Willst du suchen oder finden?

Suchen finden

Wenn jemand ein Buch gekauft oder ein Seminar besucht hat, dann höre ich hinterher oft: “Da war ja gar nichts Neues drin. Das kannte ich alles schon.”

Manche Menschen reagieren sogar richtig genervt, wenn man Ihnen Dinge erzählt, die sie schon wissen: “Ja, ja,… erzähl mir etwas Neues, das weiß ich doch alles schon.”

Fragt man einmal nach: “Ja, und… wendest du das Wissen denn auch an?” dann kommt oft nur ein erstaunter Blick. Ups.

Für die meisten Menschen wirkt nur das interessant, was neu ist, was sie also noch nicht kennen.

Das Risiko der Oberflächlichkeit

Darin steckt aber die Gefahr, dass man sich nie tiefer mit einem Thema beschäftigt. Und noch schlimmer: Auf diese Weise werden wir unser Wissen nie trainieren und das meiste Wissen ist relativ nutzlos, wenn man es nicht einübt und in Können verwandelt.

Trainieren bedeutet, sich ein Thema immer wieder vornehmen, immer wieder klarmachen, üben, ausprobieren, damit experimentieren, so lange, bis das Thema sitzt und man auch in die Tiefe der Materie vorgedrungen ist.

„Ein Meister in einem Gebiet wird nicht durch Wissen zum Meister, sondern durch Üben, Trainieren, Verfeinern.“

Und genau dieses Prinzip gilt eben auch für die Themen Glück und Zufriedenheit.

Man kann das eigene Leben nicht zum Besseren ändern, wenn man nicht bereit ist, neue Sichtweisen, Verhaltensweisen und Denkmuster zu trainieren.

Nicht nur wissen, sondern tun

Es reicht nicht, nur zu wissen, was gut für einen wäre. Um davon zu profitieren, muss man es dauerhaft tun.

Wer sich Wiederholungen verschließt, weil diese langweilig sind, wird tendenziell immer nur an der Oberfläche bleiben und es nie zur Meisterschaft in einem Bereich bringen können.

Auch nicht in der Lebenskunst.

Ich brauche einen neuen Job!

Aber welchen? Was kann ich? Was will ich? Welcher Job passt wirklich zu mir? Wo finde ich die guten Jobs? Fragen über Fragen. Antworten findest du hier: Projekt: Traumjob.

Wenn mir Menschen begegnen, die wie ein Schmetterling vom einer Sache zu anderen fliegen, dann frage ich mich immer eines:

Wollen diese Menschen suchen oder wollen sie tatsächlich finden? Hat sich deren Suche vielleicht verselbständigt? Ist die Suche zum Selbstzweck geworden, um sich nicht ändern zu müssen?

Wenn du bei dir auch manchmal die Tendenz siehst, immer nur nach Neuem zu suchen und wenn du aber mit deiner Lebenssituation noch nicht zufrieden bist, dann könntest du dir vielleicht einmal so etwas sagen, wie:

“Wenn ich immer nur auf der Suche nach Neuem bin, schneide ich mich von wirklicher Entwicklung ab. Für die nächsten 90 Tage höre ich auf zu suchen und nutze, was ich bereits gefunden habe. Ab heute nutze ich das, was ich bereits weiß, setze dieses Wissen in die Tat um und übe es ein.”

Was würde passieren, wenn ich das auch nutze, was ich bereits weiß?

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