Tagebuch – Aber worüber soll ich denn schreiben?

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Tagebuch-Schreiben ist eine der befriedigendsten Tätigkeiten.

Frag mal jemanden, der schon lange täglich für sich schreibt.

Derjenige wird dir wahrscheinlich darüber berichten, wie sehr das Schreiben sein Leben bereichert.

Denn im Prozess des Schreibens werden wir achtsamer mit uns. Wir verstehen uns selbst besser. Und wir können uns selbst auch mehr annehmen und bekommen mehr Verständnis für uns selbst.

Du merkst es schon, ich bin ein Fan vom Tagebuch-Schreiben.

Viele Menschen haben nur ein Problem mit dem Führen eines Tagebuchs.

Sie wissen nicht, worüber sie denn schreiben sollen. Und damit Ihnen das nicht auch so geht, habe ich hier 16 Vorschläge für dich:

Ich formuliere die Vorschläge einfach mal als Fragen. Nimm dir die Fragen doch als Trigger für dein Schreiben, indem du dir die Fragen schriftlich selbst beantworten.

Die Vorschläge, als Fragen formuliert:

  1. Was will ich noch erreichen, bevor ich ins nächste Lebensjahrzehnt übergehe? Also bevor ich 30, 40, 50, 60, 70, 80, 90 oder 100 werde?
  2. Was habe ich heute gelernt?
  3. Was mag ich an meinen Freunden?
  4. Wann habe ich mich das letzte Mal richtig glücklich gefühlt? Und wie kann ich das wiederholen?
  5. Wer bin ich?
  6. Was mochte ich an diesem Tag?
  7. Welches Abenteuer würde ich gerne noch erleben? Und wie würde das idealerweise aussehen?
  8. Was sind 10 Dinge, die ich an mir mag?
  9. Was sind 10 Dinge, die ich mir noch verzeihen muss?
  10. Was ist mein Lieblingsort und warum mag ich diesen Ort so?
  11. Wer ist mein größtes Vorbild und warum ist das so?
  12. Was würde ich in diesem Land ändern, wenn man mich zum König für 5 Jahre wählen würde?
  13. Wie würde mein ideales Haus/meine ideale Wohnung aussehen, wenn ich jeden Wunsch frei hätte?
  14. Was wollte ich werden, als ich klein war? Und was bin ich geworden? Gibt es da einen Zusammenhang?
  15. Was würde ich in meinem Betrieb anders machen, wenn ich der Chef wäre?
  16. Wenn ich 1 Mio. EUR zum Verschenken für eine gute Sache hätte, wem würde ich es schenken?

All diese Schreibtrigger geben dir einen tiefen Einblick in dich selbst und in deine Welt. Wenn du diese Fragen umfangreich für dich beantwortest, kannst du ganz viel über dich lernen.

Ein Hinweis noch: Nachdem du eine Frage beantwortet hast, ziehe vielleicht noch ein Fazit:

Frag dich dazu:

  • Was sagt das über mich aus?
  • Was kann ich aus meinem Geschriebenen lernen?
  • Was würde jemand zwischen meinen Zeilen herauslesen können?

Übrigens: Tagebuch-Schreiben kann dir auch helfen, als Mensch zu wachsen und im Prozess des Schreibens mehr Klarheit über dich und dein Leben zu finden. Dazu mehr in unserem Projekt: Tagebuch.

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Kommentare

  • Hallo,
    seit ungefähr 30 Jahren schreibe ich Tagebuch. Die Fragen, die hier im Artikel genannt werden habe ich kaum gestellt. Vielmehr sind es meine Gedanken und Gefühle und Geschehnisse, die etwas in mir bewirkt haben, über die ich schreibe. Ich habe mir angewöhnt absolut die Wahrheit zu beschreiben, zumindest so, wie ich sie in diesem Moment sehe. Schriftlich nachzudenken hat mir schon immer geholfen Eine Freundin von mir mag das gar nicht, sie hemmt das eher. Darum habe ich festgestellt, dass es nicht für jeden geeignet ist. Dennoch empfehle ich immer, es wenigstens einmal auszuprobieren. Einige der Fragen habe ich mir heraus geschrieben und beziehe sie von nun ein. Vielen Dank für den guten Artikel.

  • Tagebuch schreiben…….ja das mache ich schon seit vielen Jahren, manchmal schreibe ich täglich, manchmal denke ich nicht daran und schreibe nur einmal die Woche, aber das eher selten. Für mich ist das schreiben wie eine Reinigung meiner Gedanken, ein Knäuel das entwirrt wird, belastende Gedanken sind danach nicht mehr so belastend, freudige verdoppeln sich, es ist ein Dialog mit mir selber. Ich schreibe oft in der dritten Person, als wenn ich mich mit mir selber als jemand anderen unterhalte und so kann ich auch Entscheidungen besser treffen…….alles in allem kann ich ohne einfach nicht mehr, es ist, als ob mir ein Mensch fehlt um mich mitzuteilen, (es fehlt mir nicht an anderen Ansprechpartnern, aber das ist etwas anderes) mich auseinander zu setzen, beizustehen, Konflikte zu lösen, Träume zu analysieren, Schmerz los zu werden, Frust, aber auch das Schöne, das so wichtig ist.

    Ich schreibe zu Hause am Pc, unterwegs habe ich immer ein kleines Buch bei mir, wann immer ich Gedanken habe, die ich notieren möchte, ist es mir wichtig, es auch tun zu können, danach kann ich wieder offen allen anderen Eindrücken folgen, der Kopf ist frei.

    Ich kann das Schreiben nur jedem empfehlen, wie oft stelle ich fest, das es mir danach viel besser geht.

    Einen schönen Sonntag an alle.

  • Jemand – der hat wirklich nichtgs in meinem Tagebuch zu lesen oder zu interpretieren. Der Jemand, der bin ich !
    Ich habe nach dem Tod meines Mannes eine Zeit lang Tagebuch geführt, was mir sehr half meine Situation zu verarbeiten. Als ich meine Weiterbildung mit 52 begann, diese machte ich, weil ich so mich selbst erkennen und beobachten konnte, schrieb ich mein Tagebuch weiter. Heute notiere ich nur noch DInge, die mich entweder privat – oder bei meiner Tätigkeit “bewegen”. Dagegen schreibe ich meine Träume auf, denn sie sind Wegweiser auf meinem Lebensweg geworden. Ich kann dies nur jedem empfehlen Tagebuch zu führen. Es muss nicht täglich sein, manchmal nur kurze Notizen. So kann jeder erkennen, wie er sich stetig verändert – und dies ist etwas sehr privates. Und darüber nachzudenken, was jemand zwischen meinen Zeilen lesen könnte – was soll das ? Ich schreibe für mich, ganz alleine für mich – und der Jemand bin ich – sonst niemand anderes. Mit besten Grüssen aus Basel

  • Ein wirklich interessanter Ansatz!
    Ich habe etwa zwischen dem 18. und 23. Lebensjahr durchgängig Tagebuch geschrieben – allerdings nicht ein einziges Mal über das, was in diesem Artikel vorgeschlagen wird. Vielleicht hätte ich es besser tun sollen, denn eigentlich war mein Tagebuch – wie bei so vielen Leuten – eher ein Frustbuch, das ich mit Sorgen, Ängsten, Nöten, Wut und anderen negativen Gedanken gefüllt habe. Das war einerseits eine nicht zu unterschätzende Unterstützung, aber wenn ich die Bücher heute so betrachte, erscheint mir ihr Inhalt mitunter schon recht bizarr – und keinesfalls schön zu lesen. Zudem geben sie keinerlei Aufschluss darüber, wie ich mich entwickelt habe, welche Träume ich hatte, oder wie ich Probleme gelöst habe.
    Die Sorgen von damals sind zwar heute zum Glück weit, weit weg, aber die glücklichen Momente sind leider ebenso verblasst. Hätte ich jetzt im Augenblick Zeit und Muße, wieder mit dem Tagebuchschreiben zu beginnen, würde ich wohl zwei Bücher anlegen: Eines für die negativen Erlebnisse, und eines für die positiven. Und ich würde dafür sorgen, dass das Positiv-Buch um einiges dicker wird, als das andere.

 

Ralf Senftleben

Hallo! Schön, dass du da bist!

Ich bin Ralf und das hier ist meine Seite, Zeit zu leben. Seit 1998 schreibe und forsche ich darüber, wie wir unser Leben selbstbestimmt, kraftvoll und bewusst leben können. Wie wir herausfinden, was wir für unsere Zufriedenheit brauchen, und wie wir erreichen, was wir uns wünschen.

Aktuell lesen über 125.000 Menschen meinen wöchentlichen Newsletter, und rund 150.000 Menschen haben an meinen Selbstlernkursen und Online-Coachings teilgenommen.

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