu geben? Viele Menschen haben große Wünsche an das Leben oder ihre Mitmenschen, aber was tun sie konkret dafür? Was ist ihr Einsatz? Auch hier gibt es nichts umsonst. Das ist weder materiell noch negativ, sondern bedeutet doch, dass wenn ich z.B. einen besseren Job haben will oder eine bessere Beziehung, ich nur an mein Ziel komme, wenn ich etwas dafür gebe : Einsatz, Konsequenz, Veränderung. usw.
    Es verändert sich nur durch mein Tun, durch meinen Einsatz, das ist der Preis ,den ich zahlen muß.

  • Die Frage :” Was kostet mich das? ” ( seelisch, geistig, körperlich)

    in Bezug auf

    “…da wo ich bin, will ich sein…”

    gibt mir Klarheit und die Motivation den besten Preis dafür zu zahlen.

  • Guten Morgen allerseits,

    ein sehr guter Artikel.
    Genauso ist es.
    Diese Frage oder Gedanken beschäftigen mich schon geraumer Zeit und ich weiß, daß ich auch etwas geben und vornehmen muß um etwas zu erhalten. Soviel zu der “Mahlzeit” . Das heißt für mich, nicht alles gegebene oder vorfindende als selbstverständlich zu nehmen. Gerade am Muttertag ist das eine eine schöne Geste um z.B. Dankbarkeit zu üben, auch wichtig, um das Kindern vorzuleben. Ich finde das insgesamt das wieder mehr in’s Bewußtsein gerückt gehört, gerade zwischen den Generationen. die ältere Generation hat so viel zu geben und liegt “öffentlich” doch so brach….
    Wege einschlagen bedeutet auch etwas vorher durchzudenken, aber auch mal spontan aus dem Bauch heraus Entscheidungen zu fällen wenn es sich doch tief innen als “wahr” herausstellt. Ich glaube man hat in sich ein sehr gutes Gefühl von “Wahrheit” in vielen Dingen.
    Außerdem muß man sich klar machen, daß bei jeder getroffenen Entscheidung irgendwann der Punkt kommt, daß man genau diese Entscheidung bereut, zumindest einen Augenblick lang. Gerade wenn Hindernisse auftauchen. Aber wenn das Grundgefühl “wahr” ist, dann wird man dies gut überwinden und weitermachen.
    In diesem Sinne einen guten schönen Sonntag.

  • Ja, ich sehe es auch so – alles im Leben hat seinen Preis! Allerdings empfinde ich es nicht als eine unbequeme Wahrheit, sondern für mich hat es eher den Charakter “aus der Fülle des Lebens zu schöpfen”. Das heißt, ich übernehme die Verantwortung für mich und mein Leben. Das hat auch etwas mit Geben und Nehmen zu tun! Das bedeutet auch zu erkennen, dass ich jeden Tag, ja, sogar jede Minute neu entscheiden kann, auch darüber welchen Preis ich bereit bin zu zahlen. Ein Deal mit dem Leben wird hier nicht funktionieren, wohl aber die immer wiederkehrende Abfolge der natürlichen Gesetze.

    von Herzen … Emanuela

    • Indigo schreibt am 10. Mai 2015

      dazu fällt mir das “Gesetz der Wirtschaft” von John Ruskin ein:

      “Es gibt kaum etwas auf dieser Welt, das nicht irgend jemand ein wenig schlechter machen kann und etwas billiger verkaufen könnte, und die Menschen, die sich nur am Preis orientieren, werden die gerechte Beute solcher Menschen.

      Es ist unklug, zu viel zu bezahlen, aber es ist noch schlechter, zu wenig zu bezahlen. Wenn Sie zu viel bezahlen, verlieren Sie etwas Geld, das ist alles. Wenn Sie dagegen zu wenig bezahlen, verlieren Sie manchmal alles, da der gekaufte Gegenstand die ihm zugedachte Aufgabe nicht erfüllen kann.

      Das Gesetz der Wirtschaft verbietet es, für wenig Geld viel Wert zu erhalten. Nehmen Sie das niedrigste Angebot an, müssen Sie für das Risiko, das Sie eingehen, etwas hinzurechnen. Und wenn Sie das tun, dann haben Sie auch genug Geld, um für etwas besseres zu bezahlen.”

      John Ruskin (1819-1900)

      für mich gilt dies aber nicht nur bei den Einkäufen, sonder auch bei dem Preis (oder besser gesagt dem Einsatz) den ich selbst zu zahlen habe, wenn ich eine Entscheidung für mich treffe.

      lg
      Indigo

  • Alles Im Artikel geschriebene kann ich nur bestätigen, sehr gelungen. Ich spreche bei meinen Vorträgen auch gerne zum Thema “Preis”. Und zwar zu den Billigangeboten jeglicher Art. Ich bin der Meinung, dass für alle Schnäppchen, Sonderangeboten, Kampfpreis, Killerpreise…immer jemand den wahren Preis zu zahlen hat. Egal ob das bei Textilien die produzierenden Menschen und die Umwelt in Asien sind. Oder bei Lebensmitteln die Kleinnauern bzw. die Agrararbeiter der industriellen Landwirtschaft. Ganz zu schweigen von den betroffenen Tieren und den Schlachthofarbeitern. Endlos ließen sich Beispiele nennen. Die Rechnung ist zu bezahlen….
    Herzlichst Andreas Koller

    • Silvia schreibt am 10. Mai 2015

      Ja, alles hat einen Preis, da hast du recht. Die Frage ist nicht hat es einen Preis, sondern wer muss ihn bezahlen. Manchmal ist der Preis zu hoch auch wenn ein anderer ihn bezahlt. Die Liste ist tatsächlich endlos.

    • Ulli schreibt am 10. Mai 2015

      Ein sehr wichtiger Gedanke. Wenn jeder den Preis für seine Handlungen selbst zahlen würde, gäbe es keine Kriege etc. Und solche Leute reden dann davon, das sie Verantwortung tragen und zurücktreten ( mit fünfstelligen Rentenbezügen, manchmal auch mehr ) .

    • Franca schreibt am 22. Mai 2015

      Danke für die eingebrachte Überlegung! Stimme ihr voll und ganz zu.

  • Sehr gut! Ich stelle mir die Frage “Bin ich bereit, den Preis dafür zu bezahlen?” seit meinem 40. Geburtstag immer öfter und habe in den letzten Jahren einiges in meinem Leben verändert. Einerseits ecke ich ich heute viel öfter an als früher, wenn ich “nein danke, ich mag nicht” sage. Andererseits verbringe ich heute viel mehr Zeit mit Aktivitäten und Menschen, die *mir* wichtig sind. Gab ja bei zeitzuleben schon einiges über Achtsamkeit zu lesen, und über den Wert bzw. Preis der Dinge nachzudenken gehört für mich auch dazu. Ralf fordert ja immer wieder dazu auf, sich mal die Frage zu stellen: “Was ist mir wichtig?”. Das ist aber nur eine Seite der Medaille – manche Dinge haben wir einfach nicht sofort im Blick und werden unverhofft damit konfrontiert. Und dann lautet die Frage eben etwas anders “Ist das jetzt wichtig für mich oder jemanden, der mir wichtig ist?”

    • Ulli schreibt am 10. Mai 2015

      Mit zunehmendem Alter stellt man vermutlich mehr Fragen. Man sammelt im laufe der Zeit Erfahrung und Wissen, und hinterfragt die Dinge. Auch das Selbstbewusstsein steigt.
      Und es kommt noch etwas hinzu. Die Energieleistung lässt nach. Deshalb überlegt man sich dann wohl öfters, wofür man seine Energie einsetzt.

  • ein wirklich interessanter Gedanke: Bin ich bereit jeden (oder diesen) Preis dafür zu bezahlen ?
    Vor ungefähr 31 Jahren stand ich genau vor dieser Frage – ich erwartete damals ein Kind. Man sagte mir: Dieses Kind wird behindert auf die Welt kommen!” Was für eine Behinderung konnte man mir nicht sagen, aber ich hatte an dieser Tatsache echt zu knabbern.
    Ich habe mich dann aber doch dafür entschieden diesen “Preis” zu bezahlen und habe es nie bereut.
    Heute wollen die Menschen immer ALLES .. Urlaub, Geld, Gesundheit, Freiheit und..und…und
    Der Preis ist oft die Zweisamkeit – das zusammenleben mit der Familie- und am Ende vielleicht sogar die Gesundheit. Ich habe gelernt – gerade durch mein behindertes “Kind” – das man gut mit wenig auskommen kann … ich konnte nie in einem Hotel Urlaub machen – man wollte behinderte Kinder nicht sehen! – ich konnte nicht mehr voll arbeiten gehen – wir konnten uns eben dies un das nicht leisten, aber ich bin mehr als genug dafür entschädigt worden.
    Das sollte man in jedem Falle überlegen —-
    Danke für diesen exzellenten Artikel
    Eure Eva Klauck

    • Marina schreibt am 10. Mai 2015

      Liebe Eva, ich kenne das, ich habe auch ein behindertes Kind und konnte Vieles von dem was für Andere selbstverständlich ist nicht machen,…und habe manchmal andere beneidet, auch meine Schwester, die ihre Familie verlassen hat um ihre Wünsche und Träume zu verwirklichen…mit dem Preis, dass das Verhältnis zu den Kindern sehr gestört ist.
      Das heißt nicht, dass man seine Wünsche nicht verwirklichen kann/soll. In ihrem Fall haben die Beteiligten alle möglichen Kommunikationsfehler begangen!
      Es geht darum wo in meinem Leben die echten Prioritäten sind.
      Und welche Folgen haben meine Entscheidungen? Bin ich bereit die Folgen zu tragen?
      Manche Dinge kann ich nur hintereinander machen. Meine Kinder sind nun erwachsen und ich habe nun Raum für Neues. Und ich überlege sehr genau wofür ich meine Energie einsetze.
      Den Preis zahlen klingt wirklich negativ.
      Wie wäre es mit:
      das interessiert mich so sehr, dass ich bereit bin Energie und Zeit dafür auf zuwenden und anderes, weniger Wichtiges außen vor zu lassen.

  • Ein wirklich hilfreicher Artikel!

    Gedanken wie “Welchen Preis muss ich dafür zahlen?” und “Bin ich überhaupt bereit ihn zu zahlen?” können sicher helfen. Vor allem in Phasen in denen man etwas Neues beginnen will, sollte da genauer überlegt werden.

    Zur Entscheidungsfindung würde ich zusätzlich andere Fragen formulieren: “Wie viel Energie muss ich für diesen Weg aufbringen?” oder “Bin ich wirklich selber motiviert oder folge ich einem fremden Traum?”

    Leider merkt man oft erst auf dem Weg, ob man den Preis tatsächlich bereit ist zu zahlen. Es tauchen Dinge auf, an die man vorher nicht denken konnte. Doch das ist auch nicht weiter schlimm, da auf dem eigenen Entwicklungspfad immer Abkürzungen, Umwege und neue Impulse auftauchen. Das ist sehr individuell und spannend. Es kommt hierbei sehr auf die Entscheidungsqualität in den jeweiligen Situationen an.

    Ich denke auch, dass man sich grundsätzlich Fragen stellen sollte, bevor man losrennt. Wichtig ist jedoch eher, dass man überhaupt losrennt. Nicht selten hemmen zu viele Fragen den Start.

    Das eigene intuitiv gewählte Ziel sollte immer sicher im Inneren getragen werden. Doch wie sich der Weg bis dahin entwickelt ist sehr undefiniert. Da sind eher Chancen-Ergreifung, Loslassen und Vertrauen von Bedeutung.

    Grüße, Sascha

  • Genialer Artikel!!
    Und doch liegt das Thema so auf der Hand.
    Bei jeder Entscheidung, entscheiden wir uns für Vorteile, aber gegen Nachteile. Und eventuell entspringen aus den Nachteilen sogar Vorteile. Und das ist der Preis.

    Am Beispiel des Berufs ist es sehr schön zu sehen.

    Möchte ich beruflich aufsteigen und mir mehr leisten können, muss ich mehr arbeiten, mich bemühen und werde weniger freie Zeit haben. Somit kann ich zwar mit gut verdienten Geld mir einiges leisten, aber eventuell nicht wirklich genießen (aufgrund Zeitmangel).

    • go-jo schreibt am 10. Mai 2015

      Was für eine Welt…
      Ist der “Preis” für das Wachstum des Baumes, dass er der Erde Mineralien und Wasser entnimmt und die Erde mit seinen Blättern verschattet? Ist die Alternative zu Geld “Mangel” – Zeit “Mangel”?
      Was für eine sprachliche Welt, in der sich jedes Adjektiv auf den Mangel fokussiert! Einzig die Frage nach dem ROI (Return on investment) ist interessant… Das ist genau die materialistische Sichtweise, die wirtschaftliche Aspekte zu gesellschaftlichen, ja menschlichen Tugenden erhebt!
      Investiert die Erde nicht eher ihre Minerailien in den Baum. Überschwemmt uns die Sonne nicht eher mit einer verschwenderischen Fülle von Energie.
      So viel wird uns geschenkt, Empathie, Sympathie, Mitleid, Liebe, ja nicht zuletzt das Leben selbst!
      Natürlich haben alle Handlungen Konsequenzen, folgt auf Aktion eine Reaktion, aber das ist doch auch gut so. Alles Negative ist allein meine Interpretation.
      In meiner Welt investiere ich in mein Glück, in die Menschen, in die Liebe, und ich gebe bedingungslos mit Freuden und mit vollen Händen, ich versuche es jedenfalls, weil ich weiß, alles kommt zu mir zurück! In welcher Welt möchtest Du leben?

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