Der Seestern

Seestern
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Ein furchtbarer Sturm kam auf. Der Orkan tobte. Das Meer wurde aufgewühlt und meterhohe Wellen brachen sich ohrenbetäubend laut am Strand.

Nachdem das Unwetter langsam nachließ, klarte der Himmel wieder auf. Am Strand lagen aber unzählige von Seesternen, die von der Strömung an den Strand geworfen waren.

Ein kleiner Junge lief am Strand entlang, nahm behutsam Seestern für Seestern in die Hand und warf sie zurück ins Meer.

Da kam ein Mann vorbei. Er ging zu dem Jungen und sagte: “Du dummer Junge! Was du da machst ist vollkommen sinnlos. Siehst du nicht, dass der ganze Strand voll von Seesternen ist? Die kannst du nie alle zurück ins Meer werfen! Was du da tust, ändert nicht das Geringste!”

Der Junge schaute den Mann einen Moment lang an. Dann ging er zu dem nächsten Seestern, hob ihn behutsam vom Boden auf und warf ihn ins Meer. Zu dem Mann sagte er: “Für ihn wird es etwas ändern!”

gefunden in: Porter, Patrick: Entdecke dein Gehirn,
Junfermann, 1997; Geschichte gekürzt und überarbeitet

 

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Kommentare

  • Immer wieder findet sich am Ende von Geschichten in diesem Newsletter der Hinweis, dass der Text “gekürzt und überarbeitet” worden ist. Warum eigentlich? traut man den ursprünglichen Autor(Inn)en nicht?
    Manchmal suche ich den Originaltext und muss meistens feststellen, dass er ziemlich (naiv) verschlimmbessert worden ist. Oft ist’s schade um gute Literatur und eine Missachtung – oder gar Verachtung – der Autorinnen und Autoren.

  • Schöne Geschichte, danke. Ich schaue mal ob ich die Langversion finde, dann nutze ich sie für den nächsten Gottesdienst. Einen Tag vor der Wahl.
    LG

  • Erst einmal: Ich finde jeden eurer Kommentare einfach nur klasse.
    Da finden sich soviel Gedanken, die mich in den letzten Jahren immer wieder tief bewegt haben.
    Schindlers Liste z.B.: “Wer nur ein Menschenleben rettet, rettet die ganze Welt.”
    Wie oft habe ich diesen klasse, bewegenden, Film schon erlebt.
    Wir haben seit drei jahren auch wieder einen kleinen Hund, einen Yorkshire-Terrier, sie heißt “K.C.” :-)
    Für uns ist das kein Hund, sie ist mittlerweile der ruhende Mittelpunkt unseres Lebens geworden.
    Ich schicke euch gerne viele Geschichten, auch Fotos um und von “Klein-K.C.”, wenn ihr wollt.
    Vergesst bitte nie, was ihr hier ausgedrückt habt, und lebt das jeden Tag. Ich mache das – jeden Tag.

    Viele liebe Grüße

    Gerhard

  • Wenn man stark ist, wie der Junge – prima. Wenn man aber einer der Seesterne ist, dann kann ich NICHTS aus Eigener Kraft .
    Und das ist unsere Ausgangslage vor Gott. Wir müssen uns erst mal retten lassen von Gott. Dazu hat er Jesus geschickt. Er gab sein Leben für mich kleinen Seestern.

  • Da schlis ich mich an lasst uns die seesterne retten
    :-)

  • Genau aus diesem Grund habe ich schon den zweiten Hund aus dem Tierheim. Es macht mich immer ganz traurig, dass ich nicht alle mit nach Hause nehmen kann. Aber für Bosco und Ronny hat sich “alles geändert”.

    • Katharina

      Hallo Conny,

      ich hatte bis vor einer Weile auch einen Hund, den ich aus dem Tierheim gerettet habe, er wäre vor lauter Stress dort verhungert. Es war dann wunderschön ihn aufblühen zu sehen, er hat mir so viel zurückgegeben, obwohl ich an seine Rettung keine Bedingungen geknüpft hatte. Jetzt suche ich wieder einen Neuen, der dann glücklich werden kann. Ich möchte auch immer allen helfen, aber wenigstens einem kann ich es, und das ist auch schon viel.

      Liebe Grüße
      Katharina

  • Wie oft hoere ich in meinem Umfeld, ach das lohnt sich nicht, ist zu muehsam und zu klein. Und…man kann ja doch nichts aendern.
    Ich sage nur, wenn es diese Menschen im Kleinen nicht gaebe, wuerde sich nichts aendern und nur die Maechtigen haetten das Sagen was auf der Welt zu passieren hat.
    Zum Glueck haben wir diese Menschen, und es werden immer mehr……

  • Wer nur ein Menschenleben rettet, rettet die ganze Welt.

    Spruch aus dem Talmud-Schindlers Liste

    • Mia

      Ich möchte gerne die Einschränkung (Menschenleben) etwas erweitern:
      ” Leben” (auch nicht menschliches) !

      Ja, jede/r kann dazu beitragen, die Welt ein bisschen friedlicher zu machen !

  • DANKE für diese Geschichte. Sie erinnert mich wieder mal daran, achtsamer mit mir umzugehen, jedoch auch achtsamer und aufmerksamer auf Kinder zu “schauen”.

    Allen einen glücklichen Sonnentag (auch im Herzen)

    • Susanne

      Hallo Gerhard, hallo Fan-Gemeind von Zeit zu leben :-),

      achtsam mit sich und anderen umzugehen, auch mal zu entschleunigen und auch den Genuss erleben (z.B. die Natur, den Wald, das Meer spüren und riechen), sowie auch die kleinen Dinge am Boden sehen… und auch im Kleinen Dinge ändern, die Auswirkungen auf das große Ganze haben…diese Gedanken kommen mir bei dieser Geschichte in den Sinn.
      Ich wünsche allen einen schönen Sonn(en)tag:-).
      Liebe Iris, auch meine Morgenlektüre ist sonntags diese Seite.
      Sonnige Grüße :-)
      Susanne

  • Lasst uns doch heute alle einen “Seestern” retten!!!!

    Dieser Sonnentag ist dazu perfekt!

    • Daniela S

      …ja…ich will ;)!

  • Vielen Dank für diese wunderbare Geschichte. Es lässt in mir auch Traurigkeit hochkommen, wie viele “Erwachsene” mit ihren eingeengten, beschränkten und überhaupt nicht wohlwollenden, oder auch optimistischen Gedanken ihre Worte “nicht auf der Zunge brennen lassen”, sondern ihre kleine Sicht auf die Dinge auch so zarten Wesen wie Kindern auf die Seele stempeln, vollkommen unreflektiert. Man erlebt es auch heute immer wieder, in der Nachbarschaft, in der Schule von Lehrerseite, usw. … . Gott sei Dank ist der Junge in der Geschichte stark genug!

  • Danke für diese ermutigende Geschichte! Sie hat mich an eigene Erfahrungen erinnert, an unzählige Diskussionen über den Sinn und Zweck solchen Verhaltens inmitten einer überwältigend scheinenden Zerstörungskraft. Auch an Momente, wo sich dieser Mann als “Innerer Zweifler” gemeldet hat und mich in meinem “kindlich-spontanen Tun” irritiert hat… Aber: Ich mache einfach weiter, so gut es eben geht – und nenne es nun “Seesterne retten” :-)! Was für ein schönes Bild – vielenvielen Dank dafür!!!

  • Guten Morgen!
    SO eine schöne Geschichte! Und SOO passend wie ich empfinde, gerade auch für diesen Morgen!
    In der Sonne sitzend, frühstücken und Euren Newsletter genießend, denke ich: WIE gut es dir geht, trotz alledem, was noch besser sein könnte… Und dann diese schöne Geschichte – da wird mein Herz ganz weit..
    Vielen Dank auch dafür und Euch / Euch allen einen wunderschönen guten, fröhlichen Tag!

    • Susanne

      Sorry, in meinem Beitrag schrieb ich Iris, ich meinte Dich Ina :-)

  • Kinder haben eine herrliche Eigenschaft, von der man aufpassen muss, dass sie diese später nicht verlieren, nämlich eine praktisch unbegrenzte Selbstlosigkeit.

    Sie überlegen nicht lange, wem sowas nützen könnte, wie lange es dauern könnte, ob sie es schaffen etc. Sie machen es einfach.

  • Und wäre es nur einer gewesen, hätte es schon Sinn gemacht. Selbst bei nur einem wäre es nicht umsonst gewesen.

 

Ralf Senftleben

Hallo! Schön, dass du da bist!

Ich bin Ralf und das hier ist meine Seite, Zeit zu leben. Seit 1998 schreibe und forsche ich darüber, wie wir unser Leben selbstbestimmt, kraftvoll und bewusst leben können. Wie wir herausfinden, was wir für unsere Zufriedenheit brauchen, und wie wir erreichen, was wir uns wünschen.

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