Ein tolles Prinzip für mehr Selbstfürsorge: Zahl dich selbst zuerst aus!

„Mein Rücken zwickt schon wieder – so ein Mist! Ich müsste mal wieder mit Rückentraining anfangen, das hat mir eigentlich echt gutgetan …“

„Heute bin ich wieder nur so von A nach B gehetzt … Mein Leben rast grad nur so an mir vorbei. Ich müsste mal was tun, um ein bisschen runterzukommen …“

Solche oder ähnliche Gedanken hatte ich vor einiger Zeit sehr häufig. Denn Rückenschmerz, das war für längere Zeit ein immer wiederkehrendes Problem für mich. Ebenso dieser ständige Zeitdruck und der dadurch entstehende Stress.

Für das Rückenproblem kannte ich bereits mehrere gute Lösungen. Und mir war auch bewusst, dass mir gezielte Entspannungsmethoden total guttun würden, um mich wieder ein bisschen runterzubringen.

Aber irgendwie habe ich es damals nie so richtig geschafft, diese Lösungen richtig in mein Leben zu integrieren. Ich habe es damals natürlich immer mal wieder versucht. Aber oft ist das im Alltagsstress irgendwie versandet. Und das hat mich immer ziemlich gewurmt.

Das ist schon komisch … Warum fällt es uns manchmal so schwer, ausgerechnet den wichtigen Dingen in unserem Leben Raum zu geben? Und das obwohl wir ja wissen, dass es wirklich von Bedeutung für uns wäre?

Warum wir uns selbst gerne hintenanstellen

Von außen betrachtet läuft hier ja gehörig was schief: Denn eigentlich müsste es uns doch gelingen, den für uns selbst wichtigen Dingen die oberste Priorität zu geben und klipp und klar zu sagen: „Die wiederkehrenden Rückenschmerzen stören mich so sehr, also tue ich jetzt auch konsequent etwas dagegen!“ Das wäre ja das einzig Vernünftige.

Vom Kopf her habe ich das auch immer begriffen. Aber mein Kopf war es auch, der mich gleichzeitig auch immer wieder davon abhielt, mir selbst etwas Gutes zu tun: „Komm, jetzt nur noch schnell dieses und jenes erledigen, Rückentraining geht auch später noch.“ Und später war ich dann meist platt und hatte einfach keine Energie mehr dafür.

Ich glaube, eine Erklärung für dieses Phänomen ist, dass es für uns als „soziale Wesen“ sehr viel schlimmer ist, wenn wir anderen Menschen gegenüber ein schlechtes Gewissen haben als uns selbst gegenüber. So war es zumindest immer bei mir.

Der „Schmerz“, mein Rückentraining einfach sausen zu lassen, war immer geringer, als jemand anderem gegenüber eine Verpflichtung nicht einzuhalten. Im Ergebnis führt das dazu, dass es einfach viel leichter fällt, sich selbst hintenanzustellen.

Das Selbstbild verschlechtert sich

Bei mir hat es immer einen schalen Beigeschmack hinterlassen, wenn ich mir etwas vorgenommen habe und es dann aber nicht getan habe. Weil man sein Wort sich selbst gegenüber bricht. Und man sich selbst damit faktisch nicht ernst nimmt.

Wenn ich weiß, dass ich etwas für meinen Rücken tun sollte, es aber dann nicht tue, dann bin ich irgendwie nicht gut zu mir selbst. Oder anders gesagt: Ich nehme mich selbst nicht wichtig genug. Und das verschlechtert auf Dauer mein Selbstbild. Weil ich mich selbst für einen „Versager“ halte, der die Dinge, die ihm wichtig sind, nicht auf die Reihe bekommt.

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Dass mein Verhalten an dem Punkt nicht gut für mich selbst war, war mir vollkommen bewusst. Aber ich wollte mich nicht wie ein totaler Individualist verhalten, nur noch an mich denken und alles und jeden hintenanstellen. Selbst wenn ich das so gewollt hätte … Ich hätte es in der Realität sicher nie umsetzen können, weil ich als Person einfach nicht so bin.

Doch dann habe ich eines Tages von einem interessanten „Prinzip“ gelesen, das mir einen tollen Weg gezeigt hat. Ein Prinzip, das mir da in gewisser Hinsicht die Augen geöffnet hat. Und deshalb möchte ich diese Idee heute gerne auch mit dir teilen.

Sich selbst zuerst auszahlen

Ich habe über dieses besagte Prinzip vor vielen Jahren in einem Ratgeber über Finanzen gelesen. Ein erfolgreicher Geschäftsmann, der es zu viel Wohlstand gebracht hatte, verriet darin eines seiner Erfolgsgeheimnisse. Er nannte das Prinzip „Zahl dich selbst zuerst aus“.

Was ist damit gemeint?

Der besagte Geschäftsmann schrieb, er habe von seinem Gehalt immer zuallererst einen bestimmten Teil für sich genommen. Geld, womit er seine Wünsche und Träume verwirklichen wollte. Zum Beispiel sich selbst eine eigene Immobilie zu leisten. Oder, um ein eigenes kleines Geschäft zu eröffnen. Dieser Teil ging immer zuallererst von seinem Gehalt ab. Und erst danach wurden die Rechnungen bezahlt und alle anderen Dinge finanziert.

Seine Überzeugung war, falls man sich selbst nicht zuerst auszahlt, dann wird man es auch nie schaffen, seine Wünsche und Träume umzusetzen, für die man Geld braucht. Weil das Geld dann eben anderweitig ausgegeben wird. Er war der Meinung: Ich bin für mein Gehalt arbeiten gegangen, also ist es auch mein gutes Recht, mich selbst zuallererst auszuzahlen.

Sich selbst zuerst auszahlen, damit man seine Wünsche auch verwirklichen kann … Diese Idee fand ich total einleuchtend und überzeugend. So überzeugend, dass ich sie für mich selbst seitdem auch anwende.

Vor einiger Zeit habe ich mich dann aber auch gefragt: Warum sollte das eigentlich nur für die Finanzen so gelten? Warum sollte man dieses Prinzip nicht auch auf andere Lebensbereiche anwenden können, also z. B. auf die eigene Zeit?

Ein tolles Prinzip für mehr Selbstfürsorge

Da ich vom Prinzip, sich selbst zuerst auszuzahlen, total überzeugt bin, habe ich versucht, es auch in der Nutzung meiner Zeit anzuwenden. Das heißt, konkret jeden Tag zuallererst die Dinge zu tun, die mir persönlich wichtig sind. Früher habe ich diese Dinge oft nicht in meinem Tag unterbringen können. Aber so ist es mir auf einmal total leicht gefallen, die Dinge, die mir wirklich wichtig sind, in meinen Alltag mit einzubauen.

Nach und nach kamen da so einige Dinge zusammen. Und im Moment mache ich jeden Morgen direkt nach dem Aufstehen ein paar gezielte Sportübungen für meinen Rücken. Das dauert 10 Minuten und inzwischen bin ich im Rücken vollkommen beschwerdefrei. Dann meditiere ich, weil das meinen oft hektisch springenden Geist beruhigt und dazu führt, dass ich mich besser konzentrieren kann. Danach mache ich mir ein gesundes Frühstück, mit Nahrungsmitteln, die mir guttun. Unter der Dusche höre ich dann meistens Musik, auf die ich gerade so richtig Lust habe.

So starte ich in den Tag mit leerem Kopf, starkem Rücken, wohlgenährt und mit guter Laune :-) Jetzt kann der Tag kommen, denn ich habe mich schon selbst „ausgezahlt“.

Für mich ist daraus inzwischen ein richtiges Morgenritual geworden, welches ich nicht mehr missen möchte. Selbst am Wochenende nicht. Morgens klappt das bei mir alles besonders gut, weil mich da niemand stören kann.

Und es hat für mich auch drei große Vorteile, wenn ich mich gleich morgens „zuerst auszahle“:

  1. Ich starte ganz entspannt in den Tag, denn die wichtigsten Dinge sind erledigt. Das macht mir ein super Gefühl. Und ich bin insgesamt viel zufriedener.
  2. Ich gestalte den Tag nach der Reihenfolge meiner Prioritäten.
  3. Ich tue es. Ich nehme mich selbst ernst. Nicht nur in Gedanken, sondern auch in Wirklichkeit. Denn mit diesem Morgenritual tue ich mir selbst etwas Gutes, und das jeden Tag.

Sich selbst zuerst auszahlen … Falls du das nicht auch schon längst tust, dann ist das etwas, das ich dir wirklich nur ans Herz legen kann.

Womit könntest du anfangen, dich selbst zuerst auszuzahlen?

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