Selbstbewusstsein bedeutet, den Mut zu haben, mein Ding zu machen

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Ich stand an einer entscheidenden Weggabelung. Vor meinem inneren Auge entfalteten sich zwei komplett unterschiedliche Visionen davon, wie meine Zukunft aussehen würde … Je nachdem, welchen Weg ich an dieser Stelle einschlage. Keine einfache Entscheidung.

Ich war jung, kam gerade frisch von der Uni. Ich hatte einen tollen Abschluss gemacht und hatte bisher auch all das erreicht, was ich mir vorgenommen hatte. Ich hatte viele Träume und gefühlt stand mir die Welt in diesem Moment komplett offen. Ich war beflügelt von der Hoffnung, einen Unterschied zu machen und erfolgreich zu sein.

Nun bot mir das Leben zwei Gelegenheiten: Option 1 war der Karriereweg. Er verkörperte das, was man gemeinhin mit Erfolg verbindet. Eine Menge Geld, ein guter Posten, Status und Anerkennung. Sehr reizvoll für einen jungen Menschen wie mich damals.

Option 2 war für mich der „Herzensweg“. Er verkörperte das, was mich tief in meinem Innersten wirklich bewegte. Er verkörperte etwas, das für mich Sinn hatte. Doch dieser Herzensweg war auch sehr viel risikoreicher als der Karriereweg.

Denn es war überhaupt nicht abzusehen, wohin dieser Herzensweg führt. Ob ich damit meine Träume und Hoffnungen wirklich erfüllen könnte. Ob ich damit erfolgreich sein würde. Und ob ich jemals wieder auf den Karrierepfad zurückgehen könnte, wenn mir dieser Weg nicht mehr gefällt …

Wie sollte man sich entscheiden?

Ich fühle mich gerade wieder sehr an diese Zeit erinnert. Denn ein guter Freund von mir steht nun an genau der gleichen Weggabelung. Auch er hat einen tollen Abschluss gemacht, möchte im Leben gerne erfolgreich sein und genießt bereits ein respektables berufliches Ansehen. Und er durchlebt genau die gleichen Schwierigkeiten an diesem Scheideweg.

Genau wie mich plagen ihn viele Zweifel. Insbesondere deshalb, weil das, was er tut, gesellschaftlich besonders angesehen ist. Und weil er damit sehr erfolgreich sein und gute Karriere machen könnte. Er würde also all das bekommen, was gesellschaftlich anerkannt wird.

In solchen Situationen gibt es nur sehr wenige Stimmen, die einem sagen: „Folg deinem Herzen, auch wenn das der riskante Weg ist!“ Das Umfeld, welches es ja eigentlich nur gut mit uns meint, rät uns im Zweifel immer eher zur Sicherheit. Weil es uns ja gut gehen soll.

(Selbstbewusster werden. Vertrauen in dich selbst haben. Und mutig für deine eigenen Bedürfnisse einstehen → Projekt: Innere Stärke.)

Aber wenn man sich gegen den Rat seines Umfeldes und gegen die gesellschaftlichen Erwartungen entscheidet, dann kann einen das ganz schön belasten.

Stell dir nur mal vor, wie es sich anfühlt, wenn du entscheiden würdest:

  • Ja, ich will nur noch 20 Stunden pro Woche arbeiten, oder
  • ja, ich will meiner Leidenschaft folgen und Schauspieler werden, oder
  • ja, ich mache den Job, der mir Sinn gibt, statt dem, der mir viel Sicherheit und Geld bringt.

Das alles ist nicht „vernünftig“. Und wenn man so entscheidet, dann ist man auf eine gewisse Art und Weise anders. Weil man sich bewusst gegen etwas entscheidet, was gesellschaftlich von der Mehrheit vorgelebt wird. Dadurch treten nahezu immer starke Selbstzweifel auf den Plan:

  • Geht das gut?
  • Bin ich ein Spinner?
  • Ist das nicht vollkommen realitätsfern?

Es sind nicht die Konventionen, die uns aufhalten

Wenn man solch eine Entscheidung trifft, dann fühlt man sich plötzlich so ein bisschen wie ein „Aussteiger“, jemand der nicht „normal“ ist.

Mir hat dieses Gefühl damals einige Schwierigkeiten bereitet. Solche Selbstzweifel haben mich fast von meinem Herzensweg abgehalten. Doch irgendwann ist mir etwas sehr Wichtiges klar geworden:

Es ging mir eigentlich nicht wirklich darum, was Andere von mir denken. Dass ich mit meiner Entscheidung gegen den Strom schwimme und womöglich gesellschaftliche „Konventionen“ verletze. Das alles war nicht ausschlaggebend.

Ausschlaggebend war, dass ich mich selbst erst in diesem Bild akzeptieren musste. Auch wenn das für mich bedeutete, einen Teil meiner bisherigen Identität aufzugeben.

Ich musste erst für mich akzeptieren, dass ich nicht der junge, dynamische Typ bin, der Erfolg und Status um jeden Preis will. Ich musste erst akzeptieren, nicht derjenige zu sein, dem Erfolg so wichtig ist, dass er dafür eine „klassische Karriere“ einschlägt. Ich musste erst akzeptieren, dass ich einfach nicht dazu bereit bin, meine Leidenschaft für Geld und Anerkennung hinten anzustellen. Ich musste akzeptieren, dass ich das alles nicht bin.

Bei all diesen Dingen ging es im Kern nur um mich und wie ich selbst über mich denke. Und nicht, wie ich zuerst dachte, um gesellschaftliche Erwartungen und Konventionen. Nicht sie haben es mir so schwer gemacht, mich für den Herzensweg zu entscheiden. Sondern meine eigenen Erwartungen an mich selbst. Für diese bin ich selbst verantwortlich. Und das war für mich der weitaus schwerere Teil.

Der Schlüssel ist die Selbstannahme

„Kann ich mich selbst annehmen, auch wenn ich keine klassische ‚Karriere‘ mache?“

Das war die Kernfrage, die mein damaliges Selbstbild in Frage stellte. Und es war für mich ein großer Schritt, mir selbst zuzugestehen, was ich wirklich will.

Der Knoten ist für mich damals geplatzt, als ich irgendwo las: „Du hast nur dieses eine Leben.“ Und dann habe ich mich gefragt: Für wen soll ich es leben? Für ein Rollenbild, das ich vielleicht gern erfüllen würde? Für Personalchefs und Headhunter? Für meine Familie? Oder soll ich es für mich leben? So wie ich es von innen heraus für richtig halte, auch wenn das für mich bedeutet, anders zu sein?

Es hat mich damals eine Menge Mut gekostet, sich gegen die Erwartungen zu stellen. Gegen die der Anderen, aber vor allem gegen meine eigenen.

Denn wenn wir uns selbst nicht annehmen mögen, für das, was wir sind, oder das, was wir in Wirklichkeit wollen, dann können wir uns damit das Leben selbst zur Hölle machen. Indem wir Dinge tun, weil wir glauben, wir müssten das tun. Indem wir Entscheidungen treffen, die gar nicht zu uns passen. Indem wir ein Leben leben, das uns nicht wirklich glücklich macht.

Kannst du dich und deine Wünsche annehmen?

Lange Zeit hatte ich an dieser Weggabelung das Gefühl, irgendwie in einer Sackgasse zu stecken und mich selbst zu blockieren. Ich wusste weder vor noch zurück. Doch am Ende habe ich mich für den Herzensweg entschieden und bin bis heute noch sehr glücklich darüber.

Ich habe für mich daraus gelernt. Immer wenn ich mal wieder das Gefühl habe, in einer Sackgasse zu stecken, frage ich mich jetzt: Liegt das Problem wirklich im Außen? Oder habe ich da in Wirklichkeit irgendwo ein Problem mit mir selbst? Hat das vielleicht etwas mit meiner Selbstannahme zu tun?

Tipp: Wie du lernst, dich selbst wichtig zu nehmen, Vertrauen in deine Fähigkeiten zu gewinnen und die Widrigkeiten des Lebens kraftvoll zu meistern … Wie geht das?

Oft geht es nämlich gar nicht um das Urteil der Anderen. Sondern nur um das Urteil, das wir über uns selbst fällen.

Deshalb frag dich doch auch einmal:

„Wo habe ich manchmal ein Problem damit, zu akzeptieren, wer ich bin oder was ich gerne will?“

Denn das ist der erste Schritt hin zu einem Leben, in dem du wirklich du selbst sein kannst.

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Kommentare

  • Die Definition des Begriffs “Erfolg” ist aus meiner Betrachtung heraus inadäquat. Dieser ist in der Breite der Gesellschaft, stets gleichbleibend auf das Erwirtschaften von Gewinn in Form von Geld definiert. Geld, als Form eines Jokers, mit dem man sich Zugang zu Konsum und (scheinbarer) Sicherheit verschafft. Das ist in der Regel unschöpferisch und banal, da es nahezu verbindlich ist, das die weitgehend definierte “Karriere” gesellschaftlich wirklich wertvolle und segenbringende Leistungen hervorbringt.

    Für den Mensch als Einzelwesen in seiner jeweiligen Besonderheit kann “Erfolg” eigentlich nur angemessen definiert sein, wenn dieser einen Weg gehen kann, auf dem er die Möglichkeit hat sich frei von Herrschaft und Fremdsteuerung zu entwickeln und sich dabei auf ein höheres Niveau heben zu können (spirituell und interlektuell). Solch ein Weg braucht vorallem Raum für Muße, in der dieses gedeihen kann, was der kapitalistische Weg aber in keiner Weise leisten könnte – von der Funktion und von seiner Sinnentleertheit nicht. Wird der von mir definierte Erfolgsweg aber konsequent begangen, erfährt meiner Wertung nach darüber hinaus auch die Gesellschaft positive Resultate.

    Aber selbst wenn man diesen Weg aus evtl. Zwangslagen oder bestimmten Konstitutionen nicht gehen kann, empfinde ich jeden, der der Allgemeinheit nützliche Dienste erweist – sei es ein(e) Erzieher_in, Altenpfleger_in oder Straßenfeger_in – mannigfach erfolgreicher als diejenigen, wie wir sie am häufigsten in den Berufsgruppen der Scheinwissenschaft BWL finden.

  • Ich finde es interessant, dass so viel hier sich an der beschriebenen Wahl an sich aufhängen. Ich persönlich finde den Artikel ganz interessant, weil er mich wieder daran erinnert, dass es wichtig ist, bestimmte Entscheidungen bewusst zu fällen und dann auch – zumindest erstmal – dazu zu stehen.
    Wir fällen ständig Entscheidungen und entscheiden uns auch öfter mal um. Es geht nicht immer um Herzensweg vs. Karriere, für manche gibt es da z.B. gar keinen Unterschied und das ist auch eine Entscheidung. Es geht auch nicht ständig um lebensverändernde Entscheidungen.
    Mir jedenfalls ist wichtig, dass ich immer mal wieder hinterfrage, ob ich eine Wahl treffe, weil sie einfach und bequem ist und keine Widerstände im Außen erzeugt, oder weil sie mir als Mensch entspricht. Ich bin oft bequem, aber ich gehe zumindest gelegentlich auch mal den unbequemen Weg, der dann aber meiner ist. Und manchmal habe ich das Gefühl, keine Wahl zu haben, wenn auch selten in einer von den von anderen hier beschriebenen ausweglosen Situationen. Ich bin also eigentlich ganz normal – was ich früher immer als Beleidigung empfand ;-)
    Und ich lasse mich ganz gerne ab und zu an meine Schwächen erinnern!

  • Kopfschüttel…

    „Kann ich mich selbst annehmen, auch wenn ich keine klassische ‚Karriere‘ mache?“,
    Gegenfrage: “Kann ich mich selbst annehmen, wenn ich die klassische Karriere mache?”

    Was für ein -sorry- UnSinn: auf der einen Seite “Herzensweg” (kitschiger Begriff -Rosemary Pilcher läßt grüßen),
    auf der anderen Seite “Geld und Karriere”

    Wo schließt denn das eine das andere aus? Man kann BEIDES,
    ja, man sollte beides angehen, will man über die Lebensspanne ein gutes Leben führen.

    Zum wieder mal herbeigezerrten, plattgewalzten Satz:
    “Man hat nur ein Leben”.

    Erstens stimmt das überhaupt nicht. Wir alle haben zig Leben: gleichzeitig und hintereinander. Letzteres nennt man auch Entwicklung. Was wäre, wenn wir im Einschulalter zwischen unserem
    Herzensweg “Spielen” und “Schulkarriere” hätten wählen wollen ?

    Und zweitens hatte noch nie jemand Einfluss auf und die alleinige Bestimmung über den Ablauf seines Lebens.

    In schweren Notsituationen oder im fortgeschrittenen Alter mit
    kaum Lebensqualität wird man möglicherweise über seinen gegangenen “Herzensweg” anders denken und ihn bereuen.

    Leichter zu ertragen und vielleicht gegenzusteuern, wird es, wenn man
    es AUCH zu Geld und Ansehen gebracht hat.

    Das Alter dauert meistens genau so lange, wie das Erwerbsalter.
    Was bleibt, wenn Herzensweg und Karriere weggefallen sind?

    Die beste Art, unglücklich zu werden, ist sicherlich wenn man nur
    dieses entweder-oder sieht = Geld, Karriere ./. Herzensweg- und
    nicht beides anstrebt.

    Das eine tun – oder das andere zu lassen. Nicht der bequemste Weg
    aber ein kluger für die Zufriedenheit übers ganze Leben und nicht nur
    kurzfristig gedacht.

  • Khalil Gibran schreib: Arbeit ist Liebe sichtbar gemacht. Und wenn du nicht mit Liebe arbeitest, dann wäre es besser, du würdest deine Arbeit verlassen und dich an die Tempelpfporte setzen, um Almosen von denen zu empfangen,die mit Freude arbeiten. Wenn du gleichgültig Brot backst, backst du bitteres Brot,dass den Hunger nur halb stillt. Und wenn du widerwillig….. (Zitat aus :Der Prophet)

    Die Worte sind wahr, da gibt es nichts zu deuten, ebenso wie der Beitrag.
    Aber was, wenn jemand nicht weiß, was sein Herzensweg ist???
    Lange Zeit dachte ich, meinen Traumberuf auszuüben, dass ich es liebe,womit ich meinen Lebensunterhalt verdienen. Aber durch immer mehr (EU)-Vorschriften und Verordnungen hat das Ganze nichts mehr mit einem eigentlich kreativen Beruf zu tun.
    Ich hab mein Handwerk immer gerne ausgeübt, doch mittlerweile geht mir das Drumherum tierisch auf den Nerv. Zum Wechsel fehlt es mir aber an Alternativen.

    Vielen Dank für den Beitrag und die vielen Kommentare

  • Ganz spontan kam mir ein Bibelvers in den Sinn: Liebe deinen Nächsten WIE DICH SELBST. Ist das nicht der Schlüssel? Zuerst muss ich mich mit all meinen Ecken und Kanten, aber auch Gaben, Begabungen und Sehnsüchten kennen(lernen), akzeptieren, respektieren und ja – sogar lieben. Wenn ich so weit bin, wenn ich bei mir selbst bin, wenn ICH es mir wert bin (und glaubt mir – jeder von uns ist wertvoll und liebenswert!), dann ist jeder gewählte Weg der Richtige. Für jeden eben der BESTE auf ganz individuelle Weise. Und manches Mal dauert es eben etwas länger oder es geht über Umwege zu meinem BESTEN!

  • Ja,
    ich habe meinen Herzensweg vor ziemlich genau 15 Jahren verlassen und die Sicherheit gewählt. Und was habe ich davon?
    Es geht mir nicht gut… mein Übergewicht schreit danach dass ich mir endlich mehr Gewicht geben sollte… mich nicht immer übersehen sollte…
    Danke für diesen gelungenen Artikel!

  • Danke für den Denkanstoß :-)

    Ja, Vernunftweg oder Herzensweg ?
    Wie viel Gesundheit und Sich-Wohl-Fühlen kann /darf man sich leisten, gesteht man sich selbst zu ?

    Verena aus der beruflichen Reha hat es schon angesprochen.
    Und nicht nur die anerkannten Kranken haben ein Problem damit, es gibt so viele, die einfach nur noch nicht in der Reha gelandet sind, aber denen es genau so schlecht geht.

    Jemand sprach die Verantwortung gegenüber Kindern an, das Geld verdienen, um sie ernähren zu können.

    Mir fiel dazu etwas von Ludwig Feuerbach ein:
    “Deine erste Pflicht ist, dich selber glücklich zu machen. Bist du glücklich, so machst du auch andere glücklich.”
    Oder (zugegeben sehr) grob gesagt: was ich wichtiger:
    Ein glückliches, lachendes Kind oder ein dickes, leistungsorientiertes ?

    Das Glück der Kinder hängt meiner Meinung nicht davon ab, wie viel man ihnen zum essen kaufen kann und ob Mutter/Vater Karriere machen und großen Luxus bieten können.
    Das Argument für den Vernunftweg wegen der Verantwortung und Ernährung der Kinder fällt für mich daher weg.
    Erst recht, wenn man bedenkt, wie gut es uns hier geht.

    Aber es gibt meiner Meinung tatsächlich ein System, was uns andere Wege und Alternativen oft sehr schwer erkennen und leben lassen.
    Das sind zu ungewohnte Gedanken, zu fremde Wege – und alles Neue und Andersartige macht Angst.

    Ich stehe auch vor solch einer Wegegabelung, mir fällt es auch schwer.
    Aber für mich ist dieses Bewusstsein, dass ruckzuck alles vorbei sein kann, Gesundheit oder Leben weg, eine große Hilfe – es macht Entscheidungen manchmal einfacher.
    Ich habe angefangen viel öfter auch im Kleinen zu üben, mich so zu entscheiden, dass ich mich damit auch wohl fühle – und nicht nur etwas zB nach Schema F, aus Gewohnheit oder nach bestimmten gesellschaftlichen Normen zu machen. Das kann man üben.
    Und je öfter man es macht, desto bewusster wird einem der Unterschied – und der Motivationskreis schließt sich.

    Ich hoffe, ich schaffe noch sehr viel mehr in dieser Richtung.
    Und noch mal Danke für die Impulse und Gedanken.

  • Sehr schön, vielen Dank. Es läuft also alles darauf hinaus, die Antwort auf diese Frage zu wissen: wer bin ich? :-)

  • Zitat:

    > “ja, ich mache den Job, der mir Sinn gibt, statt dem, der mir viel
    > Sicherheit und Geld bringt.
    >
    > Das alles ist nicht „vernünftig“. Und wenn man so entscheidet, dann ist
    > man auf eine gewisse Art und Weise anders.”

    Wie kann es denn nicht vernünftig sein, den Job zu machen der mir Sinn gibt? Wie verkehrt ist doch unsere Welt, wenn man dann “anders” ist…

  • Lieber Mathias,

    Du hast mir aus dem Herzen gesprochen und Danke Euch allen für das ehrliche Teilen. Deinen Mut machenden Artikel kann ich gerade heute gut gebrauchen. Anders als bei Dir wurde ich von außen durch eine existenzielle, fast tödliche Krise zur Entscheidung für meine Genesung gezwungen. Und das hieß erst einmal für lange Zeit anhalten und nicht mehr weiter gehen. Und dann durfte ich erkennen, dass sich in diesem Prozess mein Herzensweg offenbarte, den ich immer nur für heute gehe. Auch ich gewinne die Einsicht, dasss es meiner Natur nicht entspricht, auf die klassische Art Karriere zu machen. Und ich habe erfahren und erfahre es jeden Tag, dass meine Sicherheit nicht von außen kommt, sondern aus meinem Inneren. Und wenn die Existenzängste wieder kommen, und das tun sie garantiert, teile ich sie mit meinen WeggefährtInnen und verbinde mich mit der spirituellen Kraft in mir.

    Euch allen einen “herzlichen” 1. Advent

  • Hallo Nehle,

    Wahlmöglichkeiten haben nichts mit Luxus zu tun. Man hat immer zwei Möglichkeiten. Wenn man sich für den Herzensweg entscheidet, muss man unter heutigen Bedingungen oft sehr viele Opfer bringen.
    Viele Deiner Klienten haben wahrscheinlich nur noch die Wahl zwischen Arbeit und krank oder keine Arbeit und gesund. Obwohl Arbeitslosigkeit alles andere als gesund ist.
    Viele der arbeitenden Menschen haben genau wie DU nur noch die Wahl zwischen Arbeit und halb Burn-out , oder Arbeitslosigkeit. Unsere Wahlmöglichkeiten beschränken sich nur noch darauf das kleinere Übel zu wählen. Und da beide Wahlmöglichkeiten eigentlich keine Möglichkeit mehr darstellen, fällt die Auswahl so schwer. Das ist wie mit unserer Scheindemokratie. Wir haben eigentlich keine Wahl, sondern nur eine Scheinwahl.
    Der Vorteil einer Scheinwahl ist immer, das man sagen kann, „Du hast selber Schuld, du hast Dir das ja ausgesucht“. Wenn man sich nicht auf die Scheinwahl einlässt, sagt man :
    Du machst nichts aus Deinem Leben weil du nicht genügend unternimmst, oder keine Ziele hast“.
    Man hat ja oft nur einen kurzen Zeitraum wo man berufliche Wahlmöglichkeiten hat. Am Anfang der Karriere aber nur wenn man einen Superabschluss gemacht hat, oder im mittleren Alter wenn man gute Berufserfahrungen gemacht hat. Ab einem gewissen Alter wird es dann schon sehr schwer.
    Das Problem ist, das Arbeitgeber Menschen solange verheizen, solange der Nachschub an Menschenmaterial vorhanden ist. So langsam glaube ich das unserer jetziges System am Ende angekommen ist. Die Menschen können nicht mehr, die Finanzsysteme sind schon lange am Ende und nun droht uns wieder Krieg.

  • Wenn der Mensch als eigenständige Persönlichkeit dies auslebt, schwimmt er gegen den Strom.. Er ist nicht angepasst und nicht so leicht lenkbar.
    Ich bin seit fast 20 Jahren selbständig und kann war immer ehrlich. Gesellschaftliche Regeln, die das eigene Denken ausschalten, gelten für mich nicht – Da gibt es ja nicht unbedingt so viele.
    Ich bin vollkommen gesund, lebe nach der Komplementärmedizin.
    Danke für den Beitrag!

  • Das Wesentliche liegt meines Erachtens in der Möglichkeit überhaupt eine Wahl zu haben und gleichwohl die Ambivalenz, die Zwiefel, die Risiken wahrzunehmen. Die “Probleme” erscheinen wie Luxus, solange diese Wahl besteht.
    Es gibt so viele andere Lebenswege, da stellen sich solche Fragen gar nicht – oder auch wieder ganz anders. Ich arbeite in der beruflichen Rehabilitation – selbst immer nahe am Burn-out – und sowohl mein eigener beruflicher Weg als auch der vieler unserer Klienten lassen kaum Spielräume zu oder erkennen. “Armut” ist eine “schreckliche Alternative” und die Entscheidung “für “irgendein” Geldverdienen kann genauso schrecklich sein – und trotzdem bleibt oft “nur” eine oder wenige Möglichkeiten.
    Was ist übrigens mit all den Menschen “umgekehrt”? Die gerne Karriere gemacht hätten und aus “….” Gründen heraus, diese Chancen nicht ergreifen konnten und darunter leiden. Was ist mit all den Menschen, die mehr können und wollen und dieses nicht verwirklichen “können” – warum auch immer?
    Da liegt auch ein Potenzial von Kummer und ungelebtem Leistungsvermögen, was sehr sehr schmerzhaft ist oder sein kann.
    So “einfach” – und schwarz/weiß ist das Leben für die meisten Menschen nicht. Diese Polarisierung trifft die Entscheidung, ob Karriere oder Herzensweg, für mich jedenfalls so nicht!
    Ich kann alle diejenigen, die sich in einer solchen Situation befinden nur beglückwünschen zu ihren tollen Möglichkeiten und wünsche ihnen gute Entscheidungen.
    Herzliche Grüße
    von Nele

  • Hi!
    Der Artikel reißt mich hin und her, und ebenso die Beiträge dazu. Auch im empfand, dass er ein bisschen konstruiert klang. Auch ich fühlte mich angesprochen, weil es um die Frage geht, ob das Maß im Innen oder im Außen zu suchen ist. Was würdet Ihr tun, wenn Ihr in ein und demselben Job Burn-out genauso erlebt habt wie tiefe Herzenserfüllung? Wenn Ihr wegen der Anpassung ans Außen die Balance verloren habt? Wenn durch den damals von mir respektierten Herzensweg der Partnerin jetzt in der Familie doppelte private Insolvenz den Alltag bestimmt, wenn Trennung geschehen ist? Wenn das Insolvenverfahren gar nicht zulässt, dass ich zugunsten eines Herzensweges die Sicherheit des Gegebenen verlasse?

    Es ist so viel kaputt gegangen, dass kaum noch etwas zu verlieren ist. Da kann ich auch nicht mehr viel verlieren, wenn ich meinem Herzen folge? Was wollte doch gleich noch mein Herz?

    Heute habe ich einen Moment Ruhe. Morgen geht das Rennen weiter…

    Einen schönen Sonntag!

    • Ulli

      Hallo Konrad,

      ich glaube viele Menschen würden denn Herzensweg gehen, wenn sie materielle Sicherheit hätten. Darum bin ich für das Grundeinkommen. Das würde zu einer Entspannung unsere Gesellschaft führen. Das ist aber politisch nicht gewollt. Der Mensch wird gezwungen gegen sich selbst und gegen seinen „Konkurrenten“ ( der Mitmensch ist in diesem System Konkurrent, wenn nicht sogar Feind geworden) zu kämpfen. Arbeitslosigkeit ist eigentlich kein Problem, sondern das Zeichen einer produktiven modernen Wirtschaft. Wir sind gut und brauchten eigentlich weniger zu arbeiten, denn die Regale sind voll gestopft mit Waren. Arbeitslosigkeit ist nur ein Zeitgewinn, der uns alle nutzen bringen könnte. Stattdessen wird Arbeitslosigkeit genutzt um eine gnadenlose Konkurrenzsituation zu erzeugen, damit man die Arbeitskraft nicht vernünftig bezahlen muss.
      Ich bin überzeugt, wenn einige Ingenieure oder Wissenschaftler den Herzensweg gehen können, aufgrund des Grundeinkommens, würden sie eine Lösung für unser Energieproblem finden, und damit sämtliche Probleme der Menschheit lösen. Auch das ist nicht gewollt, weil Profiinteressen von einigen wenigen, dagegen sprechen. Oft ist es auch so das Erfindungen verhindert werden, weil sie allen Menschen nützen, aber dann kein Profit mehr gemacht wird. Ein guter Weg um die Welt zu verbessern ist ja der Open Source Ansatz von Linux. Software und Betriebssystem kostenlos. Ein weiterer guter Ansatz sind die freien Medien im Internet, die uns die Wahrheit berichten. Psychologie ist leider auch immer Politisch. Unsere Selbstverwirklichung wird ja bewusst verhindert. Wenn Menschen den Herzensweg gehen können sie nichts verkehrt machen, wenn sie Materiell scheitern liegt es nicht an ihnen.

  • Lieber Mathias,
    ein wirklich sehr schöner und wichtiger Beitrag. Gerade wenn man an einem dieser Scheidewege im Leben steht, hilft es doch sehr, die Geschichten von anderen zu hören. Denn es erfordert viel Kraft, sich von den äußeren Erwartungen und Normen zu lösen. Bei mir ist es schon einige Jahre her, dass ich mich für ein selbstbestimmteres Arbeitsleben entschieden habe, aber auch ich hatte damals viele Zweifel. Zum Glück hatte ich viele tolle Menschen um mich, die mich unterstützt haben und mir Mut gegeben haben.
    Beim Lesen ist mir wieder aufgefallen, wie eng wir das Wort „Karriere“ gesellschaftlich verstehen. Es gibt doch so viele Menschen, die den beschriebenen Weg nicht gehen und eine ganz andere Art von Karriere leben. Und aus meiner Sicht machen diese Menschen eine tolle Karriere. Wenn wir Karriere als „berufliche Laufbahn“ bzw. auch als „beruflichen Aufstieg“ verstehen, so ist ein Aufstieg doch das „Weitergehen“. Und dieses Weitergehen kann doch ganz unterschiedlich aussehen.
    Mir ist auch aufgefallen, dass Erfolg oft mit einem bestimmten Bild verknüpft ist. Wenn ich mir die Frage stelle, ob mir Erfolg wichtig ist, muss ich das ganz klar mit „ja“ beantworten. Ich tue ganz schön viel dafür, um erfolgreich zu sein. Nur definiere ich Erfolg für mich persönlich anders als: „Ich habe einen unbefristeten Vertrag und verdiene viel Geld“. Für mich war es ein wichtiger Schritt zu klären, wie ich persönlich „Erfolg“ sehe. Ich möchte z.B., dass ich möglichst viele Menschen erreiche und ich möchte, dass meine Arbeit gesehen und wertgeschätzt wird. Auch das ist für mich Erfolg. Und ist es nicht auch „Erfolg“, wenn jemand sagt, für mich ist eine 20-Stunden-Woche gut und er oder sie dieses dann auch umsetzt? Kann nicht der Karriereweg auch ein Herzensweg sein? Schließen die beiden sich wirklich aus?
    Auch wenn ich keine hohe Position in einem großen Unternehmen mit einer 60-Stunden-Woche habe und viel Geld verdiene, finde ich daher, dass ich Karriere mache und Erfolg habe. Ich mache Karriere, indem ich beruflich immer einen persönlichen Schritt weiter gehe. Und der sieht je nach Lebensphase immer wieder anders aus.
    Ich wünsche mir daher, dass wir in unserer Gesellschaft lernen, Erfolg und Karriere mit den unterschiedlichsten Lebenswegen und Entscheidungen zu verbinden und öfter sagen: „Herzlichen Glückwunsch dazu, dass Du Deinen nächsten wichtigen Karriereschritt machst, wie auch immer der aussieht.“
    Vielen Dank für den schönen Beitrag und den guten Denkanstoß zum Sonntag!

  • Leider, leider finde ich den Artikel ziemlich “blutleer”. Er wirkt so abstrakt, alles wirklich biographische ist herausgefiltert. Zum Beispiel bleibt offen: Welche zwei Optionen standen tatsächlich zur Wahl? Alles nur angedeutet. Mir will es scheinen, als ob es “die Person” hinter dem Artikel gar nicht gibt und nur die Form des Ich-Berichts gewählt wude, um die allgemeine Botschaft rüberzubringen (die allerdings nicht verkehrt ist), nämlich die Wahl zwischen Karriere und Herzweg.

    Aber als Anregung hat es ja viele Leserinnen und Leser trotzdem berührt und angesprochen – und das ist das Positive, das zählt.

    Ein leicht-kritischer Beitrag aus dem Norden

  • Inhaltsverzeichnis
    Sehr guter, umfangreicher Beitrag mit einer genauen Analyse der heutigen Lage. Ich habe mich für den Herzensweg entschieden, aus 3 Gründen.
    1.) Ich kann nur gute und außergewöhnliche Arbeiten machen, wenn ich meine Talente frei entfalte. Nur wenn ich gute und nützliche Arbeit für eine bessere Welt ( also für meine Mitmenschen ) mache fühle ich Befriedigung. Der Charakter eines Menschen entwickelt sich so wie ein Rose blüht, mit der Zufriedenheit. Ein dauerhaft unzufriedener Mensch entwickelt einen schlechten Charakter. Unzufriedenheit führt zu Hass, Neid, Aggressionen und Wut auf zufriedene Menschen. Diese Wut mindert unsere Intelligenz, wir verlieren die Leistungsfähigkeit und bekommen dadurch Probleme, die uns noch weiter nach unten ziehen. Der Weg meines Herzens führt zur Zufriedenheit und zur inneren Ruhe. Ich entdecke Talente, arbeite weniger aber dafür genauer und mit Freude. Dadurch gelingen die Arbeiten. Durch das positive Ergebnis steigere ich mein Selbstbewusstsein. Dieses führt dazu das ich noch mehr Freude an meiner Arbeit bekomme usw. Es entsteht eine positive Spirale. Wenn man besonders gut ist kann man auch auf dem Herzensweg Karriere machen. Als Arzt, Architekt etc. Als Börsenspekulant oder Banker ist dieses wohl nicht der Fall. Die Gefahr das man gegen sein inneres handeln muss ist zu groß.

    2.) Die meisten Menschen leben angepasst in diesem System. Das System gaukelt den Menschen vor man könnte alles schaffen, wenn man nur fleißig ist. Dieses ist ein geniale Trick, den er führt zur Selbstversklavung. Man arbeitet freiwillig mehr als einem gut tut. Man ist bereit für eine lange Zeit stumpfsinnige Arbeiten zu erledigen, weil man ja irgendwann „Oben“ ist, und dann hat man es besser. Deshalb opfert man seine Gesundheit, Freunde und die Familie. Am Ende ist man ausgebrannt, körperlich und psychisch am Ende und verliert zum Schluss auch noch den Job. Man ist dann geistig nicht mehr in der Lage einen Einkaufszettel zu schreiben. Aber leider ist es so, das „Oben“ diejenigen sind die dort schon immer waren. Ein Blick auf die Bundesregierung zeigt es deutlich. Sitzen dort fleißige, kluge und verantwortungsbewusste Menschen oder skrupellose, dumme Menschen die unsere Welt zerstören. Es sind Handlanger der Menschen die den Ton angeben.

    3.) Leider ist es so, das uns durch das System immer mehr der Herzensweg verbaut wird. Das System greift so ein, das eine Selbstverwirklichung immer schwerer wird. Kluge und kreative Menschen finden immer einen Weg, aber es werden uns immer mehr Steine in den Weg gelegt. Wenn das Finanzsystem zusammenbricht, oder man uns in einen Krieg hineindrängt, dann ist Schluss mit Selbstverwirklichung. Und gerade die Menschen die nicht den Herzensweg gegangen sind haben die Macht. Sie haben diese Position, weil sie alles für ihren Job aufgegeben haben. Dabei sind sie krank geworden. Oft waren sie vorher schon Krank. Viele die dort oben sind, sind Psychopathen. Diese Krankheit ist eine „Schlüsselqualifikation“ mit der man weit nach oben kommt. Irgendwann kommt es wohl wieder zum Kampf zwischen den Karrieremenschen und dem Herzensmenschen. Die einen haben die Macht, die anderen haben nur die Chance, wenn sie die Mehrheit bilden.
    Zur Zeit aber sind diejenigen Menschen in der Mehrheit, die angepasst dahinvegetieren.

  • Auch ich habe wie Lisa spontan gedacht, dass die Stimme der Vernunft hier zu wenig zu Wort kommt. Gerade in Berufen, in denen Menschen ihrem Idealismus folgen (z. B. Sozialarbeiter) kommt es sehr häufig zum Burn-Out. Als alleinerziehende Mutter stehe ich ständig vor dem inneren Konflikt: mache ich die Arbeit, die meinem Herzen entspricht, aber mich und meine Kinder nicht ernährt, oder mache ich die, von der ich gut leben kann. Die Lösung für mich ist: ich mache hauptberuflich die, von der ich gut leben kann und fülle diese mit Herz, indem ich meine Persönlichkeit einbringe. Nebenberuflich gehe ich dann immer noch ein paar Stunden meinem Idealismus nach.

    Leben bedeutet auch Kompromisse machen, gerade dann, wenn man für andere Verantwortung mit trägt. Das muss nicht unglücklich und krank machen….. Entscheidungen muss ich immer wieder treffen, da ich freiberuflich arbeite: “nehme ich nun diesen Job an oder gehe ich an dem Tag mit meinem Kind zur Weihnachtsfeier?” Meistens entscheide ich fürs Kind, aber dieses möchte auch etwas Schönes unter dem Weihnachtsbaum liegen haben…. Und das erfüllt dann auch mein Herz, wenn ich anderen einen Herzenswunsch erfüllen kann. Viele Wege führen nach Rom!

    Danke für die Denkanstöße und allen einen schönen 1. Advent.

  • Hallo zusammen,

    tja, was man so will oder möchte, waren und sind immer die gleichen Fragen, fast bei allen.Ob man nun den einen oder den andere Weg geht,hängt das nicht immer mit dem zusammen wie wir erzogen worden sind?
    Falls man sich für den Gesellschaftlichen Weg entscheidet, mal Hand aufs Herz, Schulter klopfen, Anerkennung Lob etc. das hat doch auch was,kann man sich, so auch nicht, mit Geld kaufen.
    Denke mal die Vergangenheit spielt hier eine der wesentlichen Rollen.
    Wie sehr wurden wir nicht von den Eltern angespornt, getrimmt, genötigt, so zu lernen und zu handeln, damit auch irgentwann mal die Eltern, den Lob der Gesellschaft ernten, was sie doch für tolle gut erzogene Kinder haben.
    Unter diesem Aspekt und mit der, hoffentlichen, Erkenntnis, das man so oder vielleicht, doch, ganz anders ist, geht das Leben sowieso seinen Weg.
    Die eigene Intuition lässt sich nicht von aussen beeinflussen.

    In diesem Sinne, viel Glück und einen tollen Sonntag……

    Grüße aus Köln….Ulli

  • Ich verstehe worauf dieser Artikel hinaus möchte. Mir lässt er aber den Sinn unserer Vernunft zu sehr außer Acht. Spätestens wenn wir Kinder haben, geht es nicht mehr nur um unser eigenes Leben und Versorgung und Sicherheit sind wichtig. Auch dass hier Karriere und Geld dem Herzensweg gegenüber gestellt werden, ist mir zu sehr schwarz und weiß gemalt. Karriere kann Spaß machen. Zudem gibt es nicht den einen Scheideweg. Ist man einen Weg gegangen gibt es klar keinen Weg zurück, aber wie bestimmen kontinuierlich die Richtung. Ich habe viele saudumme Entscheidungen getroffen, die gravierenden Einfluss auf mein Leben haben und ich habe umgelenkt. Gerade ist die Richtung klar, aber in einem Jahr muss ich mich wieder Entscheiden und so wird es bleiben, jede/r trägt die Verantwortung und entscheidet sich wieder und wieder für die selbe oder eine andere Richtung.

  • Wunderbar, großartig…
    Danke, mal wieder der richtige Impuls zum richtigen Zeitpunkt.
    Gestern bekam ich gespiegelt… . Such nicht außen… Und heute der Artikel…. Passt wieder wie fast aufs Auge und berührt mich sehr.
    Danke!
    Einen schönen 1. Advent wünsche ich in die Runde

  • Selbstbild, Selbstannahme sind zentrale Themen in meinem Leben, an denen ich immer werde arbeiten müssen. Deshalb freut mich dieser Artikel ganz besonders! :-)

  • Vielen Dank an die tollen Menschen die hier Ihre Denkensweisen und Erlebnisweisen aufgeschrieben haben.
    Ich kann immer wieder von den eigenen erlebten was Menschen schreiben ganz viel lernen!!!!!!!!!!
    Ich bin auf dem Weg zu mir und meinem wahren Ich, und weiß dann manchmal nicht mehr weiter, jetzt weiß ich wieder mehr um ein Stück meines Weges zu mir selber zu gehen.

    Danke das es Zeitzuleben gibt!!!!

    Ich konnte hier schon viel lernen und verstehen.

  • Ich möchte gar nicht viele Worte machen, sondern nur so viel sagen:
    Vielen Dank für diesen gelungenen Artikel, der mich sehr berührt hat!

  • Sehr guter Beitrag,dessen Thema mit Sicherheit zahlreiche Menschen anspricht.Viele entscheiden sich anfangs für einen bestimmten Weg,einfach nur weil ihn viele Menschen gehen.”Das macht man halt so,das machen doch alle!” Ohne auf seine eigenen Eigenschaften,Stärken und Schwächen und deren Auswirkungen auf das “Ergebnis” zu achten.Es ist jedoch nie zu spät,aus einer fremden Haut in seine eigene zu schlüpfen.Besser spät als nie.
    Im Strom des Lebens sitzen wir zwar alle in einem Boot,nur die einen angeln,während die anderen rudern..

  • @jette: genauso ging es mir auch. habe den weg der vernunft gewählt. es ging auch eine zeitlang gut. bis zum zusammenbruch. vor lauter “anpassung” an berufliche anforderungen habe ich mich selber völlig aus den augen verloren und meine leben ist total auseinandergebrochen (bzw. ich bin zerbrochen). jetzt sammle ich mich so nach und nach wieder ein…..

  • Ein toller Beitrag, den ich selbst sehr gut nachvollziehen kann. Ich hatte einen sehr guten Job, habe gut verdient, war anerkannt, konnte für meinen Lebensunterhalt gut sorgen. Nach einer schweren Erkrankung ist das jetzt nicht mehr so. Ich musste einen neuen Weg, den “Herzensweg” einschlagen ;-) Obwohl ich weiß und spüre. dass es so richtig und sinnvoll ist, plagt mich oft das schlechte Gewissen: kann ich meinen Lebensunterhalt so bestreiten? Ganz wichtig, ich muss erst bei mir selbst schauen, nicht im “Außen”.
    Danke für diesen überaus wertvollen Artikel und einen schönen 1. Advent.

    LG Birte

  • schöner beitrag! für mich war der denkanstoß und die schlüsselstelle … „Kann ich mich selbst annehmen, auch wenn ich keine klassische ‚Karriere‘ mache?“, das beschäftigt mich in der tat häufig im alltag! vor allem dann, wenn ich das gefühl habe, dass mich andere kollegen quasi mit ihrer karriere “überholen”! im grunde natürlich der volle blödsinn, aber gedanklich erwische ich mich hin und wieder und denke: warum stellt sich nicht in mir dieser “klass. karrierewunsch” ein, was macht mich selber aus, als den hier vermeindlichen karriereweg zu gehen … es muss doch noch was anderes geben, als das, was man gemeinhin vorgelebt bekommt! auch innerhalb eines unternehmens, wo es mir sonst gut gefällt! … fühle ich mich hin und her gerissen. soll ich … soll ich nicht? ich hätte sicher die chance, dass ich das schaffe, aber ich habe das gefühl, dass ich nicht dahin passe in diese “karriereebene” des unternehmens. folglich muss ich mich anders orientieren. :) es ist nicht ganz einfach, dass man sich dazu entschließt und das annehmen lernt, aber es geht auf jeden fall positiv weiter! sich selbst annehmen heißt auch zur ruhe kommen, was mir deutlich lieber ist, als “karriere” auf teufel komm raus! :)
    danke für die ideen und zeit zum reflektieren!

  • Guten Morgen, der Beitrag hat mich gerade tief berührt…..das ist wirklich spannend, dass ich mich selber erst einmal in dieser Situation akzeptieren darf und annehmen, wer ich da bin……..ich bin vor einigen Jahren sehr krank geworden, weil ich nicht den Herzensweg, sondern Option 1 gewählt habe. Ich wählte ihn, weil ich glaubte, nur so meine Kinder ernähren und meine Miete zahlen zu können. Bei mir ist sowieso immer der größte Contrapunkt zu Option 2, meine Existenz zu sichern. Durch Zeichen meines Körpers, Burn Out, Angstattacken, fiel dann Option 1 durch das Leben weg……und ich nahm Option 2 wieder in meine Vision……und es geht mir körperlich wieder viel besser. Ich hatte nicht die Akzeptanz von meinem Umfeld, zumindest nicht von allen…….aber ich weiß, das war nicht der Punkt……in eurem Artikel ist das toll beschrieben…..ich selber darf mich in dieser Rolle annehmen und sagen, ja das bin ich auch…..ich wähle, dass es meinem Körper gut geht und führe das Leben, das mein Herz vorgibt. Der Körper ist für mich ein besserer Ratgeber, als mein Kopf.
    Vielen Dank für den Beitrag.
    Jette

  • Wie wahr, wie wahr! Der Artikel trifft für mich mal wieder voll ins Schwarze. Leider :(

    Beruflich träume ich seit Jahren von meinem persönlichen “Herzensweg” (frei, selbstständig und unabhängig arbeiten + leben), finde aber immer wieder Argumente, die dagegen sprechen. Nach kurzer Analyse im Anschluss an diesen Artikel konnte ich dabei keines entdecken, das nicht im “Außen” liegt… Beispiele: Was wenn ich nicht genug verdiene, um davon zu leben? Wie denken andere darüber, z.B. meine Familie, die nicht glaubt, dass ich so was schaffen kann…?

    Die schönste berufliche Zeit hatte ich jedoch – und daran muss ich immer wieder denken – als ich erfolgreich selbstständig war, um mein Studium zu finanzieren… :)

    Danke für diesen großartigen Denkanstoß!

 

Ralf Senftleben

Hallo! Schön, dass du da bist!

Ich bin Ralf und das hier ist meine Seite, Zeit zu leben. Seit 1998 schreibe und forsche ich darüber, wie wir unser Leben selbstbestimmt, kraftvoll und bewusst leben können. Wie wir herausfinden, was wir für unsere Zufriedenheit brauchen, und wie wir erreichen, was wir uns wünschen.

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