Willst du suchen oder finden?

Suchen finden

Wenn jemand ein Buch gekauft oder ein Seminar besucht hat, dann höre ich hinterher oft: “Da war ja gar nichts Neues drin. Das kannte ich alles schon.”

Manche Menschen reagieren sogar richtig genervt, wenn man Ihnen Dinge erzählt, die sie schon wissen: “Ja, ja,… erzähl mir etwas Neues, das weiß ich doch alles schon.”

Fragt man einmal nach: “Ja, und… wendest du das Wissen denn auch an?” dann kommt oft nur ein erstaunter Blick. Ups.

Für die meisten Menschen wirkt nur das interessant, was neu ist, was sie also noch nicht kennen.

Das Risiko der Oberflächlichkeit

Darin steckt aber die Gefahr, dass man sich nie tiefer mit einem Thema beschäftigt. Und noch schlimmer: Auf diese Weise werden wir unser Wissen nie trainieren und das meiste Wissen ist relativ nutzlos, wenn man es nicht einübt und in Können verwandelt.

Trainieren bedeutet, sich ein Thema immer wieder vornehmen, immer wieder klarmachen, üben, ausprobieren, damit experimentieren, so lange, bis das Thema sitzt und man auch in die Tiefe der Materie vorgedrungen ist.

„Ein Meister in einem Gebiet wird nicht durch Wissen zum Meister, sondern durch Üben, Trainieren, Verfeinern.“

Und genau dieses Prinzip gilt eben auch für die Themen Glück und Zufriedenheit.

Man kann das eigene Leben nicht zum Besseren ändern, wenn man nicht bereit ist, neue Sichtweisen, Verhaltensweisen und Denkmuster zu trainieren.

Nicht nur wissen, sondern tun

Es reicht nicht, nur zu wissen, was gut für einen wäre. Um davon zu profitieren, muss man es dauerhaft tun.

Wer sich Wiederholungen verschließt, weil diese langweilig sind, wird tendenziell immer nur an der Oberfläche bleiben und es nie zur Meisterschaft in einem Bereich bringen können.

Auch nicht in der Lebenskunst.

Es vielleicht endlich angehen. Es ist vielleicht Zeit. Das Richtige zu tun. In kleinen Schritten ist es am einfachsten. Ernährung. Gewicht. Gesundheit. Produktivität. Bewegung. Beweglichkeit. Was es auch ist: Du kannst die Sache in die Hand nehmen und es in unserem Training in kleinen Schritten schmerzfrei angehen. Dein Erfolgserlebnis. (Start: Montag 25.9 – letzte Anmeldemöglichkeit: Mittwoch 27.9.)

Wenn mir Menschen begegnen, die wie ein Schmetterling vom einer Sache zu anderen fliegen, dann frage ich mich immer eines:

Wollen diese Menschen suchen oder wollen sie tatsächlich finden? Hat sich deren Suche vielleicht verselbständigt? Ist die Suche zum Selbstzweck geworden, um sich nicht ändern zu müssen?

Wenn du bei dir auch manchmal die Tendenz siehst, immer nur nach Neuem zu suchen und wenn du aber mit deiner Lebenssituation noch nicht zufrieden bist, dann könntest du dir vielleicht einmal so etwas sagen, wie:

“Wenn ich immer nur auf der Suche nach Neuem bin, schneide ich mich von wirklicher Entwicklung ab. Für die nächsten 90 Tage höre ich auf zu suchen und nutze, was ich bereits gefunden habe. Ab heute nutze ich das, was ich bereits weiß, setze dieses Wissen in die Tat um und übe es ein.”

Was würde passieren, wenn ich das auch nutze, was ich bereits weiß?

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Die Abkürzung? Ist das realistisch? Schmerzfreie Veränderung (fast) ohne Willenskraft und Selbstdisziplin Gewicht. Gesundheit. Produktivität. Bewegung. Beweglichkeit. Was es auch ist: Mit unserer neuen Methode lernst du, wie es geht Dein Erfolgserlebnis. (100% Geld-Zurück-Garantie. Start: Montag 25.9 – letzte Anmeldemöglichkeit: Mittwoch 27.9.)

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Kommentare

  • Ich stelle gerade fest, dass es offensichtlich für alles einen Zeitpunkt gibt.
    Mit einigen Dingen beschäftige ich mich schon lange und es dringt nicht durch. Und dann mit einmal mache ich einen großen Sprung in die Richtung. So gesehen bleibe ich schon an einem Thema. Nähere mich allerdings manchmal spiralförmig dem Ziel.
    Und dazu muss ich dann mal den Blickwinkel ändern.
    Aber Tatsache ist, dass es eben auch Kraft kostet an einem Thema dranzubleiben. Und immer habe ich die nicht. Und dann geht es doch weiter.
    Wäre mit Konsequenz vielleicht schneller, aber wer weiß das schon. ;-)

  • Durch Renovierung habe ich derweil das Bücherregal in Flur stehen. Es ist erstaunlich wie viele einst im Neugier-Wahn hastig verschlungene Bücher ich im Vorbeigehen neue entdeckte und diesmal aufmerksam durchkaute. – Mal sehen, ob ich das Bücherregal auch künftig im Flur stehen lassen kann.

    Das müsst ihr auch unbedingt mal ausprobieren. ;-)

  • Nachtrag zu meinem Kommentar vom 2. November 2015: Ich muss die Haltung von damals korrigieren, glaube ich. In den letzten Monaten habe ich mehrfach die Erfahrung gemacht, dass man fündig wird kurz nachdem man aufgehört hat zu suchen. Klingt erstmal komisch, ist aber so. Ich hab mich dann natürlich gefragt, woran das liegt. Ob es Zufall ist oder etwas anderes. Heute glaube ich, dass es etwas mit Aufmerksamkeit zu tun hat. Wenn ich suche, bin ich fokussiert. Andere Aussagen oder Vorkommnisse nehme ich dann einfach oft überhaupt nicht mehr richtig wahr – meine Suchfilter verhindern das. In dem Augenblick, wo ich nicht mehr suche, kann ich meine Aufmerksamkeit wieder auf das richten, was um mich rum passiert. Dann tun sich plötzlich neue Türen und Chancen auf.

    • Christian schreibt am 17. September 2017

      Lieber Ismir, Deine Anmerkung ist ebenso wertvoll wie der Beitrag, auf den er sich bezieht. Du hast einen riesen Schritt nach vorne gemacht und ich wünsche Dir, dass es so weiter geht.

  • Neugierde haben und Neues lernen möchte ich bis zu meinem Tod!
    Ich glaube auch, dass jeder sein Leben lang nach der Suche nach sich selbst ist. Dem steht in keine Weise entgegen, auch seine Erfahrungen zu geniessen. Denn erst wenn man aus seinen Erfahrungen gelernt hat, kann man weitergehen.

  • Ja, ich will suchen. Ich bin eigentlich immer auf der Suche. Und ja, ich fühle mich öfter schlecht dabei, weil ich genau weiß (und auch schon lange vor diesem Artikel wusste), dass das weder effizient noch effektiv ist. Ich bin aber ein Mensch und keine betriebswirtschaftliche Ressource und mein Wert bemisst sich nicht daran, wie gut ich eine Sache kann. Für diesen Artikel und auch den einen oder anderen Kommentar dazu bin ich trotzdem sehr dankbar, denn ab heute werde ich akzeptieren, dass ich so bin und nicht länger versuchen, ein anderer zu sein.

  • Hallo allerseits,

    genau dieser Scanner-Typ bin ich, der beschrieben wurde und kann den Vorschlag, doch “Vorhandenes mal zu nutzen” mehr als gut gebrauchen. Ich habe nämlich große Schwierigkeiten, an meinen Vorhaben dran zu bleiben. Ich finde nicht, dass ich faul bin, aber ungeduldig – und ich muss dem Kommentator recht geben, der meinte, dass man sich lieber wieder neuen Ideen zuwendet, wenn es schwierig wird (so mache ich es oft). Auf der anderen Seite ist es einfach sooo schön, wenn die Ideen sprudeln… Was ich daher toll finde, wenn Menschen zusammenarbeiten, die sich ergänzen, also der Ideenmensch und der Tatenmensch z.B. Diese Konstellation habe ich in meiner Arbeit. Ich bin begeistert, was wir zusammen so alles bewerkstelligen.

    Danke für den guten Artikel (und es ist überhaupt kein Problem, dass er wiederholt wurde; Gutes kann man doch immer gebrauchen) und wie immer freue ich mich über die vielfältigen und inspirierenden Kommentare!

    Liebe Grüße

    Claudia

  • Ich bin sehr wissbegierig, Seminaren und Büchern, Webinaren – Mit der Umsetzung ist es nicht immer so. Ich werde nächstes Jahr verstärkt die Akademie zum Leader für ethisches Management und Unternehmensführung aufbauen, Coaching und Trainings, online als weiteres Tool, da kann ich dieses Wissen wiederum gut brauchen bzw. gemeinsam mit ihnen anbieten.
    Danke!

  • Ich lese den Beitrag mit gemischten Gefühlen.
    Ich bin eine sehr wissbegierige Person und als solche ist es mir nicht immer möglich “dranzubleiben”. Und es ist auch nicht immer gut – weder für mich noch für andere noch für das Thema.
    Barbara Sher hat den Begriff “Scanner” dafür geprägt und Emilie Wapnick verwendet den Begriff “multipotentialites” (siehe puttylike.com und http://www.ted.com) dafür.
    Ich denke, dass das beschriebene Konzept des “Dabeibleibens” für manche Menschen und in manchen Situation gut passt – aber für andere Personen eben ganz und gar nicht, weil sie einfach nicht so gestrickt sind.

  • Lebenszeitabhängig – alles hat seine Berechtigung

    Ich finde die Anregung sehr wichtig, sich auch am Vorhandenen, Gesammelten, Gefundenen zu freuen und das zu verarbeiten und zu genießen, ehe immer weiter gesucht, nach immer Neuem gestrebt wird. Das hat viel mit Wertschätzung für die eigene Erfahrungsfülle und auch mit Innehalten und Zufriedenheit zu tun.

    Aber ich glaube auch, dass es unterschiedliche Lebenszeiten gibt, in denen die Schwerpunkte sich verschieben:
    – in der ersten Lebenshälfte steht das Nehmen, das Lernen, das Sammeln, Suchen, Forschen und Streben im Vordergrund. So schaffen wir uns eine solide Grundlage, einen Erfahrungsschatz, wertvolles Wissen, das wir für unser Leben brauchen (oder auch nicht, je nachdem, woher wir unsere Informationen beziehen und welche Schwerpunkte wir setzen).
    – in der zweiten Lebenshälfte steht dagegen das Geben, das Ab- und Weitergeben, das Lehren und Unterstützen im Vordergrund; wir sind aufgefordert, das vorher Aufgenommene wieder in die Welt zu verströmen, individuell gefärbt durch unsere Persönlichkeit und unsere ganz eigene Art zu sehen, zu fühlen und zu denken, veredelt durch unsere Kombinationsgabe und unseren einzigartigen Erfahrungshintergrund. Jeder gibt es auf seine Art weiter; der eine sondert Kommentare zum Weltgeschehen ab, setzt Denkanstöße mit seinen Stellungnahmen und Meinungsäußerungen oder schreibt Leserbriefe (oder Beiträge zu Blogs wie diesem hier ;-))), der andere lehrt an Schulen oder Bildungseinrichtungen, arbeitet im Senior Service, lebt seine Qualitäten in seinem Beruf aus oder stellt einfach sein Ohr und sein Herz zum Zuhören zur Verfügung (auch das ist intensives Geben).

    Natürlich gibt es da keinen scharfen Schnitt (und wer weiß schon, wann er von der ersten in die zweite Lebenshälfte übertritt), sondern der Übergang ist fließend; auch wenn wir lebenslang lernen und uns weiterbilden, und auch wenn wir schon früh im Leben mehr geben mussten, als uns vielleicht gut tat, bleiben die beiden Schwerpunkte doch etwa vor dem 30. und nach dem 50. Lebensjahr lokalisiert. Das Innehalten und sich am “Gefundenen” freuen, es ausnutzen und anwenden, ist jederzeit möglich und häufig sinnvoll; dieser Prozess stellt schon selbst wieder eine neue, lohnende Erfahrung da. In späteren Lebensphasen wird dies häufiger möglich sein als in den früheren, wo wir uns noch gar nicht ausreichend gewappnet für die Anforderungen des Lebens fühlen und von daher viel eifriger suchen müssen als später.

    In einer Zeit, in der Jugend als Tugend und Alter als Belastung gilt, wird man dementsprechend auf viel mehr Suchende stoßen als in einer Kultur, in der die Erfahrungen der Älteren als wertvoll und weise geschätzt werden, der gesammelte Schatz angezapft und ausgenutzt werden kann.
    “Wer rastet, der rostet” ist auch eine Aufforderung zu Unruhe, Unzufriedenheit und mangelnder Wertschätzung für das Erreichte. Gönnen wir uns etwas mehr Respekt für Lebenserfahrung, für die eigene und die der anderen.

    Wie denken Sie darüber? Hat Ralfs Anregung etwas mit dem Alter und unseren gesellschaftlichen Werten zu tun, oder ist das “Suchen und Finden” unabhängig davon?

    Herzliche Grüße
    Renita

  • @Selma7,
    das war wohl der beste Beitrag den ich seit langen gelesen habe.
    Und hier noch eine kleine Anmerkung:

    Die Tatsache, viele nachdenkliche Menschen,in so großer Zahl, in einem Forum zu treffen, macht Freude.
    Es zeigt ganz klar, dass es noch viele unter uns gibt, die sich noch Gedanken machen, über sio einiges.
    Es ist auch schön, zu erkennen, dass viele unter uns, auf der Suche sind. Doch WAS sucht ihr? Weshalb zweifelt ihr an euch selbst? Ihr seid viel besser als ihr denkt. Ist das, was euch umgibt, nicht schon schön, oder gut genug ? Schaut euch euren Partner oder die Partnerin mal genau an… Macht einfach weiter so Leute. Wendet die Lehre der 3 Siebe bei euren Mitmenschen UND bei euch selbst an.
    Wie wärs mit etwas Zufriedenheit?

    Viele Grüße, albert

  • Hallo Elke,

    es freut mich, dass dir die Geschichte auch gut gefällt. Es gibt sie schon lange, ich habe sie vor etwa 6 Jahren im Internet entdeckt. Ich glaube nicht, dass es ein Problem ist, wenn du sie in deinem Blog zitierst.

    Viele Grüße
    Selma7

  • Ich finde den Artikel sehr gut und auch wichtig, allerdings muss ich aus eigener Erfahrung sagen, dass das Dranbleiben an einer Sache das schwierigste für mich ist. Ich habe viele Methoden probiert, um mein Leben zu verbessern und habe in Krisenzeiten allemöglichen Sachen angefangen, leider dann aber nach einer Weile aufgegeben, weil ich nicht das Durchhaltevermögen habe. Oft war es meine Ungeduld, die mich irgendwann aufgeben liess, es machte mich mutlos, dass meine anstrengungen nicht schnell genug Früchte trugen. Eine Erwartungshaltung mit der ich heute noch zu kämpfen habe.
    Das ist auch das Problem, dass ich mit vielen Ratgeberbüchern habe. Am Anfang finde ich die Sachen sehr inspirierend und glaube ich kann einen Weg finden um mein Leben in den Griff zu kriegen, dann ist es aber doch wieder nur ein weiteres Buch im Bücherschrank.
    Ich habe gemerkt, dass es mir hilft mich mit anderen Menschen auszutauschen. Ich besuche seit einer Weile schon 12-Schritte-Gruppen (z.B. Anonyme Alkoholiker, Al-Anon und CoDA). Mir hilft es in diesen Gruppen von den anderen Teilnehmern zu hören, wie sie mithilfe der Unterstützung der Gruppen und der jeweiligen Literatur ihr Leben in den Griff bekamen.

    Zitat: “Trainieren bedeutet, sich ein Thema immer wieder vornehmen, immer wieder klarmachen, üben, ausprobieren, damit experimentieren, so lange, bis das Thema sitzt und man auch in die Tiefe der Materie vorgedrungen ist.”

    Und da hilft meiner Meinung nach wirklich am besten ein “Trainingspartner”…jemand mit dem man sich austauschen und sich gegenseitig motivieren kann.

  • Fragt man einmal nach: “Ja, und… wendest du das Wissen denn auch an?” dann kommt oft nur ein erstaunter Blick. Ups

    Ich sehe das so: Ich bin zu der Erkenntnis gekommen das ich keine Kritik, keine Ablehnung ertragen kann. Gut, die Erkenntnis ist jetzt da! Jetzt muß ich mir Bücher, Anleitungen zusammentragen wie ich besser mit Kritik und Ablehnung umgehen kann. Doch das Lesen dieser Bücher, dieser Anleitungen reicht nicht- ich muß auch Übungen durchführen. Immer wieder bewusst, mich beobachten: wie reagiere ich, was macht mein Körper, wie ist meine Mimik? Und vor allem was denke ich, wenn Kritik geäußert wird. Wie kann ich die negativen Gedanken zerlegen, wo kommen diese her. Das wird eine lange Sache, ich werde öfters wieder in das alte Schema zurückfallen. Wieder Bücher und Anleitungen hervorkramen, vielleicht nicht von vorne beginnen, habe vielleicht ja schon etwas gelernt. Aber immer wieder, wieder, wieder. Dann kann es ja nur besser werden.

  • Liebe Tania,
    dein Newsletter hat mich heute gerade mal wieder besonders berührt und ich will versuchen mich intensiv damit auseinander zu setzen.
    Danke auch an Selma7 für ihre Geschichte. Auch etwas, über das nachzudenken sich lohnt. Ich habe mir erlaubt, diese Geschichte in meinem Blog zu zitieren. Ich hoffe, das geht in Ordnung.
    Liebe Grüße an alle
    Elke

  • Hier eine Geschichte, die ich immer beherzige:

    Die drei Siebe
    Eines Tages kam ein Bekannter zum griechischen Philosophen Sokrates gelaufen.
    “Höre, Sokrates, ich muss dir berichten, wie dein Freund….”
    “Halt ein” unterbrach ihn der Philosoph.
    “Hast du das, was du mir sagen willst, durch drei Siebe gesiebt?”
    “Drei Siebe? Welche?” fragte der andere verwundert.
    “Ja! Drei Siebe! Das erste ist das Sieb der Wahrheit. Hast du das, was du mir berichten willst, geprüft ob es auch wahr ist?”
    “Nein, ich hörte es erzählen, und…”
    “Nun, so hast du sicher mit dem zweiten Sieb, dem Sieb der Güte, geprüft. Ist das, was du mir erzählen willst – wenn es schon nicht wahr ist – wenigstens gut?” Der andere zögerte. “Nein, das ist es eigentlich nicht. Im Gegenteil…..”
    “Nun”, unterbrach ihn Sokrates. “so wollen wir noch das dritte Sieb nehmen und uns fragen ob es notwendig ist, mir das zu erzählen, was dich so zu erregen scheint.”
    “Notwendig gerade nicht….”
    “Also”, lächelte der Weise, “wenn das, was du mir eben sagen wolltest, weder wahr noch gut noch notwendig ist, so lass es begraben sein und belaste weder dich noch mich damit.”
    Quelle unbekannt

  • Liebe Tanja

    Deine Zeilen über das positive Denken und das Refraiming haben mich bewegt.

    Man kann doch in Allem, was in uns geschieht und um uns herum passiert, egal ob positiv oder äußerst negativ etwas „Gutes“ herauslesen, wenn man in sich geht. Speziell das Negative, nicht Wünschenswerte, gibt uns doch immer wieder die schönsten Momente in Nachhinein.

    Selbst im negativsten Gedanken oder Erlebtem gibt es immer „das Gute im Schlechten“ . Wir wachsen ausschließlich durch das „Negative“, oder nicht?!?!

    Stell dir vor, es wäre alles nur noch rosarot, ….verdammt langweilig.

    Freue mich weiterhin über den inspirierenden Newsletter.

    Schönen Sonntag noch,

    mit herzlichen Grüßen

    Gerhard Euchenhofer

  • Ich lese diesen Mail-letter schon seit fast 10 Jahren. Ja, ich finde, ihr habt immer wieder Recht mit Euren Kommentaren. Bei Pädagogen un Soziologen gesucht wird man auch fündig zu dem aktuellen Kommentar zum Thema “das Glas ist halb voll oder halb leer”. Welche Erziehung wollen wir, wohin soll erzogen werden, welche Werte sollen vermittelt werdenn? Lest mal nac hbei Pestalozzi, was er so wollte!

    Herzliche Grüße und vielen Dank für 10 Jahre Denkanstöße zum Wochenende, Üt!

  • Hab noch ein Zitat. Amerikanischer Indianerhäuptling lt. C.G.Jung: “Sie suchen ständig nach etwas. Wonach suchen sie? Die Weißen wollen immer etwas. Sie sind immer unruhig und rastlos. Wir verstehen nicht, was sie wollen. Wir glauben, dass sie verrückt sind.”

  • mmhh..ja………ich habe heute zum ertsen mal den richtigen gedanken , tschuldigung wegen der rechtschreibung….
    unjd zwar geht es dabei um die bereitschaft jetzt aktiv an dem zeit zu leben programm oder themene oder wie man es nun auch nennnen soll teilzunehmen.
    ich bin ein mensch der es in 6 monaten zu nix gebracht hat , weil ich mich nicht in themen weiter vertiewft habe , so bin ich gesunken und nun ist zeit zu leben wohl die beste methode , mich jeden tag ein bischen mehr ins positive denken zu versetzen.
    man sollte auf jeden fall am kochen spass haben , gerade bei dem herbst wetter, und an einer aufgeräumten wohnung, und einem ausgleichshobby, oder sport.

    ja das war es erstaml..

    gruß chris

  • Hm; mit dem Artikel bin ich in der vorliegenden Form nicht ganz einverstanden bzw. eigentlich “nur” mit dem darin vorkommenden Schlüsselargument >> Wer sich Wiederholungen verschließt, weil diese langweilig sind, wird tendenziell immer nur an der Oberfläche bleiben und es nie zur Meisterschaft in einem Bereich bringen können. Auch nicht in der Lebenskunst <<. Wenngleich das generell sicher nicht falsch ist, gibt es dennoch Menschen, die tatsächlich mit Wiederholung nicht gut umgehen können; Barbara Sher nennt diese/n Typ/en "Scanner" (und unterscheidet eine erhebliche Vielzahl von Ausprägungen in Ihrem Buch "Refuse To Choose" zum Thema); ich verwende lieber den Begriff 'Generalist/en', in Abgrenzung zum "von unserer Gesellschaft" gefordert- und geförderten Spezialistentum. Bis zum Beginn der Industrialiserung war dieser Denk- und Begabungstyp verbreiterter als heute, speziell die Renaissance hatte einige große Generalisten zu bieten; man denke beispielsweise an Leonardo DaVinci. Wobei auch der mit Sicherheit ein 'serial master' war und seine Vielzahl an Begabungen 'trainiert' und perfektioniert hat.In diesem Lichte geht mir der Tenor des Leitartikels etwas leichter runter. Allerdings bin ich wohl auch einer von den ewig 'Suchenden', die's mit dem Ankommen nicht wirklich hinkriegen. ;)So oder so: wie immer lesenswert. Kontroverse belebt das Thema. Onward Ho!Cheers - Alex

  • Eure Kommentare erinnern mich an ein Buch, das Tania vor einiger Zeit hier vorgestellt hat, ein Buch über “Scanner”. Das sind Leute, die immer was Neues brauchen, suchen, machen, finden und denen es damit nicht gut geht, solange sie sich nicht so annehmen, wie sie sind. Ich habe angewendet, was darin stand, und das war für mich wirklich neu: es ist völlig in Ordnung, immer neue Ideen zu haben, 100 Stück pro Tag, wenn es sein muss. Die Ideen schreibe ich einfach auf, freue mich darüber und gehen dann zur Tagesordnung über, sprich Arbeit, Vorträge, Freunde, Familie und und und. Manchmal blättere ich in meinem inzwischen dicken Ideenbuch und es geht mir gut damit.
    Liebe Grüße und noch einen schönen Sonntag.

  • Für mich gehört beides zusammen:

    Das Suchen nach neuen Ideen, nach neuen Meinungen, nach neuen Menschen,…
    Wenn ich mich nur mit dem Alten begnüge, schneide ich mich genauso von jeder Entwicklung ab. Dann schmore ich im eigenen Saft.

    Aber es darf eben nicht zum Nur-noch-suchen ausarten.
    Denn dann habe ich gar keine Zeit, um das Gefundene zu überdenken und die neuen Ideen umzusetzen.

    Eine gesunde Neugier ist richtig und wichtig.
    Es gilt dann aber auch, das Neue zu sichten, zu bewerten und das, was gut ist, zu nützen.

    *****

    Und noch ein Gedanke:

    Auch wenn ich, hier z.B., etwas lese, was ich schon längst weiß, dann kann es doch ein Anstoß sein, diesen Gedanken mal wieder stärker in meinen Focus zu nehmen.
    So mancher Text, so manche Information schien mir wichtig für mein Leben. Aber erst, als ich es zum xten Mal gelesen, gehört hatte, war ich wirklich bereit, es zu berücksichtigen und in mein Leben einzubauen.

    Gerade deshalb finde ich auch solche Blogs hilfreich. Danke, Tania und Rolf!

  • “wer aufhört, besser zu werden, hat aufgehört, gut zu sein!”

    das “gehörte” als bestätigung für das bereits erlebte zu betrachten, gibt den gemachten erfahrungen eine besondere bedeutung!
    wenn mir so etwas “geschieht”, läuft mir sofort eine gänsehaut über den körper! auch ich horche in mich rein und frage nach, ob das nicht doch schon “alte kamellen” sind! nein…sie sind es wirklich nicht! eine bestätigung für erlebtes oder neu erfahrenes und bereits “ausprobiertes” kann dem nur mehr sinn und nachdruck verleihen, diesen weg weiter zu verfolgen!
    dafür bleiben auge und ohr IMMER offen für neues! “wer aufhört, besser zu werden, hat aufgehört, gut zu sein!” das betrifft das leben in der familie. das betrifft den beruf. das betrifft das GESAMTE leben! so bleibt der kopf wach für ein leben in einer immer hektischer werdenden gesellschaft, die auf das individuum keine rücksicht nimmt. darum müssen wir selber dafür sorgen, das eigene leben zu leben…OHNE als mitläufer zu gelten in einer “mitnahme-gesellschaft”! neugierig zu sein ist wichtig…HEUTE ist das wichtige denn ja! neugier schärft die sinne…und die neugier fängt bei jedem einzelnen an – die beschäftigung mit dem eigenen ICH!
    doch wer kann sich heute schon mit sich selbst befassen? wir beschäftigen uns mit ANDEREN und ANDEREM, um von den eigenen problemen abzulenken! der splitter im auge des anderen wird sofort erkannt…der BALKEN im eigenen auge (leider) NICHT!
    “wer aufhört, besser zu werden, hat aufgehört, gut zu sein!”

  • Ich habe immer wieder viele meiner Mitmenschen bewundert, die sich wirklich und intensiv einer Sache widmen. Ich dachte immer: Warum kann ich nicht so sein – wieso ändere ich immer meine Prioritäten und will so viel neues anfangen. Kann ich nicht bei einem bleiben. Typisches Beispiel ist ein Freund von mir: Er hat seinen Beruf erlernt und führt diesen Beruf durch uns ist glücklich – er will gar nichts anderes machen. Sein Hobby ist Fotografieren und das macht er mit Leidenschaft und Begeisterung.

    Ich würde mich verbiegen, wenn ich versuchen würde keine neue Ideen und Interessen zuzulassen – und wohl irgendwann brechen. Wenn ich mir vorstelle, mein Leben lang ein Beruf zu haben und in einem Gebiet “Spezialist” zu sein, dann macht es mir Angst. Wenn ich versuchen würde meine Suche nach neuen Dingen zu verbieten wäre es so, als würde man mich einsperren.

    • Ismir Übel schreibt am 2. November 2015

      Danke, geht mir ganz genauso. Ich beneide ich die Menschen, die mit dem glücklich und zufrieden sind, was sie tun. Bei mir läuft das eher so in Phasen ab. Erst Neugier/Interesse, dann intensivere Beschäftigung. Wenn es mich packt, kommt dann ein fast exzessives Ausleben bzw. Auskosten, wo ich das normale Maß bei weitem übersteige. Dann ebbt es irgendwann ab und ich verliere langsam die Lust – bis eine neue Leidenschaft daherkommt. Die dritte Phase kann durchaus mehrer Jahre andauern, aber irgendwann kommt der Punkt, wo sich das Gefühl einschleicht “da kann nichts wirklich Neues mehr kommen”, und ab da an lässt das Interesse nach.

  • Wenn ich das umsetzen will was ich bereits weiß müsste ich viel viel länger Leben. Wissen ist ein riesiger Schatz. Das Umsetzen und Anwenden des Wissns ist das Öffnen der Schatzkiste.

    Aufhören zu suchen heißt Umsetzen des eigenen Wissens und bedeutet sein Leben selbst in die Hand zu nehmen. Ständiges Suchen nach Informationen bedeutet Fremdbestimmung und seine Ziele aus den Augen zu verlieren.

    Beim der Vermarktung meiner Webseite suchte ich auch zu viel nach immer besseren Werbemöglichkeiten. Seit ich die Möglichkeiten nutze, die ich kenne, in Projekte und Arbeitsschritte gliederte und angefangen habe sie systematisch abzuabeiten geht die Besucherzahl wenn auch langsam doch nach oben.

    Ich habe auch einige ablenkende Newsletter abbestellt. So schütze ich mich vor Informationsüberflutung. Der unternehmerische Erfolg liegt mehr in der fokusierten Strategie, als in der breiten Aufstellung.

    Umstzung des vorhandenen Wissen heißt auch Umsetzung seiner eigenen Gedanken und Fähigeiten, Selbstbestimmung statt Femdbestimmung. Nur so kann ich meine Träume verwirklichen und glücklich werden.

    Für ein sorgenfreies glücklices und zufriedenes Leben
    Holger

  • zu Norberts Beitrag fällt mir ein Text ein, den ich vor längerer Zeit mal geschrieben habe: “Auf der Suche nach mir, habe ich mich verloren.” Diese SuchSucht ist wirklich in meinen Augen sehr verbreitet und ich kann mich selbst nicht davon freisprechen. Und je mehr ich im Außen suche, um so weniger finde ich, was ich suche – alles, was ich brauche, habe ich in mir – alle Handwerkzeuge, alle Techniken, etc.. Ich muss sie nur anwenden! Das fällt mir aber oft erst hinterher ein, leider. Aber immerhin. Einen schönen Sonntag!

  • “Wollen diese Menschen suchen oder wollen sie tatsächlich finden? Hat sich deren Suche vielleicht verselbständigt? Ist die Suche zum Selbstzweck geworden, um sich nicht ändern zu müssen?”

    Suchen oder finden? Selbstzweck? Sich nicht ändern müssen?

    Ich denke ja, daß wir unser ganzes Leben lang auf der Suche nach etwas sind. Und zwar sind wir lebenslang auf der Suche nach uns selbst. Diese Suche geht zuweilen merkwürdige Wege.

    Wir denken zum Beispiel, daß wir uns über die Anschaffung eines großen Wagens und der daraus für ein paar Minuten resultierenden Bewunderung durch andere finden können. Großer Wagen = Großer Mensch. Ja? Nun…

    Oder wir glauben vielleicht, uns in einem großen Haus mit Garten, in unserem Ehepartner, in unserem Geschäftspartner, in unseren Hobbys oder was es sonst noch so alles gibt, zu finden. Wir suchen überall, nur eben nicht dort, wo wir uns finden könnten: In uns selbst.

    Ich denke schon, daß die Reise zu und auf der Suche nach uns selbst zu einem Selbstzweck werden kann, wenn wir Angst davor haben, uns tatsächlich zu entdecken und zu finden. Aber was könnte die Ursache dieser Angst sein? Haben wir Angst davor, daß wir vielleicht doch nicht so toll, wunderbar und großartig sein könnten wie wir es von uns erhoffen? Oder davor, daß wir eben doch nicht so klein, unscheinbar und unbedeutend sind wie wir uns durch den Spiegel, den wir uns freiwillig durch andere vorhalten lassen, sehen? Haben wir Angst davor, eben doch nur ein Mensch wie andere zu sein? Ein Mensch mit Hoffnungen, Vorlieben, Ängsten, Macken, Einschränkungen, Ungewissheiten und allgemeinen Bedürfnissen nach Anerkennung und Wahrnehmung durch andere für das, was wir wirklich sind?

    Ich vermute, daß Menschen, die immer auf der Suche sind, sich nicht festlegen wollen, weil sie Angst haben, daß im nächsten Tal, beim nächsten Partner, beim nächsten Arbeitgeber alles viel besser und schöner sein könnte.

    Ich glaube nicht, daß Menschen, die auf der ständigen Suche sind, Angst davor haben, sich zu verändern. Wer permanent auf der Suche ist, verändert sich auch stetig. Immer wieder sind Anpassungen an die neuen Gegebenheiten notwendig. Neue Kollegen, neue Partner, neues Umfeld…

    Könnte es nicht sein, daß Menschen, die ständig auf der Suche nach neuen Wegen, Menschen, Dingen, Möglichkeiten und sonstnochwas sind, nur einfach zu “faul” sind, wirklich zu arbeiten? Arbeiten an sich selbst, arbeiten gegen Widerstände, arbeiten gegen Rückschläge, arbeiten an echten Erfolgen, die Bestand haben?

    Vielleicht haben Menschen, die ständig auf der Suche nach Neuem sind, auch nur Angst, daß sich ihre Träume, die sie sich in den schönsten Farben auszumalen bereit sind, nicht eins zu eins verwirklichen lassen – und sie deshalb von vorne herein davon ausgehen, daß sie enttäuscht sein werden, wenn sie an der Verwirklichung ihrer Träume gearbeitet haben.

    Wer weiß…

    Mir gefällt die Abmachung mit sich selbst, Ralf, die Du an das Ende Deines Artikels gestellt hast:

    “Wenn ich immer nur auf der Suche nach Neuem bin, schneide ich mich von wirklicher Entwicklung ab. Für die nächsten 90 Tage höre ich auf zu suchen und nutze, was ich bereits gefunden habe. Ab heute nutze ich das, was ich bereits weiß, setze dieses Wissen in die Tat um und übe es ein.”

    Das ist der Schritt vom Träumen, von der Theorie hin zur Praxis.

    Und dann, zum Schluß, gibst Du Deinen Leserinnen und Lesern noch die herausfordernde Frage an sie selbst mit auf den Weg:

    “Was würde passieren, wenn ich das auch nutze, was ich bereits weiß?”

    Spannend! Klasse! Anspornend!

  • Ein Artikel mit wirklich wahrem Inhalt,danke dass in je,amd verfasst hat, ich hoffe er hilft mir irgendwie mehr innere Ruhe zu finden.

  • Ein sehr schöner Artikel!

    “Es reicht nicht, nur zu wissen, was gut für einen wäre. Um davon zu profitieren, muss man es dauerhaft tun.”

    Einfaches Beispiel: obwohl fast jeder weiß wie man überflüssige Pfunde los wird, schafft es nachhaltig nur ein kleinerer Teil der Menschen ;-).

    Man muß eben (ein klein wenig) -> sein Leben zu ändern bereit sein.

  • Guten Morgen,

    dies ist wieder mal ein wunderbarer Artikel, der mich sehr anspricht… Ich glaube, genau das ist das Dilemma unserer Zeit…, immer schneller, höher, weiter, aber nicht im Augenblick leben…, nicht aus dem etwas machen, was wir schon bei uns tragen… Das heißt nicht, dass man sich nicht weiterentwickeln darf, aber, wie Sie schon sagen, das eigentliche Wissen liegt im “Tieferblicken”…

    Ich mache diese Erfahrung gerade sehr deutlich… Ich lese Texte zum wiederholten Male…, aber erst beim ….Mal entdecke ich den Sinn für mich in diesem Moment… und dieses Erlebnis ist wirklich einmalig!

    Danke schön!

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