Du kommst einfach nicht ins Handeln? Das könnte der Grund dafür sein …

Ins Handeln kommen
Du kannst deine Probleme lösen. Aus eigener Kraft. Ohne Coach und Therapeut.
Wie das geht, lernst du im Selbstcoaching-Programm.

Der Zug rast auf den Abgrund zu. Keiner merkt was.

Die Fahrgäste fühlen sich sicher. Alles ist wie immer.

Noch ist Zeit abzuspringen. Sich zum Lokführer durchzuschlagen. Zu rufen: „Halt, stopp.“ Die Notbremse zu ziehen.

Du siehst dich um. Keiner tut was. Alle bleiben sitzen.

Und insgeheim weißt du:

  • Wenn ich nicht stoppe,
  • wenn ich nichts ändere,
  • wenn ich nicht die Notbremse ziehe,

… dann wird mein Zug entgleisen, in den Abgrund rasen oder zumindest einen sehr ungemütlichen Streckenverlauf nehmen.

Was kann dich retten?

Nur eine beherzte Entscheidung könnte dich retten.

  • Dein Job nervt und das Thema Jobwechsel hält dich nachts wach?
  • Deine Partnerin spricht vom Kinderkriegen. Du bist (noch) nicht bereit?
  • Deine Beziehung ist mehr Last als Liebe? Trennung wäre eine echte Alternative, aber das kannst du doch nicht bringen?
  • Deine Top-Geschäftsidee liegt in der Schublade, aber den Gang zur Gründerberatung schaffst du nicht?
  • Dein Freundeskreis langweilt dich und lässt dich gruseln. Was sollst du da noch? Aber alles hinter dir lassen? Das geht doch auch nicht.

Alle Rettungsversuche gescheitert

Bestimmt hast du schon einiges versucht. Denn du bist ein Mensch, der sein Leben in die Hand nimmt. Du handelst selbstverantwortlich. Aber in dieser einen Sache kommst du irgendwie nicht weiter.

(Vielleicht auch interessant: Wirksame Methoden, um mehr von dem zu bekommen, was du dir wünschst --> Das Selbstcoaching-Programm)

Obwohl du natürlich schon einiges versucht hast.

Ein Mensch wie du hat nach Stellenanzeigen im Netz geschaut.

Das Kinderthema angesprochen. Vielleicht öfter erwähnt, dass das freie, spontane Leben schon toll ist und ein Kind ja auch viel verändern würde.

Ein Mensch wie du träumt davon, als Single neu anzufangen.

Liest alles über Start-ups und hat ein Regal mit schlauen Büchern erfolgreicher Unternehmer.

Ein Mensch wie du ist offen für neue Freunde. Eben Menschen, mit denen man am gleichen Strang zieht.

Aber all diese Schritte bringen dich nicht voran. Du sitzt im Zug, der weiterfährt. Ohne Stopp, ohne Weiche. Parole: „Immer weiter wie gehabt.“

Ganz ehrlich: Wie lange geht es schon so?

Viel wichtiger: Wie lange soll es so noch weitergehen?

Sieh dich um

Vielleicht ist es aber auch viel einfacher, als du denkst.

Vielleicht ist eine einzige Denkfalle für deine Situation verantwortlich.

Denkfalle: Wer A sagt, muss auch B sagen

Das Problem sind die Gedanken. Und zwar nicht nur irgendwelche Gedanken. Sondern Wenn-dann-Gedanken-Ketten.

Nicht immer, aber oft.

Vielleicht ja auch bei dir?

Diese Ketten gehen so:

Wenn ich A mache, dann muss ich auch B tun und das führt dann dazu, dass ich C in Gang bringen muss usw.

Die 11 wirkungsvollsten Selbstcoaching-Methoden --> Zeig sie mir!

Das will ich nicht. Das ist schrecklich. Unangenehm. Bringt mein Leben durcheinander. Außerdem schaff ich das auch gar nicht.

Kennst du das?

Befürchtungen führen dazu, dass du gar nicht entscheidest.

Denk mal kurz an eine Entscheidungssituation, mit der du grad nicht weiterkommst.

Was passiert, wenn du an den ersten naheliegenden Schritt denkst, den du gehen müsstest.

  • Wenn ich mich bewerbe und ein Stellenangebot bekomme, kann ich nicht so einfach ablehnen. Dann muss ich auch zusagen und ernst machen.
  • Wenn ich klar sage, dass ich (noch) kein Kind will, dann müssen wir uns trennen.
  • Wenn ich meine Trennung ernsthaft plane, dann muss ich das auch durchziehen.
  • Wenn ich eine Gründerberatung in Anspruch nehme, dann muss ich Nägel mit Köpfen machen.
  • Wenn ich zu meinen Freunden auf Abstand gehe, werde ich allein sein, mich langweilen und ein uncooler Eigenbrötler werden.

Kannst du damit etwas anfangen?

Oder denkst du: „Ich doch nicht.“

„Ich bin unabhängig. Dieser ‚Man muss doch‘-Mist kommt mir nicht über die Lippen. Das ist doch Spießer-Gelaber aus den 50ern.“

Oder:

„Irgendwelche Gedankenketten spielen bei mir doch keine Rolle. Ich kenn mich besser: Ich entscheide unabhängig und selbstbestimmt.“

Sei ehrlich

Das kann natürlich sein. Und, wenn Befürchtungen wirklich nicht dein Thema sind, dann: herzlichen Glückwunsch.

Ehrlich.

Das ist toll.

Einerseits.

Andererseits auch nicht.

Hier eine gute und eine schlechte Nachricht.

  • die gute: Dein Entscheidungsproblem liegt nicht an den Wenn-dann-Gedanken-Ketten. Prima :-). Denn darum musst du dich schon mal nicht kümmern.
  • die schlechte Nachricht: Du hast gehofft, dass du in diesem Artikel hier erfährst, was dich vom Handeln abhält. Und wenn die Wenn-dann-Gedanken-Ketten dich nicht am Handeln hindern, bist du genauso klug wie vorher. Das ist natürlich ärgerlich. Versteh ich.

Du brauchst also eine andere Lösung.

Falls die Gedankenketten nicht dein Problem sind, schau doch mal hier. Vielleicht hilft dir das weiter: 19 Tipps für gute Entscheidungen.

Falls du aber vermutest: Na ja, an diesen Gedankenketten könnte doch was dran sein. Ich mach mir Sorgen um ungelegte Eier. Genau das bremst mich in meiner Entscheidung.

Dann gilt: Gefahr erkannt. Gefahr gebannt ;-)

Wir lösen gleich dieses Kettenproblem. Aber vorher …

Gedankenketten sind extrem wichtig

Bevor wir uns um das Kettenproblem kümmern, eine megawichtige Sache vorweg:

Es kommt auf den kleinen Unterschied an:

Gedankenketten sind für deine Entscheidungen extrem wichtig. Und zwar immer dann, wenn mit einer Entscheidung wirklich ernstzunehmende Konsequenzen verbunden sind.

Am deutlichsten wird das bei der Familiengründung.

Wenn ihr euch entscheidet, nicht zu verhüten, hat das Konsequenzen, die ihr ernst nehmen solltet.

Wer nicht verhütet, kann schwanger werden. Und wer schwanger wird, hat hoffentlich in ein paar Monaten ein neues Leben zur Welt gebracht. Wer clever ist, überlegt also vorher. Oder freut sich einfach über das, was da an Abenteuer auf ihn zukommt.

Aber auch in anderen Entscheidungsfragen hilft es, sich vorher Gedanken zu machen.

Wer seinem Chef eine Kündigung auf den Tisch legt, wird in Kürze diesen Arbeitsplatz nicht mehr haben. Eine Konsequenz, die du ernst nehmen solltest. Und die natürlich wichtig für deine Entscheidung ist, den Job zu kündigen.

„Konsequenzen, die realistisch gesehen eintreten werden, solltest du unbedingt mitberücksichtigen.“

Gedankenketten können extrem hinderlich sein

Gedankenketten sind aber total hinderlich, wenn es um Konsequenzen geht, die lediglich in deinem Kopf existieren.

  • Wenn du mit deiner Partnerin, deinem Partner über deinen Kinderwunsch sprichst, ist noch gar nichts passiert. Selbst wenn er eine völlig andere Ansicht hat als du, kannst du entscheiden: Wie geh ich damit jetzt um? Ihr könnt nur gewinnen, denn es gibt keine zwangsläufigen Konsequenzen.
  • Wenn du dich auf interessante Stellen bewirbst, gibt es keine realen Konsequenzen. Du kannst mögliche Einladungen zum Vorstellungsgespräch absagen. Du kannst sogar attraktive Stellenangebote absagen, weil du dich dann bewusst dafür entscheidest, erst einmal nichts zu verändern.
  • Wenn du konkret über eine Trennung nachdenkst. Dich fragst: Was würde das bedeuten? Wie würde ich das genau machen? Wie würde mein Alltag dann aussehen? Dann ist das extrem sinnvoll und hat keine Konsequenzen. Du gehst einfach nur einen weiteren guten Schritt auf deinem Weg in einem selbstbestimmten Leben voran.

Die Lösung ist: Du musst unterscheiden:

  • Beinhalten deine Gedankenketten realistische Konsequenzen, die du auf jeden Fall berücksichtigen solltest?
  • Oder sind sie wie Schatten in der Dämmerung und sie verschwinden, sobald etwas Licht darauf fällt?

Finde einen wirklich hilfreichen Umgang mit deinen Gedankenketten

Steckst du in einer Entscheidungssituation, bei der du nicht weiterkommst?

Dann geh diese beiden Schritte und deine Gedankenketten stehen dir nicht länger im Weg.

Schritt 1: Welche Gedankenketten entstehen, wenn du an deine Entscheidungssituation denkst?

Um herauszufinden, wie es bei dir mit den Gedankenketten steht, denk am besten „schriftlich“. Hol dir Zettel und Stift und beschreibe kurz, nur für dich, deine Entscheidungssituation.

Beginne z. B. mit „Wenn ich jetzt A mache, dann bedeutet das …“ Und dann schreib alles auf, was dir dazu einfällt.

Nun zu Schritt 2.

Schritt 2: Stell dir nun folgende Fragen:

  • Hat Schritt A wirklich Schritt B zur Folge?
  • Wird B wirklich passieren oder passieren müssen, nur weil ich A gegangen bin?
  • Können nicht auch viele andere Dinge passieren?

Falls du merkst: Das ist ja gar nicht so zwangsläufig, wie ich dachte. A ist ja einfach nur A. Und B ist wieder eine ganz neue Entscheidung.

Dann atme einmal tief durch.

Mach dir bewusst: Dein „B“ ist ein Gespenst. Es ist nur ein Gedanke. Ein Gedanke, der für Schritt A tatsächlich gar keine Rolle spielt.

Wichtig ist im Moment nur A:

  • Ich spreche mit meiner Freundin über meine Gedanken zum Elternwerden.
  • Ich schicke jetzt einfach mal drei Bewerbungen und gucke, was passiert.
  • Ich überlege mir ernsthaft, wie eine Trennung aussehen könnte. Mit allen Konsequenzen.
  • Ich gehe zur Gründerberatung und informiere mich, was eine Geschäftsgründung für mich bedeutet.
  • Ich gehe etwas auf Abstand zu meinem Freundeskreis und nutze die Zeit, um neue Leute kennen zu lernen.

Vielleicht merkst du, dass der Druck ein wenig nachlässt.

Und falls nicht, dann wiederhole den Gedankengang aus Schritt 2 in den nächsten Tagen immer mal wieder. Denn so machst du dir bewusst, dass du dich von einem Gedankenketten-Gespenst hast einschüchtern lassen. Es kann etwas Zeit brauchen, Gespenster zu verscheuchen. Aber sie verschwinden, wenn du dranbleibst.

Du gewinnst deine Freiheit zurück

Was hast du zu gewinnen?

Nichts weniger als deine Freiheit.

Die Freiheit, deinen nächsten Schritt zu entscheiden.

Entscheide dich für deinen nächsten Schritt. Geh ihn. Trau dich.

Du wirst vielleicht Zeit, Nerven und Mühe einsetzen müssen. Aber mehr wird nicht passieren.

Hast du noch Zweifel? Was ist, wenn die Gedankenkette doch aus realistischen Befürchtungen besteht?

Was wenn aus A doch zwangsläufig B folgt?

Wenn dein nächster Schritt darin besteht, eine Entscheidung mit ganz realen Folgen zu treffen?

Dich zum Beispiel tatsächlich zu trennen, den Job zu kündigen, schwanger zu werden, in die Selbstständigkeit zu gehen?

Gerade dann solltest du deine Entscheidung nicht aufschieben.

Du solltest dich ihr stellen.

Denn Menschen, die ihr Leben in die Hand nehmen, treffen Entscheidungen. Sie laufen nicht weg. Halten sich nicht die Augen zu. Oder lassen gar andere für sich entscheiden.

Selbstbestimmte Menschen entscheiden bewusst. Auch, wenn die Trägheit manchmal schwerer wiegt. Oder die mangelnde Zuversicht, einen besseren Job zu bekommen.

Selbstbestimmte Menschen setzen sich mit ihrer Trägheit, der Verzagtheit und mangelnden Motivation auseinander. Und finden einen Weg, letztendlich eine bewusste Entscheidung zu treffen. Und sei es vielleicht die, dass sie im Moment keine Entscheidung treffen wollen ;-)

Ich denke, dass du so ein Mensch bist. Denn sonst hättest du nicht so weit gelesen.

Bewusst entscheiden

Hier zwei Hinweise, wie du dich bewusst entscheiden kannst. Gerade auch, wenn es richtig schwierig ist:

  • Wie du richtig schwierige Entscheidungen treffen kannst, erfährst du von Ruth Chang. Ein Weg, der anders ist als viele andere. Der nichts mit Pro und Contra oder langen Argumentationen des Für und Wider zu tun hat. Der aber vielleicht deine Lösung für eine schwere Entscheidung sein kann.
  • Welche Optionen es vielleicht noch geben kann, findest du mit dieser Methode heraus. Denn oft sind wir wie ein Maulwurf im Tageslicht. Wir sehen nichts und schon gar nicht, welche Wege noch alle möglich wären. Diese Methode macht dich sehend.

Es ist egal, um welche Entscheidung es bei dir geht.

Entscheide bewusst. Denn das bist du dir wert.

Nimm dich ernst und sei es dir wert

Vielleicht hast du auch schon mal von der australischen Krankenschwester Bronnie Ware gehört, die Menschen auf dem Sterbebett nach ihrem Leben befragt hat. Eine tolle Studie.

Das, was sie am meisten zu hören bekam, war: Reue.

Sehr viele der Sterbenden haben bereut, nicht das getan zu haben, was sie wirklich wollten.

Und was tust du, wenn du nur auf deine Ängste hörst? Wenn du wichtige Entscheidungen einfach aussitzt oder vertagst?

Genau: Du tust nicht das, was du wirklich willst.

Bewusste Entscheidungen sind das Gegengift dafür. Wenn du dich bewusst entscheidest, dann wirst du das am Ende deines Lebens nicht bereuen.

Deswegen nimm dich ernst und sei es dir wert: Entscheide dich bewusst für den nächsten Schritt. Denn nur du kannst ihn gehen. Wenn du nicht entscheidest, entscheiden andere für dich.

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Kommentare

  • Eines fehlt bei den Anregungen und gehört ganz an den Anfang aller Gedankenketten :

    “Will ICH das wirklich oder meine ich nur, es wollen zu SOLLEN”
    z.B. weil andere meinen, dass das gut für mich wäre,
    weil man doch bei meiner Ausbildung….,
    weil doch alle in meinem Alter….. / weil ich als Mann/ich als Frau doch ….
    usw. usf.

    Und die Frage: “Was bringt es mir/wofür ist es gut?” = “Worum geht es hierbei eigentlich wirklich?”

    Und daran schließt sich unumgehbar dann das an, was schon im Artikel angesprochen wurde:
    Bin ich bereit den Preis dafür zu bezahlen (die Konsequenzen) ?

    Abgesehen davon, glaube ich, dass es noch nie einen Menschen gab, der gegen seine Interessen gehandelt hat. Also wenn ich etwas nicht tue, immer wieder aufschiebe, dann ist das Interesse am Nichttun im MOMENT wertvoller für mich.
    Auch dem gilt es nachzuspüren.

  • “Hör wenigstens auf zu graben, wenn Du merkst, dass Du eh schon in einem tiefen Loch bist” ;-)

 

Ralf Senftleben

Hallo! Schön, dass du da bist!

Ich bin Ralf und das hier ist meine Seite, Zeit zu leben. Seit 1998 schreibe und forsche ich darüber, wie wir unser Leben selbstbestimmt, kraftvoll und bewusst leben können. Wie wir herausfinden, was wir für unsere Zufriedenheit brauchen, und wie wir erreichen, was wir uns wünschen.

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