Sinn des Lebens: Wieso Spiritualität wichtig für uns ist

Wir Menschen suchen schon immer die Antworten auf die großen Fragen im Leben.

Woher komme ich? Wozu bin ich da? Wie funktioniert das Leben? Wohin gehe ich, wenn es vorbei ist?

Das sind geistige oder philosophische Fragen, die relativ wenig mit unserem Alltag zu tun haben. Mit Aufstehen, Arbeiten, Essen, Trinken, Kino, Schlafengehen.

Nur manchmal, in ruhigen Momenten, wenn etwas passiert ist oder wenn wir in der Natur sind, dann kommen wir plötzlich in Kontakt mit diesen eher geistigen Dingen. Und das sind oft ganz tolle Momente.

Die meisten von uns haben eine spirituelle Seite. Oft verborgen. Aber für manche auch häufig gut spür- und erlebbar. Spiritualität ist in uns eingebaut, sie ist wahrscheinlich ein menschliches Grundbedürfnis.

Ich zum Beispiel bin tatsächlich ein ziemlich spiritueller Mensch. Auch wenn man das im Alltag wahrscheinlich gar nicht so merkt. Denn ich rede nicht viel darüber. Weil es in meinen Augen wenig darüber zu reden gibt. Ich bin ein spiritueller Mensch. Und damit meine ich auch nicht, dass ich mir jeden Tag im stillen Kämmerlein eine Engelkarte lege und das große Orakel von Tuku-Tiki-Tamtam befrage. Ich habe nur einfach das unterschwellige Gefühl, dass es da irgendwie noch mehr gibt. Dinge, die ich nicht erklären kann, Dinge, die um uns herum sind, die mit der Welt verwoben sind. Dinge, die unser Leben beeinflussen und uns das Leben manchmal schwerer und manchmal leichter machen.

Oft vertraue ich mich dem Fluss des Lebens an, schalte meinen Verstand aus und überlasse und handele einfach nur nach Gefühl und meiner Intuition. Dann erlaube ich mir manchmal sogar ganz vorsichtig den Gedanken, dass mich vielleicht etwas lenkt. Etwas Größeres als Sie und ich. Aber ich weiß es nicht – wie sollte ich auch.

Ich kann diese Dinge nicht im Entferntesten erklären. Ich glaube, man sollte es auch gar nicht versuchen. Weil dann solche für meinen Geschmack absurden Geschichten dabei herauskommen wie Glaubenskriege, Gurus, Sekten oder Esoterik-Läden.

Nicht falsch verstehen. Ich glaube, es gibt nichts gegen Engelkarten, Tarot oder Pendelei einzuwenden. Das können schöne, symbolhafte Hilfsmittel sein, um mit unserem eigenen Inneren in Kontakt zu kommen. Und ich werde demnächst vielleicht auch mein neu gekauftes Haus mit Räucherwerk reinigen. Aber ich werde es mit einem breiten Grinsen tun und dabei bestimmt Witze über mich selbst machen. Das Problem fängt dann an, wenn ich beginne, diese Dinge zu ernst zu nehmen. Wenn ich nicht mehr über mich lachen kann. Wenn ich wirklich daran glaube, mit den Engeln zu reden. Oder dass ich mir nur etwas doll genug wünschen muss, damit es passiert. Oder dass ich davon überzeugt bin, dass ich ein besserer und bewussterer Mensch bin, nur weil ich die “Prophezeiungen von Celestine” oder “Ein Kurs in Wundern” gelesen habe.

Spiritualität, das bedeutet für mich, das Geistige, nicht Sichtbare anzuerkennen und seine Existenz zuzulassen. Ohne dass ich seltsame Erklärungsmodelle drumherumstricken muss.

Spiritualität ist wichtig für uns. Ich glaube, dass es das Menschsein ausmacht.

Wer bin ich? Wozu bin ich da? Warum bin ich hier? Habe ich eine Aufgabe hier auf dieser Welt? Was kann ich beitragen? Wie kann ich über mich selbst hinauswachsen? Wie kann ich meine eigenen Begrenzungen überschreiten? Wie kann ich die bestmögliche Version meiner selbst werden?

Das alles sind für mich zutiefst wichtige, geistige, spirituelle Fragen.

Die Antworten findet man in sich drin. Dann, wenn es leise um einen herum ist. In der Natur. Oft nach einer heftigen Krise, die den eigenen Panzer geknackt hat. Oder im Gespräch mit einem wirklich echten und wahrhaftigen Menschen.

Spiritualität ist ein menschliches Grundbedürfnis für die meisten von uns. Die einen merken es früher. Andere erst, wenn sich das eigene Leben dem Ende zuneigt.

Wenn Sie irgendwann vielleicht mal eine Leere in sich spüren, dann kann es sein, dass Sie gerade mit Ihrer Spiritualität in Berührung gekommen sind. Dann kann es der richtige Zeitpunkt sein, damit zu beginnen, in sich zu gehen und sich ein paar Fragen zu stellen. Wer bin ich? Und wozu bin ich auf dieser Welt? Und …

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Kommentare

  • Ich finde auch, dass Spiritualität etwas sehr wertvolles und hilfreiches im Leben ist. Ohne diese Momente der Ruhe und ohne seiner Seele und sich selbst mal eine Pause zu geben, wird es in der heutigen Zeit schnell einsam um einen. Ich denke, dass zufiele Menschen heutzutage für Spiritualität keine Zeit mehr finden bzw. sich diese nicht nehmen.

  • Ich denke, dass wer den Schöpfer nur in Religion zu finden glaubt und nicht in der Schöpfung selbst, den Schöpfer und den Sinn der Schöpfung nicht finden wird und genau sowenig den Sinn des Lebens . Spiritualität ist für mich die Fähigkeit die Schöpfung und Liebe zu erkennen als das was es ist. Ich wurde vor langer Zeit aus einem Bibelstudium raus geworfen, weil ich zu unangenehme Fragen stellte, die man mir nicht beantworten konnte. Nur wer sucht findet, heißt es. Und das habe ich dann getan.

    • Jürgen schreibt am 27. November 2016

      Der Begriff Spiritualität meint eigentlich für mich meine, unsere, des Menschen Beziehung zu Gott. Alles ist in Beziehung zu Gott, natürlich auch alle Schöpfung. Spirituell ist das Wesen des Menschen, also er selbst. Das Eigentümliche daran ist etwa, dass diese Beziehung eine volle, totale Einheit ist. Die Einheit ist immer gegeben, aber das heisst nicht, das ich auch die Einheit spüre, mir meiner Existenz und meiner Erfahrungen mit und in der Einheit bewusst bin. Zu diesem Bewusstsein können mich meine spirituellen Interessen, vielleicht eine religiöse Praxis oder die gelebte zwischenmenschliche Liebe führen oder alles zusammen hinführen. Es gibt keine Trennung zwischen Gott und den Erscheinungen dieser Welt. Der Kosmos ist nur ein grosses Energiefeld, in dem gewisse energetische Prozesse ablaufen. Diese Prozesse sind so, dass sie vom Spirituellen ablenken (E G O). Es geht in Wirklichkeit immer um die Beziehung zwischen meiner und aller menschlichen, geschöpflichen Endlichkeiten und der Unendlichkeit Gottes. Das nenne ich Spiritualität. Es geht um das unendliche, ewige, keinen Raum und keine Zeit und keine Trennung kennende grosse Geheimnis des Menschen, aller Schöpfung – ich nenne es Gott, und unsere Bewegung auf das hin. Das Ziel allen Lebens ist das. Das Ziel des Menschen, der Menschheit ist das. Was soll es auch anderes sein?

  • Spiritualität ist etwas (Immaterielles), was man nicht jedem “greifbar” machen kann.

    Vor allem verlangt es einem eine (psychische) Größe ab, einzusehen, dass es nicht DIE ultimative, universell für alle gültige Wahrheit gibt.

    Irgendwer sagte einmal: Zwischen Himmel und Erde passiert viel (für den Menschen) Unergründliches.

    Hauptfrage vieler ist oftmals: WARUM passiert es ausgerechnet JETZT?!

    Vor allem: WARUM passiert es ausgerechnet/ gerade MIR?!

    Das ist dann der Fall, wenn man mental/ psychisch mit etwas ganz an-derem befasst ist und im Grunde gerade nicht die Bereitschaft hat, sich auf andere(s) einzulassen.

    Aber es sind oft die (schicksalshaften) Überraschungen, die einen überall ereilen können!

    Beispielsweise ist man abends mit dem ÖPNV unterwegs, reflektiert den (vergangenen) Tag und hängt seinen Gedanken nach. Plötzlich steigt ein Grüppchen von einer etwa (zu einem selbst) gleichaltrigen Clique zu und bindet einen in ihre Diskussion ein.

    Wenn sich dann die Wege wieder trennen (weil man aus-/ umsteigen muss), nimmt man diese (emotional) mit (sich).

    Oder: In einem Moment der totalen Niedergeschlagenheit erhält man – egal, wozu – eine Einladung. Spontan würde man vielleicht (am lieb-sten) absagen. Doch dann folgt man der Einladung vielleicht doch und plötzlich wird es doch noch ein schöner Abend!

    Ohne diese Einladung hätte man sich vielleicht durch das (für diesen A-bend) dürftige TV-Programm gezappt/ im Internet gesurft oder was auch immer. Vielleicht wäre man auch früher zu Bett gegangen.

    Aber dann hätte man die Feier, vielleicht noch einige neue (interessan-te) Bekanntschaften verpasst!

    So geht man mit anderen Eindrücken (heim/ zu Bett) – mental be-schwingter.

    Ex-Beatle John Lennon stellte mal ganz pragmatisch fest “Leben ist das, was stattfindet, während man dabei ist, andere Pläne zu machen.”

    Es liegt in der Natur des Menschen, alles (chronisch, am besten: minu-tiös) zeitlich “durchtakten” zu wollen. Nur ein Plan gibt einem eine ge-wisse “Sicherheit”.

    Aber: Was ist, wenn nun etwas (völlig Unerwartetes) unseren (alltägli-chen) Weg “kreuzt” und uns eine “Überarbeitung” (dessen Korrektur) abverlangt.

    Irgendwo habe ich mal eine Geschichte gelesen, wo ein Mann (zu-nächst: eher widerwillig) die Katze seines besten Freundes (in dessen Abwesenheit) in Pflege nimmt (weil er ihn nicht enttäuschen möchte).

    Doch mit der Zeit findet er sich in seiner neuen “Realität” ein und blüht geradezu auf.

    Wo er vorher heimgekommen ist, wann er wollte (er wurde ja von nie-mand erwartet), ist er seiner Heimkehr entgegengefiebert. Sein Alltag hatte eine unerwartete Veränderung erfahren:

    Plötzlich wurde er daheim erwartet – von einem zärtlichen, sanftfühlen-den Wesen, das seine Welt von Grund auf (positiv) verändert. Da war auf einmal etwas, was den engen (Körper-)Kontakt suchte, genüsslich schnurrt und ihm zu verstehen gibt: DU bist wichtig! Ohne DICH würde es mir nicht so gut gehen!

    Irgendwann kommt sein Freund sie wieder abholen.

    Plötzlich kommt er heim und – er ist allein! Kein sonores Schnurren, kein Schmusebäckchen…

    Daraufhin fragt er seinen Freund, wo man eigentlich eine Katze her-kriegt.

    Nicht umsonst heisst es: Zeit, die man mit einer Katze verbringt, ist nie verloren!

    Darum sollte man sich auch – primär – mit dem umgeben, was einem (der eigenen Psyche) am ehesten zuträglich ist.

    Nicht immer kann man sich seinen Umgang aussuchen (z. B. Kollegen/ Vorgesetzte). Aber wo es möglich ist, sollte man sich auf das für einen am besten (empfundenen) besinnen.

    Das Leben ist zu kurz und zu kostbar, um seine Zeit mit Miesepeter & Co. zu “verplempern”!

  • Der Artikel lässt mich etwas ratlos zurück. Spiritualität, aha. Und was ist das ? Ich lese:

    “Ich kann diese Dinge nicht im Entferntesten erklären. Ich glaube, man sollte es auch gar nicht versuchen. Weil dann solche für meinen Geschmack absurden Geschichten dabei herauskommen wie Glaubenskriege, Gurus, Sekten oder Esoterik-Läden.”

    Wenn jemand *alles* offen lässt, wie will er dann anderen etwas “vermitteln” ? Wenn er aus Angst vor Angreifbarkeit und vor Diskussionen (die er schon bevor sie begonnen haben, als “Glaubenskriege” bezeichnet) die Dinge gar nicht erklären *will*, warum schreibt er dann einen Artikel im Internet ? Warum bekennt sich jemand, der das allem Anschein nach mit religösem Hintergrund schreibt, nicht zu seinem Glauben, sondern versteckt sich hinter dem unklaren Begriff der “Spiritualität” ?

    Was mich betrifft, ich mit Sicherheit kein “spiritueller” Mensch und beschäftige mich trotzdem mit den genannten Grundfragen des Lebens, und man glaubt es kaum, ich benutze sogar meine Intuition! Laut Ralf Senftleben bin ich offenbar einer dieser Spätmerker, die in ihrem Erkenntnisprozess noch nicht so weit sind wie er, und von ihrem “menschlichen Grundbedürfnis” noch nichts wissen.

  • Spuren im Sand

    Eines Nachts hatte ich einen Traum:
    Ich ging am Meer entlang mit meinem Herrn (Jesus).
    Vor dem dunklen Nachthimmel erstrahlten, Streiflichtern gleich, Bilder aus meinem Leben.
    Und jedesmal sah ich zwei Fußspuren im Sand, meine eigenen und die meines Herrn.
    Als das letzte Bild an meinen Augen vorübergezogen war, blickte ich zurück. Ich erschrak, als ich entdeckte, dass an vielen Stellen meines Lebensweges nur eine Spur zu sehen war. Und das waren gerade die schwersten Zeiten meines Lebens.

    Besorgt fragte ich den Herrn:
    “Herr, als ich anfing, dir nachzufolgen, da hast du mir versprochen, auf allen Wegen bei mir zu sein.
    Aber jetzt entdecke ich, dass in den schwersten Zeiten meines Lebens nur eine Spur im Sand zu sehen ist.
    Warum hast du mich alleine gelassen, als ich dich am meisten brauchte?”

    Da antwortete er:
    “Mein liebes Kind, ich liebe dich und werde dich nie alleine lassen, erst recht nicht in Nöten und Schwierigkeiten.

    Dort wo du nur eine Spur gesehen hast, da habe ich dich getragen”

    Himmlischer Vater danke für alles.
    Ohne Glaube ergäbe unsere reine Existenz keinen Sinn.
    Wir sind doch nicht geboren um hier 80 Jahre zu Leben und dann isss nix mehr!!!!!!
    Lest mal eine moderne Bibel.Beginnt mit dem neuen Testament.
    Manch Gemeinden bieten auch einen Alpha-Kurs an(ohne Zwang oder Druck)

    Alles gute und Gottes Segen

  • Was für ein schöner Text – spricht mir sehr aus dem Herzen, vielen Dank.
    Etwas weniger “man” hätte mich gefreut ;-)

  • Ein absoluter 5-Sterne Artikel, vielen Dank dafür! Lange habe ich nicht mehr so gebannt einen Beitrag von A bis Z gelesen. Falls in irgendeiner Form ein “Beweis” für Spiritualität eines Menschen notwendig sein sollte, wären diese obigen Zeilen ausreichend :)

  • Spiritualität (von lat. spiritus ,Geist, Hauch‘ bzw. spiro ,ich atme‘ – wie altgr. ψύχω bzw. ψυχή, siehe Psyche) – Geist, Hauch, ich atme — Das hört sich leicht, luftig, aktiv an. Ich bin ein spiritueller Mensch. Und damit meine ich nicht nur, dass ich katholisch erzogen wurde und gläubig bin. Sondern, dass mir meine Eltern und Lehrer auch die Freiheit und den Individualismus ließen kritisch zu sein, meine eigenen Erfahrungen machen zu dürfen und eine eigene Meinung haben zu können, was die Kirche angeht. Spiritualität ist genauso wohltuend wie Sport, wie Entspannung, wie Freunde treffen oder eine erfüllende Aufgabe erledigen. Ich atme, ich lebe, ich liebe. Spiritus vivificat! Der Geist macht lebendig!

  • Lieber Ralf , liebe Kommentarschreiber !
    Vielen Dank für diese essentiellen Gedanken und eure offenen Worte.
    Mir geht das Herz auf und ich fühle mich mit euch und dem “Alles-in- allem-und-mit-allem-und allen”verbunden.
    Es bestärkt mich, DEN WEG weiterzugehen in der Gewissheit, dass ich nicht allein bin.
    Ich hoffe, dass viele friedliche und kraftvolle Gedanken an vielen Orten
    uns ein friedlicheres Miteinander schenken können.
    Was für ein Glück, dass es euch gibt !
    Roswitha

  • Lieber Ralf, liebe Leserinnen und Leser,
    danke für den Artikel. Mir geht es eigentlich auch wie Ralf, dass ich nach außen ein sachlicher, logischer Mensch bin, der zu esoterischen Zeremonien bis vor einigen Jahren einfach nur lachen konnte. Ich bin auch ein sogenannter ‘kirchenferner’ Mensch, der mit der Amtskirche nicht viel am Hut hat – die menschlichen Fehler sind eigentlich unverzeihlich und himmelschreiend – konnte aber bis heute nicht ganz von der Kirche lassen und bin nicht ausgetreten, wie viele es in Österreich anlässlich der vielen Skandale schon getan haben. Ich weiß nicht, ob es meine religiöse Erziehung ist, aber ich hatte immer schon das Gefühl, dass da ‘Etwas’ sein musste und auch das Gefühl, winziger Teil eines unendlichen Netzwerks einer großen Gemeinschaft zu sein. Ich glaube auch, dass jeder Mensch Momente der Mystik braucht und wie es sich jeder für sich ‘inszeniert’ ist glaub’ ich auch zweitrangig – die Kirchen haben hier doch schon einen jahrtausendealten Erfahrungsschatz und machen es teilweise recht eindrucksvoll. Aus meiner Erfahrung ist die Meditation ein guter Weg zu sich selbst zu kommen, seine eigene Winzigkeit und gleichzeitig seine unbegrenzte Macht mit der Gemeinschaft zu spüren, diese spannende Mystik zu spüren.

  • Schön, dass zu dem Thema Spiritualität auch was bei ZZL erscheint. Ich hatte schon lange nicht mehr reingeschaut, aber jetzt hab ich wohl zum richtigen Zeitpunkt mal wieder die E-mail von ZZL gelesen. Ich habe mich anderswo schon viel mit Spiritualität beschäftigt. Schön sind auch die Kommentare dazu. Ich werde sie noch alle lesen müssen. Allerdings habe ich ein Problem mit dem Begriff “Gott”, wie ihn die Kirche offiziell benutzt und die Bibel wurde schon (zu) oft von den Kirchenvertretern dazu benutzt um schreckliche Schandtaten zu rechtfertigen (Inquisition, Kinderzüchtigung etc.). Die Kirche masst sich oft an die alleinige Institution zu sein, wenn es um Spiritualität geht. Sie vermittelt aber, für mich zumindest, ein falsches Gottesbild. Wie heißt es in der Bibel: Du sollst Dir kein Bild von Gott machen! Was macht dann die Institution Kirche? Es wird vor allem den Kindern vermittelt, dass da irgentwo ein Herr mit Rauschebart sitzt, der alles sieht was man tut und man ihn anbeten muss, blabla, etc….. So habe ich zumindest nicht zur Spiritualität gefunden. Ich habe durch andere Wege, außerhalb der Kirche, wieder zur Spiritualität oder man kann auch Gott sagen, wenn man das richtige darunter versteht, gefunden. Naja ich hoffe das war nicht zu viel der Kritik an der Kirche. Aber möge jeder selbst seinen eigenen Weg zu inneren Frieden und zur Spiritualität finden. Einen schönen Sonntag, Florian

  • Lieber Kommentarleser,
    ist es nicht manchmal nahezu interessanter die Kommentare als den Ursprungstext zu lesen? So bist du nun auch bis zu diesem Kommentar gekommen. Die Esoterik mag eine Innenschau sein und das Göttliche oder die Wahrheit des Lebens innerlich suchen. Wenn Gott jeden Partikel verwaltete, müsste er eigentlich nimmer müde sein, dachte ich zuletzt. Und neben den Partikeln sämtliche Menschen, Gefühle, Situationen. Aber wenn Gott alles ist, bezieht sich das Spiel der Formen eben auf alles. Wie kommuniziert Gott mit uns außer der Erleuchtung? Vielleicht durch Umstände. In der Stille vernimmt man soviel Friedvolles manchmal. Wir kümmern uns viel um uns, wer kümmert sich um Gott? Diese Frage kam mir auch einmal in den Sinn.
    Wenn das Erwachen die Einheit alles Seienden tief durch Erfahrung verstehen lässt, ist die Welt also dieses Spiel des Erwachens? Was der Mensch begreift, auch durch Erfahrung, erscheint so humorös klein, als dass es wie eine respektable Wahrheit erscheinen könnte. Die Balance zwischen glauben können aber nicht müssen ist eine große Eigenschaft, die der Welt eigen zu sein scheint, hier spiegelt sich Meisterliches, doch insgesamt bleibt noch vieles zu entdecken. Ich hoffe er ist nicht einsam, unser guter alter Herr und hat auch ein wenig Freude an uns. Gegönnt sei es ihm. Gute Nacht.

  • Begriffswirrwar.

    Spirituell ist etwas anderes als philosophisch. “Geistige” Fragen sind etwas anderes als philosophische Fragen. “Kontakt mit diesen eher geistigen Dingen” ist etwas anderes als sich philosophische Grundfragen wie die nach dem Sinn des Lebens zu stellen. Auch sich von Intuition leiten zu lassen ist etwas vollkommen anderes als spirituell zu sein.

    Nichts gegen eine Auffassung wie “Spiritualität, das bedeutet für mich, das Geistige, nicht Sichtbare anzuerkennen und seine Existenz zuzulassen. Ohne dass ich seltsame Erklärungsmodelle drumherumstricken muss”, nur: die Sätze sind eben bedeutungsleer, so lange man nicht liefert, was dieses “Geistige” überhaupt sein soll, so lange man keine “Erklärungsmodelle” anbietet. Hätte statt spirituell “religiös” dagestanden, dann wäre es eine klare Aussage gewesen. Man hätte PRO oder CONTRA sein können. Aber so ? Kann es sich jeder selbst aussuchen was gemeint sein könnte, und ich glaube der Autor weiß es selbst nicht.

    Aber eins weiß er immerhin: “Spiritualität ist ein menschliches Grundbedürfnis für die meisten von uns”.

    Aber was denn nun ? Ein menschliches Grundbedürfnis ? Oder für die meisten ? Eins von beiden geht nur.

  • Vielen Dank Ralf für den interessanten Artikel. All die spirituellen Fragen die jeder von uns im Leben mal macht finden wir im Wort Gottes, der Bibel. Man forscht nach, was sie an verschiedenen Stellen zu einem bestimmten Thema sagt. Dabei beginnt man sozusagen mit den „Anfangslektionen“ und kann dann „weitergehen und im Verständnis reifer werden“ (gemäss Neue Genfer Übersetzung, Begegnung fürs Leben). Man wird merken, dass ein Vergleich verschiedener Verse ein harmonisches Bild ergibt und sich die Bibel in Wirklichkeit selbst erklärt — sogar Passagen, die „schwer zu verstehen“ sind. Die Bibel wurde von etwa 40 von Gott inspirierten Schreibern in rund 1 600 Jahren (1513 vor unserer Zeitrechnung bis circa 98 unserer Zeitrechnung) geschrieben. Ein wunderbarer Brief von unserem Schöpfer an uns Menschen, der mich seit meiner Kindheit durch den Weg des Lebens begleitet, belehrt und führt und mir die wichtigsten Fragen des Lebens beantwortet und verstehen lässt. Das ist mein Lebensstil den bis heute noch nicht bereut habe. Wünsche Euch allen einen schönen Sonntagabend

    • Markus schreibt am 16. März 2014

      Wie sagte Jesus doch richtig: “Der Mensch lebt nicht von Brot allein –
      sondern….”

      Manche nennen es Spiritualität ich fühle wie der Bibelschreiber Jakobus sagt: Naht Euch Gott und er naht sich Euch! Dieses Gefühl möchte ich nicht missen.

      Also nicht aufhören sich IHM näher zu kommen!

  • Lieber Ralf, liebe LeserInnen,
    dein/der “Einstieg” in das Thema “Spiritualität” gefällt mir, weil er auf unprätentiöse Art und Weise deinen/den Zugang zu ihr ausdrückt ….. und für meinen Geschmack alles weg lässt, was zu Verwirrung oder Ablehnung dieses Phänomens führt oder führen kann.
    In meinem Leben hat Spiritualität auch eine große Rolle gespielt – und tut es auch noch – doch ihr Dasein und “Erscheinen” hat sich stetig gewandelt. Bis zu dem Punkt, dass sie nun – ähnlich zu deinem/dem Umgang mit ihr – einen Platz in mir und meinem Leben hat, der keine besondere Realität (mehr) verlangt. Sie ist da, begleitet mein Leben und beansprucht keine “Sonderrolle” mehr. Auch wenn damit nicht die großen “Seinsfragen” beantwortet sind, so schwingen sie stets mit, tauchen mal stärker im Denken, Bewusstsein auf, um dann wieder in den Hintergrund zu treten, ohne ganz zu verschwinden. Vielleicht ist das “Selbstverständlich”-gewor-den-sein der Schlüssel zu ihr. Sie braucht nichts, verlangt nichts und bereichert und durchdringt – viel-leicht gerade deswegen – das tägliche Leben. Jedem Menschen steht es frei, ihr zu begegnen, ihr einen Stellenwert in seinem Leben einzuräumen – oder halt nicht. Spielt keine Rolle. So ist ein Schuh für mich daraus geworden.
    Liebe Grüße an alle – Nele

  • Guten Morgen allerseits …

    Ralf hat geschrieben: “Das Problem fängt dann an, wenn ich beginne, diese Dinge zu ernst zu nehmen”

    Nun ja … ALLE Probleme fangen an mit dem Wörtchen *ZU* im Zusammenhang mit einer Eigenschaft … egal ob *zu* kalt oder *zu* heiss … *zu* dick oder *zu* dünn … *zu* locker oder *zu* ernst …

    Das Zauberwort der Spiritualität heisst: *Kopf im Himmel – Beine auf’m Boden* … und geht im Ursprung auf das Wort *Religio* zurück = Rückbesinnung auf das Wesentliche. Und weil nicht jeder Mensch ohne Dr.Titel ein dummer Mensch ist gibt es in der Spiritualität das Wort *Herzensbildung*.

    Bildung ist auch so ein Zauberwort … ich spiritueller Mensch und viele andere auch sind davon überzeugt, das mangelhafte Bildung zu den schlimmsten Krankheiten des Menschen gehört.

    Was wären wir denn ohne unsere Geschichte und Vergangenheit ? … und wie spannend und aufregend könnte es werden alles über die Entstehungsgeschichte des wohlüberlegten Eingangs-Symbol zu diesem Artikel zu wissen – der *Blume des Lebens* -???- … was wäre die *Wissenschaft* ohne *zählen – messen – wiegen* -???- … und was konnten die alten Pharaonen denn dafür das es damals noch keine *Quantenphysik* gab -???- …

    Was es aber immer schon gegeben hat ist das Denken, die Inspiration und Imagination. Und den in der Steinzeit sicher eher kläglichen Versuch, etwas *sichtbar* zu machen was man damals nicht *zählen – messen – wiegen* konnte. Und auch nicht darstellen. Man brauchte Umwege. Jesus erfand die *Gleichnisse* … um dem einfachen Hirten den *Himmel* näher zu bringen … in einer Sprache die der Hirte verstehen konnte … weswegen man ja die Bibel auch mit *geistigen Augen* lesen sollte. Oder die Qumran-Schriften … denn Jesus sprach aramäisch … nicht deutsch.

    Es gab Verfolgungen … wer entgegen der Kirchen-Meinung wagte der Idee von der Erde als Scheibe wo man am Ende runterpurzelt und in der Hölle landet zu widersprechen brutzelte auf’m Scheiterhaufen. Und die Titanik ist und bleibt unsinkbar.

    Wen wundert dann noch die Entwicklung einer *Geheimsprache* die nur Eingeweihten vorbehalten war … und waren die Alchemisten vielleicht die ersten Akademiker -???- … unter Umständen wie sie eben im Mittelalter so waren -???-

    Was ist unmöglich -???- … unmöglich ist alles – solange bis einer aufsteht und es einfach macht.

    Ich bin spirituell … habe selbst ein eigenes Forum dazu … was mich nicht dran hindert die Gruppe *Zeitzuleben* als etwas zu erkennen wo das Unmögliche möglich gemacht wird … authentisch – in einer anderen Sprache als der meinen. Mit einem Stil der weltweit einmalig ist. Mit einer Sprache die ankommt – ohne das man vorher studiert haben muss.

    Mit Mitteln und Methoden die sofort anwendbar sind … von Jedem … volksnah … *Selbstcoaching* … das Pendant zu meinem *Erschaffe das Erwünschte* … wobei für uns *spirituelle* auch die Frage von Bedeutung ist: Wer ist der Erschaffer ? … und wie erschafft man etwas – und wo ?

    Die letzten Fragen jedoch braucht man im Grunde gar nicht … Du musst ja auch nicht wissen was ‘ne Zündkerze ist und wie die funktioniert und gebaut werden kann um Auto fahr’n zu können. Ist aber für manche ein interessantes Thema … und ohne Dipl.Ings. die Zündkerzen bauen und entwickeln können gäb’s gar keine Autos.

    Und was die Zündkerze für’s Auto ist … ist die Idee für’s Denken.

    Unstrittig ist das wir alle mal EIN Volk waren mit EINER Sprache … es gab nur ‘ne Handvoll Homo Sapier die sich von Afrika aus über die ganze Welt verbreiteten … wär ja echt unvorstellbar das damals am Anfang von allem der eine arabisch sprach und der andere chinesisch. Zumals ja weder Araber noch Chinesen gab. So wird die Überwindung von Babylon zu einer der größten Herausforderungen der Menschheit von heute.

    Vielleicht trennen uns ja gar nicht Grenzen sondern Worte -???-

  • Hallo Ralf, du schreibst:
    »Spiritualität ist in uns eingebaut, sie ist wahrscheinlich ein menschliches Grundbedürfnis.«

    Das ist auch meine persönliche Erfahrung. Ich habe trotzdem einige Zeit gebraucht, um zu entdecken, dass da ein großes Gegenüber liebevoll auf mich achtet, mich besser kennt als ich selber und mir sogar einen Menschen schickt, der mich »nach Hause« holt. Die Fragen nach dem – woher komme ich – wer bin ich – wo gehe ich hin – sind für mich in Jesus beantwortet.

    Diese frohe Botschaft hat meinen Alltag nach und nach umgekrempelt und mich dankbar gemacht. Schön zu wissen, dass ich geliebt bin. Das verändert alles.

    Ich bin froh, dass die Sehnsucht nach der Antwort auf woher und wohin, in uns eigebaut ist. Wer weiss, ob ich sie selber gesucht hätte.

  • Der Lohn des spirituellen Denkens ist ein Gelöst-Sein von den äußeren-scheinbar so eindeutigen Bedeutungswelten. Es ist gerade das Entdecken des nicht Eindeutigen, der Rätselhaftigkeit der Welt und des zugleich Wunderbaren. Insofern ist die scheinbare Mühe in Wirklichkeit ein Gewinn.Als spirituell denkender Mensch weiß ich um die Bedeutung des eigenen Denkens in Bezug auf die sogenannte Realität und ich lerne, meine eigene zu gestalten, um so mein Glück und Erfüllung zu finden- durch Denken und Konzentration. Ich lerne, daß die Welt genau das ist, was ich darin sehe-kein irgendwie äußerlich bestimmtes Sein. Ich denke, daß der Anreiz für spirituelles Denken letztendlich darin besteht uns bei der Suche nach dem Glück zu unterstützen und es ggf. auch zu finden.

  • Nachdem ich den sehr vereinfachendenBeitrag von Ralf Senftleben gelesen habe, bin ich über die Information von Heike froh. Ich finde, jeder kann das glauben was er möchte. Die Religionsgemeinschaften und Kirchen, als “Begründer” der Spiritualität, werden hier nicht mit einem “Grinsen” oder “Lächeln” bedacht, dabei gäbe es hier doch auch einiges anzumerken. Solange kein andere Menschen belastender oder schädigender Fanatismus entsteht, ist Spiritualität zumindest nichts Negatives. Man muss jetzt nicht stammtischartig andere Menschen, die eben an oder auch an anderes “glauben”, nicht ins Lächerliche ziehen. Gottseidank leben wir hier nicht mehr in Zeiten und einer Region, wo die falsche Spiritualität und das nicht richtig “Glauben und Beten” tödlich enden kann. Mein Credo: Jeder darf nach seiner Fasson selig werden oder auch der Kernsatz der Liberalitas Bavaria: Leben und leben lassen

  • Danke liebe Heike, dass SIe sich dem Begriff Esoterik so angenommen haben und auch treffend formulierten. Durch meine Tätigkeit werde ich oft massiv angegriffen – und gleichzeitig werde ich von Menschen gefunden, die durch sogenannte selbsternannte Esoteriker komplett “verdreht” wurden. Mein letzter “Fall” war eine junge Dame, die bei einem bekannten Heiler ihr Heil suchte, drei Wochen ihrer Ferien daran gab, eine Menge Geld liegen lies und schlussendlich nach ihren “Ferien” total verwirrt und arbeitsunfähig bei mir erschien.
    Spirituelle Energie: Beten – Es wurden bereits unzählige Forschungen betr. Beten getätigt. Beten ist für mich eine “spirituelle Macht”, die sehr vieles bewirkt, dies sehe ich immer wieder und habe es persönlich schon oft erlebt, welche wunderbare Fügungen daraus entstehen. Und ich bin mir sicher, dass, sollte die Geistige Welt wirklich bestehen, dort mehr Freude und Witz herrscht, als wir uns vorstellen können. Und ich stelle mir soeben unseren Schöpfer vor, wie er über all unsere Gedanken schmunzelt …..

  • … und Humor gehört auch dazu …
    Auch der liebe Gott sitzt öfters bei einer Tasse Kaffee (oder Tee und Räucherstäbchen) und lacht herzlich über all die Witze, die er in die Welt eingebaut hat.
    Danke! Das hier ist einer der besten Artikel über Spiritualität, die ich gelesen habe.
    Mit einem Lächeln
    Christoph

  • Hallo zusammen,

    ich freue mich, dass hier auch das Thema Spiritualität – überraschend – ein wenig Raum bekommt. Denn nach meiner festen inneren Überzeugung können wir uns nicht von dem “Unbenennbaren” losgelöst weiterentwickeln. Dabei hilft es, wenn wir die Möglichkeit der Existenz einer anderen, größeren Kraft anerkennen.

    Insofern fand ich es schade, als ich mich mit ZZL erstmals beschäftigte und las, dass Spirituelles eher abgelehnt wurde. Vielleicht hatte ich es falsch verstanden, aber umso lieber lese ich den heutigen Beitrag von Ralf. Übrigens hatte mich das nicht von ZZL abgehalten, weil ich eure Ansätze sehr gut und hilfreich finde. Und wer sich so menschenzugewandt verhält, kann nur im dem großen Ganzen auf dem richtigen Weg sein, egal was er bekennt oder erkennt.

    Übrigens finde ich auch, dass viele esoterische Spinnereien angeboten werden, und ich glaube, dass vieles auch dem reinen Geldmachen dient. Dennoch wurde ich nie behaupten, dass diejenigen, die channeln, Karten legen oder andere evtl. obskur wirkende Techniken anwenden, zwangsläufig Scharlatane sind. Wer bin ich, das beurteilen zu wollen? Vielleicht haben andere sehr viel ausgeprägtere Antennen als ich?
    Was ich (wir) nutzen, liegt in unserer eigenen Entscheidung, und wenn es sich gut anfühlt, wird es vermutlich richtig sein. Man sollte nur nicht die Bodenhaftung verlieren und immer eine fragende Distanz behalten.

    Zum Begriff Esoterik/Spiritualität: Ich hatte einmal eine sehr gute Definition von Esoterik gefunden, leider weiß ich nicht mehr wo. Aber nachstehend dennoch eine weitere zufällig gefunden Definition aus wellnet.org./esoterik.html, die ich gut finde, weil sie den Begriff aus der Spinner-Ecke herausholt:

    Einen schönen Sonntag wünscht
    Heike

    ————————
    Was ist Esoterik

    In allen Lexika, Duden usw. findet man zum Thema Esoterik übereinstimmend etwa folgende Definition:
    Esoteriker ist jemand, der in die “Geheim”lehren einer Religion, Schule oder Lehre (der Philosophen) eingeweiht ist; esoterisch bedeutet: nur für Eingeweihte oder Fachleute bestimmt und verständlich.

    Exoteriker ist ein Außenstehender, Nichteingeweihter; exoterisch heißt: für Außenstehende, für die Öffentlichkeit bestimmt; allgemein verständlich.

    Der Begriff Esoterik ist also eigentlich völlig wertfrei, genauso wie zum Beispiel die höhere Mathematik (oder jeder beliebige andere Wissensbereich): Man kann etwas davon verstehen, wenn man “eingeweiht” ist, sich also mit einer Religion oder einer philosophischen “Schule” befasst bzw. sie gelernt/studiert hat. Oder man versteht sie eben nicht, wenn man sich nicht dafür interessiert und sich nicht damit befasst.

    Zugang bekommt man nur durch “sich öffnen”, durch innere Bereitschaft.

    Gegen Esoterik zu sein ist genauso sinnvoll wie beispielsweise gegen Mathematik oder Physik zu sein.

    Esoterik im ursprünglichen Sinne ist eine philosophische Grundhaltung von Menschen, die glauben, dass da jenseits der materiellen Welt noch etwas sein muss, mit dem zu befassen sich lohnt. Sie ist also eigentlich alles andere als Konkurrenz- oder Ersatzreligion, sondern als Oberbegriff gemeinsames Bindeglied aller Religionen und philosophischen Weltanschauungen.

    Denkwürdig ist, wenn Kirchenobere sich gegen Esoterik wenden. Sind doch gerade sie typische Esoteriker, da intime Kenner ihrer eigenen Lehren. Sollte man wenigstens erwarten. Geschichte und Wirklichkeit legen freilich die Vermutung nahe, dass von den ursprünglichen Anliegen der Religionen (den Menschen ihrer jeweiligen Kulturkreise Lebenshilfe zu geben) manches verlorengegangen ist oder vielmehr von allzu menschlichen Interessen (Macht gewinnen über andere) überlagert wurde.

    Dieter Breit schreibt im Evangelischen Magazin:
    “Wer sich auf Gott und Jesus beruft, um Menschen klein zu halten,
    der treibt ein geradezu teuflisches Spiel gegen die, in deren Namen er auftritt.”

    Sehr vieles, was heute von der “Esoszene” unter Esoterik verkauft wird, hat allerdings überhaupt nichts mit dem ursprünglichen Esoterikbegriff zu tun und widerspricht sogar oft völlig dem Grundgedanken der Freiheit, der Offenheit und der Einheit allen Lebens und der ganzen Schöpfung.

    Zunehmend wird der Begriff durch Kommerzialisierung entfremdet und dient immer mehr dazu, mit der Sinn-Suche der Menschen Geschäfte zu machen. Aus einer Bereicherung des Geistes wird immer mehr eine Bereicherung des Geldbeutels.

    Hans Markus Wellers

    Spirituelle Energie

    Bei einer streng wissenschaftlichen Untersuchung der Duke-Universität in Durham/USA mit Herzkranken wurden vor der Behandlung die Namen einiger Patienten ohne deren Wissen per PC an Angehörige verschiedener Religionsgemeinschaften in der ganzen Welt geschickt, die die Kranken in ihre Gebete/Meditationen einschließen sollten.
    Das äußerst verblüffende Ergebnis der genauesten Kontrolluntersuchungen in der Universitätsklinik: Die Kranken, für die es weltweit Fürbitten gab, überstanden den Eingriff wesentlich besser und erholten sich viel schneller als die Patienten der Vergleichsgruppe.

    Wissenschaftler Dr. Mitchell Krucoff, der die Ergebnisse auf der Jahrestagung der Am. Herzgesellschaft vorstellte, weiß keine Erklärung: “Nennen Sie es spirituelle Energie, nennen Sie es göttlich – ich weiß es nicht”.

    Weitere Studien an großen US-Kliniken sind geplant. (Auszug aus einer Pressemeldung)

    • Angelika schreibt am 16. März 2014

      Sehr guter Artikel! Dem kann ich mich nur anschließen.

    • Sabine Bürkle schreibt am 16. März 2014

      Liebe Heike,

      ich stimme Dir zu, auch ich finde, dass es nicht darauf ankommt welches Mäntelchen ein bestimmter Zugang zum Großen Ganzen umhat, sondern entscheidend ist, ob die Methode den Anwender dabei unterstützt seinen Alltag besser zu meistern, Beziehungen zu verbessern und zu mehr Freiheit und Lebensfreude führt. Glückliche Menschen sind einfach eine Wohltat für die Welt.

  • beim Lesen der verschiedenen Kommentare kommt mir spontan ein Gebet von Baha’u’llah in den Sinn, das ich an dieser Stelle gerne erwähne:

    “Ruhm sei Dir, o Gott, für Deine Offenbarung der Liebe zur Menschheit. O Du, der Du unser Leben bist und unser Licht, führe Deine Diener Auf Deinen Pfad, mache uns reich in Dir und frei von allem ausser Dir.

    O Gott, lehre uns Deine Einzigkeit und lass uns Deine Einheit erkennen, so dass wir niemanden schauen ausser Dir. Du bist der Barmherzige, der Spender reicher Gaben.

    O Gott, entzünde in den Herzen Deiner Geliebten Das Feuer Deiner Liebe, auf dass es die Gedanken an alles ausser Dir verzehre.

    Offenbare uns, o Gott, Deine erhabene Ewigkeit – dass Du immer warst und immer sein wirst und dass kein Gott ist ausser Dir. Wahrlich, in Dir Werden wir Trost und Kraft finden.”

    Herzliche Grüsse aus dem Berner Oberland

    • Karenina schreibt am 18. März 2014

      Nun, wenn man davon ausgeht, dass Gott, der Schöpfer, die Schöpfung IST, also: Gott ist ALLES und daher ist alles GOTT, dann gibt es auch nichts, was wir “ausser Dir schauen” könnten UND wir werden Trost und Kraft in ALLEM finden (z.B. auch in uns selbst).

      Allen alles Gute dabei

  • Eine schöne Darstellung von Spiritualität. Ich bin schon seit meiner Kindheit spirituell interessiert gewesen, diese Sinn- und Seinsfragen haben jedoch immer in einem komischen Gefühl der wohl eigenen (Denk-)Begrenztheit geendet. Trotzdem blieb die Tendenz, der Drang und auch die Spürbarkeit, wenn z. B. Ent-Scheidungen anstanden/anstehen. Zwischendurch habe ich versucht, ganz normal zu leben, jedoch war diese besondere Erfüllung gar nicht da, die durch die tiefe, spirituelle, wunderbare Verbindung und Weiterentwicklung einfach da ist. Eine wahre Kraftquelle. Ich lebe heute mein Leben, freue mich am verbundenen Menschsein und am Miteinander und stelle langsam fest, dass die Gesellschaft aufbricht und interessierter wird, jeder auch an sich selbst und was jeder durch sich selbst zu geben hat. Der Beginn einer endlosen Liebe, zu sich selbst und zu allem, was ist.

  • Hallo miteinander!

    Was fuer ein toller Artikel, ich sehe das ganz aehnlich wie Ralf. Spiritualitaet, die ich auch selbst gerade erst entdecke, besteht fuer mich auch vor allem in den Fragen, die man sich stellt, und nicht so sehr in den Antworten. Vor allem nicht in den Antworten, die andere einem geben, wie das etwa Religion oder Esoterik tun, und die unvollstaendig bleiben muessen, weil man Spirituelles eben gerade nicht durch Worte kommunizieren kann.

    Fuer mich ist Spiritualitaet nicht der Drang danach, mit einem ‘ueber-natuerlichen’ Bewusstsein (aka Gott) zu verschmelzen, sondern ein Ausdruck dafuer, dass wir eben nur einen Teil der Natur um uns herum und auch in uns selbst bewusst wahrnehmen, und das auch intuitiv wissen. Ich kann sehr viel mit dem Gedanken anfangen dass “Gott” im Grunde genommen die Gesamtheit des Positiven in uns selbst ist, das wir von unserem Bewusstsein abgespalten und auf ein goettliches Wesen projiziert haben.

    Spiritualitaet waere dann der Drang danach, sein unbewusstes Selbst zu erfahren. Im Endeffekt geht es fuer mich dann vor allem darum, zu lernen, mit der inneren Anpannung umzugehen, die von diesem Nicht-Bewusst-Wissen-Koennen-Was-Da-Ist stammt, oder sie sogar zu geniessen. Fuer den einen mag das am besten mit Raeucherstaebchen gehen, fuer den anderen durch Gebete, und fuer den dritten durch den Anblick des Nachthimmels. Ganz egal wie, solange man es schafft, das in aller Tiefe zu erleben!

  • Ich glaube, Gott ist eine geistige Kraft, die immer war und sein wird, die alles lenkt, die auch in allem ist: In Menschen , Tieren, Pflanzen. (Gott hauchte den Menschen seinen Odem ein..) Sich bewusst an diese und noch größere Kraft anzuschließen, ist für mich Spiritualität. Bei mir: In der Ruhe, in der Natur, so beim Schwimmen in unserem See, in einer Kirche, beim Kartoffelnschälen, beim Schreiben an mir liebe Menschen…Ich muss mich nur dafür öffnen.
    Ralfs Gedanken finde ich gut, da nicht esoterisch abgehoben- entspricht meinem Denken.
    Kolibri

  • Ich lebe jeden Moment meines Lebens spirituell, also verbunden mit dem großen Geist, verbunden mit der Liebe die alles erschafft und auch dafür sorgt, dass die Dinge wieder vergehen. Immer bedeutet das für mich, dass alles was in meinem Leben passiert eine Bedeutung hat die über das Offensichtliche hinaus geht. So bekommen die Dinge auf der einen Seite eine große Wichtigkeit und auf der anderen Seite verlieren sie diese auch, weil nicht das was passiert wichtig ist sondern das was die Ereignisse in meinem Leben mit mir machen. Kann ich die göttliche Absicht dahinter erkennen? Wenn mich etwas freut oder mir etwas gelingt, bin ich dankbar, aber kann ich das auch wenn ich im Unreinen mit mir bin, wenn ich zweifle, wenn ich mich ärgere, wenn ich urteile, mich über andere erhebe oder mich klein und unwichtig fühle? Gott will uns nicht ärgern, Gott meint es immer gut mit uns und schickt uns die Erfahrungen die wir brauchen um zu wachsen, um die Anteile in uns zu erkennen die nicht in der Liebe sind, mit denen wir uns sträuben gegen das was ist, mit denen wir denken wir wissen es besser, mit denen wir uns wehren gegen das Leben. Und er umgibt uns immer mit allem was wir brauchen um die Perfektion in allem was ist, zu erkennen. Gott ist Liebe und wir alle sind Teil dieser bedingungslosen, unendlichen Liebe. Wenn ich Momente in meinem Leben erlebe in denen ich erkennen darf, dass es jenseits von guten und schlechten Gefühlen noch etwas gibt was beständiger und immer während ist, dann fühle ich mich mit Gott (dem gro0en Geist, Spirit) verbunden und weiß alles ist gut, ganz egal wie es sich anfühlt. Aus dieser Gewissheit heraus lässt es sich leichter handeln weil ich aus dieser Gewissheit heraus auf einer tieferen Ebene weiß, dass ich keine Fehler machen kann, weil ich geborgen bin in Gottes Hand der mich trägt, liebt, mich fordert und fördert und der auch immer mal wieder herzhaft über mich lacht, so wie auch ich es immer wieder tun kann, wenn ich mich dabei ertappe wie ich mir einbilde es besser zu wissen als Gott.

    Gerade habe ich meinen Kommentar nochmals durchgelesen und sage: “Ja, ich bin durch und durch ein spiritueller Mensch”

    Lieber Ralf vielen Dank für das Anregen der Diskussion, es hat mir sehr geholfen mir an dieser Stelle Gedanken zu machen was für mich Spiritualität bedeutet und diese Gedanken so konkret in Worte zu fassen hat mir Klarheit gebracht und mich tief im Inneren sehr bewegt. Herzliche Grüße Sabine

    • Kolibri schreibt am 16. März 2014

      Liebe Sabine,
      es war sehr schön, Deine Gedanken heute, am Sonntagmorgen, zu lesen- für mich ein Stück Meditation.
      Ich denke und fühle ebenso und spüre- wir sind durch unseren Geist- miteinander verbunden, alle….
      Dir einen schönen Sonntag mit vielSonne im Herzen!
      Kolibri

    • Mirijam schreibt am 16. März 2014

      Liebe Sabine,

      dem habe ich nur für heute nichts hinzuzufügen. Wenn ich das lese, gibt es in meinem Inneren eine Resonanz.
      Danke.

  • Die o. g. Fragen (Wo komme ich her, was will ich, usw.) gehören, so mein Empfinden, schon ab und an in den Alltag. Ein Auseinandersetzen mit diesen Fragen kann dazu dienen, den aktuellen Stand im Leben zu prüfen. Es gibt Menschen, die nicht wirklich zufrieden sind mit diversen Situationen in ihrem Leben. Vielleicht sind solche Fragen dann dienlich für sie. Auch wenn diese Fragen erstmal keine direkten Antworten beinhalten (oder vielleicht doch?). Möglicherweise kommen diese im Laufe der Zeit – intuitiv oder durch Zufall von außen über einen anderen Menschen, usw. Das empfinde ich auch als spirituell. Da geht es um Vertrauen, dass ich auf meine Fragen Antworten bekomme – in welcher Weise auch immer.

  • Diesen Artikel empfinde ich einfach nur “perfekt”. Darin ist alles gesagt und auch enthalten. Es gibt Dinge zwischen Himmel und Erde – dies anerkennen ohne bewerten und einfach neugierig sein, was einem da noch “zufällt” empfinde ich äusserst spannend. Dinge geschehen zu lassen ohne zu wollen und sie dankbar anerkennen. Seit Jahren bringe ich Menschen dazu zu meditieren, sich mit Aufmerksamkeitsübungen zu beschäftigen und sich mit der Reise zu sich selbst zu befassen. Viele Menschen leben nur im Aussen – statt sich auch mit sich selbst zu befassen; Es ist wirklich ein lebenslanger Prozess wenn man sich auf den Weg zu sich selbst begibt – und – unerhört spannend….

    • Renate schreibt am 18. März 2014

      Ich hatte auch so ein im langen ersten Moment unschönes Erlebnis, an dem ich dachte nichts geht mehr weiter. Ich fühlte mich am Abgrund, meine seele war so traurig und mir war alles egal. Der letze Sprung über die klippe, den habe ich dann doch nciht gemacht. Irgend etwas hat mich tagelang davon abgehalten, und dann habe ich mich selbst wieder gespürt. Es war ein langsames erwachen, aber ich habe mir dann auch zusehends mehr Fragen gestellt, und auch Antworten für mich gefunden. Ich glaube tatsächlich, dass ich heute eine bessere Version meiner Selbst bin, dadurch, dass ich mich selbst immer wieder hinterfagt habe. Warum war ich so, warum habe ich dieses oder jenes gedacht. Ich habe unglaublich viel über diesen breiten Themenbereich gelesen und ganz ganz vile Übungen gemacht. Ich habe das heute vile besser mit mir selbst und meinen nächsten. Ich kann sagen, die größte Lebenskrise, war auch meine größte Bereicherung. Und vieles davon kan auch nicht erklären. Jeder muss das geschehen lassen, und jeder wird es fühlen. Danke für den Artikel und alle Kommentare.

  • Ein Beitrag der mir aus dem Herzen spricht. Ich kann nur aus meiner eigenen Erfahrung sprechen und sagen, dass man Spiritualität spüren kann. Der eine mehr, der andere weniger. Ich habe in einer schweren Depression absolute Leere erfahren. Das war eine heftige Lebenskrise, die meinen “Panzer mehrfach gebrochen” hat. Mein Leben und vor allem mein Innenleben hat sich seitdem absolut verändert. Das äußere Leben (Alltag, Beruf, Ansehen usw.) ist mir nicht mehr so wichtig. Ich wende mich mehr und mehr nach innen. Sich mit sich selbst und seinem Innenleben zu befassen ist hoch interessant! Jeder der nur nach Ansehen, Macht und Geld strebt, sollte sich hinterfragen: Bin das wirklich ich, will ich das wirklich, brauche ich das für mein Leben, ist das der Sinn meines Lebens? Spiritualität hat bei mir einen festen Platz im Leben und man erfährt immer wieder neues über sich selbst.
    Jeder sollte einmal die Reise in sein Inneres beginnen. Es ist ein lebenslanger Prozess und man wird in dieser Welt/in diesem Leben niemals das Ziel erreichen können. Aber wie heißt es doch so schön: “Der Weg ist das Ziel”.

    • Sabine Bürkle schreibt am 16. März 2014

      Lieber Erhard, Du sprichst mir aus dem Herzen. Auch ich habe über eine tiefe Depression meinem Zugang zur Spiritualität erst verloren und dann auf einer tieferen Ebene wieder gefunden. Leben ist aus meiner Sicht in jedem Moment zutiefst spirituell.

    • Ulli schreibt am 16. März 2014

      Ich habe schon sehr früh nach dem Sinn gesucht, und war ein sehr nachdenklicher Mensch. Das eigentliche Leben an sich, habe ich nicht so ernst genommen. Ich und meine Familie waren immer das wichtigste. Ich verstand auch nicht mit welchem ernst einige Menschen gewisse Dinge machen. Ich habe zwar auf dem zweiten Bildungsweg studiert und noch zusätzlich viele Qualifikationen erworben ( sogar mit ganz guten Noten ), aber nur weil ich neugierig war. Der richtige Biss fehlte einfach, weil es immer wichtigeres für mich gab.
      Vielleicht ist mir deshalb die richtig große Krise erspart geblieben, weil mir Gesundheit, Freiheit und Menschlichkeit immer am wichtigsten waren. Natürlich habe ich Niederlagen erlitten, konnte sie aber sehr gut analysieren. Wenn ich verloren hatte, dann oft weil sich ein Wertekonflikt ergab, und ich meine Werte nicht opferte. Ich bin auch nicht sehr biegsam, so dass ich nicht unbedingt flexibel bin. Ich kannte meine Grenzen schon sehr früh, und wusste dass ich nur erfolgreich bin, wenn ich im Einklang mit mir selbst bleibe. Bei einer großen Krise wird einem wie aus heiterem Himmel oft knallhart gezeigt wo die Grenze ist. Wenn man am Boden liegt, sich alles dreht und man um sein Leben fürchtet, dann weis man, ich kann nicht mehr so weiter machen. Einige Menschen brauchen diese Erfahrung um sich „Schwäche“ einzugestehen. Aber eigentlich ist das Gegenteil der Fall. Es gehört Mut dazu seine Grenzen anzuerkennen, und zu sagen: „ bis hier hin und nicht weiter“. Wenn alle Menschen das täten, dann hätten wir eine bessere Welt.

  • Mein Glückwunsch! Einfach so? Ohne Plan, ohne Intellekt, ohne Wissen wo was wohin gehört? Jeder der das Haus sieht sagt” Toller Architekt, großzügiger Finanzier, kreative Handwerker usw.. Was aber sagt Ralf zu seinem Glauben, man soll es nicht versuchen zu erklären, nicht ernst nehmen…versteht mich nicht falsch, Ralf hat schon recht wenn er sagt, dass aus dieser Spiritualität viel dummes gemacht wird, aber es werden auch viele “dumme” Häuser gebaut, dennoch ist es gut den Hausbau ernst zu nehmen und den Fachmann zu befragen. Wie schon ein weiser Mann vor langer Zeit sagte: “Jedes Haus hat einen Baumeister, Gott aber ist der Baumeister der alles erschaffen hat.” Vielleicht sollten wir nicht, wie Ralf geschrieben hat, “in sich drin suchen” ( Denn wie würde wohl das Haus von Ralf aussehen, wenn er es gebaut hätte wie er sich das alles so denkt? ) Natürlich hat Ralf auch nicht einfach irgendjemand gefragt, und sicherlich hat er versucht den BESTEN Baumeister zu bekommen….Was will ich damit eigentlich sagen: Auf den Punkt gebracht. Gibt es Gott, dann beantwortet er uns diese Sinnfragen, so wie ein Baumeister auch Ralfs Fragen beantwortet hat. Wer ist dieser Gott? Wo kann ich Fragen? Nun das gilt es herauszufinden aber Ralf hat seinen Baumeister gefunden, evtl. kam er sogar zu Ihm. Wer unvoreingenommen, logisch und ehrlich zu sich selbst ist, wird Ihn finden. Allen eine erfolgreiche Suche, es lohnt sich bestimmt diese Zeit zu investieren!

  • …also mir sind da soviel Ansätze mit “ich Glaube”. Versteht mich nicht falsch, ich glaube auch und finde das auch in Ordnung. Aber kann ich Glauben, spirituell sein und Sinnfragen in mir selbst beantworten? Wenn Ralf schreibt “da ist was eingebaut worden,…ein Grundbedürfnis,…da gibt es etwas,…Dinge die um unserem sind,…mit der Welt verwoben sind….das mich etwas lenkt…etwas Größeres…..das geistige, nicht sichtbare anzuerkennen und zuzulassen…” dann kann er doch auch dieses geistige befragen, denn es muss einen Intellekt zu haben. Warum? Weil es baut, lenkt, webt und gibt! Ralf hat also ein Haus gebaut!

  • Vielen Dank für diesen Beitrag! Ich persönlich würde mich auch als spirituellen Menschen bezeichnen und finde es toll, mir gelegentlich Seinsfragen zu stellen, denn in diesem Moment beschäftige ich mich mal nicht mit meiner Außenwelt, sondern ausschließlich mit mir selbst.

    Der Fokus ist bei mir.

    Das ist erfrischend, gibt Kraft, beflügelnde Motivation und manchmal sogar auch eine komplette Neuausrichtung im Leben. Ich vergleiche es gerne mit einem Zwischenblick auf die Schatzkarte, um festzustellen, ob ich noch auf Kurs bin.

  • Ein sehr guter Ansatz. Zu glauben,dass es “da etwas gibt”,kann eine Kettenreaktion an Gedanken auslösen, die mich weiter bringt. Wie persönlich lasse ich das Etwas zu? Vertraue ich mich “ihm”an, wenn es mir schlecht geht?Teile ich mit “ihm”meine Sorgen? Bedanke ich mich, wenn es mir gut geht, für etwas Schönes, was ich erlebt habe? Lasse ich mich in gewisser Weise manchmal tragen, weil ich die Situation nicht alleine tragen kann? Ich finde, das bereichert das Leben ungemein, man wird demütiger, sieht sich nicht als Mittelpunkt des Universums, fühlt sich aber auch als Individuum geschätzt und bestärkt. Eine ausgeglichene Art, das Leben zu genießen. Mein Leben wäre weitaus aermer, wenn ich glauben müsste, der Mensch sei durch Zufall entstanden, zufällig, sinnlos…

    • Michael Hintelmann schreibt am 16. März 2014

      Hallo

      SPIRITUALITÄT kann man auch
      ganz anders sehen, dann hat es nichts mit Esoterik zu tun, dann geht man mehr über das Gefühl weniger über den Kopf – schaut mal bei Christian Meyer, es lohnt sich

      Best Michael aus Berlin

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