Morgenritual: Die Wunderwaffe für den bestmöglichen Start in den Tag

Hast du auch manchmal Stimmungsschwankungen? Gestern warst du noch prima drauf, und nur einen Tag später bist du muffig, traurig oder du fühlst dich unter Druck und weißt gar nicht warum?

Wie kann das sein, dass wir an einem Tag Bäume ausreißen können und uns am nächsten Tag schlapp fühlen?

Es ist so, als ob in der Nacht irgendetwas passiert, was unseren Zustand komplett verändert.

Sind das vielleicht unsere Träume? Oder die Hormone? Ist es unser Biorhythmus? Oder sind es Mondphasen oder Erdstrahlen? Oder ist es so etwas Profanes, wie unsere Ernährung oder eine nebenläufige Bemerkung, die ein Kollege gestern gemacht hat, und die wir uns zu Herzen genommen haben.

Ich persönlich habe es noch nicht herausgefunden, was es genau ist. Wahrscheinlich ist es auch bei jedem etwas anderes.

Es ist auch nicht so schlimm, dass ich es nicht weiß. Denn ich habe eine kleine Wunderwaffe im Ärmel, die meinen Seelenzustand einigermaßen stabil hält.

Und diese Wunderwaffe heißt: Morgenritual.

Bei mir läuft nahezu jeder Morgen gleich ab. Ich stehe auf. Ich stretche mich für ein paar Minuten. Dann trinke ich eine schöne große Tasse Tee, während ich in unserer Küche sitze, ziellos in den Garten schaue und meine Gedanken schweifen lasse. Dann mache ich eine kurze Meditationsübung. Dann verinnerliche ich einige Dinge, die ich im Bewusstsein behalten will. Und dann plane ich meinen Tag.

Ich tue also eine ganze Reihe von Dingen, die mir gut tun und die wichtig für mich sind. Und ich tue diese Dinge täglich gleich in der ersten Stunde des Tages. Und egal mit welcher Stimmung ich aufstehe, durch mein Morgenritual verschwindet schlechte Laune, schlecht fassbare Sorgen und andere Überbleibsel der Nacht in den meisten Fällen. Und das bringt eine wunderbare Ausgeglichenheit in mein Leben.

Es ist ein bisschen so, als ob ich morgens den Resetknopf meines Kopfes betätige. Nach meinem Morgenritual ist mein Geist wach und klar und der Tag kann kommen.

Angefangen habe ich mit meinem Morgenritual ungefähr vor 10 Jahren. Damals habe ich zuerst nur ein bisschen Qi Gong gemacht. Und als das zur morgendlichen Gewohnheit geworden war, habe ich weitere, kleine Gewohnheiten an meine Morgenroutine angefügt. Ich habe über die Jahre auch immer wieder Bestandteile ausgetauscht und herumexperimentiert. Mein Morgenritual ist also nicht komplett und für alle Ewigkeiten in Stein gemeißelt.

Wichtig dabei ist, dass ich die erste Stunde des Tages mit Tätigkeiten verbringe, die gut für mich sind und die mir einen guten Start in den Tag ermöglichen.

Schreib dich glücklich…

Es gibt eine bestimmte Art, ein Tagebuch zu schreiben. Eine Art, die dich wirklich voran bringt. Ein Tagebuch, das dich heilen kann. Pure Selbsterkenntnis. Und jede Menge Spaß: Projekt: Tagebuch.

Wäre so ein Morgenritual auch etwas für dich? Dann habe ich hier noch ein paar Tipps:

Tipp 1: Suche dir Tätigkeiten aus, die dich wirklich nähren, gut tun und die dir ein gutes Gefühl machen.

Zum Beispiel:

  • Ein bisschen sanfter Sport, Qi Gong oder Stretching.
  • Ein kleiner Spaziergang.
  • Eine schöne Tasse Tee oder Kaffee.
  • Ein großes Glas Wasser.
  • Eine Entspannungsübung.
  • Eine kleine Meditation.
  • Irgendetwas Gesundes und Leckeres zum Frühstück.
  • Ein heißes Bad oder eine Dusche.
  • Ein paar Seiten schreiben.
  • Ein wenig in einem inspirierenden Buch lesen.

Tipp 2: Eher schlecht für den Start in den Tag sind nach meiner Erfahrung:

  • Im Internet surfen
  • Frühstücks-Fernsehen
  • Jede Art von Hetze
  • E-Mails checken
  • Zeitung lesen
  • Alles, bei dem man das Gefühl hat, es tun zu müssen

Tipp 3: Probiere ruhig Änderungen in deinem Ritual aus, aber lasse jeder Änderung 30 Tage Zeit, bevor du entscheidest, ob der neue Bestandteil sich bewährt hat. Neue Bausteine im Morgenritual fühlen sich die ersten paar Tage ungewohnt an und man weiß meistens erst nach 30 Tagen, ob einem die Sache gut tut und etwas bringt.

Tipp 4: Wenn man nicht alleine wohnt, muss man seine Morgenritual-Zeit manchmal auch gegen Störungen von außen verteidigen. Wenn man Kinder hat, kann das eine ganz schöne Herausforderung sein. Hier braucht man manchmal ein bisschen Einfallsreichtum, um seine ungestörte Zeit trotzdem zu bekommen. Aber das Mehr an Ausgeglichenheit lohnt den Aufwand. Letztlich kommt das ja auch deinen Lieben zu Gute.

Wie sieht es bei dir aus? Hast du auch Lust auf ein Morgenritual?

Wenn ja, wie könnte das bei dir aussehen?

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