Welcher Persönlichkeitstest für was? DISG, Enneagramm und weitere im Vergleich

Persönlichkeitstests gibt es zuhauf – sicher haben Sie auch schon mal in einem solchen Test einige Kreuzchen gemacht und hinterher dann im Ergebnis nachgelesen, “wie Sie sind”. Da es sehr viele verschiedene solcher Tests gibt, ist auch die Fundiertheit der Ergebnisse sehr unterschiedlich. Handelt es sich um seriöse Verfahren, können diese für die Selbsterkenntnis ein sehr nützliches Instrument sein.

Unsere Infos zum Thema Persönlichkeitstests

Persönlichkeitstests – eine Einführung
Hier erfahren Sie, welche unterschiedlichen Arten von Persönlichkeitstests es gibt, wo sie eingesetzt werden und was da eigentlich erfragt wird.

Nutzen und Grenzen solcher Testverfahren
Persönlichkeitstest können für die Selbsterkenntnis sehr sinnvoll sein, wenn man mit den Ergebnissen umzugehen weiß. Einiges sollten Sie dabei aber beachten – was, lesen Sie hier.

Persönlichkeitstests im Portrait:

Uns haben vor allem zwei Verfahren zur Persönlichkeitsanalyse beeindruckt, die wir Ihnen hier gerne in einem Portrait vorstellen möchten:

Vorgestellt: Das Enneagramm
Die faszinierende Typenlehre des Enneagramms hat eine lange Tradition. Wir stellen Ihnen das Enneagramm hier in einer kurzen Beschreibung vor. Mit  Literaturtipps.

Vorgestellt: Das INSIGHTS Discovery® Persönlichkeitsprofil
Das INSIGHTS Discovery®-Persönlichkeitsprofil ermöglicht es, die persönlichen Stärken und Neigungen vor allem im beruflichen Umfeld zu ermitteln. Lesen Sie hier mehr darüber.

Vorgestellt: DISG®– Persönlichkeitsprofil
Das DISG® ist inzwischen ein recht weit verbreitetes Persönlichkeitsprofil, mit dem Sie Ihre Stärken ermitteln können und auch herausfinden, welche berufliche Umgebung für Sie förderlich ist.

Vorgestellt: Der Myers-Briggs®-Typenindikator
Der MBTI ist ein Indikator, der Ihnen zeigt, wie Sie sich selbst einschätzen, welche Neigungen Sie haben und wie diese Neigungen Ihr Verhalten beeinflussen können – von unserer Gastautorin Irene Galler. Mit Literaturtipps.

Vorgestellt: Das Herrmann-Dominanz-Instrument (H.D.I.®)
Das HDI ermöglicht eine systematische Selbsteinschätzung der eigenen Denk- und Verhaltensweisen und damit ein genaues und detailliertes Wissen über die eigenen Möglichkeiten und Begrenzungen. Vorgestellt wird es Ihnen von unserem Gastautor Jörg Petermann. Mit Literaturtipps.

Gute Entscheidung = Gutes Leben

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Persönlichkeitstests und ähnliche Verfahren sind der Versuch, ein möglichst objektives Bild über das Verhalten und die Persönlichkeit einer Person zu bekommen. Dabei ist die Bezeichnung “Test” zumindest bei seriösen Verfahren etwas irreführend, denn es geht nicht darum, besonders “gut” abzuschneiden. Im Mittelpunkt steht viel mehr, ein möglichst vielschichtiges und genaues Bild einer Persönlichkeit zu bekommen und dafür auch unbewusste Verhaltensweisen oder Einstellungen zu erfassen.

Zu finden sind Persönlichkeitstests z.B.:

  • in Zeitschriften,
  • in Bewerber-Auswahlverfahren, wie z.B. im Assessment-Center,
  • in der Ratgeberliteratur zur Persönlichkeitsentwicklung,
  • in der Psychotherapie bzw. klinischen Psychiatrie.

Je nach Herkunft und Anwendungsgebiet unterscheiden sich diese Psychotests in Ihrer Seriosität und Fundiertheit. Bei vielen Tests wird scheinbar “eher gewürfelt”, aber es gibt auch Tests, die Erstaunliches zutage fördern.

Einsatz von Persönlichkeitstests

Bei der Behandlung psychischer Erkrankungen dienen diese Verfahren der Persönlichkeitsdiagnostik. Man erhofft sich so, geeignete Therapiemaßnahmen festlegen zu können. Persönlichkeitstests werden aber auch für die Bewerberauswahl eingesetzt, z.B. in sogenannten Assessment-Centern. Für den Einzelnen können Testverfahren dieser Art für die persönliche Selbsterkenntnis sehr hilfreich sein.

Typen von Persönlichkeitstests

Unterschieden werden:

  • objektive Test und
  • projektive Tests.

Objektive Tests

Tests dieser Art zeichnen sich dadurch aus, dass die Durchführung und Auswertung nach festen Regeln erfolgt. Einige der Tests werden per Computer ausgewertet, so dass in diesem Fall keine Interpretationen der auswertenden Personen einfließen können.

Im Normalfall gibt es eine Reihe von Fragen, bei denen die betreffende Person die zutreffenden Antworten ankreuzt bzw. jeweils das am meisten und am wenigsten Zutreffende markiert. Manchmal wird auch nach einer Gewichtung gefragt, so dass z.B. Vorlieben mit Noten von 1-6 bewertet werden müssen. Zu solchen objektiven Tests gehören z.B. das MMPI (Minnesota Multiphasic Personality Inventory), das Freiburger Persönlichkeitsinventar FPI o.ä.

Projektive Tests

Bei den projektiven Tests werden der Person sogenannte “Stimuli”, wie z.B. abstrakte Muster, Zeichnungen oder Bilder vorgelegt, die so vage sind, dass sie ganz verschiedene Interpretationsmöglichkeiten zulassen. Der Betrachter bringt bei der Deutung oder Ergänzung dieser Stimuli sich selbst, innere Gefühlszustände, Vorerfahrungen u.ä. ein.

In diesen Tests werden die Antworten und Assoziationen dann von demjenigen, der den Test durchführt interpretiert und analysiert. Damit sind die Testergebnisse unter Umständen auch abhängig von der Person des Testenden, denn eine vollkommene Objektivität bei der Auswertung kann natürlich nicht gewährleistet werden. Der bekannteste Test dieses Typs ist der Rorschachtest, bei dem die Interpretation von Tintenklecksbildern ausgewertet werden.

Was erfährt man durch Persönlichkeitstests?

In den verschiedenen Persönlichkeitstests werden sehr unterschiedliche Dinge erfasst, wie z.B.:

  • Verhaltensweisen,
  • Einstellungen, Überzeugungen und Wertvorstellungen,
  • Vorlieben,
  • Stärken,
  • Schwächen
  • Charaktereigenschaften
  • u.v.m.

In der Regel haben die einzelnen Test bestimmte Schwerpunkte. So geht es z.B. um die Verhaltensweisen vor allem im Beruf, um das Kommunikationsverhalten in Konflikten o.ä. Idealerweise wird ein möglichst komplexes Bild der Persönlichkeit erfasst.

Lesen Sie im folgenden mehr über  Nutzen und Grenzen solcher Verfahren.

Es scheint verlockend: Selbsterkenntnis durch ein Testverfahren. Aber welchen Nutzen kann ich konkret aus einem bestimmten Testverfahren ziehen und gibt es vielleicht auch Aspekte, die ich in jedem Fall beachten sollte, damit mir das Ganze nicht schadet?

Schauen Sie genau hin, wer den Test anbietet

Entscheidend ist, wer einen Test anbietet und mit welcher Zielsetzung das getan wird. So arbeiten z.B. bestimmte Sekten mit Persönlichkeitstests. In solchen Tests werden dann persönliche Schwächen oder Probleme erfragt und es wird dem potentiellen Mitglied suggeriert, dass die Sekte der einzige Weg bietet, diese Schwächen auszubügeln und glücklich und zufrieden zu werden. Bei diesen Tests kommt immer ein Ergebnis heraus, bei dem die Probleme des getesteten Menschen im Vordergrund stehen – und für die die Sekte dann natürlich die Lösungen anbietet.

Tests in Stellenauswahlverfahren werden oft mit der Zielrichtung eingesetzt, die “Besten” zu finden. Lassen Sie sich darauf nur ein, wenn Sie ein solches Ausleseverfahren auch wirklich aushalten können. Wenn Sie dem Druck eines solchen Verfahrens nicht gewachsen sind, können Sie damit sich und Ihrem beruflichen Selbstwertgefühl schaden. Das ist kein Job wert. Für alle, die es sich zutrauen, kann sehr interessant sein, sich einmal selbst in einem Assessment-Center zu erleben und Sie können dort viel über sich und andere lernen.

Ideal: Die konstruktive Selbsterkenntnis

Im besten Fall bringt Ihnen das Ergebnis eines Persönlichkeitstests ein positives “Aha”-Erlebnis. Es kann sehr versöhnend sein, ein umfassendes Bild der eigenen Persönlichkeit auf einer relativ objektiven Ebene zu bekommen. Gute Verfahren, wie z.B. das  Enneagramm oder die  INSIGHTS®– Potentialanalyse, legen dabei das Gewicht auf die Stärken und Potentiale, nicht auf die Schwächen. Weiterhin werden Hilfestellungen dazu gegeben, wie man das Beste aus seinen Neigungen und Anlagen machen kann.

Wann Sie besser vorsichtig sind

Vorsicht ist z.B. angesagt

  • wenn Sie wahllos alle möglichen Tests machen, in der Hoffnung so endlich etwas über sich erfahren;
  • wenn Sie dazu neigen, sich mit den Testergebnissen selbst “fertig zu machen” und nur auf die negativen Aspekte schauen oder
  • wenn Sie feststellen, dass Sie sich selbst gleichsam auf solche Ergebnisse “hypnotisieren” und sich deshalb in einer Beschreibung regelrecht “gefangen” fühlen,

denn so kann es passieren, dass das Testergebnis zu einer selbsterfüllenden Prophezeiung wird.

In all diesen Fällen ist es ratsam, professionelle Hilfe z.B. in der Form einer therapeutischen Beratung oder eines Coachings anzunehmen. Sie vermeiden es so, allein mit sich und dem Ergebnis zu selbstkritisch zu sein. Ein guter Berater wird gemeinsam mit Ihnen Stärken und konstruktive Maßnahmen erarbeiten.

Persönlichkeitstests sind Denkanstöße

Sie sollten die Ergebnisse von Psycho-Tests und ähnlichen Verfahren immer als das nehmen, was sie zunächst sind: Denkanstöße. Niemand kann 100%ig Ihre Persönlichkeit mittels eines Tests erfassen. So gut und treffend manche Verfahren auch sind, so erfassen sie in der Regel nicht, inwieweit bereits Veränderungen oder Bewusstseinsprozesse aktiv sind. Entscheidend ist, dass Sie sich mit Testergebnissen jeder Art nicht verrückt machen, sondern dass Sie etwas Positives und Konstruktives daraus ziehen. Alles andere tut Ihnen nicht gut.

.Das Enneagramm ist ein Persönlichkeits- Modell, mit dem sich Menschen in neun verschiedene Persönlichkeitstypen einteilen lassen. Das Symbol des Enneagramms gibt es schon seit Jahrhunderten und es heißt, dass diese Persönlichkeitstypologie bereits bei den Sufis gelehrt wurde.

Der russische spirituelle Lehrer G. I. Gurdjieff brachte das Enneagramm in den 20er Jahren nach Europa. Wörtlich übersetzt heißt Enneagramm “eine Zeichnung mit neun Spitzen”. Die neun Spitzen stehen symbolisch für die neun Persönlichkeitstypen dieses Modells.

Ein Persönlichkeitstest für Zuhause

Das Enneagramm ist eine Typenlehre, mit der Sie selbständig arbeiten können. Es gibt verschiedene Bücher mit integrierten Tests, mit denen Sie durch die Beantwortung verschiedener Fragen herausfinden können, welchem Typ des Enneagramms Sie angehören. Aber bitte unterschätzen Sie deshalb diese Typologie nicht: das Enneagramm ist eine sehr tief gehende Persönlichkeitslehre, deren Erkenntnisse einen ganz schön nachdenklich machen können.

Die neun Persönlichkeitstypen im Enneagramm

Im Enneagramm gibt es neun verschiedene Persönlichkeitstypen (Archetypen), wobei jeder Mensch Anteile von jedem Typus in sich trägt, aber einen Haupttypus hat. Wir möchten Ihnen die neun Typen hier kurz skizzieren. Bitte beachten Sie dabei, dass die Stichwörter zu den einzelnen Typen nur einen winzigen Einblick in den jeweiligen Persönlichkeitstyp geben. Die Beschreibungen in den Büchern zum Enneagramm sind sehr viel komplexer.

Typ 1: Die Reformer oder Perfektionisten – Menschen mit festen Idealen und Prinzipien, mit schnellem Urteil und Lust an der Verbesserung; Hang zu Intoleranz und Perfektionismus.

Typ 2: Die Helfer oder Fürsorglichen – Menschen, die Anteil am Leid anderer nehmen, treu und hilfsbereit sind; Hang dazu, sich selbst zu vernachlässigen und zum Märtyrer zu werden.

Typ 3: Macher oder Statusmenschen – Menschen, die gerne im Mittelpunkt stehen, ehrgeizig und zielgerichtet sind; Hang zu Eitelkeit und Orientierung am Äußeren.

Typ 4: Künstler oder Romantiker – Menschen mit Phantasie, Kreativität und großen Emotionen; Hang zu Depressionen und Realitätsflucht.

Typ 5: Denker oder Beobachter – Menschen mit einen großen Wissensdurst, analytischen Fähigkeiten und Zuhörvermögen; Hang zur Introvertiertheit und Detailversessenheit.

Typ 6: Loyalen oder Fragenden – Menschen, die vertrauenswürdig und kooperativ sind, geborene Networker; Hang zu Ängsten und Autoritätsgläubigkeit.

Typ 7: Vielseitigen oder Abenteurer – Menschen voller Energie, sehr vielseitig und charismatisch; Hang zu Extremen und zu impulsiven Handlungen.

Typ 8: Führer oder Bosse – Menschen, mit einem großen Selbstbewusstsein, die Herausforderungen lieben und andere Menschen gerne führen; Hang zu Dominanz und Aggressivität.

Typ 9: Friedliebenden oder Harmonischen – Menschen, die beliebt sind, für Harmonie sorgen und eine ruhige Ausstrahlung haben. Hang dazu, sich zurückzuziehen und dazu, andere zu idealisieren.

Ein komplexes und vielschichtiges System

Die verschiedenen Typen werden im Enneagramm sehr ausführlich beschrieben. Die Charakterstudien sind eindringlich und entlarvend. Jeder Typ kommt in einer “gesunden”, einer “durchschnittlichen” und in einer “krankhaften” Ausprägung vor. Sich mit den jeweiligen Eigenschaften und Entwicklungsschritten zu beschäftigen, kann Sie in Ihrer Selbsterkenntnis einen großen Schritt weiterbringen.

Das Enneagramm geht sogar weit über die reine Einordnung in Typen und die entsprechenden Beschreibungen der Charaktere hinaus: Innerhalb des Enneagramms beeinflussen sich bestimmte Persönlichkeitstypen gegenseitig, wie auch durch die Linien in dem graphischen Symbol angedeutet wird. Manche Typen fördern andere, während andere sich eher negativ auswirken. Durch diese Vielschichtigkeit enthält das Enneagramm sehr viele Tipps für die Persönlichkeitsentwicklung.

Ziel: Würdigung dessen, was ist

Das Enneagramm verfolgt einen sehr versöhnenden Ansatz: Den größten Nutzen aus dem Enneagramm können Sie dann ziehen, wenn Sie sich darauf einlassen, anzuerkennen, wer Sie wirklich sind. Viele Menschen versuchen ständig jemand anders zu sein – sie verstellen und verkleiden sich. Nur wenn wir lernen, uns mit unseren ganz besonderen Stärken und auch mit den Schwächen anzunehmen und nicht mehr gegen uns, sondern mit uns zu arbeiten, können wir die in uns schlummernden Potentiale wirklich entfalten.

In diesem Zusammenhang ist auch die  INSIGHTS®– Potentialanalyse sehr interessant und hilfreich.

Literatur zum Thema:

Unternehmensstrukturen müssen sich in der heutigen Zeit auf sich ständig verändernde Markt- und Arbeitsverhältnisse einstellen. Dies gelingt nur, wenn die Mitarbeiter entsprechend informiert, geschult und motiviert werden. Da der Zeitfaktor eine nicht zu übersehende Rolle spielt, ist es wichtig, dass Mitarbeiter sich schnell und unbürokratisch einer neuen Situation anpassen. Dabei unterstützt INSIGHTS® Discovery Präferenz-Profil, dasdie Theorie des weltweit anerkannten Schweizer Psychologen C.G.Jung – ähnlich wie der Myers-Briggs-Typen-Indikator (MBTI) – abbildet. Dieses aber grafisch erweitert mit  dem “INSIGHTS®-Discovery-Rad” zur Darstellung aller Verhaltens-Typen.


Vorgestellt: Das INSIGHTS Discovery® Präferenz-Profil

Von  Andreas M. Weidlich, Diplom-Betriebswirt

.

INSIGHTS Discovery® ist ein modernes, computerunterstütztes System, das auf der Basis von C.G. Jungs Persönlichkeitstypologie typspezifische Verhaltensweisen bei Menschen aufzeigt. Auf Basis eines kurzen Fragebogens, der in ca. 15-20 Minuten zu beantworten ist, wird ein (je nach Ziel-/Kunden -Anforderung) 20 bis 40-seitiger Report (Inhalte s. unten) mit einer hohen Validität und Reliabilität erstellt. Es wird durch die INSIGHTS®Discovery- Organisation über 30 Ländern eingesetzt und vertrieben. Der Fragebogen liegt in 22 Sprachen und die INSIGHTS®-Reports derzeit in 16 Sprachen vor!

Innerhalb der Erstellung des persönlichen INSIGHTS Discovery® Reports, die sogar per Internet Online möglich ist, gibt der Report ausgiebig Auskunft über:

Allgemeine Eigenschaften, Interaktion mit anderen, Treffen von Entscheidungen, Stärken und Schwächen, Teamorientierung, Kommunikation, Motivierbarkeit, Führungsstil, Verkaufspräferenzen, Zeitmanagement, Fragen für Einstellungsgespräche etc. und die grafische Darstellung der persönlichen Präferenzen nach C.G.Jung.

Durch die konsequente Anwendung der Jung´schen Theorie werden “bewusste” und “weniger bewusste Persona” ausgewiesen. Um mögliche Stressfaktoren darzustellen, wird der Präferenz-Energiefluss herangezogen.

Warum wird das INSIGHTS®-Profil so zielführend eingesetzt?

Der Report dient dazu, dem Einzelnen ein tieferes Verständnis für die eigenen Verhaltensmuster zu vermitteln, die Bereitschaft zu Veränderung zu erhöhen und das klare Bewusstsein von Stärken, Schwächen und Potenzialen sowie eine Erhöhung der Handlungsfähigkeit sichtbar zu machen. Neben der Beschreibung typspezifischer Verhaltensweisen bietet INSIGHTS® Discovery auch eine optische Darstellung der Analyseergebnisse anhand des INSIGHTS® Rad-Modells (Siehe weiter unten).

Die INSIGHTS® Discovery ist auf verschiedenen Ebenen einsetzbar:

  1. zur individuellen Entwicklung von Personen, d. h. Mitarbeitern,
  2. zur Rekrutierung von Mitarbeitern,
  3. im mikrosozialen Umfeld von Firmen wie z. B. Teams, Abteilungskleingruppen, und
  4. im gesamten Unternehmen, z. B. bei der Erzeugung von Veränderungsbereitschaft.

Der Umgang mit den INSIGHTS®-Typen

Bei der Potenzialanalyse werden zur Vereinfachung 4 Grundtypen (die vier INSIGHTS®-Energien, Feuerrot/Sonnengelb/Erdgrün/Eisblau) unterschieden, von denen 8 Haupttypen abgeleitet werden:

  • Initiator- testen und durchsetzen, Fokus auf Tatsachen,
  • Motivator – neue Ideen kreieren, Perspektiven schaffen,
  • Inspirator – Ideen weitervermitteln, schnelle Entscheidungen treffen,
  • Berater – sich mit anderen abstimmen, flexible Verhaltensweisen,
  • Unterstützer – Hilfen anbieten, Harmonie schaffen,
  • Koordinator – an Bewährtes halten, praktisch und effizient,
  • Beobachter – Systeme überprüfen, detailorientiert, sowie
  • Reformer – neue Methoden und Herausforderungen annehmen.

Das INSIGHTS®-Rad stellt im Report auf einer grafischen Basis derzeit insgesamt 72 Typen leicht verständlich dar, die wiederum auch mit einer Vielzahl anderer Typen verschiedener Persönlichkeitsanalysen, z.B. den 16 MBTI-Typen, übereinstimmen. Somit ist ein fließender Übergang zu anderen Persönlichkeitsmodellen möglich.

INSIGHTS Discovery® kann in folgenden Bereichen eingesetzt werden:

  • Personalauswahl: Das Profil vermittelt einen Einblick in die Verhaltensweisen eines potentiellen Bewerbers. Es wird deutlich, inwieweit sich das Verhaltens- und das Anforderungsprofil decken. Die Fragen für Einstellungsgespräche aus dem Profil helfen hier.
  • Teambildung: Teamleiter und Teammitglieder können mit Hilfe der Profile erkennen, worin die besonderen Fähigkeiten jedes Einzelnen im Team bestehen. Das fördert die gegenseitige Akzeptanz und Wertschätzung. So wird es leichter, eine gemeinsame Teamidentität und -dynamik zu entwickeln.
  • Motivationssteigerung: In den Profilen werden auch die Motivationsfaktoren herausgearbeitet. So können Vorgesetzte erkennen, wie die einzelnen Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen optimal zu fördern oder fordern sind.
  • Verkauf und Kundenbetreuung: Durch das neu entwickelte Verkaufsmodul (10 zusätzliche Seiten im INSIGHTS Discovery-Report®), wird ausgewertet, wie die besonderen Verkaufsfähigkeiten trainiert werden können bzw. welcher Stil im Kontakt mit Kunden ausgeprägt ist. So lassen sich Mitarbeiter nicht nur optimal einsetzen, sondern auch fördern.
  • Selbsteinschätzung: Für die eigene Person ist eine Potenzialanalyse von Nutzen, denn man bekommt einen guten Überblick über Stärken, Fähigkeiten und Potenziale.

Autor: Andreas M. Weidlich, Diplom-Betriebswirt, Inhaber des Weidlich Institut für Unternehmensentwicklung, Berlin, deutscher Partner und Lizenznehmer der INSIGHTS Learning & Development Ltd., Schottland. Weitere Informationen unter: www.weidlich.net

Das DISG®-Persönlichkeits- Profil wurde von dem Psychologen William Marston und von John Geier, Professor für Verhaltenspsychologie, entwickelt.

Vorgestellt: Das DISG®– Persönlichkeitsprofil

Die Buchstaben DISG® kürzen folgende vier Verhaltensstile ab:

  • Dominant
  • Initiativ
  • Stetig
  • Gewissenhaft

Damit sind zunächst die groben Verhaltenstypen skizziert, unter die wir uns innerhalb dieses Systems einordnen lassen.

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Dieses Koordinatensystem stellt das Spannungsfeld der verschiedenen Typen dar und illustriert damit gut das DISG®.

Die einzelnen Typen des DISG®

Die einzelnen Typen lassen sich kurz wie folgt charakterisieren:

Typ D – dominant – Personen die vor allem dem D-Typ entsprechen, sind durchsetzungsfähig, risikobereit, entscheidungsfreudig, konsequent und direkt. Sie treten meist etwas autoritär auf und übernehmen gerne das Kommando.

Typ I – initiativ – I-Typen sind teamfähig und kommunikativ, knüpfen gerne Kontakte und unterhalten andere Menschen. Sie können andere mitreißen und begeistern und zeichnen sich durch Optimismus und Vielseitigkeit aus.

Typ S – stetig – Personen des Typen S sind sympathisch, hilfsbereit, loyal-konservativ, beständig und geduldig. Sie entwickeln in der Regel ein spezielles Können und halten sich gerne an einmal festgelegte Arbeitsläufe.

Typ G – gewissenhaft – G-Personen sind qualitätsbewusst und streben nach Perfektion. Sie hinterfragen kritisch, analysieren und konzentrieren sich auf Fakten. Auch sie nehmen gerne einmal definierte Arbeitsabläufe an, wenn diese qualitativ hochwertige Ergebnisse gewährleisten.

Entscheidend ist die Kombination

Nun geht es aber nicht allein darum, herauszufinden, welcher Typ man ist, sondern vielmehr welche Anteile in welcher Kombination in einem vorherrschen. Damit wird das System weit komplexer, als es zu nächst den Anschein hat. Der DISG®-Test erfasst sowohl den Persönlichkeitstyp, den man z.B. im Berufsfeld nach außen zeigt, als auch den innen liegenden, nicht präsenten Teil. Das kann unter Umständen gleich oder ähnlich sein, aber in vielen Fällen unterscheiden sich diese Typen.

Nutzen des DISG®– Persönlichkeits-Profils

Das DISG® gibt zu ganz verschiedenen Fragen Informationen – z.B.:

  • Welche Stärken hat eine Person?
  • Welchen Arbeitsstil bevorzugt eine Person?
  • Welches Umfeld braucht die Person, um sich optimal entfalten zu können?
  • Was sollten Kollegen tun, um mit dieser Person gut auszukommen?
  • Welche Konfliktpotentiale gibt es und wie lassen sich dise schon im Vorfeld reduzieren?
  • Wozu ist eine Person “berufen”?
  • u.a.

Den DISG®-Test können Sie mit Hilfe eines Buches selbst durchführen oder auch bei einem lizenzierten Trainer ein entsprechendes Seminar buchen, in dem dann noch sehr viel tiefer in das DISG®-System eingestiegen wird.

Von Irene Galler

Basierend auf den “Psychologischen Typen” von C.G. Jung entwickelten Myers und Briggs einen Fragebogen, der bestimmte Muster und Züge menschlichen Grundverhaltens verständlich und transparent macht.

Vorgestellt: Der Myers-Briggs®-Typenindikator  – Das weltweit am häufigsten eingesetzte Instrument zur Persönlichkeitsanalyse

Wer Unterschiede im Verhalten zwischen verschiedenen Personen bewusst wahrnimmt, über seine eigenen Neigungen bzw. Präferenzen Bescheid weiß und die der anderen erkennt, respektiert und in seinem persönlichen Verhalten berücksichtigt, wird in seiner Umgebung besser zurechtkommen und erfolgreicher sein – sei es im Beruf oder im Privatleben.

Instrument zur Persönlichkeitsanalyse

Der Myers-Briggs Typenindikator (MBTI®) gibt darüber wichtige Aufschlüsse. Er ist mehr als ein Test. MBTI® ist eines der seriösesten und weltweit am häufigsten eingesetzten Instrumente zur Persönlichkeitsanalyse. Allein in den USA erforschen damit jährlich über 3,5 Millionen Menschen ihr Stärken/Schwächen-Profil. Durch kontinuierlich begleitende Forschung ist der MBTI® wissenschaftlich abgesichert, validiert und in Fachkreisen anerkannt. Bis heute ist der MBTI® in 27 Sprachen übersetzt worden, im deutschen Sprachraum allerdings noch nicht sehr bekannt.

Denk- und Wahrnehmungskategorien

Der MBTI® hilft, eigene Denk- und Wahrnehmungskategorien zu erkennen und fremde Kategorien einschätzen zu lernen. Er vermittelt, dass alle Profile prinzipiell gleich wertvoll und hilfreich für die Problemlösung sind. Irritationen zwischen Partnern haben nicht zuletzt ihre Ursachen in Unsensibilitäten. Ist man z.B. selbst extravertiert, sollte man versteckte Signale erkennen, um einem introvertierten Geschäftspartner Zeit zu geben, seine Entscheidung ungestört zu durchdenken. Er ermöglicht dadurch, mit anders strukturierten Personen vorurteils-, stress- und wertfrei umzugehen.

Voraussetzungen

Zu den Voraussetzungen der MBTI® -Theorie zählen vor allem drei Punkte:

  • Menschliches Verhalten ist nicht zufällig, auch wenn es manchmal so scheint. Es existieren Muster.
  • Menschliches Verhalten ist klassifizierbar und bis zu einem gewissen Grad vorhersagbar. Es kann beschrieben werden, wie Menschen Informationen bevorzugt aufnehmen und Entscheidungen darüber treffen.
  • Menschliches Verhalten ist unterschiedlich, weil es bestimmte Neigungen und Präferenzen gibt. Wir verhalten und entscheiden so, weil wir bestimmte Präferenzen haben – andere Menschen mit anderen Präferenzen entscheiden anders. Dieses “Anderssein” ist der Grund oder Schlüssel für misslungene oder gelungene Kommunikation, für Konflikte oder deren Lösung, für Abneigung oder Verständnis, für ineffektive handelnde Teams.

Worum geht es beim Myers-Briggs Typenindikator?

1. Die “vier bevorzugten Grundpräferenzen”

Der MBTI macht Ihnen bewusst, welche Neigungen Sie haben in folgenden vier Bereichen:

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© Future Systems Consulting

2. Die vier Grundtypen ST, SF, NT und NF

STSFNFNT
Personen, diesinnlich wahrnehmen und analytisch bewertensinnlich wahrnehmen und gefühlsmäßig bewertenintuitiv wahrnehmen und gefühlsmäßig bewertenintuitiv wahrnehmen und analytisch bewerten
legen Wert aufFaktenFaktenMöglichkeitenMöglichkeiten
und behandeln dieseobjektiv analytischpersonen-
bezogen
personen-
bezogen
objektiv analytisch
und sind entspre-
chend
praktisch und realistischsympathisch und freundlichbegeistert und voller Ideenlogisch und erfinderisch
und finden eine Möglichkeit für ihre Fähigkeiten im BereichTechnik und im Umgang mit FaktenDienstleistung und praktische HilfeKommunikation und Umgang mit Menschentheoretischer und technischer Entwicklungen
und bevorzugen
den Führungsstil
“der bürokratische Organisator”“der freundliche Verhandlungs-partner”“der kollegiale Katalysator”“der unternehme-
rische Architekt”

3. Die “dominante” und “inferiore” Funktion

Einer der beiden Buchstaben wird als “dominante Funktion” bezeichnet. Das heißt, der einen Funktion vertraut man mehr und verlässt sich auf sie (sagt nichts aus, wie sehr man sich darauf verlassen kann). Sie übernimmt die führende Rolle und verleiht der Person Selbstsicherheit. Die vierte oder auch “inferiore Funktion” ist wichtig zu erwähnen, weil sie unsere “verwundbare Stelle”, gleichzeitig aber auch die Herausforderung zur Vollständigkeit darstellt. Größere Schwierigkeiten und Konflikte treten vorwiegend mit Menschen auf, deren dominante Funktion auf die eigene inferiore Funktion stößt.

Persönlicher Nutzen

Der MBTI® wird beim Einzelcoaching bei Themen wie Persönlichkeitsentwicklung, Laufbahnplanung und Teambildung angeboten. Der MBTI® kann aber auch für sich alleine gebucht werden.

  • Schärfung der Wahrnehmung, des Bewusst-Seins und der Sinne
  • Erkennen der eigenen “Muster” und Verhaltensweisen
  • mehr Verständnis für sich selbst
  • mehr Einfühlungsvermögen und Toleranz anderen gegenüber
  • Verbesserung der partnerschaftlichen Beziehung
  • Erkennen von persönlichen Gaben, Fähigkeiten, Stärken und Schwächen
  • Erkennen des eigenen “Führungsstils”
  • Erkennen, ob sich persönliche Präferenzen und berufliche Aufgaben entsprechen
  • Laufbahn/Karriereplanung
  • Verbesserung der sozialen Kompetenzen
  • bessere und effizientere Kommunikation.

Das MBTI® Präferenzprofil

Das MBTI® Präferenzprofil ergibt sich aus der Auswertung eines Fragebogens, der in 10 bis 20 Minuten ausgefüllt werden kann. Die schriftliche Auswertung umfasst folgende Unterlagen:

  • Präferenzprofil (5 Seiten)
  • Erklärung des Präferenzprofils (8 Seiten)
  • Managerprofil (1 Seite)
  • Persönlicher Führungsstil (1 Seite)
  • Überzeugen (1 Seite)
  • Kommunikation (1 Seite)
  • Lernen und Lehren / eigener Stil (1 Seite)

In einem persönlichen Gespräch, dem “Validierungsgespräch” wird der Klient mit seinem Präferenzprofil vertraut gemacht. Da die Analysewerte validiert werden müssen, also durch den Klienten selbst bestätigt werden und für richtig empfunden werden. Dies fällt vielen Personen schwer, vor allem dann, wenn die Präferenzen nicht eindeutig sind.

In einem persönlichen Gespräch mit einem MBTI® – Trainer bzw. einer MBTI®-Trainerin können viele Strukturen transparenter gemacht werden, als das durch das Studium der Analyse möglich ist.

Für Fragen oder auch bei Interesse an einem MBTI® steht Ihnen die Autorin Irene Galler gerne zur Verfügung.

Literatur zum Thema:

© bei  Irene Galler, MBTI Trainerin,
www.ganzheitscoaching.at

Jeder Mensch besitzt Denk- und Verhaltenspräferenzen, die für ihn typisch sind und die er bevorzugt. Diese Dominanzen haben sich durch Vererbung, durch das Elternhaus, durch die Ausbildung und durch das soziale Umfeld eines Menschen entwickelt. Sie sind Ausdruck seiner Persönlichkeit und bestimmen, wie er

  • kommuniziert,
  • lernt,
  • lehrt,
  • wie er mit anderen Menschen zusammenarbeitet
  • und Entscheidungen trifft.

Vorgestellt: Das Herrmann-Dominanz-Instrument (H.D.I.®)
Wie bunt sind Ihre grauen Zellen? – Denkstilanalyse mit dem Herrmann-Dominanz-Instrument (H.D.I.®)

Von  Jörg Petermann

Werden wir uns unserer Einzigartigkeit bewusst, lernen wir diese zugleich auch schätzen. Das hilft uns, unsere Einstellungen gegenüber anderen Menschen und deren Einmaligkeit zu überprüfen. Unsere Selbstachtung wächst ebenso wie der Respekt und die Toleranz anderen Menschen gegenüber. Wir werden besser zurechtkommen und erfolgreicher sein, sowohl im beruflichen wie auch im privaten Umfeld.

Ein Instrument zur Denkstilanalyse

Das Herrmann-Dominanz-Instrument (H.D.I.®) liefert uns wichtige Erkenntnisse zu den bevorzugten Denk- und Verhaltenstilen eines Menschen.

Das H.D.I.® ist kein Test. Es beruht auf einer Selbsteinschätzung. Es zeigt uns die relative Verteilung der bevorzugten Denk- und Verhaltensweisen so, wie ein Mensch sich selbst sieht. Die Sichtweise anderer Menschen gibt uns außerdem die Möglichkeit zu einem aufschlussreichen Feedback und zu einem tieferen gegenseitigen Verständnis. Das Instrument zur Denkstilanalyse wurde bisher über 1 Million Mal weltweit eingesetzt und durch wissenschaftliche Studien validiert.

Das Herrmann Dominanz-Modell

Der Amerikaner Ned Herrmann hat in den 70er Jahren eine Methode entwickelt, individuell unterschiedliche Denk- und Verhaltensstile sichtbar und damit vergleichbar zu machen. Die Basis seines Herrmann-Dominanz-Modells waren insbesondere die Erkenntnisse der zwei Gehirnforscher Roger Sperry und Paul D. MacLean, über die funktionalen Unterschiede der linken und rechten Gehirnhälfte sowie über die Dreiteilung des Gehirns in

  • Großhirn,
  • Zwischenhirn und
  • Stammhirn.

Das Herrmann-Dominanz-Instrument (H.D.I.®) ist die wichtigste Anwendung des Hermann-Dominanz-Modells. Die unterschiedliche Art, auf der Menschen Information wahrnehmen, denken und folglich auch kommunizieren hat ihren Ursprung in unterschiedlichen Teilen unseres Gehirns.

Was passiert in unserem Gehirn?

Die linke Hälfte des Großhirns ist bei den meisten Menschen u.a. führend für

  • die Sprache,
  • das logische Denken
  • und die kritische Vernunft.
Hier arbeiten wir eher Schritt für Schritt, analysieren, sind rational und lösen Probleme.

Die rechte Hälfte des Großhirns koordiniert Aufgaben, die mit

  • Mustern,
  • Bildern,
  • Visionen
  • und nonverbalen Ideen zu tun haben.

Dort arbeiten wir eher ganzheitlich, intuitiv, visuell, verarbeiten Emotionen und empfinden Musik. Auch unser Unterbewusstsein scheint sich eher dieser Gehirnhälfte zu bedienen.

Zwei- bis Dreihundert Millionen von Nervenfasern verbinden über einen so genannten “Balken” (Corpus Callosum) beide Gehirnhälften miteinander und sorgen somit für eine sehr schnelle Verknüpfung und Verarbeitung der Informationen.

Das unter dem Großhirn liegende limbische System ist eher handlungsorientiert und hat große Bedeutung für unser Gedächtnis und bei der Verarbeitung von Emotionen.

Das H.D.I.® – Unsere vier unterschiedlichen Ichs

Das Modell von Ned Herrmann berücksichtigt diese Erkenntnisse über den Aufbau und die Funktionsweise des Gehirns.

Ned Herrmann entwarf ein Modell, das die Denk- und Verhaltensweisen in vier Kategorien unterteilt.

Rationales ICH

Experimentelles ICH

A

analysiert
quantifiziert
ist logisch
ist kritisch
ist realistisch
liebt Zahlen
ist faktenorientiert
technisch / organisiert

D

spekuliert
ist kreativ
konzeptionell
ist intuitiv
ist risikofreudig
übertritt Regeln
mag Überraschungen
ist neugierig / spielt

trifft Vorkehrungen
strukturiert
realisiert Dinge
ist zuverlässig
organisiert
ist ordentlich
ist pünktlich
plant

B

ist mitfühlend
ist gefühlsbetont
unterrichtet sein
bewegt viel
ist hilfsbereit
ist expressiv
ist emotional
redet viel

C

Sicherheitsbedürftiges ICH

Fühlendes ICH

Jedem dieser vier Quadranten A, B, C und D ordnete er bestimmte Merkmale zu.

Qua-drant

FähigkeitenStilKann anderen
erscheinen als
Besondere Interessen

A

Analyse
Bewertung
Qualifizierung
Technik
Finanzen
Machbarkeit
Kritische Beurteilung
Rational
Sorgfältig
Präzise
Logisch
Bestimmt
Rigide
Rücksichtslos
Kalt
Kalkulierend
Kurzsichtig
Begrenzt durch Beweis- und Erklärungszwang
Leisten
Effizienz
Funktion
Wert

B

Organisation
Anwendung
Genauigkeit
Verwaltung
Durchführung
Planung
Praktische Aufgaben
Sorgfältig
Methodisch
Verfahrens-bewusst
Zuverlässig
Berechenbar
Diszipliniert
Detailliert
Macher
Pedantisch
Rechthaberisch
In Routine befangen
Langweilig
Qualität
Sicherheit
Zuverlässigkeit
Produktion

C

Kunden-beziehung
Lehr-/Trainer-tätigkeit
Kommunikation
Gespür für Bedürfnisse
Teambewusstsein
Sozial
Freundlich
Gesellig
Mitfühlend
Menschlich
Emotional
Übersensibel
Unprofessionell
sentimental
Liebe
Menschen
Wohltätigkeit
Kommunikation

D

Innovation
Vision
Laterales Denken
Synthese
Ganzheitlich
Strategisches Vorgehen
Katalysator für Neuerungen
Erforschend
Phantasievoll
Abenteuerlustig
Experimentell
Kreativ
Unfokussiert
Impulsiv
Ignoriert Termine
Vage
Abschweifend
Herumratend
Entdecken
Strategie
Konzepte
Spaß

Die von Herrmann gefundene Einteilung bildet die komplexe Realität und die Arbeitsweise des Gehirns natürlich nur unvollständig ab. Sein Modell jedoch ist davon unabhängig gültig. Die Validität des Modells ist durch umfangreiche wissenschaftliche Untersuchungen bestätigt.

Präferenzen und Kompetenzen

Das Herrmann-Dominanz-Instrument (H.D.I.®) zeigt bevorzugte Denkweisen auf, die man auch als persönliche Talente, Potentiale oder Präferenzen bezeichnen kann. Kompetenzen entstehen dagegen erst durch den persönlichen Einsatz wie Studium, Lernen, Arbeit, Fleiß etc. Talent allein macht auch hier noch keinen Meister, genauso wie Fleiß bei der Arbeit nicht das fehlende Talent eines Menschen ersetzt. Erst die Kombination von Talent und Fleiß ist der Schlüssel zum Erfolg.

Diese Abhängigkeit kann auch mit folgender Formel veranschaulicht werden.

Kompetenz = Präferenz x Aufwand.

Wir werden in die Lage versetzt einzuschätzen, ob wir unser geistiges Potential bei den richtigen Aufgaben einsetzen und erfahren, welche Tätigkeiten unserem bevorzugten Denk- und Verhaltensstilen weniger gut entsprechen. So können wir gezielt entscheiden, ob und wie stark eine mögliche Veränderung der äußeren Rahmenbedingungen zu einer Optimierung unserer Leistungen führen kann.

Persönlicher Nutzen

Das Herrmann-Dominanz-Instrument (H.D.I.®) liefert eine sehr anschauliche Darstellung der Denk- und Verhaltenspräferenzen. Es ist flexibel sowohl bei Einzelpersonen, als auch bei Paaren und Gruppen einsetzbar. Das H.D.I.® ermöglicht jedem wertfrei den Vergleich mit der jeweiligen persönlichen Situation.

Das H.D.I.® befähigt Menschen, sich u.a. folgenden Fragen zu beantworten:

  • Wer bin ich?
  • Was kann ich?
  • Was macht mich einmalig?
  • Wo liegen daher meine Möglichkeiten, persönlich, beruflich wie privat?
  • Welche Konsequenzen ergeben sich für den persönlichen, beruflichen wie privaten Lebensweg?
  • Was will ich ggf. ändern?

Der Nutzen für jeden Einzelnen ist ein genaues und detailliertes Wissen über die eigenen Möglichkeiten und Begrenzungen. Daraus entstehen zahlreiche Chancen für Veränderungen in Teams, Organisationen und auch im privaten Umfeld, so z.B.:

  • Selbsterkenntnis
  • Tieferes Verständnis für sich selbst und andere
  • Schärfere Wahrnehmung von Denkstilen
  • Größeres Verständnis, Respekt und Toleranz anderen gegenüber
  • Erkennen der besonderen persönlichen Talente, Fähigkeiten bzw. Präferenzen
  • Erkennen, ob persönliche Präferenzen und berufliche Aufgaben übereinstimmen
  • Möglichkeit zur Erweiterung der sozialen Kompetenz
  • Schlussfolgerungen für die persönliche Karriereplanung
  • Verständnisvollere Kommunikation
  • Konfliktlösungen

Anwendung des H.D.I.®

Die Anwendung des H.D.I.® sind vielfältig, da alle menschlichen Aktivitäten von der individuellen Ausprägung unserer Denk- und Verhaltensstile bestimmt werden und sie andererseits durch kein vorgegebenes Konstrukt einschränkend wirkt.

Seit Beginn der 80er Jahre findet das Herrmann-Dominanz-Instrument (H.D.I.®) u.a. in folgenden Bereichen Anwendung:

  • Selbsterkenntnis / Coaching
  • Berufszielfindung
  • Berufsberatung
  • Personalberatung
  • Partnerschaftsberatung
  • Lernstilanalyse
  • Teamentwicklung
  • Projektmanagement
  • Seminarentwicklung
  • Kreativitätstraining
  • Verkaufstraining
  • Führungskräftetraining
  • Textanalyse

Das H.D.I.®-Profil

Das H.D.I.®-Profil wird aus einer Selbstanalyse ermittelt. Der Fragebogen besteht aus 120 Fragen und kann in ca. 20 Minuten ausgefüllt werden. Die Auswertung des Fragebogens erfolgt bei einer lizensierten Stelle mit Hilfe eines Computerprogrammes. Jeder Teilnehmer erhält das Ergebnis seiner Auswertung mit einer ausführlichen allgemeinen Erläuterung in einem persönlich adressierten und verschlossenen Umschlag.

Das H.D.I.®-Profil zeigt dem Teilnehmer grafisch und tabellarisch die Ausprägung der bevorzugten Denk- und Verhaltensstile. Zu den beiden farbigen Auswertungsblättern werden in einer Mappe vier Broschüren geliefert, die Informationen zur Interpretation der Ergebnisse liefern.

Das Ergebnis selbst ist wertneutral. Es gibt keine “schlechten” oder “guten”, “positiven” oder “negativen” Ergebnisse. Am besten lässt sich das Instrument im Rahmen eines Coachings, einer Beratung oder eines Trainings einsetzen.

In einem persönliches Gespräch wird der Klient mit seinem H.D.I.®-Profil vertraut gemacht. Die Ergebnisse der Selbstanalyse werden durch den Klienten geprüft. Die Ergebnisse der Selbstanalyse werden von vielen Klienten meist als stimmig erlebt. Dennoch fällt vielen Menschen die Auswertung nicht immer leicht. Der H.D.I.®-Trainer kann in einem persönlichen Gespräch die Ergebnisse vielfach transparenter und verständlicher machen, als dies durch das alleinige Studium der Informationsbroschüren möglich wäre.

Link-Tipp

www.hid.de

Für Fragen oder bei Interesse an einem H.D.I.®-Profil steht Ihnen der Autor Jörg Petermann gerne zur Verfügung.

Literatur zum Thema

© Jörg Petermann, H.D.I.®-Trainer, Karriere- und Strategieberatung,
http://www.strategie-B.de

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