Prioritäten richtig setzen. Was erfolgreiche Selbstständige und Kreative anders machen.

Prioritaeten

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Wenn ich Teil einer größeren Organisation bin, dann ist das Leben einfach. Dann legt jemand anderes meine Prioritäten fest und sagt mir, was ich tun soll.

Jemand sagt: Mach A. Ich mache A. Aufgabe erfüllt. Ich kann zufrieden nach Hause gehen. Wunderbar.

Und was, wenn A gar nicht sinnvoll war? Oder wenn es etwas viel Wichtigeres als A für mich zu tun gegeben hätte?

Hey, das ist doch nicht meine Verantwortung.

Es ist nicht meine Aufgabe, die Prioritäten vorzugeben. Ich bin nur ein Rädchen im Getriebe. Ich mache nur das, was mir gesagt wird.

Aber was, wenn du den Hut aufhast?

Aber was, wenn ich selbstständig bin?

Oder wenn ich ein Kreativer bin? Eine Podcasterin, ein Youtuber, ein freier Modedesigner oder eine Fotografin?

Oder was ist, wenn ich Vorsitzender in einem Verein bin?

Oder wenn ich die Chefin einer Abteilung bin? Und wenn ich selbst für die Strategie und die Richtung meines Teams zuständig bin?

In all diesen Fällen ist es ja an mir zu bestimmen, welche Aufgaben die meiste Zeit und die größte Liebe bekommen.

Ich muss entscheiden, was Priorität hat und was nicht. Ich muss meine Prioritäten setzen. Denn die Prioritäten bestimmen nun einmal, ob ein Projekt, eine Selbstständigkeit, eine Abteilung oder ein Verein erfolgreich ist. Oder ob die Sache den Bach runtergeht.

Was genau sind Prioritäten?

Prioritäten sind wichtig. Sie sind grundlegend. Sie bestimmen, ob eine Sache langfristig klappt oder nicht.

Und wenn die Prioritäten so wichtig sind, dann lass uns noch mal genauer beleuchten, was Priorität genau bedeutet.

Im Wörterbuch steht, dass eine Priorität das ist, was Vorrang hat. Was also zuerst kommt. Was an der ersten Stelle steht.

Was Priorität hat, darum kümmere ich mich also immer zuerst.

Aber wir reden ja hier über die Organisation von Selbstständigkeiten, von kreativen Projekten oder Abteilungen. Und deswegen würde ich eine Priorität gerne noch etwas weiter definieren. Und zwar:

Eine Priorität ist eine Aufgabe,

  • die einen substanziellen Teil meiner Zeit, Liebe und Schaffenskraft abbekommt,
  • in die viel investiert wird und
  • die deswegen idealerweise immer zuerst erledigt wird, damit sie nicht hinten runterfällt.

Für eine erfolgreiche Autorin könnte es zum Beispiel Priorität haben zu schreiben. Sich also jeden Tag mehrere Stunden hinzusetzen und Texte in seine Tastatur zu hämmern.

Ein aufstrebender Selbstständiger könnte es zu seiner Priorität machen, jeden Tag Kunden zu finden und Aufträge an Land zu ziehen. Und später könnte es dann Priorität haben, die Aufträge und die Probleme seiner Kunden punktgenau nabzuarbeiten, damit er später Empfehlungen bekommt.

Oder für eine kluge Abteilungsleiterin könnte es die Priorität sein, viel mit ihren Mitarbeitern zu reden, um herauszufinden, wie diese ihre Arbeit noch freudvoller und motivierter erledigen können.

Eine Priorität ist also das, was an die erste Stelle gestellt wird und den größten Teil der Aufmerksamkeit, Zeit und des Geldes abbekommt.

Aber es gibt noch eine wichtige Sache, und zwar: Es kann nur eine oder höchstens zwei Prioritäten zu einem Zeitpunkt geben.

Es können nur ganz wenige Dinge zuerst kommen und am wichtigsten sein.

Denn wenn zu viele Dinge am wichtigsten sind, ist wieder nichts wichtig.

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Es kann schon verschiedene Prioritäten geben. Aber immer nur nacheinander und nie gleichzeitig.

Und noch etwas: Was für dich Priorität hat, erkennt man nicht daran, was du sagst. Ein Buchautor kann 1000-mal sagen, dass das Schreiben für ihn Priorität hat. Wenn er den ganzen Tag im Internet surft und sich ablenkt, dann hat das Internetsurfen für ihn Priorität und nicht das Schreiben.

Eine Priorität ist also etwas, das ich durch mein Handeln beweise und nicht durch das, was ich anderen oder mir selbst erzähle.

Eine Priorität ist das, worein ich einen Großteil meiner Liebe, Zeit, Schaffenskraft und sogar meines Geldes investiere. Dann hat eine Sache für mich wirklich und wahrhaftig Priorität.

Prioritäten sind entscheidend

Also noch einmal: Gute Prioritäten sind entscheidend für den Erfolg einer Sache.

Denn wenn du etwas erreichen willst, gibt es ja meistens ganz viele Wege dahin. Du kannst die Sache immer aus verschiedenen Richtungen angehen.

Es gibt so viele Möglichkeiten, an einer Sache zu arbeiten, und je komplexer die Welt wird, desto mehr Möglichkeiten gibt es.

Als Kreativer kann ich mich zum Beispiel auf das kreative Schaffen konzentrieren. Also darauf, jeden Tag für 4 oder 5 Stunden großartige Musik zu komponieren, Bücher zu schreiben, zu fotografieren, zu malen oder Videos zu drehen.

Oder ich kann mich darauf konzentrieren, möglichst viele Multiplikatoren kennenzulernen, um mich in meiner Szene gut zu positionieren.

Oder ich kann mich darauf konzentrieren, möglichst viele Instagram-Likes zu bekommen, um meine Werke bei möglichen Fans bekannter zu machen.

Oder als Teamleiter kannst du es zur Priorität machen, deine Kosten zu senken, deine Prozesse zu optimieren, das Betriebsklima zu verbessern, den Krankenstand zu senken oder irgendeine andere betriebswirtschaftliche Kennzahl zu verschieben.

Es gibt so viele unterschiedliche Dinge, die wir tun können. Manche davon führen uns dahin, wo wir hinwollen. Andere sind reine Zeitverschwendung.

Ja, es führen wirklich meistens verschiedene Wege zum Erfolg. Aber nur dann, wenn ich diesen einen Weg zu meiner Priorität mache. Wenn ich diesen einen Weg fokussiert und mit einem Großteil meiner Zeit, meiner Liebe und Schaffenskraft angehe.

Aber wenn ich meine Schaffenskraft mal hier- und mal dorthin sprenkele, dann kommt meistens an keiner Ecke etwas Tragfähiges dabei heraus.

Deswegen sind Prioritäten so wichtig. Weil sie mich dazu bringen, meine Kräfte zu fokussieren und in einem Teilbereich möglichst schnell Erfolgserlebnisse zu erzielen, statt an 10 Fronten nur sehr langsam voranzukommen, so dass ich nie Erfolge sehe.

Deswegen: Gute Prioritäten sind entscheidend. Sie entscheiden oft über Erfolg oder Scheitern eines Künstlers, eines Vorhabens oder einer Karriere.

Du kannst das mit den Prioritäten sogar noch weiter treiben: Auch wenn du das große Projekt „Leben“ betrachtest, dann entscheiden deine Prioritäten, ob dein Leben erfolgreich ist oder nicht. Also wie zufrieden du bist, wie viel Freude du erlebst, wie wohl du dich in deinem Leben fühlst. Denn auch das hängt davon ab, in welche Dinge du im Leben die meiste Liebe, Zeit, Schaffenskraft und Geld investierst. Aber das nur am Rande, denn hier soll es ja eher um Selbstständige, Kreative und Führungspersonen gehen.

Wie finde ich denn gute und kluge Prioritäten?

O. k., wenn Prioritäten nun so wichtig sind, wie finde ich denn die richtigen für mich?

Hier gilt, wie schon gesagt, dass oft verschiedene Wege zum Ziel führen.

Und es gibt hier auch keine allgemeingültigen Regeln. Weil deine Prioritäten auch immer von deiner Persönlichkeit und deinen Stärken und Schwächen abhängen sollten.

Ein schüchterner und menschenscheuer Selbstständiger sollte es vielleicht nicht zu seiner Priorität machen, jeden Tag per Telefon 20 mögliche Kunden anzurufen, um Aufträge zu gewinnen.

Für den extrovertierten Selbstständigen wäre das vielleicht durchaus ein guter Weg.

Ich kann dir also nicht sagen, welche Prioritäten du konkret setzen sollst. Aber ich kann dir ein paar Fragen zeigen, mit denen du deinen Prioritäten auf die Spur kommen kannst.

Was ist Erfolg für mich? Aus der Antwort ergeben sich deine Prioritäten

Die erste Frage lautet:

„Wie sieht Erfolg eigentlich für mich aus?“

Also, was müsste alles passieren, welche Ergebnisse müsstest du erzielt haben, welches Gefühl willst du erleben, damit du wahrhaftig sagen kannst:

„So, jetzt habe ich es geschafft. Das ist jetzt ein Grund zum Feiern. Ich bin jetzt offiziell nach meinem eigenen Maßstab erfolgreich.“

Wie sieht also Erfolg für dich aus? Diese Frage müsstest du zuerst für dich klären.

Denn eine gute Priorität ist eine Sache, die zum einen zu dir passt, aber zum anderen auch zielführend ist. Das heißt, wenn du dieser Sache genug Liebe, Zeit und Schaffenskraft schenkst, sollte sie dir auch mit einer gewissen Wahrscheinlichkeit etwas bringen und dich zum Erfolg führen.

Aber wenn du entscheiden willst, was dich zu deinem wunderbaren Erfolg führt, musst du erst einmal klar vor Augen haben, wie genau dein bester und schönster Erfolg aussieht. Sonst kannst du ja nicht gut entscheiden, was dich in diese Richtung führt.

„Wie sieht Erfolg für mich aus?“

Das ist also die erste Frage, die es zu beantworten gilt.

Was müsste ich wieder und wieder tun?

Nächste Frage:

„Was müsste ich als Nächstes regelmäßig tun, um in meinem Sinne erfolgreich zu sein?“

Das ist eine ungewöhnliche Frage. Lass sie mich bitte erklären.

Unser Leben wird ja von nichts so sehr bestimmt wie von den Dingen, die wir jeden Tag wieder und wieder tun.

Das sind die Dinge, die uns letztlich im Leben erfolgreich machen oder scheitern lassen.

Jemand, der jeden Tag raucht oder sich jeden Tag nur mit Fastfood ernährt, der scheitert mit einer gewissen Wahrscheinlichkeit früher oder später an der gesundheitlichen Front.

Oder ein Mann, der seine Frau jeden Tag wieder und wieder freundlich, zuvorkommend und liebevoll behandelt, der ist wahrscheinlich eher erfolgreich darin, eine schöne und liebevolle und langanhaltende Ehe zu genießen.

Oder ein Buchautor, der jeden Tag wie ein Uhrwerk 4 Stunden an seinen Büchern schreibt, ist wohl eher erfolgreich darin, viele Bücher zu veröffentlichen.

Wer regelmäßig die Dinge tut, die sinnvoll und zielführend sind, der wird eher erfolgreich sein.

Es sind also die regelmäßigen, die täglichen Dinge, die großartige Dinge hervorbringen.

Wenn wir also über gute, zielführende Prioritäten nachdenken, sollten wir über die Dinge nachdenken, die wir regelmäßig tun. Weil diese einen so großen Einfluss auf unseren Erfolg haben.

Noch einmal kurz zur Definition einer Priorität zurück:

Eine Priorität ist etwas, worein ich sehr viel Zeit, Liebe und Schaffenskraft investiere.

Zeit ist dabei also ein besonders wichtiger Faktor.

Das bedeutet, wenn ich über Prioritäten nachdenke, dann sollte ich über Dinge nachdenken, die ich wahrscheinlich ein oder mehrmals die Woche tue, ja vielleicht sogar täglich. Und ich tue diese Dinge nicht nur für ein paar Minuten. Eher regelmäßig für 30 Minuten oder mehr.

Denn daran erkenne ich meine Prioritäten. Daran, dass ich bereit bin, wirklich etwas dafür zu investieren.

Vielleicht nicht für immer diese eine Sache. Aber zumindest für einen längeren Zeitraum diese eine Sache.

Denn was ich oft und viel tue, das ist dann wohl meine wirkliche Priorität.

Und deswegen die Frage:

„Was müsste ich als Nächstes regelmäßig tun, um erfolgreich zu sein?“

Einige Beispiele für handlungsorientierte Prioritäten

Für einen Buchautor wäre das:

„Jeden Tag mindestens 2 Stunden schreiben.“

Ein selbstständiger Webdesigner könnte sagen:

  • „Natürlich jeden Arbeitstag mindestens 4 Stunden an meinen Kundenaufträgen arbeiten.“

  • „Jede Woche einmal 4 Stunden an meinem Marketing arbeiten, also ehemalige Kunden um Empfehlungen bitten, meine eigene Website verbessern oder Ideen sammeln und umsetzen, wie ich mehr und zu mir passende Kunden gewinnen kann.“

Ein Betreiber einer großen Website könnte die Frage nach seinen Prioritäten so beantworten:

  • „Jede Woche Texte für einen Newsletter schreiben und diesen versenden.“

  • „Jeden Tag 2 Stunden an inspirierenden und nützlichen Artikeln oder Kursen schreiben.“

  • „Jede Woche für 30 Minuten Ideen aufschreiben, wie man den Nutzen der eigenen Website steigern kann. Auch um Ideen für die nächste große Priorität zu finden.“

Ein Teamleiter könnte sagen:

„Eine Priorität ist für mich: Jeden Tag 30 Minuten mit einem meiner Teammitarbeiter sprechen, um unsere Beziehung zu stärken und um zu verstehen, ob und wo es Stolpersteine und Schwierigkeiten in den Arbeitsprozessen gibt, damit ich diese aus dem Weg räumen kann.“

Ein Vereinsvorsitzender könnte sagen:

„Eine wichtige Priorität im Verein ist für mich: Den Verein besser machen, indem ich einmal pro Woche für 30 Minuten darüber nachdenke, wie ich unseren Verein nützlicher und sinnvoller machen kann. Und wie wir Gelder gewinnen können, um unseren Vereinszweck noch besser zu erfüllen.“

Durch die Frage nach den regelmäßigen Tätigkeiten kannst du auf sehr praxisorientierte Prioritäten kommen. So sind deine Prioritäten nicht nur eine vage Idee.

Stattdessen denkst du so direkt und unmittelbar darüber nach, wo du wirklich etwas bewegen kannst und was du konkret tun kannst, um in deinem besten Sinne erfolgreicher zu sein.

Du definierst so also handlungsorientierte Prioritäten und stellst sicher, dass du wirklich etwas für deine Prioritäten tust.

Was wichtig ist. Denn wenn du erfolgreich sein willst, zählen nicht deine Absichten. Es zählen nicht deine Ideen. Es zählt nur, was du tust, um dich in Richtung deines Erfolgs zu bewegen.

Ein Oberthema als Priorität finden

Eine Möglichkeit ist also, direkt an meinen regelmäßigen Handlungen anzusetzen. Aber manchmal passt es besser, ein Oberthema als Priorität zu wählen. Zum Beispiel dann, wenn sich mein angestrebter Erfolg nicht auf wenige, regelmäßige Tätigkeit reduzieren lässt.

Dann kannst du als Priorität auch ein Oberthema oder eine Qualität definieren. So etwas wie „Bekanntheit“ oder „Produktivität“.

Dann wäre die entsprechende Frage, um deine Priorität zu finden:

„Welche Qualität oder welches Thema oder welches Kriterium soll für die nächste Zeit meine Priorität haben?“

Ein Selbstständiger könnte zum Beispiel das Kriterium „Profitabilität“ zur Priorität erklären.

Ein anderer Selbstständiger, der gerade unzufrieden mit seinem Geschäft ist, könnte das Thema „Neuausrichtung“ wählen.

Ein Buchautor könnte das Thema „Bekanntheit“ aussuchen, wenn er zwar schon einige gute Bücher am Start hat, aber bisher nur auf wenige Fans zählen kann.

Um auf eine solche Qualität zu kommen, überlegst du dir, von welchen Faktoren, Qualitäten, Kriterien, Themen, Dingen dein Erfolg abhängt. Du fragst also:

„Von welchen Dingen hängt mein Erfolg wahrscheinlich ab?“

Dann brainstormst du mögliche Qualitäten und wählst dann die aus, die du für am wichtigsten hältst.

Ein Beispiel, wieder für einen Buchautor, der seinen Erfolg über das Veröffentlichen eines Bestsellers definiert. Er könnte sich fragen:

„Wovon hängt es wahrscheinlich ab, ob ein Buch ein Bestseller wird?“

  • Ich habe schon einen Bestseller veröffentlicht.
  • Ich habe einen bekannten Verlag.
  • Der Verlag macht ausreichend Marketing.
  • Das Thema meines Buches ist relevant und interessiert eine Zielgruppe, die groß genug ist (Relevanz).
  • Ich treffe gerade einen Nerv der Zeit (Zeitgeist).
  • Der Titel des Buchs ist gut gewählt.
  • Die Presse wird auf mein Buch aufmerksam und berichtet positiv.
  • Eine gute Präsenz in den sozialen Medien.
  • Ich bekomme gute Bewertungen bei den Online-Buchhändlern.

Um bei der Frage nach den Erfolgskriterien auf hilfreiche Antworten zu kommen, ist natürlich oft eine Recherche notwendig.

Du kannst Ratgeber dazu lesen. Du kannst im Internet stöbern. Du kannst Experten interviewen. Oder du kannst jemanden zur Hilfe engagieren, der sich wirklich auskennt.

Dann gilt es, alle Ratschläge kritisch zu durchdenken und zu überprüfen, um die echten von den falschen Ratschlägen zu trennen. Um letztlich auf die Dinge zu kommen, von denen der Erfolg in einem Bereich wirklich abhängt.

Und sobald du dich für die eine Sache entschieden hast, die du für am erfolgversprechendsten hältst, machst du diese Qualität zu deiner Priorität.

Das bedeutet: Du widmest einen substanziellen Teil deiner Schaffenskraft, deiner Zeit und deiner Liebe diesem Thema.

Auch hier ist es übrigens wieder wichtig, deine Priorität in konkrete Handlungen zu überführen. Also in Tätigkeiten, die du regelmäßig erledigen kannst. Vielleicht sogar täglich.

Wenn der Autor zum Beispiel als nächste Priorität für sich die „Pressesichtbarkeit“ gewählt hat, dann kann er sich überlegen:

„Was kann ich täglich für 30 Minuten tun, um die Presse auf mich und mein Buch aufmerksam zu machen?“

Und Antworten könnten sein:

  • Pressemitteilungen veröffentlichen.
  • In Redaktionen anrufen und Interesse bei Journalisten wecken.
  • Artikel in Zeitschriften oder bekannten Blogs unterbringen, die für mein Buchthema sensibel machen, um die Relevanz des Themas zu steigern.
  • Journalisten Probeexemplare meines Buchs schicken.
  • Bloggern und anderen Multiplikatoren im Internet Presseexemplare schicken.
  • Mir etwas Pressewirksames ausdenken, was für die Journalisten berichtenswert ist, und diese Sache dann ins Leben bringen.
  • usw.

Und auch hier kannst du dann eine der Antworten zu einer gewissen Zeit zur Priorität erklären.

Oder du blockst in deinem Terminplan jeden Tag ein Zeitfenster von 30 oder 60 Minuten, wo du dir nach Lust und Laune ein Thema von deiner Liste aussuchst und konzentriert daran arbeitest.

So stellst du dann sicher, dass du jeden Tag etwas für das Thema tust, das du zur Priorität erklärt hast. Was natürlich eine gute Selbstorganisation erfordert.

Wie lange sollte eine Priorität gelten?

Jetzt hast du eine gute Idee, wie du geschickt Prioritäten setzen kannst.

Und eine Frage, die an dieser Stelle oft auftaucht:

„Muss ich das jetzt für immer machen? Muss ich mich für die Ewigkeit für diese Priorität verpflichten?“

Und die Antwort ist: Nein, natürlich nicht.

Irgendwann haben wir alles Menschenmögliche für eine Sache getan und dann sollten wir eine andere Sache zur Priorität erklären.

Aber eine gewisse Zeit solltest du an deiner Priorität schon dranbleiben.

Denn es braucht ja meistens ein Weilchen, bis dein Handeln Wirkung zeigt und du etwas in Richtung deines Erfolgs bewegt hast.

Dementsprechend solltest du schon länger an deiner Priorität dranbleiben.

So lange, bis dein Ziel erreicht ist. Oder wenigstens bis du nachweislich einen substanziellen Schritt vorangekommen bist.

Meine vorsichtige Empfehlung wäre: Solange sich dein Erfolg noch nicht eingestellt hat, bleibe mindestens 3–6 Monate an einer Priorität dran, bevor du deine Liebe, deine Zeit, dein Geld und deine Schaffenskraft in eine andere Sache investierst. Damit du dir selbst eine Chance gibst, einen wirklichen Schritt voranzumachen, in die Richtung, in die du willst.

Eine Frage der Selbstorganisation

Du hast es wahrscheinlich schon gemerkt. Seine Prioritäten wirklich zu leben, das erfordert eine gewisse Selbstorganisation.

Es gilt, die Arbeit an der eigenen Priorität fest im Alltag zu verankern und regelmäßig etwas dafür zu tun. Was du dir selbst einfacher machen kannst, wenn du dich systematisch daran erinnerst, wenn du dir feste Zeitfenster für deine Prioritäten in deinem Terminplan blockst. Und wenn du möglichst immer so früh wie möglich an deinen Prioritäten arbeitest. Idealerweise als Erstes am Tag. Denn das Wichtigste gehört nun einmal an die erste Stelle.

Es gilt auch, deine Prioritäten zu verteidigen, gegen die vielen einfacheren und vielleicht auch manchmal netteren Tätigkeiten.

Du musst dich manchmal überwinden. Du brauchst ab und zu ein Quäntchen Willensstärke und Selbstdisziplin.

Du legst also für dich selbst fest, was das gute, das kluge, das richtige Verhalten ist. Und dann musst du dich selbst dazu bringen, auch das Richtige zu tun. Trotz Müdigkeit, trotz Unlust, auch wenn die Aufgabe mal unangenehm ist.

Manchmal wird dir das leicht von der Hand gehen. Manchmal musst du dich vielleicht auch selbst austricksen.

Aber das ist es ja, was eine gute Selbstorganisation ausmacht. Dass du dich selbst dazu bringst, die richtigen Dinge zu deinem besten Wohle auch wirklich zu tun.

Und wenn du das schaffst. Wenn du kluge Prioritäten setzt. Und wenn du deine Prioritäten dann auch lange genug ins Leben bringst, indem du lange genug wieder und wieder etwas dafür tust. Dann wirst du sehr wahrscheinlich das bekommen, was du am Anfang einmal für dich als Erfolg festgelegt hast.

Dann wirst du in deinem besten Sinne erfolgreich sein. Dank kluger Prioritäten, die du durch gute Selbstorganisation auch wirklich ins Leben bringst.

Zusammengefasst

Lass mich den Inhalt meines Artikels hier bitte noch einmal zusammenfassen:

  • Dieser Artikel ist für alle, die ein Ziel haben und ihre Aufgaben und ihre Schaffenskraft für dieses Ziel selbst organisieren müssen.
  • Ob du erfolgreich bist oder nicht, hängt oft davon ab, dass du die richtigen Prioritäten setzt. Denn es gibt meist viele Ansätze, ein Ziel zu erreichen, und viele dieser Ansätze sind nur Zeitverschwendung. Deswegen ist es wichtig, eine fundierte Entscheidung zu treffen, was für dich Priorität haben soll.
  • Eine Priorität ist etwas, worein wir einen substanziellen Teil unserer Schaffenskraft, Zeit, Liebe und unseres Geldes investieren.
  • Du kannst nur ein oder zwei Prioritäten haben. Wer sagt, dass er mehr Prioritäten hat, der hat in Wirklichkeit keine.
  • Um deine Prioritäten klug und geschickt setzen zu können, brauchst du erst einmal große Klarheit darüber, was Erfolg für dich bedeutet und woran du also erkennen wirst, wenn du dein Ziel erreicht hast. Sobald du das klar hast, kannst du das zur Priorität machen, was dich deiner Meinung nach am sichersten dorthin führt.
  • Die größte Wirkung und Schaffenskraft entfalten wir, wenn wir Dinge täglich oder zumindest regelmäßig tun. Deswegen ist es sinnvoll, als Priorität etwas zu wählen, was wir täglich tun (z. B. meine Priorität ist gerade, jeden Tag mehrere Stunden an meinem Buch zu schreiben).
  • Du kannst auch als Priorität ein Oberthema (z. B. Arbeitsfreude, Kundenzufriedenheit, Empfehlungen) wählen. Entscheide dich für ein Thema, von dem du glaubst, dass dich dieses Thema näher an den von dir festgelegten Erfolg bringt. Als Nächstes überlegst du dir dann konkrete Schritte, was du regelmäßig für dieses Oberthema tun kannst.
  • Deine Prioritäten ins Leben zu bringen, ist nicht ganz einfach und es erfordert eine gewisse Umsetzungsstärke und Selbstorganisation. Aber das ist nichts, was du nicht lernen kannst.

So. Das war es. Jetzt weißt du, warum Prioritäten so wichtig sind und was du tun kannst, um gute Prioritäten zu finden und diese ins Leben zu bringen.

Und dabei wünsche ich dir viel Erfolg.

Du interessierst dich für das Thema Umsetzungspower?

Großartig!

Denn, wenn du mehr Umsetzungsstärke und Durchhaltevermögen entwickelst, wirst du dein Leben eher so gestalten wie du es dir wünscht.

Und wie man das hinkriegt, darüber schreiben wir demnächst hier.

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Kommentare

  • Was für ein toller Artikel, der mich total im innern erfasst hat. Vielen lieben Dank dafür.

  • Super Artikel, der mir in der Neuausrichtung meiner Selbstständigkeit bestimmt weiterhelfen wird. Danke schön!

  • Toller Artikel. Hilft mir eine notwendige Struktur in mein Gedankenchaos und meine Verzettelrities zu bekommen

 

Ralf Senftleben

Hallo! Schön, dass du da bist!

Ich bin Ralf und das hier ist meine Seite, Zeit zu leben. Seit 1998 schreibe und forsche ich darüber, wie wir unser Leben selbstbestimmt, kraftvoll und bewusst leben können. Wie wir herausfinden, was wir für unsere Zufriedenheit brauchen, und wie wir erreichen, was wir uns wünschen.

Aktuell lesen über 125.000 Menschen meinen wöchentlichen Newsletter, und rund 150.000 Menschen haben an meinen Selbstlernkursen und Online-Coachings teilgenommen.

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