Sind Sie ein Überfluss- oder ein Mangel-Typ?

Es gibt eine bestimmte Einstellung, die unser ganzes Leben quer durch alle Bereiche hindurch dramatisch beeinflusst: Ich rede davon, ob wir auf einer ganz allgemeinen Ebene an den Überfluss oder an den Mangel glauben.

Wenn wir an den Mangel glauben, dann gehen wir davon aus, dass es im Leben generell von allem zu wenig gibt, dass also ein Mangel an allen wichtigen Dingen herrscht.

Es gibt:

  • zu wenig Arbeitsplätze,
  • zu wenig Geld,
  • zu wenig Liebe,
  • zu wenig Freundschaft,
  • zu wenig Freude und
  • zu wenig Glück.

Von allem ist einfach zu wenig da.

Und wozu führt das ganz oft, wenn wir glauben, dass von allem zu wenig da ist?

Es führt dazu, dass wir neidisch auf andere werden. Oder es führt dazu, dass wir glauben, wir müssen anderen etwas wegnehmen, damit wir auch etwas bekommen. Oder wir kapitulieren gleich, weil wir denken, dass wir sowieso nicht stark oder würdig genug sind, um unseren Teil vom Kuchen abzubekommen.

Und so entstehen Kriege, Neid, Missgunst und eine Menge anderer unerfreulicher Dinge, wie beispielsweise unsere "Ellenbogengesellschaft" oder der aggressive Konkurrenzkampf in der Wirtschaft. Die gesamte Weltwirtschaftsordnung basiert wohl auch auf der Mangeleinstellung. Oft wird sogar ein künstlicher Mangel erzeugt, um Preise zu beeinflussen.

Ja sogar mit Wahrheit ist es so. Wenn ich davon ausgehe, dass es nur eine Wahrheit gibt (=Mangel), dann muss ich kämpfen um zu beweisen, dass ich Recht habe, mit dem was ich denke.

Wer im Gegensatz daran glaubt, dass von allem genug da ist (=Überfluss), der muss keine Angst haben, dass jemand ihm etwas wegnimmt. Es ist ja für alles etwas da. Und wenn von allem genug da ist, nimmt man sich einfach etwas Neues, wenn einem etwas abhanden kommt. Deswegen kann man auch einfacher loslassen. Und loslassen zu können, ist ja sowieso eine wichtige Fähigkeit, wenn wir mit uns selbst und anderen in Frieden leben wollen.

Wenn wir daran glauben, dass von allem genug da ist, dann macht uns das einfach gelassener, lockerer und fröhlicher.

Daran zu glauben, dass von allem genug da ist, bedeutet erfahrungsgemäß übrigens nicht, dass man nicht manchmal auch ein bisschen danach suchen muss. Und manchmal versteckt sich der Überfluss an Orten, wo man ihn gar nicht vermutet hätte. Und manchmal hat er auch eine ganz andere Form, als man vorher angenommen hatte.

Wenn wir nicht nur an den Überfluss glauben, sondern ihn auch für uns nutzen wollen, müssen wir eben manchmal ein bisschen flexibel und kreativ sein. Aber wer an den Überfluss glaubt, der weiß auch, dass es immer genug Ideen und Möglichkeiten gibt (=Überfluss).

Ich weiß nicht, ob Sie nun eher an den Mangel glauben oder eher an den Überfluss. Auf jeden Fall habe ich noch eine Frage zum Weiterdenken für Sie:

Was glauben Sie, wer ist glücklicher: Jemand der denkt, dass von allem zu wenig da ist oder jemand der daran glaubt, dass es von allem genug gibt?

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