Prinzipien reloaded

Prinzipien reloaded

Heute noch ein paar weitere Regeln und Prinzipien, die in meinem Kopf rumschwirren.

Go.

  1. Nutze 10 % der Zeit, um das Problem zu verstehen, und 90 %, um das Problem zu lösen. Oder anders gesagt: Plane und denke nicht so lange, sondern fang an, etwas zu tun. Denn im Tun lernst du mehr als in der Analyse.
  2. Du musst nicht jeden mögen und darfst dir die Menschen aussuchen, mit denen du deine Zeit verbringen möchtest. Viele Menschen passen einfach nicht zu dir und das ist o. k.
  3. Es ist o. k., Fehler zu haben, solange du mit diesen Fehlern weder dir noch anderen schadest. Investiere deine Zeit eher nicht in die Behebung deiner Fehler, sondern lache einfach darüber. Versuche lieber richtig gut in dem zu werden, wo du deine Stärken hast.
  4. Es ist o. k., Fehler zu machen. Denn die meisten Fehler lassen sich korrigieren. Lasse dich nie durch die Angst vor Fehlern oder vor dem Scheitern von deinen Zielen abbringen.
  5. Lasse dich auch nie von deiner eigenen Unfähigkeit aufhalten. Wenn du etwas gerne tust, dann tue es, auch wenn du darin schlecht bist. Wenn du es gerne tust und dabei bleibst, wirst du wahrscheinlich mit der Zeit besser. Vielleicht irgendwann sogar meisterlich. Wer weiß.

Diese Regeln sind natürlich nicht in meinem Kopf gewachsen. Vieles ist geklaut aus den verschiedensten Büchern, die ich über die Jahre gelesen habe.

Übrigens macht es Sinn, sich die eigenen Regeln öfters mal vorzunehmen und sich selbst zu fragen:

„Halte ich mich an meine Regeln? Lebe ich meine Regeln?“

Das macht insbesondere dann Sinn, wenn du gerade wegen irgendetwas frustriert bist. Denn die Ursache dafür ist oft, dass du gerade eine deiner eigenen Regeln missachtet hast.

Und wenn du das erkennst, ist der Lösungsweg dann einfach. Du musst dich nur wieder an deine Regeln halten.

Das geht natürlich nur, wenn du gute, lebensdienliche Regeln hast.

Ich wünsch dir ein geregeltes Leben. Aber mit vielen Freiräumen.

Ralf

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Kommentare

  • Die Empfehlung zu Punkt 1 finde ich halbgar. Denn im letzten Satz wird klar, wo sie gilt: “Denn im Tun lernst du mehr als in der Analyse.” Es geht aber nicht immer ums Lernen. Häufiger geht es vorrangig um das Abstellen von Störungen. Wenn es sich um wiederkehrende (also mehr als einmal auftrende) oder schwerwiegende Störungen handelt, sprechen wir z.B. im Service Management erst von Problemen (Fehlendes Papier im Drucker ist eine Störung, aber kein Problem – wie man sicherstellt, dass nicht alle paar Tage das Papier leer ist, ist dagegen eine Problemstellung). Natürlich will man bei der Problemlösung lernen, wie solche Störungen künftig zu vermeiden sind. Aber das Lernen ist nicht Hauptzweck bzw. der Zweck an sich, sondern Mittel zum Zweck. Es gibt auch alternative Mittel (z.B. den Rat von jemandem einzuholen, der die Lernkurve schon hinter sich gebracht hat).

    Zu Punkt 3: Ich habe Fehler und ich schade mir auch selbst damit – und jetzt? Gilt der Satz “Investiere deine Zeit eher nicht in die Behebung deiner Fehler” dann immer noch?

    Bei Punkt 5 fehlt für mich die Einschränkung “solange du deinen Mitmenschen nicht damit auf den Senkel gehst”. Wenn der Nachbar nicht singen kann und es trotzdem lautstark ständig tut, dann ist das nichts als eine Zumutung. Und ihn darin auch noch zu bestärken eine Frechheit.

  • Ihr habt noch eine weitere (andere) “goldene” Regel vergessen; nämlich:

    Behandele Deine Mitmenschen, wie DU zu behandelt werden wünschst!

    Das sagt schon alles!

    Wenn Du schlagen willst, schlag’ zu! Dann musst Du aber auch das “Echo” abkönnen (vertragen)! Willst Du aber, dass man DIR mit Freundlichkeit, Nachsicht, Umgänglich- und Verträglichkeit entgegentritt, dann behandele Deine Menschen ebenso.

    Sicher, man kann zwar etwas sehen (wahrnehmen) und sich eine Meinung darüber bilden (z. B. zum extremen Übergewicht eines Menschen). Nur man sollte sich ganz dringend davor hüten, diesen Menschen zu verurteilen.

    Nicht immer ist das extreme Übergewicht zwingend falscher Ernährung geschul-det, sondern kann auch von Medikamenten (“Risiken und Nebenwirkungen”) oder bestimmter Erkrankungen.

    Ähnlich verhält es sich mit Beschwerden (bei Ämtern oder im Einzelhandel). Wenn man hereingepoltert kommt – getreu dem Motto – “Was beschäftigen Sie hier für unfähige Flach-Pfeifen?!”, wird man zu hören kriegen “Gute Frau/ werter Herr: Ich weiss nicht, wer Sie sind und wo Ihr Problem liegt. Aber wissen Sie was: Gehen Sie doch bitte nochmal vor die Tür und regen Sie sich ab! Wenn Sie von “Palme 7″ ‘run-ter sind, dürfen Sie gerne wiederkommen und dann können wir alles ganz in Ruhe klären!” Hilfreich können dabei sein, sich einen “Hirns-Zettel” (Gedächtnisstütze) zu fertigen (damit man auch wirklich nichts, was man geklärt haben will, vergisst) und ggf. mit anderen (z. B. Freunden) die eventuelle (Angst-)Situation “durchspielen”.

    Sprich: Z. B. Nicole ist die fragliche Sacharbeiterin (nennen wir sie mal “Müller”), man selbst ist der (ihr) “Klient” (über dessen formale Dinge sie entscheidet). So – nun sprich mal an, was DIR wichtig ist!

    Denn: Gegenüber Familienangehörigen/ Freunden ist man viel freundlicher.

    Oder: Wenn ich eine (moralische) “Stütze” (die mir wohl gesonnen ist, um meine Belange/ Bedürfnisse weiss) dabei haben will, spreche ich mit ihr an, wie ihre Hilfe (für mich) aussehen soll.

    Z. B. Ich spreche mit Frau Müller mein Anliegen an, sie versteht aber (inhaltlich) nicht, was ich meine. Dann könnte Nicole sagen “Frau Schneiders Problem sieht so so und so aus. Nun müsste dies, das und jenes so und so angegangen werden.”.

    Oder ich versuche es zunächst allein zu klären und Nicole “klinkt” sich bei entsprechenden Verständnis-Problemen (seitens Frau Müller) “ein”.

    Es kann aber auch so ausgehen, dass ich das Problem (persönlich) ganz allein kläre. Aber die (persönliche) Anwesenheit ist mir (bei dem schwierigen Gespräch) moralische Stütze.

    Denn: Oftmals sind unsere (Gedanken-)”Monster” gar nicht so groß, wie sie uns er-scheinen.

  • Ich kann Paula nur zustimmen. Ich glaube, wir alle erfinden das Rad nicht neu.
    Doch manchmal ist die Zusammensetzung neu und auch verständlicher.
    Danke für deine Ehrlichkeit, die für mich keine neagtive Schwingung hatte. Musste schmunzeln.

    Angelika

  • Die praktische Erfahrung, dass man 80% zur Problembeschreibung braucht, aber nur 20% zur Lösung, weil ergo meist die Beschreibung des Problems schon die Lösung beinhaltet.
    Viel schwerer ist beispielsweise ein Problem als solches zu erkennen oder noch schwieriger anzuerkennen, man denke z.B. an die Alkoholiker und fälschlicherweise genannten Co-Alkoholiker, besser über familiäre und freundschaftliche Beziehungen zu Betroffenen definiert und sich manchmal mitschuldig fühlend.
    Bei der Lösung eines Problems die bekannte Pareto-Regel anwenden. d.h. mit 20% Aufwand 80% der Lösung erreichen, also kein Perfektionismus.
    Dann gibt es Probleme, die sind momentan nicht lösbar, wie den Flug zum Mars, oder die Gottesfrage oder Theodizeefrage zu lösen. Von solchen Problemen sollte man die Finger lassen, bei denen schon Hochbegabte und Koryhäen scheiterten wird man auch selbst nicht besser sein – meistens nicht.

  • In meinen Augen bedeutet es eine Herabsetzung des Selbst, wenn ich sage, die Sachen geklaut zu haben. Ich habe die Dinge gesammelt und zu einem neuen Blumenstrauß filigran zusammen gesetzt. Sogar wenn es nur ironisch gemeint war, ist dieser negative Eindruck entstanden, die negative Energie ist in der Welt und keine Macht des Universums kann es ungeschehen machen.
    Schade

    • Paula schreibt am 29. Oktober 2017

      Haha, ich habe mich an dieser Formulierung überhaupt nicht gestört, sondern fand es gerade gut, auch wenn es banal ist, dass Ralf hier ehrlich ist, ein ehrlicher Klauer:)

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